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  • #62
Da macht es in meinen Augen keinen Sinn davon zu reden, dass man "seinen Wert" kenne und deshalb wählerisch sei.
Ich verstehe die TE so: es ist besser über jeweilige Werte zu kommunizieren als nur atmosphärisch den Wert bzw. den gegensätzlichen Wert festzustellen. Und ihre Biographie verlangt für die Auswahl eines Partners u.a. Empathie, Fürsorge...
 
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*Andrea*

  • #64
Ich verstehe die TE so: es ist besser über jeweilige Werte zu kommunizieren als nur atmosphärisch den Wert bzw. den gegensätzlichen Wert festzustellen. Und ihre Biographie verlangt für die Auswahl eines Partners u.a. Empathie, Fürsorge...
Nur zum Verständnis: Du liest das aus dem Folgenden?

Mittlerweile kenne ich schon meinen Wert und deshalb präsentiere ich mich auch selbstbewusster. Bin aber auch wählerischer. Liegt daran, dass ich mit meinem Leben rundum glücklich bin. Glaube auch, dass ein ebenso glücklicher Mann irgendwann meinen Weg kreuzt und mit mir den selben geht.
Das lese ich ganz eindeutig anders.

Über die eigenen Wertvorstellungen zu sprechen - oder noch besser: zu beobachten, wie sich das Gegenüber diesbezüglich verhält -, macht natürlich sehr viel Sinn, aber vielleicht braucht es für eine Liebesbeziehung (jedenfalls eine umfassende) doch noch mehr, auch Äusserliches und Atmosphärisches, und dies kann man eventuell relativ rasch feststellen, weswegen vielleicht bei entsprechendem Nichtansprechen des eigenen Gespürs auf das Gegenüber dann ausgedehnte Kennenlern-Gespräche gar nicht mehr so sinnvoll sind. Aber es kommt natürlich auch darauf an, was man braucht, und vielleicht auch, wo man gerade mit seinen eigenen Themen so steht.
 
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  • #65
Wenn man dagegen vom Wert als Mensch spricht, dann ist das etwas Anderes.
So hatte ich die ursprüngliche Aussage verstanden.

Wenn man es objektiv anschaut, hat jeder Mensch denselben unschätzbaren Wert, schon allein durch sein Menschsein.
[Haarspalt] Man darf es eben gerade nicht objektiv sehen, den Menschen eben gerade nicht zum quantifizierbaren Objekt machen, vielmehr muss man ihn Subjekt sein lassen, siehe http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-112638562.html [/Haarspalt]

Aber ich verstehe, was Du meinst und stimme Dir voll zu. Die Krux ist, dass Menschen immer wieder eingeredet wird, sie seien weniger oder gar nichts wert. Dagegen hilft halt, den eigenen Wert zu kennen, zu wissen, dass man trotz aller Fehler und Schwächen Subjekt mit Selbstwert ist und nicht nur ein Objekt mit einem Preisschild dran.

Da macht es in meinen Augen keinen Sinn davon zu reden, dass man "seinen Wert" kenne und deshalb wählerisch sei.
Allgemein durchaus Zustimmung. Allerdings dreht sich die Diskussion hier ja um jemanden, die durch ihre Vergangenheit ein eher ramponiertes Bild vom eigenen Wert gehabt haben düfte, so habe ich die Schilderung jedenfalls verstanden. Zu Geschichten wie der hier geschilderten gehört oft dazu, dass den Opfern eingeredet wird, sie seien nichts Wert und müssten zusehen irgendeinen Partner zu bekommen, damit quasi von dessen "Wert" etwas auf sie abfärbt, weil sie selbst ja wertlos seien.
Sich davon ausgehend wieder ein halbwegs gesundes und positives Selbstbild erarbeitet zu haben und "wählerisch" im Sinne von "Ich bin selbstbewusst genug mir genau anzuschauen mit wem ich mich einlassen mag, weil ich und mein Leben auch ohne Partner einen Wert hat" halte ich für sehr vernünftig.

noch kann man selbst wählen, wer für einen selbst einen solchen besonderen Wert bekommen wird.
Damit das überhaupt funktioniert muss man erstmal erkannt haben wie unvergleichlich wertvoll man selbst ist. Für Dich, für mich, für die meisten, düfte das etwas sein, was wir ein Leben lang nie wirklich anders erfahren haben, unser Selbstwert stand im Kern vermutlich nie ernsthaft zu Diskussion.
Bei der TE dürfte das merklich anders gewesen sein.


PS: Schade übrigens, dass du nicht mit mir tanzen willst.
Bahnhof?
 
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*Andrea*

  • #67
Aber ich verstehe, was Du meinst und stimme Dir voll zu. Die Krux ist, dass Menschen immer wieder eingeredet wird, sie seien weniger oder gar nichts wert. Dagegen hilft halt, den eigenen Wert zu kennen, zu wissen, dass man trotz aller Fehler und Schwächen Subjekt mit Selbstwert ist und nicht nur ein Objekt mit einem Preisschild dran.
Da hast du natürlich recht. Aber es hilft auch, zu merken, dass das für alle anderen ebenso ist.

Allgemein durchaus Zustimmung. Allerdings dreht sich die Diskussion hier ja um jemanden, die durch ihre Vergangenheit ein eher ramponiertes Bild vom eigenen Wert gehabt haben düfte, so habe ich die Schilderung jedenfalls verstanden. Zu Geschichten wie der hier geschilderten gehört oft dazu, dass dem Opfern eingeredet wird, sie seien nichts Wert und müssten zusehen irgendeinen Partner zu bekommen, damit quasi von dessen "Wert" etwas auf sie abfärbt, weil sie selbst ja wertlos seien.
Sich davon ausgehend wieder ein halbwegs gesundes und positives Selbstbild erarbeitet zu haben und "wählerisch" im Sinne von "Ich bin selbstbewusst genug mir genau anzuschauen mit wem ich mit einlassen mag, weil ich und mein Leben auch ohne Partner einen Wert hat" halte ich für sehr vernünftig.
Einverstanden. Jedoch gefällt mir die Rede vom (Selbst-)Wert nicht so ganz. Ich habe den Eindruck, dass sich die Diskussion um den Selbstwert verflüchtigt und irrelevant wird, wenn man (irgendwann oder wenn man Glück hatte, von Anfang an) sich selbst sein darf und kann. Deshalb frage ich mich auch, ob es nicht sinnvoller wäre, die Menschen, die irgendwie mit solchen Themen kämpfen, darin zu unterstützen, ohne problematische Gefühle und Ver(w)irrungen sich selbst sein zu dürfen und zu können. Sie dabei unterstützen, den eigenen Weg konsequent zu gehen, zu tun, was sich für sie stimmig anfühlt, sich die Aufgaben zu suchen, die für sie ganz persönlich sinnhaft und erfüllend sind, ohne überhaupt darüber nachdenken zu müssen, wie das andere sehen.

Ist das ganze Selbstwert-Thema nicht überhaupt erst ein Thema unserer Leistungsgesellschaft?

Damit das überhaupt funktioniert muss man erstmal erkannt haben wie unvergleichlich wertvoll man selbst ist. Für Dich, für mich, für die meisten, düfte das etwas sein, was wir ein Leben lang nie wirklich anders erfahren haben, unser Selbstwert stand im Kern vermutlich nie ernsthaft zu Diskussion.
Bei der TE dürfte das merklich anders gewesen sein.
Es freut mich, dass du dieses Problem nie hattest... :);):rolleyes:

Am Bahnhof hat es doch keine gute Musik! ;) Aber wir können uns gerne dort treffen. Irgendwann. :)

Ich habe einen kleinen Witz gemacht, indem ich mich auf dies und deine fehlende Reaktion darauf bezog:
Ich bin zu müde dafür, mich mit dir im Kreis zu drehen. (Mache ja ständig Tippfehler. :() Das können wir gerne ein andermal machen, wenn gute Musik läuft.
 
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  • #69
Ist das ganze Selbstwert-Thema nicht überhaupt erst ein Thema unserer Leistungsgesellschaft?
Hmm, zum einen glaube ich nicht, dass das ein neues Thema ist, ich fürchte, dass das die Menschheit schon immer in der einen oder anderen Form begleitet, wobei es, soweit Zustimmung, vermutlich noch nie soweit im Vorgergrund stand wie in unserer vermeintlichen "Leistungsgesellschaft" (in der eine halbwegs sozialverträglich definierte "Leistung" letztlich gar keine wesentliche Rolle spielt).

Zum anderen ist das aber auch egal, in dieser unserer Gesellschaft ist's nunmal Thema. Wenn man sich der Gesellschaft nicht komoplett entziehen will muss man sich mit dem Thema in irgendeiner Form auseinandersetzen.

Es freut mich, dass du dieses Problem nie hattest... :);):rolleyes:
Das Problem hat vermutlich jede und jeder jeden Tag auf's Neue, aber in aller Regel auf einer komplett anderen Skala als die TE in ihrer Vergangenheit.

Das kommt vermutlich ganz auf den Bahnhof an, der eine oder andere wird ja durchaus auch als Konzertlocation genutzt...:p
 
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*Andrea*

  • #70
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  • #72
Nee, der weckt ganz üble Kindheitserinnerungen aus Grundschultagen.;)

Hattest du denn einen bestimmten Bahnhof im Kopf?
Nein, aber es gibt hierzugegend reichlich Bahnhöfe oder Bahnhofsgebäude, die zugleich auch Konzertlocation oder ähnliches sind. Alleine in Köln hat's schon zwei.
 
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*Andrea*

  • #73
Nee, der weckt ganz üble Kindheitserinnerungen aus Grundschultagen.;)
Bei mir weckt ziemlich viel, was mit Tanzen zu tun hat, negative Erinnerungen. Aber ich glaube, es wäre langsam an der Zeit, diese zu überwinden.
Tanzt du gerne?

Nein, aber es gibt hierzugegend reichlich Bahnhöfe oder Bahnhofsgebäude, die zugleich auch Konzertlocation oder ähnliches sind. Alleine in Köln hat's schon zwei.
Bei uns passiert das wohl öfters in Kirchen als in Bahnhöfen. Die sind ansonsten ja gähnend leer.