Beiträge
838
Likes
1.360
  • #31
Ich glaube sehr viele Menschen sollten mal von dem Bild abkommen, dass jemand der ein Trauma erlebt hat, das auch Therapiert hat, von jetzt auf gleich in eine Dysfunktionalität abdriftet./QUOTE]

Dysfunktionalität ist vermutlich zu hart, aber dass ein Triggerevent jemand trotz guter und erfolgreicher Therapie zumindest kurzfristig aus der Spur wirft kommt, zumindest nach meiner Erfahrung, halt regelmäßig vor.

Meist sind gerade die Personen, die den Mut und die Ausdauer haben eine Psychotherapie zu machen, sehr viel reflektierter als viele andere.
D'accord.
 
Beiträge
42
Likes
30
  • #32
War jetzt ein paar Tage nicht online und habe eben mich hier reingelesen. Es ist bewundernswert, wie offen geantwortet wurde.
Ich bin meinem Therapeuten sowas von dankbar, dass er aus mir einen komplett Lebemensch gemacht hat. Ab und zu staune ich über mich selbst, wie sicher ich mit vielem ich umgehe und wie sehr man sich selbst ändern kann, wenn man es zulässt. Ich selbst akzeptiere meine Vergangenheit. Sie gehört zu meinem Leben, hat Spuren hinterlassen, die mich vielleicht genauer bzw manchmal zu sehr hinschauen lassen. Aber das ist vergangen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge
42
Likes
30
  • #33
@ sine Nomine Dass manche Situationen einen kurzfristig wieder aus der Spur werfen, stimme ich dir auf alle Fälle zu, benötigt einen meist nur kurzfristigen Rückzug notwendig, um die Gedanken zu sortieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
A

*Andrea*

  • #34
Hallo @Porcia72!

Ich würde solche Dinge nicht im Profil oder Mailaustausch ankündigen und auch nicht bei einem Date so erzählen, als ob es eine Beichte oder eine Warnung wäre.
Denkst du, andere erzählen alle Probleme, die sie haben, gleich sofort? Viele wissen ja nicht mal selbst, was sie so für Muster mit sich herumtragen.

Ich kann mir ja beispielsweise nicht vorstellen, dass all die misstrauischen Frauen und Männer, die aus schwierigen Beziehungserfahrungen heraus manchmal reichlich überreagieren, dies im Vorfeld ankündigen. Das werden sensiblere Menschen beim Daten trotzdem feststellen und wohl auch zusätzlich eine erste Einschätzung vornehmen, ob dies für sie tragbar ist oder nicht.

Warum nun sollte das bei dir, deinen Traumafolgen und deinem Umgang damit anders sein?

Ich persönlich würde es allerdings auch nicht absichtlich verheimlichen, sondern ich würde es - so wie ganz viel anderes - einfach auf natürliche Weise dann erzählen, wenn sich das Gesprächsthema um so etwas dreht, oder halt, wenn es zum ersten Mal Anzeichen davon gibt. Vielleicht beispielsweise auch, wenn das Date im Kino stattfinden soll und es darum geht, welchen Film man auswählt.

Natürlich kann es Männer geben, die dann die Flucht ergreifen werden, aber vielleicht haben sie bis dahin und im optimalen Fall auch durch die Art und Weise deines Erzählens oder deines Umgangs mit den verbliebenen Folgen deiner schlimmen Erfahrungen schon gemerkt, dass sie sich nicht allzu viele Sorgen machen müssen. Gleichzeitig hast du bis dann vielleicht den Mann auch schon besser kennen gelernt und fühlst dich wohler beim Erzählen, weil du ihm schon mehr vertrauen kannst.

Ich würde empfehlen, klar zu machen, dass du es nicht erzählst, weil er als Partner darin viel Verantwortung übernehmen müsste, sondern einfach, weil es halt auch zu deinen Erfahrungen und zu deinem Leben gehört. Ausserdem würde ich wohl nicht unbedingt zu Beginn des Kennenlernens in aller Ausführlichkeit davon erzählen. Es soll ja nicht die ganze Beziehung dominieren, oder?

Aber natürlich darfst und sollst du in erster Linie so damit umgehen, wie es dir, deiner Persönlichkeit und deiner Situation entspricht! Ich glaube nicht, dass es beispielsweise hilfreich wäre, wenn du es zu verheimlichen versuchst, während dir das Thema unter den Nägeln brennt oder wenn du allzu grosse Sorgen hast, dass sich ein Mann deswegen von dir abwenden könnte, nachdem du dich schon verliebt hast.

Ich wünsche dir alles Gute!
 
Beiträge
838
Likes
1.360
  • #35
@ sine Nomine Dass manche Situationen einen kurzfristig wieder aus der Spur werfen, stimme ich dir auf alle Fälle zu, benötigt einen meist nur kurzfristigen Rückzug notwendig, um die Gedanken zu sortieren.
Ich kenne es aus eigener Anschauung, eine frühere Partnerin hatte eine Lebensgeschichte die der Deinen nicht unähnlich ist. Letztlich sind wir als Paar nicht primär an ihrer Vergangenheit sondern an ganz anderen Dingen gescheitert. Wenn man(n) sich darauf einlassen kann und will spricht nichts gegen eine gute Beziehung, trotz all der Probleme, die eine solche Historie immer wieder mit sich bringen wird. So wie Du Dich hier präsentierst bin ich mir sicher, dass andere größere Probleme haben werden den für sie passenden Partner zu finden als Du.;)
 
Beiträge
42
Likes
30
  • #36
Mah, Sine Nomine das ist ein Kompliment Mittlerweile kenne ich schon meinen Wert und deshalb präsentiere ich mich auch selbstbewusster. Bin aber auch wählerischer. Liegt daran, dass ich mit meinem Leben rundum glücklich bin. Glaube auch, dass ein ebenso glücklicher Mann irgendwann meinen Weg kreuzt und mit mir den selben geht.
 
A

*Andrea*

  • #37
Mittlerweile kenne ich schon meinen Wert und deshalb präsentiere ich mich auch selbstbewusster. Bin aber auch wählerischer. Liegt daran, dass ich mit meinem Leben rundum glücklich bin. Glaube auch, dass ein ebenso glücklicher Mann irgendwann meinen Weg kreuzt und mit mir den selben geht.
Das klingt nicht so nach der Suche nach Liebe. Eher nach Oberflächenpolishing.
 
Beiträge
42
Likes
30
  • #39
Eben nicht. Genau weil ich eine tiefgründige Liebe möchte, bin ich ja wählerisch und blicke stets hinter die Fassade.
 
Zuletzt bearbeitet:
A

*Andrea*

  • #40
Warum wirkt das so auf dich? Für mich liest sich das so, wie es geschrieben wurde, sehr symphatisch nach Liebe suchend.
Ich weiss schon, liebe Mentalista, dass wir bezüglich unseren Bedürfnissen nach Tiefe ganz unterschiedlich ticken.
Wie soll ich denn deine Frage beantworten? Oberflächenpolishing ist halt einfach das Bild, das bei mir aufkommt, wenn ich diese Formulierungen lese.
 
A

*Andrea*

  • #41
Eben nicht. Genau weil ich eine tiefgründige Liebe möchte, bin ich ja wählerisch und blicke stets hinter die Fassade.
Wie kommt es denn deiner Meinung nach zur Liebe? Indem du den Besten auswählst?

Du kennst deinen Wert und präsentierst dich selbstbewusst, zeigst ihm also deine Fassade. Selbst blickst du hinter seine. Ist der Ausgewählte dann der, der sich von deiner Fassade blenden lässt, oder der, der es schafft, dahinter zu blicken?
 
Beiträge
838
Likes
1.360
  • #43
Zuletzt bearbeitet:
A

*Andrea*

  • #44
Hmm, was hat Selbstbewusstsein (auch und vor allem im Sinne von 2Sich seiner selbst bewusst sein") und das Wissen um den eigenen Wert (einschließlich der ggf. "wertmindernd" anzusetzenden Fehler und Schwächen;)) mit einer Fassade zu tun?
Ich finde es seltsam, in Bezug auf Menschen und ihre Suche nach Liebe von Wert zu sprechen. Für mich ist das Kennen seines Wertes eine Formulierung aus der Geschäftswelt, wo es darum geht, für seine Arbeitsleistung den höchsten Lohn herauszuhandeln. Bei der Liebe geht es doch nicht um so abwägbare Fähigkeiten, sondern es geht darum, ob in einem etwas Besonderes anklingt, ob das Gegenüber in uns etwas auslöst. Da kann man doch nicht Menschen irgendwie auf einer Skala vergleichen.
Und findest du wirklich, Fehler und Schwächen würden den Wert eines Menschen vermindern?!
Bezüglich Selbstbewusstsein hat sie nicht geschrieben, sie sei selbstbewusst, sondern sie präsentiere sich selbstbewusst. Das finde ich einen grossen Unterschied.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Beiträge
838
Likes
1.360
  • #45