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  • #106
@Sandbank
Dass ich auf babes Frage einging, habe ich doch gekennzeichnet.
Daraufhin hat WolkeVier gefragt, was ich unter Kitsch verstehe und da ist der Zusammenhang auch ersichtlich. Es war die nähere Erklärung für das Vorherige.
 
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Sandbank

  • #107
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  • #108
@Sandbank , im Ergebnis bin ich ganz Deiner Meinung. Glaube ich wenigstens.
Mit Konditionierung meine ich: andere können mich darauf aufmerksam machen, wann und wo ich mich schlecht, ungeschickt, widersprüchlich oder überhaupt scheiße verhalte. Das kann ich nach außen hin abstellen. Davon ist der Rost unter dem Lack aber nicht beseitigt, denn dieses – von mir selbst als nicht so toll empfundene Verhalten – hat Ursachen. Es fällt nicht vom Himmel, sondern hängt mit meiner Person und meiner Persönlichkeit zusammen. Ihr muss ich das «bessere» Verhalten aufzwingen. Oder aufpfropfen, wenn Dir der Zwang zu gewalttätig erscheint.
Wenn ich darüber hinaus mit mir im Reinen sein möchte, muss ich herausfinden, wo die Ursachen für das nicht so tolle Verhalten gelegen haben oder liegen. Und die muss ich angehen. Dann erst kann ich «sein». Sonst bricht der Mist bei der ungeschicktesten Gelegenheit oder unter Stress wieder durch …
 
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Sandbank

  • #110
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Sandbank

  • #113
Nur, eine subjektive Meinung, ist kein Spiegel ...
Ich finde, in gewisser Weise schon, wenn auch ein subjektiv getönter. Er zeigt mir ein Bild, das mich zu der Frage bringt: Erkenne ich mich darin wieder? Natürlich kann ich die Frage mit ja oder nein beantworten. Unabhängig von der Antwort darauf zeigt er eine mögliche Wirkung von mir auf Andere.
Je mehr (verschiedenere) solcher Spiegel man sich anschaut, umso ausbalancierter wird im besten Falle das Bild von meiner Wirkung/ Persönlichkeit auf andere.
 
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Sandbank

  • #114
btw: @Pit Brett , genau das ist es, was ich z.B. an einem solchen Forum interessant finde bezüglich der blinden Flecken und der Spiegeltönung. Es ist ein Unterschied zum realen Leben und zeigt gerade deshalb möglicherweise auch Flecken, die einem Freunde, Partner etc. nicht in der Form sagen, aufzeigen. Seriöse Anonymität hat für mich nicht nur Nachteile.
 
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  • #115
Ich finde, in gewisser Weise schon, wenn auch ein subjektiv getönter. Er zeigt mir ein Bild, das mich zu der Frage bringt: Erkenne ich mich darin wieder? Natürlich kann ich die Frage mit ja oder nein beantworten. Unabhängig von der Antwort darauf zeigt er eine mögliche Wirkung von mir auf Andere. Je mehr (verschiedenere) solcher Spiegel man sich anschaut, umso ausbalancierter wird im besten Falle das Bild von meiner Wirkung/ Persönlichkeit auf andere.
Aber wie fördert dieser eher kleine Ausschnitt meiner beobachtbaren Selbstwirksamkeit die Selbsterkenntnis? Also nicht was man bei Scientology darunter versteht, ich meine die Einsicht in das eigene Wollen das sich im Sein befreit. :)
 
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Deleted member 21128

  • #117
Du wirst meinen Post gelesen haben, aber nicht verstanden.
Ja, wir haben hier tatsächlich ein Missverständnis. Ich habe mir überlegt, ob es wirklich sinnvoll ist, das zu beleuchten, weil ja die Gefahr besteht, wieder in ein "Ich hab aber das gesagt und du hast aber das gesagt"-Ding reinzugeraten. Dazu hab ich keinen Bock, und du vermutlich auch nicht. Auf der anderen Seite finde ich die Diskussion spannend, und es ist auch eine Frage des Respekts dir gegenüber, auf dein Argument einzugehen. Also... :)

Dein Post war folgender:

Menschen sind Wesen mit Emotionen, Erfahrungen welche sie bewerten. Aus diesem Grund sind Beschreibungen von Menschen immer subjektiv. Wichtig ist , dass man sich dessen bewusst ist und niemandens Beschreibung eine objektive ist oder sein kann .
die Bereitschaft sich selber durch andere besser kennenzulernen
funktionieren? .... Man soll sich durch die subjektive Meinung eines anderen besser kennen lernen?
Meine Antwort darauf war folgende:

Ja, wie sonst? Wir erfahren uns in Beziehung zu anderen. Anmerkung: Subjektive Meinungen sind nicht automatisch falsch.
Ich glaube das Missverständnis (dem vielleicht auch @Pit Brett unterlag?) besteht darin dass @ziguri 's Post so gedeutet wurde, dass "die Bereitschaft sich selber durch andere besser kennenzulernen" derart zu verstehen sein, dass man sich aufgrund der Bewertungen von anderen besser kennenlernt. Das war aber nicht das, was ich verstanden hatte bzw. glaube. Mir geht es darum, dass man sich nur in den Begegnungen mit anderen überhaupt als soziales Wesen erfahren und sich so (in Beziehung zu anderen, sozusagen vergleichend) kennenlernen kann. Wenn du ein Kind alleine lässt und nur mit Schutz, Nahrung, Kleidung, Bildung und Obdach usw. versorgst, ohne jegliche sozialen Kontakte, wie kann es sich dann sozial entwickeln? (Mal davon abgesehen, dass es wohl daran zugrunde gehen würde.) Und bei den Begegnungen mit anderen sind eben die „subjektiven Meinungen“ ein ganz wesentlicher Bestandteil, wenn auch nicht der einzige.

wie soll ein Mensch sich nach der subjektiven Meinung von anderen selbst finden, geschweige denn formen... das geht nicht, das ist ein Widerspruch in sich.
Ein Widerspruch? Ich weiß nicht, würde ich jetzt nicht so sehen. Jedenfalls werden wir doch bei dem Ansinnen, uns selbst kennenzulernen (Selbstwahrnehmung) die subjektiven Meinungen der anderen mit einfließen lassen. Natürlich bewerten und relativieren wir diese, sonst wär's ja manchmal schwer auszuhalten. Übrigens bin ich sogar der Ansicht, dass wir manchmal gerade die Meinungen, die am nützlichsten wären, gerne ignorieren, weil sie eben auch am schmerzhaftesten sind.

Weil eine subjektive Meinung einer persönlichen Wahrnehmung entspricht, die mit der Realität nichts gemein haben muss.
Aber kann. Es gilt eben, diese zu prüfen und einzuordnen und sich dann was rauszuziehen. Ich halte es für ein probates Mittel, gerade dann gut zuzuhören, wenn mir etwas gesagt wird, was ich spontan kategorisch von mir weise. Meinen jungen Führungskräften rate ich oft, ihrem Freund bzw. ihrer Freundin gut zuzuhören, wenn diese(r) über sie meckert.

Vor allem wird’s, wenn mans weiter verfolgt Irrsinn. Wenn ein Mensch sich jeder subjektiven Meinung analysieren will, und auch versucht sich danach auszurichten, kann er sich bald in der Psychiatrie wieder finden.
Klar, aber so ist es eben auch nicht gemeint. Anderen zuzuhören und anzunehmen, dass ihr Standpunkt durchaus eine gewisse Berechtigung hat, erscheint mir sinnvoll. Und die Wahrnehmung von anderen mit der eigenen Wahrnehmung abzugleichen ebenfalls. D’accord?

Darin, dass es keinen Sinn macht, (ungeprüft) sämtlichen Anforderungen von anderen entsprechen zu wollen, stimme ich dir voll zu.
 
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  • #118
;)@Tone, hi
ich probiere jetzt die Technik von @WolkeVier mit der innerhalb von 30 Minuten löschbaren bilateralen Kurzkommunikation aus: könntest du die Erwähnung von Scientology streichen? S. ist ein Minenfeld als Gesprächsstoff und es wäre schade um den Fred hier, es is spannend.;)
Hey @mino65 , danke für deinen Hinweis. Ich werde die vom Verfassungsschutz beobachtete Gemeinschaft nicht selbst zensieren, weil es mir nicht um deren Praktiken, sondern deren Ideologie geht die vorgibt Selbsterkenntnis zu fördern. Ich denke du unterschätzt die Gesprächspartner hier ein wenig. :)
Was meinst du mit "dieser eher kleine Ausschnitt"? Also, ich finde, alle Beziehungen zu Menschen, egal auf welcher Ebene und in welchem Kontext, bieten mir da einen recht großen Ausschnitt..:)
Da hast du schon recht, ich erfahre aber aus vielen Fremdperspektiven nicht unbedingt etwas darüber was mich antreibt so zu sein wie ich will.
 
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Deleted member 21128

  • #119
Nur, eine subjektive Meinung, ist kein Spiegel ...
Jein. Die spannende Frage ist für mich immer, welche Bedeutung ich der kundgetanen Meinung beimesse. Eine Berechtigung hat sie immer, zumindest für den, der sie äußert. Ob er damit recht hat, steht wieder auf einem anderen Blatt. Und da beginnt ja die Crux. Weil ganz oft, wenn wir entschließen, dass der andere nicht recht hat, liegt es einfach daran, dass wir unsere blinden Flecken nicht sehen können. Wir brauchen also einen (möglichst objektiven) Gradmesser für den Wahrheitsgehalt dieser Meinungen. Das kann sein, wenn die gleiche Meinung von mehreren Menschen (unabhängig voneinander) geäußert wird. Oder wir neigen vielleicht dazu, eher den Menschen zu glauben, denen wir vertrauen und die es vermutlich gut mit uns meinen.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass meine eigene Resonanz zu einer Meinung ein gutes Indiz ist. Wenn mir jemand etwas über mich sagt, und ich bin der Ansicht, dass er damit unrecht hat, dann achte ich auf meine Reaktion. Wenn ich ganz gelassen bleibe und die Aussage mich emotional nicht aus dem Lot bringt, dann sehe ich wenig Handlungsbedarf. Wenn ich aber starke emotionale Reaktionen auf den Inhalt der Aussage (große Resonanz) verspüre, dann merke ich, ich habe auf jeden Fall mit dem Thema was zu schaffen. Und forsche (in mir!) weiter.
 
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Deleted member 21128

  • #120
Aber wie fördert dieser eher kleine Ausschnitt meiner beobachtbaren Selbstwirksamkeit die Selbsterkenntnis?
Bitte erlaube mir eine Gegenfrage: Wie sonst wird Selbstwirksamkeit beobachtbar?
ich meine die Einsicht in das eigene Wollen das sich im Sein befreit. :)
Das ist mir zu hoch, sorry. Wahrscheinlich fehlt mir dafür die philosophische Bildung.