Beiträge
4.268
Likes
2.712
  • #91
Dachte ich vorhin auch, es gibt aber folgende erhellende Auffassung:
Mit der Voranstellung 'subjektiv' möchte jemand seine persönliche Beurteilung über die Fakten hinaus um die Möglichkeit des Irrtums ergänzen.
Selbsterfahrung im Dialog mit anderen? Mag sein, dass das geht. Aber was kann man da erfahren?
Seinen Blinden Fleck, in der Sozialpsychologie als Teil des Selbst verstanden, der von der eigenen Persönlichkeit nicht wahrgenommen wird.
 
Beiträge
2.957
Likes
1.882
  • #94
Nur als Quickie, später evtl mehr:
Ich tu mich mit diesen Allgemeinaussagen immer etwas schwer. "Meint er jetzt mich? Warum? Worauf genau bezieht er sich?" Ich fände es klarer, die entsprechenden Aussagen zu zitieren und dann konkret darauf einzugehen.
Kann ich nicht. Müsste suchen und weiß die Wortlaute nicht mehr. Ich lebe nicht so sehr im Forum, als dass ich Äußerungen einzelnen Personen zuordnen könnte (Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel). Ich nehm's übrigens auch umgekehrt nicht persönlich; das fände ich in der Anonymität hier etwas übertrieben. Ich kann nur sagen, dass mir das zwei oder drei Mal hingeschrieben worden ist. Es kann von Dir gewesen sein.
Ist das wichtig? Wenn ja, wofür? Ändert es etwas an der Sache?
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge
2.957
Likes
1.882
  • #96
Seinen Blinden Fleck, in der Sozialpsychologie als Teil des Selbst verstanden, der von der eigenen Persönlichkeit nicht wahrgenommen wird.
Inzwischen habe ich bei Wikipedia geschaut, was der «Blinde Fleck» in der Sozialpsychologie bedeuten soll. Anscheinend ist das gar nicht so einfach, denn dem Artikel ist die übliche Warnmeldung vorangestellt, es fehle an hinreichenden Belegen (für den Inhalt des Artikels). Wenn trotzdem im Kern richtig ist, was da steht, entstehen solche blinden Flecke durch Abwehrmechanismen.

Nun würde ich glatt behaupten: die Abwehrmechanismen anderer sieht jeder. Blind, sozusagen, sieht er die … Da es außerordentlich unwahrscheinlich ist, dass man selber als einziger nicht über solche Mechanismen verfügt, wird man sich beobachten, sie suchen und manchmal finden. Wenn man sie gefunden hat, bekommt man auch bald eine Vorstellung davon, warum und wozu man sie benötigt.

Das finde ich jetzt nicht so weit weg von meinem Ansatz. Vielleicht möchte ich ja doch ein wenig mehr erreichen als nur gut dazustehen, von anderen für nett, einfühlsam oder kompetent gehalten zu werden und dergleichen mehr. Was mir andere über mich mitteilen, kann sicher zu einer sinnvollen Konditionierung führen. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man davon glücklich wird. Denn die Ursachen bleiben unbeachtet; nur an Symptomen wird gefummelt.
 
Zuletzt bearbeitet:
D

Deleted member 21128

  • #97
Vielleicht möchte ich ja doch ein wenig mehr erreichen als nur gut dazustehen, von anderen für nett, einfühlsam oder kompetent gehalten zu werden und dergleichen mehr. Was mir andere über mich mitteilen, kann sicher zu einer sinnvollen Konditionierung führen.
Die Frage, ob ich es (mehr) mir selbst recht machen möchte oder anderen, ist eine andere. Ich glaube, dass ich mich (als soziales Wesen) gar nicht selbst erfahren kann, ohne andere.
 
Beiträge
1.415
Likes
845
  • #98
babes Frage, was denn eine sachliche Diskussion kennzeichne lässt sich am besten ohne Pathos beantworten. Und da Pathos und Kitsch nahe beieinander liegen, ließe sich zweiteres vielleicht auch vermeiden.
 
Zuletzt bearbeitet:
D

Deleted member 21128

  • #99
lässt sich am besten ohne Pathos beantworten.
Unter sachlich verstehe ich themenbezogen. Dazu gehören Logik und Kompetenz. Ideologie nicht. Der Geist der Aufklärung darf m.E. gerne auch den humoristischen Aspekt und Prosa verwenden, von mir auch aus Lyrik. Kitsch jeder Coleur ist m.E. nicht sachlich, es sei denn, er wird bewusst eingesetzt, was selten der Fall ist.
Logik und Kompetenz schließen aber Bewertung nicht aus, und da wird's wieder subjektiv. Wieviel Subjektivität verträgt die Sachlichkeit?
Und da Pathos und Kitsch nahe beieinander liegen, ließe sich zweiteres vielleicht auch vermeiden.
Wie meinst du das mit dem Kitsch?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Beiträge
1.415
Likes
845
  • #100
Der Kitsch kennzeichnet sich häufig dadurch, dass er an die Stelle des Eigentlichen tritt. Des Weiteren spricht er auf eine billige Art die Emotion an. Sein Argument ist u.a. das Pathos.
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge
1.415
Likes
845
  • #102
Ich bezog mich nicht auf die Diskussion, sondern habe versucht, auf babes Frage einzugehen.
Also nicht gleich pathetisch werden, Sandbank.
 
Zuletzt bearbeitet:
S

Sandbank

  • #103
von anderen für nett, einfühlsam oder kompetent gehalten zu werden
Das würde ich z.B. anders sehen: ich möchte nicht „für etwas gehalten werden“, sondern ich möchte sein und zurückgeben, was ich bei anderen als sympathisch, hilfreich etc. empfinde, was sie mir „zuteil werden lassen“.
Für mich ist es deshalb keine Konditionierung, sondern ein „Investment“, in mich und andere, die das vielleicht ebenso sehen.
Klingt jetzt ein bißchen nach „ich bin mal kurz die Welt retten“;), was nicht mein Anspruch ist, aber die Kausalität Aktion- Reaktion empfinde ich schon als stimmig.
 
F

fleurdelis*

  • #104
Ja, wie sonst? Wir erfahren uns in Beziehung zu anderen. Anmerkung: Subjektive Meinungen sind nicht automatisch falsch.
Du wirst meinen Post gelesen haben, aber nicht verstanden. Weil: wie soll ein Mensch sich nach der subjektiven Meinung von anderen selbst finden, geschweige denn formen... das geht nicht, das ist ein Widerspruch in sich. Weil eine subjektive Meinung einer persönlichen Wahrnehmung entspricht, die mit der Realität nichts gemein haben muss. Vor allem wird’s, wenn mans weiter verfolgt Irrsinn. Wenn ein Mensch sich jeder subjektiven Meinung analysieren will, und auch versucht sich danach auszurichten, kann er sich bald in der Psychiatrie wieder finden.
 
S

Sandbank

  • #105
Ich bezog mich nicht auf die Diskussion, sondern habe versucht, auf babes Frage einzugehen.
Also nicht gleich pathetisch werden, Sandbank.
ah, verstehe, danke. Für mich ist es manchmal etwas verwirrend, ob ein post ohne Zitat jetzt einfach als Antwort auf den davorhergehenden Post gemeint ist oder ein allgemeiner Einwurf auf die Gesamtdiskussion oder auf die Eingangsfrage oder auf eine weitere Überlegung zu einem eigenen post oder oder oder...
Eine entsprechende Zitierung würde mir eine völlig unpathetische ;) Verständnisfrage ersparen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: