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Sandbank

  • #137
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  • #139
Das stimmt, sehe ich genauso. Wobei ich mich etwas an der 'Geheimniskrämerei' störe, was für mich etwas einseitig klingt. Oft gibt es Gründe, warum jemand wenig von sich preisgibt, jemand glaubt, sich oder Teile von sich schützen zu müssen. Und vielleicht ist ein Teil der Gründe zugleich Teil des Blinden Fleckes.

Und der 2. Punkt ist, dass, wenn man sich das Modell anschaut, eine Offenheit, Öffnung zwar den öffentlichen Bereich vergößert, aber sich der Blinde Fleck eben nicht allein durch einseitiges Öffnen verkleinert. Erst wenn ein mir verständliches Feedback kommt, kann ich meinen Blinden Fleck verkleinern. In der Hinsicht fehlt mir bei deinem Modell der Wechselwirkungspfeil zwischen öffentlichem Bereich und Blinder Fleck.
Hier z.B. ist er auch nur einseitig, aber in entgegensetzterRichtung.
So ist die Darstellung auch schlüssig. Ich frage mich weshalb keine Beziehung zwischen Unbekanntes/Unbewusstes und Blinder Fleck gezogen wird. Warum nicht? Zwischen dem was mir völlig unbekannt ist und dem was anderen nur teilweise bekannt ist, ist da keine Wechselwirkung vorstellbar? Also unbewusste Informationen Richtung Blinder Fleck die anderen bekannt sind und vielleicht sogar umgekehrt?
:) ich bin ja sogar der Meinung, es gibt gar keine Selbstwahrnehmung ohne Fremdwahrnehmung, so wie es auch @WolkeVier als soziales in Beziehung stehen angesprochen hat....da sind wir dann vielleicht wieder bei der 'Identität'.
Meine Empfehlung, obwohl ich diese Sicht nicht vollständig teile. Ich bin davon überzeugt auch ohne Fremdwahrnehmung eine Form der Selbstbeobachtung betreiben zu können - der Einfachheit halber klammere ich kulturelle Verbindungen und die Sozialisation für diesen Gedankengang aus. Introspektion kommt doch dort zum Tragen wo die Empathie wichtig ist, wo ich nicht aufgrund einer Fremdwahrnehmung handle, sondern aus Mitgefühl.
 
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Sandbank

  • #142
Ich frage mich weshalb keine Beziehung zwischen Unbekanntes/Unbewusstes und Blinder Fleck gezogen wird. Warum nicht? Zwischen dem was mir völlig unbekannt ist und dem was anderen nur teilweise bekannt ist, ist da keine Wechselwirkung vorstellbar?
Das wird anscheinend wirklich beidseitig als unbekannt definiert, im Sinne von:
" ....4. Der unbekannte Bereich
Informationen in diesem Bereich sind weder mir selbst, noch anderen Personen bekannt. Das können unbewusste Erinnerungen oder schlummernde Talente sein, die einfach noch nicht entdeckt wurden.
Beispiel:
Ich habe ein erstaunliches Talent für Ölmalerei, weiß davon aber gar nichts...."
https://projekte-leicht-gemacht.de/blog/pm-methoden-erklaert/johari-fenster/
der Einfachheit halber klammere ich kulturelle Verbindungen und die Sozialisation für diesen Gedankengang aus.
ich glaube, das kann man nicht so recht.. Weil eine Selbstwahrnehmung aus einem gebildeten Selbstbild (bestehend aus Fremdwahrnehmung, Erleben und darauffolgendem Selbstversuch- Bestätigung von außen) besteht, mMn. Dein Beispiel "Mitgefühl": die Begrifflichkeit dafür versteht man mMn erst, wenn man einen Anderen mit einer entsprechenden Handlung wahrgenommen hat und (dir) jemand sagt: das ist aber ein mitfühlender Mensch...( z.b. auch Märchen für Kinder etc.)
 
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  • #143
Weil eine Selbstwahrnehmung aus einem gebildeten Selbstbild (bestehend aus Fremdwahrnehmung, Erleben und darauffolgendem Selbstversuch- Bestätigung von außen) besteht, mMn.
Ich verstehe. Hm, ich klammere bei der Introspektion die Fremdwahrnehmung aus, was mir naheliegend scheint. Bin mir da aber auch nicht mehr so sicher, weil die Identitätsbildung im sozialen Kontext passiert, wir also ohne eine unmittelbare Fremdwahrnehmung ein Gerüst an moralischen Normen mittragen, das unsere Handlungen beurteilt.
Dein Beispiel "Mitgefühl": die Begrifflichkeit dafür versteht man mMn erst, wenn man einen Anderen mit einer entsprechenden Handlung wahrgenommen hat und (dir) jemand sagt: das ist aber ein mitfühlender Mensch...( z.b. auch Märchen für Kinder etc.)
Da möchte ich widersprechen, weil für das Mitgefühl die biologischen Grundlagen verantwortlich sind; die Spiegelneuronen die mit drei Jahren ausgebildet sind, ohne dem Kleinkind verbal mitteilen zu können was Mitgefühl ist. Oder ist die Ausprägung der Spiegelneuronen vom liebevollen Umgang der Mutter mit dem Baby abhängig, also von der taktilen Wahrnehmung? Da fehlt mir das Wissen.
 
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  • #144
fleurdelis-zum besseren Verständnis
"Der Mensch wird am Du zum Ich" Zitat von einen bekannten Philosophen.
Gemeint ist damit, dass der Mensch seine Identität in
Relation zu seiner Umwelt bildet. Erst das Aufeinandertreffen mit einem
„Du“ ermöglicht die Bildung eines „Ich“ in Abgrenzung seiner Umwelt.
 
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fleurdelis*

  • #145
fleurdelis-zum besseren Verständnis
"Der Mensch wird am Du zum Ich" Zitat von einen bekannten Philosophen.
Gemeint ist damit, dass der Mensch seine Identität in
Relation zu seiner Umwelt bildet. Erst das Aufeinandertreffen mit einem
„Du“ ermöglicht die Bildung eines „Ich“ in Abgrenzung seiner Umwelt.
... das ist eine These von Martin Buber ... Religionsphilosoph ... er und auch andere sehen das als philosophische Überlegung an, nehmen aber keinen absoluten Wahrheitsgehalt für sich in Anspruch ... und beantwortet die Frage auf die subjektive Meinung nicht.
 
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  • #146
Die Spiegelneuronen sind ein Resonanzsystem im Gehirn, das Gefühle und Stimmungen anderer Menschen vom Empfänger erkennen lassen. Diese Spiegelneuronen sind besondere Nervenzellen im Gehirn. Das Einmalige an diesen Nervenzellen ist, dass sie bereits Signale aussenden, wenn jemand eine
Handlung nur beobachtet. Die Nervenzellen reagieren genauso,als ob man das Gesehene selbst ausgeführt hätte. Sie gelten als der Sitz des menschlichen
Einfühlungsvermögens und seiner Intuition.
 
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  • #147
Die Spiegelneuronen sind ein Resonanzsystem im Gehirn, das Gefühle und Stimmungen anderer Menschen vom Empfänger erkennen lassen. Diese Spiegelneuronen sind besondere Nervenzellen im Gehirn. Das Einmalige an diesen Nervenzellen ist, dass sie bereits Signale aussenden, wenn jemand eine
Handlung nur beobachtet. Die Nervenzellen reagieren genauso,als ob man das Gesehene selbst ausgeführt hätte. Sie gelten als der Sitz des menschlichen
Einfühlungsvermögens und seiner Intuition.
Q: https://www.planet-wissen.de/natur/forschung/spiegelneuronen/index.html
 
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  • #148
Kinder müssen erst lernen, die Gefühle der anderen zu erfühlen und wahrzunehmen. Forschergehen davon aus, dass die Spiegelneuronen zwischen dem 3. und 4. Lebensjahr voll entwickelt sind.
Babys imitieren Gestik und Mimik der Eltern schon sehr früh. Solche ausgelöste Resonanzreaktionen haben jedoch nicht nur psychologische, sondern auch biologische Effekte.
Alle Erfahrungen, die wir in unserer Umwelt machen, werden vom Gehirn in biologische Signale verwandelt. Diese Signale verändern nicht nur die Nervenzell-Verschaltungen im Gehirn, sie verändern auch unseren Körper.
Was wir erleben beeinflusst und verändert unsseelisch und körperlich
.
 
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  • #149
ein spannendes Thema , die Spiegelneuronen....
 
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  • #150
Dein Gehirn ist manipulierbar und erkennt die Sachverhalte nicht. Es vergleicht den aktuellen Zustand mit den abgespeicherten Zuständen in der Vergangenheit. Genau diesen Zustand nutzen Magier aus ...