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  • #61
Ich bemerke oft, dass es bei der Auslegung von Verhaltensnormen zu Irritationen kommt. Dergestalt: Wer betritt das Restaurant/Lokal/u.Ähnl. zuerst (nach Knigge der Mann), wer stellt wen und in welcher Reihenfolge vor usw.
In meinen Augen tradierte Benimmbücher beinhalten häufig eine Hierarchie und gehen von einer Art Hilflosigkeit der Frau aus. Das zu berücksichtigen ist für mich das Gegenteil von gutem Benehmen.
 
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  • #62
S. o.: *Ich* kann (gut ! ) damit leben ! :))

Etikette ist IMVHO immer dann wertvoll, wenn es darum geht, in unklaren Situationen Regeln zu haben, auf die man sich als gemeinsamen Nenner zurückziehen kann, ein definierter Rahmen, von dem aus man als Basis weiter agieren kann ohne Gefahr zu laufen, sich zu blamieren. Und sie unterliegt natürlich auch dem Wandel.

Wie gesagt : Man muß nicht alles mitmachen ! ;-)
 
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  • #63
Selbstverständlich, nur ist dieser Wandel bei der alten Etikette oft nicht berücksichtigt.
 
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  • #65
Es gibt Benimmregeln, die äußerst notwendig sind, um das Miteinander angenehm zu gestalten. Zu sagen, man pfeife darauf zeugt von Rücksichtslosigkeit.
Es ist wohl unumstritten, dass man nicht mit vollem Mund spricht oder den anderen ausreden lässt, ohne ihm ständig ins Wort zu fallen. Auch die Art wie jemand ißt oder sich allgemein gebärdet sollte schon von einer guten Kinderstube geprägt sein.

Weil ja hier immer von Dates die Rede ist: Eine Inkompatibilität kann dann schnell das Aus bedeuten.
 
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  • #66
Zitat von Julianna:
Statt als Frau jetzt Möglichkeiten aufzuzählen und Vorschläge zu machen (wäre auch eine Option), kann sie sagen "Entscheide du. Ich lasse mich überraschen". Sie vertraut ihm, dass er das schon regeln wird und organisieren kann/ Ideen hat.
Das habe ich bei meinen letzten Dates mal gemacht. Üblicher Weise werde ich zur Wahl des Restaurants gefragt. Darauf hatte ich keine Lust mehr. Ich habe gesagt, er möge ein schönes Restaurant, das ihm gefällt, aussuchen. Das fand ich sehr spannend und werde weiter so verfahren. Natürlich sage ich auch, wenn mir der Vorschlag nicht gefällt. Und seit ewig langer Zeit hat ein Mann auch mal die Bestellung für mich mit aufgegeben. Das fand ich mal richtig toll.
 
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Dr. Bean

  • #67
Zitat von sugar:
Es gibt Benimmregeln, die äußerst notwendig sind, um das Miteinander angenehm zu gestalten. Zu sagen, man pfeife darauf zeugt von Rücksichtslosigkeit.
Es ist wohl unumstritten, dass man nicht mit vollem Mund spricht oder den anderen ausreden lässt, ohne ihm ständig ins Wort zu fallen. Auch die Art wie jemand ißt oder sich allgemein gebärdet sollte schon von einer guten Kinderstube geprägt sein.

Weil ja hier immer von Dates die Rede ist: Eine Inkompatibilität kann dann schnell das Aus bedeuten.
Ja Mutter !

Also, wenn mir jemand was von Knigge und Benimm-Dich-Regeln erzählt, lade ich ihn immer zu nem klärenden ObenOhne-Boxkampf ein. So hab ich das gelernt :)

Zitat von lisalustig:
Das habe ich bei meinen letzten Dates mal gemacht. Üblicher Weise werde ich zur Wahl des Restaurants gefragt. Darauf hatte ich keine Lust mehr. Ich habe gesagt, er möge ein schönes Restaurant, das ihm gefällt, aussuchen. Das fand ich sehr spannend und werde weiter so verfahren. Natürlich sage ich auch, wenn mir der Vorschlag nicht gefällt. Und seit ewig langer Zeit hat ein Mann auch mal die Bestellung für mich mit aufgegeben. Das fand ich mal richtig toll.
Dann fehlt jetzt nur noch ein Diener, ähh Mann, der nachher au noch für dich aufs Klo geht, wa? :D
 
H

Hafensänger

  • #69
Manchmal bringen solche scheint's überholten Benimmregeln einfach auch nur Wertrschätzung zum Ausdruck. Wenn beide das gleich verstehen, dann ist das eine schöne Sache im Sinne von verwöhnen und verwöhnen lassen.
Bei meinem Sproß habe ich darauf bestanden, dass er das weiß - und ihm gleich gesagt, das ist nicht feststehend und kommt tagtäglich auch nur mäßig zur Anwendung. Was er daraus macht, ist seine Sache. Sicher ist nur, er wird in Situationen kommen in denen es notwendig sein wird, den Unterschied macht.
 
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  • #70
Zitat von BoiledFrog:
Manchmal bringen solche scheint's überholten Benimmregeln einfach auch nur Wertrschätzung zum Ausdruck. Wenn beide das gleich verstehen, dann ist das eine schöne Sache im Sinne von verwöhnen und verwöhnen lassen.
Genau, sie drücken Wertschätzung aus - nur weil sie alt sind, sind sie noch lange nicht ungültig.
 
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  • #71
Zitat von BoiledFrog:
Manchmal bringen solche scheint's überholten Benimmregeln einfach auch nur Wertrschätzung zum Ausdruck. Wenn beide das gleich verstehen, dann ist das eine schöne Sache im Sinne von verwöhnen und verwöhnen lassen.
Bei meinem Sproß habe ich darauf bestanden, dass er das weiß - und ihm gleich gesagt, das ist nicht feststehend und kommt tagtäglich auch nur mäßig zur Anwendung. Was er daraus macht, ist seine Sache. Sicher ist nur, er wird in Situationen kommen in denen es notwendig sein wird, den Unterschied macht.
Der Unterschied zwischen Gockelhaftigkeit und Verwöhnen wäre dann aber genauer zu definieren. Die Aufmerksamkeit hinsichtlich der Bedürfnisse kann vielgestaltig sein und muss nicht zwingend das Ritual beinhalten.
 
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  • #72
Zu diesem Thema "Wertschätzung" fällt mir eine Beobachtung ein.

Es war in einem qualitativen Restaurant. Ein paar Tische schräg vor mir saß ein junges Pärchen, ca. Mitte-Ende 20. Die junge Frau ging dann auf die Toilette. Als sie zurückkam, stand er auf und rückte ihr den Stuhl zurecht...
 
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  • #73
Ja, eine schöne Geste, die dem anderen Aufmerksamkeit zollt. Das mit dem Stuhl ist jedoch zuviel. Es symbolisiert das Hinsetzen zu ihm, das Hinrücken.
 
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  • #74
Zitat von Philippa:
Ich finde es nicht sonderlich männlich, wenn einer ein derart angeschlagenes Selbstwertgefühl hat, dass er sich nur "männlich" fühlt, wenn ich ihm etwas angeblich Weibliches vorspiele.
Die Aussage war ja etwas anders...

Zitat von Julianna:
Nachdem die Feminismus-Welle über alles hinweggerollt ist, ist die Frage danach gar nicht mal so falsch.
Manche Männer finden es schlicht unattraktiv und nach Jahrzehnten auch langweilig, wenn Frauen immer noch aufgesetzt die Feminismus-Welle reiten müssen und jegliches Rollenverhalten einebnen wollen. Da finde ich es durchaus erfrischend, einen Retroansatz zu verfolgen, vielleicht im Sinne eines Rollenspieles zu verstehen. Das hat weder hier noch dort was mit Selbstwertgefühl zu tun, jedenfalls nicht mit einem Mangel daran, ganz im Gegenteil. :)

Und die Frage der TE war ja auch nicht, "wie kann ich feministischer wirken", sondern femininer... :))
 
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  • #75
Zitat von Dr. Bean:
Ich bin da sehr selbstbewußt. Ich bin sehr dominant.

Kann man mich verstehen, ich bin nicht so gut im Reden ? :)
Ich lese hier einen grossen Widerspruch. Ein Mann der wirklich sehr selbstbewusst ist, hat kein Prolem mit dem Reden. Denn wie sollte er sonst seine Dominanz, sofern es eine gesunde Dominanz ist, mit ausdrücken können?

Also ich habe große Probleme deine Zeilen zu verstehen .-).