Heike

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  • #91
Es gibt Leute, die unterscheiden das Feminine vom Urweiblichen. Während das Urweibliche was ist, was Männern oft Angst macht, ist das Feminine gewissermaßen die kultivierte und gezähmte Version. So wie in Deutschland und nicht in Indien zum Inder essen gehen, also Indisch für schwache europäische Geschmacksnerven oder so. Am besten die jeweils angezielte Kundschaft fragen. Da wirds ne Bandbreite geben. Für den einen ist das Feminine eher mädchenhaft und sphärisch, vielleicht eher so tochterhaft, für den anderen etwas hausfrauenhafter und mütterlicher, auch mit Kurven wie bei Mutti und ein bißchen deftiger undso. Manch einer mag auch Nudelhölzer.

Wer nicht genau bescheid weiß, was so die Regeln sind, der hält sich am besten an folgenden Trick: sich einfach vorstellen, man (also Frau) wäre eine Nichte und der Mann ein Onkel oder so. Dann ist beispielsweise klar, daß er das Essen bezahlt.
Und wer von "Knigge" spricht, bei dem wäre vermutlich auch davon ausgehen, daß er Morgenmantel und karierte Pantoffeln trägt und den "Knigge" in einer Ausgabe von vor ungefähr sechzig Jahren hinter seiner Nippessammlung stehen hat.
Sucht man was anderes, wäre, wie gesagt, genauer die angezielte Kundschaft in den Blick zu nehmen.
 
D

Dr. Bean

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  • #92
Zitat von Heike:
Es gibt Leute, die unterscheiden das Feminine vom Urweiblichen. Während das Urweibliche was ist, was Männern oft Angst macht, ist das Feminine gewissermaßen die kultivierte und gezähmte Version. So wie in Deutschland und nicht in Indien zum Inder essen gehen, also Indisch für schwache europäische Geschmacksnerven oder so. Am besten die jeweils angezielte Kundschaft fragen. Da wirds ne Bandbreite geben. Für den einen ist das Feminine eher mädchenhaft und sphärisch, vielleicht eher so tochterhaft, für den anderen etwas hausfrauenhafter und mütterlicher, auch mit Kurven wie bei Mutti und ein bißchen deftiger undso. Manch einer mag auch Nudelhölzer.

Wer nicht genau bescheid weiß, was so die Regeln sind, der hält sich am besten an folgenden Trick: sich einfach vorstellen, man (also Frau) wäre eine Nichte und der Mann ein Onkel oder so. Dann ist beispielsweise klar, daß er das Essen bezahlt.
Und wer von "Knigge" spricht, bei dem wäre vermutlich auch davon ausgehen, daß er Morgenmantel und karierte Pantoffeln trägt und den "Knigge" in einer Ausgabe von vor ungefähr sechzig Jahren hinter seiner Nippessammlung stehen hat.
Sucht man was anderes, wäre, wie gesagt, genauer die angezielte Kundschaft in den Blick zu nehmen.

Und mit urweiblich ist diese andere Frau aus diesem anderen Partnerforum gemeint, die sich jüngst darüber monierte, dass ihr neu gefundener Gatte nach einem halben Jahr Beziehung, sie nur noch 4-5 mal die Woche bespaßen will. Und das obwohl sie Ärztin ist und ihm schon erklärt hat, wie er seine vorzeitige Ejakulation zügeln könnte? :)
 

sugar

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  • #94
Ja, ich habe dann immer so einen samtenen Morgenmantel mit aufgesticktem Monogramm vor Augen plus des hauseigenen Schuhwerks. Nachdem er die Anweisungen mit einem gediegenen Füller unterschrieb, dann der Bar einen Cognac entwendete, wendet er sich der Dame zu und spricht von Hölderlin. Ganz Verwegene von Villon.
 

t.b.d.

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  • #95
Zitat von sugar:
Ja, ich habe dann immer so einen samtenen Morgenmantel mit aufgesticktem Monogramm vor Augen plus des hauseigenen Schuhwerks. Nachdem er die Anweisungen mit einem gediegenen Füller unterschrieb, dann der Bar einen Cognac entwendete, wendet er sich der Dame zu und spricht von Hölderlin. Ganz Verwegene von Villon.

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Silbermine

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  • #96
Zitat von TPT:
man liest immer wieder, daß es gerade das Feminine ist, was Männer so anzieht. Was tut ihr, um femininer zu erscheinen?

Entschuldige TPT, aber deine Frage klingt für mich wie eine Bitte um ein Rezept, wie man den richtigen Mann findet.
Deine Frage ist schon deshalb nicht zu beantworten,weil es keine allgemeingültige Antwort gibt. Die Geschmäcker sind nun mal unterschiedlich. Aber ... welche Frau will einen Mann, der zu den meisten Frauen passen würde? Ich bin völlig zufrieden, wenn er zu mir passt.Ich erwarte das sogar.

Aber selbst wenn du (unterschiedliche) Antworten darauf bekommst ... Was machst du damit?
Ich als Frau lasse hinter mir auch keinem Mann die Tür vor den Kopf knallen, nur weil er das selber können muss ... sich die Tür selber aufhalten. Und ich gebe keine giftigen Antworten, wenn mir jemand den Stuhl zurechtrückt. Knigge interessiert mich dabei gar nicht.
Mine Antwort auf solche Verhaltensforderungen ist schlicht und einfach ... "das ist kindisch".

Wenn ich mich mit einem Mann treffe, will ich mich mit ihm unterhalten und nicht seinen Knigge-Status erkunden. Ob er sich benehmen kann (und damit meine ich: rücksichtsvoll und aufmerksam ist), erkenne ich trotzdem. Deshalb wäre es mir auch egal, in welchem Lokal wir uns treffen. Ich brauche dafür kein Sternerestaurant.

Der einzige Grund für ein Date ist sich kennen zu lernen. Eine schöne Umgebung schadet dabei nicht, aber eine steife schon.

Ich halte es eher für kontraproduktiv, an solchen Äußerlichkeiten bereits Werte des Gegenübers festzumachen. Das versperrt einem völlig den Blick für das Wesentliche.

Aber du siehst bereits an den Antworten, dass die Meinungen hierzu völlig auseinander gehen.
Ich kann dir nur den Tipp geben, dich wie immer zu verhalten. Denn genau das wirst du auf Dauer tun. Und dann geht die eine Beziehung in die Brüche, die andere verfestigt sich.
 
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Philippa

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  • #97
Zitat von sugar:
Es gibt Benimmregeln, die äußerst notwendig sind, um das Miteinander angenehm zu gestalten. Zu sagen, man pfeife darauf zeugt von Rücksichtslosigkeit.

Wenn ich sage, ich pfeife auf Knigge, heisst das doch nicht, dass ich mich respekt- oder rücksichtslos verhalte. Ich versuche im Gegenteil die individuellen Wünsche und Bedürfnisse meines Gegenübers in die Wahl meines Verhaltens in einer konkreten Situation einzubeziehen. Weshalb sollte ich etwas tun, nur weil es irgendein Typ mal vor Urzeiten in irgendein Buch geschrieben hat, obwohl ich weiss, dass ein entsprechendes Verhalten weder meinem Gegenüber noch mir entspricht?
 

Heike

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  • #98
Der Knigge hat ja ohnehin nicht darüber geschrieben, worauf sich die heutigen Kniggefans zu berufen glauben. Man könnte auch sagen, daß die Kniggeanrufe von großer Respektlosigkeit gegenüber dem Herrn Knigge zeugen.
 
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Philippa

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  • #99
Zitat von Traumichnich:
Eine emanzipierte Frau wird sich ganz selbstverständlich etwa die Türe öffnen und/oder in den Mantel helfen lassen etc. und das nicht mit der Bemerkung "Danke, das kann ich selber!" ablehnen (selbst erlebt).

Ein solches Verhalten nicht annehmen zu können, ist nicht dasselbe wie es einzufordern oder nicht selbst getrauen, mal die aktivere Rolle einzunehmen, wenn das stimmig scheint.
Ich freue mich, wenn mich ein Mann einladen will, oder wenn er mir bei irgendwas hilft. Aber das muss doch nicht zwingend bei den Themen passieren, die Knigge definiert hatte! Ich finde es viel schöner, wenn mein Gegenüber und ich voneinander wahrzunehmen versuchen, was für uns beide im gegebenen Moment passend ist.
 
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  • #100
Hab' ich was anderes geschrieben ? ;-)

Nichts ist so beständig wie der Wandel - das gilt auch und gerade für "Benimmregeln".

Man wird also nicht umhin kommen, je nach Situation mit Fingerspitzengefühl zu entscheiden, was angebracht sein mag und was nicht - was übrigens auch "gutes Benehmen" ausmacht.

Den Begriff "Knigge" hatte ich nur deshalb gewählt, weil jeder sofort weiß, was damit gemeint ist.
 

billig

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  • #101
Heike, ich freue mich über deine Verlässlichkeit. Danke!

So oft wie ich hier mittlerweile "Benimmregeln" lesen musste, da wird mir echt übel. Sind wir hier im Kindergarten oder was? Und feministisch und feminin sollen sich irgendwie ausschließen. Vermutlich so wie Humanist und Mensch sein, oder was?

Manchmal wünsche ich mir, ich könnte die zugrunde liegende Problematik so differenziert offenlegen, wie das so manch eine Foristin hier in ihrer Einzigartigkeit beherrscht.
 

fafner

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  • #104
Darauf einen White Russian! :)

Bildschirmfoto-2014-04-15-um-22.23.08.png
 
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sugar

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  • #105
@Philippa
Weder ging es um den alten Knigge noch um dich.
 
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Becky11991

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  • #106
Zitat von Traumichnich:
Nur am Rande : Der Gang ist eines der am schwierigsten zu verändernden Merkmale - oft erkennst Du daran sogar Leute in (guten) Verkleidungen !

Stimmt, ich bin kurzsichtig, trage aber meine Brille nur in der Uni, beim fernsehen, ...
Durch diese "Sehbehinderung" habe ich gelernt die Leute vom weiten am Gang zu erkennen. Der Gang ist wie ein Fingerabdruck, absolut individuell.

Lediglich hohe Schuhe können den Gang verändern - in der Regel zum positiven - ich kenne aber auch das Gegenteil ^^
 
G

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  • #107
Nichts mache ich.... Alles was man sich antrainiert erscheint unecht.

Weiblich wirkt man, wenn man mir sich und seinen Körper im Reinen ist. Jede Frau ist gut so, wie sie ist und muss nix verändern.

Zufriedenheit ist sehr weiblich.

Liebe Grüße
Steffi
 
M

Marlene

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  • #109
Also, ich werfe das jetzt mal in den Raum: eine feminine Ausstrahlung hat Frau/Mann, wenn diese Anteile dafür, die man in sich trägt (also das Frausein) vollkommen bejaht werden. Wenn man mit ihnen hadert, sie sogar ablehnt, geht auch deren Ausstrahlung flöten. Nun käme es halt auf die Stärke der Anteile an. Ob man die künstlich bearbeiten kann, erhöhen z.B., wage ich zu bezweifeln. Ich weiß nur, dass sie sich im Laufe des Lebens verändern können. Auch dadurch, dass sie entdeckt und gelebt werden.
 
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Philippa

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  • #110
@Marlene: Meinst du nicht, dass man noch weiter gehen könnte? Ich würde mal die folgende These wagen: Frau hat dann eine femininere Ausstrahlung, wenn sie sich ganz, also auch ihre männlichen Anteile, akzeptieren lernt und ihre Persönlichkeit voll lebt, statt sich auf eine weibliche Rolle zu reduzieren.
 

Heike

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  • #111
Also alle seine Anteile zum Ausdruck zu bringen, mag eine Empfehlung sein, aber keine zutreffende Antwort auf die Frage, was feminine Wirkung ausmacht. Wie ja auch die gleichlautende Empfehlung an Männer nicht plötzlich von Zauberhand für Maskulinität sorgt.

Stimmig hingegen scheint mir die Äußerung zu sein, feminin wirkt ein Mensch, der seine femininen Anteile zum Ausdruck bringt.
Nur: was sind die femininen Anteile? Wäre nicht das die Frage?
 
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Dr. Bean

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  • #112
Das Grundproblem bei den meisten Deutschen is ja schon die Ausstrahlung an sich egal, ob Mann oder Frau. :)
 
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sugar

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  • #113
@Heike
Feminin ist u.a. eine Art Benimmregel. Deswegen ja auch der kleine Abstecher zu Knigge (Knigge als Platzhalter).

@Philippa
Wie gesagt, ich kann dir meistens nicht folgen. Hättest du den Rest gelesen und verstanden, wärst du nicht auf die Idee gekommen.
 

frausingle

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  • #114
Zitat von Dr. Bean:
Das Grundproblem bei den meisten Deutschen is ja schon die Ausstrahlung an sich egal, ob Mann oder Frau. :)

Mir hat ein mal ein Kollege gesagt, mann kann alle Teilnehmer eines Kurses (wir waren bei einer Fortbildung) in eine Reihe stellen und man erkennt nicht, wo es sich um eine Frau und wo um einen Typen handelt :) Gute deutsche Qualität und absolutes Fehlen von Charme
 
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  • #115
Na ja, je nachdem, wie ausgeprägt die sekundären Geschlechtsmerkmale ausfallen, sollte das schon möglich sein. ;-)

Aber was die "Nationalität" betrifft : In Frankreich wäre das nicht der Fall ! :)
 

sugar

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  • #116
@frausingle

Echt? Und ich dachte, man sähe nur Verheiratete und Unverheiratete. (Konjunktiv Zwo)
 
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Dr. Bean

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  • #117
Zitat von frausingle:
Mir hat ein mal ein Kollege gesagt, mann kann alle Teilnehmer eines Kurses (wir waren bei einer Fortbildung) in eine Reihe stellen und man erkennt nicht, wo es sich um eine Frau und wo um einen Typen handelt :) Gute deutsche Qualität und absolutes Fehlen von Charme

So ist das, echte Barbaren. Da wirkt dieses ganze Knigge-Gedöns doch eher wieder wie son ein anglo-amerikanischer Trend. :)
 

sugar

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  • #118
@Traumichnich

In vielen Ländern treten Männer und Frauen markanter auf. Man kann aber nicht sagen, dass in Frankreich die Frauen femininer aussehen als beispielsweise in Deutschland. Sie definieren es nur anders. Klingt auf Anhieb unlogisch, hat aber einen zweiten Kern.
 
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fleurdelis

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  • #119
Zitat von frausingle:
Mir hat ein mal ein Kollege gesagt, mann kann alle Teilnehmer eines Kurses (wir waren bei einer Fortbildung) in eine Reihe stellen und man erkennt nicht, wo es sich um eine Frau und wo um einen Typen handelt :) Gute deutsche Qualität und absolutes Fehlen von Charme

Vielleicht brauchte der Kollege eine Brille, .... aber ja doch ... und das hier hat viel mehr Charme:

Zitat von frausingle:
Solche Ar--löcher machen immer das Gleiche ....... und dann wird seine Alte das erfahren.

... alleine die Ausdrucksweise, sehr galant und charmant .... und so feminin ....
 
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Heike

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  • #120
Für die allzu Dunkelsichtigen gibts dann ja Foren wie dieses, in denen gratis und gern Nachilfe geleistet wird bei Fragen wie: Woran erkenne ich eigentlich eine Frau bzw. einen Mann?
Gerne werden dafür auch weibliche und männliche Hirne untersucht, um da persönlich etwas Aufschluß zu bekommen.

Verwandte Thematiken sind auch: Man kann alle Kandidaten in eine Reihe stellen und erkennt nicht, wer getrenntlebend ist, wer Narzißt ist, wer Sex vor der Ehe hat, wer Flüchtling ist, wer Trumpwähler ist usw. Die Unsicherheit scheint groß. Vielleicht könnte man irgendwelche Abzeichen anbringen, damit niemand an jemand gerät, der ihn überfordert.
 
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