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  • #121
Laß doch diesen Wasweißich, er benimmt sich so, wie er heißt.
Klar, Wasweißich, reden wir auch so mit Lebensgefährten, Du etwa nicht?
 
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  • #122
Ich rede mit Lebensgefährten auf so ziemlich jede Weise.
Weiß nicht, ob ich damit den allgegenwärtigen Dr. Sommer-Empfehlungen folge.

Hab ich eigentlich mit dem Kapitalismusthema angefangen? Interessant sind solche Dinge ja schon, daß die sogenannte werberelevante Zielgruppe mit 49 endet.
 
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  • #123
Das Alter stiftet in mir momentan viel Altersverwirrung.

Zum einen muss ich leider feststellen, dass nach jedem Winter mehr ... eher "alt" aussehendes Fleisch aus den Winterklamotten auftaucht. Und ich schaffe nicht mehr so locker fünf mal die Woche Sport zu machen wie noch vor kurzem.
Wenn ich aber an einem neuen Ort bin, habe ich immer noch die Tendenz, jeden Spielplatz zu registrieren - obwohl meine Kinder schon seit fast 15 Jahren gar nicht mehr im Spielplatz-Alter sind. Und ich finde es immer noch ungewohnt, im copy-Shop gesiezt zu werden. Und erst, wenn ich schon mitten drin bin, von meiner Studienzeit zu reden, fällt mir auf, dass das 25 Jahre her ist und keine Sau das mehr interessiert, wie das DAMALS war...

In zwei Monaten krempel ich so ziemlich jeden Faktor in meinem Leben um - dem sehe ich mit Freude entgegen, es ist ein bisschen "normal" für mich, immer mal was zu verändern. Meine Tochter ist allerdings so alt wie ich, als ich das erste Mal schwanger war. Ich könnte theoretisch also auch demnächst Oma sein - und da muss man doch schön ruhig in seiner Oma-Wohnung sitzen und die Enkelkinder bespaßen und ein unveränderlicher Fels in der Brandung sein..... Altersverwirrung, ich sag`s ja...
 
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  • #124
Butte, deswegen mag ich Dich ja auch.

Schreiberin, ach Quatsch, sag' mir nicht, dass es Dir nicht auch gefällt. Ich habe mich darauf eingestellt, jetzt ein alter Knacker zu sein, der vor Lebenslust sprüht. Ich muss nichts mehr beweisen.
Meine Frau ist irgendwie eine Linksintellektuelle und ich liebe sie sehr, sie ist so gescheit und ich wettere immer dagegen.
 
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  • #126
Ich kenne nur wenige Leute, die "im Alter" wirklich gelassener geworden sind. Ich stelle fest, dass viele Leute ungeduldiger, unzufriedener (womöglich ob der Feststellung, dass viele Dinge, die "früher" leicht von der Hand gingen, bisweilen erheblich schwieriger geworden sind), teils gar verbittert geworden sind, womöglich auch resigniert haben, da festgestellt wurde, dass man sich aufgrund fehlenden eigenen Antriebs eher als Opfer und Getriebener, also von außen gesteuert, wahrnimmt, ohne selbst großen Einfluss auf sein Leben zu haben.

Hinzu kommt die Wahrnehmung (z.B. bei meinen Eltern), dass man von der Rasanz des technischen Fortschritts in den letzten 20 Jahren überholt und von einem Teil der mittlerweile vielerorts digitalen Welt entkoppelt worden ist, da man den Anschluss schlichtweg verpasst hat. Hat auch damit zu tun, dass die technische Entwicklung vor einiger Zeit noch nicht so weltumspannend war und keine Notwendigkeit bestand, sich mit "jedem neuen technischen Schnickschnack" zu beschäftigen. Das Leben war auch ohne die "Features" sehr gut zu bewältigen.

Auch wenn bei vielen von uns im Bewusstsein ist, dass der körperliche Verfall eintreten wird, so hofft doch jeder für sich, dass es ihn möglichst spät und kaum spürbar trifft. Wird dann doch festgestellt, dass sich das Alltagsleben erheblich beschwerlicher gestaltet, setzt auch hier zum Teil eine Unzufriedenheit, aber auch Angst vor der Zukunft ein, die lähmend auf eine aktive Lebensgestaltung bis ins hohe Alter wirken kann.
 
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  • #127
Ich habe Verständnis dafür, wenn sich ein alter Mensch nicht für jedes "neue" Gadget interessiert.
 
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  • #128
Hat "das Alter" auch etwas Eigenes oder besteht es nur daraus, noch mitzuhalten? Zum Beispiel mit dem, was als jungendlich erachtet wird und es ansonsten immer gebrechlicher wird.

Hat es eine eigene Qualität, ähnlich den Jahreszeiten? Kaum jemand käme auf die Idee, den Winter schlechter zu finden als den Frühling. Sie sind verschieden, aber nicht schlechter oder besser.
 
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  • #129
"Erkenntnis"?
 
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  • #130
Keine neue. Ich habe früher auch schon so gedacht. Warum fragst Du? Wie siehst Du es?
 
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  • #131
Zitat von chiller7:
Kaum jemand käme auf die Idee, den Winter schlechter zu finden als den Frühling. Sie sind verschieden, aber nicht schlechter oder besser.
Ich bin dann so ein "kaum Jemand". Wegen mir könnte der Winter ausfallen oder abgeschafft werden.........Die anderen drei Jahreszeiten würden mir vollkommen ausreichen. Diese viele Dunkelheit tut mir nicht gut. Nicht umsonst spricht man ja von Frühlingsgefühlen, Sommerliebe, zweitem Frühling, Altweibersommer, goldener Herbst usw.. Von Metaphern bezüglich Alter, Liebe im Bezug auf Winter hörte ich bisher nie..........außer Eiszeit (in der Beziehung).......
 
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  • #132
Dann ist der Winter für Dich negativ besetzt. Für mich nicht. Er hat etwas Behutsames und Ästhetisches. Wenn die Kristalle vom Himmel fallen und kleine Halme daraus herausragen, die Felder im grauen Nebel stehen, ein dünnes Eis der Pfützen unter den Schritten hörbar ist und alles in ein dunkles Licht getaucht und Einkehr herrscht.
 
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  • #133
Ich dachte, so gemeinsam kuscheln am Kaminfeuer sei eines der beliebtesten Poster. Gibts zwar auch in der Variante "allein mit leckerem Buch und gutem Rotwein", aber doch auch in der Zweipersonenausführung.

Und im Spätherbst kann man zumindest noch Drachen steigen lassen.
 
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  • #134
Zitat von chiller7:
Dann ist der Winter für Dich negativ besetzt. Für mich nicht. Er hat etwas Behutsames und Ästhetisches. Wenn die Kristalle vom Himmel fallen und kleine Halme daraus herausragen, die Felder im grauen Nebel stehen, ein dünnes Eis der Pfützen unter den Schritten hörbar ist und alles in ein dunkles Licht getaucht und Einkehr herrscht.
Vielleicht liegt es auch mit daran, dass ich im hohen Norden lebe. Der Winter ist hier seit Jahren kaum was anderes als ein verlängerter Herbst. Kein Schnee, kaum Frost, kein Schlittschulaufen auf den vielen Seen, ein einziger länger dunkler Matsch in grau.
Mein zweiter Frühling ist ein Herbst....:)
 
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  • #135
Zitat von Butte:
Ich dachte, so gemeinsam kuscheln am Kaminfeuer sei eines der beliebtesten Poster. Gibts zwar auch in der Variante "allein mit leckerem Buch und gutem Rotwein", aber doch auch in der Zweipersonenausführung..
Hab nur 'nen metallenen Heizkörper im Wohnzimmer. Und ein Kamin ist schlecht für die Umwelt....hatte früher einen, als ich noch Haus und Hof und Mann hatte. Hab's genossen (den Kamin auch, als der Mann schon weg war...)...und die Nachbarn haben sich über den Geruch beschwert....
Und mit zunehmendem Alter ist das Liegen auf dem Fell vor dem Kamin auch zunehmend beschwerlich......dann doch lieber gutes Buch mit gutem Rotwein auf bequemer Couch in bequemer Kleidung.........und wohliger Wärme aus dem metallenen Heizkörper......mir reicht das mittlerweile auch.
 
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