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  • #76
Zitat von fleurdelis:
Ich könnte da jetzt nen ewig langen Vortrag halten, aber unser Gehirn lässt sich hin und wieder überlisten, wenn wir sagen: alles was ich esse geht direkt auf die Hüften, dann tut es das auch. Aber wenn wir denken und überzeugt sind, ich kann alles essen was ich will, ich bleibe schlank (oder so wie ich bin) …. dann setzt ein gewisser Teil des Körpers auch um. Denn wenn du schlanke Menschen reden hörst, die sagen immer: ich kann essen was ich will, ich nehme nicht zu. Aber wie gesagt, ein winzig kleiner Auszug :))
Oh, da würde ich gern mehr zu wissen, Mohnblume bestimmt auch. Klingt zu einfach, um wahr zu sein. Magst du es ein wenig mehr erklären?
 
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fleurdelis

  • #77
Zitat von Dreamerin:
Oh, da würde ich gern mehr zu wissen, Mohnblume bestimmt auch. Klingt zu einfach, um wahr zu sein. Magst du es ein wenig mehr erklären?
:)) …. wenn das nur so einfach wäre. Ich gebe darüber ein Seminar welches meist über mehrere Wochen geht. Deswegen wird's ein wenig schwierig. Ich will dir mal ein Beispiel erzählen:

Ein Mann in einem Seminar wollte abnehmen. Am ersten Abend, erklärte ich, dass die Teilnehmer jetzt doch bitte alles essen möchten was sie wollen. Sie mussten vorher überlegen, welche Nahrungsmittel sie gestrichen hatten und nach welchen sie besonderes Verlangen hatten. Sie waren erst einmal alle geschockt und mussten das aber zuhause trainieren. Am dritten Abend erklärte der Mann folgende Situation: er habe bevor er in den Seminarraum kam, noch schnell ein Mars gegessen, da er dass so gerne isst, und er davon ausgegangen war, dass ich ihm das im Kurs verbieten werde. Seine Frau hat immer einen großen Vorrat an Mars zuhause, damit er es essen kann. Er hat aber jedes Mal ein schlechtes Gewissen gehabt und gedacht er dürfe das nicht essen. Nachdem ich es ihm praktisch erlaubt hatte, ging er nach Hause und sagte seiner Frau: stelle dir vor ich darf so viel Mars essen wie ich will. Beide waren platt. Die Krux an der Geschichte: er hat danach die Lust auf Mars verloren, hat es nicht mehr gegessen. Einfach weil er gedacht hatte, er darf es nicht essen, weil es ihn dick macht, aber weil er es sich selbst verboten hatte, wurde es zu etwas besonderem, etwas "unerreichbarem". Also brach er immer wieder sein selbst aufgestelltes Verbot. Dachte aber immer, es sei nicht richtig, und je mehr er ein schlechtes Gewissen hatte umso mehr aß er. Als ich gezeigt habe, dass man satt werden soll, dabei aber alles essen darf was man möchte, gab es für ihn kein Verbot mehr. Er hatte innerhalb von drei Monaten 10 Kilo verloren. Weil er gelernt hatte auf sein Gefühl zu hören, wann er satt ist, wann er Hunger hat. Und hat seine "Glorien" aus der Verbotszone geholt.

Das ist aber nicht alles, denn wer meint, man könne sich jeglicher Gelüste hingeben, funktioniert nicht. Wichtig ist: zu lernen auf sein Hungergefühl zu hören und zu essen wenn man Hunger hat und aufzuhören wenn man satt ist. Das haben viele verlernt, weil sie einfach viel zu viel zwischenrein naschen. Sich dann aber ein schlechtes Gewissen machen weil sie naschen. Je mehr schlechtes Gewissen umso mehr beginnt man zu naschen. Der emotionale Bereich neben den "dickmachenden" Nahrungsmitteln trägt einen großen Anteil. Man sollte z.B. Essen auch nicht einsetzen wenn man traurig, wütend oder sonst etwas ist. Und da helfen psychologisch auch die Verbote, man denkt: "jetzt ist alles grad egal". Aber essen verändert die Emotionen nicht, und wenn man es zuviel nutzt, legt man zu. Essen dient der Nahrungsaufnahme, wer das so ein wenig umsetzen kann, kann alles essen mit Genuss. Verbote locken meist öfters als alles andere. Wenn man sich erst einmal alles Verbotene realisiert und erlaubt zu essen, denken viele dass man zunehmen würde. Ist aber nicht der Fall. Man muss es nur mal ausprobieren. Es wird aber unheimlich unterschätzt wie schwierig es ist, das mal durchzuziehen. Weil eine oft über jahrelange eigene Programmierung verändert werden muss.
 
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  • #78
Danke dir, das lese ich morgen zum Frühstück nochmal intensiver.
 
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  • #79
Nach nochmaligen Lesen beim Morgenkäffchen muss ich sagen, dass mich deine Theorie nicht so recht überzeugen will. Kann mir, für mich, nicht vorstellen, wenn ich alle von mir favorisierten Köstlichkeiten griffbereit zu Hause hätte, nur ab und an mal zulangen würde. Vielleicht kann man es ja lernen, wenn man das Hintergrundwissen vermittelt bekommt. Deshalb will ich das von dir geschriebene nicht generell in Abrede stellen. Danke für den Denkanstoß! Oh, merke gerade, dass es jetzt wohl langsam OT wird, sorry.
 
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fleurdelis

  • #80
Alles gut, nur: es ist nicht MEINE Theorie! ……. Diesen Stiefel kann ich mir nicht anziehen :)))

Diese Gedanken entstammen mehreren wissenschaftlichen Forschungen und Ergebnissen im Zusammenhang, warum manche Diäten momentan helfen aber nicht auf längere Zeit.
 
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fleurdelis

  • #81
Und ja: Chiller, Sorry für das abschweifen :) …….. zurück zum Thema: Auch wenn man es gerne glauben mag, Alter hat nichts mit Gewichtszunahme grundsätzlich zu tun. Es wäre im Grunde genommen einfacher, wenn diese Behauptung stimmen würde. Und ja, der Stoffwechsel verlangsamt sich, aber die junge Generation hat zur Zeit mehr Probleme mit Übergewicht als sonst eine. Der Grund ist einfach der, Übergewicht hängt davon ab, wie wir mit essen umgehen. Dazu gehört, was wir essen, wann und wie viel. Da beißt die Maus einfach keinen Faden ab.
 
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  • #82
Ich möchte im Alter noch "gebraucht" werden. Für irgend jemanden wichtig sein.
 
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fleurdelis

  • #83
Marlene, das sind aber zwei verschiedene Dinge. :)
 
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  • #84
Zitat von chiller7:
genau, "was machen wir mit dem Alter"? Wichtiger als "was das Alter mit uns macht".
Noch keine Zipperlein. Aus den Sommersprossen werden Altersflecken, aber sonst? Ich bin ruhiger geworden, nicht mehr so cholerisch wie früher, warte nicht auf den Ruhestand, sondern arbeite Vollzeit. Ich fühle mich täglich besser (reifer?) und stehe zu meinem Alter.
 
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  • #85
Zitat von Marlene:
Ich möchte im Alter noch "gebraucht" werden. Für irgend jemanden wichtig sein.
Wenn das jetzt so eine Erwartungshaltung gegenüber deinem Umfeld ist, dürfte diese mit nahezu an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit unerfüllt bleiben und dich die Zukunft schwer enttäuschen.

Da braucht es einen guten Anteil eigener Aktivität.
 
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  • #86
Zitat von IPv6:
Wenn das jetzt so eine Erwartungshaltung gegenüber deinem Umfeld ist, dürfte diese mit nahezu an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit unerfüllt bleiben und dich die Zukunft schwer enttäuschen.

Da braucht es einen guten Anteil eigener Aktivität.
Ja, genau. Durch eigene Aktivität, aber auch nur durch bloßes Vorhandensein wenigstens ein bisschen wichtig für jemanden sein. Ich stelle mir das so vor: meine Enkel hüten (ich hab ja noch keine), falls die Eltern Zeit brauchen, meinen zukünftigen Lebensgefährten im Rollstuhl rumfahren oder so (ich hab jetzt ja auch noch keinen), für Freunde da sein und in einem Ehrenamt tätig sein. Also, eindeutig schwierig wird, wenn ich auf Hilfe angewiesen sein würde, aber das ist jetzt nur äußerlich. Ich hoffe, dass ich dann immer noch ein guter Gesprächspartner sein werde, mit dem man sich gerne trifft. Und, bei Sorgen helfen, bei Schwierigkeiten da sein.
 
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  • #87
Zitat von chiller7:
Das waren wohl ein paar Merlot zu viel, dass Du Dich so weit aus dem Fenster ragst. DU kennst mich doch überhaupt nicht.
Und es ist eine Frechheit, was ich sage irgendwie mit Punk in Verbindung zu bringen, zumal Du auch häufig gezeigt hast, dass Du auch davon nichts verstehst. Ich erinnere an Threads, in denen Du jeweils aktuelle Männer "beleuchtest", es lang und breit darlegst und derlei.

Und Deine eigenartige Zeilenleserei kannst Du auch stecken lassen. Was ich Dreamerin geschrieben habe ist so. Sie fällt mir häufig positiv auf und empfinde sie als sympathische, ausgeglichene Frau.
Da musst Du nicht so tun, als sei da irgendwie Gehässigkeit versteckt. Oder warauf bezog sich das? Das ist es nicht. Wenn Du das so empfindest, dann ist das Dein Problem. Auf Deine seltsamen Käseanalogien vom Friseur lege ich keinen Wert. War das deutlich?

@CHILLER
nanu bekommt Dir der Frühling nicht?
Da war der Adressat wohl nicht so deutlich wie es sein sollte, Du warst es jedenfalls nicht...aber interessante Reaktion.
Dann RAGE ich mich halt noch ein wenig aus dem Fenster und genieße die laue Abendluft...
 
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  • #88
Flux-us,
i docht hoilt zwengs Punk und so. Aba da bin i warscheins auf da Leitung gstandn. I werd hoilt oilt. Guoat dann samma wida guoat.



fleur
des mocht nix, i bin ja koa Diktator ned.
 
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  • #89
Wenn ich sehr alt bin, will ich an einer Seepromenade sitzen und dem bunten Treiben zusehen. Ein wenig rührseelig und romantisierend den Möven, den kleinen Wellen zuhören. Dahinter sind Segel.
Abends gehe ich dann früh ins Bett. Die Gelenke sind zu spüren, aber ich schlafe mit der Gewißheit ein, dass nicht alles sch**ße war.
 
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  • #90
Ich habe mal einen Vortrag über Jugendliche gehört, wie sie im hohen Alter sich ihren Rückblick auf ihr Leben vorstellen würden. Und, fast Alle waren mit ihrem Leben einverstanden und fanden es gut.
 
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