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  • #46
Ich warte immer noch auf die Entschleunigung. ;-)


LG
Wasweißich
 
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  • #48
Zitat von Pit Brett:
Erlaubst Du eine Bemerkung neben der Sache? Das ergibt sich aus vielen Frauenprofilen, oft ungesagt, meist nur zwischen den Zeilen. Aber ich fürchte, so bis 75 oder 80, wenn sie alert sind auch später, haben Männer am Ankommen kein ausgeprägtes Interesse. Und noch weniger an Frauen, die ankommen wollen. Das klingt so hoffnungslos, bedrückend, Sofa, Schwarzwald, Rente. Heimkommen vielleicht, aber ankommen?
Interessant, das zu lesen. Ich habe das auch in meinem Profil. Sehe es aber als Metapher für
den Richtigen gefunden zu haben, mit dem ich alles was Spass macht unternehmen kann und möchte, auch
vielleicht Dinge, die ich vorher nicht getan habe.
Für mich beschreibt das ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, der gemeinsamen Zuneigung, des Wunsches zusammen sein zu wollen.
Solch ein Wunsch kann natürlich Hoffnungslosigkeit implizieren.
Aber, wer hat schon keine Wünsche mehr????
 
G

Gast

  • #49
Für mich klingt "Ankommen" auch nicht hoffnungslos, bedrückend usw. Übrigens haben das auch Männer "U75" in ihrem Profil stehen, also haben diese auch ein Interesse daran. Und der Schwarzwald gefällt mir u.a. auch.
 
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  • #50
Da sieht man wieder mal, erstens, wie Worte unterschiedlich verstanden (und mit Inhalt gefüllt) werden, und zweitens, dass es eben doch sehr unterschiedliche Lebensentwürfe gibt. Ich hab nicht wirklich was gegen den Schwarzwald, im Gegenteil, aber ich bin noch lieber an Orten, die etwas ungewohnter sind.
 
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  • #51
Der Thread zum Vatertag?

ad Marlene
"Wenn ich jetzt das "Jugendliche" als das Rastlose, Bewegliche, Neugierige für mich bezeichne, dann habe ich auch kein Bedürfnis mehr danach. Ich möchte ankommen, Ruhe finden und haben." - Wer auf Neugier verzichtet, läuft ein hohes Risiko nie anzukommen. Und zwischen 'rastlos' und 'unbeweglich' sollte es einige Zwischenstufen geben, sicher individuell verschiedene, allerdings fehlende Beweglichkeit bedeutet in letzter Konsequenz eben nur noch Grabesruhe.

ad Pit Brett
Schwarzwald: "... ich bin noch lieber an Orten, die etwas ungewohnter sind." - Ich glaube, gerade der Schwarzwald gehört für die Mehrheit des Mainstreams mittlerweile eher zu den ungewohnten Orten ...
 
G

Gast

  • #52
Im Verein mit dem allerorts ausgerufenen Jugendwahn steht ja die sogenannte Frühversargung. Deren Begriff ist allerdings auf dem Markt der Meinungen gegenwärtig noch etwas teurer, weswegen seine Verbreitung derjenigen des von ihm Bezeichneten anders als beim Jugendwahn noch zurücksteht.
 
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Gast

  • #53
Ist nur was für echte Hipster.

Aber ich gebe equinox recht, was den Schwarzwald betrifft und stimme Dir diesmal nicht zu.

Du täuscht Dich immer, wenn Du überzeichnete Gegensatzpaare bildest, so auch Sir Brett.
 
G

Gast

  • #54
Äh, worin stimmst du mir nicht zu?
 
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  • #55
Zitat von Pit Brett:
Erlaubst Du eine Bemerkung neben der Sache? Das ergibt sich aus vielen Frauenprofilen, oft ungesagt, meist nur zwischen den Zeilen. Aber ich fürchte, so bis 75 oder 80, wenn sie alert sind auch später, haben Männer am Ankommen kein ausgeprägtes Interesse. Und noch weniger an Frauen, die ankommen wollen. Das klingt so hoffnungslos, bedrückend, Sofa, Schwarzwald, Rente. Heimkommen vielleicht, aber ankommen?
Das erlebe ich in meinem Umfeld genau anders herum. Es sind die Männer, tlw. auch schon ab Mitte 50, die bequem, eingefahren und unflexibel sind.

Ankommen, heimkommen, im Sinne von gelassener auf die Dinge zu blicken, alles etwas langsamer angehen zu können, ja. Bis zu einem gewissen Punkt, denn Stillstand ist Rückschritt. Wer körperlich und geistig beweglich bleiben will, muß daran arbeiten. Beweglichkeit und Neugier müssen deshalb nicht rastlos machen.
 
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  • #56
Zitat von Dreamerin:
Hinzu kam, dass ich vor ein paar Jahren erfuhr, schwer krank zu sein. Zukunft? Das war in meinen Gedanken gesund zu werden und zu bleiben, der hoffentlich sichere Job bis zur Rente, meine Ehe, bis das der Tod uns scheidet, für die Enkel und die eigenen Eltern da sein usw.......und dann kam alles anders. Nicht zu verbittern, musste ich lernen und es ist mir größtenteils gelungen.
Vieles von dem was Du schreibst kann ich sehr gut nachvollziehen.
Genau zu dem Zeitpunkt als ich das Berufsleben hinter mir ließ und die große Freiheit auf mich wartete, vieles möglich schien, kam alles anders….

Siechtum und Pflegebedürftigkeit bei Angehörigen mitzuerleben ist hart und macht Angst, ganz klar.

Aber das ist für mich genau der Grund, jetzt noch etwas vom Leben zu wollen. Mitten hinein zu springen, solange es noch geht.

Den ‘Abstieg’, also den körperlichen und geistigen Verfall können wir eh nicht aufhalten, höchstens hinauszögern. Der Radius, in dem wir uns bewegen wird immer kleiner. Doch bis dahin will ich mir noch etwas ‘nehmen’, und das meine ich mit neugierig sein auf Neues, noch etwas ausprobieren, interessiert sein...
 
G

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  • #57
Ist sicher alles irgendwie richtig und das individuelle Alter entspricht dem, wie man gelebt hat, was man erlebt hat. Keine neuen Erkenntnisse.
Alt zu sein, jung zu sein. Meines Erachtens sind alt und jung Begriffe, die zu sehr vom Marketing definiert werden.
 
G

Gast

  • #58
Mir gefallen die alten Menschen in südlichen Ländern immer recht gut. Oft schwarz gekleidet sitzen sie auf einer Bank oder spielen Boule oder trinken ihren Pastis oder Roten (nur so als Bild, um es anschaulich zu machen.). Sie müssen nicht beweisen, wie toll rüstig sie doch noch sind. Sie sind meistens gerne alt.
 
G

Gast

  • #59
Das wäre ohnehin die Frage, ob die rüstigen Rentner, die noch so viel sehen wollen von der Welt, bevor es nicht mehr geht, oder sich begierig auf "neueste" Erkenntnisse der Biologie oder eine neue Sprache stürzen, nicht ein besseres Bild für den sogenannten "Jugendwahn" abgeben als diejenigen, die sich halt einfach nur die Haare färben und ein paar Falten wegspritzen lassen.

Und zu dem ewigen "Die Frauen ..." - "Nein, vielmehr die Männer ....", das jetzt wieder aufzukommen droht:
Manchmal hab ich den Eindruck, daß unter älteren Angehörigen der Geschlechter ein starkes Bedürfnis besteht, die ebenfalls älteren Angehörigen des anderen Geschlechts als irgendwie im Geiste noch älter zu beurteilen.
Dabei ist "älter" dann natürlich wertend gemeint. Die anderen sind bequem, eingefahren, unflexibel. Man selbst hingegen ist gelassener, ruhiger, weiser.
So genommen ist das Altersthema einfach nur alter Wein in neue Schläuche, also eine weitere Arena für den immer selben Mechanismus.
Da können sich jetzt Frauen und Männer gerne wieder die Köpfe einhauen und sich wechselseitig an den Kopf werfen, daß der andere alt im schlechten Sinne, man selbst aber alt im guten Sinne sei. Gut möglich, daß sie dieses Spiel schon Jahrzehnte spielen und es ihnen nicht langweilig wird. Vielleicht ist das ein Beleg dafür, daß man nichts Neues braucht, um lustvoll zu agieren. Man darf nur nicht zu sehr mitkriegen, was man tut, das genügt.
 

hmm

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  • #60
Zitat von Flux-us:
hmm Du bist ein sehr aufmerksamer zwischen den Zeilen Leser.
Je nach persönlicher Tagesform kannst Du richtig bösartig werden...
aber die bemerkenswerte Beobachtungsgabe beeindruckt.
​Danke, gehört zu meinem Job!;-)

Eine gewisse "Bösartigkeit" braucht es manchmal bei Menschen, die es nicht begreifen und immer wieder Grenzen überschreiten.
Üble Übergriffe erlebe ich immer wieder bei Menschen, die sich selbst für besonders achtsam, sensibel halten., da lernst du wirklich "Bösartigkeit" , unter den Zeilen, im Subtext kennen. Da sind Beispiele nicht fern, aber ich hab grad gar keine Lust mich näher damit zu beschäftigen...:)..
 
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