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  • #61
Ich, als Gespenst dass ich bin, sehe viele Dinge und erkenne sie schnell. Vieles wird dadurch belanglos oder albern, was früher Eindruck machte. Werde ich ruhiger? Meistens nicht. Es ist manchmal viel zu schwer, Dinge durchzusetzen...die Kraft scheint zu fehlen. Ich resigniere, wo ich früher gekämpft habe. Ich verliere schneller die Hoffnung. Ich habe viel gelernt, was ich nicht lernen wollte...aber jetzt gehört es zu mir.
 
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  • #62
Zitat von Flux-us:
hmm Du bist ein sehr aufmerksamer zwischen den Zeilen Leser.
Je nach persönlicher Tagesform kannst Du richtig bösartig werden...
aber die bemerkenswerte Beobachtungsgabe beeindruckt.

Das waren wohl ein paar Merlot zu viel, dass Du Dich so weit aus dem Fenster ragst. DU kennst mich doch überhaupt nicht.
Und es ist eine Frechheit, was ich sage irgendwie mit Punk in Verbindung zu bringen, zumal Du auch häufig gezeigt hast, dass Du auch davon nichts verstehst. Ich erinnere an Threads, in denen Du jeweils aktuelle Männer "beleuchtest", es lang und breit darlegst und derlei.

Und Deine eigenartige Zeilenleserei kannst Du auch stecken lassen. Was ich Dreamerin geschrieben habe ist so. Sie fällt mir häufig positiv auf und empfinde sie als sympathische, ausgeglichene Frau.
Da musst Du nicht so tun, als sei da irgendwie Gehässigkeit versteckt. Oder warauf bezog sich das? Das ist es nicht. Wenn Du das so empfindest, dann ist das Dein Problem. Auf Deine seltsamen Käseanalogien vom Friseur lege ich keinen Wert. War das deutlich?
 
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  • #63
Hm, wenn ich zwischen den Zeilen lese, warst DU doch gar nicht gemeint.
Wie war das mit dem Merlot..........ROFL


LG
Wasweißich
 

Zaphira

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  • #64
Zitat von Butte:
Das wäre ohnehin die Frage, ob die rüstigen Rentner, die noch so viel sehen wollen von der Welt, bevor es nicht mehr geht, oder sich begierig auf "neueste" Erkenntnisse der Biologie oder eine neue Sprache stürzen, nicht ein besseres Bild für den sogenannten "Jugendwahn" abgeben als diejenigen, die sich halt einfach nur die Haare färben und ein paar Falten wegspritzen lassen.

Was hat das Interesse an fremden Kulturen, an Reisen in ferne Länder und auch das Erlernen einer neuen Sprache mit "Jugendwahn" zu tun?

Möglicherweise standen im Lauf des Lebens weder Zeit noch finanzielle Mittel zur Verfügung, sodaß diese Wünsche erst nach Eintritt des Rentenalters in greifbare Nähe rücken.

Und ja, solange man noch die körperlichen Strapazen einer weiten Reise auf sich nehmen kann und die geistige Aufnahmefähigkeit vorhanden ist, möchte man sich diese Wünsche erfüllen.

Fändest Du es angemessener, wenn Rentner sich um seine Taubenzüchtung kümmert oder ein neues Strickmuster ausprobiert?

Jedem das Seine.

Zitat von Butte:
Und zu dem ewigen "Die Frauen ..." - "Nein, vielmehr die Männer ....", das jetzt wieder aufzukommen droht:

Das war nicht meine Absicht...

Zitat von Butte:
Manchmal hab ich den Eindruck, daß unter älteren Angehörigen der Geschlechter ein starkes Bedürfnis besteht, die ebenfalls älteren Angehörigen des anderen Geschlechts als irgendwie im Geiste noch älter zu beurteilen.
Dabei ist "älter" dann natürlich wertend gemeint. Die anderen sind bequem, eingefahren, unflexibel. Man selbst hingegen ist gelassener, ruhiger, weiser.
So genommen ist das Altersthema einfach nur alter Wein in neue Schläuche, also eine weitere Arena für den immer selben Mechanismus.

Das ist ein Erfahrungswert aus meinem Umfeld, den ich als Beispiel genannt habe. Es gibt sicher auch jüngere Zeitgenossen, auf die das alles zutrifft.

Zitat von Butte:
Da können sich jetzt Frauen und Männer gerne wieder die Köpfe einhauen und sich wechselseitig an den Kopf werfen, daß der andere alt im schlechten Sinne, man selbst aber alt im guten Sinne sei. Gut möglich, daß sie dieses Spiel schon Jahrzehnte spielen und es ihnen nicht langweilig wird. Vielleicht ist das ein Beleg dafür, daß man nichts Neues braucht, um lustvoll zu agieren. Man darf nur nicht zu sehr mitkriegen, was man tut, das genügt.

Vielleicht können wir Dich ja überraschen, indem wir diese stereotypen Verhaltensweisen, die Du hier unterstellst einmal durchbrechen...???

Abwarten...
 
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  • #65
Büchner ist z.B. mit 23 Jahren gestorben. Ich lese immer mal wieder alle meine Bücher und merke, dass mein "Zugang" sich verschiebt, aber nicht meine "Zuneigung". Wer weiß, wie Büchner in einem hohen Alter geschrieben hätte, muss man das überhaupt berücksichtigen? Wäre "Woyzeck" genauso entstanden?
Manchmal denke ich, das Alter führt nur wieder auf die Ursprünge zurück, zuerst ist es einfach, dann kompliziert und sehr sehr vielschichtig und dann wird es wieder einfach und klar.
 
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  • #66
Eventuell ist der Output der Kreativität in jungen Jahren größer. Dieser unbedingte Wille zur Kunst,
das Drängende. Mit der Zeit erschöpft es sich. Ich weiß nicht, ob man das verallgemeinern kann.
Jedenfalls macht man, wenn man jung ist vieles zum ersten Mal. Nach dem 5000. Mal wird es dann langweilig und es entsteht Überdruß an dem immer Gleichen. Mit neugierig bleiben ist es dann nicht getan. Kommt natürlich auch da auf die Lebensläufe an.
Viele Entwürfe bestehen darin, jung zu bleiben, als ob alt sein schlecht wäre. Da wird dann oft von noch jung gesprochen. Der "Makel" des Alters wird durch noch relativiert.
Mit Wahn hat es m.E. nichts zu tun. Sondern eher mit Marketing. Mit Bildern, die propagiert werden. Es hat sich geändert, dass vorrangig junge Menschen beworben werden. Klischees bietet Werbung fast ausnahmslos und das beeinflußt. Und da werden selten Artikel rational beworben, sondern ein Lebensgefühl und auch ein Wir-Gefühl.
 
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  • #67
Zitat von Zaphira:
Was hat das Interesse an fremden Kulturen, an Reisen in ferne Länder und auch das Erlernen einer neuen Sprache mit "Jugendwahn" zu tun?

Möglicherweise standen im Lauf des Lebens weder Zeit noch finanzielle Mittel zur Verfügung, sodaß diese Wünsche erst nach Eintritt des Rentenalters in greifbare Nähe rücken.

Und ja, solange man noch die körperlichen Strapazen einer weiten Reise auf sich nehmen kann und die geistige Aufnahmefähigkeit vorhanden ist, möchte man sich diese Wünsche erfüllen.

Fändest Du es angemessener, wenn Rentner sich um seine Taubenzüchtung kümmert oder ein neues Strickmuster ausprobiert?

Jedem das Seine.

Es geht nicht um Verbote oder derartiges. Jeder macht doch sowieso was er will. Es geht mir um ein Verständnis von Tendenzen in Wirklichkeit und Bewertung. Es ist auch 50jährigen nicht verboten, skinny jeans zu tragen, komasaufen zu gehen und jeden Abend einen anderen oder eine andere zu küssen. Gleichwohl kommen in solchen Zusammenhängen gehäuft negativ wertende Äußerungen über "Junggebliebensein" oder so. Das machen nicht nur junge, aber es wird irgendwie mit Jungsein in Verbindung gebracht, und zwar negativ wertend.

Aufgeschlossen sein, unternehmungslustig, was Neues anpacken wie eine Fremdsprache usw., das wird auch oft mit Altersvokabular bewertet. Da ist jemand innerlich jung und fit. Das ist auch nicht verwunderlich, daß man das mit Jungsein in Verbindung bringt. Denn wann lernt man Fremdsprachen zumeist: in der Jugend. Und kann es da auch besser. Und wann tritt man an, die Welt kennenzulernen oder zu erobern, wann gehts auf die Walz oder so: in jungen Jahren. Überhaupt das ganze Lernen usw., wann macht man das schwerpunktmäßig und hauptberuflich: zu Schulzeiten. Usw.
Es gibt also gute Gründe, weswegen man Menschen, bei denen man loben möchte, daß sie auch in höherem Alter noch neugierig sind, Interessen nachgehen, agil sind, unternehmungslusitg, die Welt kennen lernen wollen usw., oftmals bescheinigt, "junggeblieben" zu sein, im Geiste jung und fit zu sein.

Auch diese Zuschreibung ist meist wertend, und zwar positiv. Wäre auch komisch, wenn in einer Gesellschaft, die sich selbst Jugendwahn attestiert, nicht viele "jugendliche Werte" gäbe, die von vielen geteilt würden.
Das geht Hand in Hand damit, andere Verhaltensweisen oder Eigenschaften als unflexibel, eingefahren, bequem zu beurteilen und zugleich damit als alt und irgendwie negativ. Wie auch du es ja gerade gemacht hast.
Ich sage nicht, daß das falsch ist. Ich beschreibe halt Zusammenhänge.

Und da diese Wertung ja nicht einfach so subjektiv ist, sondern recht repräsentativ und normal, macht sie auch Druck. Ältere Leute stehen häufig unter dem Druck, neugierig, schnell, kommunikativ unternehmungslustig usw. zu sein. - Das kann man doch auch hier ablesen. Wie "Sehe jünger aus als in meinem Pass steht." häufiger zu lesen ist als "Sehe älter aus als in meinem Pass steht.", lese ich auch häufiger, daß sich Leute als interessiert, unternehmungslustig, springlebendig, aufgeschlossen usw. beschreiben denn als uninteressiert, träge, statisch, festgefahren usw.

Nachdem oft von "Jugendwahn" die Rede ist, ist interessant, woran man ihn festmacht und welche Rolle er für die Kampfarena "Ich gegen die anderen" spielt. - Daß die Leute, die sich als sonderlich aufgeschlossen und flexibel beispielsweise im Denken beurteilen, das nicht unbedingt sein müssen, wie sich das dann in konkreten Diskussionen zeigen kann, ist eines. Hier kommt es nicht darauf an, sondern darauf, daß das offenbar weit verbreitetet als positive Werte gesehen werden.

Und ich stelle fest, daß das Bild, das Chiller von den südländischen Alten gezeichnet hat, ein anderes ist. Die machen keine Weltreise, lernen keine neue Fremdsprache, sind nicht unternehmungslustig, und sind in einer Umgebung, die ihnen nicht diesen Druck macht. Für ihn ein positives Bild. Sicherlich einfach und vielleicht auch romantisierend, Aber es könnte ja in die Richtung weisen zu überlegen, daß sich der Jugendwahn in unserer Gesellschaft vielleicht nicht nur auf Äußerlichkeiten wie Jeans bezieht, sondern eben auch auf bestimmte innere Werte.
 
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  • #68
Zitat von Weiße-Frau:
Ich, als Gespenst dass ich bin, sehe viele Dinge und erkenne sie schnell. Vieles wird dadurch belanglos oder albern, was früher Eindruck machte. Werde ich ruhiger? Meistens nicht. Es ist manchmal viel zu schwer, Dinge durchzusetzen...die Kraft scheint zu fehlen. Ich resigniere, wo ich früher gekämpft habe. Ich verliere schneller die Hoffnung. Ich habe viel gelernt, was ich nicht lernen wollte...aber jetzt gehört es zu mir.
Ich habe früher an z.B. "Gerechtigkeit" geglaubt. An eine irdische. Das tue ich nicht mehr, weil ich weiß, dass es "Gerechtigkeit" gar nicht geben kann. Ich habe gelernt, dass ich nur annähernd mit der "Lösung" bzw. dem Ergebnis einverstanden sein kann oder eben nicht. Ist Desillusionierung gut? Ich glaube, für bestimmte Bereiche schon, andere Ideale halte ich wie zu Anfang hoch.
Aber - das mit der "Gerechtigkeit" macht mich trotzdem manchmal ganz schön fertig.
 
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BellaDonna

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  • #69
Zitat von Butte:
.... Es ist auch 50jährigen nicht verboten, skinny jeans zu tragen, komasaufen zu gehen und jeden Abend einen anderen oder eine andere zu küssen. ...


Und ich stelle fest, daß das Bild, das Chiller von den südländischen Alten gezeichnet hat, ein anderes ist. Die machen keine Weltreise, lernen keine neue Fremdsprache, sind nicht unternehmungslustig, und sind in einer Umgebung, die ihnen nicht diesen Druck macht. ....

Ich denke, man kann 50-jährige nicht in eine Schublade tun wie ca. 80-jährige, die in südlichen Ländern den Tag verträumen und tiefenentspannt in der Sonne sitzen.
 
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Deleted member 4363

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  • #70
Mich nerven am älter werden die "Zipperlein". Da knirscht es hier und tut dort weh. Manchmal gibt es Diagnosen, die man garnicht hören möchte. Lesen ohne Brille...........................geht nur noch schlecht, menno!
Ich schlafe nicht mehr wie ein Stein, bin schneller müde und erschöpft..............................................habe immer wieder Schmerzen, muss mich mehr um Kondition und Ausdauer bemühen, sehe Essen an und es hüpft auf meine Hüften.......................
 
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fleurdelis

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  • #73
Zitat von Mohnblume:
Ahhhh........................guter Tipp! :)
Und dann ??

Ich könnte da jetzt nen ewig langen Vortrag halten, aber unser Gehirn lässt sich hin und wieder überlisten, wenn wir sagen: alles was ich esse geht direkt auf die Hüften, dann tut es das auch. Aber wenn wir denken und überzeugt sind, ich kann alles essen was ich will, ich bleibe schlank (oder so wie ich bin) …. dann setzt ein gewisser Teil des Körpers auch um. Denn wenn du schlanke Menschen reden hörst, die sagen immer: ich kann essen was ich will, ich nehme nicht zu. Aber wie gesagt, ein winzig kleiner Auszug :))
 
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  • #74
Ich weiß ja, dass hier zu schreiben verjüngt. Ich hatte so gute Erfolge - war quasi bei "jünger aussehend" schon wieder bei vierzig angekommen. Da ich jetzt nicht mehr so eifrig bin, merke ich schon, wie es bergab geht - d.h. eigentlich bergauf ;).

Manchmal fühle ich mich steinalt, und im Rückblick so, als ob ich schon drei Leben gelebt hätte. Und dann wieder total frisch geschlüpft ;).

Ich glaube ja nicht, dass das ein Genderthema, sondern eher Typsache ist.
(allgemeine Jugendpromo sowieso)

Immer wenn das Phlegma mich zu besetzen trachtete (ich könnte auch sagen, wenn ich mich angekommen wähnte), würfelte das Leben alles wieder neu. Das habe ich so langsam verstanden, dass Ankommen in meinem Lebensplan nicht so vorgesehen ist ;) … Veränderungen machen ja auch Spaß. Da habe ich auch ganz gute Ressourcen, glaube ich.

Was ich noch nie so nachvollziehen konnte, waren Lebenskonzepte, die im Aufschieben des Lebens bestehen. Wenn ich erst mal in Rente bin, dann mache ich endlich …
Kann natürlich für andere gut funktionieren.
Es ist immer so ein bisschen Ausbalancieren zwischen „Wer kein Ziel hat, kann auch keins erreichen“ und „der Weg ist das Ziel“.

Bissl lästig ist es schon, dass das mit dem Nächte Durchmachen, so es denn noch vorkommt, s..anstrengend ist und der nächste Tag nur zu überleben, wenn der Spiegel abgehängt ist :(.

Vorsichtshalber kann ich ja schon mal einen Schwarzwald-Reiseplan machen…
Obwohl – so ne Bank im Süden wär auch nicht schlecht, vor allem mit Pastis. Allerdings nicht schwarz gekleidet.

Uah. Nee, wär ja doof, wenn man so gar nix lernen würde im Lauf des Lebens. Manchmal bin auch ich gelassen … *ommm*


So. Genug Anti-Aging-Programm für diese Woche.

Wünsche allseits ein genussvolles sonniges Wochenende!
 
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  • #75
Zitat von BellaDonna:
Ich denke, man kann 50-jährige nicht in eine Schublade tun wie ca. 80-jährige, die in südlichen Ländern den Tag verträumen und tiefenentspannt in der Sonne sitzen.

Hat ja auch niemand.
Wo für einen persönlich das "Alter" anfängt, dürfte nicht zuletzt auch vom eigenen Alter abhängen.
In Würde zu altern kann man schon mit 20 beginnen.
Träumen tun eher jüngere Menschen. Die auf der Parkbank schauen ja eher. Und erinnern kann man sich auch eher, wenn man älter ist. Also sofern man sich dann noch gut erinnern kann.

Da unsere Gesellschaft ja eher älter wird, wird auch die WErbung wieder mehr die Alten entdecken als es bereits der Fall ist. Das Problem ist nur, daß die im Schnitt immer noch zu wenig konsumieren. Deswegen müssen Jugendwerte noch stärker auch für Alte lanciert werden. Wer unternehmungslustig ist, bringt mehr Geld in Umlauf. Und auch Bildungsreisen eignen sich gut als Butterfahrten für Jung- und Interessiertgebliebene! Der sogenannte Kapitalismus hat das Interesse, Menschen in Bewegung zu halten. Neugierde ist einer der marktförderlichsten Werte. Wer ständig was Neues will, kauft mehr. Umso mehr, wenn er zugleich glaubt, damit ein "höheres Interesse" zu befriedigen; und das hat ihm der Kapitalismus genügend eingetrichtert, der ja nicht so dumm ist.
 

Dreamerin

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  • #76
Zitat von fleurdelis:
Ich könnte da jetzt nen ewig langen Vortrag halten, aber unser Gehirn lässt sich hin und wieder überlisten, wenn wir sagen: alles was ich esse geht direkt auf die Hüften, dann tut es das auch. Aber wenn wir denken und überzeugt sind, ich kann alles essen was ich will, ich bleibe schlank (oder so wie ich bin) …. dann setzt ein gewisser Teil des Körpers auch um. Denn wenn du schlanke Menschen reden hörst, die sagen immer: ich kann essen was ich will, ich nehme nicht zu. Aber wie gesagt, ein winzig kleiner Auszug :))

Oh, da würde ich gern mehr zu wissen, Mohnblume bestimmt auch. Klingt zu einfach, um wahr zu sein. Magst du es ein wenig mehr erklären?
 
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fleurdelis

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  • #77
Zitat von Dreamerin:
Oh, da würde ich gern mehr zu wissen, Mohnblume bestimmt auch. Klingt zu einfach, um wahr zu sein. Magst du es ein wenig mehr erklären?

:)) …. wenn das nur so einfach wäre. Ich gebe darüber ein Seminar welches meist über mehrere Wochen geht. Deswegen wird's ein wenig schwierig. Ich will dir mal ein Beispiel erzählen:

Ein Mann in einem Seminar wollte abnehmen. Am ersten Abend, erklärte ich, dass die Teilnehmer jetzt doch bitte alles essen möchten was sie wollen. Sie mussten vorher überlegen, welche Nahrungsmittel sie gestrichen hatten und nach welchen sie besonderes Verlangen hatten. Sie waren erst einmal alle geschockt und mussten das aber zuhause trainieren. Am dritten Abend erklärte der Mann folgende Situation: er habe bevor er in den Seminarraum kam, noch schnell ein Mars gegessen, da er dass so gerne isst, und er davon ausgegangen war, dass ich ihm das im Kurs verbieten werde. Seine Frau hat immer einen großen Vorrat an Mars zuhause, damit er es essen kann. Er hat aber jedes Mal ein schlechtes Gewissen gehabt und gedacht er dürfe das nicht essen. Nachdem ich es ihm praktisch erlaubt hatte, ging er nach Hause und sagte seiner Frau: stelle dir vor ich darf so viel Mars essen wie ich will. Beide waren platt. Die Krux an der Geschichte: er hat danach die Lust auf Mars verloren, hat es nicht mehr gegessen. Einfach weil er gedacht hatte, er darf es nicht essen, weil es ihn dick macht, aber weil er es sich selbst verboten hatte, wurde es zu etwas besonderem, etwas "unerreichbarem". Also brach er immer wieder sein selbst aufgestelltes Verbot. Dachte aber immer, es sei nicht richtig, und je mehr er ein schlechtes Gewissen hatte umso mehr aß er. Als ich gezeigt habe, dass man satt werden soll, dabei aber alles essen darf was man möchte, gab es für ihn kein Verbot mehr. Er hatte innerhalb von drei Monaten 10 Kilo verloren. Weil er gelernt hatte auf sein Gefühl zu hören, wann er satt ist, wann er Hunger hat. Und hat seine "Glorien" aus der Verbotszone geholt.

Das ist aber nicht alles, denn wer meint, man könne sich jeglicher Gelüste hingeben, funktioniert nicht. Wichtig ist: zu lernen auf sein Hungergefühl zu hören und zu essen wenn man Hunger hat und aufzuhören wenn man satt ist. Das haben viele verlernt, weil sie einfach viel zu viel zwischenrein naschen. Sich dann aber ein schlechtes Gewissen machen weil sie naschen. Je mehr schlechtes Gewissen umso mehr beginnt man zu naschen. Der emotionale Bereich neben den "dickmachenden" Nahrungsmitteln trägt einen großen Anteil. Man sollte z.B. Essen auch nicht einsetzen wenn man traurig, wütend oder sonst etwas ist. Und da helfen psychologisch auch die Verbote, man denkt: "jetzt ist alles grad egal". Aber essen verändert die Emotionen nicht, und wenn man es zuviel nutzt, legt man zu. Essen dient der Nahrungsaufnahme, wer das so ein wenig umsetzen kann, kann alles essen mit Genuss. Verbote locken meist öfters als alles andere. Wenn man sich erst einmal alles Verbotene realisiert und erlaubt zu essen, denken viele dass man zunehmen würde. Ist aber nicht der Fall. Man muss es nur mal ausprobieren. Es wird aber unheimlich unterschätzt wie schwierig es ist, das mal durchzuziehen. Weil eine oft über jahrelange eigene Programmierung verändert werden muss.
 
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Dreamerin

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  • #78
Danke dir, das lese ich morgen zum Frühstück nochmal intensiver.
 

Dreamerin

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  • #79
Nach nochmaligen Lesen beim Morgenkäffchen muss ich sagen, dass mich deine Theorie nicht so recht überzeugen will. Kann mir, für mich, nicht vorstellen, wenn ich alle von mir favorisierten Köstlichkeiten griffbereit zu Hause hätte, nur ab und an mal zulangen würde. Vielleicht kann man es ja lernen, wenn man das Hintergrundwissen vermittelt bekommt. Deshalb will ich das von dir geschriebene nicht generell in Abrede stellen. Danke für den Denkanstoß! Oh, merke gerade, dass es jetzt wohl langsam OT wird, sorry.
 
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fleurdelis

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  • #80
Alles gut, nur: es ist nicht MEINE Theorie! ……. Diesen Stiefel kann ich mir nicht anziehen :)))

Diese Gedanken entstammen mehreren wissenschaftlichen Forschungen und Ergebnissen im Zusammenhang, warum manche Diäten momentan helfen aber nicht auf längere Zeit.
 
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fleurdelis

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  • #81
Und ja: Chiller, Sorry für das abschweifen :) …….. zurück zum Thema: Auch wenn man es gerne glauben mag, Alter hat nichts mit Gewichtszunahme grundsätzlich zu tun. Es wäre im Grunde genommen einfacher, wenn diese Behauptung stimmen würde. Und ja, der Stoffwechsel verlangsamt sich, aber die junge Generation hat zur Zeit mehr Probleme mit Übergewicht als sonst eine. Der Grund ist einfach der, Übergewicht hängt davon ab, wie wir mit essen umgehen. Dazu gehört, was wir essen, wann und wie viel. Da beißt die Maus einfach keinen Faden ab.
 
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  • #82
Ich möchte im Alter noch "gebraucht" werden. Für irgend jemanden wichtig sein.
 
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  • #83
Marlene, das sind aber zwei verschiedene Dinge. :)
 

GLÜCKLICH

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  • #84
Zitat von chiller7:

genau, "was machen wir mit dem Alter"? Wichtiger als "was das Alter mit uns macht".
Noch keine Zipperlein. Aus den Sommersprossen werden Altersflecken, aber sonst? Ich bin ruhiger geworden, nicht mehr so cholerisch wie früher, warte nicht auf den Ruhestand, sondern arbeite Vollzeit. Ich fühle mich täglich besser (reifer?) und stehe zu meinem Alter.
 
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  • #85
Zitat von Marlene:
Ich möchte im Alter noch "gebraucht" werden. Für irgend jemanden wichtig sein.

Wenn das jetzt so eine Erwartungshaltung gegenüber deinem Umfeld ist, dürfte diese mit nahezu an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit unerfüllt bleiben und dich die Zukunft schwer enttäuschen.

Da braucht es einen guten Anteil eigener Aktivität.
 
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  • #86
Zitat von IPv6:
Wenn das jetzt so eine Erwartungshaltung gegenüber deinem Umfeld ist, dürfte diese mit nahezu an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit unerfüllt bleiben und dich die Zukunft schwer enttäuschen.

Da braucht es einen guten Anteil eigener Aktivität.
Ja, genau. Durch eigene Aktivität, aber auch nur durch bloßes Vorhandensein wenigstens ein bisschen wichtig für jemanden sein. Ich stelle mir das so vor: meine Enkel hüten (ich hab ja noch keine), falls die Eltern Zeit brauchen, meinen zukünftigen Lebensgefährten im Rollstuhl rumfahren oder so (ich hab jetzt ja auch noch keinen), für Freunde da sein und in einem Ehrenamt tätig sein. Also, eindeutig schwierig wird, wenn ich auf Hilfe angewiesen sein würde, aber das ist jetzt nur äußerlich. Ich hoffe, dass ich dann immer noch ein guter Gesprächspartner sein werde, mit dem man sich gerne trifft. Und, bei Sorgen helfen, bei Schwierigkeiten da sein.
 

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  • #87
Zitat von chiller7:
Das waren wohl ein paar Merlot zu viel, dass Du Dich so weit aus dem Fenster ragst. DU kennst mich doch überhaupt nicht.
Und es ist eine Frechheit, was ich sage irgendwie mit Punk in Verbindung zu bringen, zumal Du auch häufig gezeigt hast, dass Du auch davon nichts verstehst. Ich erinnere an Threads, in denen Du jeweils aktuelle Männer "beleuchtest", es lang und breit darlegst und derlei.

Und Deine eigenartige Zeilenleserei kannst Du auch stecken lassen. Was ich Dreamerin geschrieben habe ist so. Sie fällt mir häufig positiv auf und empfinde sie als sympathische, ausgeglichene Frau.
Da musst Du nicht so tun, als sei da irgendwie Gehässigkeit versteckt. Oder warauf bezog sich das? Das ist es nicht. Wenn Du das so empfindest, dann ist das Dein Problem. Auf Deine seltsamen Käseanalogien vom Friseur lege ich keinen Wert. War das deutlich?


@CHILLER
nanu bekommt Dir der Frühling nicht?
Da war der Adressat wohl nicht so deutlich wie es sein sollte, Du warst es jedenfalls nicht...aber interessante Reaktion.
Dann RAGE ich mich halt noch ein wenig aus dem Fenster und genieße die laue Abendluft...
 
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  • #88
Flux-us,
i docht hoilt zwengs Punk und so. Aba da bin i warscheins auf da Leitung gstandn. I werd hoilt oilt. Guoat dann samma wida guoat.



fleur
des mocht nix, i bin ja koa Diktator ned.
 
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  • #89
Wenn ich sehr alt bin, will ich an einer Seepromenade sitzen und dem bunten Treiben zusehen. Ein wenig rührseelig und romantisierend den Möven, den kleinen Wellen zuhören. Dahinter sind Segel.
Abends gehe ich dann früh ins Bett. Die Gelenke sind zu spüren, aber ich schlafe mit der Gewißheit ein, dass nicht alles sch**ße war.
 
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  • #90
Ich habe mal einen Vortrag über Jugendliche gehört, wie sie im hohen Alter sich ihren Rückblick auf ihr Leben vorstellen würden. Und, fast Alle waren mit ihrem Leben einverstanden und fanden es gut.
 
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