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  • #136
@IMHO

Interessant, ich habe da ähnlicher Erfahrungen gemacht.


@Butte

Was bitte ist "ein leckeres Buch"?


Zitat von chiller7:
Würde ich schon sagen, auch wenn ich es jetzt nicht so genau beschreiben kann.



Zitat von chiller7:
Hat es eine eigene Qualität, ähnlich den Jahreszeiten? ...... Sie sind verschieden, aber nicht schlechter oder besser.
Auch das denke oder finde ich. Vermutlich sieht es aber jeder anders, je nachdem aus welcher Sicht man diese Entwicklung betrachtet. Im Vergleich zu "früher" wird das "Altern" bestimmt häufig schlechter wegkommen.
 
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  • #137
Zum Winter gibt es Vieles und Faszinierendes, auch z.B. von Shakespeare "Ein Wintermärchen": Liebe und späte Erkenntnis davon. Das habe ich in Bezug auf die Qualität des Alters gemeint. Vielleicht ist sie "Erkenntnis"? Oder wenigstens "Erkenntniszuwachs"?
 
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  • #138
Zitat von vivi:
Ach so, heißt es "gutes Buch und leckerer Rotwein"? Bei all diesen Formeln kann man ja mal durcheinandergeraten. Ich dachte ohnehin nicht, daß diese Attribute Bedeutungsträger sind.

Im Vergleich zu "früher" wird das "Altern" bestimmt häufig schlechter wegkommen.
Nehmt euch doch mal ein Beispiel an den Jungen. Die reden sich gerne mit "Alter!" an. Das ist wie ein Kosename, offenbar ist Alter für sie etwas Liebevolles.
 
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  • #139
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  • #140
Obwohl, "Alte" sagt auch mancher Mann zu seiner Ehefrau und meint das liebevoll. Jedenfalls habe ich das schon von Franken gehört.
 
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  • #141
Zitat von chiller7:
Hat es eine eigene Qualität, ähnlich den Jahreszeiten? Kaum jemand käme auf die Idee, den Winter schlechter zu finden als den Frühling. Sie sind verschieden, aber nicht schlechter oder besser.
Das Problem ist eher, dass der Frühling nicht merkt, dass aus ihm ein Winter geworden ist. Er steht da und denkt - hej, was ist los - ICH bin es doch !!!!!!
 
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  • #142
Ich, der Frühling, der jetzt ein Winter ist. Ich weiß nicht. Demnach wäre der Herbst das, was aus dem Sommer geworden ist. Nicht uninteressant.
Freitag, der 13. wäre dann Donnerstag, der 12. einen Tag weiter.
 
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  • #143
Zitat von Schreiberin:
Das Problem ist eher, dass der Frühling nicht merkt, dass aus ihm ein Winter geworden ist. Er steht da und denkt - hej, was ist los - ICH bin es doch !!!!!!
Das bringt es genau auf den Punkt, Schreiberin!

Und das heißt nicht, daß man sein Leben bis dahin nicht bewußt gelebt hätte. Auch der prüfende Blick auf den Körper nimmt die Veränderungen durchaus wahr... alles gut, alles - noch - im grünen Bereich... und dann, über Nacht, ist die Hülle irgendwie zu groß geworden und du denkst ... jetzt hilft nur noch 'tackern'... :D

Da gibt es dann die Lagerfeld-Fraktion, die ihrem Umfeld den Anblick ihres alternden Körpers nicht mehr zumuten will und daher auf jegliche Badefreuden verzichtet und auf der Gegenseite die hemmungslosen 'Freikörperkulturler', die mit sich und ihrer Hülle völlig im Einklang stehen. Die Mitte zu finden wäre wohl erstrebenswert...
 
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  • #144
Vielleicht sollte man sich nicht darum kümmern, was alt und jung ist, sondern einfach das machen, worauf man Lust hat. Dies aber nicht, um als noch jung zu gelten, diesem Klischee zu entsprechen.
Und es ist wie in der Mode. Es muss einem stehen. Da ist Kenntnis erforderlich, ein ganzheitliches Auge.
 
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  • #145
Vielleicht paßt das mit der Hülle tatsächlich ganz gut zu dem, was Schreiberin geschrieben hat. Eben in dem Sinn, daß jemand, der sich nicht mit seinem Körper identifiziert, sondern ihn bloß als Hülle versteht, vielleicht genauso mit dem Alter umgeht: sich nicht mit seinem Alter identifiziert, sondern das wie Kleidung auffaßt. Eben der Frühling nicht merkt, daß er Winter geworden ist, sondern meint, er sei vom Wesen immer noch Frühling und der Winter sei nur die Hülle.
Ich glaub schon, daß mit Zunahme von Zwacken im Alter der Körper einem gewissermaßen gegenständlicher wird, eben weil er sich häufiger "störend" meldet. Dabei ist dann die Gefahr, daß man meint, das "Innere" sei nicht ebenso mitgealtert.
Und wer schon in jungen Haaren seinen Körper nur als Hülle versteht, ist der eigentlich schon vorvergreist?
 
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  • #146
Selbst wenn der Mensch eine Seele hat, einen feinstofflichen Körper, einen Astralleib oder was auch immer, dann wäre für mich nicht davon auszugehen, dass der feststoffliche Leib nicht auch eine Entsprechung wäre. Also nicht "dort" Wesenskern und "hier" Hülle. Ich verweise da auf die Quantenmechanik, wir haben das mal ausführlich diskutiert.
 
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  • #147
Man kann die Esoterik ohnehin ganz gut als eine Form von Jugendwahn und auch von irgendwie opfermäßigem Nichtwahrhabenwollen auffassen.
 

vhe

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  • #148
Zitat von Schreiberin:
Zum einen muss ich leider feststellen, dass nach jedem Winter mehr ... eher "alt" aussehendes Fleisch aus den Winterklamotten auftaucht. Und ich schaffe nicht mehr so locker fünf mal die Woche Sport zu machen wie noch vor kurzem.
Meistens geht es beim Aussehen gar nicht so um die absoluten Maße oder Faltenzahlen, sondern eher darum, dass man seinem Gegenüber anmerkt, dass sie sich nicht gehen läßt, sich selber wertschätzt und gute Laune hat. Ein Lächeln reduziert das optische Alter mehr als jede Botox-Aktion. (Wieso fällt mir ausgerechnet jetzt der Prothesen-Thread ein? :-( )

Abgesehen davon finde ich das mentale Alter (also die geistige Beweglichkeit) sowieso wichtiger.

Zitat von Schreiberin:
Wenn ich aber an einem neuen Ort bin, habe ich immer noch die Tendenz, jeden Spielplatz zu registrieren **...} Und ich finde es immer noch ungewohnt, im copy-Shop gesiezt zu werden. Und erst, wenn ich schon mitten drin bin, von meiner Studienzeit zu reden, fällt mir auf, dass das 25 Jahre her ist und keine Sau das mehr interessiert, wie das DAMALS war...
Das schon, kann man aber ändern. :)
In meiner neuen Firma (alle anderen im Schnitt 15 Jahre jünger als ich) versuche ich ganz bewußt, nicht in die "Opa erzählt Geschichten vom Krieg"-Falle zu tappen.
Alt werden für mich ist, wie oft machen es Wissen und Erfahrung schwer für mich, etwas neues zu lernen? Wie oft wird aktuell Erlebtes an einer Erinnerung gemessen, einsortiert und abgehakt? Wie oft sehe ich nur noch, was ich sehen will oder schon mal gesehen hab?

Mittlerweile bin ich ein paar Mal aus meiner Komfortzone geschubst worden und mental fühle ich mich jetzt deutlich besser. Nicht ganz wie zum Abi :) , aber ein ganzes Stück jünger als for einem Jahr.

Zitat von Schreiberin:
Ich könnte theoretisch also auch demnächst Oma sein - und da muss man doch schön ruhig in seiner Oma-Wohnung sitzen und die Enkelkinder bespaßen und ein unveränderlicher Fels in der Brandung sein..... Altersverwirrung, ich sag`s ja...
Stricken ist doch auch was schönes... :->
 
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