T.S.

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  • #61
Ist es nicht auch so, dass russische Frauen ein gewisses Selbstbewusstsein mitbringen?

Dem kann man nur Herr werden, wenn man auch selbst entsprechend selbstbewusst ist.

Ich glaube, Dominanz meint in dem Sinne eher, dass ein Mann seinen Mann steht, Entscheidungen trifft und sich nicht für jeden Mist vorherige Zustimmung und bestärkung abholt.
Umgekehrt glaube ich aber auch, dass eine russische Frau in wichtigen Dingen ein guter Berater ist, aber sie will eben nicht führen.

Vielleicht haben deutsche Männer einfach einen chronischen Mangel an Führungsqualität und der richtigen Portion "I don't give a fuck"
 
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fleurdelis*

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  • #64
Bei einer starken Frau .....Sie kommt auch ohne dich aus .....

stimmt schon... sie braucht nicht, sie will, oder sie will nicht ....

aber bis hierher:


... hätt' ichs beinahe abgekauft .... ;)

 
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  • #65
@Menno Danke für deine Ausführungen, aber mir ist jetzt nicht klar geworden, warum eine starke Frau nicht unbedingt selbstbewusst und andersrum sein kann. Vielleicht kannst du helfen, @Synergie ? Du siehst das ja auch so.
Vielleicht ist es aber hilfreich, wenn wir kurz klären, was wir unter den beiden Begriffen verstehen?
Selbstbewusst bedeutet für mich, dass sich jemand über sich selbst bewusst ist und sich so akzeptiert wie er ist. (Was nicht bedeutet, dass er so bleiben muss und sich nicht weiterentwickeln darf!) Wer selbstbewusst ist, kann auch seine Mitmenschen gut sein lassen, er hat es nicht nötig, andere runterzumachen oder sich über sie zu erheben. Zugleich lässt er sich durch Bewertungen von anderen nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Daher nehme ich selbstbewusste Menschen auch als stark war. Sie bleiben stehen, sie sind authentisch und klar. Und in dem Sinne hatte ich hier "stark" verstanden, nicht etwa im Sinne von leistungsfähig oder kräftig.
 
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  • #66
warum eine starke Frau nicht unbedingt selbstbewusst
Weil man (nicht unbedingt nur Frau) sich der eigenen Stärke nicht unbedingt bewusst sein muss. Folglich schlägt sich eine solche Stärke auch nicht im Selbstbewusstsein nieder.
Oder in anderen Worten: wenn man das eigene Sein als völlig selbstverständlich, normal und allgemein vertreten annimmt und keine Stärke darin erkennt, dann wirken sich diese Charakterzüge auch nicht auf die Bildung eines (gerechtfertigten) Selbstbewusstseins aus.
Oder nochmal in anderen Worten: man kann sich klein-mit-Hut fühlen und sich als völlig unfähig erachten und die wertschätzende Sichtweise der anderen als absurd betrachten, weil man sich der eigenen Stärke nicht bewusst ist.

Naja.... ich sag mal plakativ: "Selbstbewusstsein ohne Substanz"
Häufig wahrscheinlich gespeist entweder durch nett gemeinte, realitätsferne Ruckmeldungen von anderen oder durch das Aufbauschen und Hochspielen von kleinen ehrlichen Komplimenten.
Oder dadurch dass allgemein gehaltene Informationen auf sich selbst bezogen werden. Z.B. vor einer Weile im Forum zum Thema "Alleinerziehende Mütter". Da sprach jemand in verallgemeinerter Form positiv über diese Gruppe und jemand hat das augenscheinlich ernsthaft als Kompliment für sich selbst aufgefasst. Aus solchen Irrleitungen entwickelt sich vermutlich ein substanzloses Selbstbewusstsein (natürlich vorausgesetzt, dass die Substanz fehlt).


Ich denke, das müsste es hinreichend klar machen.
 
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  • #67
@Rebekkka Ich glaube, die Bewertungen von Dominanz sind sehr individuell. Jeder empfindet das anders, und die eine Frau mag eher dominantere Typen, die andere weniger. Und ja, das Wort wird vermutlich von vielen als Schlüsselwort für machtorientierte Ausprägungen im sexuellen Bereich verstanden.
Ich glaube, dass russische Frauen im Allgemeinen eher dazu tendieren, ihre Weiblichkeit zu betonen. Sie machen sich gerne hübsch und spielen mehr die Rolle des verführerischen Weibchens. (Das hat vielleicht auch ein wenig damit zu tun, dass viele junge und schöne Frauen um die Gunst von [im Verhältnis] wenigen attraktiven Männern buhlen.) Aus meiner Sicht ist das den westeuropäischen Frauen etwas verloren gegangen, genauso wie den Männern so manch althergebrachte typisch männliche Verhaltensweise abhanden gekommen ist. Anscheinend bringen viele Gleichberechtigung und geschlechtertypische Verhaltensweisen nicht gut unter einen Hut. Im Grunde ist es ja auch nicht so ganz einfach.
Verallgemeinert gesprochen: Deutsche Frauen wollen gleichberechtigt sein und mitentscheiden. Sie wollen, dass ihre Wünsche und Bedürfnisse berücksichtigt werden. Andererseits wünschen sie sich aber auch starke Männer, die wissen, was sie wollen und klar kommunizieren. Die ihren Mann stehen und aktiv Entscheidungen treffen. Das scheint für viele ein schwierer Spagat zu sein.
Wie ist das denn mit den russischen Männern? Wenn die tendenziell etwas dominanter sind, werden dann Frauen mehr als hier benachteilgt? Oder schaffen es die russischen Männer besser, Frauen zu führen, und sie aber trotzdem gleichberechtigt und respektvoll zu behandeln?
 
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jayyjayy

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  • #69
Wird der Begriff "Dominanz" negativ gepraegt?
Nicht negativ, aber er ist sehr vieldeutig. Wenn ich eine Frau fragen würde, ob sie dominante Männer mag, ist das sexuell gemeint. Du meinst aber etwas anderes. Er bestimmt das Date-Programm, wählt das Restaurant aus, hält die Tür auf, wählt sicher und selbstbewusst den Tisch aus, zahlt usw usf. Viele Männer sind nur der Meinung, sie tun der Frau einen Gefallen, wenn sie sie in ihre Überlegungen und Pläne mit einbeziehen. Das ist aber scheinbar vielen Frauen nicht wichtig, jedenfalls nicht in der Dating Phase. Das ist jedenfalls meine Erfahrung. Wenn ich den Fehler mache und verschiedene Locations vorschlage, ist die Antwort nahezu immer: "Mir egal, ich bin für alles offen." Die Frau will nur wissen: "Wann und wo?" Viele Männer müssen sich daran gewöhnen, dass die Regie in der Dating-Phase ganz bei ihnen liegt und sie für alles zuständig sind. Das hat nichts mit Dominanz zu tun. Sondern eher mit männlichem Verhalten. Der Mann weiß, was er will, und hat Spaß daran, eine Frau mit zu reißen und zu inspirieren.
Die Frauen, die ich kennen gelernt habe, lassen sich da lieber fallen und lehnen es ab, Entscheidungen dieser Art treffen zu müssen. Es ist die absolute Ausnahme, dass mir mal eine Frau gesagt hat, sie hätte da vor einiger Zeit eine Bar kennen gelernt, da würde sie gern mal mit mir hin.
 
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fafner

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  • #70
Was für ein Kokolores, diese Rollenklischees. Und so langweilig. :eek: o_O
 
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  • #71
Wie ist das denn mit den russischen Männern? Wenn die tendenziell etwas dominanter sind, werden dann Frauen mehr als hier benachteilgt? Oder schaffen es die russischen Männer besser, Frauen zu führen, und sie aber trotzdem gleichberechtigt und respektvoll zu behandeln?
Angeblich bekommt eine Russin im Laufe ihres Lebens zehnmal so oft Blumen wie eine Westeuropäerin. Männer mit Blumensträußen, die auf die Uhr guckend auf die Dame ihres Herzens warten, sieht man in Moskau und Petersburg an fast jeder Ecke. Ebenso Männer, die Frauen die Restaurant- oder Taxitür aufhalten, ihnen aus dem Mantel helfen, die Rechnung bezahlen und wieder in den Mantel hineinhelfen. Kurz: Der russische Mann verhält sich Frauen gegenüber äußerst galant.
 
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  • #72
Angeblich bekommt eine Russin im Laufe ihres Lebens zehnmal so oft Blumen wie eine Westeuropäerin. Männer mit Blumensträußen, die auf die Uhr guckend auf die Dame ihres Herzens warten, sieht man in Moskau und Petersburg an fast jeder Ecke. Ebenso Männer, die Frauen die Restaurant- oder Taxitür aufhalten, ihnen aus dem Mantel helfen, die Rechnung bezahlen und wieder in den Mantel hineinhelfen. Kurz: Der russische Mann verhält sich Frauen gegenüber äußerst galant.
Warst du nach der Oktoberrevolution nochmal dort? ;)
 
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T.S.

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  • #74
Angeblich bekommt eine Russin im Laufe ihres Lebens zehnmal so oft Blumen wie eine Westeuropäerin. Männer mit Blumensträußen, die auf die Uhr guckend auf die Dame ihres Herzens warten, sieht man in Moskau und Petersburg an fast jeder Ecke. Ebenso Männer, die Frauen die Restaurant- oder Taxitür aufhalten, ihnen aus dem Mantel helfen, die Rechnung bezahlen und wieder in den Mantel hineinhelfen. Kurz: Der russische Mann verhält sich Frauen gegenüber äußerst galant.
Das ist auch so.

Ist dann aber eher eine Frage, ob das an den Frauen oder den Männern liegt. Vermute an beiden.

Und das ist auch was verdammt schönes. Mann darf Mann sein und Frau eben Frau, ohne dabei den einen über den anderen zu stellen.

Russische Frauen genießen ihre Weiblichkeit und können locker mit jedem Mann mithalten.
 
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babe

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  • #78
Das Restaurant wählen, mit einem Blumenstrauß vorstellig werden, auf die Angegebete warten, ihr jeden Wunsch von den Augen ablesen, zahlen, und sich dafür bedanken, daß man all dies darf.
Ist das dominant? Na, offenbar. Oftmals unterschreiben die Herren mit diesem Ansinnen aber auch gerne mit "Ihr untertänigster Sklave" oder so.

Anscheinend liegen Dominanz und Sklaventum eng beieinander. Und wie wir als Dostojevskileser natürlich wissen, ist der Russe ja in der Seele mindestens so sehr Sklave wie der Schwarze gerne schnackselt.
 

T.S.

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  • #79
Nee.

Der russische Mann ist ja nicht darauf angewiesen. Frauen gibt es genug in Russland.
 

Rebekkka

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  • #82
Wie ist das denn mit den russischen Männern? Wenn die tendenziell etwas dominanter sind, werden dann Frauen mehr als hier benachteilgt? Oder schaffen es die russischen Männer besser, Frauen zu führen, und sie aber trotzdem gleichberechtigt und respektvoll zu behandeln?

Dominanter - ja. Definitiv. Mehr oder weiniger benachteiligt - das ist ja sehr schwierig zu sagen. Ich glaube niemand hat so ein Vergleich gemacht. Die Sache ist so dass wenn man eine Beziehung hat - dann es ist ja klar dass ohne Respekt kommt man nicht voran. Gleichberechtigt - wuerde ich nicht sagen weil eine Frau hat doch Priorität sogesagt.

Das klingt etwas komisch fuer euch, ich verstehe das ;-)

Und die Beziehungen halten durch genau je nach dem Grad der Vernuenftigkeit einer Frau. Je mehr uebernimmt die Frau - desto besser funktioniert das wie ein Tandem sogesagt. Niemand sagt dass eine Frau darauf verzichten soll was ein Mann machen kann. Das liegt doch selbstverstaendlich im Interessenbereich einer Frau. Aber das kommt etwas spaeter ... Ich glaube das hat damit zu tun - dass ein Mann (laut der Natur) imstande sein soll die Verantwortung fuer eine Frau uebernehmen koennen. Ich meine - die Frau ist schwanger oder hat ein kleines baby - und ein Mann muss theoretisch alles selbst fuer 2 personen schaffen koennen :)

Hier in DE funktioniert so ein Modell gar nicht. Und ich erwarte sowas auch gar NICHT dass ein Mann meine Versicherungen uebernehmen (bzw.bezahlen) wird und so weiter und so fort...

Als ich das alles gelesen habe - was ihr schreibt - ist fuer mich dieser Begriff noch mehr verschwommen worden :)

Das sind komplett unterschiedliche Welten...
 
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  • #84
Angeblich bekommt eine Russin im Laufe ihres Lebens zehnmal so oft Blumen wie eine Westeuropäerin. Männer mit Blumensträußen, die auf die Uhr guckend auf die Dame ihres Herzens warten, sieht man in Moskau und Petersburg an fast jeder Ecke. Ebenso Männer, die Frauen die Restaurant- oder Taxitür aufhalten, ihnen aus dem Mantel helfen, die Rechnung bezahlen und wieder in den Mantel hineinhelfen. Kurz: Der russische Mann verhält sich Frauen gegenüber äußerst galant.

Ich pfeife auf die Blumen, wenn ich dafür im Gegenzug keine Angst haben muss, von meinem Mann geschlagen zu werden. Führt euch bitte mal ein paar Zahlen zu Gemüte, bevor ihr den galanten, dominanten Russen zum Idealmann hochstilisiert o_O:eek:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Häusliche_Gewalt_in_Russland
 
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Ulla

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  • #88
Ich pfeife auf die Blumen, wenn ich dafür im Gegenzug keine Angst haben muss, von meinem Mann geschlagen zu werden. Führt euch bitte mal ein paar Zahlen zu Gemüte, bevor ihr den galanten, dominanten Russen zum Idealmann hochstilisiert o_O:eek:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Häusliche_Gewalt_in_Russland
Bin auch etwas irritiert über die rosarote Brille die hier ein paar Damen auf haben. Scheiß auf die Blumen http://www.sueddeutsche.de/leben/ha...er-schlaegt-mich-also-liebt-er-mich-1.3356545

Habe das selber schon erlebt, zum feiern sind Russen das beste was es gibt, aber eine Meinungsverschiedenheit verkneift man sich besser
 
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T.S.

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  • #89
Gewalt hat ja absolut nichts mit Dominanz zu tun, sondern ist ja ein klarer Beweis des Gegenteils, weil es einfach nur schwach und armselig ist.

Ich denke, Dominanz, wie von Rebekkka geschildert, meint eigentlich Verantwortung. Und das sollte, wenn man es will, eigentlich überhaupt kein Thema sein. Daher geselle ich noch zu den Verwirrten.
 
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  • #90
Gewalt hat ja absolut nichts mit Dominanz zu tun
Das sehe ich anders.
Ich denke, Dominanz, wie von Rebekkka geschildert, meint eigentlich Verantwortung.
Nein, denn dann würde sie auch von Verantwortung sprechen. Dominanz meint doch ganz klar, dass man die Führung übernimmt und Entscheidungen auch über den anderen hinweg trifft. Das kann mit Verantwortung einhergehen, muss es aber nicht.
Und das sollte, wenn man es will, eigentlich überhaupt kein Thema sein.
Ich weiß, was du meinst, aber es ist eben Thema, weil die Verwirrung herrscht. Ich bin ja eher ein Befürworter einer gewissen Dominanz. Ich glaube aber schon, dass es, wenn diese ohne Respekt und Empathie daherkommt, zu Übergriffigkeiten und Schlimmerem führen kann.
 
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