IPv6

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  • #2
Und 16 und 17.
 

Howlith

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  • #3
Punkt 13. Arnold Retzers Buch "Lob der Vernunftehe" hab ich mit Gewinn gelesen. Allerdings erst nach meiner Scheidung ...
 
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Vizee

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  • #4
Zu 13. Vernunftehe.
Es ist vielleicht nicht die schlechteste Idee eine Beziehung auf Zuneigung aufzubauen. Immerhin ist m.E. Zuneigung eine stabilere Basis als ein Strohfeuer oder als das Warten auf Supergefühle, die sich vielleicht nie einstellen. Jedoch ist die Vernunft schon sehr rational zu sehen und nicht jeder ist rational in diesen Dingen. Das merkt man doch bereits schon an manchen Schilderungen hier, die in Erwartung und Erwartungshaltung an den künftigen Partner exorbitant sind. Da müsste man erst einen Prozess durchleben, um auf diese Ebene zu kommen. Wäre Vernunft dann nicht die letzte verzweifelte Maßnahme, wenn so viele Versuche vorher gescheitert sind?
 

Else

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  • #5
21 scheint mir sehr wichtig zu sein.
Vernunftehe klingt heute schlecht, als sei sie weniger wertvoll als eine Ehe, die aus Gefühlsgründen geschlossen wird.
Aber müssen sich Gefühl und Vernunft ausschließen?

Was haltet ihr von dieser These: Der Aufwand, der rund um eine Hochzeit betrieben wird, verhält sich umgekehrt proportionial zur Dauer der Ehe.
 

Vizee

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  • #6
Zitat von Else:
Was haltet ihr von dieser These: Der Aufwand, der rund um eine Hochzeit betrieben wird, verhält sich umgekehrt proportionial zur Dauer der Ehe.

Wir dürfen nicht vergessen, daß "wir" Frauen meist den Traum der Märchenhochzeit haben und manche gestalten die Hochzeit dann auch so. Gut, bei den Promi Hochzeiten ist es einfach auch nur das Who - is- Who. Aber das würde ja bedeuten: Kleine Hochzeit, wenig Aufwand = Kurze Ehe. Grosser Aufwand = lange Ehe? Nein, das glaube ich nicht so ganz.
 

Else

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  • #7
Zitat von Vizee:
Wir dürfen nicht vergessen, daß "wir" Frauen meist den Traum der Märchenhochzeit haben und manche gestalten die Hochzeit dann auch so. Gut, bei den Promi Hochzeiten ist es einfach auch nur das Who - is- Who. Aber das würde ja bedeuten: Kleine Hochzeit, wenig Aufwand = Kurze Ehe. Grosser Aufwand = lange Ehe? Nein, das glaube ich nicht so ganz.

Zugegeben. Aber mir scheint es oft so zu sein, dass der Fokus falsch ist. Er eben auf "Traum"-hochzeit, und nicht auf dem, was realistisch gesehen möglich ist.
 

Laou

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  • #8
Zitat von Vizee:
Aber das würde ja bedeuten: Kleine Hochzeit, wenig Aufwand = Kurze Ehe. Grosser Aufwand = lange Ehe? Nein, das glaube ich nicht so ganz.

Aber umgekehrt proportional heißt doch genau das Gegenteil. Und das scheint mir auch manchmal so, eben mehr Ziel Traumhochzeit als Traumehe, wie Else das schon geschrieben hat. Aber vielleicht ist das bei mir auch selektive Wahrnehmung und ein bisschen Häme (ganz vielleicht auch ein bisschen Neid :) ).
 

Vizee

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  • #9
Als ich damals geheiratet habe (bin aber längst geschieden :) konnten wir uns keine grosse Hochzeit leisten. So haben wir im Kreise der Familie und Freunden gefeiert. Kirchlich war nie mein Ding, daher nur Standesamt.
Bei Traumhochzeit fällt mir noch etwas anderes ein, was viele darüber sagen: Es soll der schönste Tag im Leben werden. Ich denke mir dann jedes Mal, dass die Trauung nur der Anfang ist und der Start und danach jeder Tag eine Herausforderung ist, die Ehe auch zu halten. Für mich ist nicht der Tag der Trauung und besagter schönster Tag eine Erinnerung wert, sondern die vielen schönen Momente die man während der Ehe haben kann. Ich hatte mal eine Freundin, die hat sich den Traum der Hochzeit erfüllt. Super tolles Kleid, kirchliche Hochzeit, Standesamt, grosse Feier. Es kamen 3 Kinder. Schönes Haus. Heute sind sie geschieden :)
 
G

Gast

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  • #10
Die Abenwesenheit von Kitsch ist das Geheimnis glücklicher Paare. Die Abwesenheit von Kitsch ist von allem Geglückten das Geheimnis.
 
G

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  • #11
Zitat von Vizee:
Wäre Vernunft dann nicht die letzte verzweifelte Maßnahme, wenn so viele Versuche vorher gescheitert sind?

Interessanter Gedanke. Die Vernunft als letzte verzweifelte Maßnahme.
Es gibt Theorien, die nicht schnell von der Hand zu weisen sind, dass die Vernunft nicht menschliches Denken und Handeln bestimmt. Sie wäre demnach nur eine Erklärungsversuch des Triebhaften. Darüber ließe sich stundenlang philosophieren. Auch darüber, was was determiniert.
Ähnlich wie über den freien Willen, der laut einiger Wissenschaftler nicht existiert.
Aber unabhängig davon könnte man auch darüber sinnieren, ob Paarbildung überhaupt etwas mit Vernunft zu tun hat.
 
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fleurdelis

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  • #12
Ich würde nie wieder heiraten, egal ob aus Vernunft oder Gefühl. Ich hätte viel zu große Panik davor, in einem Gefängnis zu sein, aus dem ich nicht mehr raus käme.
 
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Pit Brett

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  • #13
Mir ist zu dem Faden ganz was anderes eingefallen. Allerdings vielleicht nicht mehr auf der Höhe der Zeit.

ALVY (Continuing to walk) ... (He moves up the sidewalk to a young trendy-looking couple, arms wrapped around each other)
You-you look like a really happy couple. Uh, uh ... are you?
YOUNG WOMAN: Yeah.
ALVY:Yeah! So ... so h-h-how do you account for it?
YOUNG WOMAN: Uh, I'm very shallow and empty and I have no ideas and nothing interesting to say.
YOUNG MAN: And I'm exactly the same way.
ALVY: I see. Well, that's very interesting. So you've managed to work out something, huh?
YOUNG MAN: Right.
YOUNG WOMAN: Yeah.
ALVY: Oh, well, thanks very much for talking to me.
 

Vizee

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  • #14
Zitat von Pit Brett:
Mir ist zu dem Faden ganz was anderes eingefallen. Allerdings vielleicht nicht mehr auf der Höhe der Zeit.
YOUNG WOMAN: Uh, I'm very shallow and empty and I have no ideas and nothing interesting to say.
YOUNG MAN: And I'm exactly the same way.

Wenn man sich nichts zu sagen hat, dann bietet man sich natürlich auch keine Fläche und wird nie aneinander ecken. Das Beispiel verbuche ich aber mal unter : Gleich zu gleich gesellt sich gern.
 
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  • #15
Puh, ganz schwierig... Gibt es denn nur EIN Geheimnis ? Sicher muss da ein "Kitt" zwischen ihnen sein, der gut hält - aber ob das jetzt eine religiöse Überzeugung, ein Hobby oder eine gute Konfliktfähigkeit ist - da kann ich mir verschiedenes Vorstellen...
Und zwei "Summen" müssen vielleicht speziell sein.
Die Summe der Integrität von beiden sollte hoch sein.
Und die Summe der persönlichen "Aufgewühltheit" sollte vielleicht eher niedrig sein ... (Zufriedenheit, sexuelle Bedürfnisse, Stabilität im Denken ??)

Und ich frage mich : was ist ein glückliches Paar und was ist ein stabiles Paar und gibt es da Unterschiede ?
 

Dreamerin

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  • #16
Zitat von Else:
Was haltet ihr von dieser These: Der Aufwand, der rund um eine Hochzeit betrieben wird, verhält sich umgekehrt proportionial zur Dauer der Ehe.
Davon halte ich erstmal nichts. Warum? Weil man das immer erst später beurteilen kann, immer erst im Nachhinein!
Ich selber habe nicht pompös geheiratet, damals war das in meinen Kreisen aber auch einfach nicht üblich. Ich kenne Niemanden in meinem Umfeld, der da immens großen Aufwand betrieben hat.Gescheitert bin ich trotzdem, andere Menschen in meinem Umfeld nicht.und, sollte ich nochmal heiraten, was ich mir durchaus vorstellen könnte, würde dies nur im allerersten Kreis geschehen. Doch beim ersten Mal, jung und verliebt? Wer ist da rational?
In diesem Jahr wird mein Sohn heiraten. In, für meine Verhältnisse, großem Stil, hohem finanziellen Aufwand. Viel zu viel in meinen Augen. Doch, die beiden sparen dafür schon lange, nicht die Eltern werden zur Kasse gebeten. Ihnen ist das wichtig, sie haben viele Freunde in ganz Deutschland und selbst die beiden Ursprungsfamilien wohnt in West und Ost, Nord und Süd verstreut. sie möchten die ihnen wichtigen Leute dabei haben. Das geht kaum ohne erheblichen Aufwand. Und sie sind beide davon überzeugt, dass dies der wichtigste und glücklichste Tag in ihrem Leben sein wird. Soll ich ihnen da ihre Euphorie nehmen, nur weil ich gescheitert bin? Nein, das werde ich nicht tun. Ich bin da eher still und freue mich über ihr Glück und hoffe und wünsche, dass es für immer hält. Dieses Urvertrauen mit zu beobachten, ist einfach wunderschön!
 
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fleurdelis

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  • #17
Zitat von Vizee:
Das Beispiel verbuche ich aber mal unter : Gleich zu gleich gesellt sich gern.

Das kann man nicht wissen, muss man auch nicht. Ich kann mir vorstellen, dass es mir zu langweilig wäre, aber ich kann nicht mitreden, vielleicht ist das eine Form einer Beziehung die einem eine gewisse Gelassenheit gibt, ich habe keine Ahnung. Selbst wer sich damit wohl fühlen würde, ist doch gut wenn es passt. Jeder wählt sich das was er am liebsten hat oder mag.
 
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Vizee

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  • #18
Zitat von fleurdelis:
Das kann man nicht wissen, muss man auch nicht. Ich kann mir vorstellen, dass es mir zu langweilig wäre, aber ich kann nicht mitreden, vielleicht ist das eine Form einer Beziehung die einem eine gewisse Gelassenheit gibt, ich habe keine Ahnung. Selbst wer sich damit wohl fühlen würde, ist doch gut wenn es passt. Jeder wählt sich das was er am liebsten hat oder mag.

Die beiden sind ja sehr farblos, fast ohne Nuancen und Facetten. Die gegenügen sich gegenseitig, weil sie vom gleichen Schlag sind. Meiner Meinung nach würde das nicht funktionieren, wenn einer der beiden "lebendig" wäre in Interesse + Engagement. Wäre für mich schrecklich, wäre mein Partner so, wie im Beispiel von Pitt beschrieben. Ich unterhalte mich nämlich auch mal gern.
 

Vizee

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  • #19
Zitat von Dreamerin:
Davon halte ich erstmal nichts. Warum? Weil man das immer erst später beurteilen kann, immer erst im Nachhinein!
Ich selber habe nicht pompös geheiratet, damals war das in meinen Kreisen aber auch einfach nicht üblich. Ich kenne Niemanden in meinem Umfeld, der da immens großen Aufwand betrieben hat.Gescheitert bin ich trotzdem, andere Menschen in meinem Umfeld nicht.und, sollte ich nochmal heiraten, was ich mir durchaus vorstellen könnte, würde dies nur im allerersten Kreis geschehen. Doch beim ersten Mal, jung und verliebt? Wer ist da rational?
In diesem Jahr wird mein Sohn heiraten. In, für meine Verhältnisse, großem Stil, hohem finanziellen Aufwand. Viel zu viel in meinen Augen. Doch, die beiden sparen dafür schon lange, nicht die Eltern werden zur Kasse gebeten. Ihnen ist das wichtig, sie haben viele Freunde in ganz Deutschland und selbst die beiden Ursprungsfamilien wohnt in West und Ost, Nord und Süd verstreut. sie möchten die ihnen wichtigen Leute dabei haben. Das geht kaum ohne erheblichen Aufwand. Und sie sind beide davon überzeugt, dass dies der wichtigste und glücklichste Tag in ihrem Leben sein wird. Soll ich ihnen da ihre Euphorie nehmen, nur weil ich gescheitert bin? Nein, das werde ich nicht tun. Ich bin da eher still und freue mich über ihr Glück und hoffe und wünsche, dass es für immer hält. Dieses Urvertrauen mit zu beobachten, ist einfach wunderschön!

Du machst das richtig mit Deinem Sohn und ich war gerührt, als ich gelesen habe, wie die beiden auf die Hochzeit hinarbeiten. Und ich glaube, daß sie es auch wirklich meinen, wenn sie glücklich aussehen. Kann es sein, daß die heutige Jugend/Generation der jungen Erwachsenen ein anderes Ur-Vertrauen entwickelt hat, als wir damals? Oder sind wir heute einfach nur nicht mehr in der Lage, ein Ur-Vertrauen zu entwickeln, weil das Leben manchmal einfach nur eine "*****" war?
 
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Dreamerin

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  • #20
Zitat von Vizee:
Kann es sein, daß die heutige Jugend/Generation der jungen Erwachsenen ein anderes Ur-Vertrauen entwickelt hat, als wir damals? Oder sind wir heute einfach nur nicht mehr in der Lage, ein Ur-Vertrauen zu entwickeln, weil das Leben manchmal einfach nur eine "*****" war?

nein, das glaube ich nicht. Ich war früher auch so, als junge Frau. Ein tiefes Urvertrauen hatte ich auch. War auch felsenfest davon überzeugt, das es für immer ist. Glaube nicht, dass es eine Generationsfrage ist. Ist vielleicht eher typbedingt.
 

Vizee

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  • #21
Zitat von Dreamerin:
nein, das glaube ich nicht. Ich war früher auch so, als junge Frau. Ein tiefes Urvertrauen hatte ich auch. War auch felsenfest davon überzeugt, das es für immer ist. Glaube nicht, dass es eine Generationsfrage ist. Ist vielleicht eher typbedingt.

Manchmal würde ich mir wünschen, daß Zeitreisen möglich wären. Dann würde ich nämlich zu einem fixen Punkt in die Vergangenheit reisen, damit ich einer gewissen Person nie über den Weg gelaufen wäre. Gefahr hierbei: Der Butterfly Effekt.
 
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Dr. Bean

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D

Dr. Bean

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  • #29
:) Das Schöne ist bei mir geht das immer ganz automatisch. Wenn der Sex granatenmässig war, paßte man auch so perfekt zusammen. War son emotionales Dingen.
Problem ist, was mach ich nun auf meine alten Tage. Sex interessiert mich nicht mehr. Jetzt mussi ma gucken, wozu man sonst noch so ne Frau gebrauchen könnte. Vielleicht als Kletterbuddy aber viel mehr ist mir noch nicht eingefallen :).