7und3

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  • #92
Hä? Wenn ich mal sarkastisch werde dann eher, wie gesagt, über bestimmte Umstände, Bauvorhaben der Stadt oder so. Das bekommt der, der das verzapft hat, nicht mal mit.
Kann es sein, dass es einfach nur ein Mißverständniss ist bzw. ihr unterschiedliche Vorstellungen habt von dem, was ihr jeweils für sarkastisch haltet?

Was du hier beschreibst, dass du sarkastisch wirst, bei unsinnigen Baumaßnahmen o.ä. finde ich nicht sarkastisch.
Genau - man verletzt auch keinen damit.

Man nennt nur die Absurdität, den Un-sinn oder Schwach-sinn beim Namen. Ebenso wie das Beispiel mit dem Baumarkt... und den unterschiedlichen Coronaregeln.

Da kommt es ja immer auf die Perspektive an, aus der man es betrachtet.
Klar, die, die diese jeweilige Planung machten, sahen einen Sinn darin,
nur sah es in der Praxis dann eher unsinnig aus.

Das kann man sachlich formulieren, aggressiv, aufregend, nachdenklich oder schmunzelnd oder einer Mischung davon.

Das passiert ja dauernd. In jedem Leserbrief, auf jeder Demo, alltäglich überall.

Das empfinde ich nicht als sarkastisch,
WEIL es keinen persönlich verletzt.
Ggf. eine Gruppe von Menschen, eine Behörde, eine Regierung, eine Situation.
Mal wieder an der falschen Kasse angestellt, obwohl die Schlange davor deutlich kürzer war usw.
 
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  • #93
Sarkasmus kann wirklich etwas tolles und bereicherndes in einer zwischenmenschlichen Beziehung sein, allerdings muss man es, finde ich jedenfalls, richtig angehen und, wie bei allem anderen auch, gewissen Regeln wollen, wenn der Sarkasmus gut ankommen und dabei niemand verletzt werden soll.

Sarkasmus darf nicht die Grenze zum Zynismus überschreiten. Das Problem ist, dass viele Menschen sich sozial-emotional wie der Elefant im Porzellanladen im zwischenmenschlichen aufführen, entweder weil sie es nie richtig gelernt haben, was Manieren und Anstand bedeuten, es nicht vorgelebt bekommen haben oder es ihnen schlicht egal ist....das Problem liegt ja schon darin, dass viele Leute mit einem Begriff wie Sarkasmus um sich schmeißen, genauso wie Introvertiertheit, Narzissmus etc. und eigentlich gar nicht wissen, was es genau bedeutet.

Wenn man "fließend sarkastisch" (Gott, wie originell dieser Satz ist.....not) spricht, sind aus meiner Sicht zwei Dinge wichtig: 1. Wer austeilt, muss einstecken können... 2. Lass den anderen wissen, dass man ihn trotzdem wertschätzt, sei es durch Worte (da reicht schon ein kurzes "nur´n Scherz") oder Gestik/Mimik/Körpersprache....
 
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Xeshka

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  • #96
Mir fällt das immer wieder in Frauenprofilen auf, dass Sarkasmus charakterlich angepriesen wird. - Was ist an Sarkasmus witzig?

Argumente dagegen:
  • Autisten können Sarkasmus nicht verstehen.
  • Begriffsklärung: "[bildungssprachlich] beißender, verletzender Spott, Hohn, der jemanden, etwas lächerlich machen will" (Duden)
Liegt es daran, dass diese Menschen (ich distanziere mich) keine anderen bildungssprachlichen Worte auf Lager oder eine offensichtliche Bildungslücke haben?
Das mit Autisten ist so nicht ganz korrekt, es kommt auf den bestehenden Intellekt an. Autisten mit besonders hohem Intellekt verstehen so gut wie alles, das erfordert allerdings eine riesige denkerische Arbeit da er ja sein Denkschema "übersetzen" muss. Genau dasselbe gilt wenn ein Nicht-Autist sich in die ehrliche, ziemlich strenge Logik eines Autisten einfühlen muss um nachvollziehen zu können dass er zwar auch Gefühle hat, es allerdings völlig anders äussert, deutet und empfindet. Das ist für beide eine grosse Arbeit aber wenn man das packt dann kann man zwischenmenschlich wirklich was.

Klar, wenn der Intellekt relativ tief ist so sinkt halt auch das Potential etwas zu erkennen was "jenseits dem eigenen Ufer" ist. Wenn man es einfach haben möchte, möglichst nichts anstrengendes... ja dann guckt man das alles möglichst gut passt und man weniger Konflikte vorfindet. Obgleich pure Utopie... Konflikte gehören wohl zum Menschen wie seine grosse Geisteslast. Ich denke eher, je mehr Anspruch man hat desto mehr möchte man auch "fremde Welten" vorfinden, dann ist es bereichernd. Wenn der Anspruch eher tief ist und man lediglich immer "den Frieden" möchte, dann ja... besser gucken dass man jemand vorfindet der immer nur Ja sagt oder alles genau so deutet wie man es gerne hätte... zumindest theoretisch. Nur wird das ab einem Punkt wohl langweilig, weil wenn da zwischenmenschlich Null Reibung ist dann kann man ja echt gleich einen Hund zulegen, der sagt dann auch hoffentlich weniger oft Nein oder zumindest weiss man stets was er will und wie seine Welt in etwa beschaffen ist.
 
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Vergnügt

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  • #97
Ich hab bisher nicht viele Menschen mit Autismus kennenlernen dürfen. Sie waren alle anders. Ich mochte sie. Sie waren so erfrischend ehrlich und unverstellt. Ich glaub, ich hatte auch einen guten Draht zu den meisten. Sie haben oft meine Nähe und das Gespräch gesucht. Und auf ihre unverfälschte Art und Weise zum Ausdruck gebracht, dass sie froh sind, dass sie mit mir über alles reden können. Diese Menschen, die ich kennengelernt habe, hatten viele Gefühle und haben sie auch ausgedrückt. Sie hatten das Gefühl, nicht akzeptiert zu werden. Und sie suchten den Anschluss, stellten sich halt unterschiedlich ungeschickt an. Eine konnte keine Mimik erkennen. Einer war komplett gesichtsblind. Einer war so ehrlich und stieß alle vor den Kopf damit und wurde deswegen abgelehnt. Manchmal habe ich versucht zu vermitteln. Dass das keine Absicht sei, dass er sich nicht anders ausdrücken könne. Die Akzeptanz von etwas, was über den eigenen Verständnishorizont hinausging, war und ist bei den meisten leider kaum bis gar nicht vorhanden. Ein Autist wurde von seinen Mitschülern verprügelt, bis die Mutter ihn nicht mehr in die Schule schicken wollte. Ein anderer wurde auch gemobbt. Da hab ich mich schon gefragt, ob Nicht-Autisten so viel empathischer sind als Autisten, wenn sie diese ausgrenzen, mobben und verprügeln.
Es braucht keine intellektuelle Leistung, um eine Verbindung zu anderen Menschen mit ihren unterschiedlichen Besonderheiten aufzubauen, ist meine Meinung. Es reicht, sich selbst einfach mal zurückzunehmen und dem anderen Raum zu geben, sich zu zeigen. Menschen, die sich mir gegenüber bisher geöffnet und gezeigt haben, waren bisher alle ausnahmslos unverwechselbar schön.
Hässlich fand ich nur manche Maske oder Fassade, hinter der sich manche Menschen feige verstecken und auf andere zeigen um von sich selbst abzulenken. Aber wenn sich ein Mensch mir geöffnet hat, hab ich noch nie etwas gesehen, was nicht wunderschön war.
 
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Anthara

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  • #98
Ein Autist wurde von seinen Mitschülern verprügelt, bis die Mutter ihn nicht mehr in die Schule schicken wollte. Ein anderer wurde auch gemobbt. Da hab ich mich schon gefragt, ob Nicht-Autisten so viel empathischer sind als Autisten, wenn sie diese ausgrenzen, mobben und verprügeln.
Ich sage mal, da ist viel Gruppenzwang dabei. Gibt bestimmt viele, die mitmachen, obwohl sie es eigentlich nicht wollen - fürchten aber, selber zum Mobbingopfer zu werden, wenn sie sich dagegenstellen.
Arschlöcher gibt es immer wieder.
 
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  • #101
Nein, wieso das? Wenn jemand so veranlagt ist, dass er alles beim Wort nimmt, kann man sich doch drauf einstellen.
Aber nicht jeder möchte das. Ist doch sein Problem. Warum sollte ich mich auf den anderen dann einstellen? Viel zu mühsam und mir doch egal.
Nicht jeder Mensch ist sozial veranlagt. Deswegen geht doch unser Sozial- und Bildungssystem so den Bach runter. Sorry. Es geht natürlich nicht den Bach runter. Es rauscht.
 
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fafner

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  • #102
Warum sollte ich mich auf den anderen dann einstellen?
Wo bzw. durch wen wird denn eigentlich festgelegt, wer sich auf wen einzustellen hat? 🤔

Bzw., wenn ich mich jetzt einfach mal als Autist identifiziere, was ja analog zu dem Mann/Frau/Sonstwas-Ding diskriminierungsfrei möglich sein sollte, dann müssen sich plötzlich alle anderen auf mich einstellen? :cool:
 
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Pit Brett

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  • #104
Wo bzw. durch wen wird denn eigentlich festgelegt, wer sich auf wen einzustellen hat? 🤔
Da wird nichts festgelegt. Es wird vom Ziel bestimmt, wenn man sich darauf einlassen möchte. Der Satz klingt viel technischer, als ich ihn meine. Gemeint ist: wenn ich mit jemandem diskutiere und ihn ernst nehme, dann stelle ich mich auf seinen Empfängerhorizont ein. Soweit es geht jedenfalls.

Aber es geht, wie ich finde, ziemlich weit: mit einem Patienten, der schwer einen an der Waffel hat, rede ich anders als mit einem Theologieprofessor. Wobei die Gefahr, dass ich ihn nicht ernst nehme, beim Theologen etwas größer ist.

Und Du, mein lieber Giftzwerg, bist sicher kein Autist. Was fällt Dir ein! Das ist kulturelle Aneignung und gehört sich überhaupt nicht.
 
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Vergnügt

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  • #105
Da wird nichts festgelegt. Es wird vom Ziel bestimmt, wenn man sich darauf einlassen möchte. Der Satz klingt viel technischer, als ich ihn meine. Gemeint ist: wenn ich mit jemandem diskutiere und ihn ernst nehme, dann stelle ich mich auf seinen Empfängerhorizont ein. Soweit es geht jedenfalls.

Aber es geht, wie ich finde, ziemlich weit: mit einem Patienten, der schwer einen an der Waffel hat, rede ich anders als mit einem Theologieprofessor. Wobei die Gefahr, dass ich ihn nicht ernst nehme, beim Theologen etwas größer ist.

Und Du, mein lieber Giftzwerg, bist sicher kein Autist. Was fällt Dir ein! Das ist kulturelle Aneignung und gehört sich überhaupt nicht.
Jetzt werden Diagnosen, Kulturen und Geschlechteridentitäten in einen Topf geworfen.

Der fafner ist doch kein Giftzwerg. Er ist sehr privilegiert. Und das Verständnis für weniger privilegierte und marginalisierte Gruppen hat er nicht. Liegt außerhalb seines Verständnishorizontes. Da kann er nur solche Sprüche raushauen, mit denen er sich für den goldenen Vollpfosten in der Kategorie "Alter weißer Mann" qualifiziert. 🥳
 
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Megara

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  • #109
Lese nicht mehr viel hier, der ist mir noch nicht aufgefallen, zumindest nicht bewußt. Wird auch langsam langweilig, die Wiedergänger, die hier ihre Psychosen ausleben. 😎 Viel Spaß damit.
Warum wundert mich das jetzt nicht. 😆
Na du konzentriert dich halt weiter ,doch recht ausführlich, auf deine Lieblinge.
Ja die Wiedergänger sind erkennbar, egal wie fried lich sie daherkommen.:cool:
 

mitzi

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  • #113
Jetzt werden Diagnosen, Kulturen und Geschlechteridentitäten in einen Topf geworfen.

Der fafner ist doch kein Giftzwerg. Er ist sehr privilegiert. Und das Verständnis für weniger privilegierte und marginalisierte Gruppen hat er nicht. Liegt außerhalb seines Verständnishorizontes. Da kann er nur solche Sprüche raushauen, mit denen er sich für den goldenen Vollpfosten in der Kategorie "Alter weißer Mann" qualifiziert. 🥳

Wieso so viele Worte? Du kannst dich nicht einfühlen.
 
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fafner

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  • #114
Was fällt Dir ein! Das ist kulturelle Aneignung und gehört sich überhaupt nicht.
Nix da. Gleiches Recht für alle.
Wenn sich heutzutage jeder als alles definieren kann, Männer als Frauen, Frauen als Männer, Männer & Frauen als Nonbinäre, usw. usf. etc. pp., dann kann ich mich auch als Autist definieren. 🥳
Und morgen wieder als was anderes. Alberich vielleicht.
Das ist kulturelle Vielfalt und nicht Aneignung. 🤪
 
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fafner

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  • #115
Da war noch was...
Der fafner ist doch kein Giftzwerg. Er ist sehr privilegiert. Und das Verständnis für weniger privilegierte und marginalisierte Gruppen hat er nicht. Liegt außerhalb seines Verständnishorizontes.
Das ist so nicht ganz zutreffend. Schließlich wurde ich ja über etliche Monate hinweg (über gut zwei Jahre mit schwankender und immer noch nicht völlig abgeebbter Intensität) von Politikern und deren Kalfaktoren diskriminiert und für meine abweichende Ansicht der Dinge kaltgestellt ("Ihr seid jetzt draußen").
Du hast vermutlich recht, daß dies nicht unbedingt zu Verständnis für andere "marginalisierte Gruppen" führt, denn diese haben ja einen anderen Erfahrungshintergrund; zudem kämpft letztlich jeder für sich allein. Womöglich liegt darin dann das "Zwergenhafte"... 🤔
In der Wahl des "Giftes" gegen die Verursacher erreicht man jedenfalls wieder ein gewisses Maß an Freiheit. 😶‍🌫️
 
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