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  • #31
Ich habe den ganz naiven Glauben, dass alles in der Welt im Fluss ist, auf Fehlentwicklungen folgen Korrekturen. Theoretiker sehen Probleme möglicherweise schon früher (können aber auch voll daneben liegen), die "Schwarmintelligenz", also das, was die breite Masse denkt, ist oft gar nicht so verkehrt.
Auch jemand, der Aktiengeschäfte macht, gehört für mich "in diese unsere Welt" (kennt hier noch jemand "InduLa" - in diesem unseren Lande ;)) ?). Wer das hauptberuflich macht, muss dafür genauso hart arbeiten wie jeder andere und je nach Geschick und Glück kommt mehr oder weniger dabei raus.
Ich besitze keine Aktien (mein Geld unterstützt hauptsächlich meine 3 studierenden Kinder), aber ich finde die Welt der Börse interessant. Auswüchse wie Lehman Brothers müssen - wie Missbrauch von Freiheit zum Schaden der Allgemeinheit in jedem Lebensbereich - gesetzlich kontrolliert werden, keine Frage.
Mein Lieblingsbuch ist "Der große Kostolany" ISBN 3-612-26708-6. André Kostolany, *1906, war 70 Jahre lang an der Börse tätig. Natürlich hat das Buch heute eher zeitgeschichtlichen Charakter. Aber wer Interessantes aus den Anfängen der Börse und ein paar ewige Weisheiten lesen möchte, kann sich diesen Sammelband - inzwischen vermutlich nur noch antiquarisch zu haben - besorgen.
 
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  • #32
Zitat von Saibot:
Das mit der T-Aktie ist falsch. Das Problem bei vielen war: Teuer gekauft, dann kam der Absturz, es wurde sich im Kollektiv geärgert und die Aktien mit riesengroßem Verlust wieder verkauft.Ja, eine Einzelaktie birgt immer ein gewisses Risiko. Einstmals stolze und große Unternehmen gibt es heute aus den verschiedensten Gründen zum Teil gar nicht mehr. Kodak und Nokia sind gute Beispiele. Wer aber Risiken streut mindert die Verlustgefahr. Und (breit gestreute) ETFs sind hier ein ganz wunderbares und dazu sehr kostengünstiges Produkt hierfür. Wer so einen ETF regelmäßig monatlich mit einem festen Betrag bespart hat ein sehr geringes Verlustrisiko, wenn nur ein langer Atem vorhanden ist...
Ja klar, wer zum günstigsten Preis kaufte, kam bei der T-Aktie gut weg. Die Masse (bei Privatanlegern) war das wohl nicht. Einzelaktien sollten nur die kaufen, die sich gut damit auskennen. Und man muss immer dran bleiben, denn das was war, ist kein Garant für zukünftige Entwicklungen. Also halten und schlafen legen, kann auch in die Hose gehen. Die Variante der ETFs sind da schon besser. Da bin ich ganz bei Dir.
 
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  • #34
Zitat von Saibot:
Und dazu kann ich sagen: Die "anderen Leute" machen das doch freiwillig. Ich zwinge sie nicht dazu. Und für ihre Arbeit bekommen die Leute doch Geld. Den sie wiederum für Konsum ausgeben. Was für eine tolle Welt..;)
​Das iPhone feiert in diesem Jahr seinen 10. Geburtstag.

Viele seiner Zusammenbauer auch........
 
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  • #35
Egal, welches Smartphone Du hast, da findest Du dieselben Komponenten drin. Und, verzichtest Du jetzt drauf?
 
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  • #36
Zitat von troubadix:
Das iPhone feiert in diesem Jahr seinen 10. Geburtstag.

Viele seiner Zusammenbauer auch........
Und wer ist da jetzt dran schuld? Alle, die Apple-Aktien besitzen? Oder alle, die sich (am besten regelmäßig) ein neues iPhone kaufen?

Und fafner kann ich auch zustimmen. Sind denn die anderen Hersteller besser? Verzichten die meisten Leute in unserer Gesellschaft deshalb auf ein Smartphone?
 
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  • #37
Eigentlich braucht man doch nur einen warmen Platz zum Schlafen, etwas Kleidung, genügend zu essen und (wenn es nötig ist) Medikamente oder ärztliche Versorgung. Ich wüsste ansonsten nicht EINE Sache, die mich materiell glücklich machen würde, wenn ich nicht glücklich wäre.
 
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  • #38
Zitat von Schreiberin:
Eigentlich braucht man doch nur einen warmen Platz zum Schlafen, etwas Kleidung, genügend zu essen und (wenn es nötig ist) Medikamente oder ärztliche Versorgung.
Das ist ungefähr das, was die Sozialhilfe bietet.

Ich wüsste ansonsten nicht EINE Sache, die mich materiell glücklich machen würde, wenn ich nicht glücklich wäre.
Trotzdem gehen ganz viele Leute arbeiten, weil sie einen schöneren Platz zum Schlafen, schönere Kleidung, Essen, welches nicht nur satt macht und vielleicht sogar bessere Medikamente und Ärzte haben wollen, als es mit dem Minimum möglich ist. Und mein Eindruck ist jetzt, daß sich die weitaus meisten dadurch glücklicher fühlen.
 
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  • #39
Das kommt wohl drauf an, was man unter Glück versteht. Mich erfreuen solche Dinge oder machen mich zufrieden - aber Glück ist doch noch mal ein bisschen mehr, oder ?
 
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  • #40
Wenn man diese Dinge in der Bewertung nicht so hoch hängt, kümmert man sich vielleicht etwas besser um die "wirklichen Glücklichmacher " ?
 
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  • #41
Zitat von Schreiberin:
Mich erfreuen solche Dinge oder machen mich zufrieden - aber Glück ist doch noch mal ein bisschen mehr, oder ?
In der Glücksforschung unterscheidet man ja verschiedene Kategorien. Und in dem Thread hier handelt es sich wohl schon von der Anlage her eher um ökonomische Fragen. Und mit einem eventuellen Überschuß im ökonomischen Glück läßt sich nur bedingt ein Mangel an Glück in anderen Bereichen ausgleichen. Aber es läßt einen diesen Mangel vielleicht als nicht so gravierend erscheinen.

Es muß doch einen Grund geben, warum die meisten Menschen über das zum bloßen Überleben nötige hinaus Geld verdienen wollen.

Zitat von Schreiberin:
Wenn man diese Dinge in der Bewertung nicht so hoch hängt, kümmert man sich vielleicht etwas besser um die "wirklichen Glücklichmacher " ?
Welche sind denn das?
 
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Philippa

  • #42
Zitat von fafner:
Das ist ungefähr das, was die Sozialhilfe bietet.

Trotzdem gehen ganz viele Leute arbeiten, weil sie einen schöneren Platz zum Schlafen, schönere Kleidung, Essen, welches nicht nur satt macht und vielleicht sogar bessere Medikamente und Ärzte haben wollen, als es mit dem Minimum möglich ist. Und mein Eindruck ist jetzt, daß sich die weitaus meisten dadurch glücklicher fühlen.
Die Leute, die einen anständigen Lohn erhalten, gehen (hoffentlich!) trotzdem nicht nur deswegen arbeiten, sonst hätten sie meines Erachtens ihren Beruf/Job verfehlt. Es macht sicher (noch) glücklicher, wenn sie aktiv sind, wenn sie ihre Aufgabe sinnvoll finden, wenn sie sich mit ihren KollegInnen gut verstehen, wenn sie Anerkennung erhalten, wenn sie sich ab und zu mal einer Herausforderung stellen und die Erfahrung machen, dass sie sie meistern können.
 
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  • #43
Was ist mit denjenigen, die ihren Beruf nur machen, um Geld zu verdienen und die Tage bis zur Rente zählen?
 
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  • #44
Zitat von fafner:
Ach je, sicher für jeden was anderes.
- eine schöne körperliche Erfahrung (beim Sex oder beim Sport)
- die Befriedigung, eine kleine Herausforderung gemeistert zu haben
- mit einem tollen Menschen Gedanken ausgetauscht zu haben
- sich richtig "voll endkrass" kaputtzulachen
- ein Klo zu finden, wenn man es ganz ganz dringend braucht... ;-))))
 
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  • #45
Zitat von Saibot:
ADVA Optical ist schon ein ganz interessantes Unternehmen. Habe auch ne kleine Position in meinem Depot. Was mich persönlich immer etwas stört ist, wenn ein Unternehmen keine Dividende ausschüttet. Im TecDax gibt es ziemlich viele interessante Unternehmen. Daher würde ich eher einen TecDax-ETF empfehlen...

Generell geb ich gerne einen allgemeinen Tipp: Ich verkaufe meine Aktien nicht. Beispiel Siemens: Die hab ich mir vor 20 Jahren als Jugendlicher gekauft und einfach liegengelassen. Dazwischen gab es auch zwei richtig große Krisen, das Platzen der Dotcom-Blase 2000/2001 und die Immobilienkrise 2008/2009. Der Kurs ist mir gar nicht so wichtig. Die Siemens-Aktie hat zum Beispiel ne gefühlte Ewigkeit gebraucht um über 100€€ im Kurs zu steigen. Aber die Dividende wurde in jedem Jahr erhöht. Gestern lag in meinem Briefkasten mal wieder die Einladung zur Siemens-Hauptversammlung. Da freu ich mich immer, auch wenn ich selbst noch nie auf irgendeiner HV von einem Unternehmen war. Denn am Tag nach der HV wird die Dividende auf mein Konto überwiesen. Bei Siemens werden das am 2. Februar 3,60€ sein, so viel wie noch nie. Im Verhältnis zu meinem Kaufkurs liegt die Dividendenrendite für die Siemens-Aktie bei mir mittlerweile bei ca. 15% (!!!). Das ist der Zauber von Buy and Hold. Ich kann mit Siemens auch kein Minus mehr machen, selbst wenn das Unternehmen in 6 Monaten pleite geht (und wer glaubt bitteschön daran?). Summiert hat mir Siemens schon mehr Dividende gezahlt, als ich für die Aktien damals bezahlt hab. Mich interessieren Aktien-Kurse gar nicht so sehr. Dividenden und Ausschüttungen sind mir viel wichtiger...;)
Dann bist du ja als Anteilseigner auch für die interessante Geschäftspolitik mit verantwortlich! Glückwunsch!