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  • #16
Zitat von Philippa:
Du meinst: Andere Leute arbeiten hart für dich. :-(
Und dazu kann ich sagen: Die "anderen Leute" machen das doch freiwillig. Ich zwinge sie nicht dazu. Und für ihre Arbeit bekommen die Leute doch Geld. Den sie wiederum für Konsum ausgeben. Was für eine tolle Welt..;)
 
P

Philippa

  • #17
Zitat von Saibot:
Und dazu kann ich sagen: Die "anderen Leute" machen das doch freiwillig. Ich zwinge sie nicht dazu. Und für ihre Arbeit bekommen die Leute doch Geld. Den sie wiederum für Konsum ausgeben. Was für eine tolle Welt..;)
Du bist ziemlich weltfremd. Es haben bei Weitem nicht alle Geld für sinnlosen Konsum! Hast du etwa nur Aktien von Unternehmen mit nur gut bezahlten Angestellten in Westeuropa? Die nichts aus ärmeren Ländern beziehen? Die kein schlecht bezahltes Personal in Fabriken oder als Reinigungskräfte etc. beschäftigen? Deren Gebäude keine Bauarbeiter mit Tieflöhnen errichtet haben? Die keine Spesen für Geschäftsessen in Restaurants bezahlen, wo in der Küche und im Service die Leute kaum was verdienen?
 
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  • #18
Zitat von Philippa:
Danke fürs implizite Kompliment! Da erröte ich ja fast... LOL
Also ich selbst halte die Natur ja weder für weniger gescheit noch für gescheiter als Menschen, sondern für gar nicht gescheit. Weil Gescheitheit gar nicht das Maß ist.
Aber ich nehme zur Kenntnis, daß es eine Menge von Gleichschaltern und Xenophoben gibt, für die Natur nur etwas ist, wenn sie sie vermenschlichen können.
Daß du es als Kompliment liest, wenn du herausliest, ein Elektron oder ne Wasserpfütze sei nicht gescheiter als du, obwohl du ja eigentlich das Gegenteil vermeinst, ist allerdings bemerkenswert. Aber ich verstehe, du hörst nur "gescheit" und bist selig.

Redest du von dir? Hattest du nicht kürzlich darüber gelästert, dass - wenn man einen Partner möchte, der einem gut tut - dies eine Instrumentalisierung des Partners sei?
Bei wirklichem Interesse empfehle ich nochmalige Lektüre beider Stellen, dann wird vielleicht deutlich, daß sie einander nicht widersprechen.
 
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  • #19
Zitat von Philippa:
Bei so einer Behauptung wäre ich vorsichtig. Du kennst Ihn doch gar nicht persönlich. Du nimmst nur seine Zeilen wahr, die auf dich welt fremd wirken. Ob der ganze Mensch, also seine gesamte Persönlichkeit weltfremd ist, kann ich von hier aus, auch du, nicht beurteilen.
 
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  • #20
Ich liebe es, mir neue Dinge zu kaufen. Ich freue mich, wenn ich mir ein Gerät / Möbelstück / Kleidungsstück / etc. gekauft habe, das ich so zuvor noch nicht hatte, aber sehr nützlich ist, meinen Radius erweitert oder einfach hübsch aussieht. Ich erfreue mich an raffinierten Mustern, kräftigen Farben und an Abwechslung und Veränderungen, weshalb auch ein neuer Anstrich gerne mal sein darf. Ich verändere gerne auch mein eigenes Äußeres durch eine komplett andere Frisur, eigenwillige Schmuckstücke, wechselnde Klamotten usw. Ich liebe es, mich auszuprobieren und so zu verwandeln, dass Bekannte mich auf den ersten Blick nicht wieder erkennen und zweimal hinschauen müssen. Ich freue mich aber auch über Komplimente, die ich dafür bekomme. Mein Geld ist dafür da, um ausgegeben zu werden. Deshalb gebe ich gerne auch an Obdachlose was von meinem Geld, weil ich will es nicht behalten. Es soll mein Leben bereichern, mich etwas absichern und was soll ich mit dem Rest? Das sollen andere haben, die es besser gebrauchen können als meine Bank.
 
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  • #21
Zitat von Mentalista:
Bei so einer Behauptung wäre ich vorsichtig. Du kennst Ihn doch gar nicht persönlich. Du nimmst nur seine Zeilen wahr, die auf dich welt fremd wirken. Ob der ganze Mensch, also seine gesamte Persönlichkeit weltfremd ist, kann ich von hier aus, auch du, nicht beurteilen.
Das ist kein Problem. Ich kenne solche Vorwürfe mir gegenüber. Und meine Aussagen in diesem Thread waren auch (absichtlich) etwas provokativ. Ich glaube nicht, dass ich weltfremd bin. Manche Zusammenhänge finde ich auch einfach nur ungerecht. Aber ich hab es einfach aufgegeben, hierbei mir zu viele Gedanken zu machen. Es ist ziemlich schwierig, als Einzelner diese Welt ändern zu wollen. Im Kleinen (zum Beispiel durch ein Ehrenamt) ist das aber möglich und auch sehr viel motivierender...;)
 
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  • #24
Ich finde, man kann viel verändern, wenn man wirklich will. Wir leben in einem System, das uns genügend Freiraum lässt, dieses von innen heraus zu verändern und man kann jeden Tag zu einer Veränderung beitragen. Nicht nur im Kleinen.
 
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  • #25
Die Frage war ja, was man MATERIELL braucht, um glücklich zu sein.
Ich habe mal gelesen, dass man am glücklichsten ist, wenn es einem wirtschaftlich etwas besser geht als der Herkunftsfamilie.
Persönlich brauche ich einen Rückzugsort, an dem es ruhig und harmonisch ist. Kann ganz schlicht sein. Ich brauche Internet, es ist das Tor zur Welt und zum Wissen. Auch ein Smartphone, wenn das noch drin ist. Sauberes Wasser, frisches Gemüse und noch ein bisschen was anderes zum Essen, Jeans, T- und Sweatshirt, Turnschuhe, Sandalen, Parka, Handschuhe. Fahrrad, Gitarre und Klavier wäre nice. That's it an essentiellen materiellen Dingen für mich.
An etlichen anderen materiellen Dingen habe ich große Freude, wenn ich sie mir leisten kann, aber zum Glücklichsein reicht das hier.
 
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  • #26
Zitat von lisalustig:
Die Strategie klappt aber auch nicht immer. Mit der T-Aktie wärest Du nicht glücklich geworden. Die Versorger haben auch ordentlich Federn gelassen.
Das mit der T-Aktie ist falsch. Wieder mal wegen der unterschätzten Dividende. Erstausgabepreis (ich runde mal großzügig auf) umgerechnet 15€. Dividendenzahlung über die Jahre zusammengerechnet etwa 11€. Kurs heute bei über 16€. Noch besser gefahren ist jemand, der jedes Jahr für 1000€ plus die Dividendenzahlung Telekom-Aktien nachgekauft hat. Das Problem bei vielen war: Teuer gekauft, dann kam der Absturz, es wurde sich im Kollektiv geärgert und die Aktien mit riesengroßem Verlust wieder verkauft.

Ja, eine Einzelaktie birgt immer ein gewisses Risiko. Einstmals stolze und große Unternehmen gibt es heute aus den verschiedensten Gründen zum Teil gar nicht mehr. Kodak und Nokia sind gute Beispiele. Wer aber Risiken streut mindert die Verlustgefahr. Und (breit gestreute) ETFs sind hier ein ganz wunderbares und dazu sehr kostengünstiges Produkt hierfür. Wer so einen ETF regelmäßig monatlich mit einem festen Betrag bespart hat ein sehr geringes Verlustrisiko, wenn nur ein langer Atem vorhanden ist...
 
D

Dr. Bean

  • #27
Zitat von Saibot:
ADVA Optical ist schon ein ganz interessantes Unternehmen. Habe auch ne kleine Position in meinem Depot. Was mich persönlich immer etwas stört ist, wenn ein Unternehmen keine Dividende ausschüttet. Im TecDax gibt es ziemlich viele interessante Unternehmen. Daher würde ich eher einen TecDax-ETF empfehlen...

Generell geb ich gerne einen allgemeinen Tipp: Ich verkaufe meine Aktien nicht. Beispiel Siemens: Die hab ich mir vor 20 Jahren als Jugendlicher gekauft und einfach liegengelassen. Dazwischen gab es auch zwei richtig große Krisen, das Platzen der Dotcom-Blase 2000/2001 und die Immobilienkrise 2008/2009. Der Kurs ist mir gar nicht so wichtig. Die Siemens-Aktie hat zum Beispiel ne gefühlte Ewigkeit gebraucht um über 100€€ im Kurs zu steigen. Aber die Dividende wurde in jedem Jahr erhöht. Gestern lag in meinem Briefkasten mal wieder die Einladung zur Siemens-Hauptversammlung. Da freu ich mich immer, auch wenn ich selbst noch nie auf irgendeiner HV von einem Unternehmen war. Denn am Tag nach der HV wird die Dividende auf mein Konto überwiesen. Bei Siemens werden das am 2. Februar 3,60€ sein, so viel wie noch nie. Im Verhältnis zu meinem Kaufkurs liegt die Dividendenrendite für die Siemens-Aktie bei mir mittlerweile bei ca. 15% (!!!). Das ist der Zauber von Buy and Hold. Ich kann mit Siemens auch kein Minus mehr machen, selbst wenn das Unternehmen in 6 Monaten pleite geht (und wer glaubt bitteschön daran?). Summiert hat mir Siemens schon mehr Dividende gezahlt, als ich für die Aktien damals bezahlt hab. Mich interessieren Aktien-Kurse gar nicht so sehr. Dividenden und Ausschüttungen sind mir viel wichtiger...;)

:) Danke für die Einsicht in die Aktien :).

Ich hab noch nicht so viele Aktien, weil ich mich erstma durchs Studium finanzieren musste aber jetzt leg ich so langsam los. ich hat mal TUI für 6 Euro und 15 Seiten Einladung zur HV bekommen. Da hab ich mich auch gefragt, kost der Brief nicht mehr als meine Anteile? xD
 
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  • #28
Glück definiert sich nicht durch materielle Dinge. Es gibt viele Menschen die 6-stellige Kontostände vorweisen können aber unglücklich sind.
 
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  • #29
Diese ganze Diskussion um "mit wie wenig komm ich aus" läßt mich weiterhin positiv eingestellt bleiben für die Emerging Markets.
 
H

Hafensänger

  • #30
Hi Bohne
Was braucht man materiell, um glücklich zu sein?
ic würde es so beantworten, man braucht so wenig um sich keine Sorgen machen zu müssen. Das ist eine erleichternde Basis um glücklich sein zu können. Zwangsläufig ist das natürlich nicht.

Ich habe das auch mal gemacht und materiell bis auf einen Teil meiner Klamotten nichts mitgenommen. Ein paar Sachen taten mir weh, die hatten aber nichts mit deren zu beziffernden Wertes sondern dem immateriellen für mich zu tun.

Den Neuanfang fand ich sehr erfrischend und ich hatte mir eine kleine Wohnung ohne jeden Zwang nur für mich eingerichtet. Die macht mir immer noch Spaß, auch wenn ich sie gerne etwas größer gehabt hätte.

Saibot als weltfremd zu bezeichnen ist leider nicht mehr als mit einem Finger auf einen anderen zu zeigen während vier auf einen selbst gerichtet sind.

Dass er den Konsum erwähnt ist in Ordnung, der ist maßgeblich für das gute Funktionieren einer Welt-/Volks-/Betriebswirtschaft. Geld muss arbeite, d.h. aber nicht mehr als dass es im Umlauf bleibt und nicht angehäuft wird, wie es derzeit geschieht.
Das bewegt sich allerdings im betrachtenswerten Spagat von persönlicher materieller Notwendigkeit und dem zugehörigen Ressourcenverbrauch. Ohne weiters darauf einzugehen, leben wir auf einer Insel der Seligen und leben bezüglich Ressourcen völlig über unsere Verhältnisse. Wen du das bezweifelst, dann mögest du dich fragen ob unser Lebensstandard weltweit möglich ist? Ist er nicht, wir leben auf Kosten anderer. Nachhaltigkeit ist der einzig gangbare Weg. Das kann man noch verstehen ...

Jedem aber nicht mehr nachvollziehbar wird das irre Finanzsystem, das betraf auch mich als studiertem Betriebswirtschaftler, welches sich in Saibots Aussage zu "Das Geld muss für mich arbeiten!" zusammenfasst.
Es wird nicht als irre erkannt, weil es als funktionierend angenommen wird und die Vorstellung, ja der Gedanke an Alternativen fehlt. Die sind aber nicht einmal neu! Das gab es schon mal - über Jahrhunderte funktionierend.Warum das dann nicht mehr funktionierte, beruht auf einer allzu menschlichen Eigenschaft, es ist die Gier. Praktisch feiern wir ein rauschendes Fest und der Dachstuhl brennt bereits lichterloh. Das ist so schlimm, dass mir himmelangst und bange um die Kids wird. Die Auswirkungen sind schon jetzt deutlich zu sehen, einordnen kann sie halt niemand. Das korreliert bereits mit der Wahrnehmung des in deinem verlinkten Artikels beschriebenen Minderverdienstes über die Generationen.

Wenn du glaubst ich würde mich nur in drastischen Worten üben, dann investiere eine Stunde Zeit in den nachfolgenden link.

https://www.youtube.com/watch?v=pmfepWR461k

Prof.Dr.Dr. Wolfgang Berger ist das suchenswerte Stichwort, falls es interessiert.