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  • #1

Was bitte ist ein Privatier?

Seit geraumer Zeit erhalte ich Partnervorschläge mit der Berufsbezeichnung Privatier. Wikipedia u.ä. klären mich auf dass dies Menschen sind, die für ihr Auskommen nicht mehr arbeiten müssen. Das wäre toll und würde mich für die Betreffenden freuen nur bestätigt der optische Eindruck nicht die Vorstellung eines "vermögenden" Mannes und auch der zugehörige Text passt nicht gänzlich (wenn überhaupt). Das irritiert mich etwas - jetzt möchte ich den betreffenden Herren aber ungern unrecht tun - so gross ist die Auswahl ü50 ja nun nicht. Kann da jemand Licht ins Dunkel bringen?

Verbindlichsten Dank!
 

liegestuhl

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  • #2
Und warum fragst Du ihn nicht selbst nach seiner konkreten Privatier-Situation, werte @Silbergeier ? :cool:
 
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maxim

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  • #3
Wikipedia u.ä. klären mich auf dass dies Menschen sind, die für ihr Auskommen nicht mehr arbeiten müssen.
Stimmt.
Das wäre toll und würde mich für die Betreffenden freuen nur bestätigt der optische Eindruck nicht die Vorstellung eines "vermögenden" Mannes
Wie muss denn ein Privatier aussehen? Ich denke da immer an den Millionär Klaus Zapf, seligen Angedenkens, der wohnte in einer 3-Zimmer Wohnung zur Miete und sammelte Flaschen aus Leidenschaft. So sah er auch stets aus.
 
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HrMahlzahn

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  • #4
Seit geraumer Zeit erhalte ich Partnervorschläge mit der Berufsbezeichnung Privatier. Wikipedia u.ä. klären mich auf dass dies Menschen sind, die für ihr Auskommen nicht mehr arbeiten müssen. Das wäre toll und würde mich für die Betreffenden freuen nur bestätigt der optische Eindruck nicht die Vorstellung eines "vermögenden" Mannes und auch der zugehörige Text passt nicht gänzlich (wenn überhaupt). Das irritiert mich etwas - jetzt möchte ich den betreffenden Herren aber ungern unrecht tun - so gross ist die Auswahl ü50 ja nun nicht. Kann da jemand Licht ins Dunkel bringen?

Verbindlichsten Dank!
Der Begriff soll darstellen, was @maxim bei Wikipedia gefunden hat. Oft kaschiert es aber nur eine Langzeitarbeitslosigkeit.
 
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liegestuhl

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  • #6
Ein Privatier braucht nach niemandens Pfeife zu tanzen, weil er finanziell unabhängig ist! Über die Teuronenhöhe sagt der Begriff noch nichts aus. Es gibt ja auch Menschen, die mit 500€ im Monat zufrieden und damit dann unabhängig sind. :cool:
 

Pit Brett

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  • #8
Nach dem Aussehen und dem Auftreten lässt sich kaum beurteilen, ob jemand vermögend ist oder doch wenigstens wohlhabend. Die Begriffe schillern sowieso vor sich hin (https://tinyurl.com/bistereich). Aber von den Jungs, die mit einem Panamera aufgeschlagen sind oder einem Ferrari oder anderen peinlichen Fahrzeugen (das ist natürlich sehr subjektiv, aber so schnell wie ein Porsche fährt manches andere Auto auch – und man kann trotzdem wunderbar Musik hören dabei), hatten nicht viele etwas drauf; die kann ich an den Fingern einer Hand abzählen. Da gehört der Vorstandsvorsitzende in Shorts und T-Shirt ebenso zu einem anderen Typ wie der völlig unauffällige Milliardär mit seinem alten Opel. Und diese Sorte ist mir erstaunlich oft begegnet.

So oder so, wenn ich nach meinem persönlichen Geschmack gehe, wäre mir die Berufsbezeichnung »Privatière« erst einmal verdächtig. Aber das kann damit zusammenhängen, dass ich kein besonderes Faible habe für Menschen, die es raushängen lassen. Zu Recht oder zu Unrecht, vollkommen egal.
 
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maxim

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  • #9
Aber von den Jungs, die mit einem Panamera aufgeschlagen sind oder einem Ferrari oder anderen peinlichen Fahrzeugen (das ist natürlich sehr subjektiv, aber so schnell wie ein Porsche fährt manches andere Auto auch – und man kann trotzdem wunderbar Musik hören dabei), hatten nicht viele etwas drauf;
Ich bin ja erklärter SUV Gegner, kenne aber eine Reihe sehr angenehmer Menschen, die einen solchen fahren.

Aber das kann damit zusammenhängen, dass ich kein besonderes Faible habe für Menschen, die es raushängen lassen. Zu Recht oder zu Unrecht, vollkommen egal.
Zu Recht.
 

HrMahlzahn

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  • #11
So ein Privatier sitzt doch den ganzen Tag nur im @liegestuhl :)
 
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  • #12
Also ich schliesse daraus, dass niemand ein klare Vorstellung hat... ist schon mal hilfreich. Die Herren Privatiers äussern sich auch sehr unterschiedlich dazu. Heisst ich konzentriere mich auf den Rest des Profils - mit dem vorsichtigen Hintergedanken dass da eventuell was nicht so transparent ist wie es wünschenswert wäre. Und ganz persönlich finde ich das einfach eine irreführende Bezeichnung.
 

Malcador

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  • #13

Running Wild - The Privateer​

The privateer is watching
The moon provides the only light
Roaring winds are blowing
A flag appears out of the night

Guns are spitting fire
The cannonball tears up the rail
The vessel's changing course
The thunderstorm blows up the sail

A furious fight is raging
Red-hot cannon's shooting hard
Iron balls are flying
Tearing all the planks apart

His allseeing spy-glass is aiming at the sea
No mariner has the slightest chance to flee
His crystal ball's revealing where he has to steer
He fights the covered evil without a fear
Oh, the privateer

The sea-dog's reamed in legends
It said he had the second sight
His assignment must be holy
He fought the fight with power and pride

The key to ancient wisdom
The power to have seen the truth
He'll return to holy ground
Where his tortured soul had died in youth

His allseeing spy-glass is aiming at the sea
No mariner has the slightest chance to flee
His crystal ball's revealing where he has to steer
He fights the covered evil without a fear
Oh, the privateer

His allseeing spy-glass is aiming at the sea
No mariner has the slightest chance to flee
His crystal ball's revealing where he has to steer
He fights the covered evil without a fear

Oh, the privateer
Oh, the privateer
Oh, the privateer
Oh, the privateer
Oh, the privateer
 

Maron

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  • #15
Die Bezeichnung zeigt den offiziellen Beschäftigungsstatus auf.... das ist dann genauso wenig bzw. ausreichend aussagekräftig wie Pensionist. Wie die Menschen ihr Leben verbringen wird im besten Fall im Profil, anhand der Fragestellungen, ausführlicher beschrieben
 
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  • #16
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  • #18
Seit geraumer Zeit erhalte ich Partnervorschläge mit der Berufsbezeichnung Privatier. Wikipedia u.ä. klären mich auf dass dies Menschen sind, die für ihr Auskommen nicht mehr arbeiten müssen. Das wäre toll und würde mich für die Betreffenden freuen nur bestätigt der optische Eindruck nicht die Vorstellung eines "vermögenden" Mannes und auch der zugehörige Text passt nicht gänzlich (wenn überhaupt). Das irritiert mich etwas - jetzt möchte ich den betreffenden Herren aber ungern unrecht tun - so gross ist die Auswahl ü50 ja nun nicht. Kann da jemand Licht ins Dunkel bringen?

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Der Volksmund sagt: "Von Reichen lernt man sparen."

Bei der heutigen Abgabenlast ist ein gesparter Euro mehr wert als zwei verdiente.
 
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Gamsy

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  • #20
Cool, ich hab mich auch nie getraut zu fragen was es genau bedeutet, da die Typen eh komisch waren war es im Endeffekt auch egal.
🤔 Macht jedoch Sinn wen sie langzeit Assis sind. 🤷‍♀️
Danke für den Thread.
 

Megara

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  • #21
Cool, ich hab mich auch nie getraut zu fragen was es genau bedeutet, da die Typen eh komisch waren war es im Endeffekt auch egal.
🤔 Macht jedoch Sinn wen sie langzeit Assis sind. 🤷‍♀️
Danke für den Thread.
Bei den Ü50 trifft man schon mal auf einen Privatier.
Meist ehemals Selbstständige, die nur noch wenig arbeiten.Just for fun.

Soweit ich das überblicken konnte und kann ( im Umfeld ), stimmt der Background.
Natürlich gibt es auch weniger Begüterte, die ihren Lebensstil wesentlich heruntergefahren und sich allgemein eher verkleinert haben.
Nicht wenige haben /hatten das Ziel mit 55 dafür die Voraussetzungen geschaffen zu haben.

Genau hinsehen sollte man generell, warum grundsätzlich auf Privatiere mit Misstrauen reagiert wird, erschließt sich mir nicht.
 
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Gamsy

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  • #22
Mag sein aber ich möchte mir im Alter keine Sorgen machen über Krankenkassenbeinträge, Rente, Wohnung und generell möchte ich ein gemütliches Leben haben mit der ein oder anderen schönen Reise.
Jemand der sparsam lebt oder sich frühzeitig aus dem Berufsleben rausnimmt muss schon sehr gut alles durchplant haben und ordentlich Geld angelegt haben. Es kann alles passieren und das letzte was ich persönlich möchte, ist Altersarmut. Gerade wen die Jahre sich häufen gibt es das ein oder andere gesundheitliche Problemchen. Eine ernste Krankheit kan unter Umständen die finazielle Ruine bedeuten. 🤷‍♀️
Was die langzeit Arbeitslosen angeht, ich glaube da sind sich alle einig... Es ist ein absoluter NoGo!
 

Julianna

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  • #23
Also ich schliesse daraus, dass niemand ein klare Vorstellung hat...
Ein Privatier ist idR nicht "arbeitslos", sondern verwaltet seine Immobilien, Aktien, Investments und andere Finanzen. Je nach Ausmaß, kann daraus auch eine Art "Full-time-job" werden. Es gibt Privatiers, die noch im hohen Alter morgens um 4/5 Uhr aufstehen, nur um den aktuellen Börsenkurse zu studieren.
Gibt natürlich auch die Privatiers, die nicht "selfmade" sind und nur geerbt haben. Aber auch diese müssen ihr Vermögen verwalten. Auch wenn es einen Finazberater gibt, kann das entsprechend viel Zeit in Anspruch nehmen. Vorallem, wenn für die Immobilien keine Hausverwaltung beauftragt wurde.
 
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Julianna

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  • #24
Bei den Ü50 trifft man schon mal auf einen Privatier.
Meist ehemals Selbstständige, die nur noch wenig arbeiten.
Selbstständige können auch nicht in Rente gehen, da sie nicht in die Rentenkassen einzahlen. Der Begriff "Ruhestand" könnte verwendet werden. Wobei vielleicht bei der Verwendung von "Ruhestand" falsche Assoziationen aufkommen können. Bleiben also nicht so viele Begrifflichkeiten über.
Nach meiner Ansicht, ist ein (echter) Privatier jemand, der keinem Beruf nachgeht, weil er "privat" arbeitet. Wenn jemand sparsam gerade so mit seinem Ersparten auskommt, finde ich, ist der Begriff "Privatier" sehr weit gedehnt worden.
 

Saibot

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  • #25
Tja, das liebe Geld und die Deutschen...ein Thema für sich.

Es ist schon ein wenig erstaunlich für mich, dass Millionen von Menschen jeden Tag einem Beruf nachgehen, um am Monatsende ein paar Kröten aufs Konto überwiesen zu bekommen, sich aber gleichzeitig um das Thema Geldanlage oder Altersvorsorge überhaupt nicht kümmern.

Und auch dieser Thread strotzt schon wieder vor Mythen, Halbwahrheiten und Unwissen, was denn nun genau ein Privatier ist. Die Definition ist simpel, unter anderem bei Wikipedia nachzulesen. Und auch die landläufige Meinung, das Vermögen kann ja nur aus einer Erbschaft stammen, ist nicht immer wahr.

Aber wie kommen denn Leute nun an ein Vermögen? Da gibt es einen ganz simplen Trick. Dauerhaft weniger Geld auszugeben, als zur Verfügung steht. Und gleichzeitig das so gesparte Geld gut anlegen. Und Ja, das ist auch in einer Nullzinsphase möglich. Allerdings sollte da nicht unbedingt blind auf den "Bankberater" vertraut werden, der einem nur wieder eine Riester-Versicherung aufschwatzen will, die sehr lukrativ ist. Natürlich nur für die Bank, für den Kunden eher weniger...

Aber sich selber kümmern? Um Geldanlage, Altersvorsorge? Nee, das machen viele Deutsche nicht. Privatiers aber in der Regel schon. Und als Dank schlägt ihnen aus der Gesellschaft der pure Neid entgegen. Aber naja, da können Privatiers meist recht gut mit umgehen.

Ich sehe mich in 10-15 Jahren, im Alter von spätestens 55 Jahren, auch als Privatier. Für Geld muss ich dann sehr wahrscheinlich keiner Tätigkeit mehr nachgehen (aber vielleicht will ich ja, möglicherweise dann aber nicht mehr ganz so viele Stunden und auch nicht mehr 5 Tage in der Woche) , meine Altersvorsorge wird dann abgeschlossen sein. Bis 67 oder noch länger arbeiten um in Rente gehen zu können? Das dürfen dann alle machen, die sich nie selbst um ihr eigenes Geld gekümmert haben.
 
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  • #27
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Gamsy

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  • #28
Tja, das liebe Geld und die Deutschen...ein Thema für sich.

Es ist schon ein wenig erstaunlich für mich, dass Millionen von Menschen jeden Tag einem Beruf nachgehen, um am Monatsende ein paar Kröten aufs Konto überwiesen zu bekommen, sich aber gleichzeitig um das Thema Geldanlage oder Altersvorsorge überhaupt nicht kümmern.

Und auch dieser Thread strotzt schon wieder vor Mythen, Halbwahrheiten und Unwissen, was denn nun genau ein Privatier ist. Die Definition ist simpel, unter anderem bei Wikipedia nachzulesen. Und auch die landläufige Meinung, das Vermögen kann ja nur aus einer Erbschaft stammen, ist nicht immer wahr.

Aber wie kommen denn Leute nun an ein Vermögen? Da gibt es einen ganz simplen Trick. Dauerhaft weniger Geld auszugeben, als zur Verfügung steht. Und gleichzeitig das so gesparte Geld gut anlegen. Und Ja, das ist auch in einer Nullzinsphase möglich. Allerdings sollte da nicht unbedingt blind auf den "Bankberater" vertraut werden, der einem nur wieder eine Riester-Versicherung aufschwatzen will, die sehr lukrativ ist. Natürlich nur für die Bank, für den Kunden eher weniger...

Aber sich selber kümmern? Um Geldanlage, Altersvorsorge? Nee, das machen viele Deutsche nicht. Privatiers aber in der Regel schon. Und als Dank schlägt ihnen aus der Gesellschaft der pure Neid entgegen. Aber naja, da können Privatiers meist recht gut mit umgehen.

Ich sehe mich in 10-15 Jahren, im Alter von spätestens 55 Jahren, auch als Privatier. Für Geld muss ich dann sehr wahrscheinlich keiner Tätigkeit mehr nachgehen (aber vielleicht will ich ja, möglicherweise dann aber nicht mehr ganz so viele Stunden und auch nicht mehr 5 Tage in der Woche) , meine Altersvorsorge wird dann abgeschlossen sein. Bis 67 oder noch länger arbeiten um in Rente gehen zu können? Das dürfen dann alle machen, die sich nie selbst um ihr eigenes Geld gekümmert haben.
Super wen du das so im Griff hast👍
Aus persönlicher Erfahrung im Bekanntenkreis weiß ich wie schwerwiegend das Schicksal manchmal zuschlagen kann und wer keine Versicherung hat und Rentnebeiträge fällt durch die Lücken.
Das alles spielt keine besondere Rolle wen eine sehr große Menge an Geld vorhanden ist natürlich.
Ich persönlich mag meinen Job und wäre so ganz ohne ihn ziemlich gelangweilt. Daher bin ich froh nicht so früh in die Rente zu gehen. Was ich allerdings ein wenig vertragen könnte ist eine Reduktion der Stunden.
 

Windhund

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  • #29
Es geht nicht darum, was genau ein Privatier ist.
Es geht darum, welche häufig anzutreffende Art von Menschen, sich auf PS dieses Label selbst auf die Stirn pappen.
So ist es. Und ich denke, da sind einige (Langzeit-) Arbeitslose dabei.. zumindest sieht man "arbeitslos" doch eher selten - und bei so manchem +55 ist es fraglich, ob das mit dem Job nochmal was wird.
Ich hätte diese jedenfalls nicht unbedingt mit großem Reichtum assoziiert - eher mit "er kommt irgenwie über die Runden"
 

Mr. Hyde

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  • #30
Bei mir steht Privatier, Playboy, Philanthrop damit ich nicht ganz zu versnobt wirke
 
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