Bastille

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  • #92
Mangelnde innere Distanz ist ein interessantes Stichwort im Hinblick auf die Widerstände.
Je höher der Widerstand ist, desto größer muss die Motivation sein, diesen zu überwinden.
Je größer die Motivation ist, desto höher scheint mir die Gefahr einer zu geringen inneren Distanz zu sein. Also wenn z.B. ein Profil/Kontakt so supertoll sein muss, dass man sich fast schon verliebt haben muss um sich drarauf einzulassen, dann kostet eine Enttäuschung entsprechend viel Motivation.
Die eigenen Widerstände zu verringern klingt mir nach einer guten Idee.
Ich mag den Vergleich mit dem Betrachten von Bildern. Stehst du zu dicht davor, erkennst du nicht das Dargestellte, eine Fragmentierung der Wahrnehmung. Andererseits schafft die (Neu-)Anordnung von Fragmenten, die vermeintliche formale Verrohung in der Pinselführung auch Wahrnehmung und Wirklichkeit im Sinne eines seelischen Expressionismus. Sprich, um ein Bild in seiner Gesamtheit zu erfassen, empfiehlt sich ein gelegentlicher Standortwechsel.
PS: Ich brauche immer viel Platz in Museen. 😊
 
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  • #93
Hmm. Ich glaube ja nicht, dass es ein Zeitthema ist, sondern eher das Katalogige abschreckt. Also bei mir war es so. Und das Schreiben :(.

Ich bin schon recht geduldig beim Durchstöbern von Onlineangeboten. Auch die Anwendung von Filterkriterien ist mir geläufig.
Mir fiel jedoch auf, dass die Suchergebnisse bei mir nicht annähernd den Anklang finden, den sie finden würden, wenn meine innere Hemmschwelle niedriger wäre.
 

Bastille

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  • #94
Ich bin schon recht geduldig beim Durchstöbern von Onlineangeboten. Auch die Anwendung von Filterkriterien ist mir geläufig.
Mir fiel jedoch auf, dass die Suchergebnisse bei mir nicht annähernd den Anklang finden, den sie finden würden, wenn meine innere Hemmschwelle niedriger wäre.
Aber wie kommts denn, dass dir das Bewusstsein in der Wahrnehmung deiner Widerstände grad so geschärft ist? Vor einer Weile hattest du ja noch geschrieben, dass deine Schmetterlinge so was von bereit wären?
Edit: Mir ist halt nur die Diskrepanz aufgefallen. Ich habe viel Verständnis für oszillierende Gefühlslagen. 😉
 
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ICQ

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  • #95
Aber wie kommts denn, dass dir das Bewusstsein in der Wahrnehmung deiner Widerstände grad so geschärft ist? Vor einer Weile hattest du ja noch geschrieben, dass deine Schmetterlinge so was von bereit wären?

Das mit den Schmetterlingen weiß ich aufgrund der Wirkung von ein oder zwei flüchtigen Begegnungen, bei denen sich das Geschwader vollzählig und einsatzbereit gemeldet hat.

Bei den Widerständen - du kennst den Spruch: 'Wer will findet Wege, wer nicht will findet Gründe'?
Ich finde Gründe ohne Ende, aber keine ausreichende Motivation, meine Hemmschwelle zu überwinden. Das heißt für mich, die Baustelle ist bei mir.
Einen Punkt weiß ich schon. Ich fühl mich zur Zeit nicht wie ich selbst an und weiß noch nicht, wie ich das wieder in den Griff bekomme.
 

Bastille

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  • #96
[...]Das heißt für mich, die Baustelle ist bei mir.
Einen Punkt weiß ich schon. Ich fühl mich zur Zeit nicht wie ich selbst an und weiß noch nicht, wie ich das wieder in den Griff bekomme.
Dann stehst du zu dicht vorm Bild. ;)
Weißt du, ich lese dich so gerne, weil du auf mich einen ungewöhnlich reflektierten Eindruck machst, ohne dabei an Leichtigkeit verloren zu haben. Trifft man nicht an jeder Ecke. Und wenn man so viel Kopf- und Seelenarbeit leistet, muß man auch mal innehalten, um sich wieder seiner selbst zu vergewissern und Acht zu geben, dass Seele und Herz mit dem Kopf Schritt halten können. Vielleicht kannst du ja den Augenblick ein wenig verweilen lassen und dem Kopf ein wenig Ruhe gönnen. So ein kleines Nichts kann ganz erholsam sein.
 
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tina*

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  • #98
Ich fühl mich zur Zeit nicht wie ich selbst an und weiß noch nicht, wie ich das wieder in den Griff bekomme.
Ich fühl mich zur Zeit auch nicht wie ich selbst an; eher wie ein Zombie, völlig überarbeitet und viel zu viel Zeit am Compi, und vieles was ich gerne als Ausgleich mache, fällt auf nicht absehbare Zeit aus.
*jammer jammer*
Und dann noch schlaflos in Seattle... :rolleyes:
 

tina*

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  • #100
Hach, das wär toll. Das bringt mich grad zum Lachen. Einmal Klick und schwupps Lieferung zum bevorzugten Treff-Ort. Ohne Schreiben müssen 🙃
Ja, durchaus. Interessiert mich tatsächlich, weshalb "Katalog" hier seit Jahren so ein negatives Image hat.
Unter o.g. Umständen könnte ich mich damit anfreunden ... :)
 

sy-alexa

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  • #102
Die TE hat hoffentlich begriffen, wie man sich dem Volk zu nähern hat! Vielleicht betrachtet sich die TE auch als Einzelschicksal und möchte Kontakt. Das ist der falsche Weg, Bis zu 12.000 Beiträge hier in kompletter Ahnungslosigkeit von weiblichen "Schwätzerinnen" zeugen von " hallo Houston, ich habe ein Problem"

Also TE, klar zur Wende und bis bald auf der Alster, da spätestens trennt sich die Spreu vom Weizen, egal wie alt die Weiber sind oder aus welchem Stall sie kommen...sie können es nicht...das sind meine "Geschlechtsgenossin" und darüber hinaus auch noch wahlberechtigt?
 
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  • #103
Ich möchte ein wir.

ich möchte nach Hause kommen, und da ist jemand mit dem ich über meinen Tag reden kann. Oder über seinen Tag zuhören. Oder über unseren Tag schweigen. Vielleicht zusammen Essen, rumblödeln, schwarzen Humor Witze erzählen, oder jeder macht mal seins und einer ist mal nicht zuhause.

Aber dann in seinen Armen einschlafen. Und in seinen Armen aufwachen. Und Sex. Hemmungslosen, immer wieder tollen Sex. Sich fallenlassen, fühlen, sein. Umarmungen. Taschentuch-reichen. Luftschlösser bauen. Für einander da sein. Den Menschen fühlen können. Ein gemeinsam durch dick und dünn.

Ihn ansehen und sehen wie er mehr und mehr Lachfalten um die Augen bekommt. Gemeinsame Erinnerungen schaffen. Weisst-du-noch-damals Gespräche. Das Gefühl seiner Haut auf meiner. Wortlose Kommunikation.

Mich zu ihm hingezogen fühlen und irgendwas lesen damit ich mitreden kann - weiterentwickeln. Ihn mit meinen Erzählungen zum Lachen oder wahlweise zur Weißglut bringen. Zusammen Bettwäsche und Möbel Aussuchen und natürlich auf meinem Geschmack bestehen. Hund-Katze-Maus erziehen, zusammen verreisen ...

sowas in der Art
Je öfter ich das lese - und es zieht mich immer wieder hierher - desto mehr würde ich gerne den Menschen kennenlernen, der das geschrieben hat.

Lust auf einen Kaffee ... ? :)
 
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syntagma

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Flo25

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Ein interessante Frage.

Nun, ich bin jemand, der noch nie ein Beziehung hatte. Der Grund ist simpel: Ich war bisher nicht daran interessiert. Mein Fokus lag auf mir selbst, da ich mir immer dachte: Wenn du eine Beziehung eingehst, willst du natürlich auch ein verlässlicher Part darin sein. Das heißt ich habe einen sicheren Beruf, bin charakterlich sowie geistig reif, so dass ich etwaigen Kindern in dieser Beziehung auch ein Vorbild sein kann. Zudem möchte ich dem Partner keine "Last" sein, indem ich schlechte Angewohnheiten o.ä. in die Beziehung bringe. Entsprechend habe ich eine Persönlichkeit entwickelt, die in der heutigen Zeit alsweilen als zu "gutherzig" oder zu "nett" ausgelegt wird.

Dennoch bin ich der Meinung, dass ich jetzt bereit bin, eine Beziehung zu führen und auf längere Sicht ein Familie zu gründen. Doch warum möchte ich das? Nun, durch meine Lebenserfahrung habe ich gelernt, was wichtig ist im Leben. Es ist nicht der materielle Reichtum oder der soziale Status. Vielmehr möchte ich in einer Beziehung zusammen mit meinem Partner an den Herausforderungen des Lebens wachsen. Eine Beziehung geht bei mir weit über das "körperliche" hinaus. Ich stelle mir beispielsweise immer die Frage: Würdest du die Person, die du liebst, auch weiter auf Ihrem Lebensweg unterstützen und begleiten, wenn dieser einen Unfall hätte und zu einem Pflegefall wird? Das mag überspitzt klingen, aber auch dies wäre eine "Herausforderung" des Lebens, die ich in einer Beziehung bereit wäre anzunehmen.

Eine Beziehung zu haben, nur um der gesellschaftlichen Norm zu entsprechen "jemanden zu haben" widerstrebt mir. Ich kenne einige Beziehungen auf dieser Grundlage, doch beim kleinsten Problem zerbröckeln diese. Nur um dann auf das nächste "Pferd" zu setzen.

Möchte ich eine Beziehung, um nicht alleine zu sein? Ja natürlich. Momentan kann ich mir nichts schlimmeres vorstellen, als irgendwann "einsam" zu sterben. Aber eine Beziehung ist für mich mehr als nur zusammen zu sein.
 

Flo25

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Keine Ahnung von Beziehung, weil noch nie gehabt, aber das weißt Du. Hier tummeln sich noch mehr solche Fachleute. Du wirst Dich gut zurechtfinden.

Das mag dir vielleicht unbekannt sein, aber ich habe etwas, dass sich Menschenkenntnis nennt. Auch wenn ich noch keine Beziehung geführt habe, habe ich ein sehr hohes Verständnis für menschliche Verhaltensweisen. Da du mich aber so passiv angreifst, möchte ich dir das jetzt auch nicht näher erläutern, mit deinen 3 Sätzen hast du bereits genug über dich ausgesagt. ;)
 
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Magneto73

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  • #114
Das mag dir vielleicht unbekannt sein, aber ich habe etwas, dass sich Menschenkenntnis nennt. Auch wenn ich noch keine Beziehung geführt habe, habe ich ein sehr hohes Verständnis für menschliche Verhaltensweisen. Da du mich aber so passiv angreifst, möchte ich dir das jetzt auch nicht näher erläutern, mit deinen 3 Sätzen hast du bereits genug über dich ausgesagt. ;)

Beziehung lernt man durch Beziehung haben ... auch zu schlechten Zeiten ... auch wenn man gerade andere Prioritäten hat ...
 
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Vergnügt

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  • #116
Ein interessante Frage.

Nun, ich bin jemand, der noch nie ein Beziehung hatte. Der Grund ist simpel: Ich war bisher nicht daran interessiert. Mein Fokus lag auf mir selbst, da ich mir immer dachte: Wenn du eine Beziehung eingehst, willst du natürlich auch ein verlässlicher Part darin sein. Das heißt ich habe einen sicheren Beruf, bin charakterlich sowie geistig reif, so dass ich etwaigen Kindern in dieser Beziehung auch ein Vorbild sein kann. Zudem möchte ich dem Partner keine "Last" sein, indem ich schlechte Angewohnheiten o.ä. in die Beziehung bringe. Entsprechend habe ich eine Persönlichkeit entwickelt, die in der heutigen Zeit alsweilen als zu "gutherzig" oder zu "nett" ausgelegt wird.

Dennoch bin ich der Meinung, dass ich jetzt bereit bin, eine Beziehung zu führen und auf längere Sicht ein Familie zu gründen. Doch warum möchte ich das? Nun, durch meine Lebenserfahrung habe ich gelernt, was wichtig ist im Leben. Es ist nicht der materielle Reichtum oder der soziale Status. Vielmehr möchte ich in einer Beziehung zusammen mit meinem Partner an den Herausforderungen des Lebens wachsen. Eine Beziehung geht bei mir weit über das "körperliche" hinaus. Ich stelle mir beispielsweise immer die Frage: Würdest du die Person, die du liebst, auch weiter auf Ihrem Lebensweg unterstützen und begleiten, wenn dieser einen Unfall hätte und zu einem Pflegefall wird? Das mag überspitzt klingen, aber auch dies wäre eine "Herausforderung" des Lebens, die ich in einer Beziehung bereit wäre anzunehmen.

Eine Beziehung zu haben, nur um der gesellschaftlichen Norm zu entsprechen "jemanden zu haben" widerstrebt mir. Ich kenne einige Beziehungen auf dieser Grundlage, doch beim kleinsten Problem zerbröckeln diese. Nur um dann auf das nächste "Pferd" zu setzen.

Möchte ich eine Beziehung, um nicht alleine zu sein? Ja natürlich. Momentan kann ich mir nichts schlimmeres vorstellen, als irgendwann "einsam" zu sterben. Aber eine Beziehung ist für mich mehr als nur zusammen zu sein.
Und mir widerstrebt das "um sich selbst kreiseln", "jeder ist sich selbst der Nächste" und "auf sich fokussiert sein". Es ist doch schöner, auf andere einzugehen als nur auf sich zu schauen. Wie kann man denn ohne andere Menschen eine reife Persönlichkeit entwickeln? Zur Persönlichkeit zählt ja auch die soziale Persönlichkeit. Ohne uns auf andere zu beziehen, wächst vielleicht unser narzisstischer Persönlichkeitsanteil. Aber unsere sozialen Eigenschaften reifen so nicht. Sie verkümmern.
 
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Venus_KA

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  • #117
Ich möchte keine BeZIEHung sondern eine Partnerschaft - aber nicht um jeden Preis.

Lieber alleine als mit dem Unpassenden unglücklich oder gelangweilt.