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  • #65
Ich möchte ein wir.

ich möchte nach Hause kommen, und da ist jemand mit dem ich ĂŒber meinen Tag reden kann. Oder ĂŒber seinen Tag zuhören. Oder ĂŒber unseren Tag schweigen. Vielleicht zusammen Essen, rumblödeln, schwarzen Humor Witze erzĂ€hlen, oder jeder macht mal seins und einer ist mal nicht zuhause.

Aber dann in seinen Armen einschlafen. Und in seinen Armen aufwachen. Und Sex. Hemmungslosen, immer wieder tollen Sex. Sich fallenlassen, fĂŒhlen, sein. Umarmungen. Taschentuch-reichen. Luftschlösser bauen. FĂŒr einander da sein. Den Menschen fĂŒhlen können. Ein gemeinsam durch dick und dĂŒnn.

Ihn ansehen und sehen wie er mehr und mehr Lachfalten um die Augen bekommt. Gemeinsame Erinnerungen schaffen. Weisst-du-noch-damals GesprĂ€che. Das GefĂŒhl seiner Haut auf meiner. Wortlose Kommunikation.

Mich zu ihm hingezogen fĂŒhlen und irgendwas lesen damit ich mitreden kann - weiterentwickeln. Ihn mit meinen ErzĂ€hlungen zum Lachen oder wahlweise zur Weißglut bringen. Zusammen BettwĂ€sche und Möbel Aussuchen und natĂŒrlich auf meinem Geschmack bestehen. Hund-Katze-Maus erziehen, zusammen verreisen ...

sowas in der Art
Danke.

Das ist der Silberstreif am Horizont, den ich gerade dringend brauche.
 
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Mafalda

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545
  • #69
Und kauft euch auf keinen Fall eine Python....


Will Your Pet Snake ‘Measure’ You Before Eating You?
An old bit of reptilian folklore holds that a pet python who acts 'affectionate' is really just measuring its intended victim for consumption.
 
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fafner

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  • #71
Doch allein geht es mir besser als in einer schlechten Beziehung.
Wenn das die Alternativen sind, ist das doch irgendwie traurig... 😱

Das "Argument" schlechte Beziehung wird nach meiner Beobachtung auch immer nur von Singles vorgebracht. đŸ€” Zudem ist an dem "schlecht" zwar gefĂŒhlt immer das GegenĂŒber schuld, aber so ganz ehrlich ist das wohl nicht... 🙄
 
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Rise&Shine

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  • #72
Das "Argument" schlechte Beziehung wird nach meiner Beobachtung auch immer nur von Singles vorgebracht. đŸ€” Zudem ist an dem "schlecht" zwar gefĂŒhlt immer das GegenĂŒber schuld, aber so ganz ehrlich ist das wohl nicht... 🙄

Jeder hat so seine blinden Flecke und manchmal sieht man erst besser, wenn man außerhalb ist und möchte keine Wiederholung.

Menschen in Beziehungen reden sich manches auch mal schön. Die Erkenntnis wÀre zu schmerzhaft.
 
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Maron

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  • #75
Hallo zusammen,

Eine eigentlich ganz einfach und doch so schwere Frage.

Zu mir: Ich habe sehr gute Freunde und viele Geschwister und Eltern zu denen ich eine innige Beziehung pflege. Ich bin also durchaus ein Beziehungsmensch. Mein Problem: nachdem ich jahrelang seriell monogam war und nach einer letzten katastrophalen OnOffBeziehung jetzt Single bin, ziehe ich ausschließlich MĂ€nner an, die beziehungsgestört oder FremdgĂ€nger sind.. Schon allein der Gedanke, da wĂ€re jemand, der mich wirklich mag und an meinem Leben teilhaben will, macht mir Bauchschmerzen. Aber gleichzeitig sehne ich mich so sehr nach Liebe.

Ich glaube, dass ich eigentlich schon immer "gestört" war, nur frĂŒher hab ich mich in Zweckbeziehungen gezwungen, weil ich das nicht wahrhaben wollte.. Und der Letzte war dann wirklich schrecklich, dennoch denke ich, dass ich ihn noch am meisten geliebt habe,wenn man in einer AbhĂ€ngigkeitsbeziehung von sowas sprechen kann. Er war kontrollsĂŒchtig, hat mein Handy gehackt, hat meinen GPS Standort kontrolliert, war furchtbar eifersĂŒchtig und hat mir stĂ€ndig fremdgehen und schlechten Charakter vorgeworfen. Obwohl ich nie fremdgegangen bin und es auch nie vorhatte.
Nachdem ich monatelang die Beziehung verdaut habe, mache ich nur noch Unverbindliches, obwohl ich das frĂŒher nie getan hĂ€tte. Und jetzt, wo ich dich eigentlich wieder etwas Festes suche, suche ich mir gezielt nur MĂ€nner, die dann selbst beziehungsgestört sind und nur unverbindlich sind.

Und wenn ich ehrlich bin, kenne ich kaum eine Beziehung, bei der ich sage, wow das will ich auch. Entweder kommen sie mir vor wie Zweckbeziehungen, weil beide eine Familie wollen, oder wo eigentlich nur einer liebt und der andere Angst hat alleine zu sein, oder weil sie niemand anderes so schnell finden wĂŒrden und beide eher unattraktiv sind, oder Beziehungen in denen eigentlich immer nur gestritten wird. Meine Eltern sind fĂŒr mich auch einabschreckendes Beispiel. Meine Mutter hat ihre Ärzte Karriere aufs Eis gelegt und immer zurĂŒckgesteckt, nicht mehr so viel Respekt fĂŒr meinen Vater der als Arzt alle ernĂ€hrt hat aber sonst keinerlei Hobbys oder soziale FĂ€higkeiten hatte, sitzen fest in einem Kaff, in dem sie ihr Haus gebaut haben und sich nciht wohl fĂŒhlen.

Resultat, selbst meine Arbeit als Consultant ist maximal unverbindlich, da ich immer gehen kann und das Projekt wechseln, ich wohne in einer Dienstwohnung, die ich jederzeit kĂŒndigen kann. Jede Art von Verbindlichkeit finde ich erschreckend, freiheitseinschrĂ€nkend und macht mir höllische Angst. Dabei sehne ich mich so sehr nach Liebe und ankommen. Ich bin jetzt auch schon 30 Jahre alt. Familie und Kinder sind fĂŒr mich immer noch eine schöne Vorstellung ganz weit weg, sobald ich konkret mir vorstelle ich wĂ€re jetzt schwanger, verzweifle ich bei der Vorstellung nicht mehr flexibel zu sein.

Bitte, könnt ihr mir sagen, wie ihr eure Beziehung gefunden habt oder warum ihr eine wollt und aus tiefsten Herzen ehrlich sagen, dass es nicht doch GrĂŒnde wie Angst vor dem alleine sein ist?
Und warum können das das Unverbindliche so viele MĂ€nner, die ich kennenlerne und ich aber kann das immer nur fĂŒr einne kurzen Moment und dann fĂŒhle ich mich schlecht?

hey @Schmetterlin
Schmetterlinge sind keine Herdentiere, das zum Thema: "Schmetterlinge im Bauch" , nun: einer im Bauch reicht aus, um sich wohl zu fĂŒhlen :)🩋.
 
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2.793
  • #76
Wenn das die Alternativen sind, ist das doch irgendwie traurig... 😱

Das "Argument" schlechte Beziehung wird nach meiner Beobachtung auch immer nur von Singles vorgebracht. đŸ€” Zudem ist an dem "schlecht" zwar gefĂŒhlt immer das GegenĂŒber schuld, aber so ganz ehrlich ist das wohl nicht... 🙄

Wie's bei anderen ist weiß ich nicht. Ich habe fĂŒr alle drei ZustĂ€nde außer Erinnerungen auch Daten.
NatĂŒrlich sagt das Befinden nichts darĂŒber aus, warum eine Beziehung gut oder schlecht ist oder wer daran welchen Anteil hat.
 
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Tino180280

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4
  • #79
Liebe Schmetterling,

1. du bist nicht gestört!!! Bitte bitte denk das nie wieder. Du hast schlechte Zeiten gehabt, aber es kommen bessere Zeiten! Denk bitte nicht, dass du gestört bist und lass dir sowas nie einreden, bzw. schreib das bitte nicht. Du bist ein MENSCH!!! NIEMAND ist 100% normal. Was ist ĂŒberhaupt normal😉

2. Ich schreibe dir als Mann, dass du als Frau viel zu wertvoll bist fĂŒr Fremdgeher, Kontroll freaks usw. Und das war nicht deine beste Beziehung, das war die Hölle und du wirst einen guten Mann finden. Bitte sortiere die falschen aus deinem Leben aus und nutze lieber die Zeit einen guten, netten Mann zu finden, der dich so akzeptiert wie du bist, der dir Halt und geborgenheit gibt. Denn das hast du und jede andere Frau verdient.

Du wirst den richtigen funden.

Gruß
 
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sy-alexa

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284
  • #81
Meine Mutter hat ihre Ärzte Karriere aufs Eis gelegt und immer zurĂŒckgesteckt, nicht mehr so viel Respekt fĂŒr meinen Vater der als Arzt alle ernĂ€hrt hat aber sonst keinerlei Hobbys oder soziale FĂ€higkeiten hatte, sitzen fest in einem Kaff, in dem sie ihr Haus gebaut haben und sich nciht wohl fĂŒhlen.

Das ist ein wichtiger Hinweis und das von dir beschriebene Leben deiner Eltern ist ein Bestandteil deines Lebens. Wenn ich zwischen den Zeilen richtig verstanden habe, passt es in dieser Form nicht fĂŒr dich. Nur und das ist wichtig, wenn deine Mutter ihre Ärzte Karriere aufs Eis legte, war es ihre Entscheidung!

Du schreibst hier sehr reflektiert, aber auch verunsichert...manchmal ist es sehr hilfreich, die vermeintlich gute Kinderstube (oder kannst du auf mehr als eine 100-jĂ€hrige Tradition mit Werten und deren Erhalt zurĂŒck blicken?) zu verlassen, vom Podest zu steigen und das Leben erstmal in allen Facetten genießen. Es ist nĂ€mlich Klasse, wenn "Ali" von der MĂŒllabfuhr von mir einen netten Gruß bekommt, weil er seinen Job liebt und dafĂŒr Anerkennung bekommt. Oder jemand vor mir an der Kasse hat etwas zu wenig Geld und ich helfe aus, um die Schlange nicht endlos wachsen zu lassen. Draußen wird dann kurz verabredet, wie diese "kleinen Schulden" zu erstatten sind. Verantwortung fĂŒr das eigene Leben ĂŒbernehmen und Menschen die schönen Seiten des Lebens zeigen, ein Glas Champagner und ein sehr guter Gin-Tonic verbunden mit Respekt und Anerkennung zeugen von GroßzĂŒgigkeit und damit habe ich so manches Herz wieder aus der TrĂŒbsal geholt.
 

tina*

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1.342
  • #82
Ich kann nicht sagen , dass ich mir so sehr eine Beziehung wĂŒnsche, dass ich dafĂŒr Geld ausgebe oder Kontakt mit fremden Menschen aufnehme
Wie meinst du das denn? Kein Geld fĂŒr eine Partnerbörse? Oder um etwas zu unternehmen?
Keinen Kontakt mit fremden Menschen? Also gehst du davon aus, dass du eine Frau im bestehenden Umfeld findest - bzw. sie "eigentlich" schon kennst?
Vielleicht ist das ganz richtig so. Vielleicht werde ich aber auch vom Partner zum Single.
Dann bist du hier endlich die richtige Zielgruppe :).
 

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2.793
  • #83
Wie meinst du das denn? Kein Geld fĂŒr eine Partnerbörse? Oder um etwas zu unternehmen?

Ich meine Partnerbörsen.
Wie gesagt, ich wĂŒnsche mir zwar eine Beziehung, aber aktuell nicht so sehr, dass ich etwas speziell dafĂŒr tun will.

Ich habe die Möglichkeiten der Basismitgliedschaft genutzt und mir einen Überblick verschafft. So viele liebenswerte Frauen, mit kreativ gestalteten Profilen lĂ€cheln hoffnungsvoll aus meinem Bildschirm und ich blĂ€ttere darin herum wie in einem Katalog. Doch keiner der vielen EindrĂŒcke erzeugt einen Widerhall der mich motiviert, eine davon anzuschreiben.
Das liegt sicher nicht an den Profilen. So eine PrĂ€sentation kann billigerweise nur ein bestimmtes Maß an Widerstand ĂŒberwinden. Von der anderen (meiner) Seite muss auch etwas kommen und das ist offensichtlich (noch) nicht vorhanden.

Keinen Kontakt mit fremden Menschen? Also gehst du davon aus, dass du eine Frau im bestehenden Umfeld findest - bzw. sie "eigentlich" schon kennst?

Das heißt nicht, dass ich davon ausgehe, dass ich die Frau im bestehenden Umfeld finde bzw. sie "eigentlich" schon kenne.

Die alleinstehenden Frauen, die ich kenne, rauchen oder wohnen zu weit weg oder sind schon in Rente oder haben min. einen Hund. Teilweise trifft auch mehreres oder alles zu.
 
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Bastille

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3.526
  • #84
[...] Das liegt sicher nicht an den Profilen. So eine PrĂ€sentation kann billigerweise nur ein bestimmtes Maß an Widerstand ĂŒberwinden. Von der anderen (meiner) Seite muss auch etwas kommen und das ist offensichtlich (noch) nicht vorhanden. [...]
FĂŒr mich wĂŒrde ich es aber auch anteilig dem Medium, bzw. meiner Unerfahrenheit damit, zuschreiben, das OD hat meine WiderstĂ€nde eher genĂ€hrt. Ich war so oft so verhalten und ĂŒberfordert. Eine PassivitĂ€t, die ich von mir im RL in der Form nicht kenne und die mich gelĂ€hmt hat. Das finde ich eigentlich schade, weil ich die Chancen des OD durchaus erkenne, aber mir fehlt aktuell noch das RĂŒstzeug, sie auch zu nutzen. Also eher eine Frage meiner handwerklichen FĂ€higkeiten, als eine der grundsĂ€tzlichen Motivation.
 
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Julianna

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11.244
  • #85
Hallo Schmetterlin,
du bist gerade dabei, den Versuch zu unternehmen, einen "inneren Konflikt" aufzulösen, den du mit dir herumtrĂ€gst. WĂ€hrend dein "Bewusstsein" klare Ziele formuliert (feste Partnerschaft/Ehe/Familie, ankommen im Leben, fester Wohnsitz, fester Freundeskreis, usw.) agiert dein "Unterbewusstsein" dem entgegen. Denn dein Unterbewusstsein hat gelernt "Partnerschaft ist anstrengend und mit großen EinschrĂ€nkungen und Verlusten verbunden" ...oder "Verbindlichkeiten fĂŒhren in eine Einbahnstrasse, die sich als Sackgasse entpuppt, aus der man nicht wieder herauskommt". Dabei fĂŒhren Einbahnstrassen niemals in eine Sackgasse, da sonst tatsĂ€chliche jeder darin gefangen wĂ€re ;)
Der Ursprung dessen liegt in der sozio-kulturellen Entwicklung und in dem, was dir verbal und non-verbal im Elternhaus kommuniziert wurde.
Es wirkt sich immer ungĂŒnstig auf die Töchter aus, wenn sich die Partnerschaft der Eltern als ein stĂ€ndiges Ringen darstellt - vorallem, wenn sich die Mutter (als Vorbild fĂŒr die Tochter und als wichtigste Orientierungsperson) dabei in der "Opferrolle" sieht. Du schreibst zum Beispiel, dass deine Mutter fĂŒr die Familie (Kindererziehung) ihren Beruf aufgegeben hat. Ihr fehlt es nun an Anerkennung und an Erfolgserlebnissen. Vielleicht trauert sie dem noch hinterher. Um dieses GefĂŒhl zu kompensieren, steckt sie deinem Vater den "schwarzen Peter" zu. Dabei es war ihre Entscheidung - und hast du sie mal gefragt, warum sie nicht wieder zurĂŒck in ihren Beruf gegangen ist? Sie wird GrĂŒnde dafĂŒr finden. Und zwar in den Ă€ußeren UmstĂ€nden. Da sie keine "Eigenverantwortung" ĂŒbernimmt fĂŒr ihre Entscheidungen und Handlungen. Denn wenn sie es gewollt hĂ€tte, hĂ€tte sie weiterhin Ärztin sein können oder zumindest zeitnah den Weg dorthin zurĂŒck gefunden. Weil sie sich dies aber nicht eingestehen kann, weil die Erkenntnis zu schmerzlich wĂ€re, dass sie selbst die Verantwortung trĂ€gt, belastet sie die Beziehung damit und versucht die Verantwortung abzuschieben. Vermutlich macht sie hĂ€ufig deinen Vater verantwortlich und schiebt ihm gerne auch bei anderen "Themen" und "Konflikten" die Schuld in die Schuhe? Zeitgleich vermittelt sie dir ein eher "schlechtes MĂ€nnerbild" - und das auch subtil und unterschwellig. Und sie bringt dich als Tochter in einen inneren Konflikt. Da dir kommuniziert wird, dass "AbhĂ€ngigkeiten" schlecht sind. Sie z.B. kommuniziert dir unterschwellig oder ganz direkt, dass sie ihren Beruf aufgeben musste, weil sie DICH (oder euch) bekommen hat. Du hast natĂŒrlich VerstĂ€ndnis dafĂŒr und kannst auch ihre Argumente nachvollziehen. Doch ganz klar: Diese "Botschaft" ist schrecklich und nicht zu entschuldigen. Denn hier wird impliziert, dass das "Kind" oder die "Erziehung von Kindern" eine große Aufgabe ist, die mit hohen Entbehrungen einhergeht. Es ist also kein Wunder, dass dir der eigene Kinderwunsch Bauchschmerzen verursacht. Weil, dass "Kinder haben" hier nicht mit "Freude" und "Bereicherung" assoziiert wird, sondern ausschließlich mit "Engergie- und Ressourcen-Verlust". Ist doch klar, dass du davor zurĂŒckschreckst, Kinder zu bekommen. Deine Mutter hat dir (und vermutlich auch deinen Geschwistern) vermittelt, dass damit eine große Verantwortung, Anstrengungen und Entbehrungen, Verluste der eigen BedĂŒrfnisse u.Ă€. einhergehen. Die Wahrheit ist: die Verantwortung, welche selbstverstĂ€ndlich damit einher geht, war fĂŒr sie wahrscheinlich einfach nur schwer zu schultern, weil sie sich nie damit auseinandergesetzt hat, wie man Verantwortung trĂ€gt und damit konstruktiv umgeht.

Auch wenn ich jetzt etwas interpretiere und spekuliere: Aus deinem Beitrag geht schon etwas hervor - in der Art wie du es beschreibst - dass deine Mutte zu s.g. "Abwehrmechanismen" neigt.
(Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Abwehrmechanismus).
Vermutlich macht sie auch keine Fehler, sondern es sind immer die UmstĂ€nde verantwortlich oder andere Personen (z.B. dein Vater). Generell ist sie wahrscheinlich das "Opfer" in der Ehe, und obwohl sie alles getan und versucht hat, um eine gute Ehe zu fĂŒhren, hat dein Vater einfach nicht mitgemacht - war zu wenig liebevoll, hat sie nicht unterstĂŒtzt, sie oft allein gelassen mit Sorgen und Problemen, ihr nicht zugehört, sich nicht gekĂŒmmert, alles ihr ĂŒberlassen usw. ?
Das ist ein Abwehrmechanismus (von vielen) - der Menschen als Entlastung dient, wenn sie es nicht schaffen, genĂŒgend "Eigenverantwortung" zu ĂŒbernehmen.
Und jetzt kommt der entscheidende Punkt: Als Kind bzw. Tochter ĂŒbernimmt man sehr viel von dieser "Gedankenstruktur" - ob man will oder nicht. Also schreckt dich Verantwortung bzw. Verbindlichkeit ab. Jedliche Art von VertĂ€gen (Mietvertrag, Stormvertrag, Mobilfunkvertrag, o.Ă€.) werden nur befristet ein gegangen und sind "montalich kĂŒndbar". Undenkbar, sich aufgrund einer besseren Preis-Leistungs-Kondition fĂŒr 24 Monate zu binden. Dann lieber etwas mehr zahlen und unabhĂ€ngig bleiben. Im Beruf gestaltet es sich Ă€hnlich. Lieber die Möglichkeiten haben, zwischen Projekten zu wechseln - und damit auch zwischen Menschen, Teams und Kollegen - sowie auch den Inhalten, die ja auf Dauer auch langweilig werden könnten. Und das klingt doch eigentlich ganz gut. Bei all den AbhĂ€ngigkeiten, sie man sowieso hat, sich FreirĂ€ume selbst zu geben und zu ermöglichen. Damit ist also alles in Ordnung. Was bei dir aber den "inneren Konflikt" auslöst: Dich beschleicht das GefĂŒhl, dass du nirgendwo so richtig "ankommst". Du wanderst/fĂ€hrst mit deinem Auto/Rad/ect. die Straßen und Wege ab. Schaust mal hier um die Ecke, mal dort und erkundest die "Map". Was ja eine gute Sache ist. Es gibt viele, die nur immer wieder dieselben Trampelpfade abwandern und auch gar kein Interesse haben, mal neue Wege auszuprobieren - die also "festgefahren" sind und irgendwo in der Pampa mit ihrem Traktor in einem Graben festhĂ€ngen - und nichts mehr vor und zurĂŒck geht. Erst wenn das GefĂŒhl aufkommt, dass man etwas "ziellos umherwandert" und feststellt, dass man nirgendwo lange bleiben möchte, schleicht sie da eventuell das GefĂŒhl ein, das man falsche Entscheidungen trifft oder irgendwas mit einem nicht stimmt.

Versuche die Beziehung deiner Eltern noch mal neu zu analysieren und kritisch zu hinterfragen. Strukturen und "eingefahrene Muster" aufzudecken, um daraus RĂŒckschlĂŒsse zu ziehen. Auch deine eigenen bisherigen Beziehungen. Und dann - ziehst du einen Schlussstrich darunter. Tabula Rasa! Mit 30 Jahren ist es auch fĂŒr dich Zeit, zu lernen, wie man Eigenverantwortung ĂŒbernimmt. Vorallem, da du dies nicht vom Elternhaus mit auf den Weg bekommen hast. Verzeihe deinen Eltern, den UmstĂ€nden - und auch - und vorallem - dir selbst!
Es gibt keine falschen Entscheidungen. Es gibt keine falschen Wege. Jede Zeit und jede Lebensphase hat ihre Berechtigung. Nichts davon ist vergebens. Alles ist gut so, wie es ist und folgt einer eigenen Ordnung. Denn am Ende weiß man nie, wohin einen der Weg fĂŒhrt. Egal, ob man verheiratet ist und Kinder hat oder ob man grade im Flieger nach Japan zum nĂ€chsten Projekt sitzt. Wer sagt, was richtig oder falsch ist? Wer kann schon in die Zukunft blicken, auf das, was da noch kommt?
Ich bin sicher, da du sehr reflektiert wirkst, dass du deinen Weg findest. Mit ein bisschen Mut und "Urvertrauen in das Leben".
LG
 
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2.793
  • #86
Also eher eine Frage meiner handwerklichen FÀhigkeiten, als eine der grundsÀtzlichen Motivation.

Welche FĂ€higkeiten meinst du? Schreiben kannst du jedenfalls.

Meine handwerklichen FĂ€higkeiten um Kontakte zu knĂŒpfen hatte ich schon vor langer Zeit wĂ€hrend meiner wilden Phase erworben.
Damals war ich in einem Forum mit PN-System. Da gab es auch irgendwann Profile. Ich hatte in meinem mal aus 12 Monkeys zitiert.
Kennste vielleicht:
Ich lebe in einem Zustand seelischer Divergenz. Ich befinde mich auf dem fernen Planeten Ogo, als Mitglied einer intellektuellen Elite und wir bereiten die Unterwerfung der barbarischen Horden auf Pluto vor.
Aber obwohl ich nicht anders kann, als jede Welt in jeder Hinsicht als absolut Wirklich zu betrachten, ist dem zum Trotz Ogo natĂŒrlich nichts als ein Konstrukt meines Geistes.
Ich bin seelisch divergent indem ich gewissen namenlosen Wirklichkeiten zu entfliehen versuche, die mein Leben hier plagen. Wenn ich aufhöre dorthin zu fliehen, werde ich gesund sein.
 

sy-alexa

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284
  • #87
Ich glaube, dass ich eigentlich schon immer "gestört" war, nur frĂŒher hab ich mich in Zweckbeziehungen gezwungen, weil ich das nicht wahrhaben wollte.. Und der Letzte war dann wirklich schrecklich, dennoch denke ich, dass ich ihn noch am meisten geliebt habe,wenn man in einer AbhĂ€ngigkeitsbeziehung von sowas sprechen kann. Er war kontrollsĂŒchtig, hat mein Handy gehackt, hat meinen GPS Standort kontrolliert, war furchtbar eifersĂŒchtig und hat mir stĂ€ndig fremdgehen und schlechten Charakter vorgeworfen. Obwohl ich nie fremdgegangen bin und es auch nie vorhatte.

Gruselig, was so alles an MerkwĂŒrdigkeiten aus “Ghettos” berichtet wird. Da wird ein Handy gehackt und GPS-Daten werden sondiert. Wie blöd muss man rein it-technisch sein, das funktioniert so seit mehr als 10 Jahren! Da hat die TE wohl den Anschluss verpasst, denn wĂ€hrend die Ärmste mit ihrer “AbhĂ€ngigkeitsgeschichte” hausieren geht, wurden bereits all ihre Daten zu ganz anderen Zwecken gespeichert und marktanalytisch betrachtet.

Ein gutes Beispiel von unglaublicher NaivitÀt!
 

Bastille

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3.526
  • #88
Welche FĂ€higkeiten meinst du? Schreiben kannst du jedenfalls.

Meine handwerklichen FĂ€higkeiten um Kontakte zu knĂŒpfen hatte ich schon vor langer Zeit wĂ€hrend meiner wilden Phase erworben.
Damals war ich in einem Forum mit PN-System. Da gab es auch irgendwann Profile. Ich hatte in meinem mal aus 12 Monkeys zitiert.
Kennste vielleicht:
Ich lebe in einem Zustand seelischer Divergenz. Ich befinde mich auf dem fernen Planeten Ogo, als Mitglied einer intellektuellen Elite und wir bereiten die Unterwerfung der barbarischen Horden auf Pluto vor.
Aber obwohl ich nicht anders kann, als jede Welt in jeder Hinsicht als absolut Wirklich zu betrachten, ist dem zum Trotz Ogo natĂŒrlich nichts als ein Konstrukt meines Geistes.
Ich bin seelisch divergent indem ich gewissen namenlosen Wirklichkeiten zu entfliehen versuche, die mein Leben hier plagen. Wenn ich aufhöre dorthin zu fliehen, werde ich gesund sein.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass alles was wir sagen und tun, dass das schon passiert ist. ;)
Handwerkliche FĂ€higkeiten war blöde formuliert, so viel zum Thema "Schreiben können"... Ich meinte, mein geistiges und vor allem emotionales RĂŒstzeug den Gegebenheiten des OD anzupassen. Da habe ich ziemlich versagt, mir fehlte es zu oft an innerer Distanz.
Die eigenen WiderstĂ€nden zu erkennen, ist ja nur der erste Schritt, ihnen zu begegnen, sie und sich in Kontext zu bringen und dann zu entscheiden, inwiefern sie ihre Berechtigung fĂŒr den Moment haben oder eigentlich fĂŒr die weitere Entwicklung ĂŒberholt sind, kommt dann ja auch noch. Wenn man das fĂŒr sich halbwegs auflösen kann, ohne sich zu verirren, ist man ja schon weit gekommen, denke ich. Und ganz ohne WidersprĂŒche wĂ€rs ja auch langweilig.

«Als Don Quijote die 30 oder 40 WindmĂŒhlen entdeckte, sagte er zu seinem Knappen Sancho: „Das Abenteuer lenkt unsere Schritte besser als wir uns wĂŒnschen könnten, denn sieh‘ nur da, mein Freund Sancho Panza, dort warten 30 oder mehr ungeheure Riesen, die ich zur Schlacht herauszufordern gedenke, bis sie alle ihr Leben ausgehaucht haben werden...“
„Welche Riesen?!“, entgegnet Sancho, „diese Erscheinungen sind keine Riesen, sondern WindmĂŒhlen!”»
 

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2.793
  • #89
Ich meinte, mein geistiges und vor allem emotionales RĂŒstzeug den Gegebenheiten des OD anzupassen. Da habe ich ziemlich versagt, mir fehlte es zu oft an innerer Distanz.

Die eigenen WiderstĂ€nden zu erkennen, ist ja nur der erste Schritt, ihnen zu begegnen, sie und sich in Kontext zu bringen und dann zu entscheiden, inwiefern sie ihre Berechtigung fĂŒr den Moment haben oder eigentlich fĂŒr die weitere Entwicklung ĂŒberholt sind, kommt dann ja auch noch. Wenn man das fĂŒr sich halbwegs auflösen kann, ohne sich zu verirren, ist man ja schon weit gekommen, denke ich. Und ganz ohne WidersprĂŒche wĂ€rs ja auch langweilig.

Mangelnde innere Distanz ist ein interessantes Stichwort im Hinblick auf die WiderstÀnde.
Je höher der Widerstand ist, desto grĂ¶ĂŸer muss die Motivation sein, diesen zu ĂŒberwinden.
Je grĂ¶ĂŸer die Motivation ist, desto höher scheint mir die Gefahr einer zu geringen inneren Distanz zu sein. Also wenn z.B. ein Profil/Kontakt so supertoll sein muss, dass man sich fast schon verliebt haben muss um sich drarauf einzulassen, dann kostet eine EnttĂ€uschung entsprechend viel Motivation.
Die eigenen WiderstÀnde zu verringern klingt mir nach einer guten Idee.
 

tina*

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1.342
  • #90
Ich meine Partnerbörsen.
Wie gesagt, ich wĂŒnsche mir zwar eine Beziehung, aber aktuell nicht so sehr, dass ich etwas speziell dafĂŒr tun will.
Danke fĂŒr deine Antwort.

So viele liebenswerte Frauen, mit kreativ gestalteten Profilen lĂ€cheln hoffnungsvoll aus meinem Bildschirm und ich blĂ€ttere darin herum wie in einem Katalog. Doch keiner der vielen EindrĂŒcke erzeugt einen Widerhall der mich motiviert, eine davon anzuschreiben.
Kann ich gut verstehen. Ging mir auch so, als ich mich mal vor Jahren (auf einer anderen Plattform) angemeldet hatte.
Von der anderen (meiner) Seite muss auch etwas kommen und das ist offensichtlich (noch) nicht vorhanden.
Hmm. Ich glaube ja nicht, dass es ein Zeitthema ist, sondern eher das Katalogige abschreckt. Also bei mir war es so. Und das Schreiben :(.
Die alleinstehenden Frauen, die ich kenne, rauchen oder wohnen zu weit weg oder sind schon in Rente oder haben min. einen Hund. Teilweise trifft auch mehreres oder alles zu.
Naja. Dann mĂŒsstest du ja "irgendwie" auf fremde Frauen zugehen. Ist im Moment allerdings alles etwas blöd, weil sooo vieles nicht stattfinden kann, was Kontakt stiftet. Seufz.
 
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