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  • #271
AW: Warum wollen Frauen keinen Sex?

Zitat von anaj:
Allerdings stimme ich Dir zu, dass es nach einer gewissen Zeit wohl nicht mehr besser wird, wenn man sexuell eigentlich nicht zueinander passt und man sich eigentlich nur was vormacht. Dies waere der Fall, wenn man zu unterschiedliche Wuensche und Einstellungen hat und einer nie ueber seinen Schatten springen kann. Das frustriert frueher oder spaeter sehr und deshalb ahcte ich heute mehr denn je darauf, dass ich mit einem Partner gleiche Vorstellungen zum Sex haben, damit wir auf diesem Gebiet einfach harmonieren und zusammen passen.
Das ist für mich die eigentliche (und gemeine) Frage: passt man wirklich zusammen? Das super-Gemeine daran ist - man mag durchaus von den Anschauungen und vom Empfinden zueinander passen- aber wenn es eben im Bett nicht klappt und einer der beiden Partner eben ständig Defizite verspürt? Das muss wohl jeder selbst erspüren (je früher, desto besser), ob Entwicklungspotential vorhanden ist oder nicht. (Vorstellungen können durchaus ähnlich sein, aber die GABE, dies umzusetzen, auszuleben - die hat offenbar nicht jeder, so dass es oftmals bei kläglichen bis peinlichen, verfehlten Versuchen bleibt....). Erschwerend kommen die evtl. zuvor gemachten positiven (!) Erfahrungen hinzu. Wenn man einmal die Köstlichkeit der Erotik in ihrer Vollkommenheit erfahren durfte, schmeckt vielleicht die einfache Hausmannskost nicht mehr.. ;-(
 
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  • #272
AW: Warum wollen Frauen keinen Sex?

Sofern Du den Sex in langjährigen Beziehungen meinst kann ich dazu nur sagen, der Partner lässt sich optisch meist zuviel gehen. Schlabbershirt, ewig gleiche Hose und womöglich lässt die Körperfülle und Körperhygiene nach, das sind Kriterien die nicht gerade Lust auf Sex machen sondern eher abtörnen.
Auch denken viele Paare leider irrtümlich, egal wie ich mittlerweile aussehe, meine inneren Werte zählen und auf die fährt er nunmal ab. Falsch gedacht, ein attraktives und gepflegtes Äußeres zieht immer körperlich an. Sofern psychisch in der Bez. alles im Lot ist vorausgesetzt.
Was den kurzfristigen Sex anbelangt kann ich Frauen verstehen, die erst mal einen fremden Mann näher und intensiver kennenlernen möchten und für die Frauen Sex nicht nur körperlich sondern vor allem seelischer Natur ist.
 
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  • #273
AW: Warum wollen Frauen keinen Sex?

Ich lernte mal einen Mann kennen, der eine Affäre suchte. Auch ich wollte - eigentlich - damals keine Beziehung. Er gab als Beziehungsstatus "Single" an und ich dachte er sei frei!

Tja, nach einem näheren kennen lernen per mail erklärte er mir, dass er keinen Sex mehr mit seiner langjährigen Freundin habe (Single???) und sie auch schon 2 Jahre lang mit einer anderen betrog. Ohne Skrupel, denn es lief ja seiner Meinung nach nichts mehr mit der Frau seines Kindes.
Nach einem persönlichen Kennen lernen hat er dann doch zugegeben, dass er so gut 1x id Woche mit ihr schläft, weil es ja sonst "auffallen würde". Aber sonderlich viel Spaß macht es ihm eigentlich nicht.
Mit der Affäre hatte er übrigens genauso ungeschützten Sex wie mit seiner Freundin.

Ich fand das einfach nur krank!
 
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  • #274
AW: Warum wollen Frauen keinen Sex?

Es gibt auch Männer, die keinen Sex wollen oder einfach nicht soviel Lust haben.
Der Sex wird mir auch echt viel zu überbewertet.
Die Libido ist bei jedem unterschiedlich.
Eine wollen immer, andere weniger, andere kaum.
Also das alle Leute immer diesen immens hohen Sex-Level haben halte ich für Quatsch.
Und ja, es gibt auch Männer, die Gefühle und Vertrauen erst mal vor den Sex stellen.
Und Frauen, die das nicht brauchen.
 
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  • #275
AW: Warum wollen Frauen keinen Sex?

In meiner 20jährigeen Ehe wollte ich auch keinen Sex mehr.
Jetzt bin ich 2 1/2 Jahre geschieden und kann gar nicht genug bekommen. Ich denk ich hab einiges aufzuholen und hatte das Glück, nach meiner Scheidung einen sehr phantasievollen Herren kennenzulernen, der mir gezeigt hat, was Lust bedeuten kann.
In meiner neuen Beziehung (PS) fühle ich mich auch sehr wohl, wenngleich der Sex sehr bescheiden abläuft. Ich hoffe, meinen Partner noch etwas mehr für die Freuden der Liebe begeistern zu können, sonst sehe ich für eine dauerhafte Beziehung eher schwarz.

Denn für mich ist erfüllte Sexualität sehr bereichernd für eine Beziehung und nicht wegzudenken.

LG sternthaler
 
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  • #276
AW: Warum wollen Frauen keinen Sex?

Zitat von Heike:
Das mag ein Allgemeinplatz sein, aber meinem Eindruck nach ginge es um Verführung nicht so sehr zum Sex, sondern dazu, euer sexuelles (Nicht)Verhalten als ein gemeinsames Problem, das gemeinsam thematisiert werden kann, zu begreifen. Wie könntest du sie dazu bringen, daß ihr möglichst offen und ehrlich darüber sprecht?
Nach langem Grübeln und vielem Lesen haben sich letzte Woche all die Puzzleteile die so gar kein schlüssiges Bild ergeben wollten, doch endlich zu einem klar erkennbaren Muster geordnet. Plötzlich gaben auch all die Widersprüchlichkeiten einen Sinn. Kurz gesagt: Wir waren im Lauf der Zeit in eine Art Mutter-Sohn-Beziehung hinein gedriftet.

Dank der guten Schule hier im Forum vor allem durch Userinnen wie Abbey, Heike und Tina für die ich gar nicht genug danken kann, gelang es mir das Muster und unser beider Anteile daran so zu beschreiben, dass es meiner Partnerin direkt einleuchtend war.

Wir haben noch lange darüber diskutiert und alle möglichen Aspekte hin und her gewälzt, aber EIN ganz faszinierender Effekt trat beinahe sofort ein. Es stellte sich heraus, das ihre Lust, deren Verschwinden sie durchaus bedauert hatte, gar nicht verschwunden war. Sie hatte sie einfach nicht mehr wahrgenommen, weil Erotik nicht in unser Beziehungsmuster passte.

Dieses Phänomen hatte sich anscheinend selbst stabilisiert und verstärkt, solange das gelebte Muster uns nicht bewusst wurde.

Ab dem Moment, in dem ich ihr als der Mann gegenüber trat, in den sie sich vor so langer Zeit verliebt hatte und mich nicht wieder in die Rolle des "Sohnes" drängen ließ, sondern ihr zwar zugewandt aber in der Sache unnachgiebig blieb, verwandelte sie sich zurück in die Frau, die ich einst lieben lernte.

Wir haben noch ein paar "Hausaufgaben" zu machen, aber nun sehen wir beide voller Hoffnung und Vorfreude einer Zukunft entgegen, die wir uns kaum noch zu erträumen gewagt hatten.

Bezogen auf das Thema des Threads kann ich daher nur sagen: Nichts ist so einfach wie es aussieht.

Auf die Frage: Wie könntest du sie dazu bringen, daß ihr möglichst offen und ehrlich darüber sprecht? lautet die Antwort:
a) Dadurch, dass ich mit Hilfe des Forums noch besser gelernt hatte, meine Gedanken sachlich und klar darzustellen.
b) Erst als ich das Muster erkannt hatte und bewusst durchbrach, gelang es mir, meine Partnerin als solche zu adressieren und die für ein solches Gespräch notwendige Augenhöhe wieder herzustellen.
 
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  • #277
AW: Warum wollen Frauen keinen Sex?

Zitat von Feuerschwalbe:
Sofern Du den Sex in langjährigen Beziehungen meinst kann ich dazu nur sagen, der Partner lässt sich optisch meist zuviel gehen. Schlabbershirt, ewig gleiche Hose und womöglich lässt die Körperfülle und Körperhygiene nach, das sind Kriterien die nicht gerade Lust auf Sex machen sondern eher abtörnen.
Auch denken viele Paare leider irrtümlich, egal wie ich mittlerweile aussehe, meine inneren Werte zählen und auf die fährt er nunmal ab. Falsch gedacht, ein attraktives und gepflegtes Äußeres zieht immer körperlich an.
Du hast meine volle Zustimmung!
 
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  • #278
AW: Warum wollen Frauen keinen Sex?

@ t.b.d.
Das ist wunderbar :)

Diese Klippe oder Untiefe hast du gemeistert...den guten Seemann erkennt man beim schlechten Wetter.

Gute Fahrt!
 
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  • #279
AW: Warum wollen Frauen keinen Sex?

Zitat von t.b.d.:
Nach langem Grübeln und vielem Lesen haben sich letzte Woche all die Puzzleteile die so gar kein schlüssiges Bild ergeben wollten, doch endlich zu einem klar erkennbaren Muster geordnet. Plötzlich gaben auch all die Widersprüchlichkeiten einen Sinn. Kurz gesagt: Wir waren im Lauf der Zeit in eine Art Mutter-Sohn-Beziehung hinein gedriftet.
.
Da kann ich dir nur herzlich gratulieren, dass du dran geblieben bist, das ist echte Beziehungsarbeit die uns weiter bringt und die Partnerschaft tiefer und wertvoller macht. Ich freue mich echt über deine Erkenntnisse und dass ihr reden konntet.
 
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  • #280
AW: Warum wollen Frauen keinen Sex?

Vielen Dank euch beiden.

Der Punkt, warum ich es gepostet habe ist, dass wir über Jahre keine wirkliche Erklärung dafür fanden, warum sie so gar keine Lust auf Sex hatte.
So ziemlich alle Ansätze die wir verfolgt haben finden sich hier in diesem Thread wieder.

Und kein einziger kam der Wahrheit auch nur nahe.

Und kaum dass wir der Wahrheit ins Auge geblickt hatten geschah die Verwandlung.

Weil ich damals Rat suchend auf diesen Thread hier stieß und weil ich weiß, das es viele Paare gibt, denen es ähnlich ergeht, schreibe ich das hier.

Es geht nicht um irgendwelche Hosen oder ein Kilo mehr oder weniger hier oder da. Es geht nicht um Stress auf der Arbeit oder alternde Haut. Das alles mag hin und wieder ein Grund sein, aber auf Dauer steckt etwas anderes keineswegs offensichtliches dahinter, wenn ein Partner scheinbar kein sexuelles Begehen mehr auf den anderen verspürt, obwohl beide sich lieben.
 
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  • #281
AW: Warum wollen Frauen keinen Sex?

wie hat sich diese "Mutter-Sohn" Beziehung geäußert?
 
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  • #282
AW: Warum wollen Frauen keinen Sex?

T.b.d.: super!!
 
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  • #283
AW: Warum wollen Frauen keinen Sex?

Zitat von Truppenursel:
wie hat sich diese "Mutter-Sohn" Beziehung geäußert?
Das ist möglicherweise für andere auch interessant. Ich versuche also die Situation zu beschreiben ohne zu sehr in persönliche Details zu gehen.
Einerseits weil es außerhalb meiner Beziehung niemand etwas angeht, andererseits, weil sich wohl keine zwei Beziehungen so sehr ähneln, dass es wichtig wäre die Details meiner Beziehung zu kennen.
Es zeigten sich jedoch in unserer Beziehung auffällige Parallelen zu diesem Muster:
Die Mutter die ihren Sohn liebevoll umsorgt und ihre Zuneigung in Form von häuslichem Komfort und gutem Essen zeigt. Sie putzt, wäscht, bügelt und kocht mit aller Hingabe zu der sie fähig ist. Sie pflegt ihn wenn er krank ist und achtet darauf, dass er sich gut kleidet. Sie kauft ihm Kleidung und schimpft, wenn er sie beschädigt. Dabei denkt sie wenig an die Erfüllung eigener Wünsche und Bedürfnisse, sondern findet am sichtlichen Wohlergehen des Sohnes Erfüllung.

Natürlich geht sie stets davon aus, dass der Sohn noch viel zu lernen hat und wenig vom Leben weiß, so dass sie ihm vieles abnimmt und ihm wenig zutraut.

Sie liebt ihren Sohn und sorgt sich um ihn. Ermahnt ihn, das Klo zu spülen. Legt ihm die Sachen für den nächsten Tag raus und schickt ihn zu Bett, wenn sie sieht, dass er müde ist.

Sie weiß was gut für ihn ist und maßregelt ihn bei Bedarf. Im Falle von Unstimmigkeiten trifft sie die Entscheidungen darüber, was richtig oder falsch ist. Sie tut das zu seinem Besten und erwartet, dass er ihrem Urteil vertraut. Dem Urteilsvermögen des Sohnes misstraut sie jedoch. Auch hält sie ihn für unfähig eigenverantwortlich zu handeln und selbst zu entscheiden, was gut für ihn ist. Was sie nicht für gut befindet, stellt sie in Frage bzw. unterbindet es mit der guten Absicht, Schaden von ihm abzuwenden.

Sie hilft ihm wo sie kann. Aber nicht, wenn er sie darum bittet, sondern wenn sie es für geboten hält und wie sie es für nötig hält.



Enttäuscht er sie jedoch, droht ihm Versorgungs- und Liebesentzug.

Weil er das weiß und diesen Verlust nicht aushalten kann, passt er sich an.

Natürlich begehrt sie ihn auch nicht sexuell. Sie liebkost ihn gern. Gibt ihm zärtliche Küsschen, streichelt und umarmt ihn auch hin und wieder und ehrlichen Herzens und in aufrichtiger Zuneigung.

Und sie würde nie mit ihm schlafen wollen.

Diese Art Liebe zu lieben ist einem Mann vorbehalten. Einem der Verantwortung übernehmen und tragen kann. Der für sich selbst und auch für die Familie sorgen kann. Der souverän ist. Der weiß wo es lang geht und für sich selbst einstehen kann. Sie liebt den Sohn, aber er ist eben kein Mann.

Es äußert sich subtil im Sinne von [1] zart, fein, [2] detailliert, in die Feinheiten gehend, [3] unterschwellig.

Man merkt nur hin und wieder, dass etwas nicht stimmt, wenn man aus der Rolle (des Sohnes) fällt und damit das unbewusste Selbstverständnis des Partners verletzt.

Das Problem dabei ist, dass die "Mutti" sich ja nicht selbst als solche sieht, sondern dieser Rolle unbewusst, aber konsequent folgt. Dabei deckt sich das Verhalten der "Mutti" in vielen Dingen mit dem, was man von einer liebenden Partnerin mit der man zusammen lebt erwarten könnte. (Erwarten im Sinne von, es sollte einen nicht überraschen, wenn sie sich so oder so verhält bzw. dies oder jenes regelmäßig tut.)

Es gibt aber auch kleine oder größere Auffälligkeiten, die davon abweichen.

So kleine Ausrutscher, die für sich genommen nicht tragisch sind und die man um des heimischen Friedens willen toleriert, weil, wenn man dagegen aufbegehrt, weil man sich irgendwie nicht erwachsenengerecht behandelt fühlt, die Stimmung ganz schnell kippen kann und der Tag damit gelaufen ist.

Diese Dynamik verstärkt und verfestigt jedoch das Muster. Bleibt man in der Rolle, bleibt die Stimmung gut, tritt man aus der Rolle hinaus, wird die Stimmung schlecht.

Der Anteil der "Mutti" ist, dass sie die Regeln macht und durchsetzt. Der Anteil des "Sohnes" ist, dass er sich in die Regeln und in seine Rolle fügt, um schlechte Stimmung und Auseinandersetzungen zu meiden.

Das eigentliche Problem ist jedoch, dass beiden nicht bewusst wird, welches Spiel sie da eigentlich spielen. Es gibt also auch keine Schuldfrage zu klären, sondern es gilt Mitverantwortung zu erkennen und zu tragen.
 
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  • #284
AW: Warum wollen Frauen keinen Sex?

zu Beitrag #268:
Du hast wirklich Mut, dich hier so zu präsentieren...alle Achtung!
Der Mann emanzipiert sich :) und wählt sehr sorgsam seine Mittel dafür :)
Bravo!
 
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  • #285
AW: Warum wollen Frauen keinen Sex?

Zitat von t.b.d.:
Der Anteil der "Mutti" ist, dass sie die Regeln macht und durchsetzt. Der Anteil des "Sohnes" ist, dass er sich in die Regeln und in seine Rolle fügt, um schlechte Stimmung und Auseinandersetzungen zu meiden.
Ja, und die richtigen „Super-Muttis“ finden dann auch noch einen sozial akzeptierten Weg, ihre unterschwelligen Forderungen durch (im Umfeld) Beifall-heischende Empörung dem „dummen Jungen“ um die Ohren zu schlagen.

Wie im Nachbar-Thema „Wieso wollen Männer so schnell das „Eine“???

Manchmal bleibt es aber auch viel weicher – und damit auch nicht sehr viel besser zu handhaben.

Und die Männer sollen doch gefälligst mal besser auf die Frauen (-Wünsche) eingehen!

Vielleicht ist aber das die Falle.

Wie sagte doch Ingo Appelt leicht angesäuert? „Frauen sind Göttinnen.“