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  • #1

Warum stellen viele Männer so wenig Fragen?

Also, eine Frage drängt sich mir nach einigen Dates dann doch auf:
Warum stellen Männer einer Frau, um die sie "balzen", eigentlich so wenige Fragen?
Kurz zur Erklärung:

Meine Dates laufen, etwas überspitzt gesagt, sehr oft nach diesem Schema ab:

Begrüßung, hinsetzen, nach ca 2 Minuten Smalltalk und Bestellung fängt der Mann an, über sich selbst zu reden - und hört erst beim Bezahlvorgang wieder auf. Zwischendrin stelle ich ihm Fragen - also: ich bin eine "gute Zuhörerin", wie man so sagt, ich frage ihn nicht "aus", aber frage nach, zu den Themen, die er erzählt oder versuche, das Thema durch Fragen weiterzudrehen, was er dann abermals nutzt, um über sich selbst zu sprechen. (in der Regel über Erfolge, was er gut kann etc )

Dann wird bezahlt, er strahlt mich an und sagt: "Auf eine Frau wie Dich habe ich immer schon gewartet! Ich will Dich unbedingt wiedersehen!"

Das nächste Mal, wenn mir das passiert, frage ich: "Und? Wie BIN ich denn?"
Denn eigentlich weiß der Mann ja gar nichts über mich. Er hat mich nichts gefragt - und ich habe auch so gut wie nichts über mich erzählt (inzwischen bin ich schon dazu übergegangen, wenigstens ab und zu etwas über mich zu erzählen, auch wenn er NICHT fragt).

Ich schlussfolgere daraus, dass es für viele Männer ein Traum ist, wenn da eine Frau sitzt, die ihnen mutmaßlich optisch gefällt und die ihr Interesse zeigt, indem sie ihm "aktiv zuhört", d.h., passende Fragen stellt.

Nun aber meine Frage an die Männer: kann man so einen Mann generell "abhaken", weil er ja (in meiner weiblichen Interpretation dessen) nur ein Selbstdarsteller ist und gar nicht mich als Person kennenlernen will, sondern eine zuhörende Hülle wünscht. Oder gibt es auch irgendwelche Erklärungen zur "Ehrenrettung" dieser Männer?
Immerhin haben sie ja u.U. nur dieses eine Date, um mich von sich so zu begeistern, dass ich sie auch wiedersehen will. Sollten sie sich da nicht etwas mehr Mühe geben?

Oder kann man es als "Mühe" interpretieren, wenn ein Mann versucht, sich als möglichst toller Hecht selbst darzustellen (im Sinn von: "Der Pfau zeigt sein Gefieder"...)?
 
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Mary

  • #2
AW: Warum stellen viele Männer so wenig Fragen?

Hi,

also mein 1. Date zuletzt hat mich für meine Begriffe zu viel gefragt. ;-))
Ich habe ohnehin schon ein bissl Probleme mit dieser 1. Date Situation, weil man sich mit jemanden trifft, von dem man nicht weiß, ob man sich wirklich treffen mag. Um das herauszufinden trifft man sich ja. Und das ist im Gegensatz zum Kennenlernen im "normalen" Leben halt verkehrt herum. Da lernt man sich ja irgendwie kennen und trifft sich danach erst. Es ist also die Frage des grundsätzlichen Interesses erstmal geklärt - aber eben niemals so offensichtlich und die Frage ob der andere für eine Beziehung passen könnte, schwebt auch nicht ständig im Raum.
Das ist bei solchen Dates via PS ja anders und für mich auch irgendwie ein Haken. Natürlich ists natürlich sinnvoll (sollte man nicht sofort diesen "nein, hilfe, lieber nicht impuls" haben) sich Fragen zu stellen. Aber mir fällt das beim 1. Date eher schwer, weil ich eben von diesem Gefühl wegwill, dass dieses Treffen eine prüfungsähnliche Situation ist, wo jede Antwort "richtig oder falsch" sein kann und im Hintergrund Checklisten abgearbeitet werden. ;-))

Ich finde daher dass man bei einem 1. Date nicht zu viel fragen sollte, sondern es da mehr darum geht, rauszufinden, ob die Chemie stimmt. Man hört ja oft, dass man das oft in den ersten 20 Sekunden weiß. Oder zumindest weiß man ziemlich schnell, wenn sie so gar nicht passt.

Mein letztes Date war da aber zugegebenermaßen auch eine ziemliche Ausnahmeerscheinung. Viel öfter ists mir schon so passiert wie du es beschreibst (also auch beim Kennenlernen außerhalb von PS). Viele hören sich einfach selbst gern reden. Wirkliches Interesse am Menschen durch zuhören oder aktives Nachfragen ist bei den Männern die ich kenne selten eine herausragende Eigenschaft. Auch in Beziehungen (von Freundinnen) ist das kein seltenes Thema. Frauen fühlen sich oft zu wenig gehört, wahrgenommen von ihren Männern. Umgekehrt hab ich davon von Männern selten bis nie gehört.

Mein bester Kumpel z.b. vertritt da auch mehr die These: Wer was sagen will, soll es einfach sagen, tue ich ja auch. Er beginnt z.b. jedes Telefonat mit "ich .." ich hingegen jedes mit "wie gehts dir" ... ;-)

Warum dem so ist? Gute Frage ...

Lg
Mary
 
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  • #3
AW: Warum stellen viele Männer so wenig Fragen?

du kennst doch die Antwort auf diese Frage :)
 
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  • #4
AW: Warum stellen viele Männer so wenig Fragen?

Mir ist auch schon gelegentlich gesagt worden, dass ich zu wenig frage. Das heißt aber nicht, dass ich mich nicht interessiere, im Gegenteil, es heißt nur, dass meine Art, etwas über den anderen zu erfahren, eine andere ist.

Zunächst: allzuviele Frage-Antwort-Situationen erinnern mich mehr an ein Verhör als an entspanntes Plaudern. Und bei eben diesem Plaudern erfährt man etwas über den anderen und der andere über mich. Anders gesagt: beim Plaudern hört man die eine oder andere Antwort, nach der man dann nicht mehr zu fragen braucht.

Eine direkte Frage "zwingt" den anderen ja, sich zu dem befragten Punkt zu äußern. Manches möchte man aber gerade am Anfang noch gar nicht beantworten, und dann hakt dadurch vielleicht die Stimmung. Besser wäre: sag mir nicht, was ich wissen will, sondern was du mir mitteilen willst.

Ich muss ja auch nicht gleich alles wissen, mir ist es wie gesagt lieber, wenn die Stimmung entspannt ist und sich alle Beteiligten wohl fühlen –*schließlich sollen ja (hoffentlich) auch Gefühle entstehen können. Und so erfährt man am Ende vielleicht sogar mehr als bei einem "Verhör".

Also meine Damen: nicht warten, bis ihr gefragt werdet, ihr dürft heutzutage auch ungefragt reden ;-)
 
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  • #5
AW: Warum stellen viele Männer so wenig Fragen?

@Fenster zum Hof
da ich diesen "Fehler" ja auch mache kann ich nur sagen das ich mir selbst ja auch schon diese Frage gestellt habe. Ich kann nur sagen das ich der Mimik und Gestik meiner Zuhörerin auf jedenfall Glauben schenken kann. Die Fragen die mir gestellt wurden können zwar durchaus aufschlussreich sein, einige Fragen die mir gestellt wurden, sind aber auch naiv, da diese meist darauf beruhen das Menschen sich nicht weiterentwickeln. Trotzdem finde ich es natürlich vollkommen aktzeptabel aber halt nur zum Teil sinnvoll. Tatsache ist das die Frauen meist aus den Monologen (ganz so schlimm ist es nicht) nicht so viel entnehmen können, wie es meiner Meinung nach möglich wäre. Am Ende sollte man auf jeden Fall nicht alles auf die Goldwaage legen. Bei mir geht es beim ersten Date und meist auch noch beim zweiten nur um die Chemie.
Gruß,
Scrat
 
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  • #6
AW: Warum stellen viele Männer so wenig Fragen?

hallo,
ich habe den eindruck, dass der redefluß, der bei männern manchmal entsteht, zum teil ein schutz ist, aber vor allem, es ist eine art, um die dame zu werben.( H)er(r) muss zeigen, wie gut, wie gescheid er ist, möglichst viele heldentaten in der kurzen zeit unterbringen, um die dame zu beeindrucken- und auch vielleicht, seine emotionen verbergen.
für uns frauen finde ich die rolle der zuhörerin gar nicht so unangenehm, schließlich stellen wir uns nicht in den vordergrung, mir ist die beobachtungsposition geborgen und angenehm , man kann sich gut ein bild machen und infos sammeln. man sieht dabei, dass der herr sich bemüht.
die fragen kommen später. der moment wo ein mann beginnt, zuzuhören, zeichnet für mich den, wo er sich verliebt. wenn dieser moment nicht kommt, also, wenn er weiterhin (auch bei bestehender "beziehung" "affaire") nicht nachfragt und sich nichts merkt, ist er definitiv nicht verliebt.
 
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  • #7
Im besten Fall muss man diese Frage gar nicht stellen.

Ein erstes Date ist für mich dann gelungen, wenn es gar kein "Frage-Antwort-Spiel" gegeben hat, wenn statt dessen die Kommunikation flüssig und gleichmäßig verläuft, Fragen sich einfach ergeben oder gar nicht gestellt werden müssen. Von diesen Dates hatte ich ein paar und ein paar wenige dieser Männer sind mir Freunde geworden.
 
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  • #8
AW: Warum stellen viele Männer so wenig Fragen?

Nun, mir wird gelegentlich vorgeworfen, ich sei in solchen Situationen zu wortkarg und nicht gesprächig genug --- so unterschiedlich können Menschen und deren jeweilgie Wahrnehmung durch andere sein.

Zudem sehe ich es ähnlich wie Andre: Ich halte wenig von einem "Verhörstil", einer stellt eine Frage, der andere Antworten und hängt eine Gegenfrage an, ... --- das ist in meinen Augen eher langweilig, zäh und letztlich auch wenig informativ, weil vieles was ich über mein Gegenüber gerne erfahren würde sich nicht in Form konkreter Fragen und entsprechender Antworten beantworten lässt, sondern eher "en passant" in Form von kleinen Randbemerkungen, der Art wie etwas gesagt wird oder durch kleine Gesten. Ich möchte nicht (nur) die harten Fakten aus dem Leben des Gegenüber erfahren, sondern auch und vor allem die Dinge, die sich dahinter verbergen, die Einstellung zum Leben, die Art des Humors und viele Dinge mehr, die sich mit einem platten Frage-Antwort-Spiel nicht wirklich ergründen lassen.
 
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  • #9
Du schreibst mir aus der Seele.

Danke für die schöne Formulierung!
 
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  • #10
AW: Warum stellen viele Männer so wenig Fragen?

Obwohl ich es auch so sehe, halte ich die eine oder andere Frage als absolut, OK.
 
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  • #11
AW: Warum stellen viele Männer so wenig Fragen?

.... naja, ein Frage-/Antwort-Spiel finde ich auch nicht gut - es sei denn, man würde in gemeinsamem Übermut tatsächlich ein Spiel draus machen.

Aber ich mag es nicht, wenn Männer vor sich hinmonologisieren, angeben, bis die Balken sich biegen und sich als die tollsten Hechte überhaupt darstellen - und man hat das Gefühl, sie interessieren sich gar nciht für die Frau und ein nettes Gespräch (bei dem BEIDE einen gewissen Redeanteil haben) kommt auch nicht auf.

DAS meinte ich.
 
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  • #12
AW: Warum stellen viele Männer so wenig Fragen?

...mit so jemandem würde ich mich gar nicht öfter als einmal unterhalten. ;D
 
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Mary

  • #13
AW: Warum stellen viele Männer so wenig Fragen?

@ Fenster,

nunja, beim 1. Date wäre ich da mal nicht so streng. Ich glaube schon, dass es des öfteren auch die Aufregung ist, wenn ein Mann ohne Punkt und Komma vor sich hinbrabbelt - Noch dazu wenn das weibliche Gegenüber seinen Wunschvorstellungen ziemlich nahe kommt. :)
Und das Männchen sich gern groß und stark präsentieren, kennen wir ja aus dem Tierreich ;-)) Da bin ich dann froh wenn sie das nur verbal machen ... gehört wohl ein bissl dazu zum Balzverhalten. :))

Das andere Extrem sind halt wieder die Schweiger, die dasitzen wie das Häschen vor der Schlange und so irgendwie gar nichts zu sagen haben.

Wenn's auf der kommunikativen Ebene so gar nicht passt, dann passts halt nicht. Mit "dem Richtigen" ist ja auch das kein Problem.

Lg
Mary
 
M

Mary

  • #14
AW: Warum stellen viele Männer so wenig Fragen?

ich empfehle dazu auch mal "Imponierverhalten" bei Wikipedia einzugeben ... ;-))
 
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  • #15
AW: Warum stellen viele Männer so wenig Fragen?

Und ich empfehle, einfach vorher einige Male zu telefonieren :)
 
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  • #16
AW: Warum stellen viele Männer so wenig Fragen?

Ich muss sagen/schreiben, die Männer die ich getroffen habe waren schon sehr interessiert und haben Fragen gestellt. Ok der eine oder andere hat geredet, geredet und geredet, daß ich Angst bekam er könne jeden Moment umkippen, wenn er nicht gleich Luft holt. Aber das war dann vermutlich wirklich die Aufregung. Ich selber wirke glaube ich ziemlich entspannt, aber das wäre vermutlich anders, wenn es mal zum gewünschten Knistern käme. Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
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  • #17
AW: Warum stellen viele Männer so wenig Fragen?

@Andre ich telefoniere nicht so gerne, treffe die Person lieber nach ein paar Mails...
 
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  • #18
AW: Warum stellen viele Männer so wenig Fragen?

Naja gut, dann musste dich wohl überraschen lassen ;-)
 
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  • #19
AW: Warum stellen viele Männer so wenig Fragen?

@ Mary: sehr schön! :)

Dennoch findet auch hier Imponierverhalten statt, allerdings viel subtiler und weniger physisch, z. B. durch bestechende Rhetorik im Smalltalk (gerade bei Männern: Smalltalk mit anderen Männern in Gegenwart einer Dame), durch außerordentliches Engagement, durch Namedropping, durch Zelebrieren einer ausgeprägten Kultiviertheit, durch dezente Hinweise auf Studienerfolge bzw. Forschungsprojekte im Gespräch (in Kreisen, in denen Bildung als Statussymbol gilt), sowie scheinbar zufälliges, aber doch auffälliges Drapieren der Pkw-Schlüssel einer Nobelmarke (sofern in dem entsprechenden gesellschaftlichen Umfeld protzige Autos nicht als materialistisch oder "neureich" gelten und somit als niveaulos verachtet werden). (Quelle: Wikipedia.de)
 
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  • #20
AW: Warum stellen viele Männer so wenig Fragen?

@ Frank:

Man kann die Frauen natürlich genausowenig über einen Kamm scheren wie die Männer.
Ich persönlich rede gern und erzähle auch viel - man kann ja auch Dinge über sich "preisgeben", die okay sind - es müssen ja nicht immer die ganz großen Lebensgeständnisse sein, die beim ersten Date definitiv fehl am Platze wären.

Das "kann" aber nicht jede(r), ich kann mir gut vorstellen, dass grade Frauen sich oft damit schwer tun, was m.E. primär mit gesellschaftlichen Prägungen zusammenhängt.

Während ein Mann sich offenbar in der Tat produzieren will und dieses "viel reden und viel von sich erzählen" bei Männern als cool, stark und männlich gilt, "lernen" Mädchen oft den Satz "Bescheidenheit ist eine Zier", "dränge dich nicht so in den Vordergrund".
Manch eine Frau hält vielleicht auch ihr Leben für uninteressant, viele "beschäftigt" vielleicht auch tatsächlich nichts so sehr, dass sie es für "wert" hält, ihrem noch unbekannten Gegenüber etwas darüber zu erzählen. Das ist dann so eine Art "falsche Bescheidenheit", mangelndes Selbstvertrauen.
Frauen neigen tendentiell ja dazu, sich mehr Gedanken zu machen, ob sie jetzt "was Falsches" sagen (etwa etwas vermeintlich Dummes oder etwas, was dem Mann nicht gefällt) und sagen dann lieber nichts.
 
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  • #21
AW: Warum stellen viele Männer so wenig Fragen?

@ Frank:
ich gebe Dir zu 100% Recht: auch ich möchte keinen Partner, mit dem man sich schon beim ersten Date nichts zu sagen hat. Wobei ich an dieser Stelle auf ein Ehepaar aus meinem Freundeskreis verweisen möchte, die seit nunmehr acht Jahren zusammen sind und die mir beide unabhängig von einander nach einem zweiwöchigen Urlaub auf einer eher einsamen griechischen Insel berichteten, es sei unerträglich gewesen, sowas machen sie nie wieder - sie seien so sehr auf sich als Paar zurückgeworfen gewesen und hätten sich einfach nichts zu sagen gehabt.
Mit anderen Worten: wenn beide sich nichts zu sagen und diesen Anspruch auch gar nicht haben, dann passt es ja auch wieder.

ABER: das ist natürlich nicht MEIN Anspruch und Deiner auch nicht.

Ich wollte ja für die schweigsamen Frauen auch keine Lanze brechen, sondern nur erklären, warum viele mutmaßlich schweigen.

Ich habe mir nun jedenfalls vorgenommen, beim nächsten Mann, der mich komplett zutextet und immer nur von sich, seinen Erfolgen usw erzählt, einfach mal "auf die Meta-Ebene" zu gehen und ihn zu fragen, warum er das macht und ob ihn denn an mir überhaupt nichts interessiert. Ich gehöre ja nicht zu den schweigsamen Frauen - und es wäre ja ärgerlich, wenn ihm das gar nicht auffällt, weil er die ganze Zeit redet und ich ihn aus Höflichkeit nicht unterbreche.
 
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  • #22
Männliches Kommunikationsverhalten und weibliches....

Dem Thema gibt es kaum noch etwas beizufügen als vielleicht folgendes...
Er balzt, spreizt die Federn, damit sie schauen kann, ob er ein geeigneter Kandidat ist. Wenn sie möchte und wenn es ihr gefällt kann sie nachfragen, und ja eine neue männliche Qualität ist es, sich auch dafpür zu interessieren, was sie tut.
Wäre auch besser, wenn ihr das versucht zu erfahren, die Hülle kann ziemlich schnell langweilig sein (wie ja auch schon vorher geschrieben).

Ich habe schon beides ausprobiert, die aktive Zuhörerin, und auch die Kommunikationsführung zu übernehmen.
Das erste funktionierte bei Herren gut, die eher eitel waren, das zweite, wenn ich wusste, dass ich ganz bestimmt nichts von ihm will. Denn die Herren finden das im Normalfall zu anstrengend.

Ok, ok, ich weiss, Klischees und subjektive Einzelerfahrungen, aber so ist halt das Leben: subjektiv.

Wer bei mir Tippfehler findet, darf die auch gerne behalten - es gibt ja nicht überall einen Spellchecker ;o)
 
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Mary

  • #23
AW: Warum stellen viele Männer so wenig Fragen?

Ich schätze das Ideal liegt wie so oft in der goldenen Mitte. Niemand will ewig zugelabert werden, genausowenig wie es Spass macht, die ganze Zeit den Unterhalter zu spielen. Extreme sind da wohl selten gefragt.

Wenn man sich das bewußt macht und sich selbst richtig einzuordnen weiß, kann man ja vielleicht ein wenig gegensteuern, beim nächsten Mal und sich entweder zurücknehmen oder dann doch auch mal bissl mehr wagen.

Lg
Mary
 
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  • #24
AW: Warum stellen viele Männer so wenig Fragen?

Ich wiederhole noch mal meinen eindringlichen Rat: Telefoniert vorher!
 
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  • #25
Gib ihm eine Chance, zu fragen. Oder rede selber

"nach ca 2 Minuten Smalltalk und Bestellung fängt der Mann an, über sich selbst zu reden - und hört erst beim Bezahlvorgang wieder auf. Zwischendrin stelle ich ihm Fragen - also: ich bin eine "gute Zuhörerin", wie man so sagt, ich frage ihn nicht aus" ..
vielleicht fühlt er sich aber doch ausgefragt und denkt am Ende "die hat abe gar nichts von sich preisgegeben.
a) Lass einfach mal eine Pause eintreten, frage nichts, wenn Du nicht willst, sage auch nichts.
b) Wenn er keine längeren Pausen macht, warte ein Satzende ab (ohne Pause !) und sage dann etwas von Dir zum selben Thema
c) Schließlichwäre noch die Möglichkeit, über "andere" oder anderes zu reden, nicht gleich die eigene Geschichte auszupacken
d) Vielleicht hatte er schonlänger niemand mehr, dem ihm zugehört hatte, dann wird sich das schon mit der Zeit legen ... viel Reden des Mannes beim ersten Date ist vermutlich keine Garantie, im weiteren (Zusammen-) Leben nicht an einen Schweiger geraten zu sein.
 
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  • #26
AW: Warum stellen viele Männer so wenig Fragen?

Fenster zum Hof, lass dir mal von mir erzählen:

Ich bin sehr introversiert und komme mit Frauen nur äußerst selten ins Gespräch. Wenn ich mal etwas sage ist es manchmal ein guter Witz über den alle Anwesenden Lachen können, meist wird es aber als unpassender Kommentar abgetan, so halte ich meist mein Maul und versuche Peinlichkeiten zu vermeiden.

In der Situation, die du zu Anfangs des Blocks erwähnst, kann ich mich gut reinversetzen: Endlich mal eine Frau, die mir zuhört, die sich nicht nach zwei Sätzen einen anderen zuwendet und nach fünf Minuten verschwunden ist. Also erzählt man von sich. Wenn du noch interessierte Zwischenfragen stellst umso besser, Das zeigt interesse man erzählt noch mehr.

Man genießt es derart, endlich mit einer Frau zu reden, die ihm zuhört und an ihm interessiert ist, dass es auf jeden Fall am Ende des Dates sagen muss, dass er sich immer eine Frau wie dich gewünscht hat.

Wenn du mit ihm richtig ins Gespräch kommen möchtest und du auch was von dir erzählen möchtest, greife eine Situation auf, von der er erzählt und erzähle was du dort erlebt hast, oder wie du das gemeistert hast. Wenn er dir zuhört, weißt du sofort dass er keine Labersack ist, der sich am liebsten selbst reden hört. Ich verspreche dir dass die meisten Männer dir zuhören werden...
 
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  • #27
AW: Warum stellen viele Männer so wenig Fragen?

Ich habe einen Mann kennengelernt, der hauptsächlich erzählt hat und schwierig zu unterbrechen war.

Und einen, der mich regelrecht ausgefragt hat. Vielleicht hatte er gehört, er müsse bei Dates Interesse signalisieren und hat sich zu sehr bemüht...

Beides war mir unangenehm. Ein Kennenlerngespräch muss ein Ping-Pong-Spiel sein.
 
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  • #28
AW: Warum stellen viele Männer so wenig Fragen?

natürlich fühlt sich Mann geschmeichelt, wenn frau ihm Fragen stellt zu Themen, die
ihm die Möglichkeit geben, von sich und möglichst seinen guten seiten zu erzählen.
Würde mir bei einem attraktiven Gegenüber, die ich wiedersehen möchte, auch schmeicheln.
Aber wenn mich doch die Frau interessiert, frage ich sehr bald auch bei ihr nach, gebe auch ihr die Gelegenheit zu erzählen. Mich selbst kenne ich, ,ein Gegenüber noch nicht :)), Aber dann interessiert mich das doch auch, was sie so macht, was sie denkt, was sie mag oder nicht.
Ich möchte etwas wissen über die Dame. Am Ende entsteht ein nettes Gespräch, ein Hin und Her.
Und im Idealfall gehen beide auseinander und haben sich noch genug Neugier bewahrt für das 2. Date.
 
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  • #29
AW: Warum stellen viele Männer so wenig Fragen?

@ goldmarie #7:
Das wären meine Worte gewesen...

Wenn man gemeinsam vom Hölzchen aufs Stöckchen kommt und trotzdem am Ende des Dates das positive Gefühl hat, erst an der Oberfläche gekratzt zu haben.