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  • #61
Du musst es nicht Scharfreden, denn auch pathologische Menschen können liebenswert sein; ich habe es nicht als Eigenschaft unfähig für Beziehung wahrgenommen. Nicht die Pathologie für sich selbst, stattdessen das gesamte Packet was sonst noch vorhanden war, besonders die begrenzte unverrückbare Weltanschauung. Das war Anfangs nicht so, zeigte sich aber genau zu dem Zeitpunkt als die alte Dame in ihre Nähe kam, von da an war sie übergeschnappt. Ohne den Vorfall hätte ich es vielleicht richten können. Dieser Vorfall hatte ihren Helferanspruch schlagartig intensiviert und alternative Interessen stark abgeschwächt, sodass sie auch viel Radius eingebüsst hatte welcher ich am öffnen war.
Es braucht sozusagen zwei feste "Punkte" und zwischen diesen entsteht die Beziehung. Es ist keine Beziehung, wenn die eine Person die andere einfach vereinnahmt.
Danke, sag das ihr einmal.
 
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  • #63
Immer langsam mit den jungen Pferden, was wirfst du mir vor? Ich habe nichts akut ruiniert, bin ja leider zu tolerant so scheint es mir. Es ist ja nicht so dass ich es nicht toleriere, aber etwas meinen darf ich ja dann schon noch. Die Intoleranz kam klar von anderer Seite.

Es ist wahrscheinlich einfach modisch gegen mich zu sein.
 
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  • #65
Für mich war sie komisch aber Liebe bleibt Liebe... dazu brauche ich nicht deine tolle Erfahrung. Bei ihr war es jedoch scheinbar vorwiegend der Sache, pflegerisch zu wirken, dienlich. Bei Kindern war Interesse auch tief, aber Pflegen (gegen den Tod, nicht für das Leben) tut sie pausenlos.

Sachlich betrachtet wars allerdings so:
Es wäre eh nicht gegangen weil ihr eigenes Leben ihr kaum was wert ist, nur dieses Format und das ständige Rumhelfen bei ausgesuchten Lebewesen welche niemals ausgehen um Tod hinauszuzögern, Kampf gegen Windmühlen.

Mutti sagt:
Sie kennt solche Menschen. Da kann man nichts mehr machen. Der Tod ist nicht das Schlimmste fanden schon die Indianer. Tote Rehe und Vögel kommen auch in meinem Lieblingsfilm von Jim Jarmusch vor...

Antwort auf ihre starke Angst gegen tote Tiere welche auch behandelt wurde und offenbar fühlt sie sich in der Pflicht Tod zu verhindern anstatt Leben zu fördern, tönt gleich ist aber im Sinn grundverschieden. Für mich ist Partnerschaft im Kern Lebensförderung und nicht gegen-Tod-Pflegen, beziehungsweise gegen unvermeidlichen Tod ankämpfen, das sollte ich noch festhalten. Hier äussert sich etwas bereits vorhandenes als ungünstige Pathologie, da es Partnerschaft kaum fördert, ausser man hat akuten Pflege und Fürsorgeanspruch ohne nennenswerte andere Interessen.
 
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  • #66
@Xeshra
Aber du kannst doch nicht von einem Menschen erwarten, dass er von jetzt auf gleich sein ganzes Leben komplett umkrempelt. Sowas braucht schon etwas Zeit. Und ich find es auch normal, dass man negativ reagiert wenn ein potentieller Partner von einem verlangt das zu tun.
 
S

Sweety69

  • #67
OK, Beziehung ist jetzt zerbrochen, woran es genau lag ist mir völlig klar (es wurde ja angedeutet) jedoch echt brachialer Fall sowas. Von meiner Seite keine Probleme, aber sie war hier effektiv nicht zur Beziehung fähig.
Same old story... Wie gerne würde ich mal lesen: okay, hat nicht geklappt, ich hab's wohl verkackt und das tut weh, denn mit ihr / ihm hätte ich es mir echt gut vorstellen können.
Ne ne, man selbst ist ja der größte Hecht, schon immer und sowieso. Gähn.
 
S

Sweety69

  • #69
zu dem Zeitpunkt als die alte Dame in ihre Nähe kam, von da an war sie übergeschnappt. Ohne den Vorfall hätte ich es vielleicht richten können. Dieser Vorfall hatte ihren Helferanspruch schlagartig intensiviert und alternative Interessen stark abgeschwächt
Würden alle Menschen so selbstverständlich helfen, dann müsste sie sich nicht allein um alle kranken und alten Menschen und Tiere kümmern. Vielleicht ist ihr "Helfersyndrom" lediglich Symptom eines umgreifenden Egoismus der sie umgebenden Gesellschaft. Ich denke: sie kümmert sich nur um die, welche übrig bleiben und um die sich sonst keiner kümmern würde. Was ist daran nicht zu verstehen?
 
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  • #70
Würden alle Menschen so selbstverständlich helfen, dann müsste sie sich nicht allein um alle kranken und alten Menschen und Tiere kümmern. Vielleicht ist ihr "Helfersyndrom" lediglich Symptom eines umgreifenden Egoismus der sie umgebenden Gesellschaft. Ich denke: sie kümmert sich nur um die, welche übrig bleiben und um die sich sonst keiner kümmern würde. Was ist daran nicht zu verstehen?
Weil dann weniger Zeit für den Mann übrig bleibt und er nicht die erste Geige spielt?
 
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  • #73
Ich denke: sie kümmert sich nur um die, welche übrig bleiben und um die sich sonst keiner kümmern würde. Was ist daran nicht zu verstehen?
Erstens vernichtet ein Übermass davon jede Partnerschaft, darauf war sie ja auch gekommen. Zweitens sind das auch in hohem Ausmass nur Pinzettenpickungen im Ameisenhaufen: Sie könnte eine Milliarde Menschen oder endlos viele Tiere in ähnlich ungünstigen Situationen haben. Was genau möchte sie damit erreichen? Ihren Frieden finden da sie es so gerne macht? Die Lösung sehe ich ethisch gesehen woanders, mehr auf systematischer und methodischer Ebene und weniger bei der akuten Symptombekämpfung. Ja gut, wenn es wirklich so ist dann ist es der partnerlose Weg und fertig, wenn es so sein muss. Nur unfein dass sie dazu ein Herz brechen musste,... ich hoffe sie bleibt ab jetzt beim Zölibat. Sie vernichtet damit viele ihrer Freiheiten und die des nicht mehr möglichen Partners, eine sehr strenge fatalistische, weil für sie unausweichliche, Weltansicht.

Ich bin klar deterministisch, ich setze gerne Grenzen und begrenze auch helferische Aktivitäten zugunsten anderer Potentiale z.B. Partnerschaft.

Also um alte Leute kümmert sich bestimmt jemand anders hierzulande, keine Sache. Um schwerkranke Hunde tatsächlich nur wenige jedoch ist es gar nicht tierfreundlich: Meiner Meinung nach sollte man die meisten einschläfen lassen, ausser sie sind noch so vital (zu kriegen) dass ihr Leben lebenswert ist (nicht mit riesen Tumor oder ähnlich kritisches). Ist ja auch nicht so dass alte Leute nicht regelmässig einen Besuch abstatten dürfen, jedoch eine permanente Hauspflege bei jungen Leutchen wird je nach Möglichkeiten/Infrastruktur Partnerschaft vernichten, harter Fakt. Dann gibts einfach Partner oder Tante, so simpel...

Tja, Mutti hat halt immer recht:

Wenn eine Frau solche Innigkeit nicht erkennt und nicht einen Weg suchen will, dann ist es einfach nicht machbar. Dann hat die Liebe generell keine Chance. Tief im Herzen hätte sie das spüren müssen, dass es wertvoll ist und sie hätte etwas einlenken sollen. Auch ein starker Mensch braucht Liebe und Feingefühl, nicht nur ein schwaches, sterbendes Lebewesen. Sie selber ist vielleicht stark, aber mit dir zusammen hätte sie noch mehr Stärke in die Welt bringen können und Gutes bewirken. Da bin ich sicher. Es ist wieder einmal typisch : so dermassen lieb und andererseits so dermassen hart. Da lobe ich mir doch die Menschen, die ständig entscheiden und Prioritäten setzen und nicht einfach gut sind und dabei rücksichtslos.

Gut ist sie sicher, jedoch dermassen gut dass es absolut rücksichtslos wird gegenüber allem was nicht als hilfsbedürftig gesetzt wurde, krass sowas. Man kann sagen, Hass/Wut macht blind und sie hasst das was nunmal nicht bedürftig ist, auch hier wird man blind. Sehr paradox, lieb und gleichzeitig hart...
 
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  • #74
Würden alle Menschen so selbstverständlich helfen, dann müsste sie sich nicht allein um alle kranken und alten Menschen und Tiere kümmern. Vielleicht ist ihr "Helfersyndrom" lediglich Symptom eines umgreifenden Egoismus der sie umgebenden Gesellschaft. Ich denke: sie kümmert sich nur um die, welche übrig bleiben und um die sich sonst keiner kümmern würde. Was ist daran nicht zu verstehen?
@Xeshra Es tut mir sehr leid. Ich habe dir deine Liebe sehr gegönnt.

Auch wenn man einen neuen Partner sucht, bleibt man in der Verantwortung für Kinder, für Eltern ...

Das ist nicht immer leicht, weil man für den Partner so gern an erster Stelle stehen möchte, aber es ist aus meiner Sicht wichtig und richtig.

Wenn du einen Menschen liebst, der sich für andere engagiert, tut er es für dich sehr wahrscheinlich auch. Ob das unbedingt ein Helfersyndrom ist? Vielleicht ist es einfach nur Verantwortungsbewusstsein.
 
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  • #75
Du, das mit dieser alten Dame ging nicht mehr auf, rein wegen Infrastruktur nicht und dann ist die Dame (nicht ich) noch so speziell dass sie keine "Fremden" dulden kann. Das war einfach Entscheid gegen mich und für sie. Mir wäre echt alles egal gewesen.
 
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