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Deleted member 21128

  • #616
Also ganz ehrlich, du hast das Thema jetzt hoch gekocht, nicht ich.
Du hast aber eine interessante Perspektive!
Ich sehe es als Unterschied zu schreiben, da denuziert usw. wird, oder wenn man schreibt, dass man die Beiträge des Anderen nicht gut findet und das sachlich begründet.
Ich denke, da sind wir uns einig.
Zudem, was du meinst tun zu müssen, muss ich nicht tun.
Richtig. Es liegt mir auch völlig fern, dir Vorschriften zu machen. Du hast mich hier zu dem Thema angeschrieben, ich habe dir geantwortet.
Und schon wieder die Verwendung "man"... kannst du nicht in der Ich-Form schreiben:rolleyes:?
Ach Menta, bitte! Mein ganzer Beitrag ist - wie übrigens die meisten meiner Posts - in der Ich-Form. Der letzte Satz ist deshalb in Man-Form, weil es sich um eine allgemeingültige Verhaltensempfehlung handelt.
 
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  • #617
Also, Mutti jeden Tag da, der "böse" Papi nur jede 1-2 Wochen?
Genau das wollte ich damit nicht aussagen. Ich kenne einige Familien, in denen sich die Kindererziehung auch nach der Trennung geteilt wird und es scheint dort für die Kinder zu funktionieren, obwohl ich anfangs dem Modell, dass Kinder an zwei Orten ein Zuhause haben, eher skeptisch gegenüber stand.
Manchmal eher Liebesvertrag, aber macht nichts, zur Not sorgt immer jemand um sie. Oft ist Liebe schon erstaunlich leicht zu haben, während es andererseits schier unmöglich ist, grosses Paradox.
Eigentlich ist es kein Paradoxon. Kinder werden von ihren Eltern um ihrer selbst geliebt. Zumindest sollte es so sein. Als Erwachsener musst du aus meiner Sicht die Liebe eines anderen Menschen "gewinnen" und pflegen. Das ist durchaus mit Mühe verbunden, lohnt sich aber nach meiner Erfahrung :)
 
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  • #618
"Um ihrer selbst", also quasi bedinungslos. Erwachsene können das nicht sondern brauchen funktionelle Ansprüche? Ich sehe das nicht für alle so, jedoch für die Mehrheit. Das ist irgendwie eine schaurige Erkenntnis welche mir in dieser Form kaum bekannt war.

Das mit Babe, also auch ich habe hier keine Freunde, deswegen ist es jedoch trotzdem so dass ich mich manchen Usern mehr (oder weniger) zugeneigt fühle aus verschiedenen Gründen. Dass ich hier einfach quasi wertfrei blind rumwüte und je nachdem alles plattmachen möchte, dem ist nicht so da ich stets auch den Umstand oder Zustand versuche zu berücksichtigen.
 
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MaryCandice

  • #619
Ich mache es immer gerne kurz und auf den Punkt bringend. Lies dir die Beiträge von Babe in Ruhe durch. Sie selbst hat sich da als Troll offenbart und auch geschrieben, dass es noch andere Trolls gibt.
Ich lach mich schlapp!!! Allein, wenn ich daran denke, was du mir alles 'andichtest und zuschreibst' anhand meiner 'ach so eindeutigen Posts'... aber ich weiß: Du irrst dich nie und hast immer recht behalten. Schon sooooo oft.

Ich werd nicht mehr.
 
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  • #620
"Um ihrer selbst", also quasi bedinungslos. Erwachsene können das nicht sondern brauchen funktionelle Ansprüche? Ich sehe das nicht für alle so, jedoch für die Mehrheit. Das ist irgendwie eine schaurige Erkenntnis welche mir in dieser Form kaum bekannt war.
In einer Paarbeziehung ist es ein Geben und Nehmen während den Kindern vor allen Dingen gegeben wird.

Nein, ich sehe keine bedingungslose Liebe unter Erwachsenen. Das ist - glaube ich - oft ein Trugschluss.

Selbst als mein Mann schwer erkrankte und ich ihn pflegte, gab ich eigentlich auch nur das zurück, was ich von ihm in den Jahren zuvor und während dieser Zeit bekam - Liebe, Vertrauen, Wertschätzung...
Unter anderen Umständen hätte ich wohl auch nicht die Kraft für die Pflege aufbringen können.
 
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  • #623
In einer Paarbeziehung ist es ein Geben und Nehmen während den Kindern vor allen Dingen gegeben wird.
Ich sehe es nicht so, denn auch Kinder geben einem viel zurück, allem voran die unheimlich wertvolle quasi bedinungslose Liebe. Erstaunlicherweise vom ersten Tag an, ohne dass gegeben noch genommen wurde. Wenn nicht gläubig kann man ja noch damit kommen dass das Leben von den Eltern geschenkt wurde; wenn gläubig war es jedoch Gottes Geschenk. Danach gefragt wurde jedoch niemand, denn oft ist es kein schöner Umstand und dieses Geschenk purer Eigennutz: Es soll mir im Alter dann zurückgeben was ich gegeben habe.
Selbst als mein Mann schwer erkrankte und ich ihn pflegte, gab ich eigentlich auch nur das zurück, was ich von ihm in den Jahren zuvor und während dieser Zeit bekam - Liebe, Vertrauen, Wertschätzung...
Unter anderen Umständen hätte ich wohl auch nicht die Kraft für die Pflege aufbringen können.
Wie lange oder wieviel muss man denn davon bekommen um es zurückzugeben? Du rechnest mit mir unbekannten Massen. Entweder liebt man genug oder es war einfach nicht genug Liebe im Spiel. Aber kann man das irgendwie bemessen? Er hat genug Liebe u.a. gegeben, jetzt kann ich genug zurückgeben? Für mich ist es hauptsächlich eine Frage der Wahrhaftigkeit dieser Liebe, nicht wirklich Dauer und Konstrukt dieser Liebe. Ist sie nicht innig geht sie schneller hoch als einem lieb ist, meine Ex ist perfektes Beispiel. Da brauchte es nur Tante, Hund und 2 Mails bis es hochging. Bei mir andererseits bräuchte es ein Armageddon, bis ich ehrlich sagen kann "ich liebe sie nicht mehr".
Nein, ich sehe keine bedingungslose Liebe unter Erwachsenen. Das ist - glaube ich - oft ein Trugschluss.
Also deine Liebe basiert darauf wieviel dir gegeben wurde? Das würde ich nicht Liebe nennen sondern Zweckliebe. Ich denke allerdings dass du meistens richtig liegst, jedoch nur meistens.
Unter anderen Umständen hätte ich wohl auch nicht die Kraft für die Pflege aufbringen können.
Ich schon, jedoch muss es wirklich Liebe sein, ansonsten kann man mir geben was man möchte, ich helfe nicht: Gibt genug Helfer die ersatzweise einstehen würden, ich sehe nicht ein wieso ich mich da abrackern soll. Würde die Ex mich fragen ob ich den kranken Hund bis zum Lebensende pflegen kann als Liebesbeweis, dann tue ich es, selbst wenn sie mir bis dahin nicht einmal Liebe gegeben hat.

Ich sehe Liebe nicht als funktioneller Vertrag: Ich helfe dir wenn du mir hilfst. Sondern ich mache es weil ich es so möchte, von Herzen, selbst wenn dieser Mensch ein verdammter Ignorant war welcher mich 10 Jahre hasste. Würde die Ex in 10 Jahren schwerkrank werden und um meine Hilfe bitten dann tue ich es, trotz 10 Jahre Hass, einfach nur weil ich an ihrer Seite sein möchte.

Allerdings, würde mir jemand 1 Million EUR vererben von Herzen, dann würde ich es sicher irgendwie zurückgeben mithilfe Unterstützung, eine deutliche Sympathie und zurückgeben einer Geste. Jedoch ists noch keine innige Liebe. Wenn die Erbschaft nur zwingend (Verwandtschaftsverhältnis) zustande kam, ohne eigenen Wunsch, dann gibts kaum Symphatie sondern es ist rein funktionell.
 
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  • #624
Ich sehe es nicht so, denn auch Kinder geben einem viel zurück, allem voran die unheimlich wertvolle quasi bedinungslose Liebe. Erstaunlicherweise vom ersten Tag an, ohne dass gegeben noch genommen wurde.
Es ist richtig, dass man von Kindern sehr sehr viel zurück bekommt. Dennoch könnten meine Kinder fast alles "anstellen" ohne Gefahr zu laufen, meine Liebe und Unterstützung zu verlieren.
Wie lange oder wieviel muss man denn davon bekommen um es zurückzugeben? Du rechnest mit mir unbekannten Massen. Entweder liebt man genug oder es war einfach nicht genug Liebe im Spiel. Aber kann man das irgendwie bemessen? Er hat genug Liebe u.a. gegeben, jetzt kann ich genug zurückgeben? Für mich ist es hauptsächlich eine Frage der Wahrhaftigkeit dieser Liebe, nicht wirklich Dauer und Konstrukt dieser Liebe. Ist sie nicht innig geht sie schneller hoch als einem lieb ist, meine Ex ist perfektes Beispiel. Da brauchte es nur Tante, Hund und 2 Mails bis es hochging. Bei mir andererseits bräuchte es ein Armageddon, bis ich ehrlich sagen kann "ich liebe sie nicht mehr".

Also deine Liebe basiert darauf wieviel dir gegeben wurde? Das würde ich nicht Liebe nennen sondern Zweckliebe. Ich denke allerdings dass du meistens richtig liegst, jedoch nur meistens.
Das lässt sich nicht in Jahren messen. Wenn du Maße möchtest, sind es vielleicht gemeinsame Erlebnisse, gemeinsame Glücksmomente, gemeinsame Erfolge, gemeinsam bewältigte Krisen und sogar gemeinsame Tränen. Mein Mann war im Gegensatz zu anderen Partnern, die ich hatte, in der Lage mir seine Liebe zu zeigen. Bei ihm hatte ich das Gefühl, innig geliebt zu werden und nicht nur meine Liebe zu geben. Wir haben wirklich konsequent auch Freiräume für Zweisamkeit gesucht und versucht - bei all den anderen Aufgaben - nicht zu vergessen, dass wir ein Paar sind. Das war eine Lektion, die wir beide aus früheren Beziehungen mitgenommen haben.
Ich schon, jedoch muss es wirklich Liebe sein, ansonsten kann man mir geben was man möchte, ich helfe nicht: Gibt genug Helfer die ersatzweise einstehen würden, ich sehe nicht ein wieso ich mich da abrackern soll. Würde die Ex mich fragen ob ich den kranken Hund bis zum Lebensende pflegen kann als Liebesbeweis, dann tue ich es, selbst wenn sie mir bis dahin nicht einmal Liebe gegeben hat.
Wenn nur ein Partner innig liebt, wird er sich vermutlich irgendwann innerlich "leer" fühlen. Das ist zumindest meine Erfahrung.​
 
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  • #625
Klar wird es einem langsam innerlich kaputt oder leer machen, da man es nicht mehr aus dem Herzen bringt, jedoch die Verbindung nie erwidert wird, denn Liebe ist Zweisamkeit nicht Einsamkeit. Es geht ganz einfach langsam die nährende und wachsende Substanz verloren. Unmöglich ist es jedoch nicht wenn mit Gott und zu Gott geliebt wird. Wie kann man Gott, der nicht materiell greifbar ist lieben wenn man nach etwas greifen möchte? Es ist möglich, genauso geht es auch bei einem Menschen, jedoch nicht ohne Gott. D.h. ich kann es nur mit dieser "Eselsbrücke" tun, alles andere ist nicht menschlich machbar.

Dennoch, selbst wenn ich die Verbindung nicht abtrennen kann so möchte ich dennoch jemand anderem die Liebe erneut geben, auch das ist möglich wenn Gott mir beisteht. Es gibt einen guten Grund wieso es vorher nicht klappte, auch wenn ich es heute noch nicht verstehe.
Mein Mann war im Gegensatz zu anderen Partnern, die ich hatte, in der Lage mir seine Liebe zu zeigen. Bei ihm hatte ich das Gefühl, innig geliebt zu werden und nicht nur meine Liebe zu geben.
Wie zeigt man das? Indem man treffend das sagt was der andere hören möchte? Ich mag jetzt schroff klingen, jedoch möchte ich klar Liebe von funktionellen und sachlichen Anteilen trennen.

Hätte ich z.B. bei der Ex einfach vormachen sollen wie sehr ich Hund und kranke Tante gerne pflegen würde und wie bereichernd das alles ist? Quasi ihren Wunsch aus der Nase ziehen und ein Konstrukt vormachen? Wenn sie mich abserviert noch schöne Worte sülzen z.B. wunderbar wie du das so treffend erkannt und getätigt hast, und schade dass ich ein Versager war? Ist das Liebe? Wäre das echt der Liebesbeweis der allgemeingültig wäre? Ich hätte noch sagen können dass ich nie was mit Kindern wollte, keine Kernfamilie mag, wunderschön finde dass sie die Tante so gerne pflegt und hoffentlich holt sie noch mehr kranke Hunde... halt einfach schön vormachen was man gerne hört. Wenn Liebe echt so funktioniert ist es ein Armutszeugnis, jedoch... lieben tue ich trotzdem, wieso weiss nur Herz und Gott: Der Kopf sagt, ich spinne.
 
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  • #626
Da scheinst du mir auf jeden Fall sehr leicht dem Kitsch auf den Leim zu gehen, wenn er nur genügend "romantisch" oder "neuplatonisch-esoterisch" vorgetragen wird, wenn die Wörter umso größer erscheinen, je weniger sie erarbeitet wurden.
Du hast von Romantik soviel Ahnung wie die Kuh vom fliegen und dermassen platonisch wars mir jetzt auch nicht rübergekommen. Jedoch ziemlich talentiert wie die Kritik verpackt wurde als wäre die massive Abwertung gar nicht wirklich da; Übung macht in der Tat den Meister, das bestätigst du sogar selbst.
 
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  • #627
Ich fänds verständlich, Marlene, wenn du Xeshra bei dem Gegenwind, den er kriegt, das Gefühl geben möchtest, da stünde jemand verständnisvoll auf seiner Seite. Du wirst von ihm dafür ja mit der Zuschreibung von Weisheit belohnt. Tut dir vielleicht auch gut.
Nein.
Da scheinst du mir auf jeden Fall sehr leicht dem Kitsch auf den Leim zu gehen, wenn er nur genügend "romantisch" oder "neuplatonisch-esoterisch" vorgetragen wird, wenn die Wörter umso größer erscheinen, je weniger sie erarbeitet wurden.
Das Thema hatten wir schon einmal. Und ich sage jetzt nur noch so viel dazu: Du und ich - das sind komplett verschiedene Welten, Du verneinst "Seele" und "arbeitest" allein mit Deinem Verstand. Und diesen setzt Du oft auf künstliche Art und Weise ein, um zu Deinem Ergebnis mit dem einzigen Thema der Entlarvung zu kommen. Und sehr oft landest Du dabei mit den geschickten und erlernten Mittel einer ausgewieften Rhetorik zum Schluss bei der Abwertung, das ist dann nämlich die eigentliche Aussage, die bleibt. Den Inhalt des Selbstbetruges benennst Du nämlich gar nicht. Es geht auch nicht um Kunst oder Kitsch, darüber könnte man sich ja inhaltlich auseinandersetzen, genauso auch darüber, ob Du Dir solche Begriffe wie "Tiefe" usw. überhaupt erarbeitet hast. Was z.B. ich nicht finde, da Du ja eh sie grundsätzlich ablehnst. Als Kitsch.
Ich erinnere Dich nur an Deine Gyros-Ausführungen, da wurde ja deutlich, dass es bei Dir nur (unbeseelte) Materie gibt. Und alles Andere machst Du dann kaputt, weil selber davon abgeschnitten.
Manchmal kommt es mir auch so vor, dass Du eine gewisse Genugtuung aus der Abwertung ziehst, das könntest Du Dir mal überlegen, das wäre nämlich auch ein weites Feld für Dich, sich darum zu kümmern. Und zwar immer dann, wenn Du ein wenig hilflos wirst und die Argumentation nicht mehr passt, da die Logik nicht mehr greift und es in andere Zusammenhänge verweist.
Ich könnte jetzt noch viel dazu schreiben, habe aber ehrlich gesagt, darauf keinen Nerv, weil ich weiß, wo das wieder enden wird.
 
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  • #628
Wie zeigt man das? Indem man treffend das sagt was der andere hören möchte? Ich mag jetzt schroff klingen, jedoch möchte ich klar Liebe von funktionellen und sachlichen Anteilen trennen.​
Wie man zeigt, dass man den anderen liebt... Ich denke, man zeigt (irdische :) ) Liebe, in dem man die Wünsche und Bedürfnisse des anderen kennt und gegenseitig darauf eingeht. Diese sind sehr individuell. Für mich gehört eine innige Freundschaft zur Liebe, die berühmte Kommunikation auf Augenhöhe und last but not least auch eine große körperliche Anziehungskraft. Wenn man es schafft, das alles zu entwickeln und zu bewahren, dann ist es in meinen Augen Liebe.
Das anfängliche Verliebtsein ist nur ein Vorschuss, es vergeht. Es verschafft aber die Möglichkeit sich gegenseitig zu öffnen, denke ich.
 
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  • #629
Nicht zu vergessen, daß die Botschaft war, daß du zur Gesellschaft gehörst.
Gesellschaft, sachlich formuliert laut Google: social relations based on impersonal ties, as duty to a society or organization. Problem: Ich führe üblicherweise nichts unpersönliches aus. Hätte ich Partnerschaft wäre das anders. Gibt dann noch weniger sachliche Anschauungen wo man ein ganzes Buch drüber schreiben könnte, aber das wird von dir eher verneint oder kleingeredet. Man kann höchstens noch sagen dass ich bei gewissen Konstrukten mitmache (allerdings fast immer Eigennutz) wie z.B. hier, aber das ist verglichen mit den meisten anderen Leuten verschwindend klein (auch kein Facebook, Twitter, Whatsapp u.a. gesellschaftliches Zeugs).

Ach ja, ich brauch von Marlene keine verständnisvolle "zur Seite Steherei", denn Marlene werkelt sowieso mit nur bescheiden Verstand, dafür umso mehr mit Herz und Seele, wie sie es sagt. Ausserdem habe ich auch nie um Beistand angefragt, es ist insofern freier Natur jedoch als solches weder wahrnehmbar noch erforderlich.
 
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  • #630
Wie man zeigt, dass man den anderen liebt... Ich denke, man zeigt (irdische) Liebe, in dem man die Wünsche und Bedürfnisse des anderen kennt und gegenseitig darauf eingeht. Diese sind sehr individuell.
Kennen tue ich sie bestimmt, schon in kurzer Zeit. Darauf eingehen ist so eine Sache weil du kannst nur so und soweit auf etwas eingehen oder berücksichtigen ehe es andere Wunschbereiche tangiert. z.B. intensive Alten- und Hundepflege gleichzeitig mit Kindern wäre ein echter Herkulesakt rein mit Kernfamilie. Da würde es Mehrgenerationen-Setting brauchen mit brauchbarer Infrastruktur. Auch wenn man fast alles irgendwie hinwuchten kann, alles kann man auch nicht kompatibel machen. Da müssten alle Parteien brauchbar einlenken was natürlich gewissermassen Kompromisse erzeugt welche bei brauchbarem Fundament nicht da wäre, z.B. beide wollen Kinder grossziehen und keine Altenpflege machen oder nur in brauchbarem Rahmen.

Es ist zwar nicht Liebe, zeigt als wohlwollender Akt jedoch dass man liebt, das ist insofern richtig. Würde man nicht wohlwollend einlenken wollen wäre die Liebe sicherlich schwach. Aber es gibt einfach Sachen die trotz Brecheisen kaum kompatibel zu kriegen sind, da muss man bei allem Wohlwollen auch etwas Verstand walten lassen. Klar ist jedoch dass die Ex kaum ein Millimeter von ihren pflegerischen Vorstellungen abweichen wollte und ein ultimativer Anspruch darauf erhoben hatte. So kann man natürlich funktionell gesehen nicht brauchbar in Beziehung treten. Das heisst natürlich nicht dass ich sie nicht lieben kann, allerdings ist Zusammenleben in funktionellem Rahmen kaum noch möglich.

Freundschaft, auch innige Liebesfreundschaft wo ich sie nur selten mal treffe ohne zusammen zu leben, wäre jedoch keine Sache gewesen. Das wurde jedoch von ihr bereits beim Laufpass kategorisch abgelehnt. Sie ist hier radikal, alles oder nichts so die Mentalität. Ich bin nicht so, ich kann Menschen verschieden lieben, auch ohne funktionellem Anspruch.

Auch wenn man von Zölibat spricht in meinem Alter dann kommt Verdacht auf dass sie zu lange unter "älteren Leuten" war und nicht mehr relaxed auch einfach nur richtige Freundesbeziehungen haben kann. Dennoch liebe ich sie, so unfein und surreal es klingen mag
 
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