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  • #556
Naja, ich werde es noch in Gold-Schnörkelschrift auf violettem Japanpapier machen, das darf noch zerrissen und gehasst werden, es geht mir nur darum hier würdig abzuschliessen und um mein Herz zu retten.

Grundsätzlich, alles was Hass nährt ist irgendwo bedenklich, denn das ist nicht in der Natur des Menschen, ich darf mich nie auf sowas herablassen. Erst dann verliere ich meine Würde. Meine Aversion gegenüber Gesellschaft ist in der Tat kritisch; hier muss ich irgendwie Gegensteuer geben und brauchbare Wege finden. Ich halte Partnerschaft nach wie vor für effektiv um mein Herz hier wieder zu öffnen, denn das schaff ich nicht alleine.
 
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  • #557
Der ganze Alltag dreht sich nur um die eigene Person. Was will ICH zum Mittag essen? Wozu habe ICH heute Abend Lust? usw. Alle Entscheidungen, die im Kleinen und Großen tagtäglich getroffen werden müssen, hängen nur von einem selbst ab. Ob man es gewohnt ist, diese Entscheidungen nur für sich zu treffen oder sich mit anderen "absprechen" muss, es gewohnt ist, andere mit in den Alltag einzubeziehen, oder nicht, dass macht einen Unterschied und prägt langfristig das eigene "Sozialverhalten".
Durch das "Alleinsein" und die Zentrierung auf die eigene Gedankenwelt, setzt ein Gewöhnungseffekt ein mit den Jahren - die Gedankengänge fokussieren sich immer mehr auf die Ich-Zentriertheit.
Da erkenne ich lediglich diese amüsant anmutende Dynamik wenn die Ex z.B. fragte "sollen wir wieder reingehen?", das war konkret eine Frage wo ich "Nein" sagen würde wenn es um mich ginge. Dass Ihr allerdings das Steissbein mittlerweile vom unbequemen Sitzen wehtat (mir ja nicht) ist schwer zu ergründen trotz Empathie; da muss man schon bischen "um die Ecken denken", ihre Sitzposition mitsamt Risiken genau untersuchen um das im voraus wahrzunehmen, sprich "sich besser kennen". Kommt Zeit kommt Rat, jeder Mensch kann das erlernen wie man miteinander besser umgeht oder wie man nur schon wenn etwas angedeutet wird besser etwas einschätzen kann. Das schüttelt niemand einfach so aus dem Ärmel, hat jedoch weniger bis gar nicht mit Liebe als eher mit sozial angenehmem Umgang zu tun. Wer wirklich innig liebt verzeiht praktisch alles, ausschlagebend ist wirklich nur ob man liebt.

Davon abgesehen mache ich bestimmt keine autoritär ausgeführten Entscheide welche beide betreffen, ich spreche immer alles ab da enorm kommunikativ, da würde man mich falsch einschätzen.

Wenn ich (ganz) alleine bin dreht sich alles um mich ja, dass ich jedoch nicht andere wahrnehmen kann bei Anwesenheit ist falsch. Nur dränge ich niemandem meine Hilfe auf ausser ich erkenne deutliche Hilflosigkeit z.B. Kleinkind ist in Gefahr; es braucht schon einen guten Grund und auch Aufgaben/Rollen, denn ich bin kein veranlagter "Helfertyp", auch wenn dazu fähig. Mich nervt es sogar wenn ständig jemand "reinpfuscht" bei meinen Tätigkeiten. Egal ob ich Langzeit-Single war oder nicht, das ist Teilbereich meines Charakters, auch wenn der Single-Faktor mich sicherlich kaltgelaufen hat und ich mich erst warmlaufen muss. Das Unterstützen per se verlernen, das werde ich jedoch nie tun, auch nicht als Mönch... dann erst recht nicht. Ich muss erst Aufgaben/Funktionen/Rollen wahrnehmen können, ausser ich wäre fast schon zwanghaft zum "Helfertum" veranlagt der ständig rum- und reinfingern möchte. Für mich oft sogar nervend solche Personen denn man soll mich einfach machen lassen, oft ist zu viel Hilfe sogar hinderlich da zu viele Köche den Brei verderben. Allgemein ist es keine Sache wenn ich Aufgaben erledigen soll, aber starkes Teamwork ist nicht meine Stärke da ich jeden Arbeitsschritt sehr genau und effizient abschätze und zu viele unbekannte Faktoren mein "Bauwerk" beeinträchtigen. Ich werkle besser entweder allein oder ein winziges mir gut bekanntes Team (z.B. Kernfamilie, zugeteiltes Kind), jedoch muss man für massive Teamarbeiten klar besser jemand anderen suchen der sich gerne "rumpfuschen" lässt und sehr sozial ist (z.B. Kindergarten, Kinderkrippe). Mir egal, aber ich halte mich bei Unklarheiten besser raus da es meine zugedachte Architektur kaputtmachen würde. Das hat nichts mit Single-Sein zu tun sondern gehört zum Charakter.
 
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  • #558
Wen wunderts wenn Liebe nur noch morsches Machtwerk ist, wenn Rückhalt lediglich aus Gesellschaft und wegbrechenden Partnern besteht
Das tut mir leid, wenn Du es nur so kennengelernt hast. Mit meiner Lebenserfahrung hat das nix zu tun. Aber vielleicht bin ich ja auch 'n sensationeller Glückspilz... :oops:
Denn Menschen wie @Xeshra gibt es häufiger als man denkt.
Na ich kenne keinen. Und wenn, dann sollten sie jedenfalls anderweitig Hilfe suchen als sich in so einem Forum nur ständig um sich selbst zu drehen. o_O
 
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  • #559
Ja, die Leute sind ja auch fast immer gut gelaunt undso und denken fast nie an sich selbst: Es ist schon schön wenn man die Gesellschaft liebt. Das sind einfach alles lebenserfahrene Leutchen mit vielen Illusionen.

Unten ist übrigens noch Platz für eine mögliche Hassliste, welche "stets liebende Leute" noch aufstellen könnten.

Ja ne, mit Ehrlichkeit kommt man hier oft nicht weit, jedoch hat ja jeder eine eigene stark abweichende Realität, oft markant schöngemacht: zum eigenen Vorteil. Dabei möchte ich nicht Pessimismus schönreden, sondern eher zu gesundem Mittelfeld tendieren und alle Perspektiven gut berücksichtigen.
Mit meiner Lebenserfahrung hat das nix zu tun.
Mit meiner auch nicht, aber ich vertraue ja auch auf die Familie/n.
 
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  • #561
Das tut mir leid, wenn Du es nur so kennengelernt hast. Mit meiner Lebenserfahrung hat das nix zu tun. Aber vielleicht bin ich ja auch 'n sensationeller Glückspilz... :oops:

Na ich kenne keinen. Und wenn, dann sollten sie jedenfalls anderweitig Hilfe suchen als sich in so einem Forum nur ständig um sich selbst zu drehen. o_O
Glückspilz? ;) Wenn du es so sehen magst. Kinder, die stark überbemuttert wurden (im Sinne von kontrolliert u. fremdbestimmt ) und auf der anderen Seite zu oft Gefühlkälte erfahren haben (also schon als Kind oft allein gelassen wurden), die können nichts dafür, dass sie sich viel mit sich selbst beschäftigen und gelernt haben, sich um sich selbst zu drehen! Du solltest wissen, wie sehr sowas bis ins Erwachsenenalter nachhallen kann.
Der Monolog hier spricht Bände. Da ist ein Kind sehr viel allein gewesen. Und das hat sich wie ein roter Faden durchs weitere Leben gezogen.
 
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  • #563
@Xeshra
Habe gelesen, was du zuletzt alles geschrieben hast.
Das was du schreibst ist auch gar nicht falsch oder irgendwie verkehrt.
Zwei Sachen kurz dazu:
1. Liebe darf nicht ikonisiert werden. Diese erste Verliebtheit und die Verknalltheit...das weicht irgendwann (im Ideallfall) der Liebe zu einander. Trotzdem sollte man Liebe nicht idealisieren. Du schreibst "Liebe verzeiht" , sie sieht über alles hinweg und ist großzügig. Und JA , sicher, DAS ist Liebe. Aber Liebe verändert sich mit den Jahren. Und ohne Freundschafts-Fundament kann eine Liebe über Jahre nicht bestehen. Man kann nicht permanent romantisch sein. Man kann nicht permanent verzeihen. Man kann nicht permanent über alles hinwegsehen. Man kann nicht permanent Kompromisse machen. Das ist über-menschlich. Kein Mensch kann das leisten.
Wenn es tatsächlich so ist, dass du noch keine längere Liebesbeziehung hattest, dann fehlen dir nicht irgendwelche Erfahrungen, sondern wichtige Erfahrungen, wie zum Beispiel "Enttäuschungen" und "Missverständnisse" und "Konflikte" und "Verlassen werden". Versuche so gut es geht darauf vorbereitet zu sein, dass du diese Erfahrungen noch sammeln wirst, um sie besser verkraften zu können. Liebe ist nicht kompliziert. Partnerschaften schon. ;)

2. Ich meinte in meinem Beitrag nicht irgendwelche Marotten, oder Spleens. DIE hat tatsächlich nämlich jeder Mensch ;)
BTW: es gibt eine Seite, wo Menschen anonym ihre Spleens mitteilen
https://www.myspleen.de/
sehr unterhaltsam :) Fakt ist, JEDER Mensch hat solche Spleens und natürlich auch Macken und Eigenarten.
Darum ging es mir aber nicht.
Mir ging es schon direkt um das Einzelgängertum.
Ich kann es leider nicht gut erklären oder hier beschreiben. Ich kenne zwei Menschen, die auch ich-zentriert sind. Und da ich als Freundin darum weiß, kann ich ganz gut damit umgehen. Aber beide haben kaum Freundschaften und ecken oft an. Ich mag sie beide, weil viel Potenzial da ist. Gute Gespräche, Kreativität und viel Input.

Da ich es nicht gut erklären kann und es auch viel Schreibarbeit wäre - hier vielleicht ein paar Links für dich. Du musst da natürlich nicht alles lesen. Aber vielleicht ist "Anregung" dabei.

http://www.spiegel.de/kultur/litera...n-tier-mit-sehr-vielen-stacheln-a-414884.html

https://mymonk.de/intelligente-einzelgaenger/

http://www.beziehungsratgeber.de/beziehung-mit-einem-einzelgaenger/

https://www.spektrum.de/news/die-macht-der-einzelgaenger/604391
 
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  • #564
Ich finde das mit Gesellschaft kaum bedauerlich, die haben meine Anerkennung insgesamt kaum verdient.
Naja, und das ist so ein Satz von dir. ;) Der da zeigt, wie dein Gedankenkonstrukt ist. Nicht die Gesellschaft ist bedauerlich oder verdient keine Anerkennung.... es ist eher bedauerlich, wenn man zu solchen Rückschlüssen kommt. Da draußen sind eine mege toller Menschen. Sie alle sind individuell und auf ihre Art und Weise faszienierend. Du wehst dich dagegen. Magst die Abgrenzung. Aber langfristig wird dir das nicht gut tun.

Naja, bei Geld ist es einfach so dass ein gewisses Grundniveau benötigt wird damit man brauchbar teilhaben kann. Dieses Grundniveau sollte jedem bedinungslos zustehen, ansonsten finde ich es rein menschlich verwerflich: Da man denen effektiv "den Zugang entzieht" und sie sozial nicht mehr salonfähig macht: Das ist auch ein Menschenrechts-Thema. Es braucht nicht viel Kies aber ein bestimmtes Grundniveau ist vonnöten.
Ja, das sehe ich ähnlich.
Manchmal verlieren Menschen aber auch alte Freundschaften und Bekannte, weil sie in die Arbeitslosigkeit rutschen - oder - beispielsweise in Frührente gehen müssen - weil sie sich den gemeinsamen Urlaub mit den Freunden nicht mehr leisten können, weil sie sich das schicke Essen-gehen mit den Freunden nicht mehr leisten können oder der Jahresbeitrag für den Sportverein einfach nicht mehr drin ist. Ich sehe das durchaus sehr gesellschaftskritisch. Und manchmal, ja nach dem, führt das schnell zur gesellschaftlichen Isolation.
 
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  • #565
Ja, die Leute sind ja auch fast immer gut gelaunt undso und denken fast nie an sich selbst: Es ist schon schön wenn man die Gesellschaft liebt. Das sind einfach alles lebenserfahrene Leutchen mit vielen Illusionen.
Und das ist diese "Überhöhung'" von der ich sprach. Versteh mich nicht falsch. Ich meine das wirklich nicht böse oder will dir zu nahe treten.
Nur mit dieser Einstellung kommst du nicht weit! Ehrlich nicht.

Entkapsel dich. Werde offener. Verurteile nicht. Sei großzügig. Lass dich ein.

Auch an den oberflächlichsten, nervigsten Menschen aller Zeiten, wirst du etwas finden können, was dir gefällt und dich bereichern kann.

Du musst versuchen dich einzulassen.

Knüpfe Freundschaften. Diese müssen nicht alle tiefgründig sein oder auf großartigen Gesprächen basieren. Sie können auch zum Treffen für gemeinsame Sportaktivitäten dienen. Oder du findest Menschen, die sich ein mal im Monat Reih um zum Kochen verabreden. Was auch immer dir gefällt. Vernetze dich. Starte neu durch. Du kannst das.
 
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  • #566
Na, es gibt immer mehr Wege. Man kann weniger Tiefgründigkeit empfehlen. Aber halt ebenso auch mehr.
Ist halt auch ne Frage des Maßstabs. Also aus meiner Pespektive ist ja, was du schreibst, Xeshra, ähnlich oberflächlich, selbstbetrügerisch und geistlos, wie du es DER Gesellschaft zurechnest. Insofern bist du für mich ein ausgezeichnetes Mitglied der Gesellschaft. Was doch eine schöne Botschaft ist!
Daß "die Gesellschaft" sich nicht mag, ist klar. Echten Selbsthaß zu kultivieren, ist nun aber rar gesät. Das ist was für Einzelne, da bräuchte es Mut und Kultur. Der leichtere Weg, den der Massenmensch wählt, ist so eine Alibistrategie, also sich zu hassen, indem man die Gesellschaft haßt. Wenn man nur schwach und blind genug ist, trägt das für eine Weile.
Aber keine Sorge, jeder findet da Genossen, die auf einem ähnlichen Trip unterwegs sind und Bestätigung in der Umbenennung geben, die einfach Oberflächlichkeit und Banalität Tiefe, Ungeist Geist und mangelnde Liebeskultur Herz nennen. Das sind ja alles keine geschützten Begriffe, da kann sich der Billigeinkäufer wirklich satt futtern und so viel Schindluder treiben, wie es ihm gerade nötig ist.
 
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  • #567
Na, es gibt immer mehr Wege. Man kann weniger Tiefgründigkeit empfehlen. Aber halt ebenso auch mehr.
Ist halt auch ne Frage des Maßstabs. Also aus meiner Pespektive ist ja, was du schreibst, Xeshra, ähnlich oberflächlich, selbstbetrügerisch und geistlos, wie du es DER Gesellschaft zurechnest. Insofern bist du für mich ein ausgezeichnetes Mitglied der Gesellschaft. Was doch eine schöne Botschaft ist!
Daß "die Gesellschaft" sich nicht mag, ist klar. Echten Selbsthaß zu kultivieren, ist nun aber rar gesät. Das ist was für Einzelne, da bräuchte es Mut und Kultur. Der leichtere Weg, den der Massenmensch wählt, ist so eine Alibistrategie, also sich zu hassen, indem man die Gesellschaft haßt. Wenn man nur schwach und blind genug ist, trägt das für eine Weile.
Aber keine Sorge, jeder findet da Genossen, die auf einem ähnlichen Trip unterwegs sind und Bestätigung in der Umbenennung geben, die einfach Oberflächlichkeit und Banalität Tiefe, Ungeist Geist und mangelnde Liebeskultur Herz nennen. Das sind ja alles keine geschützten Begriffe, da kann sich der Billigeinkäufer wirklich satt futtern und so viel Schindluder treiben, wie es ihm gerade nötig ist.
haha. Du kritisierst da etwas, wovon du selbst betroffen bist. Dein Gedanken-Tüddelüü ist ebenfalls gezeichnet von Isolation und Überheblichkeit.
Dem tut es kein Abbruch, darin Wahrheit oder eine Art Erkenntnis zu finden. Es ist gut, eigene Ideen zu haben und eigene Gedanken. Interessante Spiegelbild -Projektion.
 
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  • #568
haha. Du kritisierst da etwas, wovon du selbst betroffen bist. Dein Gedanken-Tüddelüü ist ebenfalls gezeichnet von Isolation und Überheblichkeit.
Dem tut es kein Abbruch, darin Wahrheit oder eine Art Erkenntnis zu finden. Es ist gut, eigene Ideen zu haben und eigene Gedanken. Interessante Spiegelbild -Projektion.
Julianna, auf dich ist Verlaß! Du kapierst wie meist gar nichts. :)