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  • #541
Ich mag Silber lieber als Gold. ;)
Und warum nicht? Wenn mir was auf den Keks geht, kann ich das auch mal kundtun. Und grundsätzlich gebe ich dir Recht, dass es manchmal sinnvoller ist auf einiges nicht zu Antworten. Aber immer nur sinnvoll handeln? Wo bleibt der Spaß, der Austausch? Ich habe in meinem Leben oft genug die Klappe gehalten und mich angepasst. Das mache ich nicht mehr. Wenn ich das Bedürfnis habe, meinen Senf dazuzugeben, dann mache ich das. Die Konsequenzen muss ich dann ausbaden. Und hier im Forum? Pfffhh, das Schlimmste was passieren kann ist, dass ich als Antwort wieder einen Text bekomme den ich nicht verstehe, nicht verstehen will, einfach nicht lese oder schlicht beantworte. :);)
Ok, kann ich verstehen.:)
 
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  • #542
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  • #543
Richtig. Ich erachte das Forum für mich - abgesehen von der Ablenkungsfunktion - als sinnbefreit und unnütz, und schließe darin natürlich meine eigenen Beiträge auch mit ein.
Das glaube ich dir nicht wirklich. Es nutzt dir insofern, als dass du IMO oft Spaß hast oder manchmal einfach nur die Sau rauslassen kannst. :) Und das ein oder andere Mal bist du auch sehr ernst bei der Sache.
 
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  • #544
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  • #545
Auch die Zeit musste ich mir nicht nehmen, denn sie lag so rum, weil ich schneller arbeite als mein PC und er mir während Rechenschritten immer ca. 1 Minute schenkt, in der sich nichts anständiges/ sinnvolles tun lässt.
Da sollten wir einen Spendenaufruf machen, das geht natürlich nicht dass du nicht genug produktiv sein kannst.
Ich habe in meinem Leben oft genug die Klappe gehalten und mich angepasst. Das mache ich nicht mehr. Wenn ich das Bedürfnis habe, meinen Senf dazuzugeben, dann mache ich das. Die Konsequenzen muss ich dann ausbaden.
Das freut mich sehr dass du endlich geistig frei sein darfst, ich fühle mich richtig als Helfer, ich kann ja doch helfen.
Wie ich dir schon mal schrieb, empfehle ich auch hier, dass es manchmal sinnvoller ist, sich an das Sprichtwort bei einigen Foristen zu halten. Reden/schreiben ist silber, schweigen ist Gold. ;)
Du kannst ja auch im Grab noch schweigen und das Gold vorher rausrücken.
Hä?? Was hat das mit mir zu tun und mit meiner Aussage, dass ich nur noch Fragezeichen sehe, wenn ich deine Texte lese?
Ich vermute mal dass bei dir anstatt ein Beo sich ein Kuckuck im Oberstübchen eingenistet hat.;):p

Nicht selten ist es auch für Kinder besser, wenn sich ihre Eltern trennen, aber für die Kinder noch gemeinsam da sind.
Also, Mutti jeden Tag da, der "böse" Papi nur jede 1-2 Wochen?
Sich ein Kind zu wünschen, ist ein (Liebes- und Fürsorge-)Vertrag mit dem Kind auf mindestens 18 Jahre. So sehe ich das.
Manchmal eher Liebesvertrag, aber macht nichts, zur Not sorgt immer jemand um sie. Oft ist Liebe schon erstaunlich leicht zu haben, während es andererseits schier unmöglich ist, grosses Paradox.
 
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  • #546
Wobei es schon nicht so ist das der leibliche Papi/Mutti immer bevorzugt wird; in seltenen Fällen haben die gar soviel verbockt dass das eigene Kind sie nicht mehr sehen möchte, geht nicht gibts nicht: Zweifacher Vertragsbruch. Es ist eben doch nicht alles genetisch festgelegt, man muss auch fähig sein diesen Vertrag gemäss der Rolle brauchbar zu erfüllen. Das wird zwingend zur Adoption freigegeben, auch mit lebenden Eltern: Den auschlaggebend ist ob Elternpflichten noch erfüllbar sind (ob Eltern leben ist nicht primär relevant). Alleinerziehend ist nicht optimal aber gesellschaftlich akzeptiert, wird leider immer häufiger.

Gab auch Situationen da war Vater weg, Mutti überlastet und es wurde temporär zur Adoption (Pflegeeltern) freigegeben, später jedoch konnte es wieder zurückgegeben werde. Die Grenzen können durchaus überall fliessend sein, es ist weder frei noch unfrei, denn trotz Liebe sollten diese Pflichten und Rollen funktionieren. Zumindest hierzulande: In manchen Ländern da werden Kinder kaum beaufsichtigt, sie überstehen es jedoch gut da sie freier sind und nicht in ein funktionelles Hamsterrad gezwängt werden.
 
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  • #548
Mein Sinn für überbordernde noch nennenswerte Empathie ist schon lange weg, seit ich bemerkte dass die Überzahl eigentlich nur funktionell liebt (ihr Geist drängt sie in das rein) und sich noch auf materielle Begebenheiten festlegt in tausend Versionen. Wäre das anders wären Trennungen nahezu utopisch.

Ich kann grosse Empathie für geliebte Menschen entwickeln aber sicher nicht einfach allen anbieten; ich war noch nie ein Heiliger.
@Xeshra
Ich denke nicht, dass @WolkeVier dir irgendwie an die Karre fahren will. Ich stimme ihm da in ein paar Punkten zu.

Vielleicht ein Erklärungsansatz für dich:
Wenn man viel allein ist und auch lange allein ist, dann kommt es automatisch irgendwann zu einer Zunahme der Ich-Zentriertheit. Der ganze Alltag dreht sich nur um die eigene Person. Was will ICH zum Mittag essen? Wozu habe ICH heute Abend Lust? usw. Alle Entscheidungen, die im Kleinen und Großen tagtäglich getroffen werden müssen, hängen nur von einem selbst ab. Ob man es gewohnt ist, diese Entscheidungen nur für sich zu treffen oder sich mit anderen "absprechen" muss, es gewohnt ist, andere mit in den Alltag einzubeziehen, oder nicht, dass macht einen Unterschied und prägt langfristig das eigene "Sozialverhalten".
Durch das "Alleinsein" und die Zentrierung auf die eigene Gedankenwelt, setzt ein Gewöhnungseffekt ein mit den Jahren - die Gedankengänge fokussieren sich immer mehr auf die Ich-Zentriertheit. Das kann dir nicht zum Vorwurf gemacht werden. Es wird Gründe geben, warum du ein Einzelgänger geworden bist. Vielleicht ging es dir auch gut damit. Aber du solltest diesen "Effekt" , der durch langes Alleinsein irgendwann auftritt, für dich in Betracht ziehen. Und das ist auch keine Kleinigkeit. Diesen Prozess wieder rückgängig zu machen ist Schwerstarbeit und Bedarf außerordentlich guter Selbstreflexion, welche nicht im Ich-zentrierten Raum stattfinden darf, sondern in Interaktion mit einem sozialen Umfeld.
Hinzu kommt bei dir noch, dass du auch kein Arbeitsumfeld hast, dass dich aus deiner Isoliertheit rausholen kann.
Wie schon von anderen angemerkt wurde, lebst du inzwischen schon sehr stark in deiner eigenen Gedankenwelt durch deine langjährige Isolation.
Es ist eine zwei-Seitige Sache. In dem einen Extrem gibt es Menschen, die rennen durch ihr Leben, ihren Alltag, ohne mal kurz Inne zu halten. Sie sind permanent abgelenkt, beschaffen sich rund um die Uhr Input, können sich nicht mehr mit sich selbst beschäftigen, sind nicht gerne allein - wodurch es ihnen an "In sich gehen" und "über sich selbst reflektieren" manches Mal mangelt. Im anderen Extrem sind jene, die sehr gern allein sind und gut mich sich allein sein können. Die sich auch mal (oder eben ständig) auf sich selbst fokussieren können. Die Inne halten und sich fragen "Was will ich eigentlich" oder sogar "Wer bin ich?". Das ist grundsätzlich nicht verkehrt. Die Besinnung auf sich selbst - nur - und das ist dann ein Problem - wenn das Überhand nimmt und zur Gewohnheit wird, setzt eben eine stark isolierte Ich-Zentriertheit ein, die sich mit sozialer Interaktion immer schwerer tut. Das ist kein Egoismus, sondern eine Art "Verlernen" dessen, wie man zum Beispiel Wünsche und Bedrüfnisse von anderen berücksichtigt, oder grundsätzlich Rücksicht nimmt. Das Gehirn hat sich umstrukturiert. Synapsen entsprechend verknüpft.
Dass @WolkeVier ? geschrieben hat, du wüsstest nicht was Liebe ist, glaube ich nicht. Ich denke du weißt was Liebe ist oder was sie dir bedeutet und hast auch eine Sehnsucht danach sie zu empfangen und zu verschenken. Nur ist da eben diese riesige Hürde, die du nehmen müsstest, um der Liebe zu begegnen. Dich aus deiner Kapsel herauszubewegen.
Oft sind es banale Dinge, an denen man merkt, dass das Gegenüber permanent stark mit sich selbst "beschäftigt" ist.
Egoismus ist das dann nicht, subtil oder offensichtlich immer die eigenen Wünsche und Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen, sondern es ist schlicht eine "schlechte Gewohnheit", die sich eingeschlichen hat über die Jahre und sehr stark im Unterbewussten verankert wird. Keine Ahung, wie du da wieder raus kommen kannst. Ohne bewusste Ein-Übung neuer Gedankengänge (auch an den anderen denken), wird das sicherlich schwierig.
Ich suche gerade nach einem Beispiel, aber mir fällt kein gutes ein.

Edit: Achso fast vergessen - zu dem Zitat: Du schreibst "seit die Überzahl funktionell lebt" also dir nicht "geistig" genug ist - vielleicht nicht tiefgründig genug ? oder etwas der Art. Ich habe den Absatz zitiert, weil hier deutlich wird, wie isoliert du bist. Denn das permanente "mit sich selbst sein", führt zur Überheblichkeit. Einzelgängertum, Isoliertheit und starke Verankerung in der eigenen Gedankenwelt, führt auf direktem Wege dazu, dass derjenige denkt "Ich weiß das besser als alle anderen" "Meine Ansichten sind die richtigen" usw. So nach dem Motto "Ich gegen alle anderen" oder "Ich gegen die Gesellschaft". Das ist ein bekanntes Phänomen und auch teilweise recht gut erforscht. Die eigene Weltanschauung wird hochgesetzt/erhöht- weil, die anderen haben ja eh keine Ahung.
 
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  • #549
Ich sehe das anders als Du, @Julianna. Es geht darum, einen Ort zu finden, in dem das Ideal gelebt werden kann. Eine annähernd verwirklichte "utopie" jenseits des Materialismus, zu dem das System zwingt. Man sollte sich mal richtig auf die geäußerten Gedanken einlassen. Vielleicht geht das aber auch nur, wenn man sich selber mit den Notwendigkeiten auseinandergesetzt und diese als solche überhaupt wahrgenommen hat. Im Endeffekt ist Xeshras Exfreundin auch irgendwie ein Opfer des Systems, denn, wenn es eine Vernetzung für alle Bereiche gäbe, wäre sie nicht in dieser Hilflosigkeit des Aufopernmüssens durch ihre Ideale gelandet.
Und dann geht es um die Liebe. Und zwar in dieser Hinsicht: dass man den Anderen liebt, das ist einem gewiß, doch, ob man geliebt wird, das ist eine der schwierigsten Fragen überhaupt. Und, wenn man zu der sich langsam entwickelnden Erkenntnis gelangt, dass man nicht geliebt wird und das Ganze nur irgendwie funktional war, ist das sehr schmerzhaft und die Abtrennung braucht lange.
Der Weg geht weiter, und ich wünsche Dir, @Xeshra, dass Du einen Menschen findest, der Deine Welt teilt und in der Liebe so angesiedelt ist wie Du.
 
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  • #550
@Xeshra
Ich denke nicht, dass @WolkeVier dir irgendwie an die Karre fahren will. Ich stimme ihm da in ein paar Punkten zu.

Vielleicht ein Erklärungsansatz für dich:
Wenn man viel allein ist und auch lange allein ist, dann kommt es automatisch irgendwann zu einer Zunahme der Ich-Zentriertheit. Der ganze Alltag dreht sich nur um die eigene Person. Was will ICH zum Mittag essen? Wozu habe ICH heute Abend Lust? usw. Alle Entscheidungen, die im Kleinen und Großen tagtäglich getroffen werden müssen, hängen nur von einem selbst ab. Ob man es gewohnt ist, diese Entscheidungen nur für sich zu treffen oder sich mit anderen "absprechen" muss, es gewohnt ist, andere mit in den Alltag einzubeziehen, oder nicht, dass macht einen Unterschied und prägt langfristig das eigene "Sozialverhalten".
Durch das "Alleinsein" und die Zentrierung auf die eigene Gedankenwelt, setzt ein Gewöhnungseffekt ein mit den Jahren - die Gedankengänge fokussieren sich immer mehr auf die Ich-Zentriertheit. Das kann dir nicht zum Vorwurf gemacht werden. Es wird Gründe geben, warum du ein Einzelgänger geworden bist. Vielleicht ging es dir auch gut damit. Aber du solltest diesen "Effekt" , der durch langes Alleinsein irgendwann auftritt, für dich in Betracht ziehen. Und das ist auch keine Kleinigkeit. Diesen Prozess wieder rückgängig zu machen ist Schwerstarbeit und Bedarf außerordentlich guter Selbstreflexion, welche nicht im Ich-zentrierten Raum stattfinden darf, sondern in Interaktion mit einem sozialen Umfeld.
Hinzu kommt bei dir noch, dass du auch kein Arbeitsumfeld hast, dass dich aus deiner Isoliertheit rausholen kann.
Wie schon von anderen angemerkt wurde, lebst du inzwischen schon sehr stark in deiner eigenen Gedankenwelt durch deine langjährige Isolation.
Es ist eine zwei-Seitige Sache. In dem einen Extrem gibt es Menschen, die rennen durch ihr Leben, ihren Alltag, ohne mal kurz Inne zu halten. Sie sind permanent abgelenkt, beschaffen sich rund um die Uhr Input, können sich nicht mehr mit sich selbst beschäftigen, sind nicht gerne allein - wodurch es ihnen an "In sich gehen" und "über sich selbst reflektieren" manches Mal mangelt. Im anderen Extrem sind jene, die sehr gern allein sind und gut mich sich allein sein können. Die sich auch mal (oder eben ständig) auf sich selbst fokussieren können. Die Inne halten und sich fragen "Was will ich eigentlich" oder sogar "Wer bin ich?". Das ist grundsätzlich nicht verkehrt. Die Besinnung auf sich selbst - nur - und das ist dann ein Problem - wenn das Überhand nimmt und zur Gewohnheit wird, setzt eben eine stark isolierte Ich-Zentriertheit ein, die sich mit sozialer Interaktion immer schwerer tut. Das ist kein Egoismus, sondern eine Art "Verlernen" dessen, wie man zum Beispiel Wünsche und Bedrüfnisse von anderen berücksichtigt, oder grundsätzlich Rücksicht nimmt. Das Gehirn hat sich umstrukturiert. Synapsen entsprechend verknüpft.
Dass @WolkeVier ? geschrieben hat, du wüsstest nicht was Liebe ist, glaube ich nicht. Ich denke du weißt was Liebe ist oder was sie dir bedeutet und hast auch eine Sehnsucht danach sie zu empfangen und zu verschenken. Nur ist da eben diese riesige Hürde, die du nehmen müsstest, um der Liebe zu begegnen. Dich aus deiner Kapsel herauszubewegen.
Oft sind es banale Dinge, an denen man merkt, dass das Gegenüber permanent stark mit sich selbst "beschäftigt" ist.
Egoismus ist das dann nicht, subtil oder offensichtlich immer die eigenen Wünsche und Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen, sondern es ist schlicht eine "schlechte Gewohnheit", die sich eingeschlichen hat über die Jahre und sehr stark im Unterbewussten verankert wird. Keine Ahung, wie du da wieder raus kommen kannst. Ohne bewusste Ein-Übung neuer Gedankengänge (auch an den anderen denken), wird das sicherlich schwierig.
Ich suche gerade nach einem Beispiel, aber mir fällt kein gutes ein.

Edit: Achso fast vergessen - zu dem Zitat: Du schreibst "seit die Überzahl funktionell lebt" also dir nicht "geistig" genug ist - vielleicht nicht tiefgründig genug ? oder etwas der Art. Ich habe den Absatz zitiert, weil hier deutlich wird, wie isoliert du bist. Denn das permanente "mit sich selbst sein", führt zur Überheblichkeit. Einzelgängertum, Isoliertheit und starke Verankerung in der eigenen Gedankenwelt, führt auf direktem Wege dazu, dass derjenige denkt "Ich weiß das besser als alle anderen" "Meine Ansichten sind die richtigen" usw. So nach dem Motto "Ich gegen alle anderen" oder "Ich gegen die Gesellschaft". Das ist ein bekanntes Phänomen und auch teilweise recht gut erforscht. Die eigene Weltanschauung wird hochgesetzt/erhöht- weil, die anderen haben ja eh keine Ahung.
Wow und danke!
 
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  • #551
Ich sehe das anders als Du, @Julianna. Es geht darum, einen Ort zu finden, in dem das Ideal gelebt werden kann. Eine annähernd verwirklichte "utopie" jenseits des Materialismus, zu dem das System zwingt. Man sollte sich mal richtig auf die geäußerten Gedanken einlassen. Vielleicht geht das aber auch nur, wenn man sich selber mit den Notwendigkeiten auseinandergesetzt und diese als solche überhaupt wahrgenommen hat. Im Endeffekt ist Xeshras Exfreundin auch irgendwie ein Opfer des Systems, denn, wenn es eine Vernetzung für alle Bereiche gäbe, wäre sie nicht in dieser Hilflosigkeit des Aufopernmüssens durch ihre Ideale gelandet.
Und dann geht es um die Liebe. Und zwar in dieser Hinsicht: dass man den Anderen liebt, das ist einem gewiß, doch, ob man geliebt wird, das ist eine der schwierigsten Fragen überhaupt. Und, wenn man zu der sich langsam entwickelnden Erkenntnis gelangt, dass man nicht geliebt wird und das Ganze nur irgendwie funktional war, ist das sehr schmerzhaft und die Abtrennung braucht lange.
Der Weg geht weiter, und ich wünsche Dir, @Xeshra, dass Du einen Menschen findest, der Deine Welt teilt und in der Liebe so angesiedelt ist wie Du.
Ich hatte eigentlich keinen Bezug zu der Ex-Freundin-Sache. Er schreibt hier ja schon länger. Lange vor diesem aktuellem Kennenlernen/Trennen. Mir gings mehr um einen Gesamteindruck.
Ich finde es durchaus auch bedauerlich oder schade, wenn Menschen in der Gesellschaft isoliert sind - ob nun freiwillig so gewollt - oder ungewollt hineingerutscht. Das ist off topic betrachtet, auch ein gesellschafts-kritisches Thema. Denn Menschen wie @Xeshra gibt es häufiger als man denkt. Zum Beispiel Einsamkeit und Isolation im höheren Alter, oder Sozialhilfe-Empfänger die durch permanente Geldnot irgendwie von der Gesellschaft wie abgeschnitten sind. Aber das nur am Rande. Ist off topic.
 
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  • #552
@Xeshra
Ich denke nicht, dass @WolkeVier dir irgendwie an die Karre fahren will. Ich stimme ihm da in ein paar Punkten zu.
Ich habe nie gedacht dass er mir an den Karren fahren möchte, er hat einfach sein Paradigma und Angehensweisen so wie ich es auch habe; es ist nicht weniger legitim wie meins. Es mag nicht immer gut ankommen bei mir aber ich habe es trotz mancher Aversionen stets respektiert.
Es wird Gründe geben, warum du ein Einzelgänger geworden bist. Vielleicht ging es dir auch gut damit. Aber du solltest diesen "Effekt", der durch langes Alleinsein irgendwann auftritt, für dich in Betracht ziehen.
Es ist völlig natürlich wenn man viele Jahrzehnte alleine als single Haushalt geführt hat und insofern eine Grosszeit mit sich selber verbracht, dass man dann eine andere Betrachtungsweise und Angehensweise hat; das typische Langzeit-Single-Syndrom.

Nur würde ich meinen Geist nicht unterschätzen, der dank absolut grosser Beweglichkeit gut umlernen kann sofern man mir überhaupt die Chance gibt. Ganz einfach am Händchen nehmen und mir alles wünschenswerte mitteilen, so macht man es in der Regel mit geliebten Menschen, ausserdem einfach tolerant sein.

Ich werde auch nicht, ohne dass man es mir mitteilt, bestimmte Tätigkeiten z.B. abwaschen, in mir noch fremden Haushalten erledigen. Weil ich stets klar separatiere zwischen mein Haushalt und ihren Haushalt und mich da nicht einfach einmische wenn man es mir nicht zuteilt. Bei mir mischt sich ja auch niemand rein da ich das immer selbst erledige mit spezieller Angehensweise z.B. Ich habe stets nur eine Schüssel mit Holzlöffel, das wird immer wie auch alle Töpfe sofort abgespült, nur heisses Wasser keine Mittelchen (Gusseisen mag sowieso kein Spülmittel, Oliven-Holzlöffel auch nicht). Kleider sind Hochqualitätskleider (Alpaka, Kaschmir u.a.), die sind fast alles Handwäsche, selbst das ist anders als üblich.

 
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  • #553
Edit: Achso fast vergessen - zu dem Zitat: Du schreibst "seit die Überzahl funktionell lebt" also dir nicht "geistig" genug ist - vielleicht nicht tiefgründig genug ? oder etwas der Art. Ich habe den Absatz zitiert, weil hier deutlich wird, wie isoliert du bist. Denn das permanente "mit sich selbst sein", führt zur Überheblichkeit. Einzelgängertum, Isoliertheit und starke Verankerung in der eigenen Gedankenwelt, führt auf direktem Wege dazu, dass derjenige denkt "Ich weiß das besser als alle anderen" "Meine Ansichten sind die richtigen" usw. So nach dem Motto "Ich gegen alle anderen" oder "Ich gegen die Gesellschaft". Das ist ein bekanntes Phänomen und auch teilweise recht gut erforscht. Die eigene Weltanschauung wird hochgesetzt/erhöht- weil, die anderen haben ja eh keine Ahnung.
Das verneine ich wenn es um die Liebe geht. Ich meinte dass sie nicht richtig lieben und Liebe entsteht durch Verbindung, es passiert mit dem Herzen und nicht mit dem Geist. Der Geist, ich sagte es schon öfters, sehe ich als einen Expander, der ebenso auch behindern kann sofern er es nicht zulassen will. Er ist jedoch nicht für die Liebe im Kern verantwortlich sondern wie eine Art Superdroge der sowohl stark intensivieren kann als, im worst-case, komplett vernichten und gar in Hass ertränken. Geist ist eigentlich wie eine Art Zugangskanal der gewissermassen ein Schildmanagement betreibt und dadurch das Herz sowohl behindern wie auch stark fördern kann.

Ich fand meine Ansicht über die äusserliche Schönheit der Ex aufschlussreich. Anfangs haben mich viele User davor gewarnt um ohne Foto jemanden zu daten. Ich zweifelte daran jedoch haben mich diese User dennoch ins Trudeln gebracht. Anfangs als ich die Ex das erste Mal abgetroffen hatte war ich deswegen mit Skepsis erfüllt und mein Geist war krankhaft am "äussere Fehler suchen". Das ging soweit dass ich sie Anfangs nicht einmal besonders schön fand da mir mein Geist jeden noch so kleinen Fehler als kritisch verkauft hat. Später beim 2. und 3. Treffen fand ich sie plötzlich immer schöner und schöner bis ich sie am Ende sogar als Prinzessin sah, besonders mit dem violetten Rock welcher noch meine Lieblingsfarbe war und sie hat das intuitiv "herausgespürt". Klar, das war so gekommen weil das Herz überhand genommen hatte und das Geisteskonstrukt anstatt hinderlich förderlich einwirkte.
 
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  • #554
Ich finde es durchaus auch bedauerlich oder schade, wenn Menschen in der Gesellschaft isoliert sind - ob nun freiwillig so gewollt - oder ungewollt hineingerutscht.
Ich finde das mit Gesellschaft kaum bedauerlich, die haben meine Anerkennung insgesamt kaum verdient. Jedoch gibt es einzelne Individuen welche ich enorm mag oder gar liebe, wobei das natürlich unglücklicherweise nicht gegenseitig sein muss. Ich finde nur den Fokus Kernfamilie und Grossfamilie für mich essentiell: Natürlich innerhalb realistischer Machart: Sofern Grossfamilie die Kernfamilie behindert oder gar verunmöglicht ist das kein brauchbarer Zustand, denn Kernfamilie ist erste Priorität, danach kommt Grossfamilie. Die Ex konnte das leider nicht verstehen.
Zum Beispiel Einsamkeit und Isolation im höheren Alter, oder Sozialhilfe-Empfänger die durch permanente Geldnot irgendwie von der Gesellschaft wie abgeschnitten sind. Aber das nur am Rande. Ist off topic.
Naja, bei Geld ist es einfach so dass ein gewisses Grundniveau benötigt wird damit man brauchbar teilhaben kann. Dieses Grundniveau sollte jedem bedinungslos zustehen, ansonsten finde ich es rein menschlich verwerflich: Da man denen effektiv "den Zugang entzieht" und sie sozial nicht mehr salonfähig macht: Das ist auch ein Menschenrechts-Thema. Es braucht nicht viel Kies aber ein bestimmtes Grundniveau ist vonnöten.
 
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  • #555
Ich sehe das anders als Du, @Julianna. Es geht darum, einen Ort zu finden, in dem das Ideal gelebt werden kann. Eine annähernd verwirklichte "utopie" jenseits des Materialismus, zu dem das System zwingt. Man sollte sich mal richtig auf die geäußerten Gedanken einlassen. Vielleicht geht das aber auch nur, wenn man sich selber mit den Notwendigkeiten auseinandergesetzt und diese als solche überhaupt wahrgenommen hat. Im Endeffekt ist Xeshras Exfreundin auch irgendwie ein Opfer des Systems, denn, wenn es eine Vernetzung für alle Bereiche gäbe, wäre sie nicht in dieser Hilflosigkeit des Aufopernmüssens durch ihre Ideale gelandet.
Und dann geht es um die Liebe. Und zwar in dieser Hinsicht: dass man den Anderen liebt, das ist einem gewiß, doch, ob man geliebt wird, das ist eine der schwierigsten Fragen überhaupt. Und, wenn man zu der sich langsam entwickelnden Erkenntnis gelangt, dass man nicht geliebt wird und das Ganze nur irgendwie funktional war, ist das sehr schmerzhaft und die Abtrennung braucht lange.
Der Weg geht weiter, und ich wünsche Dir, @Xeshra, dass Du einen Menschen findest, der Deine Welt teilt und in der Liebe so angesiedelt ist wie Du.
Hmmm, echter Weisheitsanfall, kaum zu glauben dass jemand zu soviel Weisheit fähig ist. Am Ende muss ich mich fragen ob es wirklich fatalistisch dermassen einwirken muss sodass die Ex sich förmlich, zusammen mit ihren Idealen, aufopfern möchte und ich als mögliche Liebe keinen brauchbaren Platz mehr finden kann oder darf.

Möglicherweise wären meine Bedenken z.B. starke Pflege von Menschen/Tieren, nicht einmal als kritisch verurteilbar wenn diese Welt vom System her anders beschaffen wäre, und unsere Liebe hätte vielleicht doch Früchte tragen können.

Die Erkenntnis dass primär möglicherweise nur ein funktioneller Anspruch bestand d.h. dass ich unter anderem gut pflegen kann anstatt nur (Sie) lieben, finde ich nunmal schon kritisch. Allerdings kann richtige Liebe, jenseits funktional, schon noch entstehen sofern es vom Umstand her legitimiert werden kann. Hier wurde diese "Verbindungsphase" welche den Übergang zur echten Liebe herstellen könnte, klar behindert und verunmöglicht; rein vom funktionellen Anspruch her. Diese Zulassung ist geistiger Natur: Er sagt "geht nicht also gibt es nichts", Verbindung blockiert. Das ist eigentlich keine Herzensfrage jedoch wird es deutlich dieses Management regeln um zu sagen was überhaupt geliebt werden kann und was nicht.

Für mich war es einfach so: Geistig betrachtet sah ich ihre Zustände als sehr schwierig und teils kritisch an, kein Geheimniss, das wurde allen... auch Ihr, mitgeteilt.

Ich habe sie oder es jedoch trotzdem zugelassen um zu der "Herzensebene" zu gelangen und sie effektiv kurzfristig "lieben gelernt". Das bedeutet in meiner Wahrnehmung eine gewisse bedinungslose Komponente der all diese äusserlichen Umstände als weniger essentiell einstuft als diesen Liebeskern. Jedoch sofern sie mich natürlich abweist ist eine Liebesbeziehung verunmöglicht, ganz aus dem Herzen schaffen tue ich sie jedoch nie mehr, das ist nunmal harte Tatsache.

Das Einzige was ich jetzt noch tun könnte wäre einen letzten Brief schreiben wo ich mitteile "dass ich, sofern sie es eines Tages trotzdem wünschen würde, sie jederzeit besuchen oder beistehen würde, egal was sie von mir verlangt da ich sie ganz einfach, so unverständlich es klingt, liebe." Den Brief wird sie vermutlich zerreissen und fortwerfen, jedoch tue ich es für mich nur für mein Herz, keine andere Absicht. Abgesehen davon, muss ich sie irgendwie verdrängen und hoffentlich mit neuer Liebe glücklich sein oder werden. Wie schon erwähnt fühle ich keinen Hass, nur ständige schwer zähmbare Traurigkeit.
 
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