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  • #496
Das mit zusammen wachsen beziehungsweise Zusammenwachsen ist natürlicher Beziehungsprozess. Jedoch, würde ich die Position und Zustand "Stiefvater" beziehungsweise "Ersatzvater" äusserst unproduktiv finden, auch wenn es in manchen Fällen aufgeht. Freund ist einfach Freund, hier ist sowieso keine Vaterrolle dabei.
 
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  • #497
Auch kleine Kinder unterscheiden bereits sehr genau zwischen Papa und Mamas Freund, bzw Mama und Papas Freundin.
Das kann man so nicht sagen, sie unterscheiden das was ihnen aufgetischt wurde ohne die genauere Thematik dahinter zu verstehen. Klar ist dass sie bereits im Mutterleib sich Stimmen u.a. einprägen und vieles wahrnehmen. Der Prozess ist kontinuierlich aktiv in jeder Phase. Die genauere Differenzierung (wo sie anfangen komplexer zu differenzieren) wird jedoch erst später, so ab 7 Jahren, gebildet. Vorher ist es hauptsächlich ein Prozess von Wahrnehmen, Beobachten und Verbinden. Ob es mehrere Freunde, mehrere Väter oder gar 2 Mütter (bei Lesben normal) hat ist hier nicht relevant, jedoch dass sie diesen Begriff mit etwas in Zusammenhang bringen, auch mehrfach.

Ein Freund der teils dasselbe wie Mutti tut ist dann sogar merkwürdig einzustufen da es nicht differenziert zugeordnet werden kann, sofern ein anderer etwas völlig anderes tut und fast nie da ist. Wobei sie zum leiblichen Vater schon eine hohe Grundverbindung haben und das gesondert wahrnehmen, denn dieser Verbindungsprozess entsteht schon im Mutterleib. Selbst wenn er fast nie da wäre würden sie ihn erkennen, jedoch auch einen weiteren Vater als etwas vergleichbares wahrnehmen, sofern er fast immer für sie da wäre.

Wobei ich nicht sage dass verschiedene Angehensweisen nicht legitim wären, nur ist es nicht so dass nur eine Angehensweise bestand hat.Gerade der Geist eines Kleinkindes ist höchst agil und noch nicht so "behaftet" wie ein fixierter "Erwachsenengeist" der sich fix an etwas festklammert und es teils auf Biegen und Brechen durchzimmern möchte, weil es ihm so eingetrichtert wurde. Es täte uns gut wenn wir vermehrt wieder "das innere Kind" entdecken, dann werden völlig neue Perspektiven der Freiheit sich uns eröffnen.

Eigentlich wird ja dann in der Schule und Gesellschaft der Geist festgenagelt und flugunfähig gemacht indem man phantastische Gangarten von vornherein ins Nirvana abstuft und schonmal das Hamsterrad ankurbelt damit es im Kugellager warmgelaufen ist. Der Mensch kann eigentlich viel mehr als das was man üblicherweise so antrifft, jedoch kann er sich bei zu stark materialistischer Betrachtung nicht richtig entfalten und landet gerne auf "denkerischen Inseln", ausserhalb davon fehlt jede Flugfähigkeit.
 
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  • #499
Das Kind wird sich zwar fast immer für die Mutter entscheiden
Hat ein Kind halbwegs reife Eltern, so muss es sich gar nicht entscheiden und die Liebe in jegliche Richtung (von Vater und Mutter ans Kind und vom Kind an Vater und Mutter) darf vorbehaltlos bestehen bleiben und gelebt (!) werden.

Wie kannst du denn tagelang endlos über deine angeblich innige Liebe dozieren, wenn du die Liebe anderen (hier Kind und leiblichem Vater) absprichst. Du scheinst deine - sehr theoretische und fast beängstigende - Form von Liebe für die einzig wahre und (das ist das Gruseligste) gültige zu halten.

Hast du nur den Hauch einer Ahnung wie schmerzlich die Trennung vom Kind sein kann, wenn die Beziehung der Eltern scheitert? Egal ob für Vater oder Mutter.

Ich befürchte aber, dass die Einwände die hier laut werden, dich gar nicht erreichen.

Ich ergänze mal: Was ist, wenn dieses Kind DICH überhaupt nicht will! Du redest nur von dir.
 
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  • #500
Ich lehne mich da mal weit hinaus und behaupte, dass du damit den Großteil der Frauen mit Kindern blocken kannst - ist vermutlich aber eh für alle Beteiligten besser
Gut war es jedoch sowieso nie, wenn es zum Patchworkstatus kommen muss, es kann also auch für mich besser sein, das ist richtig; jedoch gibts immer Ausnahmen, denen würde ich Unrecht tun. Rein vom Setting ists einfach prekär dass Kinder meist an Frauen gehen während der Mann, egal welche Richtung, meistens der begossene Pudel ist da entweder Geldgeber oder Stiefvater. Richtig Vater sein ist da eher utopisch.
Hat ein Kind halbwegs reife Eltern, so muss es sich gar nicht entscheiden und die Liebe in jegliche Richtung (von Vater und Mutter ans Kind und vom Kind an Vater und Mutter) darf vorbehaltlos bestehen bleiben und gelebt (!) werden.
Schön dahergesagt, aber wenn eines der Eltern ausser Haus gehen muss und Gericht entscheidet wo Kind verbleibt, dann sieht die Sachlage unfein aus; wie soll das Kind hier beide gleichberechtigt lieben? Der Wegscheidende ist so ziemlich dezimiert und hat keinen nennenswerten Einfluss mehr im Wachstums und Entwicklungsprozess.
Wie kannst du denn tagelang endlos über deine angeblich innige Liebe dozieren, wenn du die Liebe anderen (hier Kind und leiblichem Vater) absprichst. Du scheinst deine - sehr theoretische und fast beängstigende - Form von Liebe für die einzig wahre und (das ist das Gruseligste) gültige zu halten.
Ich spreche sicher nicht jemandem so pauschal die Liebe ab, jedoch gibts bestimmte Parameter die nicht brauchbar funktionieren. Wenn ein Elternteil effektiv weitgehend abgetrennt ist wird diese Beziehung deutlich darunter leiden. Die Mutter (selten Vater) rückt meistens weit ins Zentrum; der Vater eher in der Rolle des "guten Freundes" welcher ab und zu vorbeikommt. Liebe heisst auch zusammen wachsen, dafür braucht es Nähe und Auseinandersetzung, die ist hier jedoch ungenügend gegeben.

Ansonsten passiert es unter Umständen bischen wie bei der Ex, unglückliche Liebe wo der Zugang weg ist und deswegen kein oder kaum Wachstum möglich.
 
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  • #501
Wobei mein Fokus gar nicht auf dem Vater liegt, der kann Situation mehr oder weniger gut bewältigen um Bindung aufrechtzuerhalten. Sondern darum wie ich damit umgehen würde oder könnte da es körperlich betrachtet nicht mein Kind wäre, es jedoch zusammen mit eigenen Kindern gleichberechtigt in der Familie funktionieren soll. Der Geist, sowohl von mir wie auch Kind, wird abtrennen und auch Berechtigungen entziehen z.B. Tacheles reden unmöglich, da mir als "Pseudovater" der Bezug fehlt. Die wachsende und lehrende Kompetenz als auch Gleichberechtigung ist klar reduziert wenn direkter Vater/Kindesbezug fehlt. Wenn die Wahrnehmung für Vaterrolle nicht wirklich da ist dann wird es schon bei kleinsten Reibereien gleich als Abtrennkeule hervorgeholt. Selbst für leibliche Väter wirds teils schon schwierig bei aufmüpfigen Teens; das ist kein Schoggikuss sondern teils auch rauhe Vollwertkost was Eltern leisten müssen; Bindungen und Vertrauen essentiell.
Ich ergänze mal: Was ist, wenn dieses Kind DICH überhaupt nicht will! Du redest nur von dir.
Es ist völlig normal dass ich mich im Prozess einbeziehe, dass ich jedoch nur von mir rede war mir nicht aufgefallen. Sicherlich wirksame Keule um mich in Verruf zu bringen, es wird ja gesellschaftlich so schlecht gewertet.

Wenn mich das Kind nicht will dann hätte ich in der Tat Pech, jedoch könnte mich genausogut das leibliche Kind nicht gerne haben, oder meinst du dass bedinungslose Liebe quasi genetisch festgelegt wird? Mehr als alles ist es eine Frage des Herzens und das kann ich jedem geben, auch dort wo der Gentest negativ war.
Ich befürchte aber, dass die Einwände die hier laut werden, dich gar nicht erreichen.
Weiss jetzt nicht was dieser Vorwurf genau bewirken soll ausser einmal mehr Entwertung.
Hast du nur den Hauch einer Ahnung wie schmerzlich die Trennung vom Kind sein kann, wenn die Beziehung der Eltern scheitert? Egal ob für Vater oder Mutter.
Nein, habe ich nicht, da nie passiert. Fragen tue ich mich jedoch eher, was ist zwischen den Eltern schiefgelaufen. Wird ja fast nie erzählt.

 
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  • #502
Das sehe ich gerade nicht so. Ein väterlicher Freund (ich habe es Stiefvater genannt, weil das früher üblicher war) ist nach meinem Verständnis ein Erwachsener, dem das Kind vertraut und der sich für das anvertraute Kind verantwortlich fühlt.
Ich wäre in partnerschaftlicher Beziehung, es kann gar Ehe sein. Wie willst du das gleichberechtigt durchsetzen wenn ich für die Mutter der Ehemann bin, für das einte Kind "väterlicher Freund" und für das andere Kind "Vater". Diese Verantwortung wäre rechtlich nicht legitimiert, daher wie du es sagst lediglich ein "Gefühl". Der Lehrer fragt mich was ich über mein Kind denke, ich sage "ach, ich bin lediglich väterlicher Freund", "sie sollten einen Termin mit dem Vater/Mutter abmachen, aber beim zweiten Kind ja das ist meins da kann ich was dazu sagen.". Das sind alles schwierige Situationen wenn man nicht mehr richtig freie Hand hat und ständig einen distanzierten Vater/verhinderte Mutter im Hintergrund hinzuziehen muss. Für mich muss es aus einem Guss sein, ansonsten wirds zur Problemfamilie.

Für mich steht fest, ich werde nur dann sowas je eingehen wollen wenn es "unsere Kinder" heisst, egal was da auch vorhanden wäre. Bei anderen Settings fühle ich mich nicht wohl als Vater/Ehemann. Mir jedoch egal wie die Mutter das bewerkstelligen möchte. Magisch, juristisch oder per Herzenskraft, mir echt egal: Am besten alles auf einmal.
 
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Deleted member 21128

  • #503
@Xeshra Du hast nicht nur keine Ahnung von Beziehungen und Familie, sondern dir fehlt obendrein auch noch das notwendige Einfühlungsvermögen. Es geht dir ständig nur darum, wie es - in deiner absurd weltfremden Vorstellung - für dich laufen soll. Wie es zB einem Kind, einer Mutter und einem Vater dabei geht, scheint für dich keine Rolle zu spielen. Ich wiederhole mich: Mit Liebe hat das alles wenig zu tun.
Kannst du dir im entferntesten vorstellen, wie es wohl einem zB 12-jährigen Mädchen geht, wenn die Eltern sich trennen? Wenn der Vater weg ist und sie nur noch alle zwei Wochen sehen kann? Wie es ihr geht, wenn die Mama einen neuen Freund hat? Wenn sie einen anderen Mann als den Papa liebt? Hast du eine Idee davon, was in dem Mädchen vorgeht, wenn dieser Mann dann Ansprüche erhebt, die Vaterrolle zu spielen? Hast du eine Vorstellung davon, wie sich der Vater dabei fühlt? Nein, offensichtlich nicht.
Du hast noch nicht einmal eine Ahnung davon, dass auch ein Kind durchaus selbst entscheidet, wen es mag und wen nicht.
Dass dir diese Erfahrung fehlt, kann man dir nicht vorwerfen. Dass du trotzdem eigene Vorstellungen darüber hast, ist normal, dein offensiver Weg, diese zu vertreten ist aber mindestens schräg.
Das Schlimmste aber ist, dass so vieles von dem, was du schreibst, völlig lieblos klingt. Ganz besonders dann, wenn du deine eigene Liebesfähigkeit preist.
 
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  • #504
Ich kenne da auch so eine Situation, da ist der Vater mindestens bis zum 18. Lebensjahr von der Bildfläche verschwunden. Weil er war Asylant, da er jedoch nie geheiratet hat und Bindung bereits zerbrochen war als das Kind etwa 1 J alt war, musste er wieder zurück nach Afrika da ausgeschafft. Danach waren neue Väter hinzugekommen, der Richtige konnte jedoch nie am Wachstum/Entwicklung des Sohnes teilhaben. Der Sohn kann höchstens noch irgendwann ihn aufsuchen und später ihm wieder näher kommen. Klar richtige Screw-it-situation für das Kind und aus meiner Sicht am besten bedient mit mehreren Vätern verschiedener Machart. Das wurde jedoch nicht in die Wege geleitet und die familiären Probleme waren auch massiv da nie ein brauchbarer Vater für ihn da war: Es ist eine wichtige Funktion, man darf das nicht unterschätzen, mehr kann ich jedoch nicht darüber sagen. Jedoch sind aus bestimmten Gründen auch weitere Kinder unmöglich. Der bestehende Mann muss diese Frau effektiv bedinungslos lieben und auch wenn diese Frau wenig Glück hatte ihm Leben so ist so ein Mann an der Seite ein besonderes Glück und vermutlich das Glück ihres Lebens. Um diesen Mann beneide ich sie sogar, ich bin leider auch nur ein Mensch, jedoch ansonsten war ihr Unglück zu massiv um es zu begehren.
Es geht dir ständig nur darum, wie es - in deiner absurd weltfremden Vorstellung - für dich laufen soll. Wie es zB einem Kind, einer Mutter und einem Vater dabei geht, scheint für dich keine Rolle zu spielen. Ich wiederhole mich: Mit Liebe hat das alles wenig zu tun.
Nein hat es nicht, ansonsten hätten sie sich nicht getrennt; Entschuldige dass ich so dermassen unsensibel bin! Ich muss ohnehin schon für jemanden den ich kenne genug Verständnis dafür aufbringen. Die Liebe war zerbrochen, ist einfach so. Gründe werden kaum je genannt, jedoch ist es sicher auch ein funktionelles Problem oder wird zumindest als das wahrgenommen. Nur wieso gründet man Familie wenn es von Anfang an vollkommen absurd war um es je umzusetzen? Andererseits, bei wirklicher Liebe ist fast alles möglich, die Beschränkungen körperlicher Art sind hierzulande minim bis gar nicht vorhanden. Auch mit 0 Scheffel Reis in der Familie wird alles irgendwie von aussen finanziert, wenn sie sich wirklich lieben. Das war zu uralten Zeiten noch anders, da war es noch tatsächlich ein funktionelles Problem da sie effektiv verhungert wären. Wir leben in einer Zeit von riesigem materiellem Überfluss, da wo ich wohne und überhaupt fast ganz Europa. Hier gehts eigentlich nur um innere Werte sollte etwas bestand haben, alles andere nehme ich leider nicht ab.
Kannst du dir im entferntesten vorstellen, wie es wohl einem zB 12-jährigen Mädchen geht, wenn die Eltern sich trennen? Wenn der Vater weg ist und sie nur noch alle zwei Wochen sehen kann?
Ja das kann ich mir für das Mädchen vorstellen. Sie kann an allem nichts dafür, dennoch wurde sie offenbar ihn etwas reingeritten und sollte die Familie noch gut funktionieren bräuchte der "zweite Vater" einen verdammt guten Bezug zu ihr, ansonsten wäre es nur umso tragischer. Einfach nur als eine Art Freund der den Vater ersetzt ist der Bezug nie wirklich da; sie sollte quasi ihn wirklich liebenswert finden und quasi als Zweitvater akzeptieren, das wäre aus meiner Sicht optimal. Alles andere ist eigentlich Pseudo und der "Halt" mit der wichtigen Vaterrolle ist nie wirklich da.
 
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  • #505
Wie es ihr geht, wenn die Mama einen neuen Freund hat? Wenn sie einen anderen Mann als den Papa liebt? Hast du eine Idee davon, was in dem Mädchen vorgeht, wenn dieser Mann dann Ansprüche erhebt, die Vaterrolle zu spielen?
Der Anspruch wurde ihr quasi in die Wiege gelegt, beim richtigen Vater. Hier ist die Liebe quasi bedinungslos, egal was er auch angezettelt hätte, denn Vater bleibt Vater, Punkt. Das hat auch niemand bestritten und es wird auch kein weiterer Vater hier Kontakt behindern.

Allerdings ist ein Mensch kein unbewegliches starres materielles Konstrukt. Sie könnte genausogut auch das Beste daraus machen und den zweiten Vater als ebenso vollwertig akzeptieren auf seine Art mit seiner Funktion. Das ist nicht jenseits der Machbarkeit, setzt jedoch gegenseitige Liebe voraus; der zweite Vater wird es sehr schwer haben da er sich bewähren muss und diese Liebe sich nur langsam aufbauen kann. Auch wenn Anspruch auf Vaterrolle besteht so ist das kein kurzfristiger Prozess und kann auch oft erst nach Jahren verwirklicht werden. Niemand hat gesagt dass es einfach wird, jedoch gibt es klare Wege die man zusammen beschreiten möchte und nicht einfach nur "unbestimmt vor sich hinleben" komme was wolle.
Hast du eine Vorstellung davon, wie sich der Vater dabei fühlt? Nein, offensichtlich nicht.
Ja, man kann auch einfach ihn Ohnmacht versinken und aufgrund wechselseitigem Gefühlschaos in Unbeweglichkeit und Schockiertheit versinken. So kommt man als Familie jedoch nicht weiter und Gefühlsduseleien können sich bei diesem funktionellen Anspruch auch mal hinten anstellen. Der richtige Vater hat mit seiner Rolle versagt, das hat er zu akzeptieren als harter Fakt. Deswegen kommt offensichtlich ein weiterer Vater hinzu der teils auch zusätzliche Kinder haben wird und alles als eine Familie sehen möchte. Am besten unterstützt er es indem er sich dem Umstand fügt und auch neue Vaterebenen mit ihren Rollen/Funktionen als legitim erachtet, damit es für die Familie weiterhin werkelt auf die brauchbarste Art.
Du hast noch nicht einmal eine Ahnung davon, dass auch ein Kind durchaus selbst entscheidet, wen es mag und wen nicht.
Liebe ist eigentlich im Kern keine Entscheidung, die Entscheidung verschafft jedoch Zugang für die Liebe, weil solange der Geist es nicht zulässt wird auch das Herz nie verbinden können; das aus meiner Sicht. Je jünger das Kind desto weniger wird es blockieren bei der Verbindung, da es geistig freier ist, insofern ein Bonus. Nur wenige Erwachsene haben brauchbare geistige Freiheit und die Liebe fest im Herzen eingebrannt, als Zustand einer Fügung. Deswegen kommt es auch stark auf die Lebensphase und geistige Freiheiten aller Parteien an. So pauschale Prognosen sind kaum möglich, es kann alles werden oder auch nichts.
Das Schlimmste aber ist, dass so vieles von dem, was du schreibst, völlig lieblos klingt. Ganz besonders dann, wenn du deine eigene Liebesfähigkeit preist.
Jemand der sich überhaupt intensiv damit befasst ist aus meiner Sicht kaum lieblos, trotz schrillem Klang. Die deutliche Mehrheit ist mir da wesentlich liebloser und oft erstaunlich ignorant. Allerdings darfst du es gerne als nichtssagene Meinung aufnehmen, deine Freiheit wie auch ich eine beanspruche.

Mein Sinn für überbordernde noch nennenswerte Empathie ist schon lange weg, seit ich bemerkte dass die Überzahl eigentlich nur funktionell liebt (ihr Geist drängt sie in das rein) und sich noch auf materielle Begebenheiten festlegt in tausend Versionen. Wäre das anders wären Trennungen nahezu utopisch.

Ich kann grosse Empathie für geliebte Menschen entwickeln aber sicher nicht einfach allen anbieten; ich war noch nie ein Heiliger.
 
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  • #506
Wie will man einem Blinden die Farben erklären?
Genauso, wie man jemandem die Liebe in einer Partnerschaft mit Kindern erklären kann, der zwar seitenlang über die wahre Liebe faseln kann, aber seit 36 Jahren Singel ist und Liebe zu einer Frau oder einem Kind nur theoretisch kennt, weil nie aktiv und gemeinam gelebt? Nämlich gar nicht.
 
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  • #507
Wie viele Farben kann ein "sichtiger" tatsächlich wahrnehmen; 3 Farbkanäle? Wieviele gibt es? Bist du sicher dass du in all deiner Zeit als "sichtiger" mehr als 3 Kanäle gesehen hast? Anders gesagt, ist es möglich dass manches für immer verschlossen bleibt solange man zwar Beziehung hat jedoch nicht "mit dem Herzen sieht".

Wäre echt ineressant wenn ich mal all die Abtrenngeschichten und deren Begründungen sehen könnte, eine gute Art um sehend zu sein, selbst als Blinder.
 
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  • #509
Wie will man einem Blinden die Farben erklären?
Genauso, wie man jemandem die Liebe in einer Partnerschaft mit Kindern erklären kann, der zwar seitenlang über die wahre Liebe faseln kann, aber seit 36 Jahren Singel ist und Liebe zu einer Frau oder einem Kind nur theoretisch kennt, weil nie aktiv und gemeinam gelebt? Nämlich gar nicht.
Ich glaube nicht, dass es hier um wirklich einen Blinden geht. Ich denke eher, die Farben werden wild und bunt durcheinander gemischt, es liegt an den Denkstrukturen, dem ewigen Monologisieren. Wie ein Künstler der ruhelos, ständig malt, musiziert, schreibt, theoretisiert, um zu seinen Erkenntnissen zu kommen, die aber mit der Realität, auf den zweiten Blick wenig zu tun haben, wie auch, wenn die Praxis fehlt, weil man ständig schreibt, sich ständig wiederholt, also in seinen Denkstrukturen, die auch viel kluges enthalten, so gefangen ist, dass man den Blick für die Realität nicht erfassen kann. Tragisch.
 
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  • #510
Wie viele Farben kann ein "sichtiger" tatsächlich wahrnehmen; 3 Farbkanäle? Wieviele gibt es? Bist du sicher dass du in all deiner Zeit als "sichtiger" mehr als 3 Kanäle gesehen hast? Anders gesagt, ist es möglich dass manches für immer verschlossen bleibt solange man zwar Beziehung hat jedoch nicht "mit dem Herzen sieht".
Also um mein Herz brauchst du dir keine Sorgen machen. Mit dem sehe ich extrem gut. In der Liebe geht es primär nicht mit dem Kopf und nicht mit dem Verstand sondern nur mit dem Herzen. Ich kann mir vorstellen, was du mit der wahren bedingungslosen Liebe meinst.
Aber dir fehlt jegliche Erfahrung von der gelebten Liebe innerhalb einer Familie, in der du nicht Kind bist. Und deswegen gehen deine seitenlangen Monologe leider an der Realität vorbei.