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  • #421
Wer dagegen ist möge jetzt sprechen oder für immer schweigen, wer am schweigen ist der lehnt nicht ab. Ich kann nach Beendigung der Ehe aus dem Hass heraus auch behaupten dass es keine Ehe war und das Kind Ihr Kind (nicht meines), jedoch stösst hier der Richter zu recht auf taube Ohren; denn wer dagegen war der hätte von Anfang an sprechen müssen und nicht schweigen. Somit habe ich für deine Bedenken ebenfalls taube Ohren, die Freundschaft kam dann zustande als sie festgelegt wurde bis zum Abbruch, sie wird nicht hinterher festgelegt oder definiert. Natürlich kann ich ihre Worte auch zitieren welche die Freundschaft einvernehmlich festgelegt haben. Dass ich sowas anhand eines neurotischen Unkenrufes jedoch aufzeigen sollte ist anmassend und wird von mir nicht beherzigt.

Für mich wäre es eigentlich sogar einfacher wenn ich sagen könnte "dass ich noch nie eine Freundin hatte und keine Ex im Spiel war", damit wäre ich sowohl Fehler wie auch tadellos, jedoch belüge ich mich damit selber denn es entspricht nicht der von mir wahrgenommenen Tatsache.
 
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  • #422
Heutzutage gibt es sowieso die Tendenz dass man immer weniger Verbindlichkeiten möchte oder es sogar ganz verneint, selbst wenn man langfristige Beziehungen mit sexuellen Handlungen hatte. Oft wird noch "nebenbei" eine sexuelle Beziehung geführt (Polyamorie) und dieses Verwirrspiel, als auch die effektive Ernsthaftigkeit, ist jenseits zuordnungsbarer Werte. Dagegen ist das was ich hatte, trotz kurzer Dauer, vergleichsweise superseriös. Vor Gott muss ich nichts rechtfertigen da er weiss was Sache ist und vor jemand anderem habe ich nichts zu rechtfertigen; da es nicht in ihrer Berechtigung steht über meine Liebesbeziehungen zu urteilen, daher gänzlich anmassend.
Hat @Xeshra denn geschrieben, dass sie das anders gesehen hat? Oder das Thema Paarbeziehung nicht besprochen wurde?
Ich möchte hier konkretisieren dass es grundsätzlich für mich 3 Beziehungsformate gibt. Achtung: Beziehung heisst nicht Liebe, ist jedoch stets einvernehmlich.

1. Bekanntschaft: ONS, Sextreff, Kumpel, Mailkontakt, Forumaustausch u.a. Einvernehmlich durch Beteiligung/Zustimmung, Bindung irrelevant.

2. Freundschaft: Muss nicht körperlich sein, setzt jedoch Bindung voraus, selbst wenn mehrfach. Einvernehmlich durch Beteiligung/Zustimmung.

3. Partnerschaft: Muss nicht körperlich sein, setzt jedoch Bindung voraus, selbst wenn mehrfach. Einvernehmlich durch Beteiligung/Zustimmung. Der Übergang zwischen Freundschaft und Partnerschaft kann fliessend sein und ist oft schwer zu definieren.
 
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  • #423
Allgemein ist der einzig klar definierte Unterschied für mich von Partnerschaft zu Freundschaft dass man die Bindung maximiert, dadurch lebt und wohnt man auch vollständig oder zumindest dominant bei Fernbeziehung/Dynamischer Nähe (über 50%) zusammen. Oft wird es rechtlich mit Ehe in der Endinstanz festgelegt, wobei das heutzutage auch ein absterbender morscher Ast ist wo Konkubinat immer mehr Früchte trägt und Ehebruch häufig vorkommt. In der Schweiz setzt man Konkubinat mit Freundesbeziehung gleich auch wenn es eigentlich eine Partnerschaft ist da man zusammen wohnt.

Allgemein würde ich mir nichts darauf einbilden noch in Selbstgerechtigkeit versinken indem man meint man wäre ehrlicher, inniger oder wahrhaftiger. Schon gar nicht die eingebildete Einbildung dass man das bestehende Format genau definieren konnte und herablassend zu beurteilen hat um was es nun effektiv handelte, weil wenn ich mal loslege bei meiner Verurteilung dann fliegen nur noch Federn: Jede Liebes oder Beziehungsbeurteilung wird dann sehr stark in Frage gestellt.

Oft ist selbst die Urteilskraft des Individuums als fragwürdig einzustufen, egal ob direkt beteiligt oder unbeteiligt. Ich bilde mir nichts darauf ein sondern sage lediglich was klar ersichtlich, schriftlich oder wörtlich festgehalten, gegeben war und wie ich im Herzen fühle. Das was ausserhalb davon stattfindet ist weder legitim noch als kompetent einzustufen, daher würde ich es bleiben lassen, möchte man souverän und sachlich bleiben.
 
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  • #424
Dazu noch Entscheidungsinstanz über das was ist oder war: Ich, Gott, Sie: Jede andere Instanz ist ausserhalb einer Berechtigung; Beurteilungen höchst anmassend. Nur schon die Fragestellung ausserhalb einer Berechtigung. Ich werde mich im Zweifelsfalle immer für das Herz entscheiden und sollte jemand selbst im allergrössten Hass die ehemalige Verbindung oder Bindung anzweifeln oder in Frage stellen, entwürdigen oder in Missgunst versumpfen lassen, stelle ich mich dagegen ohne jede hinzugezogene geistige Beurteilung und mit absoluter Härte in der Überzeugung: Ganz egal ob da jemals Liebe war oder nicht.

Ich habe ja auch schon, da belesen (ich habe sämtliche Texte durchgelesen), auf Gleichklang studiert wie die "wahre" oder dauerhafte Liebe jemals zustande kam und wie die Ernsthaftigkeit und Erfolg zu definieren ist. Gleichklang meinte dazu: Nur eine Minderheit der erfolgreichen Liebes-Beziehungen waren von Anfang an auf gegenseitiger Liebe beruhend. Mehrheitlich war es so dass der der effektiv "Nicht-liebende-Part" mit der Zeit lieben "gelernt" hat. Selbst wenn ich das in Frage stelle und möglicherweise rein sachliche Bereiche ein "Sprungbrett" darstellten, so kann doch richtige Liebe daraus entstehen. Wirklich relevant scheint jedoch zu sein dass mindestens eine Partei richtig liebt, denn dies wäre das zu benötigende Sprungbrett. Nicht immer geht es gut aus, jedoch besteht hier eine wahre Chance auf Weiterentwicklung. Somit, Liebe ist insofern ansteckend, solange der Geist in der kritischen Phase (wenn sich die Liebe noch zuwenig gebildet hat) nicht zu fest abtrennt. Daran war ich, leider mit unheimlichem Pech involviert, gescheitert.
 
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  • #425
Ihr ward noch kein Paar, von daher sind deine Zeilen völlig absurd.
Wenn jemand Partnerschaft anstrebt dann wäre es mehr als förderlich wenn man genau das lebt was man anzustreben gedenkt, selbst wenn gar keine Partnerschaft vorliegt. Genau so entsteht überhaupt der entsprechende Zustand, nicht indem man sich sagt "jetzt sind wir Paar", sondern indem man das lebt was man anstreben möchte, das nennt sich Fügung. "Paar sein" ist kein Papier mit bekennender Schrift noch ein Wortlaut, es ist ein wohlwollender gegenseitiger Umstand der sich fügt.

Das was passiert war, also das Ultimatum, war die ultimative Zerstörung der Verbindung; Das Allerletzte was ein Paar tun würde um es zu fördern, ein Zusammenbruch bei noch ungefestigter Liebe fast unausweichlich. Ob man Paar war oder nicht, absolut nicht von Bedeutung: Gift bleibt Gift. Bei Partnerschaft kein legitimer Zustand (jeder der sowas anzetteln würde wäre bei mir verbannt) und ausserhalb davon führt es nur bei gegenseitiger Liebe nicht zum Zusammenbruch. Ich bin ja nicht sonderlich intelligent bei Beziehungsfragen da es mich bis 36 J nicht interessierte, jedoch, selbst ich erkenne bestimmte essentielle Sachverhalte.
 
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  • #426
Eure Beziehung, @Xeshra, erinnert mich ein wenig an eine "Wahlverwandtschaft", mit diesem tragischen Ende, das dadurch zustande kam, indem etwas als "stärker" gewichtet und damit das andere als "schwächer" verdrängt wurde.
 
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  • #427
Ja das ist von grosser Essenz, genau deswegen ist ein Austausch mit dir für mich von wahrem Kaliber. Man muss einfach klar sehen dass sie (die Ex) eine teils sehr strikte Weltanschauung hatte. Sie tickte deutlich anders als die Masse und in Sachen Beziehung hatte es feste Ebenen mit Beschränkungen.

Eines mal vorweg: Kernfamilie war für sie komplett ohne Gewichtung, sie sah alles als eine Art Grossfamilie an. Hier spielt auch das Alter absolut keine Rolle um in Beziehung zu treten, ganz egal auf welcher Ebene, da ja auch der Kern ausgeschaltet ist. Insofern würde sie auch nicht den Kern über dem "Aussen" prioritisieren. Sofern das von Aussen beziehungsmässig als höherwertiger einzustufen ist dann erlischt die Legitimität von allem was rein theoretisch im Kern angesiedelt wäre.

Angenommen ich wäre ein super Freund gewesen, sagen wir 20 J alt, welcher verunfallte mit Krückstock und nicht ins Spital wollte wegen Pflege. Dabei war gerade die eingeladene jedoch noch wenig bekannte Tante im Wege, dann würde sie die Tante per Ultimatum abservieren um "den armen Freund" einzuladen, da höhere Beziehungsebene. Es muss einfach hilfsbedürftig sein und mit höherer Beziehungsebene.

Wobei sie eigentlich alles rein als platonisch einstuft, in der Beziehung. Ob sie überhaupt sexuell wirklich etwas ausleben will ist sehr fraglich. Es spielt bestimmt eine untergeordnete Rolle, vorallem wenn man nur schon Worte wie "Zölibat" erwähnt und bei Kindern eindeutig schlecht darauf zu sprechen ist.

Mit mir hat sie anscheinend versucht Partnerschaft einzugehen, es jedoch am Ende aufgrund "pflegerischer Inkompatibilität" verworfen. Dies wurde rein sachlich/geistig beurteilt. Jedoch verhinderte ihr Paradigma auch eine Rückkehr (eigene Angaben, ich fand es komisch) zu einer rein platonischen Beziehung, obwohl die bestehende Beziehung noch nie anders als rein platonisch (asexuell) war. Trotz diesem Sachverhalt war es für sie bereits "mehr als platonisch", da zumindest geistig oder im Herzen,... eine Art gefühlte "höhere Stufe", obwohl effektiv unverändert geblieben.

Dieses Paradigma ist schon sehr speziell und selbst nach intensiver Überlegung eine echte Knacknuss.

Wnn man ihr zu Nahe kommt, mehr als platonisch (dennoch unverändert) dann muss sie einem verbannen, da diese unbestimmte Nähe keine Beziehung mehr erlaubt. Das Paradigma ist für mich radikaler Machart.
 
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  • #428
Es geht ja darum dass es für sie "als Partner nicht ging", das führte dazu dass es auch als Freund nicht mehr ging, da bereits zu Nahe um als Freund einstufbar zu sein. Ich wäre ja gar nicht grantig geworden wenn sie mir nicht auch noch automatisch die Freundschaft gekündigt hat und damit für immer nichts mehr von mir wissen wollte, aufgrund (für sie) misslungener Eignung zur Partnerschaft. Also gleich 2 Ultimatum vor die Nase geknallt, fast aus heiterem Himmel.

Wobei ich so die (für mich) unfeine Vermutung habe dass sie unter Partnerschaft nicht meint "zusammen wohnen, leben, lieben, Kinder, Sex" sondern eher "zusammen helfend sein, bei Mensch und Tier", das Helferische war ihr grosser Anspruch. Das ist für mich natürlich eine rein sachlich festgelegte Beziehung und hat kein richtiger Liebesanspruch, zumindest nicht beim Partner, denn ihre Liebe geht kaum in den Kern und ist kaum dediziert. Sie liebt den Partner weil der Partner Andere (Hunde, Tanten u.a.) liebt nicht weil er primär sie liebt; ein solcher Partner hätte Pech ihrer Meinung nach (Pech für Dich dass du mich liebst). Wobei sie sich im Streben ja maximal zurücknimmt. kaum Bedeutung zuschreibt, nur das Helfende bestimmt ihr eigener Wert sowie Dasein.

Sie war Anfangs ein Meer von Güte, unglaublich empathisch, nie dagewesen. Das hat sich so hingezogen bis es an einem Punkt zusammenkrachte (beim Aufkommen der Tante) und von da an war jede Güte urplötzlich ausgelöscht. Anscheinend wurde das Helfende neu ausgerichtet und meine Relevanz zurückgestellt, anders nicht erklärbar.

In der Bibel steht allerdings nirgends "man soll nur den Nächsten lieben, oder den Nächsten mehr lieben wie sich selber". Wer das tut löst sich auf und wird auch nicht mehr richtig liebesfähig im dedizierten Sinne. Man eignet sich dann vermutlich als Nonne, das möchte ich nicht beurteilen denn da kenne ich mich nicht aus.

Für mich geht das mit partnerschaftlichen Liebe nur auf wenn man sich selbst so sehr liebt wie den Nächsten, nur dann wäre überhaupt nennenswertes Interesse oder Fähigkeit für Partnerschaft vorhanden. Wir leben natürlich in einer schwierigen Zeit wo man fast pauschal "sich selbst liebende Leute" als Narzisst beschimpft und eine Art Nächstenliebe verlangt welche eigentlich noch nie dar war denn ohne Selbstliebe auch keine innige Nächstenliebe; ausser man möchte ein selbstloses Helferlein sein welches, so wie ich das erlebe, zu keiner fester Beziehung mehr fähig ist sondern nur noch der vorgefundenen Hilfsbedürftigkeit hinterherjagt und seinen Wert daran bemisst wie hilfreich man war.

Für mich nicht nur radikal anmutend, sondern in seiner Natur bedenklich.
 
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  • #429
Trotz allem Unglück, neue Beziehungen beziehungsweise potentielle Freundinnen/Partnerinnen sollen bestimmt nicht drunter leiden mit dem was mich da möglicherweise belastet. Ich habe nun effektiv nahezu abgeschlossen und konnte die Güte in mir wieder grösstenteils finden. Ich werde Ihnen ein hohes Mass entgegenbringen, so soll es sein und so wird es auch sein. Nur weil ich mich so intensiv damit auseinandergesetzt habe konnte ich überhaupt so schnell abschliessen, ansonsten würde es sicherlich ewig an mir nagen. Obwohl da immer noch Liebe ist, ich konnte jetzt zumindest mein Herz wieder komplett freimachen für neues.
 
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  • #430
@Xeshra
War das Platonische denn eher "zufällig" oder suchst du eine Art von dieser Beziehungsform?
Wolltest du dich damit arrangieren langfristig? Hatte den Eindruck, dass du schon auch nach körperlicher Nähe suchst?
 
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  • #431
Könnte mir jemand eine Kurzversion der Geschichte zukommen lassen? Ich habe nur Fragmente wahrgenommen und möchte jetzt nicht stundenlang lesen müssen, danke!
 
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  • #432
Wenn ich so Gerede von "platonisch" lese, überfällt mich durchaus Mitleid mit dem armen Platon. Plato als Plastikvariante im Eineuroshop, Platon! Das ist doch schon ein bißchen traurig. Kann man da nicht ein anderes Wort verwenden, das nicht so hochtrabend und verkehrt ist? Etwa "pumuklisch" oder so?

Angenommen ich wäre ein super Freund gewesen, sagen wir 20 J alt, welcher verunfallte mit Krückstock und nicht ins Spital wollte wegen Pflege.
Wie schätzt du sie ein, da sie es ja offenbar so mit der Pflege hat und zugleich von dir angezogen war: zu welchem Anteil könnte deine Attraktivität für sie etwas damit zu tun haben, daß du ihr pflegebedürftig erschienst? (Auch wenn sie jetzt offenbar anderen Objekten der Pflege den Vorzug gibt.)
 
D

Dr. Bean

  • #433
Aber platonisch heisst doch Sextreffen
 
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  • #434
Es ist nicht so dass platonisch "Beziehung ohne Sex" bedeuted, weil das wäre genau genommen einfach nur "asexuell". Platonisch fokussiert jedoch so stark auf das Geistige dass Sexualität kein relevantes Attribut darstellt, wobei es nicht gleichbedeutend mit "asexuell" ist. Das ist nur meine Sichtweise, das wird ja sowieso je nach Perspektive wieder umgeformt und in der Bedeutung verzerrt.

Die Ex hat es streng genommen auch nicht als vollkommen asexuell wahrgenommen, obwohl sie die Partnerschaft von der Platonie trennen wollte. Theoretisch wäre sie schon sexuell "empfänglich" gewesen, jedoch dermassen tief im Verlangen dass selbst ein richtiger Katholik das reinste Sexluder ist.
 
D

Dr. Bean

  • #435
Na ich hab da keine Ahnung von ich bin Ingenieur