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  • #391
Xeshra, das hast du sehr passend wahrgenommen mit dem inkompatibel, du wärst mir etwas (für mich) zu heilig in deinen Vorstellungen und dann wieder manchmal (für mich) zu radikal, zumindest wirkt es auf mich so. Ich glaube auch, dass du dein Herz am rechten Fleck hast und wünsche dir eine Frau, (Oder auch Mann, zumindest meine ich, dass du da offen formuliert hast...), der/die dich so schätzt und gut ergänzen kann, so dass ein gemeinsames Wachstum möglich ist (das wünsche ich mir selbst auch).

Irgendwann tut es seltener weh @ die Enttäuschung.
 
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  • #392
@Xeshra, schön, dass ich Dich mit etwas ein wenig bereichern konnte.:)
Ich wohne aber weit entfernt von Dir, wenn Du aber mal in der Nähe bist, können wir uns gerne mal treffen.
Hilfreicher wäre aber, sich diesen Punkt anzuschauen, ab dem es aus einem Miteinander zu einem Gegeneinander sich entwickelte. Du hast ihn, als er passierte, nicht gemerkt und in Deinem Elan nicht gesehen, dass Du ihn immer weiter bis dorthin ausgedehnt hast, dass nichts mehr übrig blieb, als eine Grenze zu ziehen. Du glaubtest wohl an die Kraft der Überzeugung, weil Du selbst überzeugt bist. So sehe ich das. Statt sich daraufhin auf das Verbindende zu konzentrieren, wurde das Trennende zur Philosophie erhoben. Und der Andere damit auch in Frage gestellt, irgendwie auch entwertet und in das Reich des Inkompatiblen geschickt. Das lässt sich Aufdröseln ab diesem Punkt mit dem Thema des Einschläferns. In dieser Hinsicht bist Du ja auch unbeweglich, nämlich anstatt Dich in diese ihre Welt mal hineinzubegeben - auf der Basis der Liebe - und zu schauen, wie starr beider Welten (Deine und ihre) wirklich dann in Folge sind, hast Du Dich auf eine theoretische Abhandlung verlassen. (Könnte ich mir jetzt vorstellen, weiß ja nicht, wie das so gelaufen ist.)
Na ja, im Endeffekt weiß man nicht, ob das Paradigma dann auch greifen würde und in diesem Sinne könnte man jetzt auch sagen: gut, dass es schon früh erkannt wurde. Vielleicht ist das einfach so, das Schwierige ist halt dabei, dass Du es nicht bis zum Grund erfahren konntest. Dann wärest Du jetzt auch nicht unsicher. Das ist sowieso immer die Frage: muss man wirklich alles durchlebt haben, um zu einem Ergebnis, zu einer inneren Sicherheit zu kommen. Oder, kann man Manches schon erahnen, vielleicht sogar erkennen, wie es sich abzeichnen und dann niederschlagen würde.
 
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  • #393
@Xeshra Ich kann nachvollziehen, dass dich ein mögliches Helfersyndrom am Gegenüber abschreckt. Ob es nun pathologisch ist oder eher eine größere Tendenz dahin zu erkennen ist, finde ich dabei gar nicht mal so wichtig. Übergänge sind meist eh fließend.
Es gibt bestimmt Menschen, die damit zurecht kommen. Dem etwas entgegenzusetzen haben, situationsbedingt dem Helfersyndrom des anderen die Stirn bieten können, ohne dadurch gestresst zu sein und/oder zu viel Energie zu verlieren. Die es aushalten können, immer wieder in den selben Konflikt zu gehen ohne dabei allzugroße Schrammen zu bekommen. Da ich mich selbst nicht dazu zähle, und besonders empfindlich auf Kontrolle und Fremdbestimmung reagiere, wäre das für mich auch ein no go. Falls du ähnlich tickst, und auch sensibel auf Kontrolle, Beschneidung des Freiraums und diffuse (unterschwellige) Übergriffigkeit reagierst, dann war es sicher eine richtige Entscheidung von dir, sie gehen zu lassen und die Reißleine zu ziehen.

Mich triggert sowas total. Bei Sätzen wie „ich habe es ja nur gut gemeint“ oder „ich wollte doch nur helfen“ - die verdecken sollen, dass sich jemand ungefragt einmischt oder gar seinen Willen aufzwingen will - bekomme ich innerliche Kotzkrämpfe. Eine solche Partnerschaft wäre für mich auch undenkbar.

Edit: Im Übrigen halte ich das Helfersyndrom auch nicht für eine Kleinigkeit. Wenn man das nette „ich will helfen“ auf die Sachebene runterbricht und genau beleuchtet, richtet das meist mehr Schaden an im Umfeld, als auf den ersten Blick zu erkennen ist. Nicht nur im Privaten, in der Familie oder im engeren Freundeskreis, auch in manchen Berufsgruppen, kann sowas ernste Auswirkungen haben. Mein Freund ist in der Therapie tätig und hat vor wenigen Minuten die Station gewechselt, als sein Antraf bewilligt wurde. Auf meine Nachfrage, wieso er diese Entscheidung getroffen habe - da er immer recht zufrieden von seiner Arbeit berichtet hatte - meinte er, dass eine Kollegin am Helfersyndrom leide und er es nun nicht mehr ertragen bzw. mit ansehen könne. Da Sie zunehmen Patienten - mit schlechter Prognose und oftmal schwer krank - ihren Willen aufzwang und dies in absoluter Willkürlichkeit.
Es sind welche dabei, die nicht mehr sprechen können. Gerade hier, benötigt es höchstes Empathie Vermögen. Und das Verständnis, dem Patienten möglichst viel Freiraum und das Recht auf eigene Entscheidungen einzuräumen. Diese Frau ist unkündbar und wird weiter ihr Unwesen treiben. Sich an hilflosen Patienen abarbeiten. Natürlich alles im besten Sinne der Hilflosen, die ihre Hilfe benötigen und bei denen es einfach ist, seine Machtgelüste auszuleben.
 
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  • #394
Ähm... Minuten = Monaten. (Wieder äußerst glorreiche Smartphone Rechtschreibkorrektur) :rolleyes:
 
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  • #395
Na ja, im Endeffekt weiß man nicht, ob das Paradigma dann auch greifen würde und in diesem Sinne könnte man jetzt auch sagen: gut, dass es schon früh erkannt wurde.
Ich hätte einfach die Sorge dass ich nicht weiss ob hier überhaupt eine brauchbare Bewegung in meine Richtung möglich wäre, auch das mit Kernfamilie (für mich wichtig) wurde scharf verneint. Ihr Paradigma war eigentlich stark bestimmend, dass ich da etwas nennenswert unterdrückt hätte oder in mein Zentrum gerückt konnte ich nicht bemerken. z.B. Ich wollte zusammen schlafen sie wollte zusammen mit den Hunden in eigenes Zimmer. Morgens wollte sie nur für sich alleine mit dem Hund laufen gehen, ich war da nicht erwünscht. Mögliche Fahrt nach Ungarn wurde von ihr kaum als möglich erachtet, wegen den Hunden (da hatte sie allerlei Bedenken). Kind wurde kaum als Option angesehen. Ich wurde nahezu automatisch nicht als möglicher Helfer in betracht gezogen, deswegen auch nie gefragt. Als die Tante aufkam wurde mit mir nie abgesprochen, sondern einfach knallhart ein Ultimatum gestellt.
Ich sprach trotz aller zusätzlich herbeigeführter Trennung nur Empfehlungen aus was den Hund betrifft, nie jedoch habe ich etwas als Bedinung verlangt. Das Einzige was ich unausweichlich äusserte ist dass ich diese Hilfe besser an Kindern sehe und ich hier meinen Fokus habe. Kinderwunsch ist hier jedoch quasi Null und wird auch nicht als mögliche Neuausrichtung der Perspektive wahrgenommen, sondern klar an alte Strukturen festgehalten. Es wurde mit keinem Wort darauf eingegangen sondern nur auf die aktuelle Situation.

Zustimmend, es war die falsche Reaktion von mir, schaffte zusätzlich Trennung anstatt Verbindung. Jedoch darf man meine Gefühlslage dennoch nicht ignorieren. Ich wurde zweifach nahezu aus heiterem Himmel mit Ultimatum konfrontiert und mein Herz war danach quasi gebrochen. Ich konnte nicht mehr die Güte in mir finden und entgegnete nur noch meine kritische Sichtweise. An dieser Stelle natürlich unpassend; jedoch habe ich die Hoffnung auf Verbindung hier fast aufgegeben, sogar nahezu ganz, und wollte nur noch mir abschliessend irgendwie Luft verschaffen. Eine andere Absicht war primär gar nicht dahinter, das Herz war bereits schwer beschädigt, der Geist dadurch blind. Sekundär bemerkte ich jedoch dass ich sie immer noch liebe: Jedoch war es jetzt zu spät hier noch das Ruder mit meiner Herzensebene rumzureissen, da sie nun einen Grund bekam mir das letzte bischen Liebe was noch da war zu entziehen.

Sollte sowas wieder passieren werde ich sicherlich erst versuchen sofort Abstand zu gewinnen, und ein möglicher erneuter Kontakt solange ich mich unsicher fühle erst von jemandem überprüfen zu lassen, der in dieser Extremsituation neutraler denken kann. Es besteht dann zumindest eine kleine Chance auf Neuverbindung.

Selbstverständlich sehe ich die Beziehung vom Grundmuster her mit den bestehenden Problematiken als hohe Schwierigkeit an, jedoch... Liebe ist Liebe, sie kann und wird hier keine Bedinung setzen, sofern da tatsächlich Liebe ist.
 
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  • #396
Und das Verständnis, dem Patienten möglichst viel Freiraum und das Recht auf eigene Entscheidungen einzuräumen.
Ich denke nicht dass die Ex jemals eine Spritze als mögliche Option zulassen könnte, dieses Helfer-Paradigma und "auf Biegen und Brechen Leben verlängern", sitzt wirklich tief. Ich wurde bei einigen Haushaltssachen/Essen nach Meinung gefragt, bei Helfer oder Pflegesachen jedoch (Mensch/Tier) war meine Meinung klar vollkommen fehl am Platz, ich wurde nicht einmal gefragt bei solchen Tätigkeiten: Chefsache.

Wie würde denn ein glückliches Paar miteinander umgehen? "Schatz, Denkst du wir können die arme Tante irgendwie pflegen?",... und und und... "Schatz, Kannst du mal das arme Hundchen füttern? ich zeige dir wie" und und und... jedoch, nicht ein einziges Mal kam sowas auf. Es ist ja kein Problem wenn sie nicht fragt und es (Tante/Hund) zur Chefsache erklärt, jedoch sollte es dann nicht als Trennungsgrund (mangelnde Pflege) vorgeworfen werden, das ist für mich fast wie "Falle stellen".

So oder so, es war einfach keine Liebe, dieses Schicksal muss ich einfach hinnehmen und fertig.

Ich habe ganz klar andere Vorstellungen von Partnerschaft, wir sind wirklich eins und nichts anderes als das.
 
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  • #397
Ich denke nicht dass die Ex jemals eine Spritze als mögliche Option zulassen könnte, dieses Helfer-Paradigma und "auf Biegen und Brechen Leben verlängern", sitzt wirklich tief. Ich wurde bei einigen Haushaltssachen/Essen nach Meinung gefragt, bei Helfer oder Pflegesachen jedoch (Mensch/Tier) war meine Meinung klar vollkommen fehl am Platz, ich wurde nicht einmal gefragt bei solchen Tätigkeiten: Chefsache.

Wie würde denn ein glückliches Paar miteinander umgehen? "Schatz, Denkst du wir können die arme Tante irgendwie pflegen?",... und und und... "Schatz, Kannst du mal das arme Hundchen füttern? ich zeige dir wie" und und und... jedoch, nicht ein einziges Mal kam sowas auf. Es ist ja kein Problem wenn sie nicht fragt und es (Tante/Hund) zur Chefsache erklärt, jedoch sollte es dann nicht als Trennungsgrund (mangelnde Pflege) vorgeworfen werden, das ist für mich fast wie "Falle stellen".

So oder so, es war einfach keine Liebe, dieses Schicksal muss ich einfach hinnehmen und fertig.

Ich habe ganz klar andere Vorstellungen von Partnerschaft, wir sind wirklich eins und nichts anderes als das.
Es ist ja bekannt, dass Menschen mit Helfersyndrom Verantwortung an sich reißen und dann auch nicht wieder abgeben können. Das ist ja ein Teil dieser Verhaltensstörung. Und dieses „Verantwortung an sich reißen“ (auch ungefragt), führt auf lange Sicht nunmal dazu, dass andere übergangen werden und sich zunehmend fremd bestimmt fühlen.
 
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  • #398
Wie würde denn ein glückliches Paar miteinander umgehen? "Schatz, Denkst du wir können die arme Tante irgendwie pflegen?",... und und und... "Schatz, Kannst du mal das arme Hundchen füttern? ich zeige dir wie" und und und... jedoch, nicht ein einziges Mal kam sowas auf. Es ist ja kein Problem wenn sie nicht fragt und es (Tante/Hund) zur Chefsache erklärt, jedoch sollte es dann nicht als Trennungsgrund (mangelnde Pflege) vorgeworfen werden, das ist für mich fast wie "Falle stellen".

Ich habe ganz klar andere Vorstellungen von Partnerschaft, wir sind wirklich eins und nichts anderes als das.
Sorry, wenn du wirklich so denkst, wirst du nie an dein Ziel kommen.

Ihr ward noch kein Paar, von daher sind deine Zeilen völlig absurd.
 
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  • #399
Ihr ward noch kein Paar, von daher sind deine Zeilen völlig absurd.
Naja, der allgemeine Durchschnitt mag das vielleicht so denken. Dass Menschen nach wenigen Treffen noch keine Beziehung führen. Ich finde aber, dass ist Ansichtssache. Ich habe drei längere Beziehungen geführt. Die erste mit 15-17,5 die zweite mit 17,5- ca 19 die dritte mit 19 bis 29. Bei all diesen Beziehungen war nach dem 2-3 Date klar, dass man eine Beziehung führt. Natürlich war ich da noch jünger. Vielleicht naiver. Aber mit viel Leichtigkeit und ohne zu Zaudern ging das vonstatten.
Vor dem Hintergrund, dass @Xeshra sehr lange keine Beziehung geführt hat, finde ich es ok oder auch sogar irgendwie naiv-verträumt romantisch, dass sich eine Anbahnung dieser Art ergeben hat. Dass er sie nach wenigen Treffen verbindlich als seine Freundin angesehen hat - das hat doch was - in Zeiten in denen es so kompliziert geworden ist - so viel Misstrauen herrscht - es schwer ist, sich auf den anderen einzulassen und 1000 mal geprüft wird.
Wenn sie für ihn seine Freundin war, dann war das eben so. Da sollte man nicht drüber richten. Vielleicht eher das Gute daran sehen - nämlich, dass er verbindlich zur Verfügung stand und nicht auf 2-3 Hochzeiten gleichzeitig tanzen musste und es ernst gemeint hat.
 
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  • #401
Fakten-Check: Bereits weit vor dem ersten Treffen.
Ok. Hab auch nicht alles gelesen.
Trotzdem: es bleibt jedem selbst überlassen, solche Dinge für sich zu bewerten. Ich finde es ein wenig niedlich ;) wie Teenager. Der Junge, der das erste mal in seinem Leben einem Mädchen näher kommt. Ich weiß das nicht genau, aber vielleicht ist es ja so, dass @Xeshra noch noch nie eine Freundin hatte. Und da Nachholbedarf besteht?
 
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  • #402
Ok. Hab auch nicht alles gelesen.
Trotzdem: es bleibt jedem selbst überlassen, solche Dinge für sich zu bewerten. Ich finde es ein wenig niedlich ;) wie Teenager. Der Junge, der das erste mal in seinem Leben einem Mädchen näher kommt. Ich weiß das nicht genau, aber vielleicht ist es ja so, dass @Xeshra noch noch nie eine Freundin hatte. Und da Nachholbedarf besteht?
Wie alt ist Xeshra? Irgendwas mit Ende 30?
 
D

Deleted member 21908

  • #405
Ich glaube, er schrieb was von 36.
Und er muss sich hier auch nicht als „ewige Jungfrau“ outen
Hat er aber schon selber, hatte noch nie eine Freundin. Und am zweiten Tag seines Besuches in ihrer Stadt ist er nachts bei ihr geblieben, in ihrem Bett, ist aber nichts passiert, körperlich rein platonisch, vom Herzen her seine einzige Liebe, im Vorfeld.