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  • #166
Ich hab die Erfahrung bisher gemacht, dass wenn ich sage, dass ich kein Interesse habe, jedes mal mit einem "warum" nachgebohrt wurde. Das finde ich schon lästig genug. Hab ich aber die Frage beantwortet und geschildert, was mich stört, kam wirklich ausnahmslos weitere Erklärungen, warum ich entweder den Mann nur falsch verstanden habe und er sich selbst ganz anders sieht, oder es wurde mir erklärt, weshalb das doch gar nix störendes wäre, sondern völlig ok (für mich aber nicht), oder es kam Kritik zurück, was ihn denn an mir stört (Ich hatte ihn aber gar nicht danach gefragt). Da ich eigentlich ab dem Punkt, an dem ich sage, dass ich kein weiteres Interesse habe, am liebsten nix mehr lesen will, außer vielleicht "ok, zur Kenntnis genommen", aber keine Warum-Fragen beantworten möchte und auch nicht darüber diskutieren möchte, ob er nicht doch viel besser ist etc. blabla, verabschiede ich eigentlich immer oder, falls schon Nummern ausgetauscht, blockiere ich. Warum soll ich einen Kommunikationskanal offen halten, wenn ich keinen Austausch mehr darüber wünsche? Gestalkt würde ich noch nie, aber dieses Nachbohren und herumdiskutieren ist lästig genug, als dass ich dafür keinen Raum lassen möchte. Ich probiere es immer wieder ohne löschen oder blockieren, einfach durch äußern meines Desinteresses am Aufrechterhalten des Kontakts. Es funktioniert nie.
Das ist ja auch vermutlich der Grund, weshalb es so schmerzt, wenn der Kontakt abgebrochen wurde. Man hätte noch so gerne gefragt, weshalb, und man hätte sich noch so gerne erklärt. So bleibt man dann aber in einer Diskussion kleben, auf die vermutlich die wenigsten Lust haben, die einfach kein Interesse an einem weiteren Kennenlernen haben.
das hatte ich in meiner datingzeit nicht erlebt, es war ok wenn ich signalisiert habe, dass es nicht paßt. es gab sogar einen mann der gemeint hat, ich kann nach ein paar wochen wenn mir danach ist, gerne bei ihm wieder anrufen o. männer mit denen ich noch sporadisch whatsapp kontakt habe. es gab auch Einen, der sauer war u. manche männer haben auch gemeint, ich soll auf mich aufpassen u. das fand ich sehr lieb.
und dann gab es diesen einen, von dem ich nicht klar überzeugt war u. nach ein paar treffen mein partner geworden ist...
 
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  • #168
Evtl. sollte Xeshra mal hinterfragen wieso das so passiert ist warum dieser Mensch in sein Leben war und gewisse Knöpfe gedrückt hast. Du ziehst immer nur die Menschen an was du im Augenblick spiegelst und wo deine Themen sind die verarbeitet werden wollen. Ist als Denkanstoss zu werten.
 
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*Andrea*

  • #169
Für mich war das mit ewiger geistiger Verbundenheit klare Sache. Wie es dazu kam dass es einfach zerschmettert wurde ist mir immer noch ein Rätsel. Es ist für mich eine klare Pathologie dahinter, sie hatte mich plötzlich auf eine Hassliste eingetragen, da ich urplötzlich für eine festgelegte Weltansicht nicht mehr genügte.

Ich glaube es kaum wie sowas möglich ist, denn ich bin nicht so ein Wankeltyp, wenn ich Liebe dann ist es praktisch unzerbrechlich. Nur, wenn nicht erwidert muss ich irgendwie abkoppeln, gordischen Knoten gewaltsam trennen, oder den Liebesfaden ins Leere gleiten lassen, für immer.
Wenn man die eigenen Gefühle in den Himmel des Unermesslichen fantasiert, dann ist es ja wohl nur logisch, dass ihr Fall ins Normale oder gar Unzulängliche im eigenen Kopf einen Grund im Ausmass einer gewaltsamen, krankhaften, hassenden Katastrophe benötigen.
Dabei hätte ein simples "wir haben halt leider ganz unterschiedliche Wünsche ans Leben" eigentlich gereicht.

@Xeshra: Ich würde dir empfehlen, mal darüber nachzudenken, ob du nicht vielleicht doch ein ganz normaler Mensch bist: grundsätzlich liebenswürdig, aber auch manchmal mit Fehlern und Schwächen.
 
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  • #170
Ich liebe stets das Potential, nicht das was ist, das ist mir zu sachlich mit schwacher Liebe.

Muttis Überlegungen stören mich diesmal:

Es hätte so laufen müssen: sie hätte ganz automatisch sagen sollen: so ein Glück, dass du da bist! Jetzt kannst du mir grad zur Seite stehen. Bin ich froh. Danke Gott. Also dann machen wir das jetzt so... Und du hättest sagen müssen: ich stehe dir bei, aber ich kann nur drei Monate bleiben. Dann musst du wieder kurz selber klar kommen.... Dann hättet ihr das gemacht und dann wärt ihr euch viel näher gekommen quasi durch die Werktätige Liebe und dann hättet ihr euch freigebuddelt und es wären andere Erkentnisse gekommen.

Oder ihr wärt beide jämmerlich versumpft.

Oder einer von euch beiden wäre immer benachteiligt gewesen. Ich sehe diese drei Möglichkeiten. Aber bei deinem Benehmen ist nun Schluss.

Es steht mir ebenso frei das zu lieben was ich liebe, da brauche ich weder systematische noch methodische Angehensweisen um diese Liebe zu gestalten, denn ich suche innige Liebe aus gutem Grund. Kommt es nicht zurück ist es ganz einfach nicht komplett.
 
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*Andrea*

  • #171
Ich liebe stets das Potential, nicht das was ist, das ist mir zu sachlich mit schwacher Liebe.
Das kannst du natürlich so halten. Aber es ist dann auch recht klar, dass es in der Realität eben nicht immer so aussieht, und ein wenig unfair, wenn du dann über die anderen realen Menschen wütend bist. Du könntest ja statt dessen nach wie vor das Potenzial deiner Ex-Freundin verklären und sicher sein, dass sie mit einem anderen Mann eine glänzende Zukunft haben wird.
 
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  • #172
Öh, Ne, dann wäre ja mein eigenes Potential gleich doppelt gemoppelt; erst zerstört sie es, danach noch ich selber; ich muss am Ende immer noch mich selber lieben können. Das geht nur indem entweder Sie oder Ich es tragen kann, sofern sie es trägt kann ich mich selbst auch aufgeben, jedoch nur dann.

Wenn beide sich gegenseitig Potential absprechen hat zwar keiner recht, jedoch war diese Abtrennung noch nie ein Akt des Rechts, sondern lediglich der Liebe beziehungsweise fehlender Liebe: Stets zur Quelle gehen.

Meine Liebe ist zwar nicht weg, jedoch muss ich es bei der Ex nun vehement attackieren und abkoppeln, da ich ansonsten die Selbstliebe verliere. Das ist eigentlich der kritische und knallharte Prozess bei einer Abfuhr.
 
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*Andrea*

  • #173
@Xeshra: Irgenwann solltest du vielleicht dann doch anfangen, dein Potenzial oder wenigstens Stückchen davon zu verwirklichen. Sonst passiert es eventuell in der Realität noch, dass deine Grossnichten, nachdem sie dich aufopfernd gepflegt hatten, dich nur als Fantasie erinnern. ;)

Aber ich finde es eine gute Entwicklung, wenn du mal über die Worte deiner Mutter nachdenkst.
 
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  • #174
Tolle Phantasie, aber echt.

Das mit Pflege brauche ich übrigens nicht, ich möchte richtig leben, nicht als Pflegefall. Da würde ich besser an der Klippe hocken wo ich ev. versehentlich runterrutsche.

Ich hoffe ich kann bis 100 noch auf eigenen Beinen gehen und selber essen, alles möglich. Wenn nicht, bitte mich im Wäldchen oder an der Klippe mit Wasserstelle und Brotlieferung aussetzen, Danke; sodass ich hoffentlich von der untersten Lebensstufe loskomme, ohne dass jemand meint er habe ungewollt durch Unterlassung getötet.

Das mit Lebenserhaltung undso, da werde ich noch Unterlassungsverfügung machen, da ich selbst leben und richtig leben möchte. Man soll besser primär auf die junge Generation gucken, da gäbe ich auch als Pflegefall meinen Segen.

Aber ich werde mich sowieso so verdammt anstrengen sodass es nie dazu kommt dass mein Körper mich kriechen lässt.
 
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  • #176
Der Schmerz kommt für mich primär davon dass man nicht vertrauen kann, jeder Vertrauensbruch knackst das Herz empfindlich an, hier hat sie es gleich mehrstufig angeknackst im Fatalbereich (zweifach Ultimatum/ultimativ). Wenn du allerdings nicht den Vertrauensbrecher liebst dann geht es an dir vorüber wie ein laues Lüftchen, da es nie im Herz war.

Vertrauen ist für mich ein essentielles Liebesattribut, viel wichtiger als alle noch so ausgefuchste Weltansichten. Je mehr man diese Brüche hatte desto mehr traut oder vertraut man einer neuen Liebe nicht, da es vermutlich wie so oft nur Show war.

Die Angst "nicht zu genügen" ist fast nur während einer Beziehung, nicht danach. Selbstzweifel, Selbstablehnung lässt das Potential nicht zu, da ganz einfach falsch/hinderlich.

Gefühle einer Schuld hat primär der Korb-Geber, da er weiss dass er dem anderen Teil damit was antun wird. Wenn beide einvernehmlich auseinandergehen ist kaum Schuld vorhanden. Ich spreche jedoch von Anfangsphase, weil wenn man im intensiven Strudel ist kommt jeder in einen Schuldenberg, das Leben besteht ja voller Schuldzuweisungen obwohl eigentlich völlig nutzlos und irrelevant: Es löst keine Probleme sondern nur "einfach nur lieben und allem voran vertrauen können", sich dem Potential zuwenden.
 
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  • #177
Das mit Lebenserhaltung undso, da werde ich noch Unterlassungsverfügung machen, da ich selbst leben und richtig leben möchte. Man soll besser primär auf die junge Generation gucken, da gäbe ich auch als Pflegefall meinen Segen.
Weißt Du, das kannst Du für Dich so entscheiden, aber für Andere nicht. Mit diesem "man soll..." machst Du aber daraus eine Richtlinie, das geht nicht, damit erhebst Du Dich, ich sag jetzt mal provokativ, zu Gott.
 
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  • #178
Ja nein, Gott setzt keine Bedinungen und liebt mich trotzdem, was immer an mir haftet, z.B. diskriminierend anmutende Ansichten wo es Prioritäten hat.

Andere Leute setzen jedoch teils sehr strikte Bedinungen an mir, deswegen ist es so wie es kommt.

Allerdings sollte ich Gott einfach lieben, ebenfalls ohne Bedinung z.B. Keinen Segen erteilt, also liebe ich dich nicht mehr: Innige Liebe, Agape, ist stets gegenseitig.
 
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  • #179
Naja, wenn vor allem das Potential geliebt werden soll, dann bietet es sich natürlich an, dieses möglichst offen zu lassen, also anders als Andrea rät gerade nicht zu verwirklichen!
Denn je mehr vom Potential verwirklicht wird, desto weniger Potential bleibt zum Geliebtwerden übrig.
Wenn die Maid auch vor allem Potential liebt, dann hat Xeshra das eben durch seine Reaktion, durch sein Weigern, ihre Wohnung zu verlassen, durch seine definitiven Beurteilungen teilweise realisiert, und genau diese Realisierungen haben der Maid ja offenbar nicht so gefallen.

Genau, wie man hier immer liest, wenn etwas aus ist. "Er hat es nicht ernst gemeint, hat mich nur benutzt!" usw. Das ist kein Naturgesetz, so zu reagieren. Das folgt nicht aus der Liebe, aus dem Wesen des Menschen oder dem der Niedergeschlagenheit. Das ist einfach kleinlicher Forumsmainstream.
Vielleicht meinte Andrea ja so etwas, wenn sie empfiehlt, sich nicht von den altbackenen Wörtern täuschen zu lassen, sondern einfach zu sehen, wie nahtlos man in die Reihe derer paßt, von denen man sich so abgehoben fühlt. Für jemanden, der auf Verbindung statt Abgetrenntheit steht, wäre das ja eine positve Nachricht.
 
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  • #180
Das nicht Wahrnehmen von Potential ist kein Potential. Das gesamte Potential ändert sich bei erreichen neuer Potentiale weil jeder Weg erzeugt und vernichtet gleichzeitig Potentiale: Ohne Schaden auch kein Nutzen. Es ist auch nicht so dass sie unbedingt mehr Potential bekam sondern einfach andere Potentiale. Vertrauen ist jedoch immer ein Potential, deswegen tut diese schleichende Vernichtung weh.
Vielleicht meinte Andrea ja so etwas, wenn sie empfiehlt, sich nicht von den altbackenen Wörtern täuschen zu lassen, sondern einfach zu sehen, wie nahtlos man in die Reihe derer paßt, von denen man sich so abgehoben fühlt. Für jemanden, der auf Verbindung statt Abgetrenntheit steht, wäre das ja eine positve Nachricht.
Ich muss nicht überall entgegen der Gesellschaftsmeinung sein sofern es so simpel erklärt wäre. Wenn ich von Show spreche meine ich dass man der Liebe nicht trauen kann; das muss gar nicht personenbezogen sein als einfach harter Fakt mit harter Wirkung. Es geht nicht darum Schuldige zu suchen, als eher darum um zu erkennen wo die neuen Potentiale liegen, auch mithilfe verlorenen Potentialen.
Mit diesem "man soll..." machst Du aber daraus eine Richtlinie, das geht nicht
Kannst du machen, aber bemerke dass deine Freiheiten meine Freiheiten schmällern oder einschränken können. Es ist somit nicht voneinander unabhängig und deswegen sind bestimmte Macharten einer Philosophie gut um es festzulegen wo im Konfliktfall prioritätsbezogen das wahre Potential liegt. z.B. "Für das Leben und nicht gegen den Tod." Du hättest z.B. anstatt schwerkranker Hund ein junges aber hungerndes Welpen pflegen können, diese Pflegeleistung ist nicht grenzenlos. Irgend etwas wird immer auch gleichzeitig dafür gegeben, was auch woanders gewirkt hätte. Für jeden totkrank gepflegten Hund gibts auch ein halbwegs vitaler ungepflegter Hund; als auch jeder gepflegte Hund wird Ressourcen für Menschenpflege wegnehmen, gerade wenn die Pflege sowieso fragwürdig ist. Es ist nichts voneinander unabhängig und Prioritäten richtig setzen gehört zum Potential.

Ich stelle mich zwar nicht gegen andere Mentalitäten aber veräussere die Sachlage auch gerne als etwas allgemeingültiges, ohne mich stets an der Subjektivität und Relativität zu bemessen; wo auch gar kein nennenswertes Mass herscht da jeder anders misst.
 
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