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  • #1

Warum kein Interesse...

Hallo liebe Leute!

Ich muss mal Frust loslassen...Kurze Fakten: Seit 13 Jahren verheiratet, eine fast 8 jährige Tochter, wurde fast 2 Jahre betrogen, ich habe mich dann getrennt, aber Trennung usw. ist nicht eingeleitet. 'Er' hat seit 2 Jahren die volle Midlife Crisis, Burn-out....teilweise auch Depressionen. Irgendwie ist das alles verzwickt, weil er keine wirklichen Fakten schaffen will. Mann eben.

So, jetzt ist er seit 4 Wochen im Urlaub in DE unterwegs. Um abzuschalten, runterzufahren, nachzudenken usw. Das ist ja auch ok. Ich komme gut zurecht, renne ihm nicht nach, diskutiere nicht mehr...Bringt ja eh nix! Aber, er meldet sich nicht mal um zu wissen wie es seiner Tochter geht! Und das geht mir an die Substanz. Was hat sein Kind ihm denn getan? Mal ein kurzer Anruf, er muss ja noch nicht mal mit mir reden. Aber mit ihr. Sie leidet!

Kann mir das einer erklären? Wie kann sein eigenes Kind dem Vater so egal sein?

Danke...
Happysunshine
 
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  • #2
AW: Warum kein Interesse...

Wenn man eine Depression hat, ist es manchmal nicht ungewoehnlich, wenn einem Menschen, die einem sonst total wichtig sind, ploetzlich voellig egal werden.

Als meine Mutter unter Depressionen litt, war ich ihr auch egal. Ihr war alles egal, weil sie einfach nur lustlos war. Und ich fuehlte mich hilflos, weil ich ihr nicht helfen konnte und sie da nicht rausholen konnte.

Vielleicht hilft es Deiner Tochter ein bisschen, wenn sie versteht, was eine Depression ist und wie sich die auf Menschen (auf ihren Vater) auswirken kann.
 
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  • #3
AW: Warum kein Interesse...

Falls du Burnout hast, ist dir alles egal, kein Antrieb zu absolut gar nichts.
Gib ihm doch die Auszeit und erkläre sie eurer Tochter, sie wird es verstehen. Falls man etwas versteht, erträgt es sich leichter.

Ich finde es aber nicht ganz in Ordnung, sich einfach so abzumelden, ein par Worte zur Erklärung hätten ihn bestimmt nicht umgebracht, Burnout und Depression hin oder her.
 
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  • #4
AW: Warum kein Interesse...

Da solltest Du Dir m. E. fachkundigen medizinischen Rat einholen.
Vielleicht gibt es Selbsthilfegruppen für Angehörige?

Hier im Forum sind doch nur medizinische Laien am Werke, die Dir ihre persönlichen Meinungen mitteilen können. Aber ob das hilft?

Wenn er krank ist, ist er nicht mit Maßstäben eines Gesunden zu messen und somit ist auch sein Verhalten nicht rational zu erklären.
 
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  • #5
AW: Warum kein Interesse...

Wenn ich schon lese, dass das Kind mind. seit dem 6. Lebensjahr derartiges erleben und mitansehen muss, wird mir schon wieder ganz anders.
Bereite dich schon mal auf eine sehr interessante Pubertät vor.

Und schaff Du doch Fakten. Sorge für deine Tochter, indem Du ihr eine stabile und beruhigende Umgebung schaffst und nicht sowas.

Abgesehen davon ist das Anrufen von so jungen Kindern doch nie ohne den Expartner im Hintergrund möglich. Unangenehme Situation. Aber sollte für Dich nur von sekundärer Bedeutung sein.

Ich würde 2 Sachen machen: Erstens auf Lisalustig hören. Und zweitens dafür sorgen, dass dein Kind wenigstens die zweite Hälfte ihrer Kindheit ruhig verbringen kann.
 
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  • #6
AW: Warum kein Interesse...

Hallo
das kann dir hier sicher niemand wirlich erklären.
Dazu müsste das Forum hier beide Seiten angehört haben.
Frage ihn einfach, wenn du Glück hast bekommst du eine Antwort. Ob die dann stimmt, weißt du auch nicht.
Du musst für dich eine Ablösung und Neuausrichtung finden, wenn es mit ihm zusammen nicht klappt.
Lieben Gruß von rosarotes
 
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  • #7
AW: Warum kein Interesse...

Zitat von Happysunshine:
Kann mir das einer erklären? Wie kann sein eigenes Kind dem Vater so egal sein?
Geht es dir wirklich nur um das Kind? Ist es denn krank?
Wenn es dir nur um das Kind gehen würde, würdest du dann erzählen, daß er dich betrogen hat etc?
Ich glaube auch nicht daß es dich wirklich interessiert, ob und warum ihm das Kind "egal" ist. Du bist gekränkt, weil er sich nicht um dich kümmert. Wenn dir wichtig ist, daß er erfährt wie es dem Kind geht, warum ruftst du ihn dann nicht einfach an und sagst es ihm? Ds wäre doch naheliegender als hier zu fragen.
 
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  • #8
AW: Warum kein Interesse...

Zitat von Schlumpfkönig:
Wenn ich schon lese, dass das Kind mind. seit dem 6. Lebensjahr derartiges erleben und mitansehen muss, wird mir schon wieder ganz anders.
Bereite dich schon mal auf eine sehr interessante Pubertät vor.

Und schaff Du doch Fakten. Sorge für deine Tochter, indem Du ihr eine stabile und beruhigende Umgebung schaffst und nicht sowas.

Abgesehen davon ist das Anrufen von so jungen Kindern doch nie ohne den Expartner im Hintergrund möglich. Unangenehme Situation. Aber sollte für Dich nur von sekundärer Bedeutung sein.

Ich würde 2 Sachen machen: Erstens auf Lisalustig hören. Und zweitens dafür sorgen, dass dein Kind wenigstens die zweite Hälfte ihrer Kindheit ruhig verbringen kann.
Ja Schlupfkönig, ich habe die selben Gedanken wie Du. Ich versuche ihr Stabilität und Ruhe zu geben, Aufmerksamkeit, Liebe usw. Alles was ein Kind eigentlich von 2 Eltern bekommen sollte. Er ist dazu aber nicht fähig und kann mir nicht erklären warum. Ich verstehe, das Depressionen und Burnout einen Dinge machen lassen, die nicht nachvollziehbar sind, aber es ist am Ende doch immer noch sein Kind! Und er sieht wie sie 'leidet' und unternimmt nichts dagegen. Ich kann mich dann drum kümmern...
 
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  • #9
AW: Warum kein Interesse...

Zitat von Bauhaus:
Geht es dir wirklich nur um das Kind? Ist es denn krank?
Wenn es dir nur um das Kind gehen würde, würdest du dann erzählen, daß er dich betrogen hat etc?
Ich glaube auch nicht daß es dich wirklich interessiert, ob und warum ihm das Kind "egal" ist. Du bist gekränkt, weil er sich nicht um dich kümmert. Wenn dir wichtig ist, daß er erfährt wie es dem Kind geht, warum ruftst du ihn dann nicht einfach an und sagst es ihm? Ds wäre doch naheliegender als hier zu fragen.
Bauhaus, mein Kind ist nicht 'krank' im Sinne von einer Erkrankung. Sie leidet darunter, dass sie einen Vater hat, der ihr keine Aufmerksamkeit und Liebe schenkt. Er kümmert sich nicht um sie, hört ihr nicht zu und hat vor allem keine Zeit für sie. Und das ist nicht FAIR! Burnout hin oder her...Er wollte ein Kind, dann muss Mann sich auch kümmern und nicht so tun als ob es einen nichts angeht!

Und es interessiert mich, warum ihm das Kind egal ist. Ich vertrete als Mutter ja ihre Interessen, solange sie das nicht alleine kann. Ich habe die Geschichte mit dem betrogen usw. erzählt, um einen Einblick zu geben, was vorher passiert ist. Mehr nicht. Ich habe mich von ihm getrennt, er kann machen was er will. Damit habe ich mich schon lange abgefunden, denn einen Mann, der mich so hintergeht und belügt, möchte ich nicht haben.

Und die Frage habe ich hier gestellt, weil eventuelle ja ein anderer die gleichen Erfahrungen gemacht hat. Hier wird so viel Müll diskutiert...Und anrufen? Wäre ja schön, aber wenn er nicht ans Telefon geht, kann ich nicht fragen...
 
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  • #10
AW: Warum kein Interesse...

er geht nicht ans Telefon, ist depressiv, und dein einziger Gedanke, deine nach deiner Logik einzige Schlußfolgerung ist, daß das Kind ihm egal ist? vielleicht ist ihm womöglich was passiert? Nach 24 Std vermißt sollte man handeln.
 
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  • #11
AW: Warum kein Interesse...

Zitat von Bauhaus:
er geht nicht ans Telefon, ist depressiv, und dein einziger Gedanke, deine nach deiner Logik einzige Schlußfolgerung ist, daß das Kind ihm egal ist? vielleicht ist ihm womöglich was passiert? Nach 24 Std vermißt sollte man handeln.
Bauhaus, habe ich etwas von vermisst geschrieben? Wie Du oben lesen kannst, ist er im Urlaub. Zur Zeit weiß ich, dass er sich bei seinem Bruder aufhält und dort ein wenig Urlaub macht. Ihm ist nichts passiert...

Ich stellte lediglich die Frage, ob ein anderer die Erfahrung hat, wenn ein Elternteil sich nicht um sein Kind kümmert und mir vielleicht die Sichtweise erklären kann. Ich lerne ja gerne dazu.

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!
 
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  • #12
AW: Warum kein Interesse...

Mein Eindruck beim Lesen deines Startposts war, dass es dir nicht primär darum geht, verstehen zu wollen, weshalb er nicht nach seinem Kind fragt. Du wolltest ja Frust loslassen, und er will keine Fakten schaffen, typisch Mann, schreibst du. Um welche Fakten gehts? Du teilst ja mit, du habest dich von ihm getrennt. Welche Fakten soll er deinem Wunsch gemäß schaffen? Du meinst Auszug, Kontentrennung und derlei?
Also, sofern es dir u.a. auch ums Verstehen geht, schreib ich gerne was dazu.
Etwa fragst du, was sein Kind ihm denn getan hat? - Meine Antwort ist: nichts. Und du solltest ihm nicht unterstellen, er würde das Kind für irgendetwas schuldig sprechen.
Schau mal, wenn du es so erzählst, wie schlimm das vom Vater ist, dann wirst du es deiner Tochter vermutlich auch so vermitteln, selbst wenn du dich ihr gegenüber direkt nie so äußern würdest. Insofern ist es gerade wenn Kinder beteiligt sind, sinnvoll, an der eigenen Einstellung zu “arbeiten”. Hier wird ja sonst oft schnell Selbsttäuschung empfohlen; also wenns einem gut tut im Moment, dann sich umso doller was vormachen und auf Dritte schimpfen usw. Sei dem wie es sei, wenn ein Kind beteiligt ist, bist du nicht nur für dich selbst verantwortlich oder eben auch unverantwortlich, sondern auf für dein Kind.
Mal angenommen, dein Forenauftritt hier hat den Hintergrund, deinem Kind was Gutes zu tun.
Dann hast du, neben einem eher gräßlichen, auch viele gute Tips bekommen.

Zitat von HappySunshine:
Ich verstehe, das Depressionen und Burnout einen Dinge machen lassen, die nicht nachvollziehbar sind, aber es ist am Ende doch immer noch sein Kind! Und er sieht wie sie 'leidet' und unternimmt nichts dagegen. Ich kann mich dann drum kümmern...
...
Sie leidet darunter, dass sie einen Vater hat, der ihr keine Aufmerksamkeit und Liebe schenkt. Er kümmert sich nicht um sie, hört ihr nicht zu und hat vor allem keine Zeit für sie. Und das ist nicht FAIR! Burnout hin oder her...
Dieser Typ: macht einfach einen auf Depression und Burnout und ist einfach nicht fair! Wie du sagst: Burnout hin oder her, er soll sich gefälligst anständig verhalten! - So deine Position. Ich finde sie von dem her, was du hier so ausdrückst, eher blind und schädlich für dein Kind. Natürlich wäre es gut und richtig, wenn er sich mehr um sein Kind kümmerte. Aber offenbar tut er es gerade nicht und kann es womöglich nicht. Was bringt es da, hier und vermutlich auch sonst mit dem Fuß aufzustampfen und zu brüllen und klagen: aber er soll gefälligst!
Ich finde das ein recht krasses Unverständnis. Insofern schön, wenn du hier nachfragst, weil du etwas besser verstehen willst. Das Problem ist nur: die Hinweise, die dir gegeben werden, die dir ein bißchen Verständnis geben könnten, treiben dich gerade dazu, noch heftiger mißzuverstehen und zu wettern. Woran liegt das? Vielleicht ist Verstehen doch kein süßes Geschenk, sondern Arbeit und vielleicht sogar auch bitter.
Ich würd ja sagen: schieb das Kind nicht vor dir her, um dich hinter ihm zu verstecken. Weil dafür ists zu klein.

Und ja, du vertrittst seine Interessen. Aber nicht wie ein Anwalt, der den Konflikt verschärft, damit für ihn umso mehr rausspringt.
Es gab hier übrigens schon mal einen Thread, der von einer ganz ähnlichen Situation handelte. Im Wortlaut immer die Versicherung, es gehe ja nur ums Kind und das sei so enttäuscht, und im Ton und der gesamten Inszenierung allzu deutlich, dass das Kind vorgeschoben und irgendwie auch instrumentalisiert wird. Ich weiß nicht, ob es dir was bringt, den zu lesen. Vielleicht würdest du in der Mutter dort auch einfach nur eine Doppelgängerin sehen, anstatt durch ein wenig Distanz einen besseren Blick auf deine eigene Situation werfen zu können. Oder was möchtest du, wenn du schreibst?
Und die Frage habe ich hier gestellt, weil eventuelle ja ein anderer die gleichen Erfahrungen gemacht hat. Hier wird so viel Müll diskutiert.
 
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  • #13
AW: Warum kein Interesse...

Zitat von Heike:
Mein Eindruck beim Lesen deines Startposts war, dass es dir nicht primär darum geht, verstehen zu wollen, weshalb er nicht nach seinem Kind fragt. Du wolltest ja Frust loslassen, und er will keine Fakten schaffen, typisch Mann, schreibst du. Um welche Fakten gehts? Du teilst ja mit, du habest dich von ihm getrennt. Welche Fakten soll er deinem Wunsch gemäß schaffen? Du meinst Auszug, Kontentrennung und derlei?
Also, sofern es dir u.a. auch ums Verstehen geht, schreib ich gerne was dazu.
Etwa fragst du, was sein Kind ihm denn getan hat? - Meine Antwort ist: nichts. Und du solltest ihm nicht unterstellen, er würde das Kind für irgendetwas schuldig sprechen.
Schau mal, wenn du es so erzählst, wie schlimm das vom Vater ist, dann wirst du es deiner Tochter vermutlich auch so vermitteln, selbst wenn du dich ihr gegenüber direkt nie so äußern würdest. Insofern ist es gerade wenn Kinder beteiligt sind, sinnvoll, an der eigenen Einstellung zu “arbeiten”. Hier wird ja sonst oft schnell Selbsttäuschung empfohlen; also wenns einem gut tut im Moment, dann sich umso doller was vormachen und auf Dritte schimpfen usw. Sei dem wie es sei, wenn ein Kind beteiligt ist, bist du nicht nur für dich selbst verantwortlich oder eben auch unverantwortlich, sondern auf für dein Kind.
Mal angenommen, dein Forenauftritt hier hat den Hintergrund, deinem Kind was Gutes zu tun.
Dann hast du, neben einem eher gräßlichen, auch viele gute Tips bekommen.



Dieser Typ: macht einfach einen auf Depression und Burnout und ist einfach nicht fair! Wie du sagst: Burnout hin oder her, er soll sich gefälligst anständig verhalten! - So deine Position. Ich finde sie von dem her, was du hier so ausdrückst, eher blind und schädlich für dein Kind. Natürlich wäre es gut und richtig, wenn er sich mehr um sein Kind kümmerte. Aber offenbar tut er es gerade nicht und kann es womöglich nicht. Was bringt es da, hier und vermutlich auch sonst mit dem Fuß aufzustampfen und zu brüllen und klagen: aber er soll gefälligst!
Ich finde das ein recht krasses Unverständnis. Insofern schön, wenn du hier nachfragst, weil du etwas besser verstehen willst. Das Problem ist nur: die Hinweise, die dir gegeben werden, die dir ein bißchen Verständnis geben könnten, treiben dich gerade dazu, noch heftiger mißzuverstehen und zu wettern. Woran liegt das? Vielleicht ist Verstehen doch kein süßes Geschenk, sondern Arbeit und vielleicht sogar auch bitter.
Ich würd ja sagen: schieb das Kind nicht vor dir her, um dich hinter ihm zu verstecken. Weil dafür ists zu klein.

Und ja, du vertrittst seine Interessen. Aber nicht wie ein Anwalt, der den Konflikt verschärft, damit für ihn umso mehr rausspringt.
Es gab hier übrigens schon mal einen Thread, der von einer ganz ähnlichen Situation handelte. Im Wortlaut immer die Versicherung, es gehe ja nur ums Kind und das sei so enttäuscht, und im Ton und der gesamten Inszenierung allzu deutlich, dass das Kind vorgeschoben und irgendwie auch instrumentalisiert wird. Ich weiß nicht, ob es dir was bringt, den zu lesen. Vielleicht würdest du in der Mutter dort auch einfach nur eine Doppelgängerin sehen, anstatt durch ein wenig Distanz einen besseren Blick auf deine eigene Situation werfen zu können. Oder was möchtest du, wenn du schreibst?
Dein Posting scheint ja gut gemeint sein, aber Du kennst mich nicht und mein Verhalten gegenüber meinem Kind! Ich habe noch nie vor meiner Tochter negativ über ihren Vater geredet! Ich möchte, dass sie ein schönes Verhältnis zueinander haben mit viel Liebe. Aber dies ist nicht möglich, wenn der Vater am Aufbau eines solchen Verhältnisses kein Interesse zeigt. Er vor einigen Wochen wörtlich: ' Ich habe kein Interesse an einer Familie und möchte meine Ruhe. Ich möchte machen was ich will...' Heute habe ich ihn angerufen, weil seine Tochter mit ihm reden wollte. Er: Ich habe jetzt keine Zeit und Lust.

So, soll ich da wirklich die Verständnisvolle Spielen und das auch noch gut heißen? Was wäre, wenn ich auch so ein Verhalten an den Tag lege? Es gibt gewisse Verpflichtungen, die man eingeht wenn man heiratet und sich entschließt ein Kind zu zeugen.

Ich schiebe auch nicht mein Kind vor mich. Und ich verstehe viel und habe schon lange viel geduldet. Ich hoffe, Du wirst mal nicht in solch eine Situation kommen!
 
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  • #14
AW: Warum kein Interesse...

Es gibt ganz gute Bücher für Kinder, wo das Krankheitsbild Depression kindgerecht erklärt wird, denn es ist wichtig, dass dein Kind versteht, was mit Papa los ist und das nichts mit ihr zu tun hat!
Das ist eine ganz schwierige Situation und was nicht passieren sollte, dass die Schuldfrage aufkommt und eine Person dann in dieser Schuldecke landet.
Ansonsten würde ich auch empfehlen, professionelle Hilfe, gerade für das Kind, zu suchen.

LG
Lilly
 
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  • #15
AW: Warum kein Interesse...

Zitat von Happysunshine:
Ich habe noch nie vor meiner Tochter negativ über ihren Vater geredet! Ich möchte, dass sie ein schönes Verhältnis zueinander haben mit viel Liebe. Aber dies ist nicht möglich, wenn der Vater am Aufbau eines solchen Verhältnisses kein Interesse zeigt.
Lies doch nochmal, was ich geschrieben habe. Etwa, daß nicht explizit gegenüber der Tochter den Vater runterzumachen, eben leider keineswegs ausschließt, daß sie mitkriegt, wie deine Einstellung zum Vater ist.

So, soll ich da wirklich die Verständnisvolle Spielen und das auch noch gut heißen?
Nicht spielen, sondern sein. Schau dir doch noch mal dein Eingangspost an. Du wolltest doch das VErhalten deines Mannes verstehen, schreibst du da. Trifft das doch nicht zu?

Was wäre, wenn ich auch so ein Verhalten an den Tag lege? Es gibt gewisse Verpflichtungen, die man eingeht wenn man heiratet und sich entschließt ein Kind zu zeugen.
Schau noch mal nach, wie das mit der Krankheit so ist. Die hast du ins Spiel gebracht.
Und weshalb solltest du auch so ein VErhalten an den Tag legen. Bist du auch krank? Beneidest du ihn um seine Depression?

Doch, lies mal durch, was du so schreibst - oder laß es dir von einer guten Freundin erläutern. Also einer wirklich guten.
Guten Mut!
 
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  • #16
AW: Warum kein Interesse...

Zitat von Happysunshine:
... Er vor einigen Wochen wörtlich: ' Ich habe kein Interesse an einer Familie und möchte meine Ruhe. Ich möchte machen was ich will...' Heute habe ich ihn angerufen, weil seine Tochter mit ihm reden wollte. Er: Ich habe jetzt keine Zeit und Lust.

So, soll ich da wirklich die Verständnisvolle Spielen und das auch noch gut heißen?
Wenn er an einer Depression leidet, dann bleibt Dir erst einmal nichts anderes uebrig. Druck und Vorwuerfe werden die Situation nicht verbessern. Vielleicht kannst Du Dich woanders im Internet oder in einer Selbsthilfegruppe mit Betroffenen austauschen, so dass gewisse Verhaltensweisen verstaendlicher und die Situation fuer Dich und Dein Kind ertraeglicher werden.
 
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  • #17
AW: Warum kein Interesse...

Hallo Happysunshine,

ich denke, man wird kaum Antworten auf die Frage finden, "warum" jemand kein Interesse an etwas oder gar jemanden hat. Das ist ja hier im Forum öfter Anlass für Frustablassen.

Besonders frustrierend ist es natürlich, wenn man mit jemanden eine so ernsthafte Verabredung trifft und dieser sich dann einseitig aus der Verantwortung zieht. - Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Da hilft es einem ja auch nicht, wenn dieser jemand sich dann auf eine Krankheit oder was auch immer zurück zieht. (Im Übrigen passt für mich das Aktivitätsprofil nicht zur Beschreibung "Depression".)

Ich kann also deinen Frust darüber, dass er nicht nur dich im Regen stehen lässt sondern du jetzt auch noch mit der Enttäuschung eures Kindes konfrontiert bist, gut verstehen!

Trotzdem bin ich mit den anderen hier, die dir geschrieben haben, dass es nichts bringt, weiter in die Analyse der Vergangenheit zu investieren. Denk` an dich und daran, wie es dir besser geht. - Das wird auch deinem Kind am meisten helfen. - Und dir geht es besser, wenn du akzeptierst, dass ist, was ist: er interessiert sich nicht. Nicht für dich. Und nicht für euer Kind. Er ist - aus welchem Grund auch immer - ganz bei sich und seinen Bedürfnissen.

Jedenfalls scheint es im Moment so zu sein.

Ich wünsche Dir viel Kraft!

Carlo
 
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  • #18
AW: Warum kein Interesse...

Zitat von carlo:
Hallo Happysunshine,

ich denke, man wird kaum Antworten auf die Frage finden, "warum" jemand kein Interesse an etwas oder gar jemanden hat. Das ist ja hier im Forum öfter Anlass für Frustablassen.

Besonders frustrierend ist es natürlich, wenn man mit jemanden eine so ernsthafte Verabredung trifft und dieser sich dann einseitig aus der Verantwortung zieht. - Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Da hilft es einem ja auch nicht, wenn dieser jemand sich dann auf eine Krankheit oder was auch immer zurück zieht. (Im Übrigen passt für mich das Aktivitätsprofil nicht zur Beschreibung "Depression".)

Ich kann also deinen Frust darüber, dass er nicht nur dich im Regen stehen lässt sondern du jetzt auch noch mit der Enttäuschung eures Kindes konfrontiert bist, gut verstehen!

Trotzdem bin ich mit den anderen hier, die dir geschrieben haben, dass es nichts bringt, weiter in die Analyse der Vergangenheit zu investieren. Denk` an dich und daran, wie es dir besser geht. - Das wird auch deinem Kind am meisten helfen. - Und dir geht es besser, wenn du akzeptierst, dass ist, was ist: er interessiert sich nicht. Nicht für dich. Und nicht für euer Kind. Er ist - aus welchem Grund auch immer - ganz bei sich und seinen Bedürfnissen.

Jedenfalls scheint es im Moment so zu sein.

Ich wünsche Dir viel Kraft!

Carlo
Danke Carlo für die nette und konstruktive Antwort. Auch die anderen, die konstruktiv geantwortet haben - ein Dankeschön.

Natürlich muss ich damit Leben so wie es ist, dass kein Interesse an seinem Kind besteht. Das kein Interesse an meiner Person besteht, damit kann ich Leben. Aber ich bin nunmal altmodisch und lebe mit dem Gedanken: Wer sich für ein Kind entschieden hat, kann hinterher nicht sagen, dass es einen nichts mehr angeht.

Aber wir kommen auch alleine zurecht. Ich gebe Ihr das was sie an Liebe und Aufmerksamkeit braucht und hoffe, dass es später mal nicht zu Problemen kommt.