mitzi

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  • #631
dass man wisse, wie Eltern sich fühlen, nur weil man selbst einmal Kind war.

Also wenn ich manchmal meiner Nachbarin zuhöre, dann weiss ich wie sie sich fühlt. Das könnte ein empathischer und kinderloser Erwachsener auch hinbekommen, oder nicht? Manch kinderreiche Erwachsene vergessen sehr gerne, wie sich sich als Kind fühlten und fühlen sich auch nicht ein. Also, wie man es dreht und wendet, es kommt auf den jeweiligen Menschen an. Erfahrungen kann man mit fremden Kindern ebenfalls machen. Und eines noch ;), manche Kinder tragen die Verantwortung für ihre Eltern.
 
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Single1970

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Lieber @Single1970 ,

meiner Meinung nach gibt es tatsächlich Dinge zwischen Himmel und Erde, die man nicht nachempfinden kann, wenn man sie nicht selbst erlebt hat. Klar kann man sie bis zu einem gewissen Punkt nachvollziehen, ja. Aber das Ausmaß an Gefühlen, die man durch das eigene Erleben erfährt, kannst Du nicht erfassen als "Außenstehender".

Deine Argumentation, jeder sei doch mal selbst Kind gewesen, hinkt leider: Ein Kind zu sein ist etwas ganz anderes als die volle Verantwortung für ein Kind zu tragen. (Daher auch nicht vergleichbar mit Onkel/Tante etc. sein.) Abgesehen davon, dass nicht jedes Kind die gleichen Erfahrungen gemacht oder gleiche Erfahrungen auf dieselbe Art und Weise erlebt hat, ist es doch nun mal so, dass Du als Außenstehender jederzeit aus Deiner Vorstellung des Vaterseins aussteigen kannst. Nicht so, wenn Du dann wirklich Vater oder Mutter bist: Du kommst einfach nicht mehr raus aus der Nummer!

Das beginnt schon während des Geburtsvorgangs: Ich erinnere mich noch genau, dass ich wegen der heftigen Schmerzen ernsthaft am Überlegen war, wie es wäre, wenn ich einfach aufstünde und ginge. Ich hatte halt keine Lust mehr auf die Wehenschmerzen. Doch dann wurde mir klar: Die können hier gar nicht ohne Dich weitermachen, Du bist Teil der Nummer, die hier gerade abläuft. So ein Mist! 😄

Könnte hier noch weitere Argumente aufzählen, aber ich will nicht noch langatmiger werden, ist schriftlich eh etwas schwieriger zu beschreiben.

Wünsche uns allen wunderschöne, friedliche Festtage und einen gesunden Start ins neue Jahr! ❣️

SoulFood
Danke, Dir auch frohe Weihnachten!
Man kann auch nicht alles nachempfinden. Man weiß aber, was man in der eigenen Kindheit gut und schlecht befunden hat, und kann versuchen, das was gut war vielleicht auch so zu machen, und was weniger gut war, eben anders. Vor Fehlern ist niemand gefeit.
Der Umgang mit Kindern ist manches Mal schwierig, auch je nach Phase des Kindes. Und ein Patentrezept gibt es eh nicht.
 
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  • #635
Es gibt so viele Möglichkeiten in jemandes Schuhe zu gehen... ich muss nicht in dieser Haut drinnen stecken, um es mir vorstellen zu können....

🎄🎄🎄☃️
Also, ich kann mir nicht vorstellen, wie es sich anfühlt, Pilot zu sein, nur weil ich mal in einem Flugzeug mitgeflogen bin.

Ich finde es nicht schön, wie @Single1970 hier teilweise angegangen wird. Trotzdem hat er mit manchen Aussagen einfach Unrecht.

Aber wie geht man mit Leuten um, wenn man findet, sie haben Unrecht? Man kann doch Kritik äußern, aber ohne die Person aus dem Thread wegzumobben.

Er hat halt seine psychische Erkrankung und manches wie er schreibt ist vielleicht auch Ausdruck oder Symptom dieser Erkrankung. Und wie geht man mit psychisch kranken Menschen um? Ihnen nur feste genug in den Arsch treten, dass daraufhin die Symptome abgeschüttelt werden? Sie ausgrenzen und aus der Diskussion ausschließen? Oder Sie tolerieren und so sein lassen wie jeden anderen auch? Ist doch seine Sache, ob er an seiner Erkrankung arbeitet und sie wegbekommt oder nicht. Es ist niemandes Angelegenheit, ob er seine Erkrankung wegbekommt oder nicht. Finde das übergriffig.
 
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  • #636
Also wenn ich manchmal meiner Nachbarin zuhöre, dann weiss ich wie sie sich fühlt. Das könnte ein empathischer und kinderloser Erwachsener auch hinbekommen, oder nicht? Manch kinderreiche Erwachsene vergessen sehr gerne, wie sich sich als Kind fühlten und fühlen sich auch nicht ein. Also, wie man es dreht und wendet, es kommt auf den jeweiligen Menschen an. Erfahrungen kann man mit fremden Kindern ebenfalls machen. Und eines noch ;), manche Kinder tragen die Verantwortung für ihre Eltern.
Ja klar kann ich mit einer Mutter mitfühlen, wenn sie mit mir über ihre Gefühle und Erlebnisse redet.

Aber ich weiß nicht, wie es sich für mich anfühlen würde, Mutter zu sein.

Ich könnte Aussagen anderer nachplappern: "Mutter sein ist wie sein Herz außerhalb des eigenen Körpers zu tragen."
Aber es ist nicht mein Gefühl. Ich kenne dieses Gefühl selber nicht. Und ich finde das in Ordnung so.
 
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Also, ich kann mir nicht vorstellen, wie es sich anfühlt, Pilot zu sein, nur weil ich mal in einem Flugzeug mitgeflogen bin.

Ich finde es nicht schön, wie @Single1970 hier teilweise angegangen wird. Trotzdem hat er mit manchen Aussagen einfach Unrecht.

Aber wie geht man mit Leuten um, wenn man findet, sie haben Unrecht? Man kann doch Kritik äußern, aber ohne die Person aus dem Thread wegzumobben.

Er hat halt seine psychische Erkrankung und manches wie er schreibt ist vielleicht auch Ausdruck oder Symptom dieser Erkrankung. Und wie geht man mit psychisch kranken Menschen um? Ihnen nur feste genug in den Arsch treten, dass daraufhin die Symptome abgeschüttelt werden? Sie ausgrenzen und aus der Diskussion ausschließen? Oder Sie tolerieren und so sein lassen wie jeden anderen auch? Ist doch seine Sache, ob er an seiner Erkrankung arbeitet und sie wegbekommt oder nicht. Es ist niemandes Angelegenheit, ob er seine Erkrankung wegbekommt oder nicht. Finde das übergriffig.
Sorry, nicht alles auf deinen Kommentar bezogen. Fasse mehrere, was ich hier so überflogen habe, zusammen. Also, nicht alles an dich adressiert @LenaamSee 😉
 
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nein natürlich nicht, aber du wirst dir vorstellen können Mutter zu sein und worauf du achten möchtest oder welche Werte du weitergeben magst. Ob du, ev. wegen der Kinder, eine Ehe aufrecht erhalten wollen würdest. Obwohl schon die Füße dabei einschlafen.
Um ehrlich zu sein: ich weiß es nicht, ob ich der Kinder wegen zusammenbleiben würde, wenn die Beziehung eigentlich kaputt ist. Kommt drauf an, welcher Weg der schmerzhaftere wäre und welche Kräfte ich in der Situation entwickle oder auch nicht.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, wie eine frische Mutter wenige Wochen nach der 53 stündigen Geburt mit einem Strahlen im Gesicht erzählen kann, dass sie Glück und so eine schöne Geburt hatte. 53h klingt für mich wie ein Albtraum und sie erzählt davon als wäre es ein Spaziergang gewesen. Krass. Und für mich unvorstellbar. Weil ich diese Erfahrung selbst nicht gemacht habe. Mein Vorstellungsvermögen stößt an Grenzen.
 
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  • #641
Mein schönstes Erlebnis war mein Kind nach der Geburt anzusehen, ich hab jeden Zentimeter genau beäugt, um ihn mal diesbezüglich zu erfassen.
Den Geburtsvorgang hab ich als den unmöglichsten Zustand überhaupt abgestempelt. Ich hatte aber auch echt zuvor Schiss, man bekommt unglaublich viele Schauergeschichten oder eben fast märchenhafte Schilderungen zu Gehör.
 
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  • #642
Mein schönstes Erlebnis war mein Kind nach der Geburt anzusehen, ich hab jeden Zentimeter genau beäugt, um ihn mal diesbezüglich zu erfassen.
Den Geburtsvorgang hab ich als den unmöglichsten Zustand überhaupt abgestempelt. Ich hatte aber auch echt zuvor Schiss, man bekommt unglaublich viele Schauergeschichten oder eben fast märchenhafte Schilderungen zu Gehör.
Na ja...da gibt es halt viele Varianten.. von traumatach verlaufen, übergriffifes Personal über 'normal schlimmm' bis unglaublich gut verlaufen ..oder ruhig u machbar ( die zwei letzteren eher in Geburtshäusern oder gleich ganz zu hause.. .
 
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  • #643
Er hat halt seine psychische Erkrankung und manches wie er schreibt ist vielleicht auch Ausdruck oder Symptom dieser Erkrankung. Und wie geht man mit psychisch kranken Menschen um? Ihnen nur feste genug in den Arsch treten, dass daraufhin die Symptome abgeschüttelt werden? Sie ausgrenzen und aus der Diskussion ausschließen? Oder Sie tolerieren und so sein lassen wie jeden anderen auch? Ist doch seine Sache, ob er an seiner Erkrankung arbeitet und sie wegbekommt oder nicht. Es ist niemandes Angelegenheit, ob er seine Erkrankung wegbekommt oder nicht. Finde das übergriffig.
Ich denke, Du schreibst in diesem Absatz ein Stück weit über Dich selbst. Vermutlich hast Du selber eine Diagnose mit der Du mal besser mal schlechter zurecht kommst.
 

Erin

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  • #644
Das Elternsein ist definitiv nochmals eine ganz andere Rolle als die des Kindes, welches erwachsen ist und sich ausmalt wie es als Vater/Mutter sein könnte. Eben, sein könnte, denn es kommt von der Geburt an alles anders, als man es sich vorstellt. Ich warte auf mein erstes Enkelkind; Geburtstermin ist offiziell übermorgen. Auch wenn ich beruflich viel mit Kindern zu tun habe und mir natürlich vorstelle wie es sein wird mit dem Baby, weiss ich jetzt schon, dass alles anders wird.

Denn, ich schlüpfe in eine ganz andere Rolle als Grossmutter. Ich habe auch einige Bekannte ohne Kinder; sie können sich nicht vorstellen, wie stark das Verantwortungsgefühl ist, wie sehr man so ein kleines Menschlein behüten, lieben und schützen möchte.

Zum Thema "Ehe aufrecht erhalten" ist wohl jede Beziehung so einzigartig, dass man da gar keinen Tipp geben kann/darf.
 
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mitzi

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  • #645
Na ja...da gibt es halt viele Varianten.. von traumatach verlaufen, übergriffifes Personal über 'normal schlimmm' bis unglaublich gut verlaufen ..oder ruhig u machbar ( die zwei letzteren eher in Geburtshäusern oder gleich ganz zu hause.. .

Ja klar. Mir waren es zu viele Leute um mich rum. Nur das Badezimmer hatte ein Fenster und dorthin hab ich mich für einige Stunden zurück gezogen, die Tür abgesperrt, um in Ruhe nach frischer Luft zu schnappen.
 
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mitzi

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  • #647
Natürlich, man hat ja keine Ahnung 🙄 Freunde, Bekannte haben Beziehungen, und auch da kriegt man mit, leider, das manche zur Gewohnheit wurden, und wegen Kinder fortgesetzt werden, aber die Liebe erloschen ist. Was ich traurig finde.

Ich hab mal eine Untersuchung gelesen, wonach Kinder, deren Eltern eine schlechte Beziehung führen, verhaltensauffälliger waren als Scheidungskinder manchmal auffällig wurden. Da war ich erstaunt. Zu dieser Zeit wurden viele Frauen noch unter Druck gesetzt, man gab ihnen, wenn sie sich scheiden ließen, die Verantwortung für das leidende Kind.
 
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  • #648
Ich hab mal eine Untersuchung gelesen, wonach Kinder, deren Eltern eine schlechte Beziehung führen, verhaltensauffälliger waren als Scheidungskinder manchmal auffällig wurden. Da war ich erstaunt. Zu dieser Zeit wurden viele Frauen noch unter Druck gesetzt, man gab ihnen, wenn sie sich scheiden ließen, die Verantwortung für das leidende Kind.
Diese Verantwortung und das schlechte Gewissen machen einen fertig.
Dabei ist der Leidensdruck meist groß. Sonst trennt man sich nicht mit kleinen Kindern. Ein Kraftakt.
 
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Guten Morgen zusammen 🙂
Wünsche euch nen schönen Donnerstag! Morgen ist Weihnachten. Aber net zum Fenster ein- und aussteigen, weil Weihnachten vor der Türe steht 😁 Kleiner Scherz.
Für alle, die Urlaub haben, erholt euch schön 🙂 Laßt es euch gutgehen. Paßt auf euch auf.
☕☕☕☕☕☕☕ für jeden, der mag.
 
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Also, ich kann mir nicht vorstellen, wie es sich anfühlt, Pilot zu sein, nur weil ich mal in einem Flugzeug mitgeflogen bin.

Ich finde es nicht schön, wie @Single1970 hier teilweise angegangen wird. Trotzdem hat er mit manchen Aussagen einfach Unrecht.

Aber wie geht man mit Leuten um, wenn man findet, sie haben Unrecht? Man kann doch Kritik äußern, aber ohne die Person aus dem Thread wegzumobben.

Er hat halt seine psychische Erkrankung und manches wie er schreibt ist vielleicht auch Ausdruck oder Symptom dieser Erkrankung. Und wie geht man mit psychisch kranken Menschen um? Ihnen nur feste genug in den Arsch treten, dass daraufhin die Symptome abgeschüttelt werden? Sie ausgrenzen und aus der Diskussion ausschließen? Oder Sie tolerieren und so sein lassen wie jeden anderen auch? Ist doch seine Sache, ob er an seiner Erkrankung arbeitet und sie wegbekommt oder nicht. Es ist niemandes Angelegenheit, ob er seine Erkrankung wegbekommt oder nicht. Finde das übergriffig.
Guten Morgen @Vergnügt, ich habe sicher net überall recht. Versuche meine Empfindungen und Wahrnehmungen zu beschreiben. Mit sachlicher Kritik kann ich auch durchaus umgehen. Gemobbt fühle ich mich jetzt aber nicht.
Meine Psyche ist für manches natürlich mitverantwortlich, was mein Denken betrifft. Das zu leugnen, wäre gelogen. Trotzdem, so denke ich, habe ich einen gesunden Menschenverstand.
Wünsche Dir frohe Weihnachten, und bleib wie Du bist. Erhole Dich schön 🙂
 
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  • #651
Ich hab mal eine Untersuchung gelesen, wonach Kinder, deren Eltern eine schlechte Beziehung führen, verhaltensauffälliger waren als Scheidungskinder manchmal auffällig wurden. Da war ich erstaunt. Zu dieser Zeit wurden viele Frauen noch unter Druck gesetzt, man gab ihnen, wenn sie sich scheiden ließen, die Verantwortung für das leidende Kind.
Ein guter Freund von mir war Scheidungskind. Verhaltensauffällig war er nicht, im Gegensatz zu mir. Als wir beide mal über den Durst tranken, ist schon länger her, erzählte er mir, wie er die Scheidung seiner Eltern durchlebte. War nicht schön. Ich hatte früher öfter Depris, wenn ich zuviel trank. Hab länger gebraucht, um festzustellen, das es damals meine Art der Problembewältigung war. Also das trinken. Was natürlich saudumm war. Aber so hat halt jeder an irgendwas zu knabbern. Und das regelmäßige trinken hab ich Gott sei Dank später gelassen, als ich reifer wurde.
Ich denke für Kinder ist es oft schwer zu verarbeiten und zu begreifen, auch zu verarbeiten, warum sich manches abspielte, wie es eben verlief. Und Schuldgefühle kommen oft dann auch hinzu.
 

chrissi22

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  • #652
man bekommt unglaublich viele Schauergeschichten oder eben fast märchenhafte Schilderungen zu Gehör.
Ja, aber die Frauen lieben es auch drastisch. Bei der Rückbildungsgymnastik wurden alle nach ihren Geburtserfahrungen gefragt. Nur ich nicht, weil ich schon ausgestrahlt habe, dass es nix dramatisches zu berichten gibt. Ich habe den Eindruck, die Dramatik liegt meist darin, dass die Frauen die Kontrolle behalten wollen statt instinktiv mitzuschwimmen. Zumindest solange körperlich alles soweit okay ist.

Letztlich dürfte niemand jemandem einen Tipp geben oder sich einfühlen, da jedes Leben einzigartig ist. Ein bisschen klugschnacken und nachdenken, auch wenn man keine Erfahrung aus erster Hand hat, wird ja wohl erlaubt sein. Sonst können wir uns hier komplett anschweigen. Es kann nur keiner sagen, so ist es mit Sicherheit, aber das hat @Single1970 auch in keinster Weise getan. Den Hinweis auf die Erkrankung finde ich in dem Zusammenhang echt fett.
 
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  • #654
Ich denke, Du schreibst in diesem Absatz ein Stück weit über Dich selbst. Vermutlich hast Du selber eine Diagnose mit der Du mal besser mal schlechter zurecht kommst.
Nö.
Diese Verantwortung und das schlechte Gewissen machen einen fertig.
Dabei ist der Leidensdruck meist groß. Sonst trennt man sich nicht mit kleinen Kindern. Ein Kraftakt.
Und es ist auch unfair, wenn das schlechte Gewissen nur der Frau gemacht wird. Zur Trennung wie zur Beziehung gehören ja immer noch zwei dazu.
Aber ist es immer noch so, dass da so viel Druck ausgeübt wird?
 

Megara

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  • #655
Nö.

Und es ist auch unfair, wenn das schlechte Gewissen nur der Frau gemacht wird. Zur Trennung wie zur Beziehung gehören ja immer noch zwei dazu.
Aber ist es immer noch so, dass da so viel Druck ausgeübt wird?
Zu meiner Zeit war das schon noch so.
Den meisten Druck habe ich mir selbst gemacht.
Im Nachhinein die schwerste Zeit meines Lebens .Zum Glück mit mehr körperlichen als psychischen Auswirkungen. Und ich hatte das Verständnis meiner Familie .
 
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  • #656
Ja, aber die Frauen lieben es auch drastisch. Bei der Rückbildungsgymnastik wurden alle nach ihren Geburtserfahrungen gefragt. Nur ich nicht, weil ich schon ausgestrahlt habe, dass es nix dramatisches zu berichten gibt. Ich habe den Eindruck, die Dramatik liegt meist darin, dass die Frauen die Kontrolle behalten wollen statt instinktiv mitzuschwimmen. Zumindest solange körperlich alles soweit okay ist.

Letztlich dürfte niemand jemandem einen Tipp geben oder sich einfühlen, da jedes Leben einzigartig ist. Ein bisschen klugschnacken und nachdenken, auch wenn man keine Erfahrung aus erster Hand hat, wird ja wohl erlaubt sein. Sonst können wir uns hier komplett anschweigen. Es kann nur keiner sagen, so ist es mit Sicherheit, aber das hat @Single1970 auch in keinster Weise getan. Den Hinweis auf die Erkrankung finde ich in dem Zusammenhang echt fett.
Ich auch und völlig unnötig.



P.S. Ich halte mich mit meinen Geburtserlebnissen gegenüber bisher kinderlosen Frauen sehr zurück.
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt
.Jede Schwangerschaft und Geburt hat ihre ureigene Geschichte/Verlauf.
Das Veteranen Geschwätz verängstigt unnötig.
 
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  • #657
Ja, aber die Frauen lieben es auch drastisch. Bei der Rückbildungsgymnastik wurden alle nach ihren Geburtserfahrungen gefragt. Nur ich nicht, weil ich schon ausgestrahlt habe, dass es nix dramatisches zu berichten gibt. Ich habe den Eindruck, die Dramatik liegt meist darin, dass die Frauen die Kontrolle behalten wollen statt instinktiv mitzuschwimmen. Zumindest solange körperlich alles soweit okay ist.

Letztlich dürfte niemand jemandem einen Tipp geben oder sich einfühlen, da jedes Leben einzigartig ist. Ein bisschen klugschnacken und nachdenken, auch wenn man keine Erfahrung aus erster Hand hat, wird ja wohl erlaubt sein. Sonst können wir uns hier komplett anschweigen. Es kann nur keiner sagen, so ist es mit Sicherheit, aber das hat @Single1970 auch in keinster Weise getan. Den Hinweis auf die Erkrankung finde ich in dem Zusammenhang echt fett.
Hm, das scheint falsch rüber gekommen zu sein.

Ich meinte das nicht darauf bezogen, dass er Tipps gibt. Sondern auf die Vorwürfe, er würde um sich selbst kreisen und an seinen schlechten Erfahrungen festhalten. Vielleicht gehört das Gedanken kreisen um seine Negativerlebnisse dazu. Vielleicht auch nicht.
Aber egal, woher das rührt, ich sage ihm nicht, er soll damit aufhören oder diesen oder jenen Tipp befolgen, dann wirds schon besser werden. Weil es zum einen seine Sache ist wie er damit umgeht und zum anderen mein Vorstellungsvermögen da an Grenzen stößt. So wie bei einer Mutter, kann ich mir auch nicht vorstellen wie es ihm mit seinen Erfahrungen, Gutachten usw. geht und wie er damit umzugehen hat. Ich würde einer Mutter, die nächtelang kaum geschlafen hat, auch nicht sagen: "Probiers mal mit Sport. Wenn ich Sport mache, kann ich danach prima schlafen." Sport löst nicht jedes Problem. Und wenn man einen Zustand selbst nicht kennt, ist es vielleicht auch mal in Ordnung, keinen Tipp zu geben, sondern einfach mal nur zuzuhören.

Ich habe nicht seinen Verstand angezweifelt. Naja, es gibt hier immer wieder Missverständnisse.
 
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  • #658
Ein guter Freund von mir war Scheidungskind. Verhaltensauffällig war er nicht, im Gegensatz zu mir. Als wir beide mal über den Durst tranken, ist schon länger her, erzählte er mir, wie er die Scheidung seiner Eltern durchlebte. War nicht schön. Ich hatte früher öfter Depris, wenn ich zuviel trank. Hab länger gebraucht, um festzustellen, das es damals meine Art der Problembewältigung war. Also das trinken. Was natürlich saudumm war. Aber so hat halt jeder an irgendwas zu knabbern. Und das regelmäßige trinken hab ich Gott sei Dank später gelassen, als ich reifer wurde.
Ich denke für Kinder ist es oft schwer zu verarbeiten und zu begreifen, auch zu verarbeiten, warum sich manches abspielte, wie es eben verlief. Und Schuldgefühle kommen oft dann auch hinzu.
Ich rate Dir nicht zu viel Verständnis für Frauen zu haben, dann wirst Du Single bleiben, dass ist leider meine Erfahrung, auch würde ich mir an Deiner Stelle auch nicht anmaßen zu sagen wer und wer nicht verhaltensauffällig ist und da stimme ich mal Luzi zu: Du redest zu viel Platitüden ... Lebe einfach und nehme Dir manchmal/oft was Du willst und sei auch egoistisch ... da fährst Du oft besser ...
 

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Ich rate Dir nicht zu viel Verständnis für Frauen zu haben, dann wirst Du Single bleiben, dass ist leider meine Erfahrung, auch würde ich mir an Deiner Stelle auch nicht anmaßen zu sagen wer und wer nicht verhaltensauffällig ist und da stimme ich mal Luzi zu: Du redest zu viel Platitüden ... Lebe einfach und nehme Dir manchmal/oft was Du willst und sei auch egoistisch ... da fährst Du oft besser ...
Nun ja.....

Da stecken auch welche drin. ;)
 
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