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Gast

  • #16
Butte, hast Du gemerkt, dass ich meinen Text nachträglich ergänzt habe, um eine Brücke zu schlagen. So beliebig wie ein Milchkaffee, aka Latte macchiato/Café au lait. *lach*
 
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  • #17
Zitat von fafner:
Der weiß doch gar nicht, wie "früher" war. Er hat nur so'n Gefühl, daß wenn mit 40 die längste Beziehung drei Jahre war vielleicht was nicht ganz rund läuft. Und mit dem Gefühl füllt er offenbar ganze Hallen.
Michael Nast baut sich seine Thesen nicht auf Felderfahrung, sondern auf den Hirngespinsten sozialer Medien auf. Wahr ist es nur für diejenigen, die daran glauben, weil ihr Weltbild dann davon geprägt wird. Wenn Du nicht an gute Menschen glaubst, wirst Du keine finden, weil du zu beschäftigt bist, um vor falschen Menschen auf der Hut zu sein.

Generell glauben Partnersuchende Singles häufig, dass die Welt und die Liebe ihnen etwas schulden würde. Das ist aber nicht so. Eher schulden sie es sich selber, aus ihrem Leben etwas lebenswertes zu machen. Dann wird es auch mit der Liebe viel besser klappen, weil man das Thema zuversichtlicher, selbstbewusster und weltoffener angeht.

Das eigene Weltbild und die daraus folgende Lebenseinstellung bestimmt massgeblich das Ergebnis all unserer Bemühungen unabhängig davon, welche Hindernisse uns die Reale Welt entgegensetzt. Was als unmöglich erachtet wird, wird auch unmöglich bleiben. Erst wer seine Grenzen testet, wird darüber hinauswachsen.

Hast Du im Ausgang noch nie einen Typen gesehen, der total gut mit Frauen reden kann? So einer bin ich heute. Vor drei Jahren hielt ich das noch für völlig unnmöglich. Aber in der Partnerbörse hält man mich immer noch für einen schmierigen Heuchler mit gefälschtem Profil, weil die Frauen vor falschen Menschen auf der Hut sind.

Ich habe in meinem Leben sehr wenige "falsche Menschen" getroffen, dafür umso mehr Leute, die es als Ausrede brachten, um sich nicht mit ihren Mitmenschen oder sich selber auseinderzusetzen.
 
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  • #18
Zitat von Victor:
Hast Du im Ausgang noch nie einen Typen gesehen, der total gut mit Frauen reden kann? So einer bin ich heute. Vor drei Jahren hielt ich das noch für völlig unnmöglich.
Abgesehen davon, daß ich nicht so recht die Problematik sehe... Hat es Dir denn mittlerweile 'ne Partnerin beschert? Wenn nicht, warum nicht?
 
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  • #19
Zitat von fafner:
Woran liegt es also dann, wenn der Nast mit seiner Analyse angeblich so falsch liegt? Wieso füllt er ganze Hallen, und offenbar auch noch mit überwiegend weiblichem Publikum? Irgendeinen Nerv muß er doch getroffen haben.
Durch die Überspitzung und Übertreibungen polarisiert der Autor. Dieses dient dem Zwecke, ein Schwarz-Weiß-Schema aufzubauen. Und es bleibt der Leserschaft die Möglichkeit sich entweder für oder gegen seine Ansichten zu stellen.

Dieses Prozedere vereinfacht den Gedankenvorgang erheblich. Endlich einmal scheint es leicht zu sein, eine Entscheidung zu fällen. Endlich einmal keine Kompromisse, kein Herumdiskutieren. Seine Fans und Anhänger fühlen sich mit ihren Gedanken nicht mehr allein. Endlich einml einer, der es so sieht, wie ich empfinde. Man wird aufgefangen von einer Gruppe vermeintlich Gleichdenkender- /fühlender.

Und das ist das, was vielen Menschen in der heutigen Zeit fehlt. Rückhalt, Verständnis, Geborgenheit. Meist ist man doch Einzelkämpfer, muss sich im "lebensfeindlichen" RL nicht nur zurechtfinden, sondern auch noch behaupten. Da ist es doch schön, wenn man das Gefühl bekommt, dass es noch ganz viele andere Leute gibt, die ähnlich denken.

Vielen Menschen fehlen derartige EINDEUTIGE Gruppierungen. Diese andauernden, schier endlosen Diskussionen über alles, das weichgespülte, verschwurbelte Resultat, das als Ergebnis dann als "Kompromiss" dargestellt wird - aber letztlich nicht mehr viel von dem repräsentiert, was man anfangs eigentlich wollte.

Diese Gedanken vielleicht mal zur Erklärung, wieso diese Polarisation so gut funktioniert. Das kann man auf die verschiedensten Bereiche des Leben projezieren.

Dieses Phänomen in seiner Extremform hat Sascha Lobo in seiner Spiegel-Online-Kolumne "Entwederoderismus" genannt.
 
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  • #20
Das Superstarphänomen. Die eine Hälfte denkt: einer von uns und damit auf der großen Bühne gelandet: das find ich toll! Die andere Hälfte denkt: einer von uns und damit auf der großen Bühne gelandet: das find ich schlecht, denn da bin ich neidisch.
Ja, man will so erscheinen, als würde man nachdenken. Interessiert zu sein an gesellschaftlichen Phänomenen macht sich oft besser als nur dröge aus dem Fenster aufs Nachbarhaus zu schauen. Meinungen zu haben verschafft Individualität, hat man irgendwo gelesen, und das kommt gut an. Also bemüht man sich um ein paar Meinungen. Und weil man sich nicht anstrengen will, konsumiert man sie eben. Möglichst billig. Und dabei macht dieses angestrengte Imitieren von Interesse und Nachdenken doch Falten! Und unsere Gesellschaft ist doch so narzißtisch, daß sich viele die Falten gerade wegspritzen. Ein Phänomen! Vielleicht wie die Fensterglasbrillen einst.
 
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  • #21
Der Titel des Threads ist schon so.
"Warum Großstädter an der Liebe scheitern" und dann schwupdiwups die Erklärung: blablablabla ", weil sie beziehungsunfähig sind".
 
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  • #22
Hamburg scheitert nicht, warum auch. Ich respektiere meine Partnervorschläge aus HH. Ganz gute Jungs, die sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.
 
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  • #23
@maxi.mumm
Aber warum bist du dann noch hier? Oder warum bin ich noch hier wenn es in Hamburg doch so leicht wäre. ;) Ich wollte letztens in eine WhatsApp-Hamburg Kennlerngruppe. Ihhhh ein Mann geh bitte. :p

Sorry, aber so wird das nix mit der Verbesserung des Schnitts von 1,4 Kindern pro Frau... :D