Beiträge
129
  • #1

Warum "gleichaltrig" auch jenseits der 50 ganz nett ist ...

Hallo zusammen,

das ist die Fortsetzung des schiefgelaufenen Threads "Muss Sie immer jünger sein?". Ich bin übrigens überzeugt, dass die daran Beteiligten alle überdurchschnittlich zur Reflektion fähig sind und sachdienlich beitragen können. ^^ You're welcome!
Den Thread sah ich schon 'ne Weile und er macht mich extrem grübeln, warum mir als alter Depp (55) eine Frau gleichen Alters so selbstverständlich ist.

Da ich so ein, scheint's, außerordentliches Profil erstellt habe, werde ich häufig angeschrieben. Selber schreibe ich nicht an, das macht keinen Sinn, ist mir so schon viel zuviel. Ich kann aber Auskunft geben, in welchem Alter sich die an meinem Profil interessierten Frauen sind. Deren Alter bewegt sich beinahe ausschließlich in meinem Alter +1 bis -5 Jahre. Die Alterseingrenzung in meiner Suchmaske reicht von ein Jahr älter bis 4 Jahre jünger und dient mir der Orientierung. Abweichende Einzelfälle schließe ich deshalb nicht aus. Generell ist es eine hohe Übereinstimmung. Meine Verflossene ist übrigens 1,5 Jahre älter als ich.

Hilfreich für mich ist, wenn sie körperlich in einem vergleichbar akzeptablen, ordentlichen Zustand ist wie ich, ebenso wie es ein vergleichbares biologisches Alter ist, welches von den gezählten Lenzen abzuweichen vermag. Attraktivität wurde mir ob seiner geradezu gruselig aufdringlichen Präsenz in PS erst wieder bewusst, da meide ich die Extreme. Entscheidend ist das alles nicht. Ebenso spielt eine gewisse persönliche Reife eine Rolle, deren Rahmen ich aber weiter als das übliche Verständnis davon ziehe und bezüglich Reife kann Alter definitiv von Vorteil sein.

Das sind mir alles weiche Faktoren. Darüber hinaus befürchte ich, wir sind trotz aller intellektuellen Betrachtungen zu einem nicht unerheblichen Teil in unseren Anlagen, Prägungen in einem Umfang gefangen wie es nicht gerne wahrgenommen wird. Diese betreffen das Wesen, den Charakter und spielen in der Beziehung mit seiner sich ergebenden Nähe, Intimität eine Rolle bezüglich Kompatibilität. Das bezieht sich auf weitgehend unveränderliche Eigenschaften die bei praktizierter Nähe harmonisch sein, aber auch für ein ständiges Knirschen sorgen können. Das ist mir inzwischen das wichtigste, denn über die Berücksichtigung solcher grundlegenden Dinge ergeben sich viele mögliche Probleme gar nicht mehr und vorhandene haben idR.lösbare Ursachen.

Die 13 Jahre währende, letzte Beziehung erfüllte das schon weitgehend und hätte alle Chancen auf Dauer gehabt - was ich sogar als sicher angenommen hätte. Sie traf aber eine unsere Basis betreffende Entscheidung, von der sie genau wusste, dass ich die nicht mitgehe. Wir haben nicht mehr so die Zwänge und dann geht sie ihren Weg und ich meinen.

Sehr schön fand ich auch den mit ihr eingeleiteten Prozess des gemeinsamen Alterns, den ich leicht hätte fortschreiten sehen können.

Der Kern einer Beziehung ist mir extrem wichtig und unverhandelbar. Das ganze Drumherum, was auch hier oft Thema ist, ist es nicht mehr, denn, wie oben schon geschrieben, entweder ergeben sich die Probleme erst gar nicht oder sie sind lösbar.
Was ich bewusst seit etwa 30 Jahren interessiert aufdrösele, ist an sich gar nicht so spannend, denn interessanterweise finden sich in Beziehungen mit auffälliger Häufung sich im Wesen ergänzende Komplementäre. Das ist bekannt, die Ursachen dafür mit der Annahme unterschiedlicher Ursachen diskutiert. Mir egal, ich habe weder einen Diskussions- noch einen Missionierungsbedarf.
Haben die beiden auch noch einen Set an gemeinsamen Interessen/Zielen und stimmt die Chemie, die Liebe, hat das alle Chancen. Das ist unabhängig irgend einen Alters.

Das intransparente PS-Matching hilft mir diesbezüglich überhaupt nicht weiter, es ist sogar hinderlich. Um die richtigen Frauen anzusprechen nutze ich ganz klar mein Profil. Das ist nicht nur authentisch sondern auch deutlich! -Und es wirkt. Zurzeit ist es unsichtbar, ich muss mich mal wieder erholen.
Ich habe ja meine "Freundin". Sie ist 4 Jahre jünger als ich und entstand aus meinem zweiten PS-Date. Sie passt mir unfassbar gut. Wie sich Meinungsverschiedenheiten ohne Reibung auflösen und dabei weder sie noch ich offenes unbesprochen lassen. Wenn ich z.B. als geistiger Extremist voll Karacho bei ihr (offene) Türen einrenne und verblüfft noch nicht erlebte Freiräume erfahre. Ich rede mit ihr, das Thema ist schei?egal, dabei/danach fühle ich mich einfach nur gut.Das ist ein ständiges sich das Bällchen zuspielen wie ich es noch nicht erlebt habe. Man könnte anhand meines eher umfangreichen Geschreibsels eine gewisse Schwatzhaftigkeit meinerseits annehmen, das Gegenteil ist der Fall. Mit ihr ist das ein ständiger Austausch. Was für eine Beziehung das ist, respektive wird, weiß ich nicht, aber sie ist von anfang an ausgesprochen intim. Das ist gegenseitig, aber die Umstände bei ihr sind durch die Bank so ungünstig, dass ich so etwas normalerweise nie mitgemacht hätte.Weil das aber lösbar und das Leben in seinen Überraschungen zuverlässig unvorhersehbar ist ... :)

Man kann also schon so'ne gleich alte Schachtel in Erwägung ziehen. ^^ Oder bin ich wirklich so eine Ausnahme? Mag ich nicht nur nicht glauben, ich habe einen Freund, dessen Frau 10 Jahre älter ist. Sie über, er unter 50 - was man den beiden übrigens nicht anmerkt. Den beiden ist es einfach egal. Geheiratet haben sie vor ca. 6 Jahren und eine gemeinsame Tochter, ihr Wunsch, ein extrem süßer Feger. Das Leben ist bunt!
Mit freundlichem Gruß vom Pappkarton, aka

Hafensängers Onkel
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Beiträge
1.337
  • #2
AW: Warum "gleichaltrig" auch jenseits der 50 ganz nett ist ...

Hatte immer gleichaltrige bzw. etwas jüngere Partner. Auch jetzt im Mittelalter wieder. Fand mich noch keiner zu alt und ich keinen. Wenn ich die Extreme betrachte, könnte ich mir wenn dann einen deutlich jüngeren Mann eher vorstellen als einen deutlich älteren. Mag daran liegen, dass ich meinen eigenen körperlichen Verfall fürchte und damit lieber nicht in Gestalt eines Partners konfrontiert sein möchte.

@Hafensängers Onkel

Wie Du dein gemeinsames Altern mit Deiner Ex beschreibst, das finde ich schön und wünsche ich mir für meine Partnerschaft auch.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

Elli

User
Beiträge
480
  • #3
AW: Warum "gleichaltrig" auch jenseits der 50 ganz nett ist ...

..hier noch eine alte Schachtel ;-)

Ich bin 52, mein Partner wird im Sommer 50.
Ich hatte immer etwa gleichaltrige Männer, wer altersmäßig etwas drüber oder drunter ist, finde ich unerheblich.

Wir stehen beide "voll im Saft" - von Schwächeln keine Spur. Letztes Jahr habe ich mich - noch mal neu und ganz anders - selbständig gemacht, läuft prima.
An Ruhestand oder Rente denke ich nie - kann ich mir für mein Leben nicht vorstellen, nur noch auf dem Sofa mit der Fernbedienung in der Hand....never.
 

Satjamira

User
Beiträge
1.118
  • #4
AW: Warum "gleichaltrig" auch jenseits der 50 ganz nett ist ...

Hallo Hafensängers Onkel,

danke für die ausführliche Einführung in dein Beziehungsleben.
Du bist so scheint mir im besten Alter für Frauen drunter und drüber.
Die Tiefe die du im ersten Teil des Schreibens an den Tag legst ist erfreulich.

Mein PS-Freund ist 3 Jahre jünger als ich, was ihn überhaupt nicht zu stören scheint.

13 Jahre sind kein Pappenstil und vielleicht - ja vielleicht findet man sich doch wieder....

Wenn ich richtig gelesen habe, hast du jetzt eine "Freundin" die in vielem passen würde, nur momentan ist alles ein wenig erschwert. Da du aber weitersuchst, kann es doch nur unverbindlich, bis oberflächlich sein und bleiben? Mich geht es ja nix an aber dann stehen die Chancen auf Erfolg doch auf null oder muss sie sich so fühlen: Wenn er nix besseres findet dann bin ich dann gut genug, sofern ich meins geklärt habe.
Das kommt mir ein wenig quer rein.

Dass die Matching Punkte undurchsichtig sind, finde ich ganz und gar nicht. Wenn ich die Beschreibung zu meiner Persönlichkeit lese, finde ich es zu 85 % stimmig.

Gruss
Satjamira
 
Beiträge
158
  • #5
AW: Warum "gleichaltrig" auch jenseits der 50 ganz nett ist ...

was ist ein "geistiger Extremist voll Karacho" ? Gruselig, was der TE darstellt, Profilberatung gibt es in diesem Forum.

Nur nett sind viele auch abseits der 50, mir wird gerade ganz komisch bei dem Text, hoffentlich mutiert das Forum neben der Profilberatung und Expertenrat nicht zu einem verlorenen Haufen.
 
Beiträge
129
  • #6
AW: Warum "gleichaltrig" auch jenseits der 50 ganz nett ist ...

85% subjektive Übereinstimmung bei den Matchingpunkten finde ich schon so nicht überzeugend.Wäre bei mir entsprechend. Bei zweien addieren sich die Fehler. Ich bin übrigens deshalb bei PS, weil bei einer anderen SB ein beziehungvereitelnd schlechtes Profil heraus kam, das lässt sich beeinflussend beantworten. Die sind alle mehr oder weniger ungenügend. Egal, mir zeigt es überhaupt nicht was mir wichtig ist. Der komplementäre Charakter sorgt für Anziehung und Spannung - dauerhaft! Dann braucht es neben der Chemie noch gemeinsame Interessen und Ziele, dafür mag die Matchinggeschichte ungewiss wenigstens teilweise taugen.
Meine Freundin ist ein Spezialfall, das passt für uns beide als komplementäre Charaktere außerordentlich gut, allerdings bin ich emotional eindeutig engagiert und sie nicht eindeutig. Irgendwie sind wir intensiv und einander transparent am herumklabustern. Für mich ist die PS-Geschichte oberflächllich. Das trifft es auch nicht, PS ist seit ihr ohne reelle Aussicht. Wirkt verquirlt, ist verquirlt, manchmal muss es so schlecht laufen. Das hat was mit optionalen Lösungen zu tun, wird sich lösen und ich sehe was ich jetzt nicht erkenne. Da kann mir auch niemand helfen. Mit ihr wird es etwas klares geben, ist nur die Frage, was.

Weiterhin halte ich >50 Jahre die Gleichaltrigkeit in einer auf Dauer(!) angelegten Beziehung für die Regel. Es sprechen viel mehr Gründe dafür als für einen großen Altersunterschied.

Es ist mir tatsächlich unverständlich, wie ältere Männer mit dem Rruch von Oberflächlichkeit ihre Eitelkeit mit einer jüngeren Frau bedienen wollen. Ich denke, der grundsätzlich statthafte Deal, "alter Mann/Geld/Prestige" und "junge Frau/attraktiv"- auch umgekehrt - lässt sich nicht verallgemeinern.
Hier im Forum entsteht stark der Eindruck, der Wunsch von Männern nach der jüngeren Frau ist so ausgeprägt, dass Frauen entsprechenden Alters keine Chance mehr auf gleichaltrig haben.Möglicherweise sind die Chancen tatsächlich schlecht, aber ich denke, das hat andere Gründe.
 
Beiträge
129
  • #7
AW: Warum "gleichaltrig" auch jenseits der 50 ganz nett ist ...

Zitat von maxi.mumm:
Du hast nicht mal in Erwägung gezogen nach der sich aus dem Kontext bereits erschließenden Bedeutung zu fragen. So könnte ich annehmen für dich zu kompliziert geschrieben zu haben. Falls dem so ist, entschuldige bitte, Ich versuche es nun allgemeinverständlicher..
 

equinox

User
Beiträge
1.037
  • #8
AW: Warum "gleichaltrig" auch jenseits der 50 ganz nett ist ...

Von Glashäusern und Steinwürfen ...

Nun, der hier schreibende Onkel lässt - wie schon sein Nick insinuiert - durchaus selbstironische Züge vermuten. Das macht ihn sympathisch. Seine Äußerungen zu Beziehungsrealitäten und der Bedeutung von Altersunterschieden weisen darauf hin, dass da jemand Leben auch schon ausserhalb virtueller Realitäten und Wunschträume erfahren hat. Das ist schön so zu lesen und dürfte auch die positive Resonanz auf sein Profil erklären. Was ein geistiger Extremist beim Türeneinrennen mit Karacho so im Einzelnen tut, weiß ich natürlich auch nicht, aber wenn er die Tür notfalls wieder reparieren kann, hat er schon mal einen Pluspunkt. Schließlich schätzt die Mehrzahl der Frauen nicht nur handwerkliche Grundkenntnisse bei Männern sondern auch die Fähigkeit, emotionale Befindlichkeiten zu thematisieren.

Wer allerdings jemanden wie Herrn Bongartz aus "Öch" (vulgo David Garrett) zum Ideal eines "zukünftigen Männer-Bilds" stilisiert ...
Zitat von maxi.mumm:
.... die Zukunft gehört einem Mann wie David Garrett, ein junger Mensch, der in seiner Konzentration auf das wesentliche die yellow press wie ÖL abperlen läßt.
... sollte sich schon mal hie und da Gedanken machen, welche Ansprüche er eigentlich so im Hinblick auf den Ideal-Partner hat. Denn über den Vorbildcharakter von Persönlichkeiten, die aus ihrem Geburtsjahr ein (Marketing-)Geheimnis machen und Weltbestzeiten bei der Wiedergabe von Rimski-Korsakow als erstrebenswerte Lebensziele angehen, möchte ich mich jetzt nicht breiter auslassen, da darf man gerne sehr geteilter Meinung sein.
 
Beiträge
1.098
  • #9
AW: Warum "gleichaltrig" auch jenseits der 50 ganz nett ist ...

Wo kann ich denn die zitierten Posts von maxi.mumm in Gänze nachlesen?
 
Beiträge
129
  • #10
AW: Warum "gleichaltrig" auch jenseits der 50 ganz nett ist ...

Über die folgende Erläuterung muss der Extremist wegen Belanglosigkeit nicht weiters Thema sein. Es drückt nur schlapp aber griffig aus, dass ich Sie mit meinen Gedanken sogar rücksichtslos konfrontieren kann und Sie selbstverständlich und interessiert zum beiderseitigen Gewinn darauf eingeht. Das ist sonst bei weitem nicht selbstverständlich - würde ich dann auch nicht tun. Es gibt bei ihr nichts zu reparieren. Es taugt eher als Indiz, wie weit das mit dem gegenseitigen Bällchen zuspielen geht.
That's all.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

Novacita

User
Beiträge
265
  • #11
AW: Warum "gleichaltrig" auch jenseits der 50 ganz nett ist ...

Zitat von Hafensängers Onkel:
85% subjektive Übereinstimmung bei den Matchingpunkten finde ich schon so nicht überzeugend. Bei zweien addieren sich die Fehler. Egal, mir zeigt es überhaupt nicht was mir wichtig ist. Der komplementäre Charakter sorgt für Anziehung und Spannung - dauerhaft! .

Das glaube ich einfach nicht. Dachte es auch mal. Der komplementäre Charakter sorgt anfangs für Anziehung, besonders wenn es in erotische Richtung geht - später für Frust. Dauerhaft bliebt höchstens die Spannung ;-( Bis man es nicht mehr aushält und sich trennt.
Meine Lösungsidee (geklaut) für dieses Problem: Partnerschaft und Erotik nicht zwangsläufig in einen Topf werfen und vom gleichen Partner abverlangen.
 

Novacita

User
Beiträge
265
  • #12
Lesetipp:

Hat mit dem Thema direkt rein gar nichts zu tun, indirekt - zum Thema was ist wichtig mit zunehmender Lebenserfahrung - aber eine ganze Menge:
"Die Glut" von Sándor Márai.