D

Deleted member 26132

Gast
  • #31
Eine Beziehung sollte die Möglichkeit bieten, sich wirklich auszuleben, ob das mit einer einzigen Frau für den Rest des Lebens möglich ist, weiß ich nicht, aber je intelligenter beide sind, desto eher, denn desto weniger kümmern einen irgendwelche Moralvorschriften oder "Einsichten" irgendwelcher Leute, die vielleicht nicht selbstbestimmt genug waren,

Meistens endet das mit einer Bauchlandung, die gute alte Moral gewinnt mal wieder, selbst schuld.

Dabei geht es durchaus nicht nur um Sex, um den aber natürlich auch, klar,

Die Beiträge in diesem Thread nehmen für mich immer mehr den Charakter von Moralpredigten an, sie werden langweilig und wirken abgestanden, in einer Beziehung muss man auch das Negative rauslassen können, und zwar ohne vorher eigens darauf hinweisen zu müssen, dass das ja erlaubt ist.

Was glaubst du, wie oft haben Frauen, genau solch einen durchgelutschten Kaugummi angeboten bekommen? :rolleyes:
 
  • Like
Reactions: Schokokeks
D

Deleted member 26159

Gast
  • #32
Mir fällt gerade ein Erlebnis mit "ihr" ein, dass mich heute noch freut und auch anrührt, zeigt es doch, wie viel Zuneigung sie empfand und wie aufgeschlossen sie war allem Experimentellen gegenüber. Sie hat sich von mir gewünscht, einen "Vertrag" zu formulieren und aufzuschreiben, der unsere Beziehung regelt. Ich hab das in "BGB-Sprache" getan und dabei, ganz im Stile des BGB, kein Blatt vor den Mund genommen, sondern die Dinge beim Namen genannt, er hat ihr sehr gefallen, sie hat sich nach der Trennung von mir noch eine Kopie mailen lassen.

Jetzt hab ich wieder dieses warme und herzliche Gefühl für sie, ich denke noch oft an sie. Nein, sie heißt nicht Piroschka.
 

Klaus123

User
Beiträge
1.093
  • #34
Das halte ich für fragwürdig.
Manchmal (oder auch öfter) erkennen Außenstehende jemanden besser, als derjenige sich selbst. Insbesondere, wenn sich jemand vom eigenen Selbst ablenkt, es verdrängt und die Auseinandersetzung mit sich tunlichst vermeidet.
Und das läßt dein "Florence Nightingale"-Gen anspringen?
Da du die Situation nicht kennst, stocherst du im Matsch rum.
geht nicht anders :cool:
Tu was ich kann.
Will ja nur helfen. (der war jetzt gut, oder?)
Wir befinden uns in keiner Beziehung. Auch nicht Beziehungsanbahnung. Es hapert schon am Übergang vom oberflächlichen zum tiefgründigen Kennenlernen. Wir wabern an der Oberfläche rum. Ihm fehlt sein Feuerwerk. Daher möchte er verhindern, dass ich mich in ihn verliebe und deshalb hält er mich auf Abstand.
Wenn du magst, kannst du mir helfen das zu verstehen.
Ich versteh das gerade so, dass du zwei Beweggründe hast, ihn nicht ziehen zu lassen:
1. Ihm helfen sich selbst zu finden (und dann?)
2. Etwas zu schaffen, das dir jemand als unmöglich verkaufen will. Um demjenigen etwas zu beweisen, aber vielleicht vielmehr dir selbst? (und dann?)
obwohl diese Befürchtungen nicht im Geringsten irgendeine Quelle in meiner Person haben
Aber irgendeinen Grund wirds wohl haben, dass er dich nicht an sich ranläßt, der dann auch mit dir zu tun hat. Kommuniziert er halt nicht.
 
  • Like
Reactions: Deleted member 25040
D

Deleted member 26159

Gast
  • #36
"BGB-Sprache" ist übrigens laut Beckscher Textausgabe eine hochverdichtete Kunstsprache, bei der jedes Wort seine ganz spezielle Bedeutung hat, d. h. die "Unverblümtheit" ist nur ein Kennzeichen dieser Sprache, für mich nicht das wesentliche.
 
D

Deleted member 26159

Gast
  • #37

Klaus123

User
Beiträge
1.093
  • #39
Der Threadtitel suggeriert, dass Zuneigung das einzige ist, worum es geht. In einer funktionierenden Beziehung spielt aber auch anderes eine Rolle, beispielsweise Macht.
Das sind ja zwei Paar Schuhe.
Beziehung und Zuneigung.
Ein Beziehung kann auch ohne ausreichende Zuneigung funktionieren, nur wird eben einer nicht "superglücklich" damit sein und den anderen dann mal mitreißen.
Die Frage ist doch ob man ungeachtet einer funktionierenden Beziehung (in welchen Bereichen auch immer, auch Machtgefälle, etc.) mit unzureichender Zuneigung um jeden Preis daran festhalten möchte.
Am Ende bleibt immer übrig, ob man seinen "sehnlichsten Wunsch" erfüllen kann. Ja/Nein.
Und es ist ein gravierender Vorteil, kennt man diesen "sehnlichsten Wunsch" des Partners. Viel wichtiger aber ist noch, dass ihn der Partner selbst kennt.
Das alles abgearbeitet... bleibt dann immer noch die Frage der hinreichenden Zuneigung.
 
D

Deleted member 26159

Gast
  • #40
@Klaus123 Nee, dass ohne Zuneigung keine Beziehung "geht", habe ich so gesagt, siehe weiter oben. Ich denke, du hast nicht ganz verstanden, worum es mir geht, wenn es dich interessiert, lies mal alles, was ich dazu geschrieben habe ☺
 
D

Deleted member 25040

Gast
  • #42
Dein Ringen um Resignation verstehe ich als den Wunsch, sein Verhalten "final" als unveränderlich akzeptieren zu können, richtig?
🤔 ....hhhhmmmmm....
.... ja, und doch nein..... 🤔
.... akzeptieren, dass er ambivalent ist....
.... ja, das müsste wohl die Lösung sein...
.... Aber eigentlich auch an mir selbst akzeptieren, dass es mir seine Ambivalenz nicht gut tut und dass das wiederum nicht hinnehmbar ist.
Ich hoffe darauf, dass seine Ambivalenz in die eine oder andere Richtung umschlägt. Welche ist mittlerweile schon fast egal - obwohl ich natürlich eine Präferenz habe.

Gehört zur aktuellen "Mittelstrecken"-Geduld nicht auch eine gewisse Portion "temporärer" Resignation, also ein Sicheinfügen in nicht Änderbares, hinzu.
Ja. Wahrscheinlich schon.
Die frage wäre dann, wie überträgt man eine Kurzzeitresignation in eine Langzeitresignation.

Was, wenn dann die Hoffnung endgültig schwindet.
Könntest Du den aktuellen Status auf Dauer akzeptieren.
Oder wäre ein Kontaktabbruch vonnöten.
Das wäre nicht vonnöten, weil der Kontakt allein von mir ausgeht.
Gibt es von mir keine Aktionen mehr, gibt es keinen Kontakt mehr und somit ist dann auch der - bis dahin - aktuelle Status geschichte.

Oder würde es eine Langstreckengeduld, immer noch mit einem Funken Hoffnung.
Ich denke, das ist bereits der aktuelle Status.

Oder könnte finale Akzeptanz (Resignation) der Schlüssel sein, dass der andere mehr Spielraum bekommt "frei" zu entscheiden und um näher zu kommen.
Den hat er. Und er entscheidet sich dazu, keinen Kontakt aufzunehmen. Auch über mehrere Monate hinweg. Nehme ich aber Kontakt auf, ist er voll dabei und begeistert.
.... wobei.... wenn ich so überlege.... er lässt mehr und mehr (ganz vereinzelte über Monate gestreckte) "Anfragen" im Nichts verlaufen...
Aber wenn wir uns dann sehen, scheint er sich sehr zu freuen. 🤷‍♀️

Anm.: ich gehe NICHT davon aus, dass Du klammerig bist;
Würde ich auch so von mir behaupten wollen.

manche Männer sind übermäßig enormst sensibel, wenn beim Gegenüber Verliebtheit droht, die riechen auch den letzten Hoffnungsschimmer auf Meilen.
Könnte auf ihn gut zutreffen.

Danke!

Definiere Zeit. Wann wird aus Geduld Starrsinnigkeit. Ich habe da keine Antwort.
Guter Punkt!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • Like
Reactions: himbeermond
D

Deleted member 25040

Gast
  • #43
Und das läßt dein "Florence Nightingale"-Gen anspringen?
Um es mit einem Bones-Zitat zu sagen: "Ich verstehe nicht, was das bedeuten soll."
Edit: Gegoogelt. Ist nun klar.

Nein. Ganz und gar nicht. Ich bin frei von jeglichem Helfersyndrom.
Er ist gut so wie er ist, soll gern so bleiben (wenn er das will), denn er passt mit seinen Macken/ Ängsten sehr gut zu meinen Macken/ Ängsten - ob er sich seiner Ängste nun bewusst ist oder nicht. Ich traue mir auch zu, sehr gut mit seinen Ängsten umgehen zu können, ohne dass er sich derer bewusst ist, weil ich eben das passende Pendant dafür mitbringe/ bin.
Das Problem ist eher, dass er mMn alle Frauen über einen Kamm schert und daher nicht mich als Individuum sieht und daher auch nicht sieht, wie gut es bei diesem Thema - jenseits der sehr guten oberflächlichen Passung, die er auch sieht - passt. Ich wünsche mir eher, dass er mich findet - nur sucht er nichteinmal, weil er ja weiß wie "Frauen" ticken.

2. Etwas zu schaffen, das dir jemand als unmöglich verkaufen will. Um demjenigen etwas zu beweisen, aber vielleicht vielmehr dir selbst? (und dann?)
Definitiv mir selbst. Nicht demjenigen.
Und dann.... mal gucken....


Aber irgendeinen Grund wirds wohl haben, dass er dich nicht an sich ranläßt, der dann auch mit dir zu tun hat. Kommuniziert er halt nicht.
Hat er kommmuniziert: weil er - für sich unerklärlich - kein emotionales Feuerwerk verspürt.
Und er weiß auch selbst nicht warum das wann woher kommt.
Meine Theorie: Er hat viel zu schnell viel zu viel von sich erwartet und dann verkrampft.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
D

Deleted member 26159

Gast
  • #47
@Lusche: Ich weiß, wer du wirklich bist, und du weißt, dass ich es weiß. Für dich klingt es wie eine Abwertung, wenn dir einer sagt, dass er dich einfach "lieb hat", das trifft aber auf mich zu. Ich meine, weiteres bleibt davon unberührt, richtig? *lach*. Ich hab mich hier auch "abgemeldet", für mich lohnt es sich nicht. Leb wohl:)
 

Klaus123

User
Beiträge
1.093
  • #48
Das Problem ist eher, dass er mMn alle Frauen über einen Kamm schert und daher nicht mich als Individuum sieht und daher auch nicht sieht, wie gut es bei diesem Thema - jenseits der sehr guten oberflächlichen Passung, die er auch sieht - passt. Ich wünsche mir eher, dass er mich findet - nur sucht er nichteinmal, weil er ja weiß wie "Frauen" ticken.
Ein bisschen ähnlich tickt ihr aber schon alle...
Nimms leicht. Ist ja nix schlechtes.

Wie war's eigentlich?
Irgendwelche neuen Entwicklungen?

Witzig, dass du fragst, ich wollt schon berichten.
Schön wars. Hab mich ja auch gefreut drauf. Die Tatsache, dass da ein Sackerl mit meinen Sachen und ein paar Geschenken für mich stand - schnell zum mitgeben - hab ich erst am nächsten Morgen mitbekommen.
Es geht mir immer noch nicht anders. Warum aber etwas beenden, was zwei Menschen gut tut? Wegen philosophischer Selbstzweifel? Nein...
Es hat mich sehr gerührt, wie akribisch sie vorbereitet war auf den Abend und das Gespräch.
Irgendwie haben wir einen Schritt aufeinander zu gemacht. Unerklärlich. Die wickelt mich grad um den Finger. 🤣
 
  • Like
Reactions: Deleted member 25040
D

Deleted member 26159

Gast
  • #49
  • Like
Reactions: Marlene
D

Deleted member 26159

Gast
  • #51
Nur ändert das etwas am Schmerz, nur weil man mal auf der anderen Seite stand?
Es geht darum, ob das Nachfühlen möglich ist, ich denke, ja. Ich denke auch, dass die Situation ein wenig dramatisiert wird, in "meinem" Fall war es so, dass da zum Teil auch völlig anderslautende Statements kamen, die hab ich auch schon erwähnt. Eine Beziehung ist ein breites Feld von "Dingen", es kann nicht von morgens bis abends immer nur darum gehen, wer wen mehr liebt. Außerdem sind doch die Dinge auch ständig in Bewegung.

Denkt mal an Lusches astreines Deutsch und dann an diesen "Stellungsfehler", den er gemacht hat, er hat nicht "meiner einer" gesagt, sondern die Wörter verdreht, und er ist stur dabei geblieben. Als wollte er damit signalisieren, dass er sich von niemandem korrigieren lässt. Passt das zu einem gebildeten älteren Herrn? Nein. Man könnte sich auch fragen, wie es bei einer offensichtlich gebildeten Person mit einem hervorragenden Deutsch zu einem solchen Fehler kommen konnte.

Dass Kleist äußerst unangenehme Schweißfüße hatte, hab ich hier gelernt, das wusste ich noch nicht.
 
D

Deleted member 26159

Gast
  • #52
Ganz offensichtlich bin ich der Einzige, der online ist, habt ihr solche Angst? Vor unangenehmen Fragen vielleicht ...
 
D

Deleted member 26159

Gast
  • #53
Nur ändert das etwas am Schmerz, nur weil man mal auf der anderen Seite stand? Ich denke nicht.
Wahrscheinlich nicht. Ich verstehe das, mir zerreißt es auch beinah das Herz, aber mittlerweile wäre meine Angst vor einer neuen Beziehung auch so groß, dass es nicht mehr ginge. Ich hätte ständig Angst, ihre Gefühle zu verletzen, und würde mich den ganzen Tag in die Pflicht genommen fühlen.
Es hat mich sehr gerührt, wie akribisch sie vorbereitet war auf den Abend und das Gespräch.
Ginge mir genauso.
 

Klaus123

User
Beiträge
1.093
  • #54
Es geht darum, ob das Nachfühlen möglich ist, ich denke, ja. Ich denke auch, dass die Situation ein wenig dramatisiert wird, in "meinem" Fall war es so
Natürlich ist es möglich. Aber das war nie Thema und ich sollte das Wissen, weil ich hab das Thema aufs Tapet gebracht. ;)
Ich möchte meine Sicht hier nochmal etwas überspitzt darstellen:

Auch wenn ich weiß, wie gut es sich anfühlt, seinem Erzfeind nach langem kräfteraubendem Kampf das Schwert ins Fleisch zu stoßen, so glaube ich nicht, dass ich so empathisch wäre, diese Freude als jener nachzuempfinden, der grad seinen letzten Hauch tut. Da hätte ich, mit Verlaub - andere Gedanken.

Ich schätze eine anregende Unterhaltung sehr.
Kann aber mit dem Rest deines Kommentars nichts anfangen.
 

Marlene

User
Beiträge
662
  • #56
Dass Kleist äußerst unangenehme Schweißfüße hatte, hab ich hier gelernt, das wusste ich noch nicht.
:) verwechselst du da etwa Kleist mit Kant? Oder, müffelte etwa Kleist auch?
:)
Jachmann, ein Schüler und Verehrer Kants, der oft am Tische mit saß:
"(...) sein Geruch war scharf, wie wir dies gewöhnlich bei Menschen von Geist bemerken; aber natürlich ward er oft eben dadurch beleidigt."
Dabei war Kant äußerst modisch gekleidet und die Frauen verehrten ihn.

Wie ist das bei Kleist?
 

Marlene

User
Beiträge
662
  • #58
Auch wenn ich weiß, wie gut es sich anfühlt, seinem Erzfeind nach langem kräfteraubendem Kampf das Schwert ins Fleisch zu stoßen, so glaube ich nicht, dass ich so empathisch wäre, diese Freude als jener nachzuempfinden, der grad seinen letzten Hauch tut. Da hätte ich, mit Verlaub - andere Gedanken.
Ich verstehe nicht, was du damit sagen möchtest? Kannst du das mit anderen Worten beschreiben? Heißt das, dass du in erster Linie an deine Gefühle denkst?
 
D

Deleted member 26159

Gast
  • #59
:) verwechselst du da etwa Kleist mit Kant? Oder, müffelte etwa Kleist auch?
Möglich, dass ich da die beiden verwechselt habe. Ist mir aber neu, dass intelligente Menschen stinken. Und wie ist es möglich, dass die Frauen ihn dennoch verehrten?

Dass Geist und Bildung anziehend wirken, ist klar, aber Körpergeruch wirkt im allgemeinen derart störend, dass er den "guten" Eindruck, den die Bildung bewirkt hat, zunichte macht. Das war aber auch zu einer anderen Zeit, wohl gerade zur schlimmsten "Stinkphase" in Europa.
 
D

Deleted member 26159

Gast
  • #60
Noch etwas: wenn Kant einen derartigen "Schlag" bei Frauen hatte, wie konnte dann dieses komplett schiefe Bild entstehen, das ihn als kleinlichen und phantasielosen Pedanten zeigt? Im übrigen passt sein kategorischer Imperativ eher zu diesem Bild. Woher du deine Info nimmst, ist mir etwas unklar.