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Gast

  • #61
Zitat von hmm:
War noch nie ein Freund davon, alle sogenannten Wahrheiten den anderen ins Gesicht zu sagen. Es gibt sowas wie Schonung, wie Fürsorge, wie die Erkenntnis, dass die Kinder ja nichts dafür können
Es ging nicht darum, es ihnen ins Gesicht zu sagen, sondern überhaupt diesen Empfindungen Raum zu geben, sie zu äußern, Freunden und auch in der Öffentlichkeit. Ein Zeichen zu setzen, daß jemand, der so empfindet, nicht ganz allein ist.
Natürlich ist es schwierig, wenn die eigenen Kinder davon was mitbekommen. Das ist ein Dilemma. Blindheit löst es nicht.
Es ging auch nicht darum, die Kinder für schuldig zu erklären. Umgekehrt könnte gerade für Mütter, die spüren, daß sie das normierte Bild vom Empfindungsleben einer guten Mutter nicht ganz erfüllen, aber diese Erkenntnis schnell unter den Teppich kehren müssen, die Gefahr bestehen, daß sie den Kindern ohne das zu wollen Schuldgefühle machen. Irgendwie bahnen sich die Dinge immer ihren Weg. Besser man kontrolliert das ein bißchen und steht ehrlich dazu.

Zitat von hmm:
Sorry , da hast du was verwechselt. Nach Ansicht dieser bereuenden Mütter, sollten die gar nicht auf der Welt sein...
Nein, Marlene hat da nichts verwechselt. Nur du offenbar ihr Argument nicht verstanden. Wenn du behauptest, es wäre besser gewesen, wenn die bereuenden Mütter gar nicht erst Mütter geworden wären, behauptest du damit, es wäre besser gewesen, wenn ihre Kinder nicht existieren würden.
Offenbar ist dir gar nicht klar, wie nah du in dieser Hinsicht dann bei den bereuenden Müttern bist.
Würdest du das diesen Kindern auch ins Gesicht sagen: hey, also es wäre besser gewesen, wenn es euch gar nicht geben würde? Oder sprichst du das nur so allgemein hier über Abwesende aus, daß sie besser nicht existieren sollten?
 
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  • #62
Zitat von hmm:
War noch nie ein Freund davon, alle sogenannten Wahrheiten den anderen ins Gesicht zu sagen.
Das kann jeder halten, wie er es für sinnvoll hält. Davor wären die Wahrheiten aber wenigstens in Umrissen zu erkennen. Das ist offenbar nicht immer einfach. Ich sympathisiere schon deshalb mit Dr Bean: Er redet nicht weg, was jeder sehen kann. Oder sehen könnte, wenn er nicht schon vorher wüsste, was er sehen will.
 

hmm

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  • #63
Das, lieber Butte, ist ja nun doch ein bisschen anders. Was ich meinte war: Hätten gewisse Mütter vorher überlegt, ob sie überhaupt Kinder möchten, ob es zu ihnen, ihren Träumen, Wünschen passt, oder zur Gesellschaft,, der Partner passt etc, dann wären diese Mütter jetzt keine Mütter, die ihre Mutterschaft, damit ja ihr bisher geführtes Leben bereuen. Diese Kinder wären nicht auf der Welt, richtig, das heißt doch aber nicht, dass ich meine, es sollte sie nicht geben!
Wenn überhaupt, sollte es diese Mütter nicht geben;-). Andere würden sagen, es sollte diese Gesellschaft nicht geben, die es den Mütter so schwer macht...

Und natürlich bahnen sich solche Dinge auch so den Weg, was wäre aber eine "kontrollierte Herangehensweise " für dich?
 

hmm

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  • #64
Zitat von Pit Brett:
Das kann jeder halten, wie er es für sinnvoll hält. Davor wären die Wahrheiten aber wenigstens in Umrissen zu erkennen. Das ist offenbar nicht immer einfach. Ich sympathisiere schon deshalb mit Dr Bean: Er redet nicht weg, was jeder sehen kann. Oder sehen könnte, wenn er nicht schon vorher wüsste, was er sehen will.


Richtig. Manche nennen das Reflektion oder auch (kritische) Selbstbetrachtung.
 
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  • #65
Zitat von hmm:
Das, lieber Butte, ist ja nun doch ein bisschen anders. Was ich meinte war: Hätten gewisse Mütter vorher überlegt, ob sie überhaupt Kinder möchten, ob es zu ihnen, ihren Träumen, Wünschen passt, oder zur Gesellschaft,, der Partner passt etc, dann wären diese Mütter jetzt keine Mütter, die ihre Mutterschaft, damit ja ihr bisher geführtes Leben bereuen. Diese Kinder wären nicht auf der Welt, richtig, das heißt doch aber nicht, dass ich meine, es sollte sie nicht geben!
Nein, es ist nicht so anders.
Nehmen wir eine bereuende Mutter, die sagt: "Ich bereue, Mutter geworden zu sein. Aber das heißt nicht, daß ich meine, es solle dieses Kind da, das ich geboren habe, nicht geben."
Da tönt gleich jeder: Widerspruch, kann gar nicht sein!
Und jetzt du. Du sagst: "Diese Frau hätte nicht Mutter werden sollen. Aber daraus folgt nicht, daß ich von diesen Kindern behaupte, sie sollten nicht existieren."
Siehst du, daß es dieselbe Struktur ist? Mag auf den ersten Blick etwas kompliziert und feinsinnig erscheinen. Üblicherweise ist man, wenn es ums Verurteilen anderer geht, nicht so fein differenzierend unterwegs. Das wird man eher, wenn es darum geht, sich zu verteidigen.
Deswegen haben solche Vergleiche oft ihren Sinn.
 

hmm

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  • #66
Ach du verdrehst es mal wieder so, dass es für dich passt. Freu dich drüber.

Die Frau sagt übrigens, dass sie nicht hätte Mutter werden sollen, schon vergessen? Und wenn sie das sagt, sage ich eben, ja hättest das mal vorher überlegen können.Jetzt sind die Kinder aber nun mal da und ich kann nur hoffen, dass du dich trotzdem gut um sie kümmerst und das beste daraus machst und Verantwortung trägst.

Mit etwas guten Willen kann man es auch so verstehen. wenn nicht ist es auch egal.
 
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  • #67
Und da es nämlich genau die gleiche logische Konsequenz hat, wie Du, lieber "hmm", am Anfang argumentiert hast, ist jetzt der Rückschluss dafür: Es zu bereuen, Mutter geworden zu sein, bedeutet nicht, dass bereut wird, dass das Kind auf der Welt ist. Das hast Du jetzt selber bewiesen.
 

hmm

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  • #68
Zitat von Marlene:
Und da es nämlich genau die gleiche logische Konsequenz hat, wie Du, lieber "hmm", am Anfang argumentiert hast, ist jetzt der Rückschluss dafür: Es zu bereuen, Mutter geworden zu sein, bedeutet nicht, dass bereut wird, dass das Kind auf der Welt ist. Das hast Du jetzt selber bewiesen.


;-) Wenn du meinst...die vor der Tür stehende schluchzende Tochter, hatte es wohl nicht so ganz verstanden..
 
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  • #69
Hallo, hallo........................die Ausgangsfrage war ob Bean ein guter VATER werden würde. :)
 
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  • #72
Zitat von hmm:
Ach du verdrehst es mal wieder so, dass es für dich passt. Freu dich drüber.

Die Frau sagt übrigens, dass sie nicht hätte Mutter werden sollen, schon vergessen? Und wenn sie das sagt, sage ich eben, ja hättest das mal vorher überlegen können.
Du hast das Argument entweder noch immer nicht verstanden oder dir fehlt der Mumm, die Konsequenzen für deine Äußerungen zu sehen.

Jetzt sind die Kinder aber nun mal da und ich kann nur hoffen, dass du dich trotzdem gut um sie kümmerst und das beste daraus machst und Verantwortung trägst.

Mit etwas guten Willen kann man es auch so verstehen.
Das dürfte hier so jeder hoffen. Das war nicht strittig.
Es ist nicht unbedingt Zeichen guten Willens, wenn ich das, was du schreibst, überlese. Lies dir später deine Äußerungen und das Argument noch mal durch. Vielleicht macht es dann klick.
Es geht aber auch nicht so sehr um dich. Das Argument nachzuvollziehen könnte für viele von Gewinn sein.
 

hmm

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  • #73
Selbst wenn es so wäre wie du schreibst butte , so wäre es doch kein passender Vergleich.

Ich bin nicht die Mutter, ich meine kein konkretes Kind. In dem von mir zitierten Beispiel ging es um konkrete Mütter mit ihren sehr konkreten Kindern, die in einer realen und nicht abstrakten Situation etwas, auch ihren Kindern, mitteilen glaubten zu müssen

Auf anderes bist du nicht eingegangen, z.B. wie diese Mütter das denn gegenüber ihren Kindern ausdrücken könnten....
 

hmm

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  • #74
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  • #75
Zitat von hmm:
Selbst wenn es so wäre wie du schreibst butte , so wäre es doch kein passender Vergleich.

Ich bin nicht die Mutter, ich meine kein konkretes Kind. In dem von mir zitierten Beispiel ging es um konkrete Mütter mit ihren sehr konkreten Kindern, die in einer realen und nicht abstrakten Situation etwas, auch ihren Kindern, mitteilen glaubten zu müssen

Auf anderes bist du nicht eingegangen, z.B. wie diese Mütter das denn gegenüber ihren Kindern ausdrücken könnten....
Auch hier hätte man sehen können, wie Hilfe zur Selbsthilfe gegeben wurde. Natürlich würde ich auch der Mutter empfehlen, sehr darauf zu achten deutlich zu machen, daß ihre Empfindungen über den Verlauf ihres Lebens eben ihr Leben betreffen und nicht vom Kind und seinem Wert handeln. Der Unterschied ist nicht einfach zu begreifen. Angesichts dessen, wie schwer es schon für Unbeteiligte wie dich, Vizee oder andere zu sein scheint, diesen Unterschied zu verstehen, ist einzuschätzen, wieviel schwerer es konkret Betroffenen fallen muß.
Besser verstehen werden es Kinder, erwachsene Kinder, die schon stärker gelernt haben, ihr Leben von dem der Eltern abzugrenzen. Bedeutsam dürfte es immer sein. Oft schmerzhaft. Vielleicht aber auch manchmal befreiend, weil es raus ist.
Aber das ist nicht Thema hier. Angesichts der Diffamierungen ist nicht unbedingt zu erwarten, daß sich bereuende Frauen hier outen werden.