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Gast

  • #46
Im Grunde genommen geht es ja bei dieser "Mutter-Daseins-Bereuens"- Diskussion um die gesellschaftlichen Umstände, um die Mütterbilder, die erfüllt werden sollen. Eine schrieb dazu: lieber wäre ich ein Vater geworden. Verstehe eh nicht das riesen Geschrei, was deswegen in Deutschland ausgebrochen war, an Tabuthemen darf wohl nicht gerüttelt werden und das Thema wird sowieso gleich in das absolut Extreme reinmanövriert: wenn Du was anzweifelst, zweifelst Du gleich die ganze Existenz an, nur Suizid wäre dann die konsequente Lösung oder Mord, dabei geht es um die Umstände, die sich daraus ergeben haben und wenn das Leben zurückgedreht werden könnte, hätte unter diesen heutigen gesellschaftlichen Bedingungen frau die Kinderlosigkeit gewählt. Das ist provokant auf die Spitze getrieben, aber anstatt jetzt darüber zu diskutieren, warum und wie man etwas ändern könnte, werden diese Frauen diffamiert.
Ich finde, wir leben in einem kinderfeindlichen Staat, wie es in Israel ist, keine Ahnung, sie hat ja ein paar Angaben dazu geliefert.
 

hmm

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  • #47
Man kanns ja mal zu Ende denken, Marlene. Das heißt ja nur, dass es diese Kinder nicht geben würde, wenn frau die Zeit zurückdrehen könnte. Das heißt: diese Kinder sind es mir nicht wert, sind mir diese Einschränkungen nicht wert gewesen, unterm Strich würde ich auf sie verzichten und eben nicht zur Welt bringen.
 
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  • #48
@Marlene. Siehe #44 von hmm. Ich verstehe noch nicht so ganz, worauf Du hinaus willst? Auf eine ungerechte Bewertung von Frauen, die es bereuen, das Kind bekommen zu haben und dass dieser Umstand die Mutterliebe nicht ausschliesst? Du schreibst von einem Mutterbild, dass gesellschaftlich gesehen erfüllt werden soll. Ja , wofür steht denn Mutter schlechthin? Sie trägt Dich 9 Monate im Bauch, lässt Dich wachsen, gebährt Dich in die Welt. Die Mutter steht für Fürsorge und Liebe , und das ist aus Sicht eines Kindes das beste Bild, was es geben kann. Jedenfalls meiner Meinung nach. Wenn die Mutter also die Mutterschaft bereut, siehe #44 wieder, dann ist das ihre Sache und die schlechteste Sache (aus Sicht des Kindes) ist, dass sie das Kind genau das spüren lässt. Das Kind fühlt sich dann nicht willkommen auf dieser Welt, in dieser Familie. Was genau ist für Dich kinderfeindlich in DE. Das würde mich jetzt auch noch interessieren.
 
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  • #49
Zitat von frauenzimmer:
man sollte wenigstens den Mund halten. Wenigstens das.
Mal exemplarisch herausgegriffen.
Ich weiß, daß für viele hier Lug und Trug der edelste Götze ist. Aber Kinder sind leider nicht immer so dumm. Mundhalten bringt nicht unbedingt zum Verschwinden, was unausgesprochen bleibt. Wenn eine Mutter ihre Mutterschaft bereut und das nicht nicht ausspricht, hört damit das Bereuen nicht auf. Sondern zeigt sich anders. Und vielleicht für das Kind noch schwieriger. Auf andere Weise schwierig. Denn schwierig ists auf jeden Fall. Und widersprüchlich ists auch in so ziemlich allen Fällen. Wenn jemand seine Elternschaft bereut, schließt das natürlich nicht aus, daß er sein Kind liebt. Aber da ist eine schwierige Spannung drinnen. Die ist auch drinnen, wenn er das nicht ausspricht.
Menschen generell zu diffamieren, die Schwierigkeiten aussprechen, ist natürlich verständlich. Aber nichtsdestoweniger übel.
Und um übliche Fehlschlüsse gleich mitzumarkieren: nein, wer gut findet, daß Mütter (Eltern) ihre Empfindungen da äußern dürfen, muß nicht gut finden, daß sie so empfinden.
 
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  • #50
Zitat von Vizee:
Die Mutter steht für Fürsorge und Liebe , und das ist aus Sicht eines Kindes das beste Bild, was es geben kann.
Ich sag mal so: es ist das beste Bild für die Existenzsicherung zahlreicher Psychotherapeuten. Weil das Leiden ihrer Patienten viel mit genau diesem Bild zu tun hat.
Manchmal ist das beste Bild, daß es geben kann, nicht das, was sich am nettesten anhört, sondern das, was am ehesten zutrifft.
 
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  • #51
Zitat von Butte:
nUnd um übliche Fehlschlüsse gleich mitzumarkieren: nein, wer gut findet, daß Mütter (Eltern) ihre Empfindungen da äußern dürfen, muß nicht gut finden, daß sie so empfinden.
Ja, so ist es. Ich finde, dass diese Bereuens - Diskussion ein Anstoß dafür ist, mal darüber nachzudenken, wie es in der Praxis läuft. Es gibt immer mehr Allein - Erziehende, aber die Umstände haben sich diesem Fakt nicht angepasst. Es funktioniert gerade so, wenn Alles läuft, wehe, ein Kind wird krank. Dann wird eine andere Betreuung gebraucht, außerhalb von Kitas usw. und wenn die finanziellen Mittel nicht dafür da sind, sieht man alt aus. Also, brauchst Du einen gewissen Job dafür, der das abfedern kann, man hat z.B. das Glück, zu Hause zu arbeiten usw. So kommt man immer zu diesem traurigen Schluss: Kinder muss man sich auch leisten können. Das hat Alles nichts mit der Liebe zu tun. Da geht es um die Existenz und darum, dass das Kind auch dazu gehören kann.
Wenn man mit Steuern in Verzug ist, zack, da kommt gleich das Finanzamt, pfändet das Konto bis zu dem Selbstbehalt, mit dem man aber nicht leben kann, kommt mit richterlichem Durchsuchungsbeschluss und pfändet Alles weg, was irgendeinen Wert hat. Wenn man aber dringend Hilfe bei der Betreuung von Kindern braucht, um Geld zu verdienen, da ist man alleine auf sich angewiesen. Und so ist das heute sehr schwierig, gerade, weil es oft auch nicht mehr diese Beziehungsformen gibt, wo noch Oma und Opa dazu gehören und dann einspringen.
 
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  • #52
Zitat von Marlene:
Wenn man mit Steuern in Verzug ist, zack, da kommt gleich das Finanzamt, pfändet das Konto bis zu dem Selbstbehalt, mit dem man aber nicht leben kann, kommt mit richterlichem Durchsuchungsbeschluss und pfändet Alles weg, was irgendeinen Wert hat.
Ja, so ist es.
Das BFI muss halt sehen, wie es seine Milliarden wieder reinbekommt, die es während 10 Jahren an gewiefte Aktionäre mit ihren Cum-Ex-Deals doppelt ausgezahlt hat. Während der letzten 9 Jahren war es dem BFI bekannt.
 
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  • #53
Deutschland sucht den Supervater, die Supermutter. Ich kenne kein Land, wo so ein Gedöns um Kinder gemacht wird. Was man da alles sein muss und wie man zu denken hat und was man alles tun muss, damit die kleine asoziale Nervensäge das Superkind wird, die Rente rettet, Lebensinhalt bedeutet, das Kind in einem erneut weckt, den Beschützer, ach und was noch alles. Selbstverständlichkeit geht anders. Und da muss man auch nicht andauernd betonen, wie sehr man es doch liebt und überhaupt und dies und das und jenes.
 

hmm

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  • #54
Es geht hier nicht um sogen. Supermütter oder Väter. Es geht auch grad nicht um die gesellschaftlichen Bedingungen mit Kindern zu leben. Es geht um Mütter, die die Mutterschaft so sehr bereuen, dass sie ihre Mutterschaft am liebsten rückgängig machen würden. Und ihre Kinder damit vom liebsten vom Bildschirm verschwinden zu lassen. Wie kann ich etwas bereuen für das, für den/die ich Liebe empfinde?

" Ich liebe dich, aber lieber wäre mir noch, du wärest nie geboren."

War noch nie ein Freund davon, alle sogenannten Wahrheiten den anderen ins Gesicht zu sagen. Es gibt sowas wie Schonung, wie Fürsorge, wie die Erkenntnis, dass die Kinder ja nichts dafür können und wenn man sie denn tatsächlich lieben sollte, was sollte das dann?


Auch sollte man bzw. sollten diese Mütter mal reflektieren, warum ihr Leben (aus deren eigener Sicht) so schiefgelaufen ist. War es wirklich die Mutterschaft? Da würde es ja nun viele andere mögliche Erklärungen geben...bei genauerer Betrachtung.
 

hmm

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  • #55
Was sich verstehe ist, dass es Mütter gibt, die besser keine geworden wären, weil ihnen die Mutterschaft einfach nicht liegt. Weil sie z.B. nicht emphatisch sind , das ist dann für die Kinder auch mehr als ungünstig. In früheren Generationen wurden die dann oft trotzdem Mütter, weil es gesellschaftlich eben so verlangt war und Abtreibung noch nicht möglich war bzw. Verhütung.

Und heute bekommen manche völlig unreflektiert Kinder.

​Da sind wir wieder beim Bean. Männer wie Frauen sollten sich schon einigermaßen sicher sein, bindungsfähig zu sein und davon ausgehen, dass ein Kind ihr Leben bereichern wird. . .
 
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  • #56
Dir ging es darum. Mir nicht. Und bitte, definiere nicht, um was es hier geht.
 
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  • #57
Zitat von hmm:
Was sich verstehe ist, dass es Mütter gibt, die besser keine geworden wären, weil ihnen die Mutterschaft einfach nicht liegt. Weil sie z.B. nicht emphatisch sind , das ist dann für die Kinder auch mehr als ungünstig. In früheren Generationen wurden die dann oft trotzdem Mütter, weil es gesellschaftlich eben so verlangt war und Abtreibung noch nicht möglich war bzw. Verhütung.

Und heute bekommen manche völlig unreflektiert Kinder.

​Da sind wir wieder beim Bean. Männer wie Frauen sollten sich schon einigermaßen sicher sein, bindungsfähig zu sein und davon ausgehen, dass ein Kind ihr Leben bereichern wird. . .
Dann dürften Deiner Ansicht nach, alle diese Kinder gar nicht auf der Welt sein.
 
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fleurdelis

  • #58
Zitat von chiller7:
Ich kenne kein Land, wo so ein Gedöns um Kinder gemacht wird. ……..Und da muss man auch nicht andauernd betonen, wie sehr man es doch liebt und überhaupt und dies und das und jenes.
Ach Chiller, wie gerne lese ich doch so manche Kommentare von dir :))) …….

Glücklicherweise hat die Natur ihre ganz eigenen Gesetze und lässt Kinder da entstehen wo sie will, und fragt vorher nicht nach, ob die Eltern reflektiert sind oder nicht, vor allem nach menschlichem Urteil …….. welches hier doch überaus zweifelhaft ist. Und Kinder haben seit Jahrtausenden Generationen überlebt, … …. sie werden auch diese überleben ...
 
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  • #60
Das geht mir nicht anders. Und schön ist doch, dass wir erneut zueinander fanden, feurige fleur. Nach einigen Missverständnissen, im Temperament, unter den Neuronengewitter der Großhirnrinde. Und man kann Semmelknödelsalat mischen. Das geht. Du weißt das, ich weiß es.
Nur die Bedienung kuckte erstaunt. Aber sie weiß es auch. Hunger auf Leben.
 
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