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Deleted member 23363

  • #31
Mich dünkt, du meinst das Leben kontrollieren zu müssen.
Das stimmt, obwohl mir ist klar, dass sich das Leben nicht kontrollieren lässt. Aber man kann es gestalten und deshalb fragte ich nach anderen Vorgangsweisen um dazuzulernen.
Selbst musst du dich nur um deine Haltung kümmern.
Ich übe mich - mit wechselndem Erfolg - in radikaler Akzeptanz.
"Deine Aufgabe ist es nicht, nach Liebe zu suchen, sondern lediglich alle Hindernisse in dir zu suchen und zu finden, die du dagegen aufgebaut hast."
Rumi
So wie ich Rumi verstehe, bezieht er sich auf eine besondere Form der Liebe, ähnlich wie Johannes vom Kreuz.:)
 
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Deleted member 24735

  • #37
Weil ich erst den Menschen kennenlernen möchte. Wenn dabei eine Zuneigung entsteht, können sich die Kompatibilitätsvorstellungen verändern.
Und glaubst du, dass das etwas gutes ist - also die zuneigungsbeflügelte Abweichung von den, unter Normalzuständen vertretenen, Ansichten hinsichtlich Kompatibilität?

Bisher warst du damit ja durchweg erfolglos....
 
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  • #38
Ja, ich habe wohl ein besonderes Händchen. Deshalb möchte ich gern erfahren, wie ihr die Online-Partnersuche angeht. Rüchblickend ist meine Herangehensweise folgende:
  1. Phase - Anschreiben: Ich schreibe Profile (stets Text mit Fotofreigabe) an, deren Einträge mich vermuten lassen, dass es Übereinstimmungen in den Werthaltungen und Gemeinsamkeiten gibt. Dies setzt voraus, dass das Profil nicht allzu leer ist.
  2. Phase - Korrespondenz: Entsteht eine interessante Kommunkation, bei der sie meine Fragen beantwortet und ich den Eindruck habe, dass sie sich für mich interessiert, was ich daran festmache, dass auch sie Fragen stellt, schlage ich früher oder später ein Treffen vor.
  3. Phase - Erst-Date: Ich versuche, den Menschen kennenzulernen und mehr über ihn zu erfahren - vorerst ohne die gegenseitige Beziehungskompatibiltät abzuklären. Bei gegenseitiger Sympathie folgen weitere Treffen.
  4. Phase - Folgedates: Ich versuche, die Frau besser kennenzulernen und mehr zu erfahren; in weiterer Folge auch z.B. über ihre Erwartungen, Vorstellungen, Bedürfnisse in bzw. von einer Partnerschaft.
Dabei kam bisher Folgendes heraus:
  1. Verabschiedung in den Phasen 1 bis 3 (von ihr oder von mir)
  2. Freundschaft oder gute Bekanntschaft nach Phase 4
  3. von ihr intiierte heiße Nächte nach Phase 3 (nur wenn sie mich als Erste kontaktiert hatte)
  4. Beziehungsversuch in Folge von 3.
Wie geht ihr bei der Auswahl eineR potenziellen PartnerIn vor?
Was war erfolgreich hinsichtlich der PartnerIn-Findung?

Ich würde mich schon als Beziehungserfahren bezeichnen ,wenn auch nicht im OD.
Mir fällt auf, dass die längeren Telefonate bei dir fehlen, oder habe ich das überlesen?
Aufgefallen ist mir auch, die heißen Nächte gingen von den Dates aus, die dich zuerst kontaktiert hatten.Warst du da wirklich interessiert?


Meist wurde ich angeschrieben, Fotofreigabe, schreiben/chatten, dann telefonieren ( danach bricht der Kontakt meist ab, Stichwort Stimmchemie )
Manchmal geht weiter mit schreiben und telefonieren und es folgt das 1. Date.
Danach war immer Schluss, bis auf eine Ausnahme.:)

Es mag naiv klingen, aber da gab es ab dem 1. Date, eine schwer zu beschreibende Verbindung.Eine starke Anziehung.
Obwohl es auch durchaus Fakten gab und gibt, die gegen eine Verbindung sprechen ( für mich ).
So und jetzt mitten im Versuch .Mit Schmetterlingen ( beruhigen sich gerade etwas ) und langsamer aber stetiger Annäherung ( Berufsverpflichtungen und Entfernung setzen Grenzen )
Noch keine 5 Monate geht das jetzt, aber ich weiß jetzt schon, egal wie es ausgeht, ich werde es nicht bereuen, mich auf diesen Mann eingelassen zu haben.:rolleyes:
Sympathie allein würde mir für ein zweites Date nicht reichen.Entweder ich finde den Mann anziehend oder nicht.
 
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Deleted member 23363

  • #39
Er spricht wohl von der Liebe. Mich dünkt aber, dass diese wohl die speziellere Form der Liebe in einer Liebesbeziehung nicht ausschliesst, sondern im Gegenteil fördern könnte. Meinst du nicht auch?
Die Liebe, von der Rumi spricht, schließt nichts aus, sondern umfasst alles. Dann sind auch "ich" und "du" überwunden.
"Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns."
In der deutschen Übersetzung finde ich das "uns" anstatt "einander" höchst treffend.
 
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Deleted member 23363

  • #40
Mir fällt auf, dass die längeren Telefonate bei dir fehlen, oder habe ich das überlesen?
Das hast du nicht. Ich telefoniere selten von dem Erstdate, weil mir erst Gestik und Mimik einen Eindruck von einem Menschen verschaffen.
Aufgefallen ist mir auch, die heißen Nächte gingen von den Dates aus, die dich zuerst kontaktiert hatten.Warst du da wirklich interessiert?
Ja das war ich. Der Begegnung ging dabei längere Korrespondenz voraus, die darauf schließen ließen, dass man einander gut versteht. Die dabei entstandene Vertrautheit erwies sich rückblickend als scheinbare. Und die gegenseitige Anziehung war auch gegeben.
es folgt das 1. Date.
Danach war immer Schluss, bis auf eine Ausnahme
Das klingt nicht gerade nach einem Erfolgsrezept.:(
 
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Deleted member 23363

  • #41
Du hast sooooo viele Dates. Das bekommt so eine Beliebigkeit.
Es ist nicht Beliebigkeit, sondern der Wunsch, jemanden nicht nur anhand des Profils und der Korresponzenz zu beurteilen. Worte können nämlich ganz unterschiedlich verstanden und verwendet werden. Wenn es beim Schreiben nicht passt, folgt auch kein Date darauf. Aber wenn doch, möchte ich den Menschen hinter den Worten besser und persönlich kennenlernen.
 
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Deleted member 23363

  • #42
Da können sich auch die eigenen Ansprüche mal verschieben. Bei Dir scheint da gar kein Raum für zu sein.
Bei mir ist da nicht weniger Raum als bei den Frauen, die ich via OD näher kennenlernte. Da wurde auf eine ganz konkrete Form der Beziehungsführung gepocht, weil das in einer früheren Beziehung genauso war (selten), oder auf dem Gegenteil einer früheren Beziehungsführung weil das ganz schrecklich war (häufig), oder es wurde darauf bestanden, die Freiheiten des Singlelebens nicht aufzugeben, weil man das so gewohnt sei (sehr häufig).
 
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  • #45
[QUOTE="Megara, post: 489731, member: 24397"
Sympathie allein würde mir für ein zweites Date nicht reichen.Entweder ich finde den Mann anziehend oder nicht.[/QUOTE]
D'accord. Ich kenne das sich langsam Entwickelnde zwar auch, aber halt in einem persönlichen Kontext (Freundschaften, Hobbies, Arbeit etc.), in dem man sich kontinuierlich begegnet. Da kann sich jemand einem ins Leben schleichen und man kriegt es erst gar nicht mit. :)
Da im OD alles von vornherein so zielgerichtet ist, frage ich mich dann schon, ob ich nicht meine und seine Zeit verschwende, wenn "nur" Symphatie die Ausgangsbasis ist.
Vor meinem geistigen Auge habe ich dann immer das Bild zweier Rentner vor Augen, die ihre Rollatoren nebeneinanderher schieben und er fragt dann alle paar Jahre mal wieder: Und, wie schaut's aus? Schmetterlinge?
Und dann weiß ich immer nicht, ob ich lachen oder heulen soll... ;)