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  • #1

Vor allem an die Frauen...

Liebe Frauen,
habt ihr schon mal um einen Mann gekämpft?
Wie habt ihr das gemacht?
Und wie ging der Kamp aus?
 
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  • #2
Da bringst Du mich jetzt wirklich zum Nachdenken. Als ich so 18 war und in den Freund einer Freundin verknallt, hab ich ihm nach dem sich die beiden getrennt hatten (Monate später), einen Brief geschrieben...das zählt wohl eher nicht.
In meiner Ehe habe ich lange gekämpft aber der Gegner war zu stark und es blieb von der Liebe zu wenig übrig, es hat noch für eine Freundschaft gereicht. Ich würde mich für niemanden zum Affen machen dafür ist mein Selbstwertgefühl zu stark.
Ich zeige und sage was ich für einen Mann empfinde, will er mich nicht (mehr), so kann ich mich nicht umkrempeln. Ich glaube Hartnäckigkeit kann schon auch Erfolg haben, aber zu welchem Preis? Fühlt frau sich dann nicht als Notlösung, permanent in bring Schuld (ihn immer zu verzaubern um ihn zu halten), ...meine Schwester hat ihren Mann mit ihrem Verstand, mit einem langen Atem und Durchhaltevermögen von sich überzeugt. Ich hätte das nicht durchgehalten. Ist wohl auch eine Frage des Temperaments und des psychologischen Gespürs. Ich hätte zu wenig Geduld, aber trotzdem den Wunsch das sich für mich auch mal Einer richtig anstrengt...verstehe jemand die Frauen ;-).
Cafune ich weiß nicht ob ich eine gute Ratgeberin sein kann, mein Eindruck von Dir: Durchaus Selbstbewust, aber leicht angeschlagen.
Zeige Deine Gefühle mit geradem Rücken und aufrechten Schultern aber verbiege Dich nicht.
Für was Neues wäre Dein Herz eh nicht frei, also kannst Du ihm ja zeigen, dass Du da bist. Allerdings nicht auf Abruf und schon gar nicht
für unbegrenzte Zeit.
https://www.youtube.com/watch?v=1_2-puPDyPA
 
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  • #3
Zitat von Flux-us:
Zeige Deine Gefühle mit geradem Rücken und aufrechten Schultern aber verbiege Dich nicht.
Für was Neues wäre Dein Herz eh nicht frei, also kannst Du ihm ja zeigen, dass Du da bist. Allerdings nicht auf Abruf und schon gar nicht
für unbegrenzte Zeit.
https://www.youtube.com/watch?v=1_2-puPDyPA
Danke, flux-us.
Es ging mir gar nicht ums Ratgeben, sondern tatsächlich um die Erfahrungswerte und das wie, unabhängig von meiner Geschichte.

Aber dazu, da du es ansprichst:
Verbiegen werde ich mich nicht. Ich hab noch nie versucht, einen Mann von mir zu überzeugen und frag mich, ob ich zu schnell aufgebe. Zu kämpfen kann ja durchaus und gerade selbstbewusst sein. Kommt drauf an, ob man quasi bettelt oder aus einer inneren Überzeugung heraus agiert.

Ich weiß, was ich garantiert nicht tue und wo die Grenzen sind. Übrig bleibt aber keine klare Linie, sondern ein Korridor, in dem ich meinen Weg suche.

Danke für den Cave. Der tat heute Morgen gut im Ohr :)
 
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  • #4
Kommt darauf an, was genau Du damit meinst.

Ich wuerde nicht mehr um einen Mann kaempfen wollen, es sei denn wir reden davon, ob ich einen Mann verteidigen wollen wuerde. Das ja, aber alles andere haengt von einigen Faktoren ab. Jedenfalls verschwende ich keine Zeit mehr mit einem, der er nicht verdient hat und ob er es verdient hat, bestimme ich fuer mich selbst.
 
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  • #5
Ich habe im vergangenen Jahr ein ganzes Jahr gekämpft......um einen Mann, um letztendlich einzusehen, dass ich einer Projektion aufgesessen bin, die ich mir selbst gemacht habe.
Es war nicht dauernd aber in jeder Jahreszeit irgendwie wieder....er hat das sehr gut gemacht....für sich.
Ich würde es nicht mehr tun - Zeitverschwendung, Blocker und Energie raubend.
Anders mag es sein, wenn ich den Mann wirklich gut kenne und erkannt habe, dass es sich lohnt.

Es war eine grausame Geschichte, aber ich habe auch sehr viel über mich gelernt, ein Muster erkannt.

Männer die in einer Partnerschaft sind, sind von jeher für mich tabu.
 
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  • #6
Zitat von cafune:
Es ging mir gar nicht ums Ratgeben, sondern tatsächlich um die Erfahrungswerte und das wie, unabhängig von meiner Geschichte.
Kannst du mir bitte erklären, warum die Erfahrungswerte von anderen Frauen aus einem anonymen Forum erfahren möchtest? Was bringen bzw. können dir diese subjektiven Erfahrungen bringen?
 
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  • #8
Hat bei mir noch NIIIIIIEEEE geklappt. Wer nicht will, will nicht. Zum Glück wollte immer mal wer freiwillig, kampflos.
 
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  • #11
Um einen Mann kämpfen im Sinne von " ihn von (Fortführung) der Beziehung mit mir überzeugen"? Hab ich einmal gemacht, war ein Fehler.
Aber gemeinsam darum kämpfen, Unwägbarkeiten oder äussere Umstände, die die Beziehung belasten/erschweren, zu meistern, ja jederzeit.
 
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  • #12
Zitat von Mentalista:
Kannst du mir bitte erklären, warum die Erfahrungswerte von anderen Frauen aus einem anonymen Forum erfahren möchtest? Was bringen bzw. können dir diese subjektiven Erfahrungen bringen?
Vielleicht finde ich es ja einfach interessant, wie andere agieren, was es alles gibt an menschlichem - weiblichem - Verhalten. Man kann sich selbst am besten dann positionieren oder entwickeln, wenn man offen ist für input von außen.
 
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  • #13
Zitat von Blanche:
Ja - durchaus schon mehrere Male.
Es war kräftezerrend.
Ich bereue es jedoch nicht.
Weil ich dadurch wusste, ich habe "alles getan" - und es sollte einfach nicht sein.
Brauche mir also im Nachhinein keine Gedanken mehr machen - was wäre gewesen, wenn ich dies und jenes versucht hätte...
Ja, dieser Gedanke kann beim Abschließen sehr hilfreich sein. Ich bereue es auch nicht, hab mich aber im Nachhinein gefragt, ob ich das "Verfahren" nicht hätte abkürzen können: vielleicht kennst du das auch, dass man an einen Punkt kommt, wo man eine merkwürdig klare Gewissheit hat, dass das Ende unaufhaltsam ist.
 
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  • #14
Zitat von Schreiberin:
Da schüttelt es mich immer, dieses "Verdienen"-Vokabular im Zusammenhang mit Beziehung.....
"Verdienen" benutze ich nicht nur im oben beschriebenen Zusammenhang (Kampf um einen Mann oder Kampf um eine Beziehung), sondern auch in anderen Zusammenhaengen und Konstellation. Ich habe damit kein Problem. Verstehe aber, dass andere das anders sehen.

Um beim Thema zu bleiben, mache ich nur folgende Anmerkungen.

Fuer mich ist Liebe ein kostbares Gut. Meine Liebe und meine Zuneigung moechte ich nicht jedem schenken. Ich bin also der Meinung, dass es manche nicht verdient haben (aus unterschiedlichen Gruenden) und dass ich ihnen daher meine Liebe und Zuneigung auch nicht geben brauche.

Es geht nicht darum, dass eine Person erst was erbringen oder erarbeiten muss. Aber ich sehe keinen Sinn darin, daran zu glauben, dass es jemand verdient hat, meine Liebe oder Freundschaft zu geniessen, wenn mich diese Person nur ausnutzen will oder in der Vergangenheit schon ausgenutzt hat oder mich nach Strich und Faden betrogen hat oder mich schon verletzt hat oder mir einfach nicht gut tut.
Ich finde auch nicht, dass ich es verdient haette, mit einem Schlaeger, Betrueger oder A**** zusammen zu sein, wenn mir das nicht gut tut.
Dementsprechend kann ich meine eigenen Entscheidungen treffen und ueber mich und mein Leben selbst bestimmen.

Zitat von Lisa:
Ja, kommt gleich hinter "er/sie ist es nicht wert"
Mir ist klar, dass diese Rhetorik bei manchen nicht gut ankommt. Manches Vokabular mag ich schliesslich auch nicht.

Dennoch waere ein Mann, der mich z.B. nur ausnutzt, verletzt, schlaegt, betruegt oder erniedrigt, es in meinen Augen nicht wert, dass ich um ihn kaempfe. Im Kampf wuerde ich meine eigenen Ressourcen, meine Energie und meine Staerke benutzen. Muss man das fuer jeden verschwenden?! Ich setze das lieber bewusst und selektiv ein.

Manchmal ist ein Mann / eine Frau (oder eine Beziehung oder eine Freundschaft) es irgendwann nicht mehr wert, darum zu kaempfen. Ich finde es wichtig, dass man weiss, wann es besser ist, loszulassen und sich von negativen Einfluessen in seinem Leben zu trennen. Ich finde es gesuender, wenn man seine Grenzen kennt und seinen Selbstschutz und sich selbst nicht aufgibt.

Ich musste das erst lernen. Heute bin ich froh, dass ich es lernen musste. Ich habe daraus aber auch meine Lehren gezogen. Somit habe ich im privaten Bereich gelernt, Prioritaeten zu setzen und meine Ressourcen / Zuneigung / Liebe / Fuersorge besser einzuteilen und nicht (an Falsche) zu verschwenden. Ich muss mich nicht ausnehmen lassen, ich muss mich nicht unterbuttern lassen und ich muss mich nicht verletzen lassen, wenn es mir und meiner Seele nicht gut tut. Somit verhindere ich das oder achte auf die richtige Balance.
Da ich kein unbeschriebenes Blatt mehr bin, habe ich gewisse Erfahrungen gemacht. Ich habe gewisse Kaempfe durchgestanden. Aber man kann auch aus Fehlern lernen und waechst mit den Erfahrungen. Ich habe also gelernt, dass gewisse Kaempfe nichts Gutes bringen.

Nur weil ich um einen Mann oder um die Liebe eines Mannes nicht kaempfen wollen wuerde, heisst es nicht, dass ich bei Schwierigkeiten oder Problemen sofort die Flinte ins Korn werfen wuerde. Das bezeichne ich allerdings nicht als Kampf. man arbeitet an einer Beziehung, aber wenn es zum Kampf wird, dann laeuft zu viel schief udn es ist aussichtslos. Da kann es nur Verlierer geben.

Aber glaube, dass man fuer eine Beziehung oder in einer Beziehung nicht kaempfen sollte und muss - und schon gar nicht bis zur Selbstaufgabe. Wenn es aber so ist, dass man es tun muesste, dann waere es einfach besser, einen Schlussstrich zu ziehen, damit man nicht selbst kaputtgeht.

Ich finde es auch nicht gut, wenn man erst um die Liebe eines Mannes kaempfen muss. Sich um etwas zu bemuehen, ist was ganz anderes. Aber Kampf hat fuer mich was mit Gewalt zu tun. Gefuehle und Glueck kann man m.M.n. nicht erzwingen. Einer Liebe sollte daher kein Kampf vorausgehen. Und wie gesagt, wenn eine Beziehung zum Kampf geworden ist, dann ist sie es nicht mehr wert, als solche angesehen zu werden bzw. dass man darum noch kaempfen muesste.
 
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  • #15
Zitat von Blanche:
Im Prinzip wäre dann die Frage - ob man "um den Partner kämpft" oder "um/ gegen sich selbst".
Ob es darum geht einen Kampf zu kämpfen, der Aussicht auf Erfolg hat - oder es nur ein Schritt ist um die Trennung/ das Scheitern irgendwann annehmen zu können.
Ja, nach und nach hatte ich auch das Gefühl, dass meine Motive immer irrationaler wurden und ich einfach bloß noch wie eine schwere Kugel weitergerollt bin. Das ursprüngliche Ziel und auch die Gefühle verschwanden mehr und mehr im Nebel.

Aber ich habe auch etwas positives mitgenommen. Wenn sich zukünftig ein "Kampf" ergeben sollte, den es sich (gemeinsam) lohnt zu kämpfen, dann weiß ich, was ich aushalten kann, dass ich kein Dünnbrettbohrer und Weghoppelhäschen bin, und dass ich auch unter Feuer noch die Nerven behalten kann und nicht ausraste. Ein bisschen stolz bin ich im nachhinein schon.
 
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  • #16
Zitat von cafune:
Liebe Frauen,
habt ihr schon mal um einen Mann gekämpft?
Wie habt ihr das gemacht?
Und wie ging der Kamp aus?
Fast jede Frau hat sicherlich schon mal um einen Mann gekämpft. Man sollte nur aufpassen, dass Frau nicht um den "Falschen" kämpft. Steckt der Mann in einer Beziehung/Ehe würde ich nicht um ihn kämpfen, dass ist gegen meine Einstellung. Spielen andere Faktoren eine Rolle, ist es etwas anderes.Habe ich auch schon einmal getan, ist aber mächtig schief gegangen, da ich erst neu auf Partnersuche war und keine Erfahrungen hatte. Ob ich es wieder tun würde, weiß ich nicht. Zum jetzigen Zeitpunkt nicht, da ich mich erst jetzt so langsam wieder gefangen habe.
 
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  • #17
Zitat von ENIT:
Man sollte nur aufpassen, dass Frau nicht um den "Falschen" kämpft.
Gedanke am Rande: Wenn man sich schon im Kampf befindet, kämpft man dann nicht schon allein deshalb um den Falschen, eben weil man um ihn kämpfen muss? -- Ich hatte damals auch eine ganz radikale Idee, nämlich wenn der andere die Beziehung beenden möchte, einfach zu sagen: "Okay, das war's." Also ein Ende mit Schrecken statt eines Schreckens ohne Ende.
 
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  • #18
Zitat von Andre:
Gedanke am Rande: Wenn man sich schon im Kampf befindet, kämpft man dann nicht schon allein deshalb um den Falschen, eben weil man um ihn kämpfen muss? -- Ich hatte damals auch eine ganz radikale Idee, nämlich wenn der andere die Beziehung beenden möchte, einfach zu sagen: "Okay, das war's." Also ein Ende mit Schrecken statt eines Schreckens ohne Ende.
Wenn jemand eine Beziehung beenden möchte, sollte man ihn lassen, da hast du völlig recht. Was ist aber mit denen, die nicht wissen, ob sie wollen oder nicht? Ich finde schon, dass man da dann mal einen Schritt auf jemanden zugehen kann.
Es ist wieso schwierig, diese Thematik pauschal zu behandeln. Es fängt ja schon allein mit den Fragen an:
Was versteht man unter "um jemandem kämpfen"? Wann lohnt sich das?
Ist das hinterher laufen? Wann empfindet Frau/Mann das als solches?
Macht man sich unattraktiv? Ab wann ist das so? Wie empfindet Frau/Mann das so?
 
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  • #20
Zitat von Truppenursel:
Das sind Sorgen...ob man unattraktiv wirken könnte, wenn man um seine Liebe kämpft. Ts Ts.
Naja - ich kann das schon verstehen - habe es ja so erlebt - je mehr ich um jemanden gekämpft habe, desto mehr hat er sich von mir entfernt. Ist geflüchtet sozusagen. Denke, das könnte Enit mit "unattraktiv" gemeint haben...
 
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  • #21
Zitat von Blanche:
Naja - ich kann das schon verstehen - habe es ja so erlebt - je mehr ich um jemanden gekämpft habe, desto mehr hat er sich von mir entfernt. Ist geflüchtet sozusagen. Denke, das könnte Enit mit "unattraktiv" gemeint haben...
Glaubst du denn, dass wenn du nicht gekämpft hättest, alles anders gekommen wäre und ihr heute ein glückliches Paar sein würdet?
 
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  • #22
Ein umkämpfter Mann zu sein, so etwas ist nicht schön. Auch nicht schön fände ich, wenn ich um eine Frau kämpfen müsste. Klingt mir nach Spielchen, nach Krampf, Anstrengung und Eitelkeit.
Die Hochachtung und Wertschätzung gegenüber einem Menschen richtig ausdrücken, darin liegt m.E. die Kunst. Ein Zuviel ist da mindestens so schlecht wie ein Zuwenig. Angemessen sollte es sein.
 
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  • #23
Mal ein neuer Gedanke: Kann es sein, dass man/frau nur um jemanden «kämpft» (das definiere ich jetzt mal als ein aktives Nicht-Loslassen-Können, obwohl man/frau eine Ahnung hat, dass es schon unausweichlich zu Ende ist), wenn das Gegenüber den eigenen Gefühlen ausweicht und man/frau diese sozusagen auch noch übernimmt und dann emotional vollends aus dem Gleichgewicht gerät? Das wäre dann zugleich Motiv und Scheitern, bevor der «Kampf» überhaupt erst begonnen hat.
 
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  • #24
Zitat von Truppenursel:
Das sind Sorgen...ob man unattraktiv wirken könnte, wenn man um seine Liebe kämpft.
Klar geht das. Das Objekt der Begierde muss die Methode ja goutieren, wenn das etwas werden soll. Auch hier gilt, dass der Wurm dem Fisch schmecken muss und nicht dem Angler. Wenn der Fisch den Wurm bloß bäh findet, kannst Du die Angel lange werfen -- der Kampf ist nicht attraktiv und der Kämpfer auch nicht.

Zitat von lone rider:
Die Hochachtung und Wertschätzung gegenüber einem Menschen richtig ausdrücken, darin liegt m.E. die Kunst. Ein Zuviel ist da mindestens so schlecht wie ein Zuwenig. Angemessen sollte es sein.
Ehmd. Aber das leistet die Intuition; wenn nicht, helfen auch keine Kochrezepte.
 
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  • #26
Hoppla. Die Intuition weiß, was angemessen ist. Wenn sie fehlt oder schief liegt, dann ist alles Essig, wollte ich sagen. Dagegen kann man nichts machen, und mit Ratgeberbüchlein schon gar nicht. Wollte ich auch sagen.
 
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  • #27
Die Intuition weiß es vielleicht, das bedeutet aber nicht, dass sich jemand angemessen verhält.
 
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  • #28
Ich habe nur einmal «gekämpft». Es war entwürdigend, aber ich konnte nicht anders. Ich bereue es auch im Nachhinein nicht, sondern bin mir gegenüber ganz mild gestimmt, denn ich weiss, dass ich nicht anders konnte. Ich habe mir nichts vorzuwerfen, zugleich war es sehr schlimm. Ich denke das lag eben daran, dass der andere seine Gefühle nicht ausdrücken konnte. Ich habe (unbewusst) die Gefühle für beide verarbeiten/tragen wollen – nein – müssen (!), so lächerlich das auch klingen mag. Das ging natürlich nicht gut. Das ging echt gar nicht gut. Aber ich habe eine Menge daraus gelernt, immerhin.
Jetzt geh' ich aber schlafen.
 
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  • #29
Zitat von ENIT:
Wenn jemand eine Beziehung beenden möchte, sollte man ihn lassen, da hast du völlig recht. Was ist aber mit denen, die nicht wissen, ob sie wollen oder nicht? Ich finde schon, dass man da dann mal einen Schritt auf jemanden zugehen kann.
Ja. Oder wenn es darum geht, eine Fehlinterpretation richtigzustellen. Oder wenn man wirklich einen Fehler gemacht hat.
 
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  • #30
Zitat von Truppenursel:
Das sind Sorgen...ob man unattraktiv wirken könnte, wenn man um seine Liebe kämpft. Ts Ts.
Doch, das geht. Ich hab immer gespürt, dass ich am kürzeren Ende des Hebels sitze und in der Rolle des Bittstellers stecke. Und das macht klein und unattraktiv.