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Gast

  • #61
ein guter Artikel:

Was, wenn es wieder schief geht?
Meine Ängste verhindern, dass ich mich wieder verliebe


Thorsten Wittke möchte sich wieder verlieben. Aber das ist einfacher gesagt als umgesetzt. Eine Suche nach den Gründen und wie man mit der Angst vor neuen Verletzungen zu leben lernt[/h] Ich bin zufrieden. Mit mir und meinem Leben. Mit meinem Beruf bin ich glücklich, in meiner Familie läuft es harmonisch, mit meinen Freunden treffe ich mich regelmäßig und habe Spaß. Finanziell geht es mir gut wie nie und laut der Formel ‘Beziehungszeit x 0,5 = Trauerzeit‘ bin ich über den Berg. Ich liebe mich selbst und jeder Beziehungsratgeber sagt, jetzt kann alles gut werden. Warum gehe ich dann mit einem miesen Gefühl in Dates?
Menschen sind die Summe ihrer Erfahrungen. Egal, wie lang es her ist, egal, wie gut man Trennungen überwunden hat, egal, ob alle Voraussetzungen erfüllt sind – auch, wenn ich mich selbst liebe, es ist nicht egal, wen ich heirate. Deshalb haben wir Angst; wenn nicht bewusst, dann unbewusst und das beeinflusst unser Verhalten. Jede Beziehung in der Vergangenheit hat uns Narben zugefügt, egal, ob wir verlassen haben oder verlassen wurden. Wir haben etwas mitgenommen, auch, wenn wir das irgendwann überwunden haben. Das macht es so schwierig, sich auf Neues einzulassen. Wir kämen nie auf die Idee, auf eine heiße Herdplatte zu fassen, egal ob wir uns schon mal die Finger verbrannt haben oder nicht, unser Unterbewusstsein sagt uns, dass dies nicht klug wäre und deshalb lassen wir es. Von der heißen Herdplatte Beziehung können wir die Finger aber nicht lassen und starten immer wieder in dieses Abenteuer, selbst auf die Gefahr hin, dass wir uns wieder die Finger verbrennen
Es ist ja auch zu schön, dieses Gefühl, sich zu verlieben. Wenn der erste und der letzte Gedanke des Tages plötzlich wieder um einen anderen Menschen kreist, die Hormone verrückt spielen und man alles andere um sich herum vergessen möchte. Trotzdem nervt da diese teuflische Stimme: Was, wenn es wieder schief geht? Wie viele Trennungen kann ein Mensch ertragen? Es ist grausam. Und mit jeder neuen Beziehung werden wir vorsichtiger und sind nicht mehr in der Lage, die neue Liebe zu genießen, weil wir ständig nach dem Haken oder den Ösen suchen. Wir nehmen uns zurück und bemühen uns, den Anderen nicht zum Mittelpunkt unseres Lebens zu machen. Es könnte ja sein, dass es doch nicht das ist, was wir meinen, deshalb betrachten wir unsere Gefühle und den Anderen voller Argwohn. Unbewusst ziehen wir uns aus Angst vor der nächsten Verletzung zurück und befinden uns mitten in der sich selbsterfüllenden Prophezeiung (http://www.beziehungsweise.de/ratgeber/partnerschaft-beziehung/was-sie-wissen-muessen-um-eine-erfuellende-beziehung-zu-fuehren/). Wir vertrauen unseren Gefühlen nicht mehr und fangen an, unseren Gegenüber noch kritischer zu beobachten. Wir vereinbaren Probezeiten mit uns selbst. Mal sehen, ob mein Gegenüber sich in sechs Wochen immer noch von seiner Schokoladenseite zeigt. Wenn die sechs Wochen um sind, verlängert sich die Probezeit noch mal und noch mal, falls alles nicht vorher schon zu Ende ist. In dieser Zeit wird auf jede Kleinigkeit geachtet und sollte sich irgendwo ein Déjà-vu einstellen, sitzt sofort der Teufel mit seinen Kommentaren auf der Schulter.
Vielleicht ist das die Crux, die zu immer mehr gescheiterten Beziehungen führt, oder der Grund, aus dem wir den Anderen erstmal nicht so nah an uns ran lassen und es damit versauen. Wir müssen diese Angst überwinden, uns einlassen, an das gute Ende glauben, optimistisch in die Zukunft schauen und ein Wir planen, auch auf die Gefahr hin, wieder auf die Fresse zu fallen, wieder enttäuscht zu werden, wieder abzustürzen. Wenn wir das nicht hinkriegen, können wir uns selbst lieben bis der Arzt kommt und werden trotzdem nirgendwo ankommen. Das Geheimnis scheint also nicht die Selbstliebe zu sein, sondern den Mut zu haben, ein weiteres Mal zu scheitern.
Wir müssen uns unseren Ängsten stellen und sie besiegen, dann klappt es auch mit dem Neuen, der Beziehung und dem dauerhaften Glück.

http://www.beziehungsweise.de/singles/suchen-finden/meine-aengste-verhindern-dass-ich-mich-wieder-verliebe/?utm_source=Newsletter&utm_medium=Email&utm_campai gn=20161001#prettyPhoto
 
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  • #62
FAZ, ein interessanter Beitrag. Da finden sich wohl viele wieder. Ich denke für mich, dass ich mich noch einlassen und vertrauen kann (beim letzten Partner hat es jedenfalls geklappt - wenn auch mein Vertrauen enttäuscht wurde).
 
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  • #63
Guter Text.
 
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  • #64
Zitat von FAZ:
ein guter Artikel:
Meine Ängste verhindern, dass ich mich wieder verliebe
An sich ein wirklich guter Artikel, aber m.E. nur eine Seite der Medaille. Die Andere wäre nämlich überhaupt jemanden "vernünftiges" freies, wirklich Beziehungsfähiges mit allen notwendigen (persönlichen Vorlieben) Basics zu finden, wo der Andere einen auch toll findet, um den Schritt zu wagen, sich seinen Ängsten zu stellen und sich neu zu verlieben.
 
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  • #65
Zitat von Mentalista:
An sich ein wirklich guter Artikel, aber m.E. nur eine Seite der Medaille. Die Andere wäre nämlich überhaupt jemanden "vernünftiges" freies, wirklich Beziehungsfähiges mit allen notwendigen (persönlichen Vorlieben) Basics zu finden, wo der Andere einen auch toll findet, um den Schritt zu wagen, sich seinen Ängsten zu stellen und sich neu zu verlieben.
Das ist wie im Kino. Erst türmen sich die Probleme in einer sich steigernden Dramatik. und am Ende gibt es eine verblüffend einfache Lösung und alles wird gut. Da gehe ich lieber in die Kirche und bete. Das gibt mir immerhin Selbstvertrauen
 
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  • #66
Zitat von DerDogi:
So oder so. Ich hatte auch schon Kontaktabbrüche weil ich nach einem treffen oder der Telefonnummer gefragt hab.
Ist doch besser als ewiges rumgeeier? Ich frage spätenstens nach der Fotofreigabe bzw. 1-2 Mails. Falls nach der Fotofreigabe noch eine Antwort von ihr kommt, dann braucht man auch nicht länger zögern... Obwohl ich auch öfter direkt mit der ersten Nachricht meine Fotos freigebe. Dann frage ich aber auch nach 1-2 Mails nach einem Treffen zum besseren Kennenlernen. Alles andere ist vergeudete Zeit und fördert keineswegs ein Aufbau von Vertrauen.

In deinem Fall schadet nachhaken nicht, aber versprich dir nicht allzu viel davon. Hätte Sie wirkliches Interesse würde Sie sich auch etwas mehr um dich bemühen. ;)
 
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Dr. Bean

  • #67
Warum ist Vertrauen überhaupt so wichtig? Ich mein, man muss sich selbst doch ziemlich wichtig nehmen wenn man glaubt in den schmalen 80 Jahren Leben, die man hat Ewigkeit zu finden
 
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  • #68
Zitat von Dr. Bean:
Warum ist Vertrauen überhaupt so wichtig? Ich mein, man muss sich selbst doch ziemlich wichtig nehmen wenn man glaubt in den schmalen 80 Jahren Leben, die man hat Ewigkeit zu finden
Wie will man eine Beziehung ohne Vertrauen führen? Wasch mich, aber mach mich nicht nass? Kann mir nicht vorstellen, dass das funktioniert. Es wäre dann maximal m. E. eine lose Bekanntschaft.
 
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Gast

  • #69
Vertrauen ist die Basis jeder Beziehung, sogar jeder Freundschaft..
 
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  • #71
Zitat von 9x6|42:
Hallo Leute,

ich hab da mal eine Frage ...
Also es ist so, ich habe online eine Dame kennengelernt, die scheinbar recht gut zu mir passt (erste Nachricht im Mai). Sie wirkt nicht oberflächlich und hat mir schon viel und lang geschrieben (ich ihr natürlich auch). Allein, dass sie so offen geantwortet hat, war mir sympathisch; oft werden meine Nachrichten ja nicht mal gelesen, geschweige denn beantwortet (obwohl es keine 08/15 Nachrichten sind - OK lassen wir das Gemecker, das Netz ist schon zu voll damit, sry xD).
Irgendwann wurde der Austausch dann etwas zäh, sie hat Stress als Grund genannt.
Geduldig wie ich bin, dachte ich mir, OK ... aus Tagen wurde ne Woche, dann zwei ... dann kam so langsam der Hinweis, dass sie ein Treffen nett fände, von mir dann: "na klar - gerade ist es bei mir nur auch stressig, vielleicht nächste Woche?"
Nach zwei Wochen eine knappe Vertröstung auf eine neue Nachricht in den nächsten zwei, drei Tagen ... nach fünf schrieb ich ihr, ein Treffen wäre jetzt echt cool, und dass ich sie mehr mag als alle anderen bis jetzt, sogar im Moment keinen Bock habe, mit anderen zu schreiben, aber es war keine Liebeserklärung.
Tja, dann hab ich per Zufall gemerkt, dass sie sich ungefähr als sie mir die letzte kurze Nachricht geschrieben hat auf einer anderen Seite neu angemeldet hat, wo ich schon war - ich wurde sozusagen unfreiwillig zu so einer Art Stalker - und da war sie auch relativ oft online. Das finde ich ganz und gar nicht verboten, aber:
Nach einem Monat dann eine Entschuldigung/Ausrede, dass es bei ihr grad stressig ist und nochmal die Frage nach einem Telefonat (meine Nummer hat sie eigentlich schon :| ).

Was soll ich jetzt machen?
Soll ich mich noch auf ein Treffen einlassen (falls sie mich mit dem Telefonat nicht loswerden will), dann warten, bis sie mir vielleicht was über ihr Verhalten erzählt? Lügen gehen bei mir nämlich überhaupt nicht ... ständig schwingt so ein mieses Gefühl in meinem Hinterkopf mit. Und wehgetan hat es auch ein bisschen. Was ist, wenn es "knistert" und es zu einer Beziehung kommen könnte? Ich will nicht ständig in Angst leben, dass mir meine Partnerin was vormacht.
Soll ich es direkt ansprechen? Ich wäre dann so gern sicher, dass sie in Zukunft (falls es eben eine gibt) ehrlich zu mir ist, aber ich tu mir so schwer mit Vertrauen :(
Soll ich vielleicht direkt fragen, ob ich was falsch gemacht hab? Seht ihr einen Fehler bei mir?
Was sind eure Tipps?

LG
Vertrauen wirst du nicht mehr aufbauen könne, es sei denn, du bist ein sehr starker Mann. Wer sich in einer anderen SB anmeldet hat auch Zeit für ein Date. Verschwende keine Zeit mehr, ihr nachzutrauern. Wenn sie dich hätte kennenlernen wollen, wäre das auch geschehen. Suche dir eine, die dich kennenlernen will.
 
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  • #72
Zitat von IMHO:
Wie schon so oft zu diversen Themen geschrieben:
Reden hilft fast immer mehr, als zu spekulieren. Du kennst sie kaum, sie dich nicht.

Bitte in höflichem Ton um ein Treffen und gebe ihr auch zu verstehen, dass du bis jetzt sehr geduldig warst. Und gib ihr auch gleich, immer noch höflich, zu verstehen, dass wenn sie kein wirkliches Interesse hätte, du diese Sache dann lieber für beendet erklärst.

Motto: "Butter bei die Fische"
Wieso IMHO? Wie soll da noch Vertrauen aufkommen? Sie hat keine Zeit, und meldet sich in einer anderen SB an. Geht ja gar nicht. Entweder ich will jemanden kennenlernen oder halt nicht. Wenn es schon so anfängt ... Na ja, du kennst mich ja. ;))))
Ich finde, er war viel zu liebensgewürzig. Manch eine Frau verträgt das nicht. ;)
 
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  • #73
Zitat von Dr. Bean:
Warum ist Vertrauen überhaupt so wichtig? Ich mein, man muss sich selbst doch ziemlich wichtig nehmen wenn man glaubt in den schmalen 80 Jahren Leben, die man hat Ewigkeit zu finden
Ob du einen Partner oder Freund hast, ohne Vertrauen funktioniert das nicht. Ein Freund oder Partner ist ja jemand, dem du dich voll anvertrauen kannst und auch anders herum. Man muss wissen, dass alles bei dieser Person bleibt, was man sagt, denkt und fühlt. Es ist ein Nehmen und Geben. Hört einer auf, bricht alles zusammen. Man sollte stets unterscheiden, Kumpel oder Freund.
Freund ist bei mir jemand, dem ich alles erzählen kann, der mir auch sagt, was falsch ist etc., einem Kumpel würde ich mich nicht anvertrauen also nur oberflächlich und einem Partner muss man sich voll anvertrauen können. So etwas ist schon sehr wichtig. Gerade dann, wenn man Probleme hat. Es hilft sehr vielen offen darüber zu reden, und ich persönlich finde dies auch sehr wichtig.
 
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  • #74
Da meld ich mich doch gleich nochmal...
Also es ist so, sie kam erst aus einer Beziehung, in der "er" scheinbar nicht dazu fähig war, sie mal in den Arm zu nehmen, wenn es ihr nicht so gut ging - so kam das für mich rüber.
Ich weiß immer noch nicht so recht, warum der Kontakt dann plötzlich dermaßen weg war - sie hat gesagt, das online Dating geht ihr auf die Nerven ... was die andere SB angeht, da hat ihre Mutter ihr ein Profil erstellt (die hat wiederum ihren eigenen Mann dort kennengelernt). Ich bin jetzt dazu verdammt, ihr zu glauben ... aber ihr Profil war da tatsächlich kaum mehr online, nachdem sie es wohl dann von ihrer Mutter übernommen hat.
Eine Entschuldigung ist schon rausgesprungen, und eine Zusage, mich in zwei Wochen zu treffen, wenn ihre Schichtarbeitsphase vorbei ist. Wir schreiben uns jetzt täglich auf WhatsApp und ich hab schon den Eindruck, dass sie sich bemüht.
Natürlich bin ich nach wie vor ernüchtert und hatte schon andere Kontakte (eine davon tut sich aber wirklich schwer, wurde aufs übelste betrogen, sodass sie jetzt natürlich mir nicht so recht traut xD ).
Aber ich freu mich auf die anstehende Erfahrung, wenn es nicht passt, werde ich es hoffentlich merken.
 
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  • #75
Zitat von 9x6|42:
Eine Entschuldigung ist schon rausgesprungen, und eine Zusage, mich in zwei Wochen zu treffen, wenn ihre Schichtarbeitsphase vorbei ist. Wir schreiben uns jetzt täglich auf WhatsApp und ich hab schon den Eindruck, dass sie sich bemüht.
Na, da drück ich Dir die Daumen. Jeder hat ja so sein Päckchen zu tragen. Nicht jeder gibt gleich alles preis und daraus ergeben sich halt manchmal Widersprüche. Ob man die eruieren möchte, muss man dann entscheiden....