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  • #466
Zitat von fleurdelis:
(...) Es lohnt nicht Vertrauen zu haben. (Howlith .... das ist nicht persönlich gemeint, es bekennen sich ja einige dazu, aus der Gefühlswelt auszusteigen .... also hat nix mit dir zu tun ... ;) ..)
Dass das von Dir nicht persönlich gemeint ist, weiß ich.

Ich kann versuchen, das noch mal klarer zu formulieren. Ich habe in den letzten Monaten beobachtet, dass dieses Gefühl "verliebt-zu-sein" oder "verliebt-sein-zu-wollen" weg ist. Einfach so. Das ist bzw war keine aktive Entscheidung von mir. Und daher auch nicht zu vergleichen mit Aussagen wie "ich will mich nicht mehr verlieben". Ich habe das ja nicht aktiv voran getrieben und gesagt, so jetzt wird nicht mehr verliebt. Nein, es scheint mir mehr eine Entwicklung hin zu anderen - nennen wir es mal - "Gefühlen" oder "Bedürfnissen".

Ich finde, dass mein Blick auf Partnerschaft (und die Partnerin) dadurch klarer - näher und distanzierter zugleich - geworden ist. Und andere (wichtigere) Dinge eine Partnerschaft betreffend mehr in den Vordergrund treten konnten.

Über Vertrauen habe ich - so weit ich mich erinnern kann - nie geschrieben.

Für viele hier scheint der mögliche Partner sich das Vertrauen erst mal verdienen zu müssen. Das ist für mich eine insgesamt eher seltsame Vorstellung von Vertrauen. Und hat wohl mehr mit so was wie bestandener Aufnahmeprüfung zu tun.

Das größte Vertrauen scheinen hier einige in das eigene Misstrauen zu haben ... Beziehung ist schon was sehr komplexes.
 
P

Philippa

  • #467
Zitat von Howlith:
Kennst Du eine (nur eine) Frau die "Nein, will ich nicht!" zu einer Handtasche sagt ... ??? Ich nicht. (Aber das will jetzt nicht viel heißen.)
Das müsste also zu schaffen sein ...
Also mich würde so was definitiv nicht erfreuen. Ich gehe aber stark davon aus, dass ich trotzdem eine Frau bin! :)
 
F

fleurdelis

  • #468
Zitat von Howlith:
Ich finde, dass mein Blick auf Partnerschaft (und die Partnerin) dadurch klarer - näher und distanzierter zugleich - geworden ist. Und andere (wichtigere) Dinge eine Partnerschaft betreffend mehr in den Vordergrund treten konnten.
.... hach, ich würde euch Männer doch zu gerne besser verstehen wollen ... :D .... für mich klingt das kompliziert. Ich dachte immer es heißt, Frauen denken zu viel nach. Also nicht das du zuviel nachdenkst, aber Dieses nachdenken .... hm....
 
Zuletzt bearbeitet:
M

Marlene

  • #469
Also, ich würde mich über eine Handtasche freuen, aber nicht mit dem Wissen, dass sie eigentlich für die Ex gedacht war.
 
G

Gast

  • #470
Zitat von Schreiberin:
Ich möchte nicht Öl in diese obskure Diskussion schütten, aber ich erinner mich dunkel, dass "damals" ein paar merkwürdige Posts von Fleurdelis auftauchten und auch mir erst nach gewisser Zeit klar wurde, dass das jemand mit neuem Nick und mit großgeschriebenem Anfangsbuchstaben F war - und auch nach kurzem Exzess sich wieder löschte und verschwand... Vielleicht daher die fortwährenden Unterstellungen ?
"Unsere" fleurdelis hier hat ein kleines f.
Es liegt keine Verwechslung vor, da ich auf die Beiträge der jetzt hier angemeldeten Fleurdelis gegangen bin und so auf die älteren gestoßen bin. Ich habe ihre damaligen Dialoge mit dem bedagten Herrn genau durchgelesen. Ich weiß, was ich gelesen habe. Es gibt oder gab da eine persönliche Verbindung außerhalb dieses Forums. Oder beide haben gelogen, einen falschen Eindruck erweckt und das damals einfach nur so geschrieben.
 
G

Gast

  • #471
Zitat von Howlith:
"fafner", seltsam, ich kann mich nicht erinnern, jemals etwas über meinen Beziehungsstatus geschrieben zu haben. (Außer vielleicht mal ganz am Anfang, als ich ins Forum gestolpert bin ...) Doch nur darüber, dass ich mich nicht mehr verliebe, dieses Gefühl nicht vermisse (eher im Gegenteil) und es auch nicht von einer Partnerin erwarte.

Bin jetzt doch etwas verwirrt, dass das nun plötzlich wichtig sein soll. Das mit meinem Beziehungsstatus. Mir ging es mehr um diese Situation als solche. Und die Frage, was mach ich jetzt mit dem Geschenk? Ich denke eine pragmatisch-flexible Lösung ... egal.

Das "Schluss machen" ist doch immer blöd. Warum also nicht am Telefon. Ich seh das nicht so eng. Entscheidend ist doch das was gesagt wird. Weniger wo es gesagt wird. Da hatte auch ich sicherlich nicht immer meine Glanzstunden. Ich hätte das Gespräch ja auch abbrechen können. Besser (im Ergebnis anders) wäre es dadurch aber auch nicht geworden. Also, was solls. Ist schon alles ganz ok so.
.
Es tut mir leid, daß eure Beziehung gescheitert ist.
Ich lese heraus, daß dich primär diese Tasche bekümmert. Du kannst sie bestimmt umtauschen oder bei Ebay anbieten.
Du schreibst sehr sachlich über das Ende. Das irritiert mich.
 
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  • #472
Zitat von Philippa:
Also mich würde so was definitiv nicht erfreuen. Ich gehe aber stark davon aus, dass ich trotzdem eine Frau bin! :)
Genau. Ich habe sehr wenig Handtaschen und wenn ich mir eine Neue zulege, dann muss sie zu mir passen. Nur eine Handtasche nehmen, weil sie eine Handtasche ist? Nee.
 
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  • #475
Also ich finde ein Handtasche ist ein schönes Geschenk für eine Frau. Vermutlich hat Sie etwas übrig für Handtaschen.
Die einen haben eine Schuhtick und die anderen(manche) einen Taschentick.
 
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  • #477
Zitat von Yin:
...und ich glaube, dass ich das bereits merke. Was nicht bedeutet, dass ich hinterher aus der Sache raus gehe und sage, es habe sich nicht gelohnt. Ich will auch nicht unbedingt sagen, er sei der Schwächere...
Puh, das löst bei mir gerade viel aus!
Dass ich mich noch verlieben kann und möchte, habe ich Anfang des Jahres erfahren.
Ich glaube, ich habe hier einfach schon das Gefühl, dass es nicht reichen wird....
...kann man das überhaupt schon so früh sagen??
...ist es dann fair, "es" weiter laufen zu lassen, wenn er schon weiter ist?
...muss ich Verantwortung übernehmen und IHN versuchen zu bremsen, um ihn vor eventuellen Verletzungen zu schützen?
...reicht es, wenn ich ihn einfach "warne", dass das alles bei mir so schnell nicht geht?
...bremse ich nicht viel eher mich als ihn, wenn ich mir alle diese Gedanken mache?
...UND VOR ALLEM.... wie bekomme ich all diese Gedanken wieder aus meinem Kopf!?!?
Hallo Yin,

ich möchte Dich mit meiner Antwort zu einem Perspektivwechsel einladen.

​"Ich bin verliebt." Ist dieses Bekenntnis nicht eigentlich das schönste und persönlichste Kompliment, das er Dir zum jetzigen Zeitpunkt machen kann?

​Für mich ist dieses Bekenntnis eine Zusammenfassung: Ich denke häufig an dich und frage mich, was du gerade machst. Ich freue mich über deine Nachrichten und möchte dir gerne sagen, was ich gerade mache, weil ich merke, dass du mir immer wichtiger wirst. Ich fange an zu träumen und stelle mir eine Zukunft mit dir vor. Und ja: Ich stelle mir vor, deinen Körper zu erforschen, um die Stellen zu finden, an denen du kitzlig bist oder an denen du anfängst zu schnurren. Ich möchte dich weiter kennenlernen weil ich wissen möchte, ob das wahr werden kann, was ich mir zusammenfantasiere..............

​Was weiß er denn schon von Dir? Nicht viel, in den wenigen Begegnungen hat er nur einen ganz kleinen Ausschnitt Deiner Persönlichkeit erleben dürfen. Noch sind es seine Wünsche an die Liebe zu einer Frau, die er auf Dich überträgt und für die Du nicht verantwortlich bist. Kennt er Deine Skepsis? Weiß er um die Fragen, die Du hier gestellt hast? Wahrscheinlich nicht, denn dann würde er Dich auf unangenehme Weise versuchen zu beeinflussen. Aber stell Dir mal ein anderes Setting vor, ein Setting, in dem nicht Du es bist, die vertrauen muss sondern Du einen Vertrauensvorschuss geschenkt bekommst. Ist es tatsächlich Schwäche, wenn er sich "verletzlich" macht: Ich stelle mir vor, mit dir zusammenzusein? Ist es nicht vielmehr mutig, sich auf diese Weise zu öffnen und dem bislang "unabsichtlichen" Kennenlernen eine Richtung zu geben, ein Ziel auszusprechen?

​Ich glaube, dass viel zu oft die Offenheit vergessen wird, die ich in meiner Zusammenfassung angedeutet habe. Nämlich die Offenheit dafür, dass auf dem Weg in eine gelingende Partnerschaft noch genügend Fallstricke lauern, in denen man sich verheddern kann je mehr man von seinem Gegenüber kennenlernt. Aber ich glaube auch daran, dass dieses Bekenntnis auch beflügeln kann, ansteckend wirken kann, Leichtigkeit bewirken kann. Wenn es denn ernstgemeint ist.

​Stellt sich für mich nur eine Frage: Wann ist der richtige Zeitpunkt für dieses Bekenntnis? Zu früh ist man ein "Strohfeuermann", zu spät ein "Lahmarsch"..............

​In diesem Sinne mutmachende Grüße.... :)
 
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Marlene

  • #478
....."das Gefühl, dass es nicht reichen wird." Ich glaube, darin liegt der Knackpunkt. Es gibt am Anfang so ein Glücksgefühl, ein Gefühl der Freude, dass man den Anderen kennengelernt hat. Falls man noch Zugang zu seinen Gefühlen hat und nicht einer Konstruktion unterliegt oder über lange Zeit Schutzmechanismen aufgebaut hat. Auf dieses Gefühl kann man sich verlassen und weitergehen. Es fühlt sich an wie ein Wunder, ein Erstaunen darüber, dass man sich getroffen hat, gepaart mit Dankbarkeit.
Ich weiß aber nicht, ob sich das auch erst nach einer längeren Zeit entwickeln kann, das muss jeder für sich selbst rausfinden, wie er da so gewickelt ist. Was ich aber von mir und auch aus manchen Erzählungen weiß, findet das meistens ziemlich früh statt. Und, wenn das dann noch gegenseitig ist, dann ist es halt super.
 
P

Philippa

  • #479
Zitat von Marlene:
Es gibt am Anfang so ein Glücksgefühl, ein Gefühl der Freude, dass man den Anderen kennengelernt hat. [...] Auf dieses Gefühl kann man sich verlassen und weitergehen. Es fühlt sich an wie ein Wunder, ein Erstaunen darüber, dass man sich getroffen hat, gepaart mit Dankbarkeit.
Das hast du schön beschrieben!