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  • #1

Verlieben über größere Entfernung - Datingtipps, Erfahrung

Hallo,

ich habe vor 2 Monaten über Parship einen sehr netten Mann kennengelernt, der leider ca. 400 km von mir entfernt wohnt. Hinzu kommt, dass wir beide studieren und gleichzeitig arbeiten, teilweise auch an den Wochenenden, was gemeinsame Treffen zusätzlich erschwert. Letzte Woche konnten wir uns durch einen glücklichen Zufall, da er beruflich in meiner Nähe unterwegs war, jedoch endlich einmal richtig kennenlernen und zumindest bei mir hat es total gefunkt und ich wäre auch bereit, mich wieder auf eine Fernbeziehung einzulassen. Auch er meinte, dass es ihm sehr gut gefallen hat und wir möchten uns gerne bald zu unserem zweiten Date treffen, was organisatorisch leider nicht so einfach zu bewältigen ist.
Meine Frage an euch:  Ward ihr schon einmal in einer ähnlichen Situation? Wie habt ihr das geregelt?
Ich verliebe mich immer recht schnell und weiß, ob ich mir mit jemandem eine Beziehung vorstellen kann oder nicht. Nur hat da ja jeder sein eigenes Tempo. Wie oft sollte man sich eurer Meinung nach getroffen haben, bevor man es wagt, eine Beziehung einzugehen? Wann sollte man das Thema überhaupt ansprechen? Ich weiß, dass es darauf keine allgemeingültige Antwort geben kann, jedoch würden mich trotzdem eure Erfahrungen interessieren.
Vielleicht habt ihr ja auch Ideen oder Tipps, wie man sich auch unter diesen Bedingungen besser kennenlernen kann?  Mein Problem wäre wie gesagt nicht die Entfernung in der Beziehung, sondern nur in der Kennenlernzeit, da sich da ja Übernachten  etc etwas schwieriger gestaltet ;-)

Freue mich, auf eure Meinungen :)
 
 
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  • #2
Die meisten Mädchen werden von ihren Müttern und den Frauen ihrer Familie darauf gepolt, ihre Sexualität wie einen Schatz zu hüten, sich szs. nicht an den erstbesten zu "verschenken". Es heißt dann wohlwollend und "gut gemeint", das ist etwas Besonderes, du darfst dich nicht einfach so hergeben, warte bis der Richtige kommt. Für ein Mädchen wird das zum Dogma. Dieses Dogma durchzieht quasi das komplette Leben einer Frau, ohne dass es ihr bewusst wird, dass es sich um eine Verbiegung ihrer Natur handelt. Dieses Dogma besteht aus einer Vorstellung von einer einzigen großen Liebe, die entweder wie der Blitz einschlägt und das Leben dann um 100% verändert, oder man "arbeitet" sich durch mehrere Beziehungen hindurch, bis der tatsächlich Richtige kommt. Sexualität wird als die Krönung der Liebe betrachtet, deshalb wird sie sparsam verteilt, solange der Mann nicht als der eine wahre angesehen wird. Aus meiner Sicht ist dies ein von den Frauen selbst auferlegter Keuschheitsgürtel und paradoxerweise ein wesentlicher Punkt, in dem sich Frauen selbst an der Emanzipation hindern. Die Anti-Baby-Pille, das Wahlrecht, die eigene Entscheidung über Schwangerschaft oder nicht, sind wichtige Punkte die die Frauen sich erkämpft haben, und doch behindern sie sich selbst in einem ganz wesentlichen und wichtigen Punkt ihrer persönlichen Entwicklung. Und das geht noch nicht einmal von Männern aus, sie indoktrinieren sich selbst.

Ich spinne mal weiter. Die so "geimpfte" Frau sucht als Mädchen die große eine Liebe. Junge Frauen wollen Beziehung und Romantik, junge Männer wollen Sex und Geborgenheit. Ich unterstelle den Frauen jetzt ganz frech, dass sie ihre Töchter auf irrwitzige Weise in die Irre führen und ihnen ein Traumbild mit auf den Weg geben, das von Männern weder erfüllbar, noch realistisch ist, und dass Sexualität wie eine Art Belohnung angewandt werden soll, einzig an den Richtigen wohlwollend verschenkt. Ich hoffe, die Frauen sehen mir meine direkten Worte nach, ich will niemanden verletzen und jeder, der sich mit dieser Lebensweise wohl fühlt, dem gönne ich es. Aber ich denke, dass Frau sich selbst daran hindert, sich einfach hinzugeben, sich dem Strudel zu überlassen, dem "Risiko", sich auf einen Mann einzulassen, ohne vorher abgecheckt zu haben, ob denn auch eine Beziehung mit ihm in Frage käme. Wir ersticken die aufkeimende Verliebtheit, ein Flämmchen von Interesse, oder einfach nur Freundschaften aus denen sich später mehr entwickeln könnte, im Keim, weil wir diesem Bild von der großen, einen Liebe hinterher jagen und uns auf Sex nur dann einlassen, wenn wir sicher sein können, dass der Mann es wert ist sich ihm hinzugeben.
Ist das nicht schade?
Liebe und Zuneigung ist nicht vom Status des Mannes abhängig, nicht vom Zustand seiner Wohnung oder der Farbe seines Pullovers, auch nicht von seinem Haarschnitt. Sie passiert oft unverhofft da, wo wir es nicht vermuten, ja sogar da, wo wir sie für lächerlich halten - und bam! Da ist es passiert und man will es nicht wahrhaben. Dann fängt wieder dieser irre Reigen von Abwägungen an, statt sich einfach treiben zu lassen, zu genießen, Zuneigung zu geben. Ich glaube, dass Männer in dieser Hinsicht noch "naturbelassener" sind. Es heißt oftmals, Männer können Sex von Liebe trennen, Frauen weniger. Ich glaube, das ist ein Irrtum. In Peter Lausters Buch "Die sieben Irrtümer der Männer" ist zwar sehr anschaulich beschrieben, wie Männer in den lieblosen Sex getrieben werden und sich selbst treiben, aber das meine ich hier nicht. Ich glaube, dass Männer eher in der Lage sind sich auf Spontanes einzulassen, zu genießen und sich ggf. auch gehen zu lassen, ohne gleich eine Bindung für´s Leben zu planen. Männer, ich sage euch was, das ist eine gute Eigenschaft, die ich den Frauen wünsche.
Die meisten Frauen gehen aber nach dem Schema ihrer bereits in der Kindheit indoktrinierten Muster vor, sie checken den Mann auf Werte ab, ob es sich lohnt ihn näher drankommen zu lassen. Frauen denken zu viel nach, wägen zu viel ab und überlegen zu lange, ob wir bereit sind etwas zu geben. Wenn es beim mindestens dritten Date nicht geknistert hat, war´s nicht der Richtige. Dann lieber leise zurückziehen, er wird es schon merken, dass ich nichts von ihm will. Und weiter geht die Suche nach der einen, großen Liebe, die es wert ist, dass man sich ihr hingibt.

Ich verwende hier natürlich etwas übertrieben bildhafte Szenen und Worte, das Ganze geht natürlich in subtiler, oftmals leiser und unbewusster Weise von statten. Es fühlt sich hoffentlich keine Frau hier von mir angegriffen, denn das ist nicht mein Ziel und es ist kein Aburteilen, sondern eine bedauernde Betrachtung dieses Geschlechts. Ich freue mich für jede Frau, die hier und jetzt sagen kann, so bin ich nicht. Ich rechne sogar damit, dass viele der hier anwesenden Frauen so nicht sind, sonst wären sie nicht hier.
Was bleibt am Ende für die Männer? Diese Zusammenhänge zu verstehen und sich dadurch nicht entmutigen zu lassen. Es ist kein Geheimnis, dass junge und knackige Frauen auf Männer verführerisch wirken, aber leider geht mit der Jugend und Frische meist auch das Grüne hinter den Ohren einher. Die meisten jüngeren Frauen suchen nach der großen Liebe und sieben rigoros aus. Es gibt sie dennoch, die gereiften Frauen, die zu sich selbst gefunden haben und die Mechanismen durchschauen, die sie irreleiteten. Sie sind selbstbewusst und leben ihre Liebe, ohne den Partner binden zu wollen. Diese Frauen gilt es zu finden, sie sind da. Gebt nicht auf nach ihnen zu suchen. Die Liebe (zwischen Mann und Frau) auf den ersten Blick bezweifle ich eh. Verlangen auf den Blick hingegen ist nicht selten, hat aber nichts mit Liebe zu tun. Das ist etwas ganz anderes. Es kommt, wie schon gesagt, meist unverhofft, wenn man es am wenigsten erwartet.

Ich schrieb anfangs von verschiedenen Faktoren, daher will ich zusätzlich anmerken, dass die von mir oben beschriebenen Muster nur einer (!) von vielen Gründen sein kann, warum Frauen sich zurückziehen oder sich nach Dates gar nicht mehr melden. Viele Frauen haben aus ehemaligen Beziehungen Erfahrungen mitgenommen, die sie vorsichtig werden lassen, seien es Gewalt, Betrug, was auch immer. Das was ich also oben schrieb, soll natürlich nicht als alleinige Begründung meinerseits für ein solches Verhalten dargestellt werden.
 
Dass wir Menschen in der Lage sind viele Menschen zu lieben zeigt mir, dass die Liebe einer Frau zu mehreren Männern (und vice versa) ebenfalls absolut möglich ist und eigentlich natürlich ist. Ob man mit jedem dieser geliebten Menschen eine Beziehung anfängt und intime Kontakte zu ihnen pflegt steht auf einem anderen Blatt. In wie weit das für einen Menschen moralisch vertretbar ist, hängt mit den Regeln seiner Gesellschaft und seinen eigenen Überzeugungen zusammen. Ich hüte mich davor, eine allgemeingültige These in den Raum zu stellen, die übergreifend wirken soll, weil dies eben in der mehr oder weniger passiven oder aktiven Überzeugung eines jeden Einzelnen entschieden wird. In unserer Gesellschaft wird die Monogamie gelebt, also ein Partner, eine Beziehung. Das ist für mich völlig OK und ich lebe selbst nach dem Muster. Viele Menschen verlieben sich aber zwischenzeitlich auch in jemanden anderen und verdrängen dieses Gefühl, oder zweifeln an der bisherigen Liebe zu dem bisherigen Partner, weil uns vermittelt wird, dass es nur eine Liebe geben kann. Das sehe ich eben nicht so. Ich will also damit sagen, dass es für mich keine Krise oder Katastrophe, oder gar das Ende einer Beziehung bedeutet, wenn ein in einer Liebesbeziehung lebender Mensch zusätzlich Gefühle für jemanden anderen entwickelt. Liebe ist aus meiner Sicht nicht von einer Beziehung abhängig. Sich gegen das Verliebt Sein zu wehren ist aus meiner Sicht ein subtiler Akt der Gewalt gegen sich selbst. Den Zustand zu akzeptieren und anzunehmen hingegen ist eine Möglichkeit mit sich selbst darin Frieden zu finden, wohlgemerkt völlig unabhängig davon, ob etwas Altes beendet oder etwas Neues begonnen wird. Bezüglich der mehreren, gleichzeitigen Beziehungen; für mich wäre das nichts. Ich selbst würde eine Beziehung beenden, bevor ich eine neue einginge, allein schon aus Respekt gegenüber meinem Partner, bevor ich ihr damit sehr wehtue.

Liebe Grüße
 
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  • #3
Zitat von Ohnehandy:
Die meisten Mädchen werden von ihren Müttern und den Frauen ihrer Familie darauf gepolt, ihre Sexualität wie einen Schatz zu hüten, sich szs. nicht an den erstbesten zu "verschenken". Es heißt dann wohlwollend und "gut gemeint", das ist etwas Besonderes, du darfst dich nicht einfach so hergeben, warte bis der Richtige kommt. Für ein Mädchen wird das zum Dogma. Dieses Dogma durchzieht quasi das komplette Leben einer Frau, ohne dass es ihr bewusst wird, dass es sich um eine Verbiegung ihrer Natur handelt. Dieses Dogma besteht aus einer Vorstellung von einer einzigen großen Liebe, die entweder wie der Blitz einschlägt und das Leben dann um 100% verändert, oder man "arbeitet" sich durch mehrere Beziehungen hindurch, bis der tatsächlich Richtige kommt. Sexualität wird als die Krönung der Liebe betrachtet, deshalb wird sie sparsam verteilt, solange der Mann nicht als der eine wahre angesehen wird. Aus meiner Sicht ist dies ein von den Frauen selbst auferlegter Keuschheitsgürtel und paradoxerweise ein wesentlicher Punkt, in dem sich Frauen selbst an der Emanzipation hindern. Die Anti-Baby-Pille, das Wahlrecht, die eigene Entscheidung über Schwangerschaft oder nicht, sind wichtige Punkte die die Frauen sich erkämpft haben, und doch behindern sie sich selbst in einem ganz wesentlichen und wichtigen Punkt ihrer persönlichen Entwicklung. Und das geht noch nicht einmal von Männern aus, sie indoktrinieren sich selbst.
...
Seufz...
Das schreibst/ kopierst Du hier bereits zum dritten Mal...
siehe Thread "Macht das süchtig?"
"Wie lange soll ich ihm Zeit geben und bringt das überhaupt was?"
und hier nun auch "schon wieder".

Diese Antwort/ dieses Zitieren passt hier nicht bzw. hat nichts mit der Fragestellung zu tun.

Antworte doch mal auf die Frage!

Zu Beauvoirs Post...
Ich finde es schön, dass Du bereit bist, diesen Mann trotz der Entfernung näher kennenlernen zu wollen.
Ich hätte mir das vielleicht Anfang 20 auch vorstellen können (also jetzt eine Fernbeziehung).
Mittlerweile schreckt mich eine größere Distanz (fängt bei mir schon bei mehr als 100km an) ab.
Aus den Gründen, die Du zum Teil selbst anbringst.
Es ist aufgrund dieser Distanz schwierig, sich "langsam" kennenzulernen.
Man fährt eben nicht mal kurz für 2 Stunden 400km hin und 400km zurück.
Zwangsläufig ist das Kennenlernen "anders".
Es kann natürlich dadurch "anders schön" sein.
So quasi ein Kurzurlaub.
Mir wäre das zu anstrengend.
Am meisten würde mich jedoch nicht unbedingt die Anfangsphase stören...
Sondern das, was danach kommt.
Ich wünsche mir eine feste Beziehung - da möchte ich irgendwann mit dem Partner zusammenwohnen.
Bei der Distanz bedeutet das, dass einer seine momentane "Heimat" aufgeben müsste.
Dazu wäre ich persönlich nicht bereit.
Ich möchte bei meiner Familie, bei meinen Freunden bleiben.
Da gibt man für die Liebe schon eine Menge auf. Gewinnt natrürlich auch etwas anderes dadurch.
Ich würde nicht wollen, dass jemand für mich seine Heimat aufgibt (wenn er daran hängt)...
Für mich käme das also eher nicht in Frage. Sagt mir jetzt zumindest mein Verstand...
So - und jetzt stelle ich fest - dass auch ich nicht so wirklich die Fragen beantwortet habe - also habe eher meine Meinung bzgl. Fernbeziehung geschrieben...
Zurück zu den Fragen:
Wie oft man sich trifft, bevor man eine Beziehung eingeht?
Meine Erfahrung:
ich hatte mal ein ganzes Jahr als "Kennenlernzeit" und einmal kam eine Beziehung beim allerersten Date zustande.
Das kann sehr unterschiedlich sein.
Voraussetzung für mich ist, dass mein Bauchgefühl & Verstand ja sagt und das beim Gegenüber auch so ist.
 
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  • #4
Eine realistische Einschätzung von meiner Seite, seit der letzten Woche gab es keinen weiteren Kontakt. Dann ist es an dir, Kontakt aufzunehmen, mit einem konkreten Vorschlag/Termin für ein weiteres Treffen und in diesem Gespräch ergibt sich, ob von seiner Seite Interesse besteht. Ich würde ihm durchaus anbieten, zu ihm zu kommen. So lernst du auch seine Umgebung kennen, wie es auch immer ausgeht, mit offenen Sinnen hast du auf jeden Fall Klarheit und man weiß nie, wen man so auf der Reise trifft….
 
 
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  • #5
Zitat von Beauvoir:
Vielleicht habt ihr ja auch Ideen oder Tipps, wie man sich auch unter diesen Bedingungen besser kennenlernen kann?  Mein Problem wäre wie gesagt nicht die Entfernung in der Beziehung, sondern nur in der Kennenlernzeit, da sich da ja Übernachten  etc etwas schwieriger gestaltet ;-)
Mir ist noch etwas eingefallen (also vielleicht tust du das ohnehin schon).
Du hast ihn ja jetzt schon kennengelernt.
Weißt, dass er Dir "in Echt" gefällt.
Telefonieren würde ich um ihn "noch besser kennenzulernen".
Da kann man zwar nichts zusammen "erleben" - aber es hilft bestimmt weiter, um Deinen Eindruck, ob/ dass ihr zusammenpasst zu stärken oder zu schwächen.
Würde ich jetzt mal an Deiner Stelle tun ;-)
 
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  • #6
Jede Fernbeziehung hat ihre guten und schelchten Seiten. Das auf ein Blatt Papier zu bringen, dir dessen bewusst zu sein, ist dir möglich?

Für mich würde ich in einer Beziehung so vorgehen, dass ich nur das in Anspruch nehme, was ich selbst zu geben bereit bin. Eines ist ganz sicher, wenn daraus eine einseitige An- und Abfahrtgeschichte wird, hat Mann es in absehbarer Zeit über. Es sei denn der Typ will überhaupt nichst anderes als hin und her zu pendeln. Von tiefer beständiger Zuneigung zu sprechen ist zu früh. Folglich wird Mann auch das nicht aufrichtig mit Ja befürworten können.

Ich würde damit aufhören mich im Kreis zu drehen. Nach 50 Lebensjahren habe ich den Eindruck gewonnen, dass sowieso alles so läuft wie es für mich vorgesehen ist. Wozu die Eile oder Ungeduld? Auch ich könnte vermutlich hier daten oder das forcieren. Ich bin davon überzeugt, dass wir uns eh finden werden, gerne auch hier. So übe ich mich in Geduld. Es gibt ja noch das Forum, um seine Energie fliessen zu lassen. Bisher halten das meine Gesprächspartner im Forum und bei PS mit mir aus.

Neulich habe ich mich ganz ungezwungen einem Kreis für meine Interessen/Hobbies angeschlossen. Die treffen sich einmal im Monat in meiner räumlichen Nähe. Deswegen muss ich mir ja nicht gleich ein Schild umhängen. Eine andere Schreiberin erwähnte sie würde gerne beim EInkaufen mit dem Wagen angerumpelt werden, um danach auf eine Tasse Kaffee und ein nettes Gespräch eingeladen zu werden. Es gibt so viele Möglichkeiten nette Menschen kennen zu lernen. Muss ja nicht gleich beim ersten Mal der Traumtyp dabei sein. Obwohl? das gibt es doch noch die Sache mit dem Wünschen. Ob das klappt, wenn man ganz fest und gelassen daran glaubt?

Zum kennen lernen hat dir Blanche einen guten Tipp gegeben. Ich würde mir bei einem Treffen eine kritische Situation einfallen lassen. Wenn du einen aufmerksamen Typ möchtest, lass dich hinfallen und versuche alleine aufzustehen. Wenn du einen achtsamen Umgang wünscht, lass dich gefaket von jemanden anpöbeln und setz dich alleine zur Wehr. Und so weiter. Im spontanen Verhalten zeigt sich ein Charakter.

VIel Glück! Bist doch eine ganz Nette, hattest auch mit mir deine Geduld aufgebracht.

Liebe Grüße
 
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  • #7
Hallo Beauvoir,

bei Euch ist es nicht nur die Entfernung, die die Situation kompliziert, sondern auch die Tatsache, dass Ihr zeitlich und beruflich sehr eingespannt seid. Hmm ich finde: kommt Zeit, kommt Rat. Wenn Ihr die Richtigen füreinander seid, dann werdet Ihr auch eine Lösung finden, das ist doch klar ;-). Ich denke, es kann die Situation krampfig machen, jetzt schon eine Beziehung ausrufen zu wollen, oder sich über einen Beziehungsstatus den Kopf zu zerbrechen oder überhaupt alles schon geplant und eingetütet haben zu wollen. Geniess doch den Zauber des Anfangs und schau erst mal. Du wirst ganz sicher zu einem Standpunkt finden, vielleicht kannst Du Dir auf Dauer vorstellen, weiter an seinem Ort zu studieren und einen Job zu finden?

Für mich ist es so: meine intensivste und wichtigste Beziehung war über lange Zeit eine Fernbeziehung und es hat uns nicht geschadet...eher im Gegenteil. Auch jetzt mit Ende 40 würde eine geographische Entfernung mich an garnix hindern, wenn der Partner der Richtige ist, vorausgesetzt, auch er kann sich eine "Teilzeit"-beziehung vorstellen. Die hin-und-her-Reisetätigkeit könnte ich im Wesentlichen übernehmen. An meinen jetzigen Ort fühle ich mich nur durch die Arbeit gebunden, deshalb wäre ich für Vieles offen. Ich könnte mir vorstellen, an "seinem" Ort auch für mich Aktivitäten zu etablieren, z.B. Fitnessabo, Chor...fände es sogar wichtig, eigene Inhalte zu haben, damit der Partner sich nicht genötigt fühlt, mit mir immer Zeit zu verbringen, wenn ich dort wäre...soweit die Theorie ;-)...hoffe, ich konnte Anregendes posten.
 
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  • #8
Hallo Beauvoir,

unter euren Umständen neigte ich dazu euch abraten, es wird sehr anstrengend! Selbst führe ich eine Fernbeziehung über nur 150km, kann beruflich auch von zuhause arbeiten, bin also seit einem halben Jahr oft 2, 3, 4 Tage die Woche bei ihr. Warum Sie weniger bei mir ist, hat pragmatische Gründe, das ist völlig in Ordnung. Trotzdem dreht sich latent alles darum, wie wir zusammenkommen. Das könnte in einigen Monaten, aber auch erst in 5 Jahren sein. Das sind Schmerzen.Die sind absehbar und zu akzeptieren. So wir abends keine Termine haben telefonieren wir täglich im Stundenbereich, Tagsüber tauschen wir uns über WhatsApp aus.
Eine Fernbeziehung hat viele Nachteile und du musst dich fragen wie lange du wieviele Schmerzen zu ertragen bereit bist.

DbC
 
G

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  • #9
Also ich finde, dass Liebe alle Grenzen überwinden kann. Allerdings entwickelt sich Liebe erst mit der Zeit. Wenn ihr beide dazu bereit seid diese Umstände auf euch zu nehmen, macht es. Ihr wollt euch in 10 Jahren sicher nicht fragen, was geworden wäre wenn... Überlegt euch das beide gut und seid euch der Konsequenzen bewusst. Die Zeit in der ihr euch seht wird sicher sehr schön, aber die restliche Zeit wird es hart werden. Vor allem dann, wenn Du mal eine starke Schulter brauchst oder er mal sich an Dich rankuscheln möchte, das geht dann eben nicht mal einfach so.

ABER, wenn ihr das hinbekommt und gegen Ende eures Studiums zusammenzieht, habt ihr beide eine schwierige Zeit in eurer Beziehung gemeistern. Aus meiner Sicht ein großes Plus.

Denk sehr gut darüber nach ;)

Grüße
Michael
 
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  • #10
Zitat von Beauvoir:
Vielleicht habt ihr ja auch Ideen oder Tipps, wie man sich auch unter diesen Bedingungen besser kennenlernen kann?  Mein Problem wäre wie gesagt nicht die Entfernung in der Beziehung, sondern nur in der Kennenlernzeit, da sich da ja Übernachten  etc etwas schwieriger gestaltet ;-)
Meine Liebe, das ist ein ganz wichtiger Punkt, über den sich die meisten Traumtänzer keinerlei Gedanken machen!
Man lernt einen anderen Menschen nur im realen Kontakt und in den verschiedensten Situationen kennen, die keine Telefone oder E-Maiis ersetzen können.


 
 
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  • #11
Zitat von Truppenursel:
Meine Liebe, das ist ein ganz wichtiger Punkt, über den sich die meisten Traumtänzer keinerlei Gedanken machen!
Man lernt einen anderen Menschen nur im realen Kontakt und in den verschiedensten Situationen kennen, die keine Telefone oder E-Maiis ersetzen können.
Das ist richtig. Es ist eigentlich sogar riskant, sich längere Zeit nicht zu sehen, weil die eigenen Wunschvorstellungen ein ganz falsches Bild vom Gegenüber entstehen lassen können. Wir wünschen uns einfach zu sehr die Nähe desjenigen und -vermutlich aus Selbstschutz- wird unsere Fantasie aktiv und wir tagträumen uns seine Gegenwart in kleinen erfundenen oder erinnerten Episoden herbei. Je länger man sich nicht sieht, desto mehr "verbessert" unser Wunschdenken das Bild des anderen. Das Resultat ist später ein Unbekannter, der wieder vor einem steht und die Missverständnisse sind vorprogrammiert. Ich habe es jetzt dreimal erlebt. Zweimal entstand durch örtlichem Wechsel aus der Nähe die Entfernung...auch immer über deine Distanz..und einmal hatte ich versucht, jemanden über eine Entfernung kennenzulernen bzw. in meine Nähe zu bekommen. 
Wir entwickeln uns jeden Tag weiter und was nicht zusammen ist, entwickelt sich zwangsläufig nicht in die gleiche Richtung, egal wie gut die Ausgangssituation schien. Und es ist jedes Mal sehr schmerzhaft, weil man völlig machtlos einem Geschehen ausgesetzt ist. 
Funktionieren kann es nur, wenn beide unerschütterlich überzeugt sind und alles daran setzen, den anderen niemals vollkommen allein zu lassen. Das bedeutet nahezu ständige Ansprechbarkeit und ein sehr gutes Kommunikationsvermögen bei beiden. Letztendlich wird jeder eines Tages den Schmerz des Alleinseins und die Mühe des Zusammenkommens mit den schönen Momenten aufwiegen müssen...diese Bilanz muss immer für das Positive besser ausfallen.
Wenn es sich für dich lohnt, wünsche ich euch alle Kraft es durchzustehen.
 
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