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  • #61
AW: Verlieben = "Grundvoraussetzung" für eine "Liebesbeziehung"?

Zitat von tina*:
Jetzt nimm das doch bitte mal ein bisschen ernst.

Das Thema ist " willentliche Eingehen/Entwickeln einer "Liebesbeziehung" - da könntest du ja jetzt mal den wissenschaftlichen Versuchsaufbau zuliefern (mit Wissenschaft kennst du dich doch aus)

Allerdings der Zusatz "wie ich mir diese vorstelle" kann dann glaub ich nicht berücksichtigt werden - das klingt nicht so wissenschaftlich.

Also als Anfangskonstellation hätten wir einen Mann. Und x Frauen. Wie geht's dann weiter?

1. Versuch Alkohol?
Vielleicht hab ich tatsächlich Schwierigkeiten, das Thema zu verstehen.
Also, ich versuchs mal so:

Zweck scheint eine Liebesbeziehung zu sein. Jetzt geht es entweder a) darum, was so (generell, jeweilig) der beste, erfolgreichste, ökonomischste Weg zur Realisierung ist. Oder was b) die größte Wahrscheinlichkeit hat. Der Unterschied von a) und b) bestünde darin, daß es bei a) um etwas geht, was man selbst bewerkstelligen kann und woraus also Ratschläge abzuleiten sind, während dies bei b) nicht der Fall ist.
Ich lass das mal offen, ob es dem Threadstarter eher um a) oder um b) geht.
Zur Wahl stehen:
1. Verlieben und dann mal weitermachen.
2. Ein paar Basics abchecken, u.a. auch die Chemie (aber nicht gleichzusetzen mit der sogenannten Chemiekeule, die gehört zu 1.), und dann weiter anreichern.

Hab ich das soweit in etwa richtig verstanden?
Und wie sieht also ein idealer Threadverlauf aus? Geht es um eine Abstimmung? Dann schlage ich vor, daß alle einfach nur so etwas posten wie: 7 x 1., davon 3 erfolgreich; 5 x 2., davon 2 erfolgreich.

Eigentlich müßte es doch auf so was hinauslaufen. Aber diese üblen Foristen können nciht an sich halten und müssen immer irgendwelche ungefragten Worte machen, obwohl sie doch nur Zahlen hinschreiben sollen!

Gefragt war auch nach dem dritten Weg. Dabei geht es vermutlich nicht um alternative Formen des Demokratisierungsprozesses oder des Kapitalismus (der Gefühlskapitalismus darf nicht kritisiert werden hier, der ist den Leuten echt ans Herz gewachsen), sondern um eine Alternative zu 1. und 2. Da hab ich ein paar genannt. Aber vielleicht ist das zu konstruktiv.
 
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  • #62
AW: Verlieben = "Grundvoraussetzung" für eine "Liebesbeziehung"?

Zitat von Nettmann:
IKommt bei der Diskussion noch irgendwas raus?
Ich weiß nicht. Ich bin ja keine Wissenschaftlerin.

Aber so aus der praktischen Erfahrung:

Zitat von koelner:
Es hatte eben einfach auf die von mir eingangs beschriebenen und zur Diskussion gestellten Möglichkeiten ("Total Verliebt" bzw. "vorhandene Grundchemie") nicht funktioniert - weil jeweils die entsprechenden Damen dies zu dem damaligen Zeitpunkt nicht konnten oder nicht wollten...
vielleicht andere Frauen?
 
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  • #63
AW: Verlieben = "Grundvoraussetzung" für eine "Liebesbeziehung"?

Zitat von tina*:
Eigentlich ein ziemlich guter Vorschlag.
Aber hier gehts ja um System, Strategien, Gefühle und Partnerschaft. Daß daran auch noch Menschen hängen ist ärgerlich.
Ach wie paradiesisch wärs, wenn man tatsächlich Partnerschaften einkaufen könnte und nicht immer so blöde Menschen im Weg stehen!
 
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  • #64
AW: Verlieben = "Grundvoraussetzung" für eine "Liebesbeziehung"?

@Heike
Ja. Das ist schon ziemlich gut zusammengefasst.

Zitat von Heike:
Und wie sieht also ein idealer Threadverlauf aus? Geht es um eine Abstimmung? Dann schlage ich vor, daß alle einfach nur so etwas posten wie: 7 x 1., davon 3 erfolgreich; 5 x 2., davon 2 erfolgreich.
Sei bitte nicht so ungenau. Was ist hier erfolgreich? Ich hatte verstanden die Dauer. Dies müsste noch definiert werden (vom TE). Also mindestens 2 Tage. Oder 3 Wochen. Oder zwei Jahre. Oder so

Wahlweise könnte auch die Höhe der Wolke, die Güte der „Benutzung der Geschlechtsorgane“, die Tiefe der Geborgenheit oder so relevant sein. Ohne eine genaue Definition wird das Voting ungenau. Das hört sich nicht so wissenschaftlich an.
 
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  • #65
AW: Verlieben = "Grundvoraussetzung" für eine "Liebesbeziehung"?

Zitat von tina*;85404Sei bitte nicht so ungenau. Was ist hier erfolgreich? Ich hatte verstanden die Dauer. Dies müsste noch definiert werden (vom TE). Also mindestens 2 Tage. Oder 3 Wochen. Oder zwei Jahre. Oder so Wahlweise könnte auch die Höhe der Wolke:
Ich würd das relativ simpel so machen, daß man alles aufs subjektive Befinden runterbricht, denn das ist es ja, was die Leute so interessiert. Also die Qualität ließe sich dann zusätzlich zur Zeit so berücksichtigen, daß die Zeitdauern jeweils mit dem Wohlfühlgrad multipliziert werden. Für alle Beziehung eines jeweiligen Foristen aufaddieren, und dann für alle Foristen insgesamt. Und dann vergleichen. Unter dem Strich steht dann, was zu machen ist.
Nach all dem Herumgerede hier find ich das jetzt wirklcih mal lösungsorientiert.
 
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  • #66
AW: Verlieben = "Grundvoraussetzung" für eine "Liebesbeziehung"?

Zitat von Lucy:
Das Zerpflücken einiger Themen nehme ich schon stark als Verstümmelung wahr. Und das ist eine deutliche Bewertung dessen. Da vergeht einem die Lust auf das Lesen....
Diese Gedanken kommen mir in letzter Zeit auch immer wieder.
 
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  • #67
AW: Verlieben = "Grundvoraussetzung" für eine "Liebesbeziehung"?

Zitat von Heike:
Nach all dem Herumgerede hier find ich das jetzt wirklcih mal lösungsorientiert.
Ja finde ich auch. Ich würde ja wieder ein kleines Programm dazu entwickeln, aber beim Nogoku habe ich ja gesehen, wie das ausgeht. Nichts als Arbeit.

Aber als konstruktiven Vorschlag für morgen finde ich es gut. Mal gespannt auf die Zahlen.
Ich sag schon mal prophylaktisch 42.
 
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  • #68
AW: Verlieben = "Grundvoraussetzung" für eine "Liebesbeziehung"?

Zitat von tina*:
Ja finde ich auch. Ich würde ja wieder ein kleines Programm dazu entwickeln, aber beim Nogoku habe ich ja gesehen, wie das ausgeht. Nichts als Arbeit.
Undank ist des Foristen Lohn!

Aber als konstruktiven Vorschlag für morgen finde ich es gut. Mal gespannt auf die Zahlen.
Ich sag schon mal prophylaktisch 42.
Ich hoffe, niemand verstümmült diesen Vorschlag!
 
G

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  • #69
AW: Verlieben = "Grundvoraussetzung" für eine "Liebesbeziehung"?

:)
Gute Nacht!
 
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  • #71
AW: Verlieben = "Grundvoraussetzung" für eine "Liebesbeziehung"?

Zitat von maxine195:
Da wäre die Freundschaft mit benefits... der dritte Weg?
So habe ich den Text überhaupt nicht verstanden.
Für mich heißt es: die letzte Ebene entsteht erst aus dem Miteinander. Eine ganz normale (? Was ist "normal"?) Liebesbeziehung.
 
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  • #72
AW: Verlieben = "Grundvoraussetzung" für eine "Liebesbeziehung"?

Ja, für mich ist Verlieben eine Grundvoraussetzung. Ansonsten handelt es sich für mich um Freundschaft. Und in einer Freundschaft hat Erotik für mich nichts zu suchen, in einer Liebesbeziehung schon. Ansonsten können die Grenzen sehr fließend sein.

Wie sich dieses "Verlieben" anfühlt, kann ich nicht generell sagen. Es kann jedes Mal anders sein. Aber sein muss es.
 
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  • #73
AW: Verlieben = "Grundvoraussetzung" für eine "Liebesbeziehung"?

@Heike, lieben Dank für deine redliche Mühe, relativ einfach gestellte Fragen zu "verkomplizieren" - interessante Beiträge sind es allemal...

Zitat von Heike:
...Der Unterschied von a) und b) bestünde darin, daß es bei a) um etwas geht, was man selbst bewerkstelligen kann und woraus also Ratschläge abzuleiten sind, während dies bei b) nicht der Fall ist.
Ich lass das mal offen, ob es dem Threadstarter eher um a) oder um b) geht....
insofern ... eure interessanten in pseudo-wissenschaftliche Argumente und Begrifflichkeiten gepackten Diskussionen in allen Ehren (zweifellos ein interessanter Ansatz, hier einmal empirisch vorzugehen); dem "Threadsteller" ging es vor allem um Eure persönlichen Einstellungen und Erfahrungen dazu ... :)

so wie zuletzt hier...
Zitat von LunaLuna:
Ja, für mich ist Verlieben eine Grundvoraussetzung. Ansonsten handelt es sich für mich um Freundschaft. ...Wie sich dieses "Verlieben" anfühlt, kann ich nicht generell sagen. Es kann jedes Mal anders sein. Aber sein muss es.
Nun denne - zur Ergänzung des Ganzen - wie fühlt sich "Verlieben" an?

(ich kam ja auf das Thema über die "Männer-Gefühls-Debatte", wo man schon lesen durfte, wie schwierig sich Gefühle beschreiben lassen... )

gruß

koelner
 
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  • #74
AW: Verlieben = "Grundvoraussetzung" für eine "Liebesbeziehung"?

Zitat von koelner:
@Heike, lieben Dank für deine redliche Mühe, relativ einfach gestellte Fragen zu "verkomplizieren" - interessante Beiträge sind es allemal...
Lies dein Startposting doch noch mal und guck, was du da alles so an Kategoriegeschützen auffährst. Schien dir doch offenbar ein ANliegen zu sein, oder?

(zweifellos ein interessanter Ansatz, hier einmal empirisch vorzugehen); dem "Threadsteller" ging es vor allem um Eure persönlichen Einstellungen und Erfahrungen dazu ... :)
Eigentlich heißt genau dies "empirisch".

Magst du vielleicht einen kurzen Zwischenstand geben, inwiefern die persönlichen Berichte, wie andere es machen, dir zur Beantwortung der Frage
Sollte man sich "zwingend" vorher in den jeweils anderen verlieben (wie immer man das definiert, mit Schmetterlingen und so) ODER "reicht es aus", anfänglich eine gewisse Grundchemie zu verspüren und man versucht, dann darauf aufzubauen und entsprechende Gefühle mit der Zeit ggf. mehr zuzulassen?
verholfen haben?

Was Verliebtheit ausmacht, ist ja eine ganz andere Frage. Das verwirrt und verkompliziert doch ziemlich. Da könnte es helfen zu schauen, was jetzt die Antwort auf deine ja wie du meinst ziemlich einfache Frage ist.
 
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  • #76
AW: Verlieben = "Grundvoraussetzung" für eine "Liebesbeziehung"?

Meist lese ich hier ja nur. Aber würde auch gern mal meinen Senf dazu geben.
Also mich erinnert der Eingangspost an eine klassische Debatte um Beziehungen im 20 Jh. die auch schon in diversen Talkshows diskutiert wurde. (In der Wissenschaft natürlich auch.)
Da wird der Gegensatz aufgemacht von der partnerschaftlichen Liebe und der leidenschaftlichen als Basis fürs Zusammensein. (Leidenschaftliche Liebe als Basis einer Beziehung -verzeiht wenn das jetzt auch alles wieder wissenschaftlich klingt aber da kommt die Soziologin in mir durch- betrachtet die Wissenschaft als eine „Erfindung“ des bürgerlichen Zeitalters im 19.Jh.
Und dann folgt zumeist die Analyse, dass eine Partnerschaft, die sich primär auf Leidenschaften gründet viel Anfälliger ist fürs Scheitern. (Denn wenn die sexuelle Attraktion mal nachlässt....)

Da sag ich's mal mit Effi Briest: Das ist ein weites Feld Luise...“

Aber perönlich kann ich dem schon etwas abgewinnen. Mir leuchtet ein, dass primär sexuelle Attraktion schneller nachlassen kann als z.B. die gemeinsame Sicherung eines Lebensstandards etc.

Da aber für mich eine Beziehung ohne Leidenschaft undenkbar ist und andere Faktoren (wie Einkommen etc.) eine untergeordnete Rolle spielen, hör' ich einfach auf meinen Bauch und schau, was dabei rauskommt. (Scheitern inbegriffen.)
 
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  • #77
AW: Verlieben = "Grundvoraussetzung" für eine "Liebesbeziehung"?

Zitat von Heike:
Gerade auf einem Portal, wo sich viele Nutzer einer Partnerbörse zum Zwecke der Partnerfindung herumtreiben, wird umso heftiger geleugnet, daß Liebe ein Zweck ist.
Und mein bescheidener Hinweis, daß wer etwas sucht meist auf einen Zweck aus ist, wird ofenbar als Verstecken oder Leugnung oder so der Liebe aufgefaßt.
Gehört es denn zu den notwendigen Voraussetzungen der Partnersuche, daß man sich und anderen so viel vormacht? Ist die Liebe denn so bösartig, daß sie als Bezahlung für ihre Dienste den Selbstbetrug fordert?
Ich glaube nicht.
..nein, das glaube ich auch nicht :)

Vielleicht ist der Begriff "Verleugnung" etwas hart gewählt - vielleicht ist es eher Unsicherheit oder Unwissenheit:

"Die Liebe" ist ja sicherlich nicht eine Substanz aus einem Guss - sondern (neben dem "Eigentlichen") eine Zusammensetzung vieler Bestandteile - z.B. ist sie ein hochkomplexes soziales System, ein Gefühl(s-Chaos ;-), eine Tugend, ein gesellschaftlicher Code (den Begriff der romantischen Liebe gibt es übrigens erst seit dem späten 18. Jahrhundert) usw.usw. - und daneben eben auch der unerklärliche Rest, der den Zauber ausmacht :)

Etwas nüchtern kann man z.B. folgenden Erklärungsansatz versuchen:
Die modernen Gesellschaften machen es dem Einzelnen schwer - das Bedürfnis, sich als Individuum und als ein Ganzes zu erleben, wächst mit der Erfahrung, immer weniger in einem festen, haltgebenden gesellschaftlichen Rahmen zu leben.

In älteren Gesellschaftsstrukturen wurden diese Bedürfnisse aufgefangen durch das Erleben der Zugehörigkeit zur Gruppe, zum Klan, zum Berufsstand, zur Religion usw.
Die für den modernen Menschen typische Zersplitterung in "Funktionen" versucht der Einzelne auszugleichen, indem er die Bedürfnisse nach Ganzheit (denn das bedeutet es, sich als Individuum zu fühlen), in den Beziehungbereich verlagert - wohin auch sonst, der Arbeitsmarkt z.B. legt da nicht so gesteigerten Wert drauf..

Eine einheitliche Identität kann sich nur bilden, wenn der Mensch die Bestätigung seiner selbst als ein Ganzes durch einen (menschlichen) Spiegel erlebt.
Also könnte man sagen, die Liebe hat u.a. den Zweck der Selbstdarstellung - nämlich durch den Blick des anderen nicht nur physisch, sondern auch sozial relevant - wichtig, einmalig, wertvoll - zu "werden".

Dies ist nur ein Aspekt, aber ich denke, es ist völlig legitim, ihm zu folgen und für sich das "Beste rauszuholen" - das muß ja nicht heißen, daß man dem anderen schadet...:))

PS: Das bedeutet auch, daß heutige Beziehungen sehr viel stärker belastet sind - einem viel höheren Druck ausgesetzt sind durch die enormen Erwartungen der Beteiligten an die Beziehung als Sinn- und Identifikationsgeber.
 
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  • #78
AW: Verlieben = "Grundvoraussetzung" für eine "Liebesbeziehung"?

Zitat von koelner:
Sollte man sich "zwingend" vorher in den jeweils anderen verlieben (wie immer man das definiert, mit Schmetterlingen und so) ODER "reicht es aus", anfänglich eine gewisse Grundchemie zu verspüren und man versucht, dann darauf aufzubauen und entsprechende Gefühle mit der Zeit ggf. mehr zuzulassen?
.... mir "reicht" die zweite Variante, denn ich lerne den anderen kennen und (vielleicht) lieben - dieses überbordende Verknalltsein war wunderbar, aber hatte meiner Erfahrung nach meist mehr mit meinen eigenen Defiziten und Projektionen zu tun...:)
 
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  • #79
AW: Verlieben = "Grundvoraussetzung" für eine "Liebesbeziehung"?

Meine Güte, was hier wieder alles geschrieben wird. Zum Teil so derart abstrakt und "zerredend", dass man schon keine Lust hat, jemanden überhaupt kennenzulernen.

Ich bin wohl hoffnungslos romantisch verklärt, ewig gestrig oder auch einfach nur naiv.

Habe in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass es für mich absolut unerlässlich ist, dass ich mich in die Frau verliebe. Nur so kann ich mir eine Beziehung vorstellen. Alles andere funktioniert bei mir nicht.

Und dieses Gefühl stellt sich bei mir relativ schnell ein. Für diese Feststellung benötige ich keine drei Dates. Weitere Treffen könnten zwar zu einer Art "Kumpelbeziehung" führen, welche jedoch von den Frauen gar nicht gewollt ist. Zudem spüren die Frauen, dass da nicht genügend Gefühl von mir kommt.

Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben, dass mir so etwas nochmal passieren könnte, wurde jedoch eines besseren belehrt. Schmetterlinge im Bauch und das Gefühl, für diese Frau sterben zu wollen - so muss es sich für mich anfühlen.

Das Risiko besteht natürlich darin, dass es zwar vom Bauchgefühl toll ist, der Rest jedoch so gar nicht passen kann. Hier würde ich jedoch lange versuchen, entsprechende Kompromisse zu finden, um die Beziehung aufrecht zu erhalten (zusammenraufen).

Lieber so, als eine rein pragmatische Beziehung bei der zwar die Hobbys übereinstimmen, aber wenig Leidenschaft im Spiel ist.
 
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  • #80
AW: Verlieben = "Grundvoraussetzung" für eine "Liebesbeziehung"?

Zitat von Heike:
Bei vielen Partnerschaften, die um der Gefühle willen geschlossen werden, hab ihc den Eindruck von Zweckbeziehungen. Beide sind sonst ganz zufrieden mit dem Leben, verspüren aber einen Mangel an Gefühl. Und da braucht jeder dann halt einen Menschen, der ihm ein Gefühl beschert und an dem er seine eigenen Gefühle festmachen kann. Wenn die Voraussetzungen günstig sind, dann klappts und beide sind zum Zwecke des Gefühlehabens nun ein Paar.
Das klingt für mich, wie die Beschreibung dessen, was David Schnarch als fremdbestätigte Intimität bezeichnet, die häufig in einer emotionalen Verschmelzung gipfelt und für Liebe gehalten wird.
 
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  • #81
AW: Verlieben = "Grundvoraussetzung" für eine "Liebesbeziehung"?

Zitat von Elli:
Dies ist nur ein Aspekt, aber ich denke, es ist völlig legitim, ihm zu folgen und für sich das "Beste rauszuholen" - das muß ja nicht heißen, daß man dem anderen schadet...:))
Ja, seh ich auch so, und auch den Rest weitgehend. Interessant finde ich eben zusätzlich, daß die Offenbarkeit dieses Zwecks der Liebe tendenziell als etwas erscheint, was dieser Liebe nicht so recht in den Kram paßt. Das ist schon eine ausgefuchste Sache mit der Liebe im bürgerlichen Zeitalter oder insbesondere dem kapitalistischen. Da ists gut, daß man die Doppelmoral veredelt, indem man umso mehr das Paradoxe, Irrationale, Träumerische der Liebe feiert. So verwindet man ja auch hier mehrheitlich die Teilnahme am Liebesbusiness, obwohl doch Liebe gerade so die ganze andere Seite zum Business sein soll. Warum nur haben die Banker keine vergleichbare Vertuschungsstrategie?
 
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  • #82
AW: Verlieben = "Grundvoraussetzung" für eine "Liebesbeziehung"?

Zitat von LunaLuna:
So habe ich den Text überhaupt nicht verstanden.
Für mich heißt es: die letzte Ebene entsteht erst aus dem Miteinander. Eine ganz normale (? Was ist "normal"?) Liebesbeziehung.
Wenn Du damit meinen Text meinst (aber ich steige hier langsam, jedoch sukzessive, nicht mehr durch), dann: Ja, genau so habe ich es gemeint.

Aber um solche Aspeke geht hier es wohl schon lange nicht mehr. Glaube ich.
 
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  • #83
AW: Verlieben = "Grundvoraussetzung" für eine "Liebesbeziehung"?

Diskssionen über abstrakte Begriffe leiden leider (nicht nur hier im Forum) zumeist unter der fehlenden Definition und Einigung, was damit eigentlich gemeint sein könnte. Solange der Rahmen nicht abgesteckt ist, lässt sich trefflich aneinander vorbei reden. Ich habe der Einfachheit halber mal Wikipedia bemüht:

"Kulturell und historisch ist „Liebe“ ein schillernder Begriff, der nicht nur in der deutschen Sprache in vielfältigen Kontexten und in den unterschiedlichsten Bedeutungsschattierungen verwendet wird. Das Phänomen wurde in den verschiedenen Epochen, Kulturen und Gesellschaften unterschiedlich aufgefasst und erlebt. Jede Zeit und jeder soziale Verband setzt je eigene Verhaltensregeln für den Umgang mit der Liebe. Daher können die Bedeutungsebenen zwischen der sinnlichen Empfindung, dem Gefühl und der ethischen Grundhaltung „Liebe“ wechseln."

... was mir persönlich bei den weiteren Ausführungen dazu gefallen hat, und aus meiner Sicht durchaus tauglich sein könnte, eine Liebesbeziehung mit oder auch ohne initiale Verliebtheit zu charakterisieren, ist Folgendes:

Liebe als intersubjektive Anerkennung

Liebe wird häufig als eine auf Freiheit gegründete Beziehung zwischen zwei Personen gesehen, die ihren Wert nicht im Besitz des adressierten Objekts findet, sondern sich im dialogischen Raum zwischen den Liebenden entfaltet. Die Liebenden erkennen einander in ihrer Existenz wechselseitig an und fördern sich „zueinander strebend“ gegenseitig.

Liebe wird teilweise als anarchisches und entgrenzendes Gegenmodell zu den Beschränkungen, Anforderungen, Funktionalisierungen und Ökonomisierungen der menschlichen Alltags- und Arbeitswelt aufgefasst. Liebe ist kein bewusster oder rationaler Entschluss der Liebenden; gleichwohl ist sie nicht irrational.

Im Sinne des Diskurses der Anerkennung (...) enthält Liebe nämlich die von Hegel betonte „Idee der wechselseitigen Anerkennung“ (...).
 
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  • #84
AW: Verlieben = "Grundvoraussetzung" für eine "Liebesbeziehung"?

Zitat von koelner:
@Heike, lieben Dank für deine redliche Mühe, relativ einfach gestellte Fragen zu "verkomplizieren"
Ich finde, du würdigst Heikes Beiträge hier zu wenig ;)

Ich fand deine Beiträge schon irgendwie ähnlich der Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“. Daher schon mal prophylaktisch die Antwort.
Bissl bösartig könnte man auch darauf verkürzen „wie schaffe ich es, dass eine kleben bleibt?“

Bester Tipp:
Der Appetit kommt zuweilen beim Essen; ein bißchen Projektion erleichtert es einem aber, den Hintern von der Couch zu bekommen.

Beste Antwort:
Frage koelner: mit welcher "Grundvoraussetzung" startest Du in eine solche zweckdienliche Liebesbeziehung? Total Verliebt oder reicht Dir die "Grundchemie" aus?
Antwort Heike.Na, immer mit der, die jeweils besteht!
Grundvoraussetzung ist ja vermutlich eine Grundvoraussetzung und nichts, was man macht und somit zur Disposition stünde, oder?


Ich denke, deine zwei aufgeführten Varianten gehören zu den gängigen Methoden (welche du zu deiner "Grundvoraussetzung" erklärst, ist allein deine Entscheidung). Keine der beiden Methoden ist aber ein Garant, dass dein Gegenüber es genauso empfindet wie du. That’s life.

Und natüüüürlich würde hier nie jemand eine schnöde Zweckbeziehung eingehen. Kinderwunsch zu verwirklichen - kein Zweck. Sexuelle Praktiken auszuleben - kein Zweck. Schmetterlinge zu fühlen - kein Zweck. Ein bisschen Action in einem ansonsten farblosen Leben zu haben - kein Zweck. Sich endlich mal gewollt und angenommen fühlen - kein Zweck. Das ist alles die reine Liebe.

Zitat von koelner:
Mein beabsichtigter "Zweck" war das willentliche Eingehen/Entwickeln einer "Liebesbeziehung" (wie ich mir diese vorstelle).
Es hatte eben einfach auf die von mir eingangs beschriebenen und zur Diskussion gestellten Möglichkeiten ("Total Verliebt" bzw. "vorhandene Grundchemie") nicht funktioniert - weil jeweils die entsprechenden Damen dies zu dem damaligen Zeitpunkt nicht konnten oder nicht wollten...
Ich sehe jetzt nicht, inwiefern es weiterhelfen kann, wenn die Mehrheit der Foristen bspw. die Variante 1 bevorzugt. Deswegen wollten die entsprechenden Damen ja trotzdem nicht so wie du.

Ein Patentrezept „wie funktioniert Liebe“ gibt es meines Wissens nicht.

Bei mir haben schon verschiedene Methoden „zum Erfolg“ geführt. Bei Onlinedating kann ich allerdings nicht mitreden.

Was mich verwundert (und auch ziemlich abschreckt): auch bei Männern, die hier im Forum eigentlich ganz vernünftig schreiben, diesen „Druck“ wahrzunehmen, das ganze (lästige) Daten effektiv zu gestalten.

Was hindert dich denn daran, genau so vorzugehen, wie du es gerade fühlst? Wenn du verliebt bist, freu dich, sei verliebt. Wenn du eine Grundchemie spürst, freu dich, lern sie näher kennen und schau wie’s so läuft. Das kann doch nicht so schwer sein?
Freu dich doch, dass du überhaupt Dates hast - das ist ja auch nicht selbstverständlich, wie ich hier so lese.

Und wenn ich dieses Argument mit dem Geld lese - meine Güte, wer sich PS nicht leisten kann, der soll’s lassen. Ansonsten ist es ein Essengehen im Monat weniger. Davon sollte doch nicht das angestrebte „Lebensglück“ abhängen, dass das zu so einem ungesunden „Hetzen“ treibt. Das vermittelt mir immer den Eindruck, es hängt doch ein "Preisschild" am Date.

Was genau ist also deine Frage? Wo's die Garantie gibt ?
(beim lieben Gott auch ihm nicht leider...träller)
 
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  • #85
AW: Verlieben = "Grundvoraussetzung" für eine "Liebesbeziehung"?

@tina, man muss doch kein "Problem" haben, um hier Beiträge einstellen zu dürfen, oder?

Ich fand einfach die Thematik interessant und habe mir eine Fragestellung überlegt, um das Ganze dann hier irgendwie auszudrücken.

Ich suche sicherlich keine "Handlungsweisung" für mich, die habe ich als koelner doch sowieso in mir... "et kütt wie et kütt"... und ob dann verliebt, oder chemisch oder Zweck wird sich zeigen...

Und Eure Beiträge zeigen ja zumindest eine Bereitschaft, auch bei einem solchen Thema einzusteigen, zu antworten bzw.zu kommentieren... und das wiederum finde ich bereichernd.

Lieben Dank!
gruß
koelner
 
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  • #86
AW: Verlieben = "Grundvoraussetzung" für eine "Liebesbeziehung"?

Zitat von koelner:
.. und ob dann verliebt, oder chemisch oder Zweck wird sich zeigen.
....haben wir nicht aufgedröselt, daß es chemisch und Zweck und verliebt (wünsch ich Dir) und noch ................ist ? ;-)
 
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  • #87
AW: Verlieben = "Grundvoraussetzung" für eine "Liebesbeziehung"?

Zitat von Heike:
Ja, seh ich auch so, und auch den Rest weitgehend. Interessant finde ich eben zusätzlich, daß die Offenbarkeit dieses Zwecks der Liebe tendenziell als etwas erscheint, was dieser Liebe nicht so recht in den Kram paßt.
...die Liebe wird da wohl drüberstehen ;-) (die beteiligten Menschen schon weniger..)

Das ist schon eine ausgefuchste Sache mit der Liebe im bürgerlichen Zeitalter oder insbesondere dem kapitalistischen.Warum nur haben die Banker keine vergleichbare Vertuschungsstrategie?
Meine Gedanken hierzu: Die kapitalistische Gesellschaftsform ist uns ja nicht von oben verordnet worden, sondern wir haben sie "gewählt", da sie uns erfolgversprechend, lukrativ und attraktiv erschien.
Ich denke, (ausreichend) viele haben in hohem Maße durch sie profitiert - sonst hätte sie nicht so lange Bestand.
Die Bedürfnisse des Menschen gehen aber darüber hinaus - und die zentralsten, wichtigsten Werte des Menschen - nach Sinn etc. sind übergeordnete Werte, die das kapitalistische System nicht bedient.

Dieses Werte-Vacuum muss ausgeglichen werden - und da der Mensch den "Wert" nicht nur quasi als einen Komplex von Wirkungsfaktoren wahrnehmen kann - sondern ihn auch als Korrektiv verwenden kann - tut er dies, indem er, in diesem Beispiel "der Liebe" einiges zuschiebt, was früher z.B. in anderen Lebensbereichen abgesättigt wurde.
Ob das wirklich sinnvoll oder hilfreich ist, steht auf einem ganz anderen Blatt, ob es nicht zu einer ständigen Überforderung führt usw.

"Die Banker" haben es nicht nötig, etwas zu vertuschen - denn sie vertuschen nichts. (außer vielleicht einiger fragwürdiger Geschäfte ;-) - sie bedienen unser System.

Die moderne Liebesbeziehung ist durch diese Werteverschiebung überfrachtet mit Stellvertreter-Aufgaben. Sie alleine soll all das bringen, was das Leben an Erfüllung, Sinn, Eingebundensein und Verbundenheit dem Menschen "vorenthält".

Ich denke, die Idealisierung hat hier ihren Ursprung. Dahinter steckt, für mein Auge und Empfinden, Angst und Unsicherheit - eine Täuschungsabsicht würde ich da nicht vermuten.
Die Idealisierung "springt ja gerne ein" - wenn der Kontakt (oder die Auseinandersetzung) mit der Realität nicht - oder noch nicht - geleistet werden kann.
 
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  • #88
AW: Verlieben = "Grundvoraussetzung" für eine "Liebesbeziehung"?

Zitat von Elli:
..nein, das glaube ich auch nicht :)

Vielleicht ist der Begriff "Verleugnung" etwas hart gewählt - vielleicht ist es eher Unsicherheit oder Unwissenheit:

"Die Liebe" ist ja sicherlich nicht eine Substanz aus einem Guss - sondern (neben dem "Eigentlichen") eine Zusammensetzung vieler Bestandteile - z.B. ist sie ein hochkomplexes soziales System, ein Gefühl(s-Chaos ;-), eine Tugend, ein gesellschaftlicher Code (den Begriff der romantischen Liebe gibt es übrigens erst seit dem späten 18. Jahrhundert) usw.usw. - und daneben eben auch der unerklärliche Rest, der den Zauber ausmacht :)

Etwas nüchtern kann man z.B. folgenden Erklärungsansatz versuchen:
Die modernen Gesellschaften machen es dem Einzelnen schwer - das Bedürfnis, sich als Individuum und als ein Ganzes zu erleben, wächst mit der Erfahrung, immer weniger in einem festen, haltgebenden gesellschaftlichen Rahmen zu leben.

In älteren Gesellschaftsstrukturen wurden diese Bedürfnisse aufgefangen durch das Erleben der Zugehörigkeit zur Gruppe, zum Klan, zum Berufsstand, zur Religion usw.
Die für den modernen Menschen typische Zersplitterung in "Funktionen" versucht der Einzelne auszugleichen, indem er die Bedürfnisse nach Ganzheit (denn das bedeutet es, sich als Individuum zu fühlen), in den Beziehungbereich verlagert - wohin auch sonst, der Arbeitsmarkt z.B. legt da nicht so gesteigerten Wert drauf..

Eine einheitliche Identität kann sich nur bilden, wenn der Mensch die Bestätigung seiner selbst als ein Ganzes durch einen (menschlichen) Spiegel erlebt.
Also könnte man sagen, die Liebe hat u.a. den Zweck der Selbstdarstellung - nämlich durch den Blick des anderen nicht nur physisch, sondern auch sozial relevant - wichtig, einmalig, wertvoll - zu "werden".

Dies ist nur ein Aspekt, aber ich denke, es ist völlig legitim, ihm zu folgen und für sich das "Beste rauszuholen" - das muß ja nicht heißen, daß man dem anderen schadet...:))

PS: Das bedeutet auch, daß heutige Beziehungen sehr viel stärker belastet sind - einem viel höheren Druck ausgesetzt sind durch die enormen Erwartungen der Beteiligten an die Beziehung als Sinn- und Identifikationsgeber.
Hab´s extra nochmal nachgelesen damit ich mich nicht vertue. Du beschreibst femdbestätigte Identität (gespiegeltes Selbst)
Wer ausschließlich oder überwiegend durch ein Gegenüber zu eigener Identität findet, sich also notwendig als der fühlt, (ja mangels sinnvoller Alternative nicht anders fühlen kann), als der ihn der andere ansieht und gleichzeitig erwartet, das dies immerdar ein schmeichelhaftes, liebens- und begehrenswertes Selbst sei, riskiert, früher oder später enttäuscht zu werden, denn das kann eine Liebe, eine Beziehung, ein Partner nicht auf Dauer leisten.
 
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  • #89
AW: Verlieben = "Grundvoraussetzung" für eine "Liebesbeziehung"?

@ t.b.d.
..stimme dir zu - ganz klar - mein Ansatz ist noch etwas umfänglicher...Ich antworte gerne ausführlicher, wenn ich die Zeit dafür habe - jetzt ruft die Pflicht :)
Dir einen schönen Nachmittag!
 
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  • #90
AW: Verlieben = "Grundvoraussetzung" für eine "Liebesbeziehung"?

Zitat von Elli:
@ t.b.d.
..stimme dir zu - ganz klar - mein Ansatz ist noch etwas umfänglicher...Ich antworte gerne ausführlicher, wenn ich die Zeit dafür habe - jetzt ruft die Pflicht :)
Dir einen schönen Nachmittag!
Ich denke, ich verstehe deinen Ansatz. Du beschreibst, woher kam die Identität bzw. das Identitätsgefühl einer Person in früheren Zeiten her und woher kommt sie jetzt, woher kam sie als Heranwachsender.
Die Identität einer Person speist sich von dem Moment an, ab dem sich ein Kind als von seiner Mutter verschiedenes Wesen wahrnimmt, durch sein Umfeld. Ein Kind kann zunächst nicht wissen wer es ist und ist darauf angewiesen, dass es gespiegelt wird. Oft ändert sich daran (leider) im Verlaufe des Lebens nichts und die Erwartung, dass die eigene Identität weiterhin aus dem direkten Umfeld kommen möge bleibt bestehen bzw. wird zum Anspruch.

Du hast sehr anschaulich beschrieben, wie das funktionieren kann bzw. früher funktionieren konnte.

Ich habe dann noch die Grenzen und Risiken dieses "Verfahrens" beschrieben.

Die Lösung wäre, dass der Mensch im Zuge des Erwachsenwerdens lernt, seine zunächst fremdbestätigte Identität zu einer selbstbestätigten Identität zu machen und diese eigenverantwortlich und selbstbestimmt weiterzuentwickeln.

Wenn man das weiterdenkt, kommt man darauf, dass die Unzufriedenheit einiger mit der durch "göttliche Ordnung" fremdbestimmten Identität letztlich zum Ausbruch aus dem feudalistischen System, in der jeder seine feste Identität zugewiesen bekam, geführt hat.
Stichwort: Existenzialismus