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  • #1

Verarbeitung...

Hallo,
während draußen in der großen weiten Welt heute Herzchen auf allem prangen und eine Menge Blumen hin- und hergereicht werden (nein, ich finde diesen Tag nicht toll oder derlei erstrebenswert, er stachelt nur, wenn man gerade Single und nicht glücklich damit ist), bin ich mit Selbstrelexion beschäftigt.

Letzte Woche noch hoffnungsvoller Neuanfang - diese Woche schon gescheitert.
Ich würde mich gern darüber austauschen, wie ihr
a) in solche Neuanfänge reingeht.
Ich hab kein bisschen dosiert, mich gezeigt, wie ich bin, nicht gezickt, keine Spielchen gespielt, gerne ja gesagt zu allem, was sich so ergab, hab mal die Führung übernommen, mal mich führen lassen und vor allem innen ganz losgelassen.
Das war schön und intensiv und hat sich toll angefühlt.
Leider ging es schief und ich grüble nun, ob ich nicht auf mein Herz besser aufpassen soll und wie das geht, denn der Aufprall ist sehr hart!!!
b) Schließt sich nahtlos an: Wie kommt ihr klar mit Herzschmerz und mit Zurückgewiesen werden?
Gleich weiter gucken oder erst Wunden lecken? Grübeln oder ablenken? Wütend sein oder traurig? Kämpfen oder Kontaktabbruch?
Ich sitze ein bisschen im Jammertal und hab auf dieses Sch...gefühl keine Lust mehr. Ich hatte es in den letzten Jahren zu oft.

Liebe Grüße
c.
 

lone rider

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  • #2
Und manchmal zaubert es einem Menschen eine kleine Melancholie ins Gesicht. Und die ist zaghaft und poetisch. Und dann ist dieser Zauber im Raum. Den man nicht erklären kann. Er hat mit Sehnsucht und Behutsamkeit zu tun. Mit Schüchternheit und einem Lächeln. Mit einem neuen Anfang.
 
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fafner

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  • #3
lone rider, ob das hier hilft? Ich weiß es nicht. Ich hatte auch schon eine "Antwort" parat und sie wieder gelöscht, weil es hier einfach kompetentere Mädels gibt als Dich und mich.
 
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Eiterblase

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  • #4
Zitat von cafune:
b) Schließt sich nahtlos an: Wie kommt ihr klar mit Herzschmerz und mit Zurückgewiesen werden?
Gleich weiter gucken oder erst Wunden lecken? Grübeln oder ablenken? Wütend sein oder traurig? Kämpfen oder Kontaktabbruch?
Ich sitze ein bisschen im Jammertal und hab auf dieses Sch...gefühl keine Lust mehr. Ich hatte es in den letzten Jahren zu oft.

Wenn du keinen Bock mehr auf dieses Gefühl hast, dann würde ich sagen, nicht mehr grübeln, keine Wunden lecken, nicht an die andere denken. Geh raus, mach Sport, unternimm was - mach diesen Tag zu einem wundervollen Tag für dich. (Das Gleiche werde ich jetzt tun, also ciao.)
 

Eiterblase

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  • #5
*Ergänzung: Ich würde kämpfen im Sinne von einen Schlussstrich ziehen.
 

fafner

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  • #6
Zitat von cafune:
(nein, ich finde diesen Tag nicht toll oder derlei erstrebenswert, er stachelt nur, wenn man gerade Single und nicht glücklich damit ist)
Es berührt mich, was Du schreibst. Kann es sein, daß Du etwas hast, was ich einen "sehr starken Partnerwunsch" nenne? Mußte gerade etwas Prügel für die Formulierung hier einstecken, aber das kann ich ab. :)
 

BellaDonna

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  • #7
Ich bin durch diese schmerzhaften Aufpralle leider misstrauisch geworden und kann erst nach einer Zeit mich einlassen, verlange aber im Gegenzug viel von einem möglichen Partner. Das macht die Sache schwierig und leider nicht mehr locker und leicht.

Im vergangenen Jahr bin ich dreimal von einem Mann, an dem ich mein Herz dann doch gehängt habe ziemlich verar... worden. Denn loslassen gehört nicht zu meinen Störken, wenn ich dann mal mein Herz verloren habe.
Nun verbringe ich die Zeit mit meinem Kopfkino und male mir wunderbare Racheaktionen aus, die ich natürlich nicht verwirkliche.

Obwohl...ich kenne da einen Strafverteidiger der gut sein soll...vielleicht sollte ich doch? ..... ;-)))
Nein - ich reflektiere und bemerke, dass mir mein Kopfkino in dem Fall einen Streich gespielt hat und ich mich in eine Projektion verliebt hatte. Wieder etwas was ich gelernt habe.
Praktisch fange ich wieder mit Sport an und kümmere mich um Dinge wie meinen Freundeskreis und meinen neuen Job.
Vielleicht gehe ich im Frühjahr nochmal online.
Allerdings nicht hier, da hier die Frauen in meiner Altersgruppe sehr stark vertreten sind.
 

lone rider

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  • #8
Mini- OT, aber auch nicht:
fafner, ich fand das, was Dreamerin über die Veränderung an Dich schrieb sehr gut und hoffe aber Deine "Verwirrung" mündet in eine sehr schöne neue Erfahrung.

Und ja, Männer sind auch die besseren Mädels, das hast Du gut erkannt. Aber es tat meiner Männlichkeit nie einen Abbruch. Deiner auch nicht.
 
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  • #9
Ich bin ja noch neu hier und hab extreme Probleme, zu raffen, wer Mann und wer Frau ist. Das Forum ist in der Hinsicht irgendwie komisch und die komischen Avatar-Bildchen klären da gar nix. Ich würd mir schon irgendwie wünschen, mir mehr ein Bild des Schreibers machen zu können.
Anyway - also ich bin eine Frau. Durch und durch :)
 

Dreamerin

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  • #10
@cafune
Ich würde es hilfreich finden, wenn du uns ein wenig mehr die Situation schilderst. Was meinst du mit gescheiterten Neuanfang? War es schon das Stadium eines Beziehungsversuches ( wie es hier mal formuliert wurde)? Oder erst das Stadium des Übergangs von online zu tatsächlich im Leben?

Ganz allgemein bin ich eher nicht derjenige der rät: rausgehen, Sport machen, mit Freunden treffen etc..später ja, ganz klar. Aber wenn es so akut ist, wäre das für mich nur ein Beschäftigungsprogramm, was meiner selbst nicht entspricht. Ich brauche in solchen Situationen diese Wunden lecken, dieses Selbstmitleid, dieses Heueln, dieses verzweifelt sein. Erst wenn diese Phase vorbei ist, kommen diese ja eigentlich auch hilfreichen Ratschläge bei mir an, vorher nicht.
 

fafner

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  • #11
Zitat von lone rider:
Ja, ich auch. Danke. Den 2. Absatz verstehe ich nicht ganz, macht aber nix. Habe meinen Beitrag von vorhin editiert, er erschien mir unpassend.
Zitat von cafune:
Ich bin ja noch neu hier und hab extreme Probleme, zu raffen, wer Mann und wer Frau ist. Das Forum ist in der Hinsicht irgendwie komisch und die komischen Avatar-Bildchen klären da gar nix.
Ups? Jetzt wo Du es schreibst: sind bei Euch die Avatare auch weg?? Finde ich schade, mir gefiel meins.
cafune, manchmal hilft es, wenn man auf den Usernamen klickt und ein paar Beiträge des-/derjenigen liest. Da wird es oft klarer. Manchmal aber auch nicht... :-/
Zitat von BellaDonna:
Komisch. Das erste, was meine Frau nach der Trennung gemacht hat (eigentlich schon kurz vorher), war, sich in der Muckibude anzumelden. Na, ich geh da halt lieber in die Gruppe hier... ;-p
 
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lone rider

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  • #12
cafune,
bei mir handelt es sich um einen Mann. Mein Avatar ist genderneutral. Ich vertrete keine explizit männlichen Ansichten. Zumal ich auch nicht weiß, welche die wären.

fafner,
der zweite Absatz bezog sich darauf, dass meine Schreibe eventuell feminin anmutet.
 

BellaDonna

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  • #13
Zitat von fafner:
?......
Komisch. Das erste, was meine Frau nach der Trennung gemacht hat (eigentlich schon kurz vorher), war, sich in der Muckibude anzumelden. Na, ich geh da halt lieber in die Gruppe hier... ;-p

Viele Frauen lassen sich wohl als erstes die Haare schneiden ;-))
Nein Muckibude kann ich gar nicht leiden - leider.
Ich halte es eher mit skaten und schöner Musik in den Ohren.
Oder schwimmen.
Und nicht, weil ich meinen Körper optimieren will - da müsste ich wohl wirklich in die Muckibude, sondern, weil ich diese gleichmäßigen Bewegungen als fast schon meditativ empfinde und ich so wieder ein Stück meiner Mitte finde.
Dann noch ein Abend mit Freunden und der Tag wird als wundervoll verbucht.

Ich kenne aber auch die Zeiten, als ich mich komplett vergraben habe und nach "Schuld" suchte.
 
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  • #14
Zitat von Dreamerin:
@cafune
Ich würde es hilfreich finden, wenn du uns ein wenig mehr die Situation schilderst. Was meinst du mit gescheiterten Neuanfang? War es schon das Stadium eines Beziehungsversuches ( wie es hier mal formuliert wurde)? Oder erst das Stadium des Übergangs von online zu tatsächlich im Leben?

Hm, Dreamerin,
schwer zu sagen. Und vielleicht würden dir beide Beteiligten zwei verschiedene Antworten geben. Wir hatten uns schon gegenseitig besucht und jeweils eine schöne Nacht beim anderen verbracht, direkt aufeinander folgend, was viel zu viel viel zu schnell war, denke ich im Nachhinein.

Keine Ahnung, wie man das dann nennt inj parship-Sprache ;-)
Wenn ich genau dazu bereit bin, heißt das für mich, dass ich eine Partnerschaft anstrebe, sonst würde ich das nicht tun. Ich hätte das beim Gegenüber auch so eingeschätzt, kommuniziert wurde entsprechend, aber wer weiß das schon...

Ich bin halt einfach sehr verunsichert, weil er sich überhaupt nicht zu den Gründen äußern möchte und das Gefühl des Gleichklangs und der Freude miteinander total im Gegensatz dazu steht, wie es weiterging. Deshalb vermute ich Bindungsangst, aber im Prinzip stochere ich wirklich im Dunkeln. Und das ist, was mir am meisten zusetzt: Wenn es blöd gewesen wäre, könnte ich locker loslassen, so aber hab ich nur ein riesiges Fragezeichen über dem Kopf!
 

BellaDonna

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  • #15
Ja -das ist fies wie sich nicht mehr melden.
Ein männlicher guter Freund bei dem ich Rat suchte, sagte, dass manche Männer alles nur tun, um eine Frau ein/zweimal ins Bett zu bekommen und insbesondere Frauen, die Wert darauf legen, dass sie nur innerhalb einer Beziehung mit einem Mann schlafen möchten, angelogen werden, dass sich die Balken biegen. Da wird vorgespielt und getäuscht, um dann die Trophäe im Bett zu haben.
Denn die Frauen, die selber sexuell offener im Sinne von: ich brauche keine Beziehung oder Liebe dazu - sind für den Jagdtrieb dieser Männer ohne Reiz.
:'-(

Falls es so sein könnte, fühl dich gedrückt. Auch ich bin schon "Opfer" dieser unfreiwilligen ONS geworden, weiß aber, dass es auch viele gibt, die das eben nicht machen.
 

Pit Brett

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  • #16
Zitat von cafune:
... weil er sich überhaupt nicht zu den Gründen äußern möchte ...
Ihr grübelt zu viel. Wenn er nicht will, dann will er nicht. Und die Gründe kann man manchmal wirklich nicht aufsagen. Was ich da alles schon gehört habe! Der Hintern gefällt doch nicht so sehr wie gedacht. Eine längst vergessene Bemerkung, die unüberbrückbare weltanschauliche Differenzen signalisiert, über die er gar nicht erst diskutieren will. Der Geruch am Morgen. Eine Essgewohnheit. Nase schneuzen unter der Dusche. Alles nur Beispiele, bitte sehr, die verdeutlichen sollen, dass es manchmal nicht lohnt, da etwas ergründen zu wollen. Einen Spröden erobern, das ist etwas ganz anderes, als einen Schweiger zum Jagen tragen zu wollen.
 

BellaDonna

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  • #17
Auch im Verarbeiten gibt es sehr unterschiedliche Typen.
Ich war sehr sehr lange darauf getrimmt, diese Dinge nicht zu hinterfragen sondern einfach "wegzupacken" und dait durch zu sein.
Mir hat das sehr schlecht getan - es hat mich krank gemacht.
Deshalb frage ich auch nach....damit ich verstehen kann. Selnst ein "Dein Hintern ist mir zu dick" finde ich total ok.
Ich bin dann nicht beleidigt. Wenn das für ihn ein kriterium ist, dann ist das so und dann kann ich es verstehen.
Mich kotzt das nicht melden und feige Ausreden an.
Es ist erbärmlich und feige!! Armselig!
 
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  • #18
Hallo cafune

Wenn etwas Neues am Start ist, erlebe ich es immer so, dass es ganz viele kleine Stufen gibt, an denen noch entschieden wird, ob es weitergeht oder nicht. Ist man sexuell kompatibel ? Fühlt es sich richtig an, Alltag miteinander zu verbringen ? Welche Variation von Nähe/Verbindlichkeit möchte der andere ? Auch wenn erstmal Stimmigkeit und Abfahren da war, kann es dann doch noch ganz plötzlich an der einen oder anderen Frage kippen... Vielleicht ist so etwas bei euch passiert ?
Für den, der dann den Rückzieher macht, ist das unter Umständen mit einem peinlichen Gefühl verbunden : oje, jetzt muss ich ihm/ihr doch vor den Kopf stoßen .... habe ich mehr versprochen, als ich nun halte ? Das kann der Hintergrund sein für einen plötzlichen Rückzug - es muss nicht immer gleich ONS-Mentalität oder Beziehungsunfähigkeit sein...

Der andere Punkt ist : wie lange war der Mann vorher allein und wie lange ist seine letzte lange Beziehung her ? Beim Onlinedaten passiert es sehr häufig , dass die Leute sich sehr enthusiastisch hineinschmeißen und sich ganz sicher sind, es wäre der richtige Zeitpunkt für sie. Erst in dem Moment, in dem jemand vor ihnen steht und eine Erwartung an sie hat, Verbindlichkeit gefragt ist - da plötzlich kriegen sie ein mulmiges Gefühl und merken dann doch, dass sie das (noch nicht) wollen. Auch nicht böse gemeint, sondern nur menschlich...

Ich halte es eher so wie Dreamerin, wenn etwas nicht geklappt hat. Ruhig den Schmerz zulassen und eine Weile traurig sein. Ich bin eher ein Mensch, der es vorzieht, sich auch mal schlecht zu fühlen als gar nichts zu fühlen.
 
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  • #19
Cafune,
die Rezepte für aktuellen Liebeskummer sind wohl unterschiedlich; von heulen zulassen bis sich was Gutes tun…
Wenn du beim Thema Selbstreflexion bist, evtl. folgende Gedanken (ich will aber nicht in Wunden bohren): mir fällt da ein Gegensatz auf

Zitat von Cafune:
Ich hab kein bisschen dosiert, mich gezeigt, wie ich bin, nicht gezickt, keine Spielchen gespielt, gerne ja gesagt zu allem, was sich so ergab, hab mal die Führung übernommen, mal mich führen lassen und vor allem innen ganz losgelassen.
Das war schön und intensiv und hat sich toll angefühlt.
Wir hatten uns schon gegenseitig besucht und jeweils eine schöne Nacht beim anderen verbracht, direkt aufeinander folgend, was viel zu viel viel zu schnell war, denke ich im Nachhinein.

Wenn ich genau dazu bereit bin, heißt das für mich, dass ich eine Partnerschaft anstrebe, sonst würde ich das nicht tun. Ich hätte das beim Gegenüber auch so eingeschätzt, kommuniziert wurde entsprechend, aber wer weiß das schon...
Wenn du dich gezeigt hast, wie du bist, und es hat sich schön, intensiv und toll angefühlt, Sex zu haben, warum im Nachgang die Rücknahme "was viel zu viel viel zu schnell war"? Das muss doch nicht abgewertet werden. Es war dein Weg, und aus irgendwelchen Gründen hat es nicht funktioniert. Der Handel "Sex gegen Partnerschaft" funktioniert eben NICHT. Aus irgendwelchen Gründen will er nicht. Das kannst du gerne mit Bindungsangst bezeichnen, wenn’s hilft (da können wir ja nichts zu sagen). Aber rede dir das Erlebte doch im Nachhinein nicht schlecht!

Oder heißt "gerne ja zu allem gesagt", dass das nur für den Partnerschaftshandel gilt? Dann hast du dich vielleicht doch nicht so gezeigt, wie du bist…
(im übrigen kann Spielchen spielen sehr gut zum Zeigen dazugehören ;))
 
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  • #20
Und wie unterscheidet man den Spröden vom Schweiger? Find ich schwierig.
Ist mir zu plakativ, zu viel Schubladendenken.
Das Problem ist eher, dass es zu unterscheiden gilt: Geht es bei ihm _mit_mir_ nicht, oder ginge es mit _keiner_Frau_, weil er mit alten Dämonen kämpft, wovon ich ausgehe, aufgrund dessen, was er mir erzählt hat.
Und ich glaub nicht, dass das jeder gut unterscheiden kann, der Angst hat.
Ersten Punkt kann ich locker akzeptieren, das kann man nicht zwingen. Ist es das zweite, würde ich kämpfen wollen. Da muss einfach ein erlerntes, destruktives Programm umgeschrieben werden. Die Geduld und die Empathie dazu hätte ich.

Deshalb ist sein sich nicht äußern für mich so fatal.
Ich möchte im ersten Fall mich nicht zum Deppen machen und im zweiten Fall nicht zu schnell aufgeben.
 

Pit Brett

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  • #23
Recht simpel. Sie bringen es nicht übers Herz, die Wahrheit zu sagen. Sie glauben, das (was auch immer) könne man niemandem ins Gesicht sagen. Wobei ich manchmal denke, der Anteil an Feigheit ist deshalb so hoch, weil man sich dann in Widerspruch setzen müßte zu früheren, entgegengesetzten oder wenigstens nicht dazu passenden Äußerungen.
 
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  • #24
Zitat von tina*:
Cafune,
Wenn du dich gezeigt hast, wie du bist, und es hat sich schön, intensiv und toll angefühlt, Sex zu haben, warum im Nachgang die Rücknahme "was viel zu viel viel zu schnell war"? Das muss doch nicht abgewertet werden.

...zu viel für das Gegenüber, vielleicht hab ich ihn überfahren und war nicht achtsam genug?!?
Ich seh das nicht als Handel. Aber ich versteh nicht, wie man etwas einfach abhackt, was gut tut und nicht laufen lässt und an den Dingen schraubt, die komisch sind.

Schreiberin hat glaub ich einen Treffer gelandet. Er war sehr, sehr, sehr lang nicht mehr am Jagen und ist jetzt wohl überfordert. Und er hat das gleiche vor ein paar Wochen schon einmal mit einer Frau gemacht.
Alles Puzzlesteinchen...
 

lone rider

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  • #27
cafune,
wenn Du den Film der Exorzist (eine der wenigen intelligenten Filme zu dem Thema) gesehen hast, weißt Du, dass es keinen Sinn macht, mit Dämonen zu kämpfen. Sie sind Intellektuelle, die ein Vergnüngen an der Destruktion haben. Letztlich sind sie aber nur Delegationspatienten.
Was ich Dir am Anfang geschrieben habe entstammt einer tiefen Überzeugung. Vielleicht erschließt sich der Text nicht auf Anhieb, aber die Melancholie hat eine Poesie, die nicht unter dunkel oder hell fällt, nicht dreist ist.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

ENIT

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  • #28
Zitat von BellaDonna:
Auch im Verarbeiten gibt es sehr unterschiedliche Typen.
Ich war sehr sehr lange darauf getrimmt, diese Dinge nicht zu hinterfragen sondern einfach "wegzupacken" und dait durch zu sein.
Mir hat das sehr schlecht getan - es hat mich krank gemacht.
Deshalb frage ich auch nach....damit ich verstehen kann. Selnst ein "Dein Hintern ist mir zu dick" finde ich total ok.
Ich bin dann nicht beleidigt. Wenn das für ihn ein kriterium ist, dann ist das so und dann kann ich es verstehen.
Mich kotzt das nicht melden und feige Ausreden an.
Es ist erbärmlich und feige!! Armselig!

Ja, in den zwei letzten Sätzen stimme ich dir zu. Nimm dir nicht alles zu sehr zu Herzen. Ich weiß, wovon ich schreibe, denn ich bin auch ein "Herzmensch". Es gibt Männer, die es einfach nicht Wert sind überhaupt eine nette Weiblichkeit zu bekommen, und die, die es sind, die findet Frau sicherlich nicht in PS. Gib nicht auf und lass dich nicht durch solche unfairen Typen zerstören, dass hast du nicht nötig.
 
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  • #29
Danke, lone rider.
Die Melancholie ist schon lange meine Freundin. Sie setzt sich manchmal zu mir auf die Couch und ich biete ihr dann eine heiße Schokolade an.

Und sie wird unterschätzt und zu wenig geliebt dieser Tage.

Und ich hätte nicht gedacht, dass es eine Schnittmenge gibt zwischen Exorzisten-Schauern und Melancholie-Schätzern.
Schön!
 

zauberer01

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  • #30
Zitat von cafune:
b) Schließt sich nahtlos an: Wie kommt ihr klar mit Herzschmerz und mit Zurückgewiesen werden?
Gleich weiter gucken oder erst Wunden lecken? Grübeln oder ablenken? Wütend sein oder traurig? Kämpfen oder Kontaktabbruch?
Ich sitze ein bisschen im Jammertal und hab auf dieses Sch...gefühl keine Lust mehr. Ich hatte es in den letzten Jahren zu oft.

Liebe Grüße
c.

Ehrlich gesagt: ich habe inzwischen gelernt, immer wieder aufzustehen. Ich versuche es, das ganze einfach nicht zu nahe an mich heran zu lassen bzw. erst einmal nur sehr dosiert Gefühle zu investieren. Ein gesunder Schutzmantel hilft da.

Ich bin übrigens manisch-depressiv, deswegen mit Mitte 40 seit ein paar Jahren frühverrentet. Mir ist es bewusst, dass das für viele ein absolutes No-Go ist und dass ich da nicht unbedingt sehr viel erwarten kann. Wer nichts erwartet, kann aber in jedem Fall positiv überrascht werden.
 
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