SineNomine

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  • #32
AW: Verantwortungsbewußte Männer?

Zitat von iceage:
[...], aber mein Arbeitstag begann um 5h Früh, um 6h im Büro, um 19h nach Hause, um 20h auf der Baustelle und ja nachdem wie fit ich war bis 23h oder 1 Uhr Früh am Hausbau gearbeitet - Wochende ausgenommen - da wir ich um erst um 8h auf de Baustelle [...]

Hmm, dass das, ganz egal wie motivierend oder demotivierend die Partnerin ist, bestenfalls für eine kurze Zeit funktionieren kann und man, wenn ein solcher Zustand länger anhält, früher oder später immer die Rechnung für einen solchen Raubbau an sich selbst und der Beziehung präsentiert bekommt liegt eigentlich auf der Hand.
Trotzdem rennen viele Paare in diese Falle und ich frage mich bei solchen Geschichten immer, wie die da wohl hineingeraten und vor allem, warum sie da so lange drin stecken bleiben. Merkt man, wenn man erstmal in einem solchen Hamsterrad steckt, schon nach kurzer Zeit nicht mehr, dass das nicht lange gutgehen kann? Tröstet man sich damit, dass das Haus ja irgendwann fertig sein wird? Oder blendet man das bewusst oder unbewusst aus?
 

iceage

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  • #33
AW: Verantwortungsbewußte Männer?

Zitat von nanunana:

weil ich nie bauen wollte und es vorher schon gekriselt hat und sie alle Alternativen abgelehnt hat bis ich ja gesagt habe und wenn ich "Weise" gewesen wäre, es beim Patt hätte belassen, aber gedacht, wenn ich ihr Haus baue, wird meine Liebe anerkennen und wieder netter zu mir, aber das Gegenteil war der Fall! Sie hatte die Liebe zu mir verloren und ich nichts bemerkt - zu naiv, zu unerfahren, zu beschäftigt im Hamsterrad, viele Indizien waren da, aber als "das gehört halt auch dazu und da müssen wir durch" interpretiert - tja manchmal geht Liebe einfach ...

nein meine Liebe, die Welt schreibt viel tiefere Geschichten, als dass man diese in "unterdrückte fleißige Hausfrau und böser fauler Mann" einteilen kann ...
 

Else

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  • #34
AW: Verantwortungsbewußte Männer?

Zitat von iceage:
weil ich nie bauen wollte und es vorher schon gekriselt hat ...
Sie hatte die Liebe zu mir verloren und ich nichts bemerkt - zu naiv, zu unerfahren, zu beschäftigt im Hamsterrad, viele Indizien waren da, aber als "das gehört halt auch dazu und da müssen wir durch" interpretiert

Da gilt es ja in der nächsten Beziehung einiges zu verändern. Mehr bei sich sein, nicht glauben, man kann den anderen ändern oder dessen Zuneigung "erkaufen" (bitte nicht falsch verstehen), und nicht mehr so doll im Hamsterrad laufen. Und die kritischen 9-Monate überstehen. Chakka, Du schaffst das
 

iceage

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  • #35
AW: Verantwortungsbewußte Männer?

Zitat von Else:
Da gilt es ja in der nächsten Beziehung einiges zu verändern. Mehr bei sich sein, nicht glauben, man kann den anderen ändern oder dessen Zuneigung "erkaufen" (bitte nicht falsch verstehen), und nicht mehr so doll im Hamsterrad laufen. Und die kritischen 9-Monate überstehen. Chakka, Du schaffst das

naja "erkaufen" - grundsätzlich ist ja auch hier Thema, dass man(n) keine Opfer mehr für den Partner bringt - jeder nur mehr seinen Egoismus auslebt, das war mal das Gegenteil und auch wieder falsch - hab halt gehofft, wenn ich mich zerschinde, dass sie mich irgendwann wieder aus dem Froschteich holt ;)

Heute beschwere ich mich zwar auch über's ohne Partnersein, aber jetzt ist das selbstverschuldet, denn ich bin mir schon bewusst wie die Prioritäten gesetzt sind und dass grundsätzlich jetzt mal ich selbst an der Reihe bin, dem es gilt gutes zu tun, und das Warten, dass das ein Partner tun hat ein Ende - ich tue mir selbst gutes ;)
 

luz do sol

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  • #36
AW: Verantwortungsbewußte Männer?

Zitat von iceage:
würde ich diese Tätigkeiten (na gut, den Müll bringe ich raus, wenn's sein muss) grundsätzlich eher meiner weiblichen Hälfte zusprechen und ich mich den hauswerklichen Tätigkeiten widmen ...

Das Komische ist nur immer, dass die hausfraulichen Tätigkeiten eigentlich jeden Tag in Anspruch nehmen, die handwerklichen allerdings meiner Erfahrung nach, viel seltener stattfinden... D.h. in den meisten Familien, die ich kenne und wo das so getrennt wurde, kam der Mann nach einem sicherlich anstrengenden Arbeitstag nach Hause und die Dame des Hauses, die auch von der Arbeit nach Hause kam, kümmerte sich dann noch um den Haushalt und ggf. um ihn und die Kinder... Zum Glück ist das heute teilweise etwas anders.
 

Freitag

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  • #38
AW: Verantwortungsbewußte Männer?

Zitat von iceage:
Ein Partner ist immer belastbarer und wird auch deshalb mehr abbekommen, was auch in Ordnung und geschlechtsneutral verteilt ist.

Und dass ich im Zuge der Übernahme dieser eigentlich nicht wirklich anstrengenden Hausarbeit noch weniger ihre Jammerei verstehe, ja, das sage ich ganz klar! Für mich steht diese Jammerein in keiner Relation zum Aufwand - außer, dass sie eben nicht so belastbar war, wie ich
wie denn nun? es ist einerseits in ordnung wenn einer belastbarer ist und andererseits bezeichnest du es als jammern wenn sie nicht mithalten konnte?
 

Freitag

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  • #39
AW: Verantwortungsbewußte Männer?

Zitat von Else:
Da gilt es ja in der nächsten Beziehung einiges zu verändern. Mehr bei sich sein, nicht glauben, man kann den anderen ändern oder dessen Zuneigung "erkaufen" (bitte nicht falsch verstehen), und nicht mehr so doll im Hamsterrad laufen.
was ist meiner seiner einstellung zur individeull unterschiedlichen leistungsfähigkeiten? ok oder jammerei?
 

Else

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  • #40
AW: Verantwortungsbewußte Männer?

Zitat von Freitag:
was ist meiner seiner einstellung zur individeull unterschiedlichen leistungsfähigkeiten? ok oder jammerei?
Schreib doch bitte präzise, was du wissen möchtest. Fragst Du mich wie ich den von Dir ausgemachten Widerspruch in iceages statement bewerte, oder was ich von Deiner Kritik daran halte?
 

iceage

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  • #41
AW: Verantwortungsbewußte Männer?

Zitat von Freitag:
wie denn nun? es ist einerseits in ordnung wenn einer belastbarer ist und andererseits bezeichnest du es als jammern wenn sie nicht mithalten konnte?

weil das zwei paar Schuhe sind - auch, wenn die Leistungsfähigkeit gleich verteilt wäre, ja selbst wenn einer mehr einbringt, braucht der andere Partner trotzdem für dessen Bemühen, dessen Einsatz Anerkennung und es macht so überhaupt keinen Spaß, wenn du schon am Zahnfleisch dahergehtst, noch anhören zu dürfen, was du denn alles nicht bist und kannst - wenn jetzt sogar die Leistungsbilanz auf deiner Seite ist, dann ist das - je nachdem wie verliebt, naiv und ausdauernd du bist - der Dolchstoß für jede Beziehung ...
und ich war auch nach Jahren noch sehr verliebt, naiv sowieso und besonders ausdauernd ...

Speziell für Freitag ;)
Punkt 1 erklärt die unterschiedliche Leistungsfähigkeit
Punkt 2 erklärt, dass das Jammern damit nicht korreliert
 

No_Kitty

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  • #42
AW: Verantwortungsbewußte Männer?

Zitat von iceage:
weil das zwei paar Schuhe sind - auch, wenn die Leistungsfähigkeit gleich verteilt wäre, ja selbst wenn einer mehr einbringt, braucht der andere Partner trotzdem für dessen Bemühen, dessen Einsatz Anerkennung und es macht so überhaupt keinen Spaß, wenn du schon am Zahnfleisch dahergehtst, noch anhören zu dürfen, was du denn alles nicht bist und kannst - wenn jetzt sogar die Leistungsbilanz auf deiner Seite ist, dann ist das - je nachdem wie verliebt, naiv und ausdauernd du bist - der Dolchstoß für jede Beziehung ...
Hmmh, das sind ja spannende Erfahrungen... also, da ich ja ein elender Individualist bin, glaube ich ja daran, dass Leistungsfähigkeit - selbst wenn ähnlich verteilt - doch wohl nie ganz synchron oder gar in den gleichen Bereichen liegen kann. Weil wir ja als Menschen in unserer Verschiedenheit so wunderbar sind (;o))))) )
Wenn ich dann auch noch dazu nehme, dass Liebe verschieden ausgedrückt wird - hier hast du wohl mit deinen Aktivitäten und Zugeständnissen versucht deiner Frau zu zeigen, wie sehr du sie liebst, sie hat das nicht verstanden und gewürdigt. Oder wenn, nicht auf eine Art, die du wahrgenommen hast.

Und so bist du nun für dich zu dem Schluss gekommen, dass es zuviel war.

Mitnichten, mein lieber Iceage mit dem Hörnchen auf dem Rücksitz, es war vielleicht noch ganz anders....

Ohne dass ich deine Situation wirklich kenne, bin ich mir bewusst, dass meine Aussagen hierzu nicht griffig sein können, ...... aber nur mal so als Gedankenspiel: was war aus deiner Rückschau das, wie sie Ihre Liebe ausgedrückt hat? Vielleicht hat sie nur die 'Währung' nicht verstanden.

Was schade ist, aus meiner Sicht, dass du nun glaubst, dass das, was du freiwillig gegeben hast, entwertet wurde dadurch, dass sie es nicht gewürdigt hat (aus deiner Wahrnehmung).
Jeder kann nur so viel geben wie er hat.

Ich finde es einen wunderbaren Gedanken, dass du deiner Liebe ein Haus bauen wolltest. Du hast nur nicht bemerkt, dass du dich dabei vergessen hast. Du hast dich übernommen, und den Punkt nicht gefunden, wo du klar Hilfe von deiner Frau brauchtest. Die Frage nach Hilfe so zu stellen, dass sie etwas tun konnte, um dich zu entlasten. (Boah, soviel Konjunktiv in einer Konstruktion - sorry, wenn ich es nicht klarer rüber bringen kann)

Deine Gegenbewegung nun ist ziemlich verständlich, wird dich wohl nicht so weit bringen, dass du wieder ganz vertraust und dich auch der möglichen Verletzung öffnest. Nur das Risiko kann dir keiner abnehmen. Und das weisst du auch: no risk, no fun.

Ja, es hat etwas damit zu tun verantwortungsbewusst zu sein, sich selbst und dem Partner gegenüber, sich selbst einzuschätzen: was kann ich, was geht nicht mehr. Und auch die Geduld, nicht absolut zu werden und kategorisch 'Nie' oder 'Nie wieder' zu rufen.

Ein neuer Partner wird wieder eine andere Sprache sprechen, wie er/sie Liebe wahrnimmt und zeigt. Es ist spannend zu lernen, wie man selbst auch in einer neuen Partnerschaft seine Liebe ausdrückt und erfährt. Und es wird anders sein als vorher, wenn du es zulässt.
 

iceage

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  • #43
AW: Verantwortungsbewußte Männer?

du hast mit jeder deiner Zeilen recht; und ich habe mich mit dem Hausbauen sogar auf ihre Ebene begeben, was aber der Fehler in meinen Überlegungen war, dass ich angenommen haben, wenn ich mich auf ihre Ebene einlasse, dann kann sie auf meine Ebenen der Anerkennung und Zweisamkeit (wieder) kommen; nur Senf, der einmal aus der Tube ist, geht nicht mehr rein ;) - es war einfach zu spät und selbst der Umstand, dass ich nun in ihrem Hamsterrad lief, war einfach zu spät und hatte nur zur Folge, dass anstatt, dass sie meine Welt (wieder) betrat, nur ein "na, endlich siehst du's ein" als Ergebnis kam ...

Ich kann nur immer wieder darauf hinweisen - kein Alheilmittel, aber für mich in vielen belangen hilfreich, das Buch "Die 5 Sprachen der Liebe"!

Bei vielen Bekanntschaften funktionierts deshalb so schnell, weil einfach der Partner, das Date die selbe "Sprache" spricht und es funktioniert alles einfach unbeschwert! Und warum das nachhaltige "Einlassen" trotzdem so schwer fällt ist, weil plötzlich nach dem langsamen aufhören der ersten Liebelei, der Partner dann eine andere Sprache beginnt zu sprechen ...

muss nicht sein, passiert aber leider immer wieder ...
 
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Andre

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  • #44
AW: Verantwortungsbewußte Männer?

Zitat von iceage:
braucht der andere Partner trotzdem für dessen Bemühen, dessen Einsatz Anerkennung und es macht so überhaupt keinen Spaß, wenn du schon am Zahnfleisch dahergehtst, noch anhören zu dürfen, was du denn alles nicht bist und kannst ...
Wenn man -- egal, was man tut -- es jemandem nicht mehr recht machen kann, ist die Sache gelaufen. Darin drückt sich eine generelle Ablehnung der ganzen Person aus. Es ist, um die Sache mal von der anderen Seite zu sehen zu versuchen, auch in der Tat nicht einfach, jemandem Anerkennung zu geben, den man innerlich ablehnt. Erstens, weil das eine das andere nach sich zieht, aber auch, weil man nichts mehr zurückgeben mag und sich deshalb beschämt fühlt. Diffizile Sache das.

Edit: Das Problem ist, dass man die allumfassende "Missachtung" des anderen sozusagen für eine objektive Tatsachenbeschreibung hält und einen das Gefühl beschleicht, tatsächlich nichts zu taugen. Ich hatte vor anderthalb/zwei Jahren so einen Moment, in dem alles auf einmal kam: am Abend Trennung wegen einer Sache, die mich überhaupt nicht ausmacht und am nächsten Morgen in der Firma Maßregelung wegen einer Sache, die mich überhaupt nicht ausmacht. Das, was mich ausmacht, irrelevant und vergessen, das war dann zu fett. Das war dann der Moment, wo ich innerlich ausgestiegen bin, wo mich alle nur noch am A*sch lecken konnten und mir einmal mehr klar wurde, dass ich das, "was mich ausmacht", selbst definieren und unabhängig von allem anderen machen muss. Auf dass es einem niemand mehr wegnehmen kann. -- Da war es gut, dass es mal so richtig fett kam.
 
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Freitag

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  • #45
AW: Verantwortungsbewußte Männer?

Zitat von Andre:
Ich hatte vor anderthalb/zwei Jahren so einen Moment, in dem alles auf einmal kam: am Abend Trennung wegen einer Sache, die mich überhaupt nicht ausmacht und am nächsten Morgen in der Firma Maßregelung wegen einer Sache, die mich überhaupt nicht ausmacht. Das, was mich ausmacht, irrelevant und vergessen, das war dann zu fett.
ich komm nicht mit, was sind sachen die dich ausmachen oder nicht ausmachen?
 

Andre

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  • #46
AW: Verantwortungsbewußte Männer?

Naja, jeder hat doch so Haupteigenschaften, die sein Wesen/Charakter/Mentalität/Standpunkte/Meinungen/Fähigkeiten usw. grundlegend prägen/ausrichten. Andererseits ist man sich aber nicht jeden Tag immer gleich und hat auch widersprüchliche/ambivalente Seiten, die nur gelegentlich oder schwach zum Vorschein kommen. Im Beruf kommt noch hinzu, dass manche (selbst wesentliche) Eigenschaften einfach keine Rolle spielen, z. B., weil sie Privatsache sind und auf berufliche Leistungsfähigkeit, Können usw. keinen Einfluss haben.

Anders gesagt: jeder hat so seine Defizite, inneren Widersprüche und auch unschönen Seiten, aber eben auch seine guten und schönen. Entscheidend ist doch das Gewicht, das diese Seiten haben -- oder eben, welches Gewicht ihnen ein anderer beimisst. Und da kann es halt passieren, dass Seiten, die man selbst (und auch andere) bis dato nebensächlich fand, für den anderen viel schwerwiegender oder gar entscheidend sind, z. B., weil er damit schonmal schlechte Erfahrungen gemacht hat.

Bis hierher würde ich noch sagen, okay, das ist dann so, das ist dann Pech. Was mich in der o. g. Sache so fuchtig gemacht hat war, dass über die zweifelsohne zutreffende Feststellung meiner "unschönen Seiten" hinaus noch falsche Behauptungen bzw. fadenscheinige Argumente angehängt wurden, aus der Mücke also ein Elefant gemacht wurde, sodass alles andere in dessen Schatten stand. Wie gesagt, persönliche Abneigungen kann und muss ich akzeptieren, falsche Schlussfolgerungen oder unlautere Argumente jedoch nicht, erst recht nicht, wenn meine Gegenrede überhaupt keine Wirkung hat. Dann bleibt mir nichts anderes übrig, als Mutwillen und Missachtung anzunehmen.

(Um was es sich nun konkret handelte, muss ich dir leider vorenthalten, da ich diese Themen leid bin und -- wie in einem Falle schon geschehen -- hier nicht nochmal diskutieren möchte.)
 

Teufelchen

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  • #47
AW: Verantwortungsbewußte Männer?

Erstmal zum Allgemeinen:

Was ist denn dieses Verantwortungsbewusstsein überhaupt? Und warum wird dabei auf Männer abgestellt?

Persönlich bin ich der Meinung, dass jeder Mensch, der in seinem Leben etwas erreichen möchte, oder bereits erreicht hat, ein gesundes Maß an Verantwortung tragen muss. Das an sich mache ich jedoch nicht am Geschlecht fest. Und Fakt ist ja auch, dass beispielsweise alleinerziehende Elternteile nicht partout mit Verantwortung umgehen können, nur weil sie versuchen ein Kind zu erziehen. Es gibt genügend Beispiele, in denen besagte Elternteile mit einer solchen Situation völlig überfordert sind, es sich und anderen gegenüber aber aufgrund von Versagensängsten niemals freiwillig eingestehen würden.

Für mich trägt jeder Verantwortung, der in der Lage ist, sich unfallfrei im Leben zu behaupten. Der eine vielleicht etwas mehr, der andere etwas weniger. Aber dem Grunde nach doch alle.

Da ich selbst ein Mann bin muss ich jedoch gestehen, dass mir vor allem die Männer im Sinn geblieben sind, welche mit Verantwortung nichts zu tun haben. Nach vorne (also den Frauen gegenüber) hat man sich natürlich alle Mühe gegeben, sich verantwortungsbewusst zu zeigen. Allerdings brechen die meisten dieser Männer nach kurzer Zeit wieder ein und fahren ihr altbekanntes Muster. Von daher mehr Schein als Sein.

Wirklich verantwortungsbewusste Menschen heben das nicht hervor, sondern handeln einfach entsprechend und machen da keinen großen Wind drum :)

Jetzt im Speziellen:

Wenn man sich in einer Partnerschaft anfängt, für seinen Gegenüber zu verändern um ihm/ihr zu gefallen, dann sollte man sich selbstkritisch hinterfragen. Möchte ich das? Ist es mir das wirklich wert? Sicher.... wenn man jemanden liebt oder verliebt ist, fällt das oftmals schwer. Sofern man aber einen funktionsfähigen Freundeskreis hat, kann man in aller Regel auch hier auf Hilfe hoffen.

In meinem Fall war es glücklicherweise so, dass meine zwei besten Freunde mich vor einem riesigen Fehler bewahrt haben... oder besser gesagt, sie haben dafür gesorgt, dass dieser Fehler beendet wurde. Für den Mut, mir ihre ehrliche Meinung zu sagen, bewundere ich sie und weiß, dass sie zu recht meine besten Freunde sind.

Auch ich musste mir erstmal darüber klar werden, dass es keinen Sinn macht, mich immer wieder so zu verändern, dass es meiner Frau gefallen wird. Letzten Endes macht man sich damit nur selbst zum Deppen. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende... blöder Spruch, aber zutreffend.
 

Freitag

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  • #48
AW: Verantwortungsbewußte Männer?

Zitat von Teufelchen:
In meinem Fall war es glücklicherweise so, dass meine zwei besten Freunde mich vor einem riesigen Fehler bewahrt haben... oder besser gesagt, sie haben dafür gesorgt, dass dieser Fehler beendet wurde. Für den Mut, mir ihre ehrliche Meinung zu sagen, bewundere ich sie und weiß, dass sie zu recht meine besten Freunde sind.
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laß mich raten, sie sagten dir daß du eine frau verlassen sollst.
 

Teufelchen

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  • #51
AW: Verantwortungsbewußte Männer?

Zitat von Freitag:

Dann einige Details dazu:

-> Sie wollte keine Entscheidungen treffen, also habe ich welche getroffen und mit ihr abgesprochen. Sie gab ihre Zustimmung, nur um hinterher darüber zu lästern, welche Entscheidung ich alleine getroffen hätte.

-> Wir trafen organisatorische Absprachen, da wir beide voll berufstätig sind und einen gemeinsamen Sohn haben. Leider waren die Absprachen nur einseitig, sie wusste hiervon nichts mehr.

-> Wenn sie ihren Willen durchsetzen wollte nutzte sie dazu jedes Mittel. Und ich gab nach.

-> Die Wörter "Rücksichtnahme", "Ehrlichkeit" und "Verständnis" existieren für diese Frau nur im Wörterbuch... und selbst daran zweifel ich mittlerweile.

-> Unterhaltungen oder Diskussionen auf Sachebene waren nicht möglich. Wenn etwas nicht mit ihrem Weltbild konform ging, wurde die Unterhaltung von ihr abgebrochen.

Der Haken an der Sache war schlicht und ergreifend, dass ich versucht habe, es ihr Recht zu machen und mit der Zeit selbst nicht mehr mitbekommen habe, was eigentlich alles schief gelaufen ist. Als ich sie dann vor vollendete Tatsachen stellte, war zwar ihre Überraschung nicht zu übersehen, allerdings wage ich zu behaupten, dass es sie aus der Bahn geworfen hätte. Von daher war es der richtige Schritt in Richtung Leben :)
 

Freitag

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  • #53
AW: Verantwortungsbewußte Männer?

Zitat von Teufelchen:
Dann einige Details dazu:

-> Sie wollte keine Entscheidungen treffen, also habe ich welche getroffen und mit ihr abgesprochen. Sie gab ihre Zustimmung, nur um hinterher darüber zu lästern, welche Entscheidung ich alleine getroffen hätte.

-> Wir trafen organisatorische Absprachen, da wir beide voll berufstätig sind und einen gemeinsamen Sohn haben. Leider waren die Absprachen nur einseitig, sie wusste hiervon nichts mehr.

-> Wenn sie ihren Willen durchsetzen wollte nutzte sie dazu jedes Mittel. Und ich gab nach.

-> Die Wörter "Rücksichtnahme", "Ehrlichkeit" und "Verständnis" existieren für diese Frau nur im Wörterbuch... und selbst daran zweifel ich mittlerweile.

-> Unterhaltungen oder Diskussionen auf Sachebene waren nicht möglich. Wenn etwas nicht mit ihrem Weltbild konform ging, wurde die Unterhaltung von ihr abgebrochen.

Der Haken an der Sache war schlicht und ergreifend, dass ich versucht habe, es ihr Recht zu machen und mit der Zeit selbst nicht mehr mitbekommen habe, was eigentlich alles schief gelaufen ist. Als ich sie dann vor vollendete Tatsachen stellte, war zwar ihre Überraschung nicht zu übersehen, allerdings wage ich zu behaupten, dass es sie aus der Bahn geworfen hätte. Von daher war es der richtige Schritt in Richtung Leben :)
was hat diese auflistung mit den von dir beschriebenen angeblichen fakten zu tun?
das sind alles irgendwelche stimmungsbilder und subjektive einschätzungen, aber keine fakten.
 

iceage

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  • #54
AW: Verantwortungsbewußte Männer?

Zitat von Teufelchen:
Dann einige Details dazu:

-> Sie wollte keine Entscheidungen treffen, also habe ich welche getroffen und mit ihr abgesprochen. Sie gab ihre Zustimmung, nur um hinterher darüber zu lästern, welche Entscheidung ich alleine getroffen hätte.

-> Wir trafen organisatorische Absprachen, da wir beide voll berufstätig sind und einen gemeinsamen Sohn haben. Leider waren die Absprachen nur einseitig, sie wusste hiervon nichts mehr.

-> Wenn sie ihren Willen durchsetzen wollte nutzte sie dazu jedes Mittel. Und ich gab nach.

-> Die Wörter "Rücksichtnahme", "Ehrlichkeit" und "Verständnis" existieren für diese Frau nur im Wörterbuch... und selbst daran zweifel ich mittlerweile.

-> Unterhaltungen oder Diskussionen auf Sachebene waren nicht möglich. Wenn etwas nicht mit ihrem Weltbild konform ging, wurde die Unterhaltung von ihr abgebrochen.

Der Haken an der Sache war schlicht und ergreifend, dass ich versucht habe, es ihr Recht zu machen und mit der Zeit selbst nicht mehr mitbekommen habe, was eigentlich alles schief gelaufen ist. Als ich sie dann vor vollendete Tatsachen stellte, war zwar ihre Überraschung nicht zu übersehen, allerdings wage ich zu behaupten, dass es sie aus der Bahn geworfen hätte. Von daher war es der richtige Schritt in Richtung Leben :)

so eine ähnliche Frau hatte ich auch einmal, so etwas ist echt mühsam, aber der Sex mit ihr war sensationell und hat zum Durchhalten motiviert ;) - um den tut es mir heute noch Leid :D