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  • #61
Also wenn die Frau kein Fleisch isst, ist die raus!
 
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Deleted member 24735

  • #62
Ne,ein Steak ist dann absolut nebensächlich.Da bringst Du aber etwas durcheinander.
Nee, nee. Ich denke weiter. Über den Tellerrand sozusagen. Wissen doch alle dass Fleischfresser, Omnivore, Vegetarier und Veganer in ihren Persönlichkeitsstrukturen grundverschieden und nicht im geringsten partnerschaftskompatibel sind, worin sich begründet, dass für den Einladenden eine Beziehung mit dem Ausschlagenden eh nicht glücklich wird und sogar zum Scheitern verurteilt ist.
Demnach ist es nur vorausschauend den Steakausschlager direkt in den Wind zu schießen.
 
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  • #63
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  • #64
Also wenn mein Date seinen Fokus auf das zart rosa legt,dann wäre ich erstmal nur noch sprachlos :rolleyes:
So.

Ich fange mal langsam an. ^^

Meine Lebensgefährtin ist Vegetarierin, nicht so streng, Fisch und Meeresfrüchte gehen noch. Mich würde ich als Flexitarier bezeichnen. Im Grunde wie sie, nur dass ich, wenn wir Essen gehen, schon noch mal ein Stück Rindfleisch bestelle. Ein gutes Stück ist wichtig, denn je besser das Fleisch, desto weniger muss daran herumgebraten werden!
Interessanterweise können viele Köche gutes Fleisch schon ganz gut kurzbraten, allerdings gelingt es nicht mehr vielen das Stück trotzdem warm auf den Teller zu bringen.
Ich kann das übrigens ganz gut begründen, sicher nicht jedem. Manche sind schon ziemlich in Vereinfachung und schwarzweiß unterwegs und haben von Essen oder Lebensmitteln herzlich wenig Ahnung. Solche Menschen sind zuweit weg von der Möglichkeit der Erkenntnis, dass z.B. pasteurisierte Milch/Nahrungsmittel tot ist/sind, im Grunde nicht kaufenswert. Häufig ist das nur Unwissenheit oder mangelndes Interesse. Ich lasse pasteurisiert dann auch bis auf zu akzeptierende Ausnahmen sein. Wie Zucker, Salz,,Alkohol, Getreide, konventionell erzeugte Lebensmittel, ... auch.

Wusstet ihr, dass REWE wegen des "potenziellen Risikos" überhaupt keinen Rohmilchkäse in der Käsetheke verkauft? Bei den abgepackten gibt es einige wenige. Bergkäse ist ein Stichwort.. Mich kann man mit den großartigen Käsespezialitäten kaum locken, in der Regel pasteurisiert.
Erst über eine intensive Recherche und viel Dusel habe ich einen Käser gefunden, der nur Rohmilch verarbeitet! Unglaublich, dass sich das noch jemand traut angesicht des üblichen Gedöns um das Schreckgespenst Verkeimung. Das will ich übrigens nicht generell geringreden, aber auf die Idee, dass man sich damit auch etwas nimmt, kommt der moderne Homo sapiens gar nicht mehr.

Schweinefleisch sowieso nicht, und wenn man die industrielle "Fertigung", nicht nur der Schweinefleischproduktion, genauer betrachtet, dann schon gar nicht. Das ist ebenfalls für die Vereinfacher, Schwarzweißbetrachter ein nur schwer zu bewältigendes Thema. Müsste ich also gar nichts ins Profil schreiben, weil meine potenzielle Partnerin wenigstens damit umgehen könnte. Wahrscheinlicher ist, dass wir ähnlich mit dem Thema umgehen und uns gegenseitig in der Entwicklung beschleunigen. Hat jetzt aber nichts mit schnäubigem Veganer oder dem Omnivore, der zufrieden ist mit dem was man ihm anbietet, zu tun. Das ist eher so ein Ding, wie gruselig sich Nahrungsmittelindustrie entwickelt hat und wie überzeugend und mit wie wenig Kritik sie ihren Dreck verkaufen können. Die vereinfachenden Schwaerzweißbetrachter, die meist nicht mal wissen, dass sie welche sind, werden dann mit der steigenden Lebenserwartung argumentieren und ich mit den Zivilisationskrankheiten.
Das Leben ist so oft so einfach, halt nicht immer, ich liebe es. :D

Ach ja, bei obiger Liste werden sich viele fragen, kann man da überhaupt noch genießen? Kann man, sogar unglaublich gut, aber das einem fragenden @fafner erläutern zu wollen, ist absehbar sinnlos. Hätte man mir aber vorher wohl auch schon erklären können, nur, verstanden hätte ich es nicht. Selbst wenn man sich schon bewusst ist, dass man in seinen Ernährungsgewohnheiten schon recht weitgehend sozialisiert ist. Den Weg muss man nicht nur sinnvoll finden, ihn dann halt auch gehen.

So, @saphira11, so denn meine Ausführung zu "zartrosa". ^^ Ich würde allerdings nicht beim Date damit provozieren wollen, aber solche, ähnliche und weitere Gedanken - mit ausführlichen Begründungen, die ich übrigens sehr gerne infrage gestellt sehe, es können sich neue Aspekte ergeben - ihr keinesfalls ersparen! Meinst du - unter den entsprechenden Gegebenheiten - käme es bei uns bis zum Date? ^^
 
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  • #72
Ach ja, bei obiger Liste werden sich viele fragen, kann man da überhaupt noch genießen? Kann man, sogar unglaublich gut, aber das einem fragenden @fafner erläutern zu wollen, ist absehbar sinnlos. Hätte man mir aber vorher wohl auch schon erklären können, nur, verstanden hätte ich es nicht. Selbst wenn man sich schon bewusst ist, dass man in seinen Ernährungsgewohnheiten schon recht weitgehend sozialisiert ist. Den Weg muss man nicht nur sinnvoll finden, ihn dann halt auch gehen.

So, @saphira11, so denn meine Ausführung zu "zartrosa". ^^ Ich würde allerdings nicht beim Date damit provozieren wollen, aber solche, ähnliche und weitere Gedanken - mit ausführlichen Begründungen, die ich übrigens sehr gerne infrage gestellt sehe, es können sich neue Aspekte ergeben - ihr keinesfalls ersparen! Meinst du - unter den entsprechenden Gegebenheiten - käme es bei uns bis zum Date? ^^

Lieber Hoppel,
Es ging hier mE weiter oben um eine moegliche, unbekannte Vielfalt der vegetarischen oder veganischen Kueche. Man kann das als muehsam ansehen oder leicht nehmen.
Dein Post ist anderweitig sehr ausfuehrlich und eher fuer das Forum als fuer eine Verabredung geeignet. Man kann fragwuerdige Produktionsmethoden quasi fuer alle Lebensmittel vermuten und lebhaft diskutieren. Wenn sich die globale Bevoelkerung seit 1970 mehr als verdoppelt hat, sind Kompromisse in der Herstellung ggf kaum vermeidbar.
Essen hat fuer mich einen hohen ‘funktionalen Wert’ hinsichtlich der Makros. Meinen Kalorienbedarf decke ich diese Wochen zu jeweils 30% mit Eiweiss und Fett, sowie zu 40% mit Kohlenhydraten. Wenn man diese Aufteilung auch vegetarisch oder vegan erreicht, probiere ich jeden Vorschlag sehr gerne.
 
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  • #73
Wenn man diese Aufteilung auch vegetarisch oder vegan erreicht, probiere ich jeden Vorschlag sehr gerne.
Der Clou ist ja wohl, daß durch Weglassen von Fleisch, ggf. Fisch und Milchprodukten die Ernährung abwechslungsreicher, vielfältiger, gar spannender zu werden scheint. ;)
Das läßt sich ja heute beliebig fortsetzen.
Autofahren weglassen - das Leben wird vielfältiger.
Fliegen weglassen - das Leben wird abwechslungsreicher.
Usw. usf. etc. pp.
 
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  • #74
Lieber Hoppel,
Es ging hier mE weiter oben um eine moegliche, unbekannte Vielfalt der vegetarischen oder veganischen Kueche. Man kann das als muehsam ansehen oder leicht nehmen.
Yep, mir ging es primär um ein seltsames, finde ich zu hinterfragendes Verhalten, bezüglich "zartrosa". Ist aber bei der Empfängerin nicht angekommen. Nicht wichtig.

Dein Post ist anderweitig sehr ausfuehrlich und eher fuer das Forum als fuer eine Verabredung geeignet. Man kann fragwuerdige Produktionsmethoden quasi fuer alle Lebensmittel vermuten und lebhaft diskutieren. Wenn sich die globale Bevoelkerung seit 1970 mehr als verdoppelt hat, sind Kompromisse in der Herstellung ggf kaum vermeidbar.
Dann hat es dich beschäftigt. ^^ Es hatte beispielhaften Charakter und bei einem Date müsste schon einiges zusammenkommen, damit ich mich dergestalt ausließe. Das kam schon vor. Auch nicht wichtig. Wichtiger ist, rüberzubringen wie ich denke und ob jemand damit umgehen kann. Das beinhaltet nicht den intensiven Dialog, der zwangsläufig in meine Äußerungen interpretiert wird, sondern wie sie damit umgeht. Diesen Dialog hatte ich in meinen Beziehungen meist nicht und brauche ihn auch nicht. Es gibt einen Zwang zu interpretieren und man kann es auch dann nicht sein lassen, wenn man sich wg. häufig falscher Interpretationen mehr oder wenig häufig auf dem Holzweg wiederfindet. Ist normal und sinnlos jedes Mal aufzuklären. Das Interpretieren muss grundsätzlich infrage gestellt werden, dann kann es angemessener werden.

Essen hat fuer mich einen hohen ‘funktionalen Wert’ hinsichtlich der Makros. Meinen Kalorienbedarf decke ich diese Wochen zu jeweils 30% mit Eiweiss und Fett, sowie zu 40% mit Kohlenhydraten. Wenn man diese Aufteilung auch vegetarisch oder vegan erreicht, probiere ich jeden Vorschlag sehr gerne.
Das ist nicht ungewöhnlich, da das mit der angebotenen, für hinreichend gehaltenen Ernährung häufig nicht hinhaut und sei es nur über das Symptom Übergewicht bemerkt wird.
Ich kann dir nichts vorschlagen ^^, da ich, wenn ich konsequent funktional unterwegs bin, meinen Kalorienbedarf bis zu 70% aus sinnvollen Ölen decke und Kohlenhydrate minimiere, dann ist nämlich (mit der Umstellung auf den ketogenen Stoffwechsel) Schluss mit Insulin bedingten Hungergefühlen (Heißhungerattacken). Der Rest sind kohlenhydratarme Gemüse, Salate, pflanzliche und tierische Proteine. Bevorzugt rohkostlich, weil das Erhitzen Nachteile hat, halt als eine Form von ketogener Ernährung, die wieder eine Form von Low Carb ist. So als Arbeitsthese: Mit einer human geeigneten Ernährung ist Übergewicht gar nicht möglich.
Ich will auch keine Hühner oder deren Eier essen, die mit Fischmehl gefüttert werden. Das Fischmehl ist auch funktional und dennoch eine kranke Geschichte(*).. Um wieder OnTopic zu werden, Diskutieren beim Date bringt nichts, dazu braucht es schon ähnlichen Umgang mit solchen Gedanken um zu ähnlichen Schlüssen zu kommen. Der "ähnliche Umgang" ist wichtiger als die praktische Umsetzung. Mit Differenzen daraus ist (mir) dann leicht umzugehen.

(*) Eine recht bekannte Studie, ich müsste sie trotzdem aufwändiger suchen, befasste sich mit Katzen, die über Generationen mit gekochtem Fleisch ernährt wurden. Scheint nicht von Belang, aber schon in der 4. Generation litten die fast durchgängig an Knochenerweichung und einem dramatischen Anstieg an Totgeburten. Es dauerte wieder vier Generationen mit artgemäßer Ernährung mit rohem Fleisch bis die Schäden wieder weg waren. Genetisch? Irgendwie schon.
Schweine erholen sich schon in einer Generation, beim Menschen weiß man es nicht. Wird dann halt diffus unter Zivilisationskrankheiten mit diffusen Ursachen zusammengefasst.
 
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Das hört sich fürchterlich unsexy an. Mit so einem Statement könnte man mich sehr schnell in die Flucht schlagen.
@Ulla2: Danke fuer die passende Antwort von Dir. Gerade letzten Samstag habe ich die Schwester meiner Partnerin in die Flucht geschlagen. Sie wollte mir nicht glauben, dass Ketchup oft prozentual mehr Zucker enthaelt als Nutella. Bis Sie im Supermarkt die Label verglichen hat...
 
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  • #77
(...)So als Arbeitsthese: Mit einer human geeigneten Ernährung ist Übergewicht gar nicht möglich.
(...)
Ausnahmen sind ggf genetisch bedingt, aber ich stimme Dir sonst zu.
Frage (an Dich): Ist Dir bei Deinen Recherchen begegnet, dass Fructose weniger das Saettigungsgefuehl beeinflusst? Fruchtsaefte sind bei mir ohnehin ein No-go, aber ich moechte mich bzgl der Information ueber Fructose und fehlende Saettigung nicht auf eine Quelle beziehen.
 
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  • #78
Der Clou ist ja wohl, daß durch Weglassen von Fleisch, ggf. Fisch und Milchprodukten die Ernährung abwechslungsreicher, vielfältiger, gar spannender zu werden scheint. ;)
(...)
Es kann auch ein "scheinbares Weglassen" sein. Proteine haben einen relativen Vorteil, da sie eher saettigend wirken. Wenn man Proteine weglaesst, isst man dann eher von anderen Dingen. Letzte Woche hat jemand stolz online geschrieben, dass er sich viel energiereicher fuehlt, wenn er weniger Fleisch ist. Ach was. :)
 
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  • #79
Den letzten vergleichbaren Hype um Ernährung gabs übrigens vor so 80, 90 Jahren.
 
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Zitat von koerschgen:
Frage (an Dich): Ist Dir bei Deinen Recherchen begegnet, dass Fructose weniger das Saettigungsgefuehl beeinflusst? Fruchtsaefte sind bei mir ohnehin ein No-go, aber ich moechte mich bzgl der Information ueber Fructose und fehlende Saettigung nicht auf eine Quelle beziehen.
Ja, die Obstsäfte. Na ja, der Birnbaum im Garten ist fast rum. Die sind so lecker, aber leider bringen mich schon 2 reife Birnen am Tag mit ihrem Zucker aus der Ketose - und dann geht das wieder los mit dem Hungergefühl. Erschwerend hat es noch zwei der wenigen alten Apfelsorten im Garten, die ich vertrage. Die moderne Supermarktappleware kann ich komplett vergesssen. Das ist für mich die schwierigste Zeit im Jahr, über Weihnachten macht mir Zucker vergleichsweise so gut wie keine Probleme. Mehr habe ich mit Zucker, bis auf seltene zu akzeptierende, sozial bedingte Ausnahmen, nicht zu tun. Meine LG bastelt noch mit Xylit (Birkenzucker) rum. -> Weihnachten kommen die Kids.
Fructose im Obst ist nicht das Thema, als Ersatzstoff schon. Die Ballaststoffe spielen eine Rolle und Äpfel, Birnen sind vergleichsweise ballaststoffreich. Zu deiner Frage: Quelle habe ich keine, aber einen >Hinweis<.

Sättigung ist mit einem niedrigen Insulinspiegel leicht. Kohlenhydrate machen abhängig. Mir war immer klar, dass ich ein Brotjunkie war, aber selbst dafür gibt es super Alternativen. Faszinierend sättigend!

Zitat von koerschgen:
Wenn man Proteine weglaesst, isst man dann eher von anderen Dingen. Letzte Woche hat jemand stolz online geschrieben, dass er sich viel energiereicher fuehlt, wenn er weniger Fleisch ist. Ach was.:)
Yep, Proteine sind sättigend. Problem bei reichlich Proteinen ist dann deren Verstoffwechselung in Kohlenhydrate, was wieder Insulin zur Folge hat. Mit einem niedrigen Insulinspiegel holt sich der Körper seine Energie direkt aus den Fettreserven. Falls du abnehmen willst, dann lässt sich das so gar nicht vermeiden.
Die Umstellung auf diesen ketosen oder ketogenen Stoffwechsel ist nicht ohne. Ich treibe regelmäßig Wettkampfsport und die Umstellung konnte ich deutlich wahrnehmen. Das habe ich mit einer guten Woche Dauer in Erinnerung, dann waren die Probleme rum.
 
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  • #83
Bei solchen "scheinbar abwegigen" Äußerungen werde ich idR neugierig.
Nee, abwegig hört sich das für mich gar nicht an, sondern verbissen. Das bestätigt mir auch nochmal das Beispiel mit dem Ketchup.
Es ist ja nun wirklich keine neue Erkenntnis, dass Convenience Food hauptsächlich aus Dreck besteht. Wenn jemand dieses Wissen ignorieren will, muss man denjenigen dann missionieren oder soll man ihn genüßlich seinen Ketchup essen lassen?
Das kann man sicher unterschiedlich sehen, ich weiß nur, dass ich definitv keine Lust auf Menschen habe, die permanent ungefragt ihr Umfeld über Ernährung aufklären wollen. Sowas hatte ich schon einige Male bei Kollegen, freiwillig würde ich es mir nicht antun.
 
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  • #87
Den letzten vergleichbaren Hype um Ernährung gabs übrigens vor so 80, 90 Jahren.

1929-1939? Als ein "Volk ohne Raum" nach der "Kornkammer Europas" schielte?
Meines Wissen wurde damals nur halb soviel Fleisch verzehrt wie heutzutage. In den 50ern sogar noch weniger. Kann es sein, dass etwas umso schlimmer wird je mehr dagegen anagitiert wird? Ich meine, wir hatten auch noch nie so viele PKW wie jetzt.
 
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  • #88
1929-1939? Als ein "Volk ohne Raum" nach der "Kornkammer Europas" schielte?
Meines Wissen wurde damals nur halb soviel Fleisch verzehrt wie heutzutage. In den 50ern sogar noch weniger. Kann es sein, dass etwas umso schlimmer wird je mehr dagegen anagitiert wird? Ich meine, wir hatten auch noch nie so viele PKW wie jetzt.
Kam dann ja der Krieg, da wurde natürlich wirklich alles knapp, und ein Bewußtsein für Ressourcenknappheit ist selbstverständlich.
Und davon abgesehen paßte das Ernährungsthema halt so gut zu Optimierungswahn und Selbstdisziplinierung, Biologismus, Blut und Boden usw.
Aber natürlich haben die Nazis die Ernährungslehre auch nicht erfunden. Sie hat nur ziemlich gut gepaßt.
Gegens Rauchen haben die Nazis übrigens auch Kampagnen gestartet, ganz wie heute (oder gestern).
 
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  • #89
Nee, abwegig hört sich das für mich gar nicht an, sondern verbissen. Das bestätigt mir auch nochmal das Beispiel mit dem Ketchup.
Genau das meine ich: eine schlichte Überbewertung eigener Kenntnisse, garniert mit überbordender Spekulation. IdR wird Ketchup beispielhaft erwähnt und nicht, weil jemand verbissen oder missionarisch oder was du dir sonst noch so alles ausdenkst :p ist.

Es ist ja nun wirklich keine neue Erkenntnis, dass Convenience Food hauptsächlich aus Dreck besteht. Wenn jemand dieses Wissen ignorieren will, muss man denjenigen dann missionieren oder soll man ihn genüßlich seinen Ketchup essen lassen?
Aha, ich will dir ja nicht in die Parade fahren, aber warum wird das in Massen konsumiert?
Es geht auch anders als nur schwarz oder weiß! Man kann auf etwas hinweisen, was der Empfänger daraus macht ist alleine seine Sache!

Das kann man sicher unterschiedlich sehen, ich weiß nur, dass ich definitv keine Lust auf Menschen habe, die permanent ungefragt ihr Umfeld über Ernährung aufklären wollen. Sowas hatte ich schon einige Male bei Kollegen, freiwillig würde ich es mir nicht antun.
Ich bin ja schon länger hier unterwegs und man könnte mich bisher nicht mit missionarischem Eifer bezüglich Ernährung oder sonst was in Verbindung bringen. Den habe ich auch grundsätzlich nicht. Möglicherweise siehst du das so, überreichliche Interpretation scheint schon dein Thema zu sein. Ist auch egal, es findet sich immer jemand, der unqualfiziert seinen als wertvoll interpretierten Senf zu Hinweisen zu geben hat.

Ich kann mit solchen fröhlich und voller Überzeugung vor sich hin fantasierenden Menschen wenig anfangen, akzeptiere sie aber natürlich. Solche Menschen verstehen mich idR nicht. Das muss ich nicht mal einschätzen, denn es ist mir egal. Soll ich die auf die fehlende gemeinsame Basis hinweisen? Nein. Gibt leider zu viele - die das dann auch noch zum Quasistandard erheben! Ist es aber nicht, auch das lässt sich reflektieren. Aber es ist für dich alles gut, denn du kannst schon mal sicher sein, dass ich dich kaum mehr auf etwas hinweisen, in deiner möglichen Interpretation dich missionieren werde. Selbst wenn du auf dich beziehst, was nicht an dich gerichtet war! An den daraus resultierenden high sophisticated emotionalen Schüben bin ich nämlich nicht interessiert.:) Das hätte allgemein schon auffallen können.

Ich finde es übrigens hilfreich, wenn man sich seiner generellen Ahnungslosigkeit bewusst ist. Verbunden mit eigener Neugier macht das empfänglicher für Dinge außerhalb des eigenen Horizonts. Das passiert ständig und dann sind die eigenen Vorurteile schon mal hilfreich oder eben auch hinderlich. Ich wäre halt vorsichtig mit denen.:)



Und bitte Intuition nicht mit Vorurteil wervechseln
 
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  • #90
Weil Ketchup offenbar einen verführerischen Geschmack hat, an Schaltstellen verfügbar und gewohnt ist.

Ich bin ja schon länger hier unterwegs und man könnte mich bisher nicht mit missionarischem Eifer bezüglich Ernährung oder sonst was in Verbindung bringen.
Oh doch. :)
Und schau mal, wie du jetzt gerade wieder abgehst. Auch wieder so ad hominem gegen Ulla.