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  • #91
AW: Untreue

Zitat von Oliver:
Ich danke Dir, seit 5 Wo. läuft es auch so, hätte nie gedacht, dass ich jemals einer Partnerin offen mein Mobiltelefon in die Hand drücke o.ä., aber es geht tatsächlich. Vertrauen ist ja eine Art Vorschuß wo man hofft, dass er gut angelegt ist.

Aber ich bin da optimistisch...
Das klingt doch richtig schön, herzlichen Glückwunsch!

Dazu fällt mir etwas ein, das ich vor kurzem gelesen habe:

"Vertrauen ist das Gefühl, einem Menschen sogar dann glauben zu können, wenn man weiß, dass man an seiner Stelle lügen würde.."
 
M

Minze

  • #93
AW: Untreue

Zitat Zitat von Lisa:
"Vertrauen ist das Gefühl, einem Menschen sogar dann glauben zu können, wenn man weiß, dass man an seiner Stelle lügen würde.."

Zitat von Oliver:
Der ist gut, den muß ich mir unbedingt merken.
Was daran ist so gut?
Vertrauen ist mehr als Glaube oder Hoffnung, es braucht und hat immer eine Vertrauensgrundlage.
 
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  • #94
AW: Untreue

Zitat von Minze:
Zitat Zitat von Lisa:
"Vertrauen ist das Gefühl, einem Menschen sogar dann glauben zu können, wenn man weiß, dass man an seiner Stelle lügen würde.."



Was daran ist so gut?
Vertrauen ist mehr als Glaube oder Hoffnung, es braucht und hat immer eine Vertrauensgrundlage.
Was daran so gut ist? Die Formulierung genau auf den Punkt gebracht, wie bei den meisten weisen Sprichworten.
 
B

Benutzerin

  • #95
AW: Untreue

Zitat von Minze:
Zitat Zitat von Lisa:
"Vertrauen ist das Gefühl, einem Menschen sogar dann glauben zu können, wenn man weiß, dass man an seiner Stelle lügen würde.."



Was daran ist so gut?
Vertrauen ist mehr als Glaube oder Hoffnung, es braucht und hat immer eine Vertrauensgrundlage.
Die Existenz einer solchen Vertrauensgrundlage wird meiner Meinung nach in dem Zitat ausgedrückt.
 
M

Minze

  • #96
AW: Untreue

Zitat Zitat von Lisa:
"Vertrauen ist das Gefühl, einem Menschen sogar dann glauben zu können, wenn man weiß, dass man an seiner Stelle lügen würde.."

Welche Bedeutung soll das Wissen darum, dass man an selber Stelle lügen würde haben?

Vertrauen hat m.M.n. wenig mit Esoterik zu tun und es ist auch sehr wertvoll ohne abgehobene Interpretationen. Es bildet sich durch Erfahrungen und es beruht auf gegenseitigem Verstehen. Es benötigt Information und Aufklärung, Kommunikationsbereitschaft. Vertrauen entsteht durch Sympathie, emotionale Verbundenheit, Einfühlungsvermögen bezügl. der Bedürfnisse, Werte und Ziele anderer - Identifikation.
 
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  • #98
AW: Untreue

Zitat von Minze:
...um darzustellen, dass man dem anderen (noch) mehr Offenheit, Ehrlichkeit, Mut, Loyalität und was noch so zu einem Vertrauensverhältnis gehör, zutraut als sich selbst? Ich mochte dieses Zitat auch immer ganz gern, bei näherer Betrachtung ist es aber wirklich ein bisschen "schräg".
 
M

Minze

  • #99
AW: Untreue

Nachtrag: Vertrauen hat ja was mit Risikobereitschaft zu tun, man macht sich verletztlich und setzt oder hofft darauf, dass der andere dies nicht ausnutzt, dass er gut damit umgehen wird. Jemandem zu glauben, obwohl man selbst in dieser Situation lügen würde, bedeutet dann, dass mit dieser Situation gut damit umgegangen werden muss, um das Vertrauensverhältnis zu bewahren.
Ich finde schon den Anfang schwierig, "Vertrauen ist das Gefühl". Vertrauen ist doch vielmehr ein Vorgang, der den Austausch von Gefühlen beinhaltet und dadurch intensivierend wirkt.
 
M

Minze

  • #100
AW: Untreue

Zitat von goldmarie:
...um darzustellen, dass man dem anderen (noch) mehr Offenheit, Ehrlichkeit, Mut, Loyalität und was noch so zu einem Vertrauensverhältnis gehör, zutraut als sich selbst? Ich mochte dieses Zitat auch immer ganz gern, bei näherer Betrachtung ist es aber wirklich ein bisschen "schräg".
Ok, dann liegt es nicht ausschließlich an meiner Unfähigkeit solche Zitate zu verstehen ;-). *Erleichtert aufschnauf* ;-)
 
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  • #101
AW: Untreue

Also, ich finde man kann aber auch alles zerreden...
 
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  • #102
AW: Untreue

Zitat von Oliver:
Also, ich finde man kann aber auch alles zerreden...
...dafür sind wie schließlich hier! ;D


Ich habe mich eben selbst gefragt, warum ich meinem Partner nahezu uneingeschränktes Vertrauen entgegenbringe, mal abgesehen davon, dass ich weiß, dass er ein Freund von sehr klaren Taten und Worten ist.

Meine Antwort, schlicht wie so oft: Ich sehe einfach keinen Grund, warum er mein Vertrauen missbrauchen sollte. Außerdem ist es mir einfach zu anstrengend, hinter jedem Busch eine Gefahr zu wittern.

Ich habe kein Interesse daran, mir mit vorläufigem Misstrauen das Leben schwer zu machen. Und sollte mein Vertrauen letztendlich doch missbraucht werden, was ich natürlich nicht ausschließen kann, habe ich immer noch mehr als genug Raum und Zeit, mir das Leben zur Hölle zu machen.
 
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  • #103
AW: Untreue

Zitat von goldmarie:
Meine Antwort, schlicht wie so oft: Ich sehe einfach keinen Grund, warum er mein Vertrauen missbrauchen sollte. Außerdem ist es mir einfach zu anstrengend, hinter jedem Busch eine Gefahr zu wittern.

Ich habe kein Interesse daran, mir mit vorläufigem Misstrauen das Leben schwer zu machen. Und sollte mein Vertrauen letztendlich doch missbraucht werden, was ich natürlich nicht ausschließen kann, habe ich immer noch mehr als genug Raum und Zeit, mir das Leben zur Hölle zu machen.
Sehr gesunde Einstellung!
 
M

Minze

  • #104
AW: Untreue

Zitat von goldmarie:
...
Meine Antwort, schlicht wie so oft: Ich sehe einfach keinen Grund, warum er mein Vertrauen missbrauchen sollte. Außerdem ist es mir einfach zu anstrengend, hinter jedem Busch eine Gefahr zu wittern.
Deine Antwort, klug wie so oft :).
Deine Haltung wird als Vertrauensgrundlage auch eine übersichtliche Einschätzung haben. Du weißt um seine Sympathie, Zuneigung, Liebe, spürst sie und umgekehrt, das stärkt ein Vertrauensverhältnis. Gemeinsame Erfahrungen und aktiver Austausch stärken die gegenseitige Vertrauenswürdigkeit. Gemeinsamkeiten und Informationsaustausche wirken vertrauensbildend. So wirken Umgangsweisen und Kommunikationsstrategien, die koopertiv auf Vertrauen aufbauen sich positiv auf die Gemeinsamkeiten aus. Die Risikobereitschaft steigt und das ist auch gut so, denn auch ich habe kein Interesse... siehe dein nächster Abschnitt...

Zitat von goldmarie:
Ich habe kein Interesse daran, mir mit vorläufigem Misstrauen das Leben schwer zu machen.
Zitat von goldmarie:
Und sollte mein Vertrauen letztendlich doch missbraucht werden, was ich natürlich nicht ausschließen kann, habe ich immer noch mehr als genug Raum und Zeit, mir das Leben zur Hölle zu machen.
Nein, niemals deshalb das Leben zur Hölle machen. Es als Erkenntnisgewinn zu sehen und unter Lernen durch Erfahrungen verbuchen ist schonender für Körper und Geist ;-). Vielleicht hilft es, sich der eigenen Risikobereitschaft bewusst zu bleiben. Vielleicht fällt man dann nicht so tief, wenn es doch schief gehen sollte.

Übrigens überflog ich soeben parallell noch schnell in Wikipedia was dort noch so zu Vertrauen steht. Interessant erscheint mir dieser Satz: "Vertrauen ist ein Phänomen, das in unsicheren Situationen auftritt: Wer sich einer Sache sicher sein kann, muss nicht vertrauen."

Ohne ihn zu kennen argumentierte ich weiter vorne in diese Richtung, ja, das meinte ich mit gegenseitiger Aufklärung durch regen Informationsfluss. Wenn dies freiwillig geschieht, dann entsteht Sicherheit, die Ungewissheiten ersetzt und somit auch Vertrauen überflüssig macht.

Dennoch gehört Vertrauen zu unserem Leben dazu. Es gibt einfach Situationen, die Vertrauen voraussetzen und benötigen. Ein weiterer Gedanke aus Wikipedia, der mir sehr gut gefällt, dem ich zustimmen möchte... "Jemandem sein ganzes Vertrauen zu schenken, kann sehr aufregend sein."
 
W

Wasserfee

  • #105
AW: Untreue

@Goldmarie
@Oliver

Ganz genau! Ich stimme euch voll zu. Das gesunde an dieser Einstellung ist übrigens auch, dass der Partner spürt, wenn man nicht voller Misstrauen ist. Das wiederum wird ihn veranlassen, ganz anders mit dem Thema Vertrauen umzugehen.

Ich habe das bisher immer so gehandhabt, ich war nie besonders eifersüchtig und ich habe in keiner meiner Beziehungen Probleme mit Untreue gehabt - weder auf der einen noch auf der anderen Seite. Und wenn ich es einfach nicht mitbekommen habe? So what! Dann ist - wie Goldmarie so schön geschrieben hat - immer noch Zeit sich aufzuregen, wenn man es eines Tages herausfindet. Oder es als Chance zu begreifen ...