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  • #1

Unkonventionell - Definition

Guten Morgen in die Runde,

unkonventionell... das Stichwort des Tages ;) im Rahmen der Profilberatung wurde doch sehr auch darauf eingegangen, dass ich mich für relativ unkonventionell halte, wie offensichtlich Millionen andere Frauen und Männer auch....- ohne dass ich denn genauer darauf einzugegangen wäre, was das denn für mich so bedeutet.....

Und nein, ich brate mir weder meinen Hasen auf dem Stock in freier Natur noch erschieße ein Reh mit dem Eisstock.... oder ähnlich **unkonventionelle** Sachen ;)

Ich frage daher Euch.... Was versteht Ihr denn so unter einem unkonventionellen Menschen - und bitte - nicht die Wiki-Definition -, die kann ich selbst heraussuchen...

Was erwartet Ihr, wenn Ihr **unkonventionell** lest,
bzw was erwartet Ihr auf gar keinen Fall ;) ?

Lieben dankbaren Gruß
Die Phila
 
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  • #2
AW: Unkonventionell - Definition

Zitat von Phila64:
Ich frage daher Euch.... Was versteht Ihr denn so unter einem unkonventionellen Menschen - und bitte - nicht die Wiki-Definition -, die kann ich selbst heraussuchen...
Guten Morgen Phila64 !

Vielleicht kann es auch bedeuten: "Ich pfeife auf Traditionen und möchte so leben, wie es MIR Spaß macht". Ich halte das für ein gutes Lebensziel, bin aber auch der Meinung, dass es nicht leicht ist, es zu leben. Wir sind umgeben von Regeln und Verhaltensvorschriften, die uns immer wieder zwingen, uns in einer Art verhalten zu müssen, die uns selbst nicht geheuer sein könnte.

So genau kann ich auch nicht sagen, was ich unter einem unkonventionellen Menschen verstehe. Möglicherweise sind das Menschen, die sich durch Vorstellungen Anderer, schnell eingeengt fühlen, einen hohen Freiheitsdrang haben, es ev. mit Treue nicht so genau nehmen wollen usw :).

Ich möchte den Begriff aber definitiv nicht "Negativisieren".

Schönen Tag
Gulliver
 
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  • #3
AW: Unkonventionell - Definition

"Unkonventionell" ist für mich erstmal eine Platitude. Ich neige eher dazu, solche Profile weg zu klicken.
Wenn ich es sprachlich betrachte, bedeutet der Begriff, dass derjenige sich nicht an Abmachungen oder Regeln hält. In einer Beziehung bedeutet es, dass ich mich nicht unbedingt auf den anderen verlassen kann.
Ich frage mich immer wieder, wieso dieser Begriff so einen hohen Stellenwert hat. Ich denke, diejenigen, die ihn in ihrem Profil stehen haben, meinen eher so etwas wie Individualität. Aber das ist meistens Wunschdenken.
 
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  • #4
AW: Unkonventionell - Definition

Hi, auch wenn ich glaube, dass die meisten Menschen solche "unbestimmten" Begriffe in den Profilen einfach überlesen, ist es für mich Ausdruck einer Persönlichkeit, die sich erlaubt bei der ein oder anderen Sache im Leben eine Wahl zu haben und der Ratgeber, Knigge und Wikis zwar nicht egal sind, aber die Option dass es auch anders sein kann/darf in ihr sehr lebendig ist. :) Gott sei Dank

LG
 
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  • #5
AW: Unkonventionell - Definition

Ob das eine Antwort ist?
http://www.reinhard-mey.de/start/texte/alben/annabelle-ach-annabelle
 
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  • #6
AW: Unkonventionell - Definition

Hihi... danke Euch - ja , die herrlich unkonventionelle Annabell ist mir wohlbekannt ,) ich kanns sogar mitsingen ;)

Für mich ist unkonventionell sicherlich nicht jemand, der sich nicht an Abmachungen hält, sich nicht anpassen möchte, keinerlei gesellschaftlichen Regeln folgen möchte oder ähnliches.. das fällt in vielen Fällen eher unter Revoluzzertum ;) - gegen alles und jeden, nur weil es konventionell erscheint....

Für mich ist das in jeglicher Hinsicht geistige Beweglichkeit, Spontanität, nicht festgefahren sein, sich auf vieles einlassen zu können, auch wenn es einem fremd ist,

Wobei ich nie irgendwas à la Dschungelcamp machen würde.... das Verspeisen einer gegrillten Stabheuschrecke mag gesund sein, aber das schaff ich mental nicht ,) , mal von ein paar anderen exhibitionistischen Einlagen/Absonderlichkeiten abgesehen, die ich dort eher versehentlich mitbekommen habe...

Daher meine ursprüngliche Angabe *unkonventionell*... bis auf weiteres hab ich sie mal auf spontan geändert... das PS Profil ist für manche Antworten einfach zu enge gesteckt... ;)

Lieben Gruß
Die Phila
 
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  • #7
AW: Unkonventionell - Definition

Zitat von co.bo.:
"Unkonventionell" ist für mich erstmal eine Platitude. Ich neige eher dazu, solche Profile weg zu klicken.
Wenn ich es sprachlich betrachte, bedeutet der Begriff, dass derjenige sich nicht an Abmachungen oder Regeln hält. In einer Beziehung bedeutet es, dass ich mich nicht unbedingt auf den anderen verlassen kann.
was du meinst ist unzuverlässig, aber nicht unkonventionell.

konventionell ist z.B. Weisswein zu weissem Fleisch, Rotwein zu rotem Fleisch. Das macht man einfach so, war schon immer so, bleibt auch so. Gemeinschaftlicher Konsens halt.
Konventionelle Menschen halten sich an diese Konventionen, unkonventionelle halt nicht. Kreative sind unkonventionell; ein Koch, der sich an Konventionen hält, wird nie neues erschaffen. Unknonventionelle Menschen sind aber nicht per se bessere Menschen. Komplett unkonventonelle Menschen ecken überall an und stossen viele vor den Kopf da sie Normen komplett ablehnen und z.B. auf einer Beerdigung mit Hawaiihemd und Shorts auftauchen.

Ich finde unkonventionell gut, solange es andere nicht verletzt, d.h. meine Freiheit hört da auf wo sie anderen weh tun kann.
 
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  • #8
AW: Unkonventionell - Definition

Zitat von AlphaPapa101:
Ich finde unkonventionell gut, solange es andere nicht verletzt, d.h. meine Freiheit hört da auf wo sie anderen weh tun kann.
Dann ist deine Freiheit so ausdehnungslos wie ein Punkt.
Es gibt Menschen, die verletzt es, wenn du über Rot gehst, als Frau einen Schnurrbart trägst oder als Mann einen Rock.
 
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  • #9
AW: Unkonventionell - Definition

Zitat
Ich finde unkonventionell gut, solange es andere nicht verletzt, d.h. meine Freiheit hört da auf wo sie anderen weh tun kann.[/QUOTE ]Zitat Ende

Danke Alphapapa ;) besser hätt ich es wirklich nicht ausdrücken können ;)

Liebne Gruß
die Phila

PS@alphapapa - ich hab div geschrieben, ist aber noch in der Mod-Schleife..... war mir nicht bewußt, dass die Profilberatung moderiert wird, wenn man hier direkt freigeschalten wurde ;)
 
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  • #10
AW: Unkonventionell - Definition

Zitat von Heike:
Dann ist deine Freiheit so ausdehnungslos wie ein Punkt.
Es gibt Menschen, die verletzt es, wenn du über Rot gehst, als Frau einen Schnurrbart trägst oder als Mann einen Rock.
Moinsen Heike,

alle drei Dinge... versteh ich ehrlich in dem Zusammenhang nicht...

Über rot gehen.... wen soll das verletzen, außer eine Verkehrsregel ?
Frau, die einen Schnurrbart trägt - nun ja - schmunzel - jedem das seine
Mann der einen Rock trägt - das hatten die ollen Schotten schon so und es kommt zeitweise immer wieder in Mode, dass Männer Röcke tragen - heut heisst das dann wieder Gleichberechtigung in Sachen Mode ;)

Klär mich ruhig auf, falls ich da meinen Horizont zu eng gesteckt habe...

Lieben Gruß
die Phila
 
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  • #11
AW: Unkonventionell - Definition

Phila, es ging nicht darum, ob dir die genannten Verhaltensweisen weh tun und ob wir sie erlauben oder verbieten sollten, sondern daß es irgendjemanden gibt, dem sie weh tun. Und solche Menschen gibt es. Meine Freiheit hört nicht dort auf, wo mein Verhalten denen weh tut.
Deswegen ist der genannte Spruch Quark. Hab ich in irgendeinem anderen Thread letzt auch näher ausgeführt.
 
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  • #12
AW: Unkonventionell - Definition

Ach, so hast Du das gemeint ;)

Wobei ich denke, dass das von Alphapapa vll von Dir etwas eng gefasst ist ;) aber nur meine Meinung. Ich hätte und hab es nicht so eng gefasst

Ich lese ja nun wirklich eine ganze Menge hier auf dem Forum - er scheint mir nicht einer zu sein, dessen Beweglichkeit auf eine Punkt reduziert ist vor lauter Angst, jemanden zu verletzen...

Ich schätze es eher als eine Achtsamkeit ein. Diese muss einen aber bei weitem nicht so einengen, auch wenn man sie praktiziert ;)

Sonnige Grüße
die Phila
 
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  • #13
ich-du-er-sie-es-wir-ihr-sie-mensch

Zitat von Phila64:
Was versteht Ihr denn so unter einem unkonventionellen Menschen -
selbstständig denkend
menschlich
da-wenn-mensch-jemensch-braucht
antifaschistisch
hedonistisch
macht-kaffee-wenn-ich-noch-im-bett-liege
alternativlosmilitantpazifistisch
fängt-einfach-mal-an-zu-weinen
undogmatisch
freut-sich-über-vollkommen-nutzlosen-dingens
hat-immer-bier-da
antideutsch
meint-nein-wenn-er/sie-nein sagt
meint-manchmal-doch-nicht-nein
dreht-den-b a s s-immer-lauter
kann-auch-ohne-geld-bezahlen
bombardiert-das-patriarchat
hat-ne-riesenlücke-zwischen-anspruch-und-realität
sabotierend
nimmt-es-auch-mit-dem-rest-der-welt-auf
kennt-seinen-narzismus
steigert-das-leistungslevel-durch-RUMSITZEN
herrschaftsfrei
zieht-mich-mit-seinen-blick-bis-auf-die-haut-aus
verliebt-sich-nicht-in-ein-geschlecht-sondern-in-menschen
trinkt-gerne:irishcoffee,zubrofska,aus-großen-gläßern,cotedurohne,h2o,klubmate,viel,biernurkastenweise,so-wie-es-der-dude-am-liebsten-trinkt,BÖHMISCHESbier,saaleunstrutrose,in-gesellschaft,ganz-viel-milch-mit-bissel-kaffee, becherrofka,nie-ohne-grund
chaotisch
kann-mit-der-zunge-sache-OHA!
anarchistisch
steht-auf-konsens-in-der-kiste
ist-aus-der-kirche-ausgetreten
wehrhaft
wehrkraftzersetzend
schreit:NIE!NIE!NIE-WIEDER-DEUTSCHLAND!
sensibel
drei-tage-tanzend
bildet-banden!
suchend
nie-findend
zufriedenunzufreiden
isst-nicht-mehr-seine-mitgeschöpfe
antizynistisch
sagt-nicht-nur-A,
sondern-auch-CAB
fahnenflüchtig
schläft-nicht-gern-cause-sleep-is-the-cousin-of-death
guckt-dir-gern-beim-schlafen-zu
militant
küsst-dir-dein-ohr-so-guuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuut-dass-du-einen-orgasmus-bekommst
geht-dazwischen-wenns-auf-die-fresse-gibt
kennt-seine-nachbarn
antinationalistisch
liebt-vanillepudding-und-dich
hat-verstanden:you-cant-****-my-body-witheout-my-mind
brauch-keine-verfassung-um-zu-verstehen-dass-die-würde-des-menschen-unantastbar-ist
feministisch
anitkapitalistisch
nimmt-aber-immer-gern-dein-geld
anitidentitär
mag-die-WM-nicht-wie-alle-menschen-in-brasilien
wacht-in-der-nacht-auf-und-macht-mit-den-händen-bei-dir-z e n s i e r t!
unproduktiv
mag-zecken
mag-die-nebenwidersprüche
mag-nicht-die-hauptwidersprüche
mag-mit-dir-nackt-rumliegen
 
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  • #14
AW: Unkonventionell - Definition

Ich kenne einige Menschen, deren Lebensweise ich als unkonventionell bezeichnen würde. Ich glaube nicht, dass diese das so nennen. Für sie ist es „normal“. Sie leben so, weil es ihnen am Herzen liegt und nicht weil es „gegen eine Konvention“ ist.

Ich glaube, das mit der Selbstzuschreibung „unkonventionell“ ist ein wenig so wie humorvoll. Ausschließlich als Wort nicht so aussagekräftig.

Da sage ich mal ganz spontan: Parship Mainstream :) (normal zu sein ist ganz doll bäh)
 
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  • #15
AW: Unkonventionell - Definition

Hallo Untertage ;)

... entdecke die Möglichkeiten ?

außerdem.. ich denke, alle Worte mit der Vorsilbe anit... sind alle Worte gemeint, die wohl ein anti... davor haben ;) oder ?

Grüßchen die Phila ....
 
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  • #16
AW: Unkonventionell - Definition

hallo Tina

PS-mainstream.... klasse ;) lach

die Phila
 
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  • #17
AW: Unkonventionell - Definition

Ja, wie im Falle von "humorvoll" dürfte es auch bei "unkonventionell" darum gehen, das nicht zu behaupten, sondern eher zu zeigen, es also im Rest des Profils deutlich werden lassen, ohne das Etikett zu verwenden. Wenn sich aber jemand nicht gut ausdrücken kann, ists schon auch ok, wenn er ein Etikett verwendet. Jemand kann ja auch in vielen Bereichen unkonventionell, während er im Sprachgebrauch eher konventionell ist.

Ansonsten gilt vermutlich für viele, daß der Kandidat den Konventionen folgen soll, die man für verbindlich hält, und gegenüber den Konventionen Spielraum haben darf, die man nicht für verbindlich hält.
Offensichtlicher Wertungsausdruck ohne klaren Inhalt. Mit der Besonderheit, daß er - wie "normal" - sich sowohl für positive wie auch negative Wertung gleichermaßen eignet. Für die einen was ganz schlimmes, für die anderen was ganz tolles. Und jeder darf reinfüllen, was er will. :)
 
G

Gast

  • #18
AW: Unkonventionell - Definition

Zitat von Phila64:
Für mich ist unkonventionell sicherlich nicht jemand, der sich nicht an Abmachungen hält, sich nicht anpassen möchte, keinerlei gesellschaftlichen Regeln folgen möchte oder ähnliches.. das fällt in vielen Fällen eher unter Revoluzzertum ;) - gegen alles und jeden, nur weil es konventionell erscheint....

Für mich ist das in jeglicher Hinsicht geistige Beweglichkeit, Spontanität, nicht festgefahren sein, sich auf vieles einlassen zu können, auch wenn es einem fremd ist,
Gibt es denn eine Konvention, die geistige Enge, Starre und Festgefahrensein vorgibt in deinem Leben? Die dich dazu bewegt, dich durch die Erwähnung des Wortes "unkonventionell" (in deiner Definition) davon abzugrenzen?
 
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  • #19
AW: Unkonventionell - Definition

Zitat von Phila64:
Ich schätze es eher als eine Achtsamkeit ein.
Unter den sogenannten Unkonventionellen gibts sicherlich solche, die Aufmerksamkeit für die Konventionen und die den Konventionen Folgenden haben, und sie dann gezielt brechen bzw. vor den Kopf stoßen wollen. Und auch solche, die da eine geringe Aufmerksamkeit und Achtsamkeit haben, denen bestimmte Konventionen, die anderen viel bedeuten, einfach nicht so relevant sind.
 
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  • #20
AW: Unkonventionell - Definition

Zitat von Heike:
Dann ist deine Freiheit so ausdehnungslos wie ein Punkt.
Es gibt Menschen, die verletzt es, wenn du über Rot gehst, als Frau einen Schnurrbart trägst oder als Mann einen Rock.
Sicher, die gibt es, aber das meinte ich nicht (und mich beschleicht das Gefühl, das ist dir duchaus bewusst ;-). Zur Verdeutlichung hatte ich das Hawaiihemd-Beispiel angeführt, was sich in meinen Augen deutlich von "bei rot über die Strasse" unterscheidet.

Ich meine mit "verletzen" wirklich verletzen, wo es an innerste Überzeugungen, an die Würde und den Respekt anderen gegenüber geht, nicht, "ich rege mich darüber auf und bin pikiert".
"bei rot gehen" ist, liebe Kinder, zwar ganz ganz böse, aber nicht verletzend.

Ja, du hast recht, es ist schwammig und ich würde dir gern eine knallharte und absolut unwiderlegbare Defintion geben, aber es ist mir einfach zu warm dafür, mein Gehirn ist auf Standby und interessiert sich momemtan nur für den nächsten Drink.

Geniesse den Sonntag.
 

vhe

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  • #21
AW: Unkonventionell - Definition

Zitat von Phila64:
Was versteht Ihr denn so unter einem unkonventionellen Menschen

Was erwartet Ihr, wenn Ihr **unkonventionell** lest,
bzw was erwartet Ihr auf gar keinen Fall ;) ?
Der Optimist in mir erwartet z.B. eine Künstlerin, eine Wohnung voller Farbkleckse oder Tonkrümel, oder als Wohnung einen Wohnwagen oder Hausboot. Generell ein hohes Überraschungspotential.

Der Zyniker in mir befürchtet eine gewisse Portion Überheblichkeit. Konventionell sind ja eigentlich immer nur die anderen. Also eine eigentlich normale Person, die ihre Lebensweise aus irgendeinem Grund (falsches Selbstbild?) als unkonventionell einschätzt.
 
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  • #22
pragmatisch

Mit dem Begriff "pragmatisch" kann ich noch weniger anfangen - was versteht ihr darunter? (wollte jetzt keinen eigenen Thread eröffnen, hoffe, das ist jetzt trotzdem ok, wenn ich sozusagen OT danach frage)
 
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  • #23
AW: Unkonventionell - Definition

Zitat von AlphaPapa101:
Sicher, die gibt es, aber das meinte ich nicht (und mich beschleicht das Gefühl, das ist dir duchaus bewusst ;-). Zur Verdeutlichung hatte ich das Hawaiihemd-Beispiel angeführt, was sich in meinen Augen deutlich von "bei rot über die Strasse" unterscheidet.

Ich meine mit "verletzen" wirklich verletzen, wo es an innerste Überzeugungen, an die Würde und den Respekt anderen gegenüber geht, nicht, "ich rege mich darüber auf und bin pikiert".
"bei rot gehen" ist, liebe Kinder, zwar ganz ganz böse, aber nicht verletzend.

Ja, du hast recht, es ist schwammig und ich würde dir gern eine knallharte und absolut unwiderlegbare Defintion geben, aber es ist mir einfach zu warm dafür, mein Gehirn ist auf Standby und interessiert sich momemtan nur für den nächsten Drink.
Es geht nicht darum, daß der konkrete Definitionsversuch unpräzise ist, sondern daß das Unternehmen, eine simple Regel anzugeben, welches Verhalten allgemein gut unkonventionell und welches rücksichtslos unkonventionell ist, vom Grundgedanken her verfehlt ist. Es führt schlicht kein Weg daran vorbei, gut demokratisch von Situation zu Situation neu auszuhandeln, im Kreise der jeweils gerade vorfindlichen lieben Mitbürger.

Dein "wirklich verletzen" täuscht darüber hinweg. Es urteilt so im grünen Tisch darüber, daß man sich zwar durch einen Trauergast im Hawaiihemd "wirklich verletzt" fühlen kann, aber nicht durch einen Mann auf der Straße in Rock und High Heels. Und das ist sachlich gesehen einfach falsch. Vermutlich meinst du es aber gar nicht so beschreibend, sondern irgendwie normativ. Du findest es irgendwie ok, wenn man sich durch einen Trauergast im Hawaiihemd verletzt fühlt, aber du findest es irgendwie nicht genauso ok, wenn man sich auf der Straße durch einen Mann in Rock und High Heels verletzt fühlt.
Das mag für dich so sein, und auch für den Großteil einer deutschen Stadtbevölkerung. Es ist aber nicht Folge irgendeines allgemeinen Prinzips, sondern du drückst damit eher aus, daß du die eine Konvention (kein Hawaiihemd auf Beerdigungen) akzeptierst und die andere weniger (kein Rock+Heels für Männer auf der Straße).
Für jede Konvention gibt es Gründe. Wie derjenige, der Hawaiihemden auf Beerdigungen ablehnt, Gründe dafür hat, hat natürlich auch derjenige, der Männer in Rock+Heels auf der Straße ablehnt, Gründe. Wenn man sich für die Konventionen interessiert, kann man die sich jeweils gerne anhören. Und dann bewerten. Aber nicht, ob das denn für den anderen wirklich gute Gründe sind, die Einhaltung der Konvention einzufordern, sondern ob es für einen selbst gute Gründe sind, die Konvention einzuhalten.
Das ist ein ziemlicher Unterschied. Und ich denke, daß dieser Unterscheid einen Gutteil dessen ausmacht, was man so "Toleranz" nennt. Nämlich wenn man eine Konvention für sich nicht als gültig erachtet, dann nicht zu sagen, derjenige, dem sie wichtig ist, hat keine Gründe, ihre Einhaltung zu fordern, oder sei von der Nichteinhaltung ja gar nicht "wirklich verletzt", sondern nur ein bißchen pikiert. Sondern eben zur Kenntnis zu nehmen, daß der andere durch mein Tun wirklich verletzt sein kann, und ich trotzdem so handele.
Machen wir ständig. Ists nicht Böses dabei. Sondern einfach Leben in einer pluralistischen Gesellschaft.
 
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  • #24
AW: Unkonventionell - Definition

Zitat von AlphaPapa101:
Ich meine mit "verletzen" wirklich verletzen, wo es an innerste Überzeugungen, an die Würde und den Respekt anderen gegenüber geht,

mein Gehirn ist auf Standby und interessiert sich momemtan nur für den nächsten Drink.

Geniesse den Sonntag.
unkonventionell kann/muss über verletzend hinaus gehen, unkonventionell kann auch kieferbruch bedeuten

drink!
gute idee,
eisgekühlter met!!!!!!!! Fck Yeah!!!!!!
 
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  • #25
AW: Unkonventionell - Definition

Zitat von tina*:
Gibt es denn eine Konvention, die geistige Enge, Starre und Festgefahrensein vorgibt in deinem Leben? Die dich dazu bewegt, dich durch die Erwähnung des Wortes "unkonventionell" (in deiner Definition) davon abzugrenzen?
Jo neich.. gut gefragt ;)

Ich stelle fest, dass es gar nicht so einfach ist, meine eigene Unkonventionalität so zu erklären, aber in meinem Fall ist es wirklich so, dass all das, was ich oben geschrieben habe, zu unkonventionell bzw konventionell zählt...

.geistige Starre... beinhaltet für mich u.a. und z.B. auch, an überholten Traditionen festzuhalten, festgefahren.. - immer dem gleichen Muster folgend ohne Alternative, ohne Antrieb etwas zu ändern.... jeden Tag dasselbe Ritual, obwohl man auch mit anderen die Lebensgeister wecken kann, den Tee/Kaffee immer auf dieselbe Weise. exakt so und soviele Krümel Zucker. nur diese Kekse - nicht, weil diese mehr krümeln, sondern einfach, weil es schon immer so war...

das sind einfach ganz viele Dinge, die für mich persönlich schwer nachzuvollziehen sind, warum man sich da nicht Alternativen öffnet.... man muss nicht unbedingt den Revoluzzer spielen, um unkonventionell sein zu koennen, aber ..

nun viellicht gibt es dann noch das Wort flexibel, was aber im Zusammenhang mit Partnersuche auch wieder seltsamen Betrachtungsweisen Tür und Tof öffnet..

Ich hoffe, für Euch ist herauszulesen, worauf ich hinausmöchte...

Ich bitte beim Lesen drauf zu achten , dass nicht alles, was ich frage, in Verbindung mit meinem sog. früheren Leben als Ehepartner zu tun haben muss - ebenso wenig meine Einstellungen... ;) die hab ich schon ziemlich lange ;) das ist nun nichts, was die Trennung von meinem Ehemann frisch herausgegraben hat.

Aber ich mach mir mal noch meine Gedanken dazu ;) ist anregend, festzustellen, wie begrenzt man doch ab und an in der Situation ist, ein Lebensgefühl erklären zu müssen ,)

Lieben Gruß
Die Phila
 
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  • #26
AW: Unkonventionell - Definition

Zitat von Phila64:
alle drei Dinge... versteh ich ehrlich in dem Zusammenhang nicht...

Über rot gehen.... wen soll das verletzen, außer eine Verkehrsregel ?
Frau, die einen Schnurrbart trägt - nun ja - schmunzel - jedem das seine
Mann der einen Rock trägt - das hatten die ollen Schotten schon so und es kommt zeitweise immer wieder in Mode, dass Männer Röcke tragen - heut heisst das dann wieder Gleichberechtigung in Sachen Mode ;)
Es ist wie mit der Meinungsäusserung:

"Es gibt Menschen, die sich immer angegriffen wähnen, wenn jemand eine Meinung ausspricht."
Christian Morgenstern

Nachtrag:
Und manche Menschen werden das dann auch ungefiltert kundtun
 
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  • #27
OT von Unkonventionell - pragmatismus

Zitat von Blanche:
Mit dem Begriff "pragmatisch" kann ich noch weniger anfangen - was versteht ihr darunter? (wollte jetzt keinen eigenen Thread eröffnen, hoffe, das ist jetzt trotzdem ok, wenn ich sozusagen OT danach frage)

Hallo Blanche


Pragmatismus geht nur auf das zieloptimierte Handeln, das zum Ziel führt, ohne irgendwelchen Schnickschnack außenrum....

Ein pragmatisch veranlagter Mensch nimmt das Problem, setzt sich damit auseinander und versucht. so schnörkel - und aufwandsarm es geht, das optimale Zile unter den gegebenen Voraussetzungen zu erreichen.

Ähm.. ic hoffe, ich konnte Dir damit helfen ;)
pragmatische Grüße
Die Phila
 
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  • #28
AW: Unkonventionell - Definition

Zitat von Toni67:
"Es gibt Menschen, die sich immer angegriffen wähnen, wenn jemand eine Meinung ausspricht."
Christian Morgenstern
Meine Haltung: sie dürfen sich ruhig angegriffen oder besser: verletzt, oder besser: irgendwie mies fühlen. Aber das hält mich nicht davon ab, meine Meinung auszusprechen, und auch nicht, dafür den Ton zu wählen, den ich wähle.
(Toleranz)

Verkehrt finde ich es hingegen, zu meinen, die Menschen, die sich mies fühlen, wenn ich meine Meinung äußere, würden damit einen grundsätzlichen Fehler machen, irgendwie mißverstehen, was eine Meinung ist, oder ganz generell Deppen sein.
(Intoleranz)
 
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  • #30
AW: Unkonventionell - Definition

grüßchen

Zitat von Phila64:
Hallo Untertage ;)

... entdecke die Möglichkeiten ?
...is ein doofer werbeslogan für omnipotent hässliche möbel

Zitat von Phila64:
außerdem.. ich denke, alle Worte mit der Vorsilbe anit... sind alle Worte gemeint, die wohl ein anti... davor haben ;) oder ?
leider nein
anti-semitismus

alles gut phila,
ich möchte keine haare spalten,
das war kein angriff meinerseits
 
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