Beiträge
77
Likes
18
  • #631
Bezogen auf der Ursprungsthematik ist es (leider) wirklich so, dass eben weltliche Dinge über das Zustandekommen einer Beziehung entscheiden, mehr noch als früher.

Die Gesellschaft an sich ist auf Leistung "getrimmt", in allen Bereichen. Männer und Frauen, die irgendwelchen Klischees nicht entspringen, fallen durch. Bei Männer sind es die weniger gut betuchten Männer, Männer, die alleinerziehend sind, keine großen sozialen Status haben und eben auch jüngere Männer.

Bei Frauen sind es die älteren Frauen ab Mitte 30 aufwärts, jene, die alleinerziehend sind, jene, die übermäßige Ansprüche und Forderungen stellen und eben solche, die wie bei Männern eben, wie sagt man, "beziehungsgestört" sind.

So hart es ist, man muss allgemein akzeptieren, dass Beziehungen heutzutage eher einen negativen Touch haben. Sie behindern oftmals das eigene Vorankommen, wenn man älter wird, werden die Ansprüche immens hoch und unerfüllbar. Kaum ein Mensch hat heute noch Ausdauer und Geduld, aber dafür ein Ego in der Größe eines T-Rex.

Bedingt durch unsere komfortable Lebenssituation haben sich die Mechanismen der "Liebe" geändert - zum Nachteil für Menschen, die sich diesem Wahnsinn nicht unterwerfen.

Wer seiner "alten Linie" treu bleibt, bleibt zumeist auf der Strecke. Dazu zähle ich mich, ich kann damit leben. Vermutlich ist ein Großteil unserer Spezies auf Jahrzehnte oder länger "versaut". Sieht man am Beispiel der bescheuerten Smartphones: Die tippen wie die Weltmeister auf ihren blöden "Minischeisshäusern". Ein vernünftiges Gespräch kann aber kaum eine/r von denen führen. Schlimm.

Ich vermisse bei Frauen die Empathiefähigkeit, die Freude an dem, was sie haben und nicht an dem, was sie gierig anstreben. Bei Männern sind es wohl ähnliche oder andere Attribute, aber genauso gierig wird dieses verfolgt. Heutzutage ist es normal, sich ausschließlich zum Vögeln zu treffen. Aber ernsthafte dauerhafte Beziehungen - da wird man teilweise schon schräg angeschaut. Eine "tolle" Entwicklung. Und da wundern sich die Affen in Berlin, warum es immer weniger intakte Familien und Ehen gibt, trotz des "Uns geht's doch so gut wie nie".

Der Punkt scheint für mich zu sein: Ewiger Fortschritt und Weiterentwicklung ist letztlich ein Rückschritt, eine Degeneration der guten alten Werte und Normen. Ähnlich wie bei genetisch degenerativen Veränderungen, die sind bekanntlich weiß Gott auch nicht immer gut. So ist es auch bei Beziehungen. Menschen "verkrüppeln" regelrecht.

Die einzige Chance, da nicht mit infiziert zu werden, ist totale Enthaltsamkeit. So ist es leider auch bei Frauen Ende 30/Anfang 40. Entweder runter mit den Ansprüchen und froh sein, wenn sie einen abbekommen. Oder sturr an den Ansprüchen festhalten und den Lebensabschnitt eben alleine genießen. Es gibt keine Alternativen, ist bei den Männern, wie ich ja feststellen durfte, kaum anders. Aber ich bin eh raus aus der Nummer, ist mir alles zu blöd geworden. Ich sitze daneben und staune über die Menschen und ihr Wirken. Und lache mir ins Fäustchen und denke zugleich mit Wehmut zurück an die guten alten Zeiten, als das Wort Beziehung mehr Wert hatte als nur den Ausspruch.

Liebe Grüße
 
Beiträge
10.956
Likes
9.285
  • #637
Die Gesellschaft an sich ist auf Leistung "getrimmt", in allen Bereichen.
Hm, ich glaube eher, dass viele die "Selbstoptimierung" schlichtweg falsch verstanden haben und diese häufig auf Kosten anderer betreiben.
So hart es ist, man muss allgemein akzeptieren, dass Beziehungen heutzutage eher einen negativen Touch haben.
Das glaube ich weniger. Sie werden möglicherweise teilweise nicht mehr mit so großer Ernsthaftigkeit betrieben und stellen nicht mehr das Zentrum, sondern lediglich einen von diversen Lebensbereichen dar.
Sie behindern oftmals das eigene Vorankommen, wenn man älter wird, werden die Ansprüche immens hoch und unerfüllbar.
Das muss nicht so sein. Wenn ich daran denke, dass wenn ein Partner das Einkommen sicher, der andere z.B. studieren kann, was ihm ohne Beziehung u.U. nicht möglich wäre. Oder der eine die Kindesbetreuung übernimmt, damit der andere Vollzeit arbeiten kann.
Sieht man am Beispiel der bescheuerten Smartphones: Die tippen wie die Weltmeister auf ihren blöden "Minischeisshäusern". Ein vernünftiges Gespräch kann aber kaum eine/r von denen führen. Schlimm.
Das widerspricht deinem Eingangssatz, das "alle nur noch auf Leistung getrimmt sind", oder?
Heutzutage ist es normal, sich ausschließlich zum Vögeln zu treffen. Aber ernsthafte dauerhafte Beziehungen - da wird man teilweise schon schräg angeschaut.
Ist das so? Ich sehe da eher eine eher zurückhaltende Entwicklung, gerade auch bei "jungen Leuten", die zwar Pornos auf dem Schulhof per Smartphone austauschen, aber in der eigenen Sexualität doch zum Teil überraschend konservativ unterwegs sind.
Der Punkt scheint für mich zu sein: Ewiger Fortschritt und Weiterentwicklung ist letztlich ein Rückschritt, eine Degeneration der guten alten Werte und Normen.
Da gebe ich dir zum Teil Recht. Einige der früher selbstverständlichen Werte (Respekt vor dem Alter (und auch vor der Staatsgewalt!), generelle Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft) vermisse ich schon ab und zu im tagtäglichen Umgang mit anderen.
Die einzige Chance, da nicht mit infiziert zu werden, ist totale Enthaltsamkeit.
Von was oder wem?
Von Frauen?
Von Menschen?
Vom Leben?
Du hast aber die einmalige Chance (denn du lebst nur dieses eine Leben - von Wiedergeburt hier einmal abgesehen) es besser zu machen. Und somit deinen Teil für eine bessere Gesellschaft beizutragen. Wenn alle denken würden wie du, wäre es schlecht bestellt um die Zukunft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge
12.935
Likes
11.165
  • #638
wie sind wir von dem spankenden Kacka Thema weggekommen?

Ich dünge jetzt vegan. Nicht mehr mit Vogelkacka. Lehne die Ausbeutung der armen Tierchen ab.
 
Beiträge
177
Likes
201
  • #641
Da bekommt der Begriff "Ausdruck" gleich ne ganz neue Bedeutung