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  • #422
Nee. Das nennt man negative Auswirkungen deiner letzten gescheiterten Beziehung.

Ich glaube das haben beide Geschlechter gelernt bzw. sind dabei. Sich den möglichst passendsten Partner zu suchen ist jetzt nichts Besonderes sondern für alle normal und erstrebenswert.
Wenn sich das natürlich überschneidet mit einer Beziehung wie bspw. in deiner Geschichte, tut das weh.
Vielleicht würde es dir helfen nicht nur die Wut sondern auch den Schmerz anzuerkennen und zu fühlen.

Schließ nicht von dir auf andere...

Hast du nicht. Der einzige der unter einem gewaltigen Schleier lebt, bist du.
Ich wünsche dir dass du die Realität deiner zerrütteten Beziehung/Ehe annehmen kannst und wieder zu Liebe findest. Vielleicht erstmal kleine Brötchen backen - Freude und Heraustreten aus der Isolation reichen für den Anfang.
Dafür wünsche ich dir alles Gute! Ehrlich.
Liebe Friederike84,

ich wünsche Dir und allen anderen hier, unabhängig ob Männer oder Frauen, alles Glück dieser Welt. Denn ich hatte dieses einst auch fühlen und spüren dürfen. Ich hatte Liebe erhalten und gegeben. Und vieles schönes mehr.

Aber: Je schöner etwas ist, desto grausamer ist es, wenn es Dir genommen wird. Deine Tipps und Vorstellungen, auch derer anderer User/innen hier, habe ich jetzt bald vier Jahre mitgemacht. Es hat sich nichts zum Guten gewendet, trotz therapeutischer Hilfen, eigenen Bemühungen. Und ich habe einiges hinter mir:
-Trennung und Scheidung
-Stiefkinder. die ich aufzog und stets half und die sich wie ihre Mutter, meine Exfrau, haben kaufen lassen
-Verlust von teuer erkauften und erarbeiteten Grund und Boden sowie etlichen Besitztümern
-als "Obergag" darf meine Ex einen Teil meiner etwaigen zukünftigen Rente einstecken, nur weil sie weniger Jahre gearbeitet hat als ich (heißt, weil sie Kinder von anderen Männern gebar und anfänglich großzog). Ich habe sie als meine angesehen, sie auch so geliebt. Was daraus wurde, siehe oben.
-wir hatten einen Resthof und viele Tiere, die dort lebten (wir arbeiteten damals für bzw.mit den Tierschutz). Ich konnte das Objekt alleine nicht halten, die Bank drehte den Hahn zu, fast alle Tiere musste ich abgeben. Das war schon herzzerreißend, lagen mir alle ausnahmslos am Herzen.
-Ich musste das Haus dann irgendwann meiner Ex überschreiben (gänzlich), weil ich meine finanziellen Anteile nicht mehr leisten konnte,musste zudem ausziehen.
-letztes Jahr im späten Frühjahr dann der Kollaps/Schlaganfall, der traurige Höhepunkt. Denkst Du, eines der Kinder kam mal vorbei, um wenigstens mal zu fragen, wie es mir geht? Keines kam. Niemand.
-In der Abfolge wurde ich insolvent, musste meine selbstständige Tätigkeit aufgeben, war in Therapie, in Rekonvaleszenz, musste wieder laufen lernen
und mich ins Leben zurückkämpfen. Oft dachte ich damals: Warum bin ich nicht draufgegangen? Wäre vermutlich das beste gewesen. Aber warum auch immer, meine Leiden sollten sich fortsetzen. Ich hatte nur noch zwei Katzen bzw. Kater, musste mit 25,00 Euro pro Woche durchkommen, was ich schaffte, aber es war nicht leicht.

Es hieß immer: Hol Dir Hilfe: Habe ich getan: Eine Anwältin, einen Verein, der meine Schulden beim Insolvenzgericht anmeldete, diverse Ärzte (in Spitzenzeiten nahm ich 12 Medikamente ein, die Liste habe ich noch heute als "Mahnmal"). Mein Gedächtnis war und ist durch den Kollaps beschädigt, einige Teile meiner Vergangenheit sind wie weggeblasen. Wie gerne hätte ich meine Ex und deren Brut vergessen - dieses blieb mir leider in der Birne erhalten. Ist wohl sehr schwer zu löschen, denke ich.

Und da machte es "Klick" bei mir: Was soll ich mit Beziehungen, mit Familien, mit Kindern? Wozu habe ich mich fast eineinhalb Jahrzehnte aufgerieben? Wofür?

Ich beschloss, einen kompletten Neustart zu machen (mir blieb ja auch nichts anderes übrig). Umzug in eine Stadt mit guter Verkehrsdichte bzw. öffentlichen Verkehrsmitteln (einen PKW konnte und kann ich mir nicht mehr erlauben), eine sehr billige und kleine Mietwohnung für mich und meine zwei Puschels, mittlerweile nur noch einer, ein Kater verstarb vor wenigen Monaten. Habe mein Körpergewicht reduziert, ich nahm durch die Erkrankung und die Immobilität als Folge dessen und durch die Medikamente enorm zu. Ich gehe mehrfach die Woche zum Sport, trainiere wie verrückt und versuche mich gesund zu ernähren und zu leben.

Ich hoffe, ich habe Euch nicht zu sehr gelangweilt. Ist halt meine Story in Shortversion. Klar bin ich verbittert. Ich traue nur mir. Den Glauben an Liebe und Geborgenheit habe ich nicht mehr und jede Beziehung ist mir ein Dorn im Auge. Um das nicht immer vor den Augen zu haben, habe ich mich aus dem gesellschaftlichen Leben gänzlich zurückgezogen. Ich gehe nur raus, wenn ich muss. Das passiert, wenn Du von Deinem Partner verraten wirst. Diese ging, um sich materiell zu verbessern. Und so sehe ich durchweg nur noch Beziehungen, ihr schreibt es in großen Teilen ja selbst: Hauptsache, ICH und MEINE BEDÜRFNISSE SIND WICHTIG usw.

Keine Empathie, kein gemeinsames WIR, nur die Menschen und ihre eigenen Bedürfnisse über allem. Eine kranke Gesellschaft, ein krankes System.

Dem habe ich Adieu gesagt. Muss ich mir nicht weiter antun, die Schmerzen, die ich erlitt, reichen für drei Leben. Eines ist zerstört.

Ich denke, jetzt dürfte jedem nachvollziehbar sein, warum ich von Frauen bzw. Beziehungen nichts halte. Ich habe eine extrem heftige Geschichte überlebt, so kann man es ausdrücken ohne Übertreibung. Aber ich möchte mich niemals mehr in meinem Leben einem solchen Kampf nochmals stellen müssen. Habt dafür Verständnis und für meine Ansichten oder auch nicht. Aber das ist nun einmal, wie ich schon sagte, Realität. Zumindest meine Realität. Habt Ihr eine bessere, freut Euch. Nur: Warum seid Ihr dann hier? Vermutlich, weil nicht alles glatt läuft bzw. lief? Oder?

L.G.
 
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Deleted member 21128

  • #423
@Lonesomeman Wow! Bewegender Beitrag, mein Mitgefühl, ist ja wirklich brutal, was du mit gemacht hast!
Hast du Arbeit? Kannst du arbeiten? Bist du mobil? Sprichst du einigermaßen gut Englisch?
 
F

Friederike84

  • #424
Lieber @Lonesomeman

deine Geschichte liest sich hart und grausam auf vielen Ebenen.
Da kann ich nichts erwidern oder irgendwo einhaken, sondern nur mein Mitgefühl ausdrücken und dir wünschen, dass es irgendwann irgendwas geben wird, für das es sich lohnt rauszukommen. Damit meine ich noch nicht einmal vor die Tür. Isolation (wie durch Sport) weiter zu verringern oder sie zu verändern wäre in dieser Hölle vielleicht eine klitzeleine Möglichkeit. Aber es wird dir im Moment nichts bringen, "von außen" einen ungefragten Tipp zu bekommen.
Einen Gedanken hatte ich, der mich an an etwas erinnerte, spare mir aber den gerade aufgepinselten etwas zu privaten Vergleich, und bleibe beim Fazit.
Ich hatte Liebe erhalten und gegeben. Und vieles schönes mehr.
Wenn etwas so zerbrechlich ist, dass ein Anlass (bei dir der Geld-Opi) es zum radikalen Einstürzen bringt, war es dann wirklich echt?
Ich rede nicht von bedingungsloser Liebe, die es nur in einer sehr kurzen Phase unseres Lebens gibt, sondern von einer zwischenmenschlichen engen Beziehung, die ohne ein persönliches Zerwürfnis, Streit oder aufgrund unterschiedlicher Haltungen sondern bloß ob anderer Umstände zerbricht.
Wie wahrhaftig war das dann?
Es hat sich liebevoll angefühlt, war aber auf Sand gebaut. Dass man es nicht früher gesehen hat, vielleicht hätte sehen können (nicht müssen!), die Gedanken kann man sich durchaus machen, die "Inventur" hat mir nach einem Schock geholfen.
Heißt aber nicht, dass es dir etwas bringt.
Nur ein Gedanke... :)

Alles Gute!
 
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  • #425
@Lonesomeman Wow! Bewegender Beitrag, mein Mitgefühl, ist ja wirklich brutal, was du mit gemacht hast!
Hast du Arbeit? Kannst du arbeiten? Bist du mobil? Sprichst du einigermaßen gut Englisch?
Ja, ich habe Arbeit, eine über´s Arbeitsamt geförderte Massnahme. Zeitlich befristet und gehaltstechnisch limitiert, was in Anbetracht er Insolvenz aber eher ein Pluspunkt ist.

Wenn man mich heute sieht und mit früher vergleicht, wird manchem schlecht werden. Ich war mal sportlich richtig gut drauf, habe American Football gespielt und gecoacht, Krafttraining betrieben und doch recht beachtliche Leistungen geschafft, ohne Doping, Steroide und so einen Mist. Alles natural, hat aber auch gedauert.

Ich bin physisch zu 60 -70% wiederhergestellt und kann einfach nur sagen, dass ich seit einigen Monaten seit langer Zeit schmerzfrei lebe und keine Medis. zu mir nehmen muss. Aber bis bzw. ob ich jemals wieder dahin komme, wo ich mal war (wer mal googeln will, man nehme die Statur von z.B. Bill Goldberg oder Günther Schlierkamp in abgeschwächter Form (also nicht so monströs definiert) mit einem durchtrainierten Körpergewicht von ca. 110 kg. So sah ich aus. Momentan bin ich bei ca. 120 - 125 kg, habe bereits ca. 20 kg abgenommen. Wohin der Weg führt, weiß ich nicht. Ich muss nur aufpassen, nicht wieder einen Schlaganfall zu bekommen, denn wer einmal einen hatte, ist lt. meinen Ärzten prädestiniert für Folgeanfälle. Beim nächsten würde ich mir allerdings die Kugel geben, wenn ich das dann noch kann. . . .

Mein Gedächtnis ist lückenhaft, ich habe kaum noch Kindheitserinnerungen, viele ist einfach weg. Ich mache Konzentrationsübungen, Rätsel, Sudoku etc., aber was durch den Schlaganfall gelöscht wurde, ist halt leider weg und kommt nicht mehr zurück.
Ich bin mobil via öffentliche Verkehrsmittel, einen PKW besitze ich nicht mehr, könnte ich mir kaum mehr erlauben. Bevor meine Ex diesen Scheiß gebaut hat, war ich Berufsbetreuer, Nachlasspfleger, hatte Jugendpflegschaften und war auch in anderen Teilen selbstständig für die Gerichte tätig. Dieses über 9 Jahre, mit meiner Ex. Es fehlte an nichts, uns ging es gut. Warum sie mich betrog, erfuhr ich erst viel später durch eine ehemalige beste Freundin ihrerseits, die sie auch hinterging. Ob das alles stimmt, kann ich nicht sagen, den wahre Grund werde ich wohl nie erfahren (außer, Folter würde legitimiert werden, dann würde ich mir meine Ex mal vorknöpfen). Aber ich bin kein gewaltfreudiger Mensch, dass musste ich zuhauf in meinem letzten Job erleben.

Jetzt arbeite ich in einer Herberge als Rezeptionist im Schichtdienst. Der Job macht Spaß, die Menschen dort sind total nett und ich kann ein paar Mücken verdienen. Mehr erwarte ich nicht, mehr werde ich nicht bekommen.

Meine Therapeutin, die sich anfänglich um mein Seelenheil kümmerte, brachte sich nach einigen Monaten um - aus Liebeskummer. Meine Geschichte, wenn ich davon berichtete und meine Gefühle zum Ausdruck brachte, waren wohl auch verdammt hart für sie - zweimal weinte sie gar. Da fragte sie mich, warum ich so kalt wirke, nicht weinen würde. Ich sagte damals, ich kann nicht mehr weinen, ich bin zu schwach dafür.

Meine Eltern haben mich sehr autoritär erzogen. Schwäche zeigen hieß zu verlieren, unterzugehen. Man muss immer kämpfen. Mit dem Verlust meiner Frau, der Trennung und Scheidung, habe ich verloren. Der Kampfwille ist weg. Wenn ich heute ins Gym gehe und trainiere (z.B. Kreuzheben mit ca. 110 kg), ist das Gesundheitssport für mich. Keine Ambitionen, keine große Motivation. Alles wird abgespult. So läuft mein Leben jetzt. Und der schönste Teil des Tages ist der, wenn ich schlafe. Mein treuer Kater auf meinem Bauch liegend, schalte ich total ab. Ich kann dann nebenbei den TV laufen lassen, ich krieg eh nichts mit.

Ich funktioniere im Alltag, mein Kater ist alles, was mir an Liebe geblieben ist. Er war und ist immer da.

Ich will nicht jammern, so sieht nun einmal mein Leben aus und das wird auch so bleiben, bis ich ins Gras beiße. Es ist vielleicht nicht schön, aber etwas Gutes hat es für mich: Nichts und niemand kann mir wehtun. Ich bin, glaube ich, dermaßen abgestumpft, ich könnte vor einem Massengrab stehen und würde nichts empfinden. Wenn ihr wüsstet, was für ein lustiger, lebensfreudiger Mensch ich war - ich sagte ja schon, niemand erkennt mich wieder. Ich will mich auch so niemandem mehr zeigen - es ist nicht schön. Weder für mich, noch für andere. Wenn ich raus gehe, dann weil ich muss. Nicht weil ich will. Meine kleine Wohnung ist meine Burg, mein Refugium.

Also, liebe Menschen, überlegt Euch verdammt gut, ob ihr Euch wirklich in Beziehungen, Affären oder so stürzen wollt. Ich bin das Paradebeispiel dafür, was passiert, wenn es schiefgeht. Und ich bin nicht alleine. Ich kenne mittlerweile bestimmt zwei oder drei dutzend Menschen, die auf ähnliche Art und Weise "untergegangen sind". Insofern fragt Euch doch mal, ob es nicht besser ist, alleine zu bleiben, bevor man mal richtig auf die Schn...ze fällt. Mir reichts.

L.G.
 
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  • #426
Lieber @Lonesomeman

deine Geschichte liest sich hart und grausam auf vielen Ebenen.
Da kann ich nichts erwidern oder irgendwo einhaken, sondern nur mein Mitgefühl ausdrücken und dir wünschen, dass es irgendwann irgendwas geben wird, für das es sich lohnt rauszukommen. Damit meine ich noch nicht einmal vor die Tür. Isolation (wie durch Sport) weiter zu verringern oder sie zu verändern wäre in dieser Hölle vielleicht eine klitzeleine Möglichkeit. Aber es wird dir im Moment nichts bringen, "von außen" einen ungefragten Tipp zu bekommen.
Einen Gedanken hatte ich, der mich an an etwas erinnerte, spare mir aber den gerade aufgepinselten etwas zu privaten Vergleich, und bleibe beim Fazit.

Wenn etwas so zerbrechlich ist, dass ein Anlass (bei dir der Geld-Opi) es zum radikalen Einstürzen bringt, war es dann wirklich echt?
Ich rede nicht von bedingungsloser Liebe, die es nur in einer sehr kurzen Phase unseres Lebens gibt, sondern von einer zwischenmenschlichen engen Beziehung, die ohne ein persönliches Zerwürfnis, Streit oder aufgrund unterschiedlicher Haltungen sondern bloß ob anderer Umstände zerbricht.
Wie wahrhaftig war das dann?
Es hat sich liebevoll angefühlt, war aber auf Sand gebaut. Dass man es nicht früher gesehen hat, vielleicht hätte sehen können (nicht müssen!), die Gedanken kann man sich durchaus machen, die "Inventur" hat mir nach einem Schock geholfen.
Heißt aber nicht, dass es dir etwas bringt.
Nur ein Gedanke... :)

Alles Gute!
Erst einmal danke für Dein Mitgefühl und auch anderen hier danke ich.

Deine Überlegung war auch einer der Ansätze meiner damaligen Therapeutin. Ich kann nicht sagen, dass ihr falsch liegt. Es wird da sicherlich einiges zutreffen. Ich kann nur aus meiner damaligen Empfindung sprechen: Diese Exfrau war alles in meinem Leben. Ich habe sie geliebt, vielleicht zu viel (kann man das?), vergöttert (ich weiß, ein Fehler), auf Händen getragen, alles Wünsche erfüllt und doch ging es irgendwann in die Brüche. Ich wurde immer wieder gefragt: Warum?

Was glaubst Du, wie oft ich mich das selbst gefragt habe? Würde ich eine Strichliste führen, mein Stadtteil wäre dichtgemalt! Ich kann meine Gedanken nur auf diesen Geldsack projizieren, der, wäre Töten legal, das erste und einzige Lebewesen wäre, dass ich liquidieren würde, ohne auch nur eine Sekunde zu zögern. Aber das ist ja nicht erlaubt, also weg mit diesem Gedanken. Nichtsdestotrotz hoffe ich, er stirbt einen grausamen Tod. Ich weiß, schlimm, rachegeprägt. Ja. Aber brutal ehrlich. Kaum ein Mensch mag nachvollziehen, was in mir vorgeht, wenn ich nur an diesen denke. Alleine der Vorname dieses Kerls, der dummerweise auch leider in meinem Bekanntenkreis und Berufsumfeld ein paar mal geläufig ist, lässt mich innerlich erbeben. Es ist gut, dass räumlicher Abstand herrscht. Auch wegen seiner Gesundheit.

Damit mir nichts passiert, meide ich das gesellschaftliche Leben. Zum Schutz meiner Selbst. Kannst Du Dir vorstellen, was für ein Horrorszenario es geben würde, würde ich mich jemals noch einmal verlieben und wieder enttäuscht werden? Ich betrachte Beziehungen als Auslaufmodell, Ehen als im Vorfeld sichere Scheidungen und Liebschaften als befristete egozentrische Verhaltensmuster, die alle irgendwann aufbrechen und vor allem zusammenbrechen. Ich dachte mal, ich hätte einen Menschen gefunden, der alles für mich bedeutete und umgekehrt. Und dieser verriet mich. Dieser Schmerz, dieser Stachel, ja fast schon Vergewaltigung meiner Seele und meines Herzens, wird ewig da sein. Was ein Mensch bzw. eine Frau anrichten kann. Nie wieder.

Das mit der "Inventur" habe ich auch schon zigmale durch - das zählbare Ergebnis ist leider immer dasselbe.

Gerechtigkeit und Liebe - zwei Dinge, die es in diesen, meinem Leben nicht mehr geben wird.

So ist leider nun einmal das Leben.

L.G.
 
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Friederike84

  • #427
Ich betrachte Beziehungen als Auslaufmodell, Ehen als im Vorfeld sichere Scheidungen und Liebschaften als befristete egozentrische Verhaltensmuster, die alle irgendwann aufbrechen und vor allem zusammenbrechen.
Steht dir frei sie so zu betrachten.
Ich glaube nur, dass es mit der Realität nichts zu tun hat. Selbst zerbrochene Beziehungen (ob nun Liebschaften, Ehen oder langjährige Partnerschaften) haben den Menschen etwas gegeben, sie sind dadurch gewachsen und konnten sich entwickeln. Ich sag das vor dem Hintergrund mehrfach dermaßen ins Klo gegriffen zu haben ;)
Trotzdem oder gerade deshalb habe ich daraus lernen können. Und ich habe immer noch nicht genug - im Gegenteil. Ein Leben so ganz ohne Männer und Beziehungen hat (trotz der Möglichkeit des Scheiterns) für mich keinen Sinn.
 
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  • #428
Steht dir frei sie so zu betrachten.
Ich glaube nur, dass es mit der Realität nichts zu tun hat. Selbst zerbrochene Beziehungen (ob nun Liebschaften, Ehen oder langjährige Partnerschaften) haben den Menschen etwas gegeben, sie sind dadurch gewachsen und konnten sich entwickeln. Ich sag das vor dem Hintergrund mehrfach dermaßen ins Klo gegriffen zu haben ;)
Trotzdem oder gerade deshalb habe ich daraus lernen können. Und ich habe immer noch nicht genug - im Gegenteil. Ein Leben so ganz ohne Männer und Beziehungen hat (trotz der Möglichkeit des Scheiterns) für mich keinen Sinn.
Meinen Respekt für Deinen unerschütterlichen Mut. Ich wünsche Dir, er wird Dir auch entsprechend belohnt.

Nur ist ein Leben sinnlos, weil man das meidet, was einem die größten Schmerzen bereitet hat? Geht der Geknechtete stets aus eigenen freien Stücken zurück in die Folterkammer? Spielt der Verbrannte immer wieder mit den Feuer, um sich den "Kick" zu holen? Passiere ich einen Pfad, wo ich weiß, dieser ist mit Minen ausgelegt, nur um Spaß zu haben oder darin den Sinn des Lebens zu finden bzw. zu sehen? So betrachte ich Beziehungen, Frauen und alles, was mit menschlicher Liebe zu tun hat.

Nun, in einem hast Du recht: Meine Ex ist an der durch sie vernichteten Ehe gewachsen - zumindest ihr Vermögen. Aber ihr Herz und ihre Seele? Die hat sie m.E. in den Mülleimer geworfen. Für immer.

Was mich betrifft: Ich will nicht ewig wachsen und entwickeln. Dann wäre ich quasi ein lebender Tumor. Und was da am Ende bei herauskommt, weißt Du ja. Also, danke, nein. Dann lieber Stillstand oder a few steps backwards. Manchmal hilft es mehr, zwei Schritte zurückzugehen als einen vorzusetzen.
 
D

Deleted member 20013

  • #429
Ich kann meine Gedanken nur auf diesen Geldsack projizieren, der, wäre Töten legal, das erste und einzige Lebewesen wäre, dass ich liquidieren würde, ohne auch nur eine Sekunde zu zögern. Aber das ist ja nicht erlaubt, also weg mit diesem Gedanken. Nichtsdestotrotz hoffe ich, er stirbt einen grausamen Tod. Ich weiß, schlimm, rachegeprägt. Ja. Aber brutal ehrlich.
Stellungnahme der Moderation:
"Leider wurde Ihre Meldung abgelehnt: Beitrag im Thema "Und wo bleibtam Ende die gleichaltrige Frau?" - Das Mitglied läst nur Frust ab, und das sit auch gut so, hilft gegen den Ärger."

In meinen Augen verantwortungslos eine, mMn, solch klare Grenzüberschreitung zu tolerieren und zu bagatellisieren.
Es geht um Mord! Dessen Ausbleiben einzig und allein mit der zu erwartenden Sanktionierung begründet wird. Völlige Abwesenheit einer moralischen Instanz. Entmenschlichung des Opfers. Unglaublich!
 
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  • #431
Was ein Mensch bzw. eine Frau anrichten kann. Nie wieder.
Es ist ganz furchtbar, was Dir passiert ist.

Das rechtfertigt m. E. aber nicht die Annahme, dass Beziehungen zwischen Mann und Frau generell zum Scheitern verurteilt sind und insbesondere ALLE FRAUEN die Männer zu Grunde richten. Glaub mal, es gibt auch andersrum genügend schlimme Lebensgeschichten. Da nehmen sich die Geschlechter nämlich überhaupt nix.
Ich kann meine Gedanken nur auf diesen Geldsack projizieren, der, wäre Töten legal, das erste und einzige Lebewesen wäre, dass ich liquidieren würde, ohne auch nur eine Sekunde zu zögern.
Aha - der hat Deine Frau gezwungen, sich für ihn zu entscheiden? Wohl kaum. Wäre Eure Beziehung so super gewesen, wie von Dir beschrieben, hätte der "Geldsack" wohl kein Glück bei ihr gehabt.....
 
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  • #432
Sag mal,@Lonesomeman, hast du dich eigentlich nur hier im Forum angemeldet oder hast du auch ein Profil bei PS?
 
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  • #433
Ja, ich habe Arbeit, eine über´s Arbeitsamt geförderte Massnahme. Zeitlich befristet und gehaltstechnisch limitiert, was in Anbetracht er Insolvenz aber eher ein Pluspunkt ist.

Wenn man mich heute sieht und mit früher vergleicht, wird manchem schlecht werden. Ich war mal sportlich richtig gut drauf, habe American Football gespielt und gecoacht, Krafttraining betrieben und doch recht beachtliche Leistungen geschafft, ohne Doping, Steroide und so einen Mist. Alles natural, hat aber auch gedauert.

Ich bin physisch zu 60 -70% wiederhergestellt und kann einfach nur sagen, dass ich seit einigen Monaten seit langer Zeit schmerzfrei lebe und keine Medis. zu mir nehmen muss. Aber bis bzw. ob ich jemals wieder dahin komme, wo ich mal war (wer mal googeln will, man nehme die Statur von z.B. Bill Goldberg oder Günther Schlierkamp in abgeschwächter Form (also nicht so monströs definiert) mit einem durchtrainierten Körpergewicht von ca. 110 kg. So sah ich aus. Momentan bin ich bei ca. 120 - 125 kg, habe bereits ca. 20 kg abgenommen. Wohin der Weg führt, weiß ich nicht. Ich muss nur aufpassen, nicht wieder einen Schlaganfall zu bekommen, denn wer einmal einen hatte, ist lt. meinen Ärzten prädestiniert für Folgeanfälle. Beim nächsten würde ich mir allerdings die Kugel geben, wenn ich das dann noch kann. . . .

Mein Gedächtnis ist lückenhaft, ich habe kaum noch Kindheitserinnerungen, viele ist einfach weg. Ich mache Konzentrationsübungen, Rätsel, Sudoku etc., aber was durch den Schlaganfall gelöscht wurde, ist halt leider weg und kommt nicht mehr zurück.
Ich bin mobil via öffentliche Verkehrsmittel, einen PKW besitze ich nicht mehr, könnte ich mir kaum mehr erlauben. Bevor meine Ex diesen Scheiß gebaut hat, war ich Berufsbetreuer, Nachlasspfleger, hatte Jugendpflegschaften und war auch in anderen Teilen selbstständig für die Gerichte tätig. Dieses über 9 Jahre, mit meiner Ex. Es fehlte an nichts, uns ging es gut. Warum sie mich betrog, erfuhr ich erst viel später durch eine ehemalige beste Freundin ihrerseits, die sie auch hinterging. Ob das alles stimmt, kann ich nicht sagen, den wahre Grund werde ich wohl nie erfahren (außer, Folter würde legitimiert werden, dann würde ich mir meine Ex mal vorknöpfen). Aber ich bin kein gewaltfreudiger Mensch, dass musste ich zuhauf in meinem letzten Job erleben.

Jetzt arbeite ich in einer Herberge als Rezeptionist im Schichtdienst. Der Job macht Spaß, die Menschen dort sind total nett und ich kann ein paar Mücken verdienen. Mehr erwarte ich nicht, mehr werde ich nicht bekommen.

Meine Therapeutin, die sich anfänglich um mein Seelenheil kümmerte, brachte sich nach einigen Monaten um - aus Liebeskummer. Meine Geschichte, wenn ich davon berichtete und meine Gefühle zum Ausdruck brachte, waren wohl auch verdammt hart für sie - zweimal weinte sie gar. Da fragte sie mich, warum ich so kalt wirke, nicht weinen würde. Ich sagte damals, ich kann nicht mehr weinen, ich bin zu schwach dafür.

Meine Eltern haben mich sehr autoritär erzogen. Schwäche zeigen hieß zu verlieren, unterzugehen. Man muss immer kämpfen. Mit dem Verlust meiner Frau, der Trennung und Scheidung, habe ich verloren. Der Kampfwille ist weg. Wenn ich heute ins Gym gehe und trainiere (z.B. Kreuzheben mit ca. 110 kg), ist das Gesundheitssport für mich. Keine Ambitionen, keine große Motivation. Alles wird abgespult. So läuft mein Leben jetzt. Und der schönste Teil des Tages ist der, wenn ich schlafe. Mein treuer Kater auf meinem Bauch liegend, schalte ich total ab. Ich kann dann nebenbei den TV laufen lassen, ich krieg eh nichts mit.

Ich funktioniere im Alltag, mein Kater ist alles, was mir an Liebe geblieben ist. Er war und ist immer da.

Ich will nicht jammern, so sieht nun einmal mein Leben aus und das wird auch so bleiben, bis ich ins Gras beiße. Es ist vielleicht nicht schön, aber etwas Gutes hat es für mich: Nichts und niemand kann mir wehtun. Ich bin, glaube ich, dermaßen abgestumpft, ich könnte vor einem Massengrab stehen und würde nichts empfinden. Wenn ihr wüsstet, was für ein lustiger, lebensfreudiger Mensch ich war - ich sagte ja schon, niemand erkennt mich wieder. Ich will mich auch so niemandem mehr zeigen - es ist nicht schön. Weder für mich, noch für andere. Wenn ich raus gehe, dann weil ich muss. Nicht weil ich will. Meine kleine Wohnung ist meine Burg, mein Refugium.

Also, liebe Menschen, überlegt Euch verdammt gut, ob ihr Euch wirklich in Beziehungen, Affären oder so stürzen wollt. Ich bin das Paradebeispiel dafür, was passiert, wenn es schiefgeht. Und ich bin nicht alleine. Ich kenne mittlerweile bestimmt zwei oder drei dutzend Menschen, die auf ähnliche Art und Weise "untergegangen sind". Insofern fragt Euch doch mal, ob es nicht besser ist, alleine zu bleiben, bevor man mal richtig auf die Schn...ze fällt. Mir reichts.

L.G.
Puhh:(, ich nehme dich jetzt einfach mal so in den Arme und drück dich doll.
 
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  • #434
Das mit dem Zitieren bekomme ich nicht so hin, also muss ich leider viel schreiben - tut mir leid.
Um auf vorangegangene Zeilen einzugehen:

- ich habe kein Profil hier bei Parship, schaue und schreibe nur im Forum.
[email protected]: Du hast schon recht, Frauen erleben oft bestimmt auch unschöne heftige Geschichten. Darum meide ich ja auch generell die Menschen und habe mich weitestgehend zurückgezogen aus dem Gesellschaftsleben. Es ist krank und macht krank. Ich selbst kann, was mich betrifft, nur auf Frauen bezogene Erfahrungen schildern, weil ich diese nur mit Frauen erlebt habe.

Was den Geldopi betrifft: Wie ich, leider zu spät, nachher herausfand, hatte dieser diverse zerbrochene Ehen und Scheidungen zu verantworten. Der war darin also "geübt". Er selbst war mind. 4 mal verheiratet (!) und hatte immer Frauen mit seinem Vermögen erobert - aber stets gebundene Frauen. Vielleicht hatte der zuviel Langeweile? Er hätte sich ja auch theoretisch eine ungebundene Frau suchen/kaufen können, diesem Ruf war er stets hinterher geeifert. Dumm nur, dass meine Ex-Gans auf ihn hereinfiel.

Meine Ex offenbarte mir ein Geheimnis, am Tag der Scheidung, so als Sahnehäubchen: Bevor ich sie kennenlernte und sie noch in Amerika lebte, verliebte sie sich dort ebenfalls in einen deutlich älteren Mann, der Künstler war. Sie gestand zudem, lange Jahre in therapeutischer Behandlung gewesen zu sein - auch eine ganze Zeit, bevor ich sie kennengelernt habe. Hätte ich das Beizeiten gewusst - egal, hätte, hätte, Kette usw. Aber ist es nicht schön, sowas am Ende einer Partnerschaft zu erfahren?

Sie sagte mir, sie hätte einen Vaterkomplex (ob das stimmt, sei dahingestellt). Wörtlich meinte sie, ich wäre zur rechten Zeit am passenden Ort aus ihrer Sicht gewesen. Über die Jahre unserer Ehe sei ihr angeblich klar geworden, dass sie doch eher auf ältere Männer stand. Dann der Hammer: Sie gestand mir, mit einem vorherigen Klienten beinahe im Bett gelandet zu sein. Dieses wurde nur verhindert, weil seinerzeit jemand überraschend dazwischen kam und er kurz darauf bei einem Alkoholabusus verstarb. Auch nicht schlecht, oder?
[email protected]: Mein Anteil am Scheitern - sag´s mir gerne, das würde ich wirklich sehr gerne wissen, dann hätte ich Gewissheit und Ruhe, dass auch ich eine Mitschuld trage und könnte daran arbeiten. So aber bleiben nur die vorgenannten Punkte, aus denen sich m.E. in meiner Hinsicht keine Schuldzuweisungen in meiner Person ableiten lassen oder sehe ich das falsch? Da könnt´ ihr gerne anderer Meinung sein, darum bin ich ja hier im Forum. Ich möchte der Ursache für das klägliche Scheitern auf dem Grund gehen. Dann hätte ich mal wenigstens inneren Frieden. So bleiben mir nur Wut, Verbitterung, Verzweiflung, Misstrauen und sonstige negative Gedanken.
[email protected]: Hier ist keine Grenzüberschreitung, denn ich habe ja vorweg selbst klargestellt, dass eine Liquidation rechtlich gar nicht möglich ist. Was ich denke oder moralisch für korrekt halte, ist ja nun einmal meine individuelle Angelegenheit. Und das ich ihm einen grausamen Tod wünsche, heißt nichts von Mord oder so, sondern ich wünsche ihm mal die gleichen Schmerzen und Verluste, die ich erlitten habe. Denn ein solcher Mensch, der bewusst und zielgerichtet Beziehungen und andere Ehen zerstört, lernt selbst nur durch Schmerzen.

Ich habe in meinem letzten Beruf mit sovielen Menschen und Schicksalen zu tun gehabt, da waren u.a. Vergewaltiger, Drogenhändler, Mörder und wer weiß was dabei, wäre ich auf einem Mordtrip aus, ich hätte da mehr als genug passable "Opfer" gehabt. Ich verabscheue Gewalt, habe vielen Kindern und Tieren einst geholfen, aus ihren "Höllen" herauszukommen. Ich bin kein Richter und Henker im realen Leben, aber in meinen Träumen und Gedanken, die zudem m.E. für alle Lebewesen frei sind, sieht das anders aus. Ich habe aber noch nie erlebt, dass Gedanken ein Lebewesen killen. Du etwa? Wohl kaum.

Ich versuche, in dieser kranken Welt, wie ich sie sehe, durchzukommen, bis ich selbst eines Tages die Radieschen von unten betrachten werde. Es wird für mich nie wieder so sein wie es mal war. Das ist mir klar. Dieser brutale Verlust hat mich gebrochen. Wäre ich beim letzten Mal beim Schlaganfall gestorben, manches wäre für mich leichter gewesen. Aber irgendeine mir unbekannte Kraft oder das Schicksal oder was weiß ich hat noch was mit mir vor. Dann habe ich es hoffentlich irgendwann hinter mir und meine Ruhe, nach der ich so sehr strebe, gefunden.

L.G.
 
D

Deleted member 22756

  • #435
Stellungnahme der Moderation:
"Leider wurde Ihre Meldung abgelehnt: Beitrag im Thema "Und wo bleibtam Ende die gleichaltrige Frau?" - Das Mitglied läst nur Frust ab, und das sit auch gut so, hilft gegen den Ärger."

In meinen Augen verantwortungslos eine, mMn, solch klare Grenzüberschreitung zu tolerieren und zu bagatellisieren.
Es geht um Mord! Dessen Ausbleiben einzig und allein mit der zu erwartenden Sanktionierung begründet wird. Völlige Abwesenheit einer moralischen Instanz. Entmenschlichung des Opfers. Unglaublich!
Nicht zu vergessen: die Ex würde er gerne foltern...